Schwangerschaftstagebuch: 39. SSW

Die 39. SSW – es ist nicht zu glauben! Rückblickend habe ich manchmal das Gefühl, die Zeit wäre nur so dahin gerast. Dabei ist eigentlich das Gegenteil der Fall – es dauert wirklich, wirklich lange! Es gibt Menschen in meinem Umfeld, die mich nur schwanger kennen … die so langsam glauben, dass es mich nur in diesem „Format“ gibt. Die werden sich noch wundern 😀 .

Jedenfalls bin ich nun bereit. Ich bin bereit, den Krümel kennenzulernen, ihn im Arm zu halten … und dafür meinen Körper zurück zu bekommen. So für mich ganz allein. Denkt man am Anfang der Schwangerschaft ja gar nicht, dass man diesen Punkt irgendwann erreicht … wenn man sich so sehr darüber freut, dass ein zweites Herzchen im eigenen Leib schlägt, wenn man die ersten Bewegungen spürt und die ersten Rundungen sieht. Ich zumindest konnte es mir vor 6 Monaten nicht vorstellen, diesen Zustand einmal ändern zu WOLLEN. Aber jetzt … bin ich bereit dazu. Und so muss es auch sein – am Ende 🙂 . Weiterlesen

Schwangerschaftstagebuch: 37. und 38. SSW

Wie schade … ich werde offenbar jetzt langsam etwas Gaga in der Birne. Ich wechsle so schnell meine Meinung, was denn jetzt den (gewünschten) Start der Geburt angeht, dass ich manchmal selber nicht mehr mitkomme. Mal will ich, dass der Krümel sich jetzt bitte SOFORT auf den Weg macht (weil mir alles so schwer fällt und weh tut) und dann wieder streichle ich gedankenverloren meinen Bauch und mag den kleinen Mann einfach nicht „rausrücken“. Außerdem … es gibt ja auch immer noch so viel zu tun! Natürlich nichts mega wichtiges, aber man weiß ja doch beim zweiten Kind ziemlich genau, dass man eben nichts weiß und man daher absolut null Ahnung hat, wie die ersten Wochen werden – ob man für irgendwas anderes als Stillen, Wickeln und Kuscheln Zeit hat … oder auch Bock. Da macht es ja schon Sinn, alles vorzubereiten, was irgendwie geht.
Ach, was mach ich mir wieder für einen Stress. Ich muss endlich mal etwas RUNTER KOMMEN!!! Weiterlesen

Rabenmutter 2.0: Das Schlaf-Dilemma

Nach drei Jahren an der Mutti-Front kann ich eines mit Bestimmtheit sagen: Der Job als Mami ist einer der tollsten, aber eben auch wirklich einer der härtesten, die man sich so ans Bein binden kann. Und das einzige, was tatsächlich hilft – mir zumindest – mit den ganzen Verrücktheiten, Krisen und Stresssituationen, die zum ganz normalen Alltag mit Kind gehören, fertig zu werden, ist … herzhaftes (zuweilen eventuell auch leicht hysterisches 😉 ) LACHEN.
Komplett bis zum Hals eingeschissene Babys, endloses und schier allumfassendes durchs Krabbelkind verursachtes Chaos, unvorstellbare Matsch-Exzesse des Nachwuchses mit ursprünglich liebevoll zubereitetem Essen, wahrhaft unterirdische Schimpfworte hervorgebracht aus kleinen Zuckerschnuten, Trotzanfälle von 2- bis 3-jährigen auf offener Straße – natürlich unter den abwertend blickenden Augen unzähliger Passanten … ja, sogar tagelange Kotzerei ausgelöst durch den gefühlt 1.000sten Magen-Darm-Infekt während der Kita-Zeit lässt die meisten gestandenen Müttern (irgendwann) haltlos kichern und gackern. Weiterlesen

Schwangerschaftstagebuch: 35. und 36. SSW

Die Zeit rennt … unfassbar, dass es nur noch ein paar Wochen bis zur Geburt sind. Und alles, wirklich alles in mir, schreit: „Jetzt setzt dich verdammt noch mal endlich auf deinen dicken Arsch und gönn dir etwas Ruhe!!!“ Blöd nur, dass ich da so wahnsinnig mies drin bin. Stattdessen lade ich mir sogar zusätzliche Stressfaktoren auf. Was ist nur los mit mir??? Naja, ich bemühe mich. Jobs nehme ich keine mehr an. Die Lesung liegt hinter mir. Und sogar die TV-Nummer habe ich überstanden (zumindest die Aufnahmen 😉 ). Ab JETZT fahre ich etwas runter. Ich versuche es jedenfalls. Ich MUSS! Meine Füße werden immer dicker, mein Bauch zieht und zerrt. Und mein Rücken will eigentlich mal zwei Tage Bettruhe. DAS bekomm ich zwar sicherlich nicht hin, aber so ein bisschen weniger Aktion … schaff ich. Alles fürs Baby, alles fürs Krümelchen <3 ! Weiterlesen

Rabenmutter 2.0: Im Kinder-Klamotten-Chaos

Klamotten-ChaosIch erinnere mich noch, als wäre es gestern gewesen, wie ich vor drei Jahren – damals auch hochschwanger – die ersten, winzig kleinen Bodys und Strampler für mein bald zur Welt kommendes Töchterchen auf die Wäscheleine hing. Jedes einzelne Stück hielt ich hoch und stieß einen Seufzer der Rührung (ja, ja, totaler Hormon-Over-Load 😉 ) aus, bevor ich es liebevoll und beinahe übertrieben sorgfältig neben das vorangegangene Miniatur-Kleidungsstück drapierte. Im Anfall von Mutti-Vorfreude-Wahn fotografierte ich sogar diesen ersten, vollbepackten Baby-Klamotten-Ständer, um das Bild meinem Mann zu schicken … er sollte schließlich auch ein paar „Awwwww’s“ und „Ohhhhhh’s“ ausstoßen dürfen (zumindest schriftlich für mich – dass er das wohl eher nicht vor seinen Arbeitskollegen machen würde, ahnte ich durchaus bereits beim Absenden meiner Nachricht) und mir damit das Gefühl nehmen, dass nur ICH hier gerade völlig im Pre-Elternschafts-Modus durchdrehte. Machte er auch brav – ich weiß schon, warum ich ihn geheiratet habe 😉 . Weiterlesen

Schwangerschaftstagebuch: 33. und 34. SSW

Ich spüre es mittlerweile an allen Ecken und Enden – bzw. an Körperzustand und Emotionschaos – das es nicht mehr soooo lange dauern wird, bis der Krümel schlüpft und unser Familienleben noch einmal komplett auf den Kopf stellt. Erste Übungswehen zeigen sich, ich werde immer fauler … und gleichzeitig zwingt mich der Nestbautrieb dazu, meinen fetten Arsch in Bewegung zu setzen und alles umzuräumen, was geht. Aber genauso muss es ja sein!
Ach, ich freue mich einfach sehr darauf, wenn das Baby endlich da ist und ein neuer Abschnitt beginnt. 40 Wochen sind schon eine lange Zeit, wenn man auf jemanden wartet, den man so wahnsinnig gerne in die Arme schließen möchte. Und im selben Zuge mach ich mir natürlich in die Hose vor Angst, ob all der Veränderungen, die das Krümelchen mit im Gepäck haben wird. ABER: Auch das gehört dazu 😀 . Weiterlesen

Rabenmutter 2.0: Kita-Eingewöhnung … nix für schwache Nerven!

Rabenmutter 2.0_Kita-EingewöhnungIch halte mich nicht für ein Weichei. Also grundsätzlich jedenfalls nicht. Eher sogar im Gegenteil. Ich habe schon viele unschöne Situationen tapfer gemeistert (wenn auch nicht freiwillig), bin ruhig geblieben, als andere bereits ausflippt sind und habe einen kühlen Kopf bewahrt, obwohl das Chaos förmlich zu explodieren schien. Deshalb würde ich mich durchaus als taffe Person beschreiben. Außer … es geht um mein Kind. Wenn’s um die Mausemaus geht, dann BIN ich ein Weichei, ein Jammerlappen, eine Heulsuse. Dabei bin ich nicht mal eine Helikopter-Mum, die ihr Kind keine Sekunde aus den Augen lässt und wirklich alles kontrollieren will. Aber die Liebe zu meiner Tochter ist ganz klar meine Achillesferse (selbst gebacken … na klasse 😉 ). Weiterlesen

Schwangerschaftstagebuch: 31. und 32. SSW

So langsam drehen sich meine Gedanken immer öfter um das Thema Geburt. Was muss ich noch vorbereiten? Was kann ich planen? Was muss ich einfach abwarten? Wird es so sein wie beim ersten Mal? Wird es ganz anders? Wer steht neben mir, wenn das Krümelchen das Licht der Welt erblickt? So unfassbar viele offene Fragen, die ich nicht wirklich sicher klären kann, obwohl ich wohl nichts mehr liebe, als Situationen unter Kontrolle zu wissen – unter MEINER Kontrolle, versteht sich 😉 . Bei einer Geburt ist das allerdings unmöglich. Man kann natürlich ein bisschen rumplanen … aber wer die Nummer schon mal erlebt hat, der weiß, es kommt doch meistens anders, als man vorher dachte bzw. wollte. Um so besser, dass ich wenigstens schon ein paar, ganz kleine Dinge mit Sicherheit sagen kann. Zum Beispiel, wo meine dicken Socken sein werden, wenn ich entbinde 😀 . Weiterlesen

Rabenmutter 2.0: Mutti-Beleidigungen … unter Müttern

BeleidigungenFür Kinder ist es leicht, eine Beleidigung als solche zu erkennen. Denn erstens lassen Beschimpfungen wie „Pups-Gesicht“, „Pipi-Liesel“ oder ein schlichtes „Doofie“ kaum Interpretationsspielraum und zweitens lesen vor allem ganz kleine Monster noch gar nicht zwischen den Zeilen oder legen jedes Wort auf die Goldwaage. Diese eigentlich gar nicht so erstrebenswerte Technik, Sprache zu erleben, zu verdrehen und zu missbrauchen, erlernen wir Menschen ja erst im Laufe der Zeit. Schade eigentlich, denn wie viel leichter wäre unser Leben als Erwachsene, wenn wir einfach weiterhin „Pups-Gesicht“ sagen würden, wenn wir jemanden doof finden, und dann wüssten, dass das von unserem Gegenüber auch genauso und nicht anders verstanden wird. Eine klare Beleidigung, aber ganz ohne tatsächlichen persönlichen Angriff oder die Ausnutzung irgendeiner schmerzbehafteten Schwachstelle, die womöglich ernsthafte Narben hinterlässt, Freundschaften zerstört oder Familien-Fundamente wanken lässt. Weiterlesen

Schwangerschaftstagebuch: 29. und 30. SSW

Schwangerschaftstagebuch_29_30Die letzten beiden Wochen steckten für mich voller Hochs und Tiefs. So ist das Leben nun mal, könnte man sagen! Aber ehrlich gesagt fühle ich mich diesem Chaos aus guten und schlechten Nachrichten, Gefühlsausbrüchen im positiven wie im negativen Sinne schwanger einfach nicht so gewachsen, wie ich es „unschwanger“ vielleicht wäre. Ich bin leichter aus der Bahn zu werfen – vor allem natürlich mit schlimmen Geschehnissen. Und ich merke einfach, dass es mich mehr Kraft als sonst kostet, „normal“ zu funktionieren, wenn etwas außerhalb der Reihe passiert, mich total überrascht oder einfach nur ganz hart von der Seite trifft. Womöglich liegt es daran, dass doch ein Teil der Gedanken und Gefühle immer mit dem kleinen Wunder beschäftigt sind, das in einem wächst, und das dadurch die Konzentration bzw. die allgemeine Power leidet. Oder es sind mal wieder die Hormone schuld. Oder … ach, ich hab keine Ahnung. Aber diese beiden Wochen hatten es in Sachen Überraschung, Spaß und dem absoluten Gegenteil extrem in sich. Weiterlesen