(Leser-)Geburtsberichte

Julia erzählt

Donnerstags 10 Tage vor dem errechnetem ET hatte ich einen Termin bei meiner Frauenärztin. Auf dem CTG waren schon Wehen zu sehen, die ich selbst überhaupt nicht wahrgenommen habe. Der Muttermund war bereits 3 cm offen. Meine Frauenärztin sagte mir, dass lt. Ihrer Einschätzung die kleine Maus schon am Wochenende das Licht der Welt erblickt.

Und Sie sollte Recht behalten.

In der Nacht von Freitag auf Samstag hatte ich leichte Wehen. Mich haben die Schmerzen an Periodenschmerzen erinnert, waren somit unangenehm aber nicht weiter schlimm. In der Nacht bin ich mehrere Male aufgestanden etwas umher gelaufen und habe mich wieder hingelegt. Konnte dann auch noch etwas schlafen.

Gegen 7 Uhr am Samstag habe ich meinen Mann geweckt, dass wir uns nun fertig machen und ins Krankenhaus fahren sollten. Gesagt getan, gegen 8 Uhr waren wir vor Ort. Kurze Untersuchung einer Ärztin, Muttermund bei 4cm. Die Wehen waren noch sehr gut zu veratmen. Wir sollten erstmal spazieren gehen und uns um 9 Uhr wieder zum CTG melden.

Also haben wir das Krankenhaus erkundet und sind fleißig Treppen gestiegen. Irgendwann musste ich dann auch zum veratmen stehen bleiben. Mein Mann hat immer schön gegen das Steißbein gedrückt, was wirklich gut getan hat.

Aus dem Geburtsvorbereitungskurs hatte ich zwei Sätze immer im Kopf:

  1. „Sehe jede Wehe positiv, den Sie bringt dich dem Kleinen Wunder in dir immer ein Stückchen näher“
  2. „Wenn du einmal im Kreißsaal bist, kommst du erst wieder mit dem Baby im Arm raus“

9 Uhr ab zum CTG. Kaum angeschlossen, merkte ich auf einmal wie alles nass wurde. Die Fruchtblase war geplatzt. Mein Mann ruft die Hebamme und dann hieß es ab in den Kreißsaal. Erst da wurde mir bewusst die kleine Maus kommt und zwar heute.

Muttermund ging stetig weiter auf. Die nächsten Stunden waren ein Wechsel von Entspannung und Anspannung während der Wehe. Mein Mann konnte auf dem CTG immer schon sehen, dass die nächste Wehe kam, wo ich noch nichts davon gespürt habe und konnte es so ankündigen J Die meiste Zeit waren mein Mann und ich alleine im Kreißsaal, dazwischen war immer mal wieder eine Hebammenschülerin da, die sich sehr zurück gehalten hat und mich einfach machen ließ. Die eigentliche Hebamme war sehr nett und sagte aber auch, dass Sie mich einfach machen lässt. Für meine Atmung hat Sie mich gelobt und gleich richtig getippt: „Sie machen sicher Yoga“.

Schmerzmittel habe ich abgelehnt, ich hatte das Gefühl es ohne zu schaffen.

Irgendwann hatte ich das Gefühl ich muss jetzt pressen. Die Hebamme kontrollierte kurz den Muttermund. Der war offen, also durfte ich pressen. Wie viele Presswehen es waren kann ich nicht mehr sagen aber um 13:08 Uhr war die Kleine Maus da.

Ich durfte Sie direkt auf meine Brust legen, mein Mann hat die Nabelschnur durchtrennt und dann konnten wir kuscheln.

Die Nachgeburt und das Versorgen der Geburtsverletzung lief nebenbei ab.

3 ½ Std. nach Blasensprung war Sie da, und das beim 1.Kind. Die Hebamme hat mir gleich ans Herz gelegt, dass falls wir ein zweites Kind wollen, ich doch bitte beim ersten Zwicken in die Klinik fahren soll. Ansonsten sei es eine Bilderbuchgeburt gewesen.

Und das kann ich nur bestätigen. Ich habe durchweg nur positive Erinnerungen an die Geburt trotz der Schmerzen etc.

Diesen schönen Geburtsbericht über die Geburt ihres ersten Kindes hat Juli geschrieben. :)

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