Schwangerschaftstagebuch

Schwangerschaftstagebuch: 33. und 34. SSW

Ich spüre es mittlerweile an allen Ecken und Enden – bzw. an Körperzustand und Emotionschaos – das es nicht mehr soooo lange dauern wird, bis der Krümel schlüpft und unser Familienleben noch einmal komplett auf den Kopf stellt. Erste Übungswehen zeigen sich, ich werde immer fauler … und gleichzeitig zwingt mich der Nestbautrieb dazu, meinen fetten Arsch in Bewegung zu setzen und alles umzuräumen, was geht. Aber genauso muss es ja sein!
Ach, ich freue mich einfach sehr darauf, wenn das Baby endlich da ist und ein neuer Abschnitt beginnt. 40 Wochen sind schon eine lange Zeit, wenn man auf jemanden wartet, den man so wahnsinnig gerne in die Arme schließen möchte. Und im selben Zuge mach ich mir natürlich in die Hose vor Angst, ob all der Veränderungen, die das Krümelchen mit im Gepäck haben wird. ABER: Auch das gehört dazu 😀 .

Schwangerschaftswoche: 33
Anzeichen / Beschwerden: Ich habe beinahe das Gefühl, der Kreis schließt sich langsam, denn ich habe wieder verstärkt mit den Problemchen aus der Anfangszeit der Schwangerschaft zu kämpfen: Meine Haut produziert mehr Pickelchen (dabei waren die Unreinheiten eigentlich echt vom Tisch, nachdem ich die Creme gewechselt habe), ich bin wieder ordentlich verstopft (trotz viel Obst und Magnesium) und beglücke meine direkte Umwelt mit den klassischen Umstands-Blähungen. On top amüsiert mich mein Körper mit ständigen Micro-Klogängen – meine Blase gaukelt mir vor, dass es MEGA DRINGEND wäre, ich renne los, um eine Toilette zu finden und dann … kommen vier Tröpfchen. Ich kann da nicht drüber lachen! Nachts sogar noch weniger als tagsüber. Aber muss wohl so sein …
Gewicht: 79,5 Kilo . Stillstand … YEAHHHH! Ok, die Leistung hält sich natürlich in Grenzen, weil es sich nur um EINE Woche handelt, in der mein Gewicht mal nicht gestiegen ist, aber ich freu mich ja auch über Kleinigkeiten. Ich muss allerdings zugeben, dass ich mal wieder so ein kleines bisschen darauf geachtet habe, abends nicht mehr so wirklich was zu essen, weil in dieser Woche ein Termin beim Frauenarzt anstand und die mich da ja immer so schrecklich unhöflich auf die Waage stellen. Diesmal war es dann aber echt gar nicht so schlimm. Immernoch mehr als die doofe App mir zugestehen mag, aber … vielleicht lösche ich die auch einfach mal 😀 .
Bauchumfang: 107,5 cm. Huch, 2 cm in einer Woche! Da scheint jemand gewachsen zu sein und mich unweigerlich mit in den Ballon-Status zu reißen 😉 . Das erklärt aber auch, warum ich jetzt – besonders abends – immer öfter so ein unangenehmes Spannungsgefühl auf der Bauchdecke habe. Wahrscheinlich ist die Dehnungsgrenze meiner Haut eigentlich erreicht – das wird den Krümel jedoch sicher nicht daran hindern, noch etwas draufzulegen. Muss er ja auch. SOLL er ja auch. Wird schon passen. Mein Bindegewebe ist schließlich alt und schlaff … das macht das schon mit 😉 .
(Ich übe mich wirklich sehr im positiven Denken!!!)
Aktuelle Leibspeise: Trauben. Wobei ich die Wascherei schon etwas nervig finde. Ich muss ja alles pedantisch sauber machen, weil ich immernoch – trotz Katzen und Spielplatzkind – keine Toxoplasmose-Antikörper vorweisen kann. Da reicht es nicht, die Träubchen mal eben kurz mit Wasser „abzuschrecken; ich zupfe sie alle ab und wasche sie einzeln. Und weil mich das schon derbe ankotzt, kaufe ich kein Obst, das NOCH kleiner ist als Trauben. Schade eigentlich. Ich fänd nämlich Johannisbeeren auch mal ganz nett. In zwei Monaten dann 😉 .

Mein Bauch hat echt einen ordentlichen Schuss gemacht und ich werde daher immer öfter gefragt, wie lange ich denn noch habe. Wenn ich dann antworte, dass das Krümelchen noch bis Ende September da bleiben soll, wo es gerade ist, werden die Augen der Fragesteller groß und die meisten packen noch ein erschrockenes: „Ohhhhhh!“ dazu. Na, danke auch 😉 . Ich erinnere mich aber sehr gut daran, dass es in der Schwangerschaft mit der kleinen Madam auch nicht anders war. Irgendwie scheint mein Bauch imposant zu wirken … oder aber viele haben einfach keine Ahnung, was da noch so an Umfang dazu kommen kann. Wahrscheinlich in erster Linie letzteres. Trotzdem habe auch ich das Gefühl, dass die Kugel schon recht ordentlich ist. Ich finde es mittlerweile ernstzunehmend anstrengend, länger irgendwo rumzustehen oder weite Strecken zu laufen. Und abends „beschwert“ sich meine Bauchdecke dann meist tatsächlich richtig – vor allem in dem Teil direkt unter den Rippen ziept und reißt es verstärkt. Ich KÖNNTE natürlich so einen Gurt anlegen, der die Wampe ein wenig stützt und den Rücken entlastet. Mach ich auch manchmal. Meistens aber lass ich ihn liegen (neben den Kompressionsstrümpfen 😀 ), weil er den Druck auf die Blase so derbe erhöht, dass ich theoretisch schon bei meinen Nachbarn einen Toilettenstopp einlegen müsste. Geht natürlich nicht. Die würden mich ja für völlig deppert halten!

Trotzdem: Gerade nachmittags, wenn ich entweder durch halb Köln gondle, um Freunde zu besuchen oder mit der Mausemaus auf Spielplätzen abhänge, muss meine gebeutelte und vom Indoor-Baby-Kopf schon stark eingeengte Blase oftmals bis zu drei Stunden ohne Klo auskommen. Das ist kein Zuckerschlecken … und sicher auch nicht so richtig gesund (weil wegen erhöhtem Blasenentzündungsrisiko in der Schwangerschaft und so). Aber was soll ich machen? Es gibt nicht überall Klos. Und da das Risiko, sich irgendeinen Pilz auf einem öffentlichen Pott einzufangen, in der Zeit der Baby-Produktion ja nun auch höher als sonst ist, muss man eben wählen, was man lieber hätte: Blasenentzündung oder Pilz (famose Auswahl-Möglichkeiten 😉 ).
Meine Lösung: Ich trinke ab Mittag nicht mehr viel, um den Harndrang etwas einzuschränken. Und sage mir, wenn mein Körper trotzdem das Signal zum Pinkel-Bedarf gibt, dass es sich höchst wahrscheinlich wieder nur um drei Tropfen handelt und das ich die auch bis zu Hause aufbewahren kann. Manchmal klappt es. Manchmal wünsche ich mir Tena Lady. Kommt auf die Tagesform und den sportiven Trainingsstatus des Krümelchens an 😀 .

Ja, es ist nicht von der Hand zu weisen: Der spaßige Teil der Schwangerschaft ist definitiv vorbei – jetzt geht’s ans Eingemachte. „Boah, ich kann nicht mehr!“ höre ich mich selbst immer öfter am Ende eines gefühlt endlos langen Tages mit Einkaufen, Spielplatz und Haushalt schnaufen (natürlich nur, wenn der Mann zufällig schon heimgekommen ist – wenn’s keiner hört, lohnt sich Gejammer ja nicht 😉 ). Meistens ist es dann leider erst 19 Uhr und ich habe noch mindestens zwei Stunden Unterhaltungsprogramm mit der kleinen Madam vor der stetig schwerer werdenden Brust. Die halbe Stunde, die ich später noch auf der Couch sitzen und mit niveaulosem Serien-Programm füllen werde, erscheint mir in diesen Momenten gar nicht wie ein viel zu kurzer Feierabend, bevor ich ins Koma falle, sondern schlicht und ergreifend wie der Himmel auf Erden … besonders, wenn noch Chips in der Schublade auf mich warten!

„Na, wie fühlen Sie sich, Frau Neckar? Ist soweit alles ok?“, fragt mich meine Gynäkologin Ende der Woche beim Kontrolltermin. „Soweit alles gut“, antworte ich … weil man das ja nun mal so macht. Und im Grunde geht’s mir ja auch gut … gemessen an der Schwangerschaftswoche und dem Umstand, dass ich kaum Freizeiten oder Ruhephasen habe. „Der Baby-Popo drückt allerdings schon etwas auf die Lunge und lässt mich schnell aus der Puste geraten“, schiebe ich nach, weil DAS tatsächlich etwas nervig ist. Manchmal muss ich abends im Bett sogar den kleinen Po des Krümelchens sanft aus meinem Rippenbogen schieben, weil ich sonst nicht einschlafen könnte. Meine Frauenärztin tastet die Gebärmutter ab und grinst. „Da ist aber noch Platz nach oben – das wird noch enger!“ Na toll, danke, das hilft mir sehr 😉 .
„Es sieht aber alles wirklich gut aus, Frau Neckar. Der Muttermund ist noch fest verschlossen und der Gebärmutterhals lang. So muss es sein. Vor allem, weil auf dem CTG von heute bereits eine Wehe sichtbar ist. Haben sie die gespürt?“
„Nö“, sage ich und mir fällt ein, dass ich die ersten Wehen, die in der letzten Schwangerschaft aufgezeichnet wurden, genauso wenig mitbekommen habe. Allerdings meine ich, dass es bei Ella später anfing. Aber was soll’s. Solange es dem Krümel gut geht und die Geburt noch nicht unmittelbar bevor steht, ist es ja völlig in Ordnung, wenn mein Körper ein bisschen übt. Und „übertragen“ wollte ich schließlich eh nicht. Also … alles prima.

Beim Rausgehen streichle ich dennoch schon fast wehmütig über die Kugel, in der mein Sohn strampelt. Denn selbst wenn er noch brav bis zum offiziellen Entbindungstermin abwartet, bevor er sich auf den Weg macht (was ich natürlich schwer hoffe!), dauert es nicht mehr lange. Diese Schwangerschaft, die ich mir so sehr gewünscht habe, neigt sich tatsächlich bereits dem Ende zu. Und da ich ziemlich sicher bin, dass es sich um mein letztes Mal mit Baby unter dem Herzen handelt (ich werde nächsten März schließlich … ALT!), nehme ich mir ganz fest vor, die kommenden Wochen bis zur Geburt so bewusst wie möglich zu erleben und mir immer wieder zu sagen, dass es – trotz der Wehwechen und der Anstrengungen – eine wahrhaft besondere Zeit ist, an die ich mich den Rest meines Lebens mit einem leicht entrückten Lächeln erinnern werde.
Rumjammern muss ich natürlich trotzdem weiterhin … das lässt sich gar nicht vermeiden 😀 .

Schwangerschaftswoche: 34
Anzeichen / Beschwerden: Ich schlafe immer schlechter. Also echt jetzt, ich dachte ja, die 2-3 Toilettengänge wären schon blöd, aber das lag daran, dass ich all die anderen Gründe, warum Schwangere mehrfach pro Nacht aufwachen, schlicht und ergreifend verdrängt habe. Jetzt ist die Erinnerung allerdings wieder da: Ich werde wach, weil ich mich umdrehen will, dass aber nur noch mit Schwung-holen funktioniert. Der nächste Auslöser fürs ungewollte Augen öffnen ist die Nase, die neuerdings unter verstärkter Verstopfung leidet. Natürlich nur nachts. Tagsüber wär ja witzlos. Dann kommen noch die Krämpfe in den Waden und Füßen hinzu sowie dämliche Träume von Fehlgeburten oder sonstigen Baby-Verlusten. Gekrönt werden meine Nächte noch von den 3-5 Wein-Attacken der kleinen Madam – sie verarbeitet so wahrscheinlich die Kita-Eingewöhnung und ihre Ängste, die dadurch ausgelöst werden. Ach, und wenn ich nach 5 Uhr wach werde, dann kann ich nicht mehr einschlafen. Ergo: Ich schlafe grottenschlecht und extrem wenig! Doooooooooof!!!!
Gewicht: 80 Kilo. Da, jetzt habe ich die 80 Kilo-Marke geknackt. Und wie erwartet … kotzt mich das an. D.h. ich trage jetzt 19 Extra-Kilos mit mir rum, wovon leider erstaunlich wenig beim Krümelchen und der „Umverpackung“ liegen. Natürlich hoffe ich stark, dass ein Großteil einfach bloß Wassereinlagerungen sind – und wenn ich mir meine Oberschenkel sowie den Wellengang der Dellen darauf anschaue, könnte das sogar stimmen (Wellen = Wasser, ne? 😉 ). Aber wenn ich mal so ganz ehrlich zu mir bin … und mir anschaue, was ich tagtäglich so wegspachtel … dann werden es wohl eher Depos für den Winter sein. Für einen sehr langen Winter. Ohne Zugang zu Nahrungsmitteln. Wäre ich ein Bär, wäre also alles im Lack 😀 .
Bauchumfang: 107,5 cm. Das wundert mich ja echt immer am meisten, wenn es hier plötzlich nicht mehr so boomt. Denn der Krümel wächst schließlich stetig bzw. legt sich (wie die Mama 😉 ) Fettpölsterchen an. Und ich kann auch spüren, wie er größer wird – schließlich platziert der Herr seinen Po dauerhaft und gern unter meinem Rippenbogen. Er zwingt mich damit jetzt sogar, endlich mal ordentlich zu sitzen … so richtig aufrecht und rückenschonend. Der Frechdachs!
Aktuelle Leibspeise: Aktuell hat es mir die Kombination aus Chips, Trauben und Schokolade angetan. Nicht gleichzeitig, aber abwechselnd. Ich esse erst Chips, dann ein bisschen Schokolade, um das Herzhafte mit etwas Süßem „abzulöschen“ … und dann gibt’s das Obst hinterher, weil das mein schlechtes Gewissen beruhigt. Ach, ich bin echt eine schlechte werdende Mutter. Überall steht, wie wichtig es ist, sich gesund zu ernähren … und ich esse nur Schrott. GESUND erfüllt bei mir ein Döner, weil da Salat drauf ist. Oh man, der arme Krümel 🙁 .  

Der Schlafentzug zeigt langsam erste „Wirkung“. Obwohl es mir enorm schwer fällt, die kleine Madam in der Kita zu lassen, ich sie sehr vermisse und ständig das Gefühl habe, etwas MEGA Wichtiges vergessen zu haben, wenn sie nicht bei mir ist (nach fast drei Jahren plötzlich mal ohne mein Kind zu sein, ist schon verwirrend 😉 ), fiebere ich der abgeschlossenen Eingewöhnungszeit entgegen. Im Grunde etwas schizophren. Aber ich bin mittlerweile die meiste Zeit so müde und erschöpft, dass ich eigentlich nur sitzen (oder liegen) und mich im besten Fall von irgendwas berieseln lassen mag. Das geht aber natürlich nicht, wenn mein geliebtes, stetig rumrandalierendes Töchterchen zugegen ist. DAS geht nur, wenn sie anderweitig beschäftigt wird – ohne die Mama. Aktuell ist sie von 9:00 Uhr morgens bis knapp 13:00 Uhr mittags in der Kita. Und ich bin in dieser Zeit – abzüglich der Rumgondelei mit der Bahn – ALLEIN ZU HAUS! Was soll ich sagen: Es ist der Knaller!!! Ich gehe aufs Klo, ohne das die Mausemaus währenddessen das Papier meterweise abrollt oder auf meinen Schoss will. Ich mache ein bisschen Haushaltskram, ohne das sie hinter mir den Boden bemalt oder Saft über die dicke Katze schüttet. Ich sitze einfach nur auf der Couch und schaue mir eine Folge Unsinn auf dem Laptop an, ohne das ich dabei gleichzeitig das Babyphone im Blick habe oder denke, ich KÖNNTE meine Freizeit (bisher war das ja immer auf den Kinder-Mittagsschlaf begrenzt) ja auch sinnvoller nutzen und arbeiten. Ok, dieses Gefühl ist nicht weg. ABER ich habe jetzt so viel Zeit, dass ich alles machen kann … dumme Serien glotzen UND arbeiten. Finde ich schon ziemlich großartig!

Etwas mehr Zeit für mich tut mir also wirklich gut, auch wenn ich das vor der kleinen Madam niemals zugeben würde. Doch es ist einfach Fakt: Mein oller Körper meldet immer öfter eine leichte bis mittelschwere Überforderung an – wenn ich zum Beispiel zu lange stehe, sitze oder laufe. Also ständig 😉 . Der Bauch zieht mittlerweile außerdem so deutlich nach unten, dass ich a) heftig auf die Erdanziehungskraft schimpfe und b) freiwillig diesen hochattraktiven und auf die Blase drückenden Gurt trage, weil ich sonst spätestens ab 17:00 Uhr denke, dass mir gleich die Plautze abreißt und samt Krümelchen einfach zu Boden fällt. Logisch, dass gerade jetzt der Sommer nach Köln zurückkehrt, wo ich mich zu einer weiteren Klamottenschicht über den eh schnell schwitzigen Babybauch entscheiden muss. Übers Wetter beschweren will ich mich aber auf gar keinen Fall, denn ich bin einfach nur dankbar, wenn’s mal ein paar Tage nicht wie aus Kübeln schüttet und ich mir den fetten Arsch abfriere. Nicht zuletzt, weil mir nur noch die Sommer-Umstandssachen passen und ich daher bei feuchten 14 Grad (der Standart-Zustand diesen August) ernsthaft Probleme damit habe, irgendwas zum „Überwerfen“ zu finden (spontan fällt mir da nur der Morgenmantel meines Mannes ein 😉 ).

Apropos Mann: Was ich so richtig, richtig dolle gut fand, war, dass ich dieses Wochenende tatsächlich mal ein Wochenende hatte – denn der Göttergatte war endlich mal wieder ein bisschen vor Ort. In letzter Zeit musste er sich gezwungenermaßen etwas rar machen im Familien-Alltag, weil ich halt so viel schlechter zahle, als seine Kunden (mein Fehler also 😉 ). Und wenn er nicht arbeiten musste, dann saß er in der von mir so WAHNSINNIG geliebten Lycra-Kluft auf seinem Drahtesel und hat profimäßig Kilometer gekloppt. Nein, der Mann wünscht sich nicht die Scheidung und lässt deshalb seine hochschwangere Frau im Prinzip wochenlang am Stück alleine das gemeinsame Traum-Kleinkind versorgen – er hat von seiner nicht wirklich cleveren Brutmaschine (mir) zum Geburtstag einfach mal noch schnell einen Rennradfahrer-Kurzurlaub geschenkt bekommen. Zugegeben: Nicht meine beste Idee dieses Jahr, da es dadurch wirklich eine sehr lange unterstützungslose Durststrecke geworden ist. Aber ich wollte ihm halt eine echte Freude machen und ihm vor der Geburt des Krümelchens eine letzte, meines Erachtens ganz grässliche Tour mit garantiertem, anschließendem Muskelkater-Super-Gau schenken. Was soll ich machen … er liebt diesen doofen Sport und er hat sich ein Loch in die Kiste gefreut. Und darum geht’s ja nun mal bei Geschenken. Trotzdem fand ich es dann doch irgendwie auch etwas Kacke, als er zwischen all der Arbeiterei auch noch ein paar Tage so gar nicht da war. Aber das ist ja das Schöne am Schwangersein: Man kann sogar die eigenen Ideen zum Kotzen finden und die Schuld dafür dann dem Ehemann geben 😀 .

Und was habe sonst so in der 34. SSW gemacht? Gewaschen. Gewaschen. Und dann noch ein bisschen gewaschen (zur Abwechslung 😉 ). Strampler (die wenigen, die nicht rosa sind), unzählige Bodys, noch unzähligere Söckchen, Höschen, Miniatur-T-Shirts, Schlafsäcke, Bettlaken und ca. eine Tonne Spucktücher. Dazu musste dann natürlich auch ein bisschen umgeräumt werden, denn das Schrank-Drittel, dass ich vor drei Jahren für die Mausemaus frei gemacht habe, ist mittlerweile natürlich auch komplett voll mit ihren Klamotten und Bettbezügen und Decken und … was sonst noch so anfällt im Leben einer jungen Dame 😉 . Da jetzt noch Platz zu schaffen für ein weiteres Familien-Mitglied, war gar nicht so einfach – aber mega notwendig. Ich hatte völlig vergessen, wie viel Kram so ein Säugling „mitbringt“. Dabei lasse ich die überflüssigen Sachen ja diesmal bereits weg. Beim zweiten Kind weiß man als Mama ja schon, was man WIRKLICH braucht, und was eigentlich ausschließlich die Verkäufer im Babymarkt für wichtig halten. Bodys zum Beispiel kann man aber echt nicht genug haben. Wenn ich so daran denke, wie oft sich die kleine Madam ernsthaft bis in den Nacken hoch eingeschissen hat … dann habe ich fast das Bedürfnis, noch mehr Bodys zu bestellen 😀 . Lass ich aber jetzt mal. Sonst müssen wir womöglich vor der Geburt noch umziehen, nur um mehr Raum für Kinderschränke zu haben. Und das wäre ja sowas von lächerlich 😉 .

Aber … es lässt sich nicht ignorieren: Der Nestbautrieb hat mich erwischt. Nicht ungewöhnlich, aber beim zweiten Mal gar nicht so einfach zu händeln. Denn im Prinzip ist ja alles da und vorbereitet. Es gibt also – bis auf die Wascherei – gar nicht so viel zu tun, wie meine Hormone gerne hätten. Tja, wie gut, dass ich die Mausemaus habe … die sorgt schon dafür, dass ich mich nicht langweile 🙂 .

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