Schwangerschaftstagebuch: 33. und 34. SSW

Ich spüre es mittlerweile an allen Ecken und Enden – bzw. an Körperzustand und Emotionschaos – das es nicht mehr soooo lange dauern wird, bis der Krümel schlüpft und unser Familienleben noch einmal komplett auf den Kopf stellt. Erste Übungswehen zeigen sich, ich werde immer fauler … und gleichzeitig zwingt mich der Nestbautrieb dazu, meinen fetten Arsch in Bewegung zu setzen und alles umzuräumen, was geht. Aber genauso muss es ja sein!
Ach, ich freue mich einfach sehr darauf, wenn das Baby endlich da ist und ein neuer Abschnitt beginnt. 40 Wochen sind schon eine lange Zeit, wenn man auf jemanden wartet, den man so wahnsinnig gerne in die Arme schließen möchte. Und im selben Zuge mach ich mir natürlich in die Hose vor Angst, ob all der Veränderungen, die das Krümelchen mit im Gepäck haben wird. ABER: Auch das gehört dazu 😀 . Weiterlesen

Rabenmutter 2.0: Kita-Eingewöhnung … nix für schwache Nerven!

Rabenmutter 2.0_Kita-EingewöhnungIch halte mich nicht für ein Weichei. Also grundsätzlich jedenfalls nicht. Eher sogar im Gegenteil. Ich habe schon viele unschöne Situationen tapfer gemeistert (wenn auch nicht freiwillig), bin ruhig geblieben, als andere bereits ausflippt sind und habe einen kühlen Kopf bewahrt, obwohl das Chaos förmlich zu explodieren schien. Deshalb würde ich mich durchaus als taffe Person beschreiben. Außer … es geht um mein Kind. Wenn’s um die Mausemaus geht, dann BIN ich ein Weichei, ein Jammerlappen, eine Heulsuse. Dabei bin ich nicht mal eine Helikopter-Mum, die ihr Kind keine Sekunde aus den Augen lässt und wirklich alles kontrollieren will. Aber die Liebe zu meiner Tochter ist ganz klar meine Achillesferse (selbst gebacken … na klasse 😉 ). Weiterlesen

Schwangerschaftstagebuch: 31. und 32. SSW

So langsam drehen sich meine Gedanken immer öfter um das Thema Geburt. Was muss ich noch vorbereiten? Was kann ich planen? Was muss ich einfach abwarten? Wird es so sein wie beim ersten Mal? Wird es ganz anders? Wer steht neben mir, wenn das Krümelchen das Licht der Welt erblickt? So unfassbar viele offene Fragen, die ich nicht wirklich sicher klären kann, obwohl ich wohl nichts mehr liebe, als Situationen unter Kontrolle zu wissen – unter MEINER Kontrolle, versteht sich 😉 . Bei einer Geburt ist das allerdings unmöglich. Man kann natürlich ein bisschen rumplanen … aber wer die Nummer schon mal erlebt hat, der weiß, es kommt doch meistens anders, als man vorher dachte bzw. wollte. Um so besser, dass ich wenigstens schon ein paar, ganz kleine Dinge mit Sicherheit sagen kann. Zum Beispiel, wo meine dicken Socken sein werden, wenn ich entbinde 😀 . Weiterlesen

Rabenmutter 2.0: Mutti-Beleidigungen … unter Müttern

BeleidigungenFür Kinder ist es leicht, eine Beleidigung als solche zu erkennen. Denn erstens lassen Beschimpfungen wie „Pups-Gesicht“, „Pipi-Liesel“ oder ein schlichtes „Doofie“ kaum Interpretationsspielraum und zweitens lesen vor allem ganz kleine Monster noch gar nicht zwischen den Zeilen oder legen jedes Wort auf die Goldwaage. Diese eigentlich gar nicht so erstrebenswerte Technik, Sprache zu erleben, zu verdrehen und zu missbrauchen, erlernen wir Menschen ja erst im Laufe der Zeit. Schade eigentlich, denn wie viel leichter wäre unser Leben als Erwachsene, wenn wir einfach weiterhin „Pups-Gesicht“ sagen würden, wenn wir jemanden doof finden, und dann wüssten, dass das von unserem Gegenüber auch genauso und nicht anders verstanden wird. Eine klare Beleidigung, aber ganz ohne tatsächlichen persönlichen Angriff oder die Ausnutzung irgendeiner schmerzbehafteten Schwachstelle, die womöglich ernsthafte Narben hinterlässt, Freundschaften zerstört oder Familien-Fundamente wanken lässt. Weiterlesen

Schwangerschaftstagebuch: 29. und 30. SSW

Schwangerschaftstagebuch_29_30Die letzten beiden Wochen steckten für mich voller Hochs und Tiefs. So ist das Leben nun mal, könnte man sagen! Aber ehrlich gesagt fühle ich mich diesem Chaos aus guten und schlechten Nachrichten, Gefühlsausbrüchen im positiven wie im negativen Sinne schwanger einfach nicht so gewachsen, wie ich es „unschwanger“ vielleicht wäre. Ich bin leichter aus der Bahn zu werfen – vor allem natürlich mit schlimmen Geschehnissen. Und ich merke einfach, dass es mich mehr Kraft als sonst kostet, „normal“ zu funktionieren, wenn etwas außerhalb der Reihe passiert, mich total überrascht oder einfach nur ganz hart von der Seite trifft. Womöglich liegt es daran, dass doch ein Teil der Gedanken und Gefühle immer mit dem kleinen Wunder beschäftigt sind, das in einem wächst, und das dadurch die Konzentration bzw. die allgemeine Power leidet. Oder es sind mal wieder die Hormone schuld. Oder … ach, ich hab keine Ahnung. Aber diese beiden Wochen hatten es in Sachen Überraschung, Spaß und dem absoluten Gegenteil extrem in sich. Weiterlesen

Schwangerschaftstagebuch: 27. und 28. SSW

Immer, wenn ich denke, dass ich jetzt endlich ein bisschen cooler und lockerer werde, passiert irgendwas, das mir das Gegenteil beweist. Und diesmal hat mich die Angst sogar so kalt im Nacken erwischt, dass ich tatsächlich über meinen Schatten gesprungen und mal eben spontan in die Kölner Uni-Klinik gefahren bin. Normalerweise so gar nicht mein Ding … ich hasse Notaufnahmen (außer in TV-Serien 😉 ), fühle mich dort fehl am Platz und irgendwie immer wie ein nervtötender Vollidiot. Aber: Wenns um meine Kinder geht – das bereits geborene wie auch das bisher ungeborene – dann hilft alles nix. Ich fahre hin, obwohl ich mich doof dabei fühle. Nichtzuletzt deshalb, weil mein Mann mich schwer dazu nötigt 😉 . Weiterlesen

Rabenmutter 2.0: Shopping-Erlebnis mit Kleinkind (fast) in Echtzeit

ShoppingIch gehörte eigentlich nie zu den Frauen, die wirklich gerne shoppen gehen, die es voll und ganz genießen, stundenlang durch Geschäfte zu streifen, 1.000 verschiedene Klamotten anprobieren, sich in der Umkleidekabine mit einer Freundin giggelnd in ulkigen Outfits fotografieren und regelrecht vor Glück platzen, wenn sie mit vollen Einkaufstüten bepackt durch die Welt schreiten können. Im Gegenteil. Ich war immer eher so der Typ: Schnell rein in EINEN Laden, gezielt suchen, einmal anprobieren, alles scheiße finden, völlig entnervt das Weite suchen … nach maximal 60 Minuten (Für Menschen wie mich wurde eben das Internet erfunden 😀 ). Daher war die Umstellung auf Mama-ohne-Zeit-für-Shopping-Trips für mich eigentlich null Problemo – ich habe ja eh immer alles online bestellt. Doch manchmal … in besonderen Lebenssituationen … da bricht das Mädchen-Gen in mir durch.  Weiterlesen

Schwangerschaftstagebuch: 25. und 26. SSW

Es kristallisieren sich zunehmend mehr Unterschiede zwischen meiner ersten Schwangerschaft und dieser – mit dem Krümelchen – heraus. Positive wie negative. Und das liegt nicht daran, dass ich diesmal einen Jungen erwartet (obwohl ich schon mehrfach gehört habe, dass das Geschlecht des Kindes irgendwie Einfluss auf die Art der Schwangerschaft nehmen soll – empfinde ich aber eigentlich nicht so), sondern vielmehr an meiner veränderten Lebenssituation, meinen Erfahrungen aus den ersten Jahren als Mutter und nicht zuletzt natürlich daran, dass ich diesmal nicht so gemütlich auf der Couch rumlungern kann, sobald mir danach ist. Schön finde ich es trotzdem. Naja, nicht ausschließlich natürlich … aber das wäre für mich ja nun mal auch völlig untypisch 😀 . Weiterlesen

Rabenmutter 2.0: Theorie und Praxis … sind sooo verschieden!

Vor wenigen Wochen saß ich bei einer befreundeten Mutter im Wohnzimmer am Tisch – den obligatorischen Teller mit Kuchen vor meiner Nase; daneben den ebenso obligatorischen Haufen bereits benutzter und in allen Farben des Regenbogens schimmernder Feuchttücher – lauschte mit einem Ohr konstant nach meinem Töchterchen, das gerade dabei war, dass Kinderzimmer ihres kleinen Kumpels dauerhaft zu verwüsten und mit dem anderen den aktuellsten Familien-Anekdoten meiner Freundin. Soweit also eine ganz normale Mami-Situation. Bis auf den Umstand, dass wir nicht allein waren. Eine weitere Frau saß mit am Tisch. Eine „Nicht-Mutter“. Was ich nicht nur völlig ok finde, sondern meistens sogar ziemlich „erfrischend“, denn dann sind die Themen oftmals noch etwas vielfältiger. Außer … ja, außer die Nicht-Mutter sagt etwas in folgender Richtung: Weiterlesen

Schwangerschaftstagebuch: 23. und 24. SSW

Der Bauch wächst – der Hintern auch 😉 – und ich merke immer deutlicher: Ich war schon mal jünger. Dabei sind doch eigentlich nur drei Jahre seit der letzten Schwangerschaft vergangen. Gut, da war ich auch schon nicht mehr richtig jung 😀 . Aber ich hatte vor allem keine kleine Madam, die mich den ganzen Tag auf Trab hält, sondern saß den Großteil der 10 Monate auf meinem immer fetter werdenden Arsch und konnte die Beine hochlegen so oft ich wollte. Das fehlt mir so langsam ein bisschen. Vor allem meinen Stempelchen. Denn die werden nicht so richtig sauber aus der Nummer rauskommen, befürchte ich. Aber … das ist es wert. Den Krümel in mir zu spüren, wie er turnt, sich reckt und streckt, Schluckauf hat und in meine Blase tritt, macht wirklich vieles wieder wett… Weiterlesen