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Schwangerschaftstagebuch: Des Krümelchens (schwere) Geburt

„Die zweite Geburt geht schneller als die erste“, sagten sie. „Die zweite Geburt wird leichter“, sagten sie. „Warts ab, der Krümel flutscht raus wie nix!“ sagten sie. Und ich glaubte ihnen natürlich. Denn warum sollten sie, die Mädels, die ihre zweite Geburt bereits hinter sich hatten, als ich noch fett und rund auf einem Stein am Spielplatzrand vor mich hinbalancierte, lügen?! Haben sie sicher auch nicht! Das Problem war bzw. ist nur: Man kann Geburten nicht verallgemeinern. Kein bisschen sogar. Man kann maximal sagen: MANCHMAL geht die zweite Geburt schneller und leichter als die erste. MANCHMAL aber auch nicht. Das klingt halt nur nicht so vertrauenserweckend und entspannend wie die Version, die ich immer hörte – und auch hören WOLLTE! Im Prinzip aber ja nicht schlimm, schließlich nahm es mir die Angst und Nervosität vor der Geburt des Krümelchens – was ja auch schon mal viel wert ist. Blöd nur, dass ich aufgrund dieser Aussagen (die ich so gerne GARANTIERT wahr haben wollte) Pläne schmiedete für eine Situation, in der Pläne einfach mal ganz elegant für den ARSCH sind! Ergo: Mein Fehler. Natürlich! Trotzdem war ich, als unter der Geburt irgendwie nichts so ablief, wie es sollte (also nach meinem Plan!), regelrecht geschockt, frustriert und – tja, sagen wir es, wie es ist: MEGA MÄßIG ANGEPISST! Und das war für meine allgemeine Stimmung so gar nicht von Vorteil.

Soll heißen: Die zweite Geburt ging weder glatter, noch schneller oder weniger schmerzintensiv als die erste von statten. Ich würde sogar sagen: GANZ IM GEGENTEIL! Und DAS werde ich dem Krümel aufs Brot schmieren, so lange ich daneben sitze, während er Geburtstagskerzen ausbläst!!! Versprochen! 😉

WARNUNG!
Es gibt viele Frauen, die eine Geburt in romantische Worte fassen (können) – ich gehöre nicht dazu. Ich finde zwar auch, dass eine Geburt wahrscheinlich DAS Event im Leben einer Frau bzw. eines Paares und ein absolutes Wunder ist, doch so richtig „warm“ werde ich damit nicht. Ich denke danach jedes Mal: „NIE WIEDER! Was war das für ein Höllenritt!“
Soll heißen: Ich habe unter der Geburt des Krümelchens weder mit Tapferkeit noch Souveränität geglänzt, ich habe die Zeit in keinster Weise genossen und es fällt mir extrem schwer, irgendetwas daran zu beschönigen. Nur das Ergebnis … das ist wirklich der Hammer und somit jede Minute dieser grässlichen Stunden wert! ❤️

DIE KLEINE MADAM BEKOMMT EIN BRÜDERCHEN!

21.09.2016

Irgendwie hatte ich das Gefühl, der Krümel würde sich sehr bald auf den Weg machen, als ich morgens zum wöchentlichen Routine-Termin bei meiner Frauenärztin watschelte. Doch die erklärte: „Also, der Kopf ihres Kinde sitzt tief im Becken – im Falle eines Blasensprungs dürfen Sie sich somit durchaus noch bewegen. Aber ansonsten … nein, ich kann noch keine Anzeichen dafür erkennen, dass es bald losgeht. Das muss natürlich nicht unbedingt was heißen, aber Ihr Krümelchen hat ja eigentlich auch noch etwas Zeit. Sie sind ja gerade mal bei 38+6. Haben Sie Geduld und genießen Sie die Ruhe vor dem Sturm!“ Auch gut, dachte ich. Denn ich hatte mir eine leichte Erkältung eingefangen und wollte die gerne wieder los sein, bevor ich im Kreißsaal all meine Kräfte würde bündeln müssen, um ein Kind in die Welt hinaus zu pressen. Ich erinnerte mich schließlich durchaus daran, was für ein Krampf (im wahrsten Sinne) es bei der kleinen Madam gewesen war. Schlapp in „den Ring“ zu steigen, erschien mir da als eher schlechte Option. „Mach dir da mal keine Sorgen“, meinte meine Hebamme dazu, „der Körper mutet sich meist nicht beides gleichzeitig zu. Hast du einen Infekt, wird sich die Geburt wahrscheinlich nach hinten verschieben. Oder der Infekt verschwindet plötzlich, weil der Körper die Geburt vorziehen will. Gibt’s auch.“ Ich entschied (als hätten wir Mamis irgendein Entscheidungsrecht in Sachen Geburtsstart! 😀 ) mich fürs warten. Schließlich war meine beste Freundin sowieso noch im Urlaub und wäre erst in drei Tagen zurück und bereit, sich mit mir die Stunden der Geburt um die Ohren zu schlagen. „Soviel Zeit haben wir noch, Krümelchen!“ sagte ich zu meinem Indoor-Söhnchen und hoffte, er würde sich ein bisschen nach meinen Wünschen richten. Wollte er aber nicht. Ungeachtet dessen, was die Ärztin gesagt hatte und was meine Erkältung anging. Wobei letztere über den Tag so dermaßen schnell die Symptome abstellte, dass ich mich schon ein bisschen wunderte. Einbildung, glaubte ich. Bis …

21:30 Uhr

es PITSCH machte. Ganz zart und leise sprang um 21:30 Uhr meine Fruchtblase. Ich lag bereits im Bett, denn ich hatte gerade erst die kleine Madam in den Schlaf begleitet, als ich dieses winzige Knack im Unterleib spürte– gefolgt von … erstmal gar nichts. , dachte ich, was war das denn? Ich tippte zwar sofort auf einen Blasensprung, doch was mir fehlte war das bekannte PLATSCH nach dem PITSCH. So nämlich hatte ich es bei der Mausemaus erlebt. Trotzdem … ich war mir fast sicher, dass gerade der Startschuss zur Geburt des Krümelchens gefallen war.

Ich stand auf und ging ins Badezimmer. Immernoch floss kein (wenigstens gefühlter) Liter Fruchtwasser aus mir raus. Es tröpfelte eher so vor sich hin, als wäre ich nun endgültig undicht geworden. „Schatz, ich GLAUBE, gerade ist meine Fruchtblase geplatzt. Ich bin aber noch nicht 100 % sicher. Ich warte also noch ein bisschen, bevor ich irgendetwas unternehme“, erklärte ich meinem sofort komplett nervösen Mann und setzte mich zu ihm an den Tisch. Er starrte mich an und grinste breit: „Wir bekommen ein Baby. Noch eins!“ Jaaaaaa, richtig, so sah es aus 😀 .

22:30 Uhr

Eine Stunde nach dem PITSCH saß ich im Taxi auf dem Weg ins Krankenhaus. Ich hatte ganz leichte Wehen, war mir zu ca. 98 % sicher, dass es wirklich losging und die Hebammen im Kreißsaal wussten, dass ich komme. Und da meine eigentlich eingeplante Geburtsbegleitung ja noch in Spanien weilte, war nun meine Mutter unterwegs zu mir, um mich zu unterstützen – mein Mann würde wie abgesprochen bei unserer schlafenden Tochter bleiben. Diese Aufteilung fand ich immernoch genauso sinnvoll, wie vor ein paar Monaten, als wir uns dafür entschieden hatten. Und da ich ja davon ausging, dass diese Geburt etwas flotter und glatter ablaufen würde als die erste, rechnete ich eh mit einem verhältnismäßig kurzen Intermezzo für alle Beteiligten und damit, dass meine „Große“ gemeinsam mit ihrem Papa schon am nächsten Morgen unseren Familienzuwachs bewundern könnte. Wozu sich also Sorgen machen? Oder jammern, dass die Freundin erst in zwei Tagen da wäre? Was soll’s … es geht doch eh nur um ein paar Stunden. Dachte ich. Tja …

23:10 Uhr

Ziemlich zügig – wie bei der kleinen Madam damals auch – kamen die Wehen in einem erfrischend kurzen Abstand von nur 2-3 Minuten. Zudem gewannen sie zackig an Power. Ein gutes Zeichen, wie ich fand, denn das bestätigte meinen Verdacht, dass das Baby schnell kommen würde. Und DAS wollte ich ja! Um die ganze Sache zusätzlich positiv zu unterstützen, begann ich damit, meine arme Mutter, die derweil im Krankenhaus eingetroffen war, zu zwingen, mit mir Treppen zu laufen – weil das ja angeblich helfen sollte, die Wehen regelmäßiger und stärker werden zu lassen. Sowieso PLANTE ich, diesmal die ganze Zeit in Bewegung zu bleiben. Ich hatte es so mies in Erinnerung, dank der bei der Mausemaus notwendigen PDA nicht mehr aufstehen zu können und liegend zu gebären. DIESMAL wollte ich keine Betäubung, sondern stattdessen die Schwerkraft mitarbeiten lassen – also stand auf dem Programm: stehen, gehen, hocken, knien … alles, nur nicht liegen. Ach ja, ich und meine Pläne 😉 .

22.09.2016

02:15 Uhr

„Ganz ehrlich, Frau Neckar, das gefällt mir nicht so gut. Die Wehen kommen nicht so richtig regelmäßig … die Abstände werden sogar eher wieder länger, statt kürzer. Und die Intensität nimmt ab – aber das merken Sie ja sicher auch selbst“, erklärte die Hebamme im Kreißsaal mit Blick auf das CTG-Papierchen. „Und nun?“, fragte ich. „Soll ich mehr Treppen laufen? Was kann ich tun?“
„Tja, erst einmal nicht viel. Offenbar legt Ihr Körper eine Pause ein. Also nutzen Sie diese, um etwas zu schlafen. Ich gebe Ihnen eine Kleinigkeit, damit Sie leichter entspannen können. Und dann bringe ich Sie auf Ihr Zimmer. Sie melden sich einfach hier im Kreißsaal, wenn die Wehen wieder stärker werden.“
Fassungslos starrte ich die Frau an. Mein Körper will eine Pause? Spinnt der? Ich will hier gerade ein Kind bekommen. JETZT! Ich will nicht schlafen. Oder ausruhen. Ich will jetzt verdammt noch mal GEBÄREN! MANNO!!!
Am liebsten wäre ich in Tränen ausgebrochen, weil mein schöner Plan, morgens meine große Tochter und meinen Mann mit dem Säugling im Arm zu begrüßen, hier gerade zu scheitern drohte. Meine Mutter sah ähnlich wenig begeistert aus, hieß diese Wendung doch, dass sie wieder heimfahren müsste, weil SIE ja hier kein Bett zum Schlafen bekäme. Ergo: Sie wäre höchstwahrscheinlich nicht bei der Geburt dabei. Und auch sonst niemand. Och MANNO!!!

Aber alles jammern half nichts. Mein Körper hatte entschieden. Also kroch ich eine halbe Stunde später missmutig in das mir zugewiesene Krankenhausbett (wenigstens in einem ansonsten leeren Zimmer) und wartete, dass die beruhigende Spritze, die ich erhalten hatte, ihre Wirkung zeigte. Ich wartete und wartete und wartete … zwischendurch spielte ich auf meinem Handy … dann machte ich alles wieder aus und wartete weiter. Was für ein Scheiß-Zeug, dachte ich immer wieder, denn das Maximum war, dass ich mal für 10 Minuten eindöste und jedes Mal geräderter zu mir kam. Da wär ich doch lieber weiter Treppen gelaufen.

05:00 Uhr

Völlig entnervt stand ich auf und kramte aus meiner Kreißsaal-Tasche die Tüte mit Würstchen hervor (JAAAAA, ich hatte ernsthaft Würstchen dabei 😀 ). Hungern würde mich jetzt schließlich auch nicht weiterbringen. Also aß ich drei Kamin-Wurzen und putzte mir anschließend schnell die Zähne. Für den Fall, dass sich Wehen-Technisch doch mal was tun würde, wollte ich nicht mit Wurst-Atem im Kreißsaal aufschlagen 😉 .

06:30 Uhr

Leichte Wehen – drei hintereinander – unterbrachen mein stupides an die Decke starren. Geht’s jetzt endlich wieder los, fragte ich mich? Nö, sagte mein Körper und stellte die Wehen wieder ab. AWWWWW! Was sollte das denn? Erst die Fruchtblase sprengen und dann nicht raus wollen?! Hatte der Krümel Angst vor der eigenen Courage bekommen? Mein Frustrations-Level stieg immer weiter und machte schlafen natürlich absolut unmöglich.

07:30 Uhr

Das Krankenhaus-Frühstücks-Buffet wurde eröffnet und ich stand völlig übermüdet und genervt ganz vorne in der Reihe der hungrigen Mamis. Gleich hinter mir betrat eine Frau den Raum, die ebenfalls gestern gestartet und ganz offenbar bisher auch nicht „zum Zug“ gekommen war. Wir nutzten also die Gelegenheit, uns beim gemeinsamen Frühstück gegenseitig etwas vorzuheulen und wünschten uns danach eine BALDIGE und SCHNELLE Geburt.
Auf dem Weg zurück in mein Zimmer informierte mich eine Schwester darüber, dass ich um 09:00 Uhr im Kreißsaal sein sollte, um meine erste Portion Antibiotika zu erhalten (weil der Blasensprung dann bereits 12 Stunden her wäre) und das weitere Vorgehen zu besprechen. Einleitung hieß das, vermutete ich. Na wunderbar. Da hatte ich wirklich wenig Bock drauf. Kannst du nicht einfach freiwillig rauskommen, Krümelchen? flehte ich stumm in meinen Bauch. Doch das Krümelchen schlief. Na wenigstens einer.

09:00 Uhr

„Dieser junge Mann legt Ihnen jetzt erst einmal einen Zugang und nimmt Ihnen etwas Blut ab. Danach bekommen Sie die erste Dosis Antibiotikum, damit Ihr Baby geschützt ist. Und dann besprechen wir, wie es weitergeht“, erklärte mir eine der beiden diensthabenden Hebammen und ließ mich mit dem „jungen Mann“ alleine. Er erklärte mir, dass es nur kurz schmerzen würde, lächelte, stach zu und … traf so dermaßen gezielt einen Nerv in meinem Handgelenk, dass ich dachte, meine Fingerknöchel würden in Flammen stehen. Überraschenderweise war ich absolut nicht angetan davon – auch nicht, als das Brennen von umfassender Taubheit abgelöst wurde. Der „junge Mann“ blieb jedoch tapfer bei der Sache und drückte noch ein bisschen auf der Nadel in meiner Hand herum, um sie zu verschieben bzw. wenigstens etwas Blut abnehmen zu können. „Hm, tja, irgendwie klappt es nicht“, gestand er.
„Seh ich auch so!“ antwortete ich.
„Ich nehm den Zugang besser nochmal raus.“
„Gute Idee, denke ich.“
„Zum Blut abnehmen müsste ich dann mal an den anderen Arm. Den Zugang legt dann gleich jemand anderes neu.“
„Klingt fantastisch!“ NICHT!!!

Der „junge Mann“ (der ganz offenbar noch ordentlich üben muss) piekte mich also nochmal, diesmal jedoch ohne mich ernsthaft zu verletzten und zog von dannen. Nur Minuten später erschien eine Ärztin und legte den Zugang fix neu. Diesmal in den Handrücken, der mir aber ja nun eh schon wehtat wie sau und mit einer Nadel auch nicht schmerzfreier wurde. Ich war wirklich etwas angesäuert, denn diese Hand würde ich unter der Geburt nicht normal nutzen können. Ändern ließ sich daran aber jetzt nichts mehr.

09:15 Uhr

Das Antibiotikum war gerade komplett durchgelaufen, als die Hebamme erschien und mich im lockeren Plauderton fragte: „Sagen Sie mal: Wie äußert sich denn eigentlich Ihre Penicillin-Allergie, Frau Neckar!“
„Öhm, mit einem stark juckenden Hautausschlag“, antworte ich.
„Ah, ok, ich komme gleich wieder!“
Während ich noch eins und eins zusammenzählte – die durchgemachte Nacht zeigte erste Begleiterscheinungen – betrat mein Mann den Kreißsaal und gab mir einen Kuss. „Ich habe die Mausemaus gerade in der Kita abgeliefert. Ihr geht’s gut. Wie geht’s dir denn?“
„Ich denke, man hat mir gerade Penicillin verabreicht.“
„Nicht dein Ernst! Es steht doch überall drin, dass du keins bekommen darfst! Oder? In deiner Akte? Im Mutterpass?“
„Klar, es steht überall!“

Ich versuchte Ruhe zu bewahren und nicht loszuheulen. Warum, weiß ich nicht. Denn mir war ganz arg danach. Hier lief gar nichts gut. Ich fühlte mich nicht halb so sicher aufgehoben, wie ich gehofft hatte. Ich war müde, mir tat die Hand weh und nun rechnete ich mit einer Allergie-Attacke … im besten Fall. NICHTS DAVON wäre notwendig gewesen. NICHTS!

Die Ärztin quatschte um den heißen Brei, erzählte was von Notfallsituationen, in denen man das kleinere Übel wählen müsste (Notfall? Die hatten einfach nicht in meine Akte geguckt!) und das sie mir ja nicht direkt Penicillin gegeben hätten … sondern Ampicillin – und das wär nicht so schlimm. In vier Stunden bekäme ich aber dennoch einen anderen Wirkstoff.

Ich überlegte ernsthaft, noch das Krankenhaus zu wechseln. Hätte ich vielleicht echt machen sollen. Aber irgendwie … tja, irgendwie habe ich es nicht getan.

09:30 Uhr

Mir wurden verschiedene Arten der Einleitung „vorgestellt“ und eine als Start empfohlen. Ich willigte ein und nahm die halbe Tablette irgendwas. Ich wollte einfach nur noch, dass sich der Krümel herausbequemte, dass es wieder losginge mit der Geburt, bevor ich noch müder wurde … oder mir hier jemand noch ein Bein stellte, etwas an den Kopf warf oder mich sonst wie ärgerte.
„In vier Stunden kommen Sie bitte wieder. Dann erhalten Sie die nächste Dosis Antibiotikum und eine weitere Tablette, soweit die erste Hälfte keine Wirkung zeigt.“ Die Hebamme lächelte (ich nur so halb) und ich durfte gehen.

11:00 Uhr

Das Lustige an einem Blasensprung ohne ernsthaftes PLATSCH ist, dass immer wieder Fruchtwasser austritt … über unzählige Stunden hinweg … und vorzugsweise dann, wenn’s nicht so gut passt. In meinem Fall zum Beispiel immer dann, wenn mein Mann und ich gerade die vier Stockwerke von der Gynäkologie des Krankenhauses bis runter in den Park gelaufen waren. NATÜRLICH war ich bereits mit mehreren Binden ausgestattet, die EIGENTLICH alles Wasser hätten fassen sollen, aber wie das so ist, wenn’s richtig rund läuft … dann läuft’s über 😉 . Um 11:00 Uhr waren daher alle meine mitgebrachten Hosen, die bequemen wie auch die nicht ganz so gemütlichen, nass. Prima, dachte ich, dann werde ich wohl gleich nackt oder in einer halb nassen Jeans in den Kreißsaal einziehen müssen. Aber warum nicht. Passte prima zum „Look“ dieses Tages.

13:00 Uhr

Der Göttergatte musste mich schweren Herzens wieder alleine lassen, um die kleine Madam von der Kita abzuholen und sie zu Hause ins Bett zu stecken (ohne Mittagsschlaf geht bei ihr ja leider immer noch nichts). Für Nachmittags hatte er ein bisschen Ablenkungs-Programm für sie geplant … und sicher auch für sich selbst, denn er war mit der Gesamtsituation (Frau alleine im Krankenhaus) auch nicht mehr so glücklich, wie noch am Abend zuvor. Wir hatten uns die ganze Sache eben irgendwie anders vorgestellt…

Kaum war der Mann wieder weg, kamen die so lange vermissten Wehen zurück. Was für ein grandioses Timing 😉 . Das CTG im Kreißsaal bestätigte mein Gefühl, das es nun tatsächlich losginge und so blieben mir weitere Medikamente zur Einleitung erspart (von der nächsten „Pulle“ Antibiotikum mal abgesehen).

„Gehen Sie noch ein bisschen spazieren, essen Sie was und entspannen Sie sich“, riet mir die diensthabende Hebamme. „Und dann kommen Sie wieder, wenn die Wehen stärker geworden sind oder Sie sich alleine unsicher fühlen.“

Also ging ich nochmal in mein Zimmer, telefonierte ein bisschen mit meiner Mutter (die durchaus wieder zu mir gekommen wäre, der ich aber die Fahrt und die womöglich immernoch ewige Warterei nicht zumuten wollte) und schlich dann die Flure rauf und runter. Raus traute ich mich schon nicht mehr, denn plötzlich wurden die Wehen sehr schnell ernsthaft unangenehm. Ich musste bereits alle drei Minuten stehen bleiben und sehr konzentriert in den Bauch atmen. Da wollte ich lieber nicht alleine im Park „abhängen“.

14:00 Uhr

Erst nicht aus den Puschen kommen und jetzt gleich so Alarm schlagen? fragte ich stumm mein Krümelchen, während ich mich vor Wehen-Schmerzen schon kaum noch aufrecht halten konnte und daher ständig – wahrscheinlich wie ein geprügelter Hund dreinschauend – in Türrahmen verharrte. Ein guter Zeitpunkt, um sich im Kreißsaal häuslich einzurichten, befand ich und „checke“ wieder ein. Schon wieder. Diesmal jedoch würde ich ohne Baby im Arm nicht wieder abzockeln – das schwor ich mir!

15:00 Uhr

Nur eine Stunde später hatten sich mein eigentlich doch sehr verlässlicher Humor, meine hohe Ich-will-das-Krümelchen-jetzt-endlich-sehen-Motivation und meine (aus totaler Selbstüberschätzung resultierende) Ich-mach-das-ganz-locker-alleine-hier-Tapferkeit gemeinsam aus dem Staub gemacht und mich als ein heulendes Häuflein Elend vor einem Geburtsbett kniend zurückgelassen (treulose Penner!). SO hatte ich mir das nicht vorgestellt. Ich hatte mich monatelang einigermaßen souverän durch meine zweite Geburtserfahrung gehen sehen … doch irgendwie schien ich schon kurz hinter der Startlinie kläglich zu versagen.

Die Wehen waren deutlich heftiger, als ich erwartet hatte und ich fand zudem keine für mich brauchbare Position, um gut damit fertig zu werden. Auch das Alleine-sein setzte mir plötzlich – so unter Schmerzen und völlig übermüdet – heftig zu. Absolut kontraproduktiv fand ich dabei, dass immer mal wieder eine Hebamme oder Ärztin reinkam und etwas sagte wie: „Ohhhhh, sie sind alleine hier? Das ist ja schrecklich! Sie ARME!“ Ein: „Tschakka, Sie schaffen das!“ wäre mir da doch deutlich lieber gewesen.

So jedoch glitt ich schnell und unkontrolliert in einen Teufelskreis aus Selbstmitleid und Schmerz, aus dem ich mich auch nicht mehr befreien konnte. Und das Wissen, dass ich noch einige Stunden „Spaß“ vor mir hatte, machte die Situation kein bisschen besser…

Ab hier erinnere ich mich nicht mehr 100%ig an die genauen zeitliche Abläufe … und das obwohl eine riesige Uhr ziemlich genau vor meiner Nase an der Wand hing.

Ca. 16:30 Uhr

Ich bewundere Frauen, die eine Geburt einfach so hinnehmen, wie sie eben ist … nämlich schmerzhaft … und irgendwie damit klarkommen, trotzdem herumlaufen und dabei maximal ein wenig „tönen“. So wollte ich es diesmal auch machen. Offenbar gehöre ich jedoch nicht zu dieser irre starken Frauen-Fraktion – wie es scheint bin ich stattdessen eher so der Waschlappen-Typ, der schon in der Eröffnungsphase haltlos heulend in ein Stillkissen beißt. Das ist wenig schmeichelhaft, aber leider nicht zu ändern.

Bei 2–3 Zentimetern Muttermund-Öffnung gab ich mein Ziel, ohne PDA zu gebären auf und winselte nach einer Betäubung. Ich schämte mich, obwohl es natürlich null Grund dafür gab. Es gibt heute die Möglichkeit, etwas gegen die Schmerzen zu tun – sie zu nutzen, sollte keine Schande sein. Dennoch fühlte ich mich mies bei der Entscheidung. Aber es mangelte mir einfach an der Kraft, die Geburt ohne PDA durchzustehen. Vielleicht war ich zu müde, vielleicht zu sehr mit Selbstmitleid beschäftigt, vielleicht zu verkrampft oder vielleicht auch einfach bloß zu feige. Ich wusste nur: Ohne schaffe ich diesen Tag nicht.

Als die PDA gelegt wurde, hatte ich schon Wehen in so kurzen Intervallen, dass es keine Pause gab, in der die Ärztin in Ruhe hätte stechen können. Ich musste also eine oder zwei Wehen völlig regungslos über mich hinwegrollen lassen, um ihre Arbeit nicht zu stören. Ich heulte wie ein Schlosshund. Und dachte, dass wäre mein Tiefpunkt. Aber ich irrte mich 😉 .

Ca. 18:00 Uhr

Richtig glücklich machte mich die PDA nicht. Sie milderte die Schmerzen zwar minimal, aber wirklich nur gerade so, dass ich mich nicht weiter verkrampfte … den Atem nahmen mir die Wehen immer noch. Bei der Geburt der kleinen Madam gab man mir eine deutlich gnädigere Menge des Medikaments – ich konnte damals sogar kurzzeitig wieder lachen und in ganzen Sätzen sprechen. Diesmal jedoch spürte ich die Wirkung kaum. Dafür wurde mir übel. Und zwar sehr. Dabei garantiert nicht hilfreich war, dass mir ständig kohlensäurehaltiges Wasser gereicht wurde. Mir stilles Wasser zu wünschen, schaffte ich allerdings nicht. Erstens hatte ich kaum Wehen-Pausen in einer Länge, die SO VIELE Worte erlaubt hätten. Und zweitens war ich die meiste Zeit eh alleine. So auch, als alles, was sich noch in meinem Magen befand, raus wollte. Ich lag auf dem Rücken, gefesselt von CTG-Kabeln, einem weiteren Antibiotikum-Tropf und dem PDA-Schlauch, während sich die Wehen förmlich die Klinke in die Hand gaben und spürte plötzlich, dass ich mich übergeben würde. Meines Erachtens extrem geistesgegenwärtig riss ich den Papierbezug von dem Kirschkernkissen, dass auf meiner Brust lag (um mich zu wärmen, weil ich fror, als würde ich in einem Iglu entbinden) und kotzte beherzt hinein. Mehrfach. Das der Bezug Löcher hatte, hätte mich durchaus zum Schmunzeln gebracht, wäre die Situation ein bisschen weniger deprimierend gewesen. So aber, allein und komplett vollgereihert daliegend, konnte ich nicht darüber lachen. Der Knopf, mit dem ich hätte Hilfe rufen können, war irgendwie verschwunden. Warum auch nicht. Lief ja gerade so gut für mich. Also wartete ich. Und wartete. Und wartete.

Als endlich die Hebamme zu mir zurückkehrte, war sie wenig begeistert, mich nun auch noch komplett eingesaut vorzufinden. War mir allerdings egal. Ich war zu diesem Zeitpunkt schon so dermaßen fertig, dass ich mir DARUM echt keine Gedanken mehr machen konnte. Immer wieder fiel ich in eine Art Sekundenschlaf zwischen den Wehen. Glaube ich jedenfalls. Zumindest gingen bei mir ständig die Lichter aus. Leider aber auch wieder an… dabei hatte ich wirklich keinen Bock mehr.

Ca. 19:00 Uhr

„So, Frau Neckar, wir bringen die Nummer jetzt mal zu einem Ende, würde ich sagen. Ihr Muttermund ist komplett geöffnet, aber die Wehen scheinen wieder abzunehmen. Deshalb schlage ich vor, wir hängen Sie jetzt mal kurz an den Wehentropf.“ Die Hebamme klang absolut überzeugt von ihrer Idee. Ich … naja, konnte mich dem nicht direkt anschließen.
„Muss das wirklich sein?“ jammerte ich. Wehentropf verband ich aus Erzählungen anderer Mütter mit Wehensturm – und diese Variante fand ich schon bei der Geburt der Mausemaus kein bisschen lustig.
„Die Alternative wäre, dass wir so noch zwei Stunden weitermachen. Wollen Sie das? Oder wollen Sie Ihr Baby im Arm halten?“
„Baby“, presste ich durch die Zähne hervor, während ich die nächste Wehe heranrollen spürte.
„Gut, dann leg ich noch schnell einen Blasenkatheter, weil wir jeden Platz brauchen, den wir kriegen können, und dann geht’s los!“ Klar, auch noch ein Blasenkatheter … warum nicht, dachte ich, und ließ mich nochmal kurz in einen dieser Sekunden-Blackouts fallen.

Und schon ging’s los: Der Tropf tat umgehend seine Wirkung und setzte die Presswehen schneller in Gang als ich bis drei zählen konnte. Ich presste wie eine Irre, um mein Kind durch den Geburtskanal zu schieben und brüllte mir dabei die Seele aus dem Leib. Die Hebamme und die inzwischen dazugekommene Ärztin feuerten mich an. „Stärker, Sie müssen stärker pressen! Schieben Sie ihn nach unten … schieben Sie ihn raus!“
Zwischen den Wehen sollte ich locker lassen, kurz entspannen und atmen. Doch meine Miniatur-„Pausen“ wurden von einem heftigen Krampf in der rechten Hüfte zunichte gemacht, der sich wahrscheinlich zu meinem bunten Schmerz-Potpourri dazugesellt hatte, weil ich seit Stunden auf diesem wenig bequemen Bett rumlungerte. Ich will nicht mehr, ich will nicht mehr, ich will nicht mehr, halte es durch meinen Kopf. Ich konnte nichts anderes mehr denken …

19:58 Uhr

Dann spürte ich, wie ich riss (TOLLE PDA! NICHT!) … und nur Sekunden später, wie mein Baby aus mir herausglitt. Geschafft! Der Krümel war geboren – endlich! – und die Schmerzen hörten schlagartig auf. Wie beim tätowieren, dachte ich, genau wie beim tätowieren. Ist es vorbei, ist es vorbei.
Mein zweites Kind wurde mir auf die Brust gelegt, noch voller Käseschmiere. So richtig startklar war er also eigentlich doch noch nicht gewesen … vielleicht hatte er sich deshalb so ein bisschen geziert. Trotzdem: Er war wunderschön, perfekt und … einfach meiner <3

„Wollen Sie die Nabelschnur durchschneiden?“ fragte mich die Hebamme. „Wie bitte?“ Ich war total benommen und irgendwie fand ich die Vorstellung, selbst die Nabelschnur durchzuschneiden etwas skurril. Andererseits … dieser ganze Tag war eh schon total skurril. Da kam es darauf auch nicht mehr an. Also ließ ich meine Hand führen (ich sah die Nabelschnur nämlich nicht) und durchtrennte selbst dieses erste Band zwischen mir und meinem Sohn. Verrückt.

Alles was danach kam, war bloß noch die Kür: Plazenta gebären („Das ist aber eine wirklich schöne Plazenta, Frau Neckar!“; „Äh, ja? Danke!“), Dammriss nähen (halb so schlimm) und Baby vermessen lassen (52 cm lang, 3.840 gr schwer, 37 cm Kopfumfang!!!). Und schon wurde ich aus dem Kreißsaal geschoben (weil die Gebärenden förmlich Schlange standen) und in einen ruhigen Raum gebracht, um mich zu sammeln, mein Baby zu bestaunen und zum ersten Mal zu stillen. „Ich komme gleich wieder,“ versprach die Hebamme, „und bringe Ihnen etwas zu trinken mit!“ Und dann war sie anderthalb Stunden weg. Die Hebammen-Lage ist wirklich prekär – Zeit für einzelne Mütter gibt es nicht mehr. War aber in meinem Fall auch nicht mehr schlimm. Ich hatte sowieso nur noch Augen für mein Karlchen.

Fazit:

  1. Es war eine extrem doofe Idee, die Geburt alleine stemmen zu wollen. Ich hätte meinen Mann durchaus an meiner Seite gebraucht. Oder eben meine beste Freundin. Hat halt leider nicht ganz so geklappt, wie ich es geplant hatte – trotzdem würde ich jedem empfehlen, NICHT alleine in einen Kreißsaal zu stapfen, wenn’s sich irgendwie vermeiden lässt. Und sei es nur um jemanden zu haben, der im Falle einer heftigen Kotz-Attacke den verdammten Ruf-Knopf findet.
  2. Ich bin unter der Geburt absolut nicht taff. Null sogar. Aber das ist ok. Denn es geht schließlich nicht darum, cool zu gebären, sondern (s)einem Kind das Leben zu schenken. Und das habe ich getan. Darauf bin ich stolz. Darf ich auch sein! Ganz unabhängig davon, wie ANDERE Frauen ihre Kinder zur Welt gebracht haben, wie tapfer SIE waren oder ob SIE mehr gelitten haben. Das Einzige, was zählt, ist, dass das kleine Bündel, das Krümelchen, das mir nach diesen grauenvoll ätzenden Stunden in den Arm gelegt wurde, jede Minute, jeden Schmerz und jede Träne wert war und ist. Alles andere … interessiert mich jetzt nur noch herzlich wenig! 😉
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Comments

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19 thoughts on “Schwangerschaftstagebuch: Des Krümelchens (schwere) Geburt

  1. Au Schwarte, jetzt krieg ich Panik. Ich hab zwar noch 9 Wochen für den Junior, aber bei mir wird es begleitungstechnisch ähnlich aussehen. Und ich hab mich drauf verlassen, dass es einfacher, schneller usw. wird. Danke fürs Hoffnung rauben ;)!

    Und Herzlichen Glückwunsch zum Glückspaket, sind ja ganz ordentliche Maße 😀

    1. Bei dir wird’s anders!!! Ganz bestimmt! Und ich kenne durchaus mehr als eine Frau, die das alleine ganz super hinbekommen haben. Aber … vielleicht fällt dir ja trotzdem noch jemand ein, den du dabei ertragen könntest 😉 Tschakka … wird super laufen! :-*

  2. Ich persönlich fand es wirklich gut alleine zu sein. Ich bin eher jemand der Schmerzen mit sich alleine ausmachen muss. Mein Mann hätte mich da nur gestört. Es ist also wirklich total subjektiv, ob man sich alleine wohl fühlt oder nicht.

    Aber Fakt ist: jede Frau, die eine Geburt durchgestanden hat, egal wie, kann einfach nur stolz auf sich sein und sollte sich und ihren Körper feiern! Wir haben das alle toll gemacht!

  3. Hut ab. Alleine gestemmt! Da kannste dir echt auf die Schulter klopfen!
    Meine Lösung bei Nummer 2 war (weil Geburt Nummer 1 auch eher schrecklich war): Geburtshaus. Die Hebamme hat die ganze Zeit mit mir geatmet, dadurch bin ich nicht in den Kreislauf aus Schmerz, Angst, Verspannung und mehr Schmerz geraten, der beim ersten Mal zu PDA, Wehen lassen nach… geführt hat.
    Ich habe großen Respekt vor denen, die es allein können, aber man kann – finde ich – nicht von sich verlangen, die Schmerzen auszuhalten, übernächtigt zu sein UND den Überblick und die Kontrolle zu behalten. Ist so ein bisschen typisch wir Frauen oder? Im Geiste immer Wonderwoman… 😊
    Am nächsten kommt man dem sicher mit Hypnobirthing. Meine Cousine hat ein 59 cm großes Baby zu Hause und ohne Schmerzen zur Welt gebracht – ist vielleicht nicht für jeden was, aber sicher wert, sich das mal anzuschauen!
    Eine schöne ruhige Zeit für dich und das Krümelchen!

  4. Ich darf im Dezember auch ran, vermutlich ebenfalls alleine, wegen Kind No 1. Na, mal gucken. Bei uns ist das auch so eine Fließbandarbeit für die Herbammen, 3000 Geburteh im Jahr und , wieviel, 6 ??Kreißsäle…viel menschliche Zuwendung und Umsetzung der eigenen Vorstellungen gibts da nicht so wirklich…bin am Überlegen in einer anderen Klinik zu entbinden, zumindest mir die mal anzuschauen (soll familärer sein). Am Ende kommt es doch alles anders.
    Vor Dir zieh ich den Hut! Haste jut jemacht!

    1. Danke! :-*
      Und du schau dir doch echt mal die andere Klinik an. Ich habe auch nur drüber nachgedacht, es aber nicht gemacht – rückwirkend ärger ich mich natürlich 😉

  5. Tschakka und großen Respekt das du das alleine gemeistert hast. Ich war unheimlich froh das mein mann vor zwei Wochen dabei war. Und ich bin total froh das ich einer der Frauen bin bei der die zweite Geburt wirklich schneller und besser ging. Aber ich hatte diesmal auch eine klasse Umgebung mit dem geburtshaus das ich mir ausgesucht habe! Ich bewundere dich das du es alleine geschafft hast und dann auch noch bei so einer Geburt und so einer (miesen) Betreuung (egal was daran wirklich schuld ist).
    Ich wünsche euch hier nochmal alles erdenklich Gute und Liebe!!
    Wir sind alle ein wenig Superwoman!! Schließlich würden Männer das nichtmal ansatzweise hinbekommen mit dem kinderkriegen! Auch wenn uns ja auch keine andere Wahl bleibt wenn es mal soweit ist 😉 😀

  6. Puh Respekt!!! 37cm Kopfumfang.. Ich hab bei 33 cm schon gedacht das es nie wieder so sein wird wie es einmal war ..
    Ich bewundern dich echt.. alleine da durch.. Ich war zwar so high das mir die Anwesenheit meines Mannes egal war.. Aber ich hatte jemanden den ich beschimpfen konnte in den wehenpausen..

    Von mir aus darfst du noch drölfzig Kinder kriegen damit ich noch mehr Schwangerschaftsabbruch und geburtsgeschichten von dir lesen darf *fg*

    1. Hahaha, ich schau mal … im Moment reichen mir zwei 😀 Aber es gibt ja hoffentlich bald endlich mal die ersten Wochen aus dem Babytagebuch zu lesen – WENN DER FEINE HERR MICH MAL AN DEN RECHNER LÄSST!!! 😉 😀

  7. Oje du Arme!! Allein und dann noch Personal Mangel. ..passt ja super😢 ich wäre Geburt nr
    2 auch allein angegangen mangels erreichbarem Vater aber zumGlück kam eine Freundin mit! Schneller wars glaube ich nicht aber genauso laut 😉 stark sein tut nicht not,gut gelaunt sein auch nicht ! Toll gemeistert und immer daran denken der Mensch macht Pläne während das Schicksal lachend vom Stuhl fällt 😂 genieß dein Baby boy und alles Gute für euch

  8. Hallo liebe Anke, ich bin die mit vielen Gemeinsamkeiten 🙂
    Ich habe deinen Geburtsbericht gelesen als mein kleiner Mann auch endlich auf der Welt war. Nach mehrmaligem Lesen hatte ich immer noch jedes Mal Gänsehaut, du bist wirklich eine Superfrau! An manch einer Stelle musste ich schmunzeln, obwohl du natürlich nichts zu lachen hattest, aber dein Schreibstil ist nun mal so herrlich humorvoll!
    Ich wollte dir auch mal von meiner zweiten Geburtserfahrung berichten, ich musste bei weitem nicht so viel leiden wie du…
    Ich hatte dir ja schon erzählt, dass mein Krümel sich viel Zeit gelassen hatte und bei ET+5 mussten wir am Wochenende ins Krankenhaus zur Kontrolle. Es gab keine Anzeichen für eine bevorstehende Geburt und die Hebamme meinte, die lassen bis zu 3 Wochen nach ET verstreichen, bevor etwas unternommen wird :-O Da wurde mir ganz anders… Dann hat die Ärztin US gemacht und es hat sich rausgestellt, dass die Menge des Fruchtwasser abgenommen hatte. Mir wurde angeboten, die Geburt einzuleiten und da ich nun überhaupt keine Lust mehr auf längeres Warten hatte, hatte ich zugestimmt.
    Es fing mit einer Eipollösung an und wir sollten 1-2 Stunden spazieren gehen. Da passierte aber nichts und so fingen wir mit der ersten Gabe Tabletten an und ich wurde vorerst auf der Geburtsstation untergebracht. Auch hiernach hatte ich keine Wehen und dann gab es eine zweite Gabe Tabletten. Relativ schnell hatte ich Wehen gemerkt. Unerträglich wurde es gegen 17:45 Uhr (beim Abendbrot) und mein Mann und ich begaben uns in den Kreissaal. Ich wusste schon, dass ich keine 3. Gabe benötigen werde.
    Dann ging es ganz schnell. Die Hebamme hat die Fruchtblase gesprengt und ich musste ca. 15 Minuten pressen, um 18:33 Uhr war mein Krümel da!!! Ich konnte es gar nicht glauben.
    Bei meinem ersten Sohn hatte ich ca. 2,5 Stunden gebraucht und jetzt nicht mal ganz eine :-O
    Das Nähen hinterher fand ich fast noch ätzender.
    Leider mussten wir etwas länger im Krankenhaus bleiben, weil der Kleine Gelbsucht hatte.
    Ich habe übrigens nicht schlecht gestaunt, als ich die Vornamen eures Sohnes gesehen habe, euer zweiter Name ist unser erster 😀 Der Name Karl Louis ist aber wirklich toll!!! :-*
    Viele liebe Grüße!

    1. Liebe Ingolina,
      ersteinmal Entschuldigung, dass ich jetzt erst antworte … irgendwie ist dein Kommentar unter gegangen, dabei hast du dir doch so viel Zeit dafür genommen! Vielen Dank dafür!!! Ich freue mich sehr für dich, dass dein kleinen Louis 😉 jetzt auch endlich da ist und das du die Geburt – wenn auch nicht die schönste – gut überstanden hast! Das wichtigste ist ja doch, dass die Krümel da sind und alle gesund in den neuen Familienalltag starten. Alles andere … vergessen wir einfach 😉 .
      Alles Liebe für dich :-*

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