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Rabenmutter 2.0: Das geht doch auch mit Kind auf dem Arm … NICHT!

Eigentlich bin ich ja mittlerweile – dank des Krümels Vorliebe fürs an der Mama kleben – eine waschechte Trage-Mutti geworden, die den Kinderwagen in erster Linie nur noch als Transportmittel für grob geschätzte 15 Pfund Kinder-Nahrungsmittel, Sandsachen und Wechselklamotten nutzt und zu Hause verschiedene Tücher und Tragesysteme für unterschiedliche Stimmungen und Situationen hortet (aber dann doch immer bloß das selbe benutzt 😀 ). Ich bin also im Prinzip bestens ausgerüstet und weiß, wie ich dem Verlangen des (gar nicht mehr so kleinen) Babys nach viiiiiiel Körperkontakt nachkommen kann, dabei aber trotzdem die Hände frei behalte. Und dennoch denke ich manchmal: „Boah, ne, DAS geht doch jetzt ganz schnell, DAFÜR pack ich doch nicht die Trage aus!“ und strebe an, was auch immer ich gerade machen will, mit dem Krümel – oldschool – auf dem Arm zu erledigen. Denn: Natürlich ist der Sohnemann kein Säugling mehr, krabbelt längst, läuft sogar mit Hilfsmitteln seine ersten Schritte und kann sich durchaus mal ein paar Minuten ohne die Mami beschäftigen bzw. neben mir spielen oder einfach mal ganz schnöde warten, bis ich fertig bin. Aber: Das will er leider oft nicht und besteht dann sehr lautstark und mit großen Krokodils-Tränen untermalt darauf, VERDAMMT NOCHMAL JETZT SOFORT auf Mamas Arm zu dürfen. So ist das eben. Aber ja nicht nur bei mir (was ich sehr beruhigend finde), sondern bei den meisten Mama-Baby-Gespannen – es ist Quasi ein Baby-Gesetz: Möchte Mutti nur mal eben schnell irgendetwas OHNE Zwergnase auf dem Arm machen, will, nein MUSS der Stöpsel super mega dringend SOFORT dahin. Sonst geht die Welt unter. Und zwar augenblicklich! Unter mordsmäßigem Getöse! Alternativen gibt’s nicht! Das Ergebnis ist, dass Mütter ungeahnte Fähigkeiten und Techniken entwickeln, so ziemlich alles mit „gepüngeltem“ Nachwuchs auf der Hüfte bravourös zu bewerkstelligen. Und einige Mamis sehen dabei sogar noch super elegant aus! Ich allerdings eher nicht 😉 . Egal, was zählt, ist schließlich einzig und allein das Ergebnis … wobei das ja auch manchmal zu Wünschen übrig lässt 😀 .

Blumen gießen, Kinderwagen schieben, bergeweise Einkäufe tragen, Tisch decken oder abräumen, aufräumen, staubwischen … solche und ähnliche to do’s schaffe ich locker mit links – oder eben rechts, je nachdem wo ich den Sohnemann gerade halte 😉 . Auf jeden Fall bekomme ich derlei simple Aufgaben spielend mit nur einer freie Hand „in den Griff“ (auch wenn einiges dann etwas länger als gewohnt dauert). Klar, kann man das Kind auch gegen seinen Willen auf dem Boden hocken lassen und NICHT immer mitschleppen, aber mir persönlich verhagelt das schnell die Stimmung … und dem kleinen Mann auch, der ja nur DABEI sein will und genauestens beobachten möchte, was die Mama da wieder super cooles macht.

Deshalb kapituliere ich häufig und versuche mich zumindest im „ein-Hand-Haushalt-führen“. Allerdings habe ich in diesem Bereich offenbar Grenzen. Leider. Ich ahne das dann meist schon im Voraus, versuche es aber trotzdem, um den Alarm (Baby) nicht wieder losgehen zu lassen – oder weil ich denke: VERDAMMTE SCHEIßE – DAS MUSS DOCH GEHEN!!! Tut’s aber nicht. Zum Beispiel in folgenden Fällen:

Spülmaschine ausräumen:

Ich hab’s echt oft ausprobiert, diese ja sowieso schon nervige Tätigkeit mit dem Krümel auf dem Arm zu absolvieren. Gar nicht mal, weil ER das wollte, sondern um zu verhindern, dass er mir „hilft“ … indem er selbstständig das Besteck ausräumt oder schon mal Teller stapelt ;). Zudem habe ich mir eingeredet, dass diese Arbeit dann schon fast als Sport durchgehen könnte. Schließlich mache ich doch Kniebeugen – sogar mit zusätzlichem Gewicht!!! Allerdings … klappts nicht. Ist mir echt zu anstrengend. Das Baby baumelt mir halb vom Arm. Einhändig bekomm ich die verkackten Schubladen-Sicherungen kaum auf. UND es dauert so EWIG LANGE. Nix für mich. Ich lebe jetzt damit, dass der Krümel hilft – bei den Plastik-Schälchen 😉 .

Brote schmieren:

Es kommt vor, dass mein nahezu perfektes ( 😀 ) Zeitmanagement von meiner Familie torpediert wird und wir morgens etwas in Stress geraten. Das merkt der Krümel dann und versucht SEIN Unbehagen auszugleichen, indem er sich an die Mama klebt. Sehr praktisch … NICHT! Denn obwohl ich es wirklich immer wieder versuche – Brote schmieren mit nur einer Hand bekomm ich einfach nicht hin. Selbst dann nicht, wenn ich versuche, den Teller irgendwie am Rand der Spüle oder sonst wo zu „fixieren“. Das blöde Brot rutscht natürlich dennoch weiter rum, wenn ich versuche, den vermaledeiten Frischkäse aufzutragen. Abgesehen davon hatte ich bei derlei „Test-Aktionen“ schon mehr als nur einmal einen Fuß- oder Hand-Abdruck vom Krümel auf meinem Käse-Marmeladen-Brot. Und bei aller Liebe: DAS MAG ICH NICHT!

Zähne putzen:

Man sollte doch meinen, dass das geht. Tut’s aber nicht. Der Babysohn fasst mir in den schäumenden Mund, zieht an der Zahnbürste und zu guter Letzt spucke ich ihm beim Mund ausspülen gern mal auf die Hand, weil ich seine Fingerchen nicht vom Wasser fernhalten kann. Doof. Naja, wenigstens hab ich es kapiert, bevor er mir mal kopfüber ins Waschbecken geplumst ist. Man freut sich ja als Mutter auch über kleine Erfolge 😀 .

Spieldecke hinlegen:

Das ist so eine ganz kleine Aktion, die ich immer und immer wieder mit dem Krümel auf dem Arm ausprobiere, weil ich einfach nicht einsehen will, dass das nicht funktioniert. Ich bilde mir ein, es liegt am mangenden Schwung oder dem falschen Griff und versuche es daher stetig weiter … als wäre ich ein völlig vernagelter Idiot, der nicht einsehen will, dass es nicht GEHT! Man braucht zwei Hände, um eine verdammte Decke ordentlich in einem Rutsch zu platzieren. Es wäre natürlich definitiv kein Beinbruch, den Krümel für die zwei Sekunden abzusetzen. Aber es geht mir schon längst ums Prinzip. Das ist was zwischen mir und der Decke! 😀 .

Wäschekorb tragen:

DAS ist durchaus möglich, wenn man den Wäschekorb erst auf die Anrichte in der Küche (oder einen Tisch in der Nähe der Waschmaschine) stellt, sich dann das Baby auf die eine Hüfte setzt und den Korb anschließen auf die andere. Ist halt nicht bequem. Und gerade in unsere Wohnung mit dem Mini-Schlauch-Flur, den wir noch zusätzlich „verschlankt“ haben, indem wir endlose Mengen an Schuhregalen aufhängen MUSSTEN, eher nicht besonders praktikabel. Deshalb … trete ich den Wäschekorb jetzt wenig elegant den Gang hinunter, was auch sehr schön meiner mangelnden Motivation zum Wäsche aufhängen Ausdruck verleiht 😉 .

 

Klar, dass sind alles Mini-Aufgaben, für die man das Kind auch echt mal eben absetzen kann. Muss man ja dann im Endeffekt auch, wenn man es – wie ich – einfach nicht HINBEKOMMT! Trotzdem versuche ich es immer wieder … tja, was soll ich sagen: Ich bin halt ein Trottel! 😀 😀 😀 .

 

Übrigens: Ich freu mich immer, wenn ihr meine Texte (zum Beispiel via Facebook) teilt 😀 :-* 

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Comments

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10 thoughts on “Rabenmutter 2.0: Das geht doch auch mit Kind auf dem Arm … NICHT!

  1. Kenn ich…manchmal versuche ich noch die Füße zu Hilfe zu nehmen…und bin sooo megastolz wenn es klappt, bereue es aber nur den Bruchteil einer Sekunde später, weil mein Körper sagt: Häh? WER hat hier Bandscheibe, Knie und nen Schnöf???

  2. Ohja, wem sagst du das. Spülmaschine ist bei uns auch ganz vorne mit dabei – dank dem Möbelschweden gibts viel Plastikgeschirr, dass sie bedenkenlos rausnehmen können. Ich scheitere an anderen Dingen. Einarmig Schuhe anziehen – ob mir oder den Kindern, ist erstmal völlig Hupe, denn ES GEHT NICHT! Oder einarmig der Großen die Windel ranmachen….

    Naja, ich übe noch^^

  3. Du triffst den Nagel auf den Kopf! Hab mir letztens dich als Vorbild genommen und den kleinen zum Wäsche aufhängen in die trage gepagepackt! Weil mit einer Hand geht’s ja doch nicht… Ging richtig gut, zumindest die vorderen Reihen vom Wäscheständer! 😂

  4. Die Bilder sind das i-Tüpfelchen!
    Ich bin ja mal gespannt, der Zwerg ist ein ganz schöner Kampf-Kuschler, und weil ich zuhause bisher auch kaum das Tuch genutzt habe, wird es bei mir wahrscheinlich ähnlich 😂🙈

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