Schwangerschaftstagebuch

Schwangerschaftstagebuch: 35. und 36. SSW

Die Zeit rennt … unfassbar, dass es nur noch ein paar Wochen bis zur Geburt sind. Und alles, wirklich alles in mir, schreit: „Jetzt setzt dich verdammt noch mal endlich auf deinen dicken Arsch und gönn dir etwas Ruhe!!!“ Blöd nur, dass ich da so wahnsinnig mies drin bin. Stattdessen lade ich mir sogar zusätzliche Stressfaktoren auf. Was ist nur los mit mir??? Naja, ich bemühe mich. Jobs nehme ich keine mehr an. Die Lesung liegt hinter mir. Und sogar die TV-Nummer habe ich überstanden (zumindest die Aufnahmen 😉 ). Ab JETZT fahre ich etwas runter. Ich versuche es jedenfalls. Ich MUSS! Meine Füße werden immer dicker, mein Bauch zieht und zerrt. Und mein Rücken will eigentlich mal zwei Tage Bettruhe. DAS bekomm ich zwar sicherlich nicht hin, aber so ein bisschen weniger Aktion … schaff ich. Alles fürs Baby, alles fürs Krümelchen <3 !

Schwangerschaftswoche: 35

Anzeichen / Beschwerden: Zwischenzeitlich hatte ich ja nochmal mit Verstopfung zu kämpfen – das ist jetzt komplett weg. Nun amüsiere ich mich wieder mit dem Gegenteil. Weiß man auch nicht, was besser ist 😉 .
Dafür spüre ich endlich (manchmal) Vorwehen. Na gut, ganz sicher bin ich nicht, aber letztens wurde der Bauch klassisch hart und es zog bis in den Rücken. Nicht dolle, aber so, dass ich dachte: Och, dat könnte tatsächlich eine Übungswehe sein. Und wie reagiert man als erfahrene (oder in meinem Fall besser: als idiotische) Mutti darauf? Genau, man räumt erst mal die Spülmaschine aus 😀 . Da das überraschenderweise nicht gut getan hat, habe ich es dann doch mit mal eben hinsetzen und durchatmen versucht … und siehe da: DAS hat geholfen. Boah, manchmal verstehe ich meinen Mann ein bisschen, wenn er sich darüber aufregt, dass ich mir zu wenig Ruhe gönnen und einfach nie auf meinem Hintern sitzen bleiben kann. Ich bin wirklich ein Stresser, ein Nervsack, ein unentspanntes Stück. Aber … ist halt so 😉 .
Gewicht: 81,5 Kilo. Ups, möglicherweise habe etwas zu viel Pasta gegessen … oder auch etwas MEHR zu viel. Nudel landen bei mir wirklich umgehend auf Arsch, Oberschenkeln und – find ich fast am schlimmsten – Oberarmen. Und so einiges anderes auch. Oder alles. Ach, was solls. Ich bin jetzt bei 20 Kilo plus, es sind nur noch 5 Wochen und das Krümelchen wächst ja jetzt auch schneller. Vielleicht sollte ich mich einfach endlich damit abfinden, alle Spiegel in der Wohnung verhängen und die Waage ernsthaft vom Balkon schmeißen. Der Zug ist abgefahren. Unter 20 Schwangerschafts-Kilos bleiben war ein schöner Traum, aber für mich eben nicht realisierbar. Möglicherweise komme ich noch mit einem blauen Auge davon und bleibe unter den 28 Extra-Kilo, die ich bei der kleinen Madam erreicht habe. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt 😉 .
Bauchumfang: 109,5 cm. Der Fachbegriff für das schnelle Wachsen meines Bauchumfanges ist wohl: PLOPP! Es ist wirklich irre, wie schnell der „Ball“, den ich vor mir herschiebe, jetzt an Größe gewinnt. Und wie anders er aussieht, im Vergleich zu dem, den Ella mir vor drei Jahren angedeihen ließ. Diesmal trage ich wirklich komplett nach vorne. Von hinten betrachtet habe ich sogar noch ne Taille. Der Nachteil: Der Bauch zieht wirklich immer stärker nach unten bzw. belastet die Haut – vor allem direkt unter dem Rippenbogen – ganz enorm. Spätestens um 17 Uhr habe ich jeden Tag das Gefühl, er reißt einfach ab. Trotz Stützgurt. Krass!
Aktuelle Leibspeise: Tja, wie gesagt: Pasta. Fast täglich diese Woche. Und Chips. Neuerdings auch schon mal vor 12 Uhr mittags, da die Mausemaus ja in der Kita ist und … mein schlechtes Gewissen dann irgendwie ebenfalls nicht anwesend scheint. Naja, sind ja nur gewürzte Kartoffeln … *hust* 😀
Außerdem verspeise ich kiloweise Melone. Wobei das ja leider nur einigermaßen gesund klingt, doch eigentlich auch nur Zuckerwasser ist. Ach, und wo wir gerade bei Zuckerwasser sind: Ich esse ungemein viel Wassereis. Das liegt aber nicht an mir! Die kleine Madam ist schuld! Ehrlich! Sie will das billige, ungesunde Zeug förmlich täglich verspeisen … und dann MUSS Mama natürlich mitziehen. Klar, ich könnte (sollte) es verbieten – aber es ist hier endlich Sommer und da gehört Wassereis doch einfach dazu! Ach, ich bin den fiesen Nahrungsmitteln wirklich ausgeliefert … ich kann nix dafür 😉 .

 Es war eine ziemlich aufregende Woche. Und das, obwohl mein Körper mir doch jetzt so langsam wirklich zu verstehen gibt, dass etwas mehr Ruhe TATSÄCHLICH angebracht wäre. Naja, nächste Woche vielleicht 😉 . Diese stand zum Beispiel noch meine erste Lesung auf dem Programm. Die Vorbereitungen hielten sich natürlich eigentlich in Grenzen, denn ich musste schließlich nur ein paar meiner Lieblingstexte ausdrucken und ein bisschen „vorlesen“ üben – ich wollte ja nicht nuscheln oder SO SEHR schnaufen, dass man mich gar nicht mehr verstehen könnte. Doch das schien mir – dank des wachsenden Baby-Popo in meiner Lunge – gar nicht so einfach und so machte ich mir etwas Sorgen, dass sich der Spaß für die Zuhörer womöglich in Grenzen halten würde! Glücklicherweise stellte sich jedoch heraus, dass schon ein klitzekleines bisschen Adrenalin und eine sehr aufrechte Körperhaltung ausreichen, um mein eigentlich tierisches Geschnaufe soweit einzuschränken, dass ich eine komplette Stunde lesen und gleichzeitig sogar noch lächeln konnte (hätte ich echt nicht gedacht!). Und das OBWOHL die mitgebrachten Kinder meiner Zuhörerinnen es kaum länger als 30 Minuten bei der parallel stattfindenden Fiete-Lesung aushielten, danach lieber wieder bei den Mamis tobten und so einen schön konstanten, für uns Mütter aber natürlich völlig normalen Lärmpegel als Grundlage für meine Lesung lieferten. Ergo: Es war genauso chaotisch, laut und witzig, wie ich es mir vorgestellt hatte 😀 . Es war wirklich ein lustiger Nachmittag!

Nichtsdestotrotz war ich am frühen Abend völlig im Eimer. Ich muss ja schon zugeben, dass ich vorher möglicherweise etwas mehr als nur ein klitzekleines bisschen aufgeregt war; und wenn dann die Anspannung abfällt, will – gerade aktuell – eigentlich auch gleich der ganze Rest von mir umgehend fallen … und zwar auf die Couch oder direkt ins Bett 😉 . Abgesehen davon habe ich verhältnismäßig lange am Stück gesessen, was mein Rücken neuerdings ebenso bewertet, wie langes stehen oder gehen – nämlich als saudumme Idee, die man daher unbedingt mit mittelstarken Schmerzen als solche kennzeichnen sollte. Wenn es also nach ihm (meinem Rücken) ginge, müsste ich alle 10 Minuten die Position bzw. Körperhaltung ändern … und alle 2 Stunden eine auf-der-Seite-liegen-Pause von mindestens 30 Minuten einlegen (auf der Seite liegen ist wirklich das Einzige, was tatsächlich noch so richtig bequem ist … außer nachts, da ist irgendwie gar nichts mehr bequem!). Aber welche Mami mit Kleinkind hat schon Zeit dafür???

Vor drei Jahren, während meiner ersten Schwangerschaft, war das natürlich noch ganz anders. Ich konnte die Mutterschutz-Wochen tatsächlich exakt so genießen, wie sie (meiner faulen Meinung nach 😉 ) ursprünglich gedacht sind: Auf der Couch und vor der Glotze rumliegend. Ach, war das angenehm!!! Allerdings … ausschließlich großartig war’s damals eigentlich auch schon nicht, denn ich hatte noch viel schlimmere Rückenschmerzen als heute. Doch nicht erst nach einem körperlich anstrengenden Tag mit der kleinen Madam am Rockzipfel, sondern die ganze Zeit … von morgens bis abends. Leider hatte sich nämlich irgendwann um die 33 SSW einer meiner Brustwirbel verschoben, doch niemand – kein Arzt, weder im Krankenhaus noch in einer Praxis – traute sich da noch wirklich ran. Medikamente fielen eh aus. Und „knackiges“ Einrenken hätte möglicherweise die Geburt ausgelöst. Ich war somit ein heißes Eisen, das niemand anfassen wollte. DAS war echt kacke.
Wenn ich es also recht überlege, ist es heute vielleicht doch besser, wenn auch stressiger. Zumindest habe ich die Rückenschmerzen erst ab Nachmittags, bin grundsätzlich aber fit und aktiv genug, um den Alltag mit der Mausemaus einigermaßen schmerzfrei über die Bühne zu kriegen. Noch. Denn wie heißt es so schön: Schlimmer geht immer 😉 .

Apropos schlimmer: Bei der nun bereits alle zwei Wochen fälligen gynäkologischen Kontrolluntersuchung hielt es meine Ärztin für eine schlaue Idee, nochmal den Ultraschall anzuschmeißen und das Krümelchen zu vermessen. Ich schloss mich da gerne an, weil ich erstens hoffte, vielleicht noch ein süßes Bild abzugreifen und gleichzeitig (vorzugsweise) zu erfahren, dass mein Sohnemännchen sich an die Baby-Größen-Ordnung halten würde. So viele Frauen um mich herum bekommen gerade mächtig große, schwere Zweit-Kinder (der bisherige Spitzenreiter in meinem Bekanntenkreis brachte bei der Geburt beeindruckende 4,7 Kilo auf die Waage!), dass ich sehr gerne in Sicherheit gewogen werden wollte, nicht dazuzugehören. Leider jedoch, wurde keiner meiner Wünsche erfüllt. Für niedliche Fotos durch die Bauchdecke ist das Krümelchen mittlerweile zu groß und vor allem zu aktiv. Er zappelte bei der Untersuchung so dermaßen herum, dass meine Ärztin Mühe hatte, wenigstens mal den Oberschenkelknochen so zu erwischen, dass man mit seinem Maß die wahrscheinliche Länge und das Gewicht ermitteln könnte. Und heraus kam: 47 cm lang (was noch schön in der Norm liegt) und 2,9 Kilo schwer (was nicht mehr so richtig in der Norm liegt). „Ui, dass wird wohl ein schweres Kind“, kommentierte Frau Doktor und empfahl mir, mich mal in meiner Wunschklinik zwecks genauerer Messung vorzustellen. Hm, läuft jetzt nicht ganz so, wie von mir bestellt, dachte ich. Aber jeck machen wollte ich mich auch noch nicht. Diese Ultraschallmessungen in Sachen Gewicht sind schließlich nie zu 100% sicher. Und selbst wenn es so wäre: Es ist nicht mein erstes Kind – da wo der Jung durch will, existiert schon ein Trampelpfad 😉 .

Im Krankenhaus gab’s dann auch eher erst einmal eine Entwarnung. „Ich messe hier 2,720 Kilo. Also ETWAS schwerer als üblich, aber noch lange nicht besorgniserregend. Falls ihr Sohn sich bis zum ET nicht freiwillig auf den Weg gemacht hat, messen wir wieder nach und entscheiden dann, wie es weitergeht. Bis 4 Kilo brauchen wir uns gar keine Gedanken zu machen – beim zweiten Kind ist das kein Problem. Darüber hinaus könnte eine Einleitung in Frage kommen. Den Bedarf für einen Kaiserschnitt sehe ich bei Ihnen aber bisher wirklich überhaupt nicht“, erklärte die Fachärztin. Beruhigend, fand ich. Vor allem letzteres. Denn einen Kaiserschnitt würde ich gerne vermeiden. Schon allein deshalb, weil ich so schnell wie möglich wieder einigermaßen fit sein möchte … vor allem für die kleine Madam. Aber: Man muss es eh nehmen, wie es kommt. Hauptsache, es kommt (raus) 😀 .

Schwangerschaftswoche: 36

Anzeichen / Beschwerden: Zack, jetzt hab ich so richtig fett Wasser in den Füßen. So ein bisschen geschwollene Knöchel hab ich eigentlich ja schon länger, aber ganz plötzlich sahen meine Treter am Wochenende aus, als würden sie zum Michelin-Männchen gehören. Und überraschenderweise tut das sogar weh! Zudem passen mir nur noch Espadrilles, die ich schon vor Monaten viel zu groß gekauft habe … weil ich so etwas ahnte. In der ersten Schwangerschaft sind meine Füße auch enorm „gewachsen“, sobald das Thermometer über die 25 Grad Marke gewandert ist – allerdings bin ich ziemlich sicher, dass ich es mit den klassischen Tricks immer wieder in de Griff bekommen habe. Diesmal jedoch hilft irgendwie gar nichts. Das macht mich nicht glücklich. ECHT NICHT!!!
Gewicht: 83 Kilo. Tja, öhm, das ist sicher alles nur Wasser. Oder vielleicht auch Grillfleisch. Die Hitzewelle in Köln führt irgendwie dazu, dass ständig irgendwo ein Grill an ist … und ich daneben sitze und Fleisch in mich reinstopfe. Vertrage ich aber ja eigentlich sehr gut. Also liegt es wahrscheinlich doch nur am Wasser … oder den Beilagen … oder dem Nachtisch 😉 . Verdammt, ich sollte echt ein bisschen aufpassen. Nur noch vier Wochen – da muss ich es doch nicht JETZT NOCH eskalieren lassen!!! Niemand muss beim Grillen jedes Mal ca. 600 Gramm Fleisch (plus Beilagen – ich bin ein bodenloses Fass!) in sich reinstopfen. Niemand … schwanger oder nicht!
Bauchumfang: 110 cm. Geht eigentlich, finde ich. Also zumindest gemessen an meinen Füßen 😀 . Ne, ernsthaft, ich glaube wirklich, der Bauch ist nicht größer als damals bei der Mausemaus. Allerdings ist er tatsächlich ganz anders geformt. Und irgendwie scheint es, als würde das immer deutlicher. Jeder, der mich fragt, was es wird, tippt selbst auf einen Jungen. Ist halt der Klassiker: Alles wächst nach vorn. Außer meinem Hintern – aber das muss wohl so sein, als Ausgleich, damit ich nicht aufs Maul falle 😉 .
Aktuelle Leibspeise: Ich habe mal die Melonen-Art gewechselt und esse zur Abwechslung mehr Honig- als Wassermelone. Naja, und – wie gesagt – schrecklich viel Fleisch. Und Wassereis. Tja, irgendwie esse ich offenbar grundsätzlich recht viel. Sollte ich aber ernsthaft etwas einschränken – ERNSTHAFT!
(Ja, ja, ich will ja aufpassen, aber … oh, ich hab noch Schokolade im Kühlschrank!)

Ich liebe den Sommer. Ich liebe Hitze! Ich kann von Wärme nicht genug bekommen. Normalerweise. Schwanger jedoch schwitze ich (eventuell schon mal von mir erwähnt 😉 ) wie ein Schwein, sobald das Thermometer mehr als 25 Grad anzeigt. Ich kann nicht mehr schlafen, weil mich sogar Körperkontakt mit mir selbst zerfließen lässt und meine Gliedmaßen schwellen an, als würde ich auf schönes Wetter allergisch reagieren. ICH HASSE DAS! Vor allem, wenn es mich so kurz vor der Zielgeraden „erwischt“. Während der Schwangerschaft mit der kleinen Madam 2013 sparte sich Köln die richtig fette Hitzewelle auch für die letzten Wochen meiner mächtig umfangreichen Kugelzeit auf. Und diesmal … wieder. (Liebes Köln, da müssen wir mal drüber reden!!! Ich finde das arg unhöflich!!!)

Da trifft es sich gut, dass die Mausemaus jetzt zumindest vormittags in der Kita ist, dort ordentlich bespaßt und ausgepowert wird, und mir somit die Möglichkeit gegeben ist, meine dicken Füße entweder in Schüsseln mit kaltem Wasser oder hochgelagert auf unterschiedlichen Möbelstücken zu entlasten. NUR rumhängen liegt mir aber ja leider nicht, also nutze ich die Zeit, die ich auf dem Hintern sitzen MUSS, um noch schnell ein paar kleine Jobs abzuarbeiten, alles mögliche für die Wochenbett-Phase vorzubereiten und Telefonate zu führen, die früher alle in meine Mittagspause während Ellas Schläfchen gefallen wären. Aber nicht nur! Diese Woche habe ich außerdem etwas total abgedrehtes gemacht: Zum ersten Mal seit fast drei Jahren habe ich mich mit einer Freundin in einem Café getroffen. Alleine. OHNE Kinder, weil tatsächlich alle unsere Sprösslinge endlich mal in Kindergärten untergebracht waren!!! (Ja, ich weiß, es ist schräg, dass ich das so lange nicht gemacht habe. Aber ohne alternative Betreuung für ein Kleinkind öffnen sich nur sehr selten Zeitfenster für Mami-macht-was-alleine-Aktionen … und die habe ich persönlich bisher in erster Linie für Friseur- oder Arztbesuche genutzt.) Es war wundervoll! Wir konnten uns in ganzen Sätzen unterhalten und Themen tatsächlich bis zum Ende bequatschen. Unsere Augen rasten nicht ständig nach einem Kleinkind suchend umher, wir ließen Gläser an der Tischkante DIREKT NEBEN unseren Handys stehen und aßen, worauf WIR gerade Lust hatten. Ach, es ist schon verblüffend, worüber man sich freuen kann, wenn man normalerweise IMMER ein Kind am Bein hängen hat. Es war mir wirklich und wahrhaftig ein inneres Sommer-Sonne-Gute-Laune-Fest!

Schade nur, dass die Zeit für derlei Mutti-Auszeiten so enorm begrenzt ist, da ja das Krümelchen bald schlüpft und ich dann wieder stetig ein Kind auf dem Arm habe. Wobei „schade“ natürlich relativ ist. Ich habe es schließlich so gewollt und freue mich auch wie Bolle auf den Familienzuwachs. Außerdem: Gemessen an einem Vormittag mit einer fast Dreijährigen wird mir die selbe Zeit – allein mit einem Säugling – wahrscheinlich vorkommen wie ein Ausflug in eine Wellness-Oase. (Und weil ich das jetzt ausgesprochen habe, wird der Krümel das anstrengendste Baby aller Zeiten 😀 ) Naja, dafür warten andere Widrigkeiten auf mich … von denen ich jetzt noch nichts weiß. Was gut ist! Sonst wär ja die Überraschung hin 😉 .

Jetzt erst einmal genieße ich diese Freizeiten für mich aber sehr … ganz besonders, weil sie begrenzt sind. Und außerdem kürzer ausfallen, als wir eigentlich geplant hatten. Denn vorgesehen war, dass die kleine Madam nach der Eingewöhnung täglich von 9:00 bis 15:00 Uhr in der Kita bleiben sollte – von Ausnahmen abgesehen. DAS klappt nun aber leider nicht, denn in der Gruppe wird kein Mittagsschlaf angeboten; die Mausemaus braucht ihren Power-Nap aber nach wie vor. Sogar mehr denn je, weil die Umstellung groß und die Veränderung für sie total heftig zu sein scheint. Davon abgesehen will sie einfach nicht länger als bis maximal 13:00 Uhr dort bleiben. Tja, natürlich könnte ich sie zwingen bzw. einfach dort lassen. Aber warum? Noch habe ich die Zeit, mich nur um sie zu kümmern. Und sicherlich spürt sie, dass schon bald mehr als nur die plötzliche Fremdbetreuung in ihrem Leben anders als gewohnt laufen wird. Das Brüderchen wird schließlich auch bzw. vor allem IHRE Welt völlig auf den Kopf stellen. Also hole ich sie nach dem Mittagessen ab, stecke sie in ihr Bett, kuschle mich neben sie und gönne ihr die Schlafens- und Mama-Zeit, die sie aktuell noch so dringend braucht. Mir schadet das auch nicht 😉 .

Das Highlight (ich weiß aber nicht so wirklich, ob positiv oder negativ 😀 ) meiner 36. SSW war jedoch nicht die neu gewonnene Freizeit, die ich auf der Couch oder im Café verbringen durfte, sondern mein Besuch bei RTL. Aus der TV-Anfrage von vor mehreren Wochen ist nämlich tatsächlich die Teilnahme – wenn auch im Mini-Rahmen – an einer neuen Abend-Show geworden. Wie gut … oder schlecht … ich mich geschlagen habe, wird bald im Fernsehen zu sehen sein. Und bis dahin fürchte ich mich vor einem potenziell nicht zu umgehenden Umzug auf den Mond!!! Oh man, oh man, was hab ich mir nur dabei gedacht, mich hochschwanger, schwitzend und unter heftigster Hormon-Demenz leidend vor eine TV-Kamera zu setzen 😀 😀 :D. Naja, jetzt ist es passiert. Wie gut, dass ich über mich selbst lachen kann … und echt schnell darin bin, Koffer zu packen 😉 .

Dieser Text ist ebenfalls erschienen auf eltern.de.

PLEASE SHARE:

Comments

comments

4 thoughts on “Schwangerschaftstagebuch: 35. und 36. SSW

  1. Hi,

    laß Dich bitte nicht bekloppt machen wegen dem Gewicht aus dem Ultraschall! Mir wurde von 3 unterschiedlichen Ärzten und Geräten gesagt, das ich ein 4 Kilo Kind bekomme. Man wollte mich zur EInleitung drängen schon vor dem errechneten ET, habe aber auf meinen Bauch gehört und sogar ne Woche übertragen. Und wieviel hatte er am Ende? Knappe 3.2 kg…LACH!

    Alles Gute wünsche ich Dir!

    Daniela

    1. Krass, die liegen ja echt sowas von oft völlig daneben, dass es schon schräg ist, aufgrund dieser „Messungen“ überhaupt Entscheidungen zu treffen! Ich lass den Krümel erstmal einfach machen ?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.