LÄCHELN UND WINKEN https://www.laecheln-und-winken.com Der ehrliche FamilienBlog aus Köln Wed, 12 Dec 2018 12:34:01 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0 https://www.laecheln-und-winken.com/wp-content/uploads/2015/09/cropped-favicon-32x32.png LÄCHELN UND WINKEN https://www.laecheln-und-winken.com 32 32 Top 50: Alle Jahre wieder … die schönsten Weihnachtsfilme https://www.laecheln-und-winken.com/2018/12/12/top-50-alle-jahre-wieder-die-schoensten-weihnachtsfilme/ https://www.laecheln-und-winken.com/2018/12/12/top-50-alle-jahre-wieder-die-schoensten-weihnachtsfilme/#respond Wed, 12 Dec 2018 12:11:21 +0000 https://www.laecheln-und-winken.com/?p=4822 Spätestens, wenn die erste Adventskerze brennt (meistens aber schon früher … wenn ich anfange zu frieren :D ) verspüre ich das dringende Bedürfnis, mir Weihnachtsfilme reinzuziehen. Für mich persönlich kann’s da eigentlich gar nicht kitschig genug sein und darf durchaus nur so vor Romantik triefen – doch es gibt natürlich auch noch ganz andere Titel, […]

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Spätestens, wenn die erste Adventskerze brennt (meistens aber schon früher … wenn ich anfange zu frieren :D ) verspüre ich das dringende Bedürfnis, mir Weihnachtsfilme reinzuziehen. Für mich persönlich kann’s da eigentlich gar nicht kitschig genug sein und darf durchaus nur so vor Romantik triefen – doch es gibt natürlich auch noch ganz andere Titel, die vielleicht keine klassische Liebes-Komödie vor einem bunt geschmückten Tannenbaum darstellen, aber dennoch zum weihnachtlichen Fernseh-Programm gehören, wie Lebkuchen auf dem Leckereien-Teller.

Nur … manchmal kann ich mich so spontan – wenn ich gerade Bock habe – nicht mehr erinnern, was ich früher so gern gesehen habe (Mutti-Demenz) oder mag mal was anderes schauen, als in all den vorangegangenen Jahren (crazy! ;) ) ODER ich blicke einfach im Film-Angebots-Dschungel der einschlägigen Berieselungs-Apps nicht mehr durch und hätte da gerne persönliche (#MoSiA-)Empfehlungen, damit ich meine kostbare Kinder-freie Zeit nicht an Schund verschwende. Deshalb habe ich vor kurzem auf der LÄCHELN UND WINKEN-Facebook-Seite nach euren Lieblings-Weihnachtsfilmen gefragt und nun – auf euren Wunsch <3 – eine Liste daraus gemacht.
Tja, Leute, ich würde sagen: Weihnachten sind wir sehr beschäftigt … hoffentlich schlafen die Kinder gut und lang! :D

Die Top 50 Weihnachtsfilme:

  1. Der kleine Lord
  2. Tatsächlich Liebe
  3. Liebe braucht keine Ferien
  4. Das letzte Einhorn
  5. Der Polarexpress
  6. Ronja Räubertochter
  7. Harry Potter
  8. Herr der Ringe
  9. Der Grinch
  10. Kevin allein zu Haus / in New York
  11. Stirb langsam
  12. Schöne Bescherung (Die Griswolds)
  13. Sissi
  14. Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
  15. Charlie und die Schokoladenfabrik
  16. Die Geister die ich rief
  17. Die Muppets Weihnachtsgeschichte
  18. Hüter des Lichts
  19. Das Wunder von Manhattan
  20. Ist das Leben nicht schön?
  21. Santa Claus
  22. Bridget Jones
  23. Single Bells
  24. Zwei Weihnachtsmänner
  25. Lethal Weapon
  26. Die Feuerzangenbowle
  27. Michel aus Lönneberga
  28. Verrückte Weihnachten
  29. Ich denke oft an Piroschka
  30. Charles Dickens’ Weihnachtsgeschichte
  31. A Christmas Prince
  32. The Holiday Calender
  33. Obendrüber da schneit es
  34. Arthur Weihnachtsmann
  35. Nightmare before Christmas
  36. Rendezvous mit einem Engel
  37. Und täglich grüßt das Murmeltier
  38. Annabell und die fliegenden Rentiere
  39. Pettersson und Findus – Morgen, Findus, wird’s was geben.
  40. Der Nussknacker und der Mausekönig
  41. Mary Poppins
  42. Die Eiskönigin
  43. Die Gremlins
  44. Loriot
  45. Jack Frost
  46. Edward mit den Scherenhänden
  47. Das Wunder einer Weihnachtsnacht
  48. Weihnachten bei den Hoppenstedts
  49. Familie Stone – Verloben verboten
  50. Buddy der Weihnachtself

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Wie man die Baby-Schreiphase überlebt, ohne irre zu werden. https://www.laecheln-und-winken.com/2018/12/10/wie-man-die-baby-schreiphase-ueberlebt-ohne-irre-zu-werden/ https://www.laecheln-und-winken.com/2018/12/10/wie-man-die-baby-schreiphase-ueberlebt-ohne-irre-zu-werden/#comments Mon, 10 Dec 2018 10:00:16 +0000 https://www.laecheln-und-winken.com/?p=4021 So ganz frisch geschlüpfte Babys sind einfach zauberhaft – wie sie in Zeitlupe ihre Händchen öffnen und schließen, wie sie leise Schmatz-Geräusche mit ihren winzigen Mündchen machen, wie sie sich auf Mamas Arm räkeln und strecken, bevor sie wieder in seligen Tiefschlaf verfallen und wie sie ihre kleinen Gesichtchen zum allerersten Engels-Lächeln verziehen und damit […]

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So ganz frisch geschlüpfte Babys sind einfach zauberhaft – wie sie in Zeitlupe ihre Händchen öffnen und schließen, wie sie leise Schmatz-Geräusche mit ihren winzigen Mündchen machen, wie sie sich auf Mamas Arm räkeln und strecken, bevor sie wieder in seligen Tiefschlaf verfallen und wie sie ihre kleinen Gesichtchen zum allerersten Engels-Lächeln verziehen und damit unsere Herzen schmelzen lassen. Sie! Sind! Einfach! Zauberhaft!!! Bis … ja, bis die allseits gefürchtete, abendliche Schrei-Phase beginnt ;) .

Du hast keine Lust oder Zeit, zu lesen? Dann scrolle einfach bis zum Ende des Textes runter und hör dir den PODCAST an!  

Als die Mausemaus ihr reines Zuckersüß-sein ablegte und mit ungefähr acht Wochen begann, jeden Tag von ungefähr 17 bis 23 Uhr durchzubrüllen, waren wir – sehr vorsichtig ausgedrückt – überrascht. Klar, hatten wir davon gehört, dass kleine Babys Koliken entwickeln und von dem Bauchweh dann so gebeutelt sind, dass sie stunden–, tage- oder gar wochenlang durchbrüllen. Doch unser Töchterlein hatte keine Bauchschmerzen, keine Krämpfe und es saß auch nicht jeden Nachmittag zur gleichen Zeit ein Pups quer. Dennoch probierte ich alles aus, was ihr hätte helfen können: Verschiedene Massagetechniken, Wärmekissen, Öle, Globulis, Haltegriffe, Besuche beim Osteopathen und was weiß ich noch alles, nur um sicher zu sein, dass ich es nicht aus Ignoranz oder Unwissenheit versäumte, meinem kleinen Würmchen Erleichterung zu verschaffen. Aber sie sprach auf nichts an. Sie brüllte weiterhin von 17 bis 23 Uhr … jeden verdammten Tag. Da ich stillte, begann ich, meine Ernährung zu inspizieren, ließ alles weg, was dem Töchterchen via Milchzufuhr Unwohlsein bescheren könnte, verzichtete auf Obst (schwer) und Zucker (SEHR schwer) und Gemüse (ok, das fiel mir leicht ;) ) . Nichts half; nichts zog eine Änderung unseres aktuellen Abendprogramms nach sich.
„Manche Babys schreien am Abend ihren Weltschmerz hinaus, weil sie all die vielen, neuen Eindrücke nicht anders verarbeiten können und am liebsten zurück in Mamas Bauch kriechen würden“, erklärte mir meine Hebamme und empfahl mir, doch auch noch unterschiedliche Geräuschkulissen und Bewegungsabläufe auszuprobieren. So stand ich zum Beispiel einige Tage mit dem Baby im Tragetuch wippend oder auf einem Gymnastikball kreisend unter der Dunstabzugshaube, weil ich das Gefühl hatte, sie damit zumindest kurzfristig beruhigen zu können. Glücklicherweise fand ich schnell heraus, dass es auch Apps gibt, die „weißes Rauschen“ abspielen, so dass ich die Küche wieder verlassen konnte, weil der Sound von nun an aus meiner Gesäßtasche kam ;) . Trotzdem ließ sich die kleine Madam immer nur für wenige Stunden beruhigen, bevor sie gegen 20 Uhr richtig aufdrehte und stundenlang so schrie, dass eine normale Unterhaltung in ihrer Nähe gar nicht mehr möglich war. Ergo: Auch der Mann und ich brüllten uns an. Leider nicht nur, weil wir einander anders nicht mehr hören konnten, sondern vor allem deshalb, weil unsere Nerven blank lagen. Bevor man Kinder hat, kann man sich nur schwer vorstellen, wie grässlich das Gefühl ist, sein Baby haltlos weinen zu hören, ihm aber nicht helfen und sein Leid nicht abnehmen zu können. Niemals habe ich mich bzw. wir uns unnützer und verletzbarer gefühlt, als in diesen Wochen.
„Ich empfinde ihr Weinen als beinahe körperlich schmerzhaft“, gestand der Göttergatte eines Abends am Wickeltisch und ich fühlte mich ihm durch dieses Geständnis plötzlich wahnsinnig verbunden, schließlich ging es mir ebenso. Lächelnd schnappte ich mir unser brüllendes Bündel und betrat das Schlafzimmer, denn ich hatte entschieden, dass ich die Phase nun, da ich alle Ideen und Techniken von Hinz und Kunz zur Verbesserung der Situation erfolglos ausprobiert hatte, einfach aussitzen würde. Gemeinsam mit der winzigen Mausemaus und mit meinem Mann, der ja nun offenbar genauso litt wie ich. Nur … folgte er mir nicht. Er blieb in der Tür stehen, winkte lächelnd wie ein Grenzdebiler und säuselte: „ Na, dann gute Nacht, ihr beiden!“ Tür zu. Mann weg. Verbundenheit auch. Ich hätte ihn UMBRINGEN KÖNNEN!!!! Aber dafür hatte ich natürlich gerade keine Zeit, da meine komplette Aufmerksamkeit dem Weltschmerz-Gebrüll meines Nachwuchses zugesprochen worden war. Ich habe mir diese absolut unverschämte „Flucht“ des Göttergatten auf die Couch aber natürlich gemerkt und werde sie ihm Zeit unseres Lebens aufs Brot schmieren, wenn ich etwas von ihm will – wie sich das für eine gute Ehefrau gehört :D .

Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, wie viele Wochen diese grässliche Schrei-Phase bei der Mausemaus anhielt, doch es half mir enorm zu wissen, dass ich eigentlich gar nichts tun KONNTE. Ich hatte ja alles versucht! Also zog ich mich tatsächlich einfach jeden Abend sehr früh mit meinem schreienden Töchterchen ins abgedunkelte Schlafzimmer zurück, summte ihr leise Lieder ins Ohr und hielt sie im Arm, während sie sich schreiend damit arrangierte, dass ihr Leben von nun an außerhalb meines Körpers stattfand und zuweilen laut und anstrengend war. Es waren sehr zähe Wochen, aber irgendwann waren sie vorbei. Genauso plötzlich, wie sie begonnen hatten. Es war verrückt!

Das Krümelchen startete die Nummer etwas früher als die große Schwester, nämlich schon im zarten Alter von 6 Wochen. Doch diesmal war ich bzw. waren WIR vorbereitet und nicht mehr überrascht (HaHAAAA, wir sind lernfähig!!! :D ). Wir checkten den kleinen Mann durch, schlossen (zum Teil mit Unterstützung des Kinderarztes, um wirklich sicher zu sein) alle potenziellen körperlichen Beschwerden aus, testeten anschließend wieder, mit welchen Geräuschen oder Bewegungsabläufen der abendliche Schrei-Contest für alle Beteiligten erträglicher wurde und stellten uns mental darauf ein, dass es etwas dauern würde, bis wir uns beim Abendessen wieder in normaler Lautstärke unterhalten können würden. Dennoch aßen wir zusammen. Und wir spielten mit der Mausemaus. Wir tanzten zu unserer Lieblingsmusik. Und wir lachten dabei. Denn: Der wohl größte Unterschied zwischen den Schrei-Phasen unserer beiden Kinder war der, dass beim zweiten Mal die Option, mich mit dem Krümel zurückzuziehen bzw. mich komplett auf ihn und seinen Weltschmerz zu konzentrieren, fehlte. Die Mausemaus brauchte schließlich auch die Mama und ihren normalen Abend-Alltag. Also packte ich das Söhnchen ins Tragetuch, was er glücklicherweise von Anfang an liebte, und tanzte trotz seines Gebrülls mit meiner Großen und quatschte mit dem Mann … nur eben lauter als sonst. Genauso las ich der Tochter Gute-Nacht-Geschichten vor – allerdings vom Handy, während ich stehend im dunklen Schlafzimmer den Krümel im Tuch „ruhiger wippte“. Es war nicht perfekt, aber es ging, WEIL ich wusste, dass es sich um eine Phase handelte und ich bereits mein möglichstes getan hatte, um meinem Kind zu helfen. Ganz viel Liebe und Nähe bekam der Zwerg ja dennoch, obwohl ich mich gleichzeitig um die Bedürfnisse der großen Schwester kümmerte – auch wenn ICH die Version im Bett durchaus gemütlicher gefunden hätte ;) .

Zusammengefasst habe ich den zwei Runden Baby-Schrei-Phase folgende fünf (Überlebens-)Strategien gelernt, die – ich wiederhole das, weil es so wichtig ist – natürlich erst dann in Kraft treten, wenn man ganz sicher ist, dass dem Baby nichts fehlt!

WIE MAN DIE BABY-SCHREIPHASE ÜBERLEBT, OHNE IRRE ZU WERDEN:

  1. Nicht in Panik geraten!
    Nach den ersten durchbrüllten Abenden oder gar ganzen Tagen kann sich durchaus mal ein leichtes Gefühl der PANIK bei doch eigentlich noch ganz frischgebackenen Eltern einschleichen. Das ist total nachvollziehbar, weil schon allein der Gedanke daran, dass einige Babys mehrere Wochen oder gar Monate in dieser grässlichen Schreiphase verweilen, für berechtigte Schnappatmung sorgt. Aber … es hilft nicht, mit der Situation klarzukommen, denn erstens muss das ja nicht sein und zweitens hält man als Mama oder Papa echt einiges aus, von dem man früher dachte, dass es einen mit begleitender Konfetti-Kanone pompös in die Knie zwingen würde. Also: Was auch immer da kommt, ihr schafft das! :-*
  2. Sich nicht gegenseitig fertig machen!
    Ja, ein heftig schreiendes Baby kann einem – bei aller Liebe – echt den letzten Nerv rauben, ihn zertrümmern und dann noch mit viel Tamtam abfackeln. Und das man davon MÖGLICHERWEISE auf Dauer etwas dünnhäutig und EVENTUELL sogar etwas reizbar wird, ist mehr als verständlich. Auch der Gedanke an Flucht (auf die Couch … oder in ein anderes Land ;) ) wird wohl jedem Elternteil, das mit seinem Nachwuchs bereits durch diese Phase (oder eine ähnliche, ebenso grässliche) gestapft ist, bekannt sein. Um jedoch zu vermeiden, dass man sich im Laufe der Schreckens-Wochen mit Brüll-Kind den halben Hausstand an die Birne wirft oder bei scheidung.de einen Account anlegt, empfehle ich, sich immer wieder gegenseitig daran zu erinnern, dass man in einem Boot sitzt (Traumschiff ahoi ;) ), sich eigentlich liebt und besser nur nach Absprache einen grenzdebilen Winkewinke-Abgang hinlegt. <3
  3. „Vorsichtig“ kleine Tipps & Tricks ausprobieren
    Manchen Babys hilft es, getragen zu werden – wenn die Eltern Glück haben, im Tuch oder Tragesystem. Andere mögen weißes Rauschen wie vom Staubsauger oder Fön oder eben der Dunstabzugshaube und akzeptieren es auch, wenn man irgendwann zur praktischeren App wechselt. Wieder andere beruhigen sich ein wenig, wenn Mama mit ihnen tanzt, spazieren geht oder auf einem Gymnastikball wippt. Und auch Massagen, warme Bäder oder besondere Schaukelvorrichtungen können – zumindest kurzfristig – eine Pause in Sachen Stimmtraining hervorrufen. Es gibt unzählige Tipps & Tricks, die man „vorsichtig“ mit dem unglücklichen Spross testen kann. Vorsichtig deshalb, weil es sehr individuell ist, was hilft und wir unsere Kleinen leider nicht zwingen können, etwas angenehm zu finden. Bei der Mausemaus zum Beispiel hat weißes Rauschen ganz toll funktioniert, beim Krümel so gar nicht und ich kenne sogar Babys, die davon erst richtig aufdrehten. Das Gute ist, Kinder zeigen einem sofort, was sie gut finden und was nicht. Dann muss man sich nur noch danach richten ;) .
  4. Durchatmen!
    Immer wieder durchatmen und dabei das Mutti-Mantra aufsagen: „Es ist nur eine Phase! Sie geht vorbei! Irgendwann geht sie vorbei!“ Immer, immer wieder!!! :D
  5. Auf den Mutterinstinkt hören!
    Ganz egal, was ihr alles bereits über diese Phase gehört oder gelesen habt und wie oft euch gesagt wurde, dass es eben nur Schreierei ist, die wieder weggeht (mich eingeschlossen!): Wenn euch euer Mutterinstinkt sagt, dass da was nicht stimmt oder ihr einfach nicht mehr könnt, dann geht zum Arzt oder fahrt ins Krankenhaus. Und wenn es das 10. Mal ist. Egal! Kinderärzte verstehen die Ängste junger Eltern und werden versuchen, euch und eurem Baby zu helfen. Falls nicht, sucht euch einen anderen Arzt! Denn nur wenn ihr wirklich, wirklich, WIRKLICH ganz sicher seid, dass eurem Kind eigentlich nichts fehlt, könnt ihr das Weltschmerz-Geschrei aushalten, ohne vor Sorge und Stress kirre zu werden!

So, und jetzt noch der allerwichtigste Tipp zum Schluss:

Heult! Heult was das Zeug hält, wenn ihr nicht mehr könnt! Heult und jammert und schreit euren Frust darüber heraus, dass euer heiß-geliebtes Baby gerade NICHT selig in euren Armen schlummern mag, dass ihr auf dem Zahnfleisch geht, euch kaum mehr traut, das Haus zu verlassen und eigentlich nur noch eines wollt: Schlafen … allein … in einem lärmgeschützen Bunker. Das ist völlig ok! Wir sind Mamis, keine Übermenschen. Unsere Akkus sind irgendwann leer und wir verzweifeln. Lasst das unbedingt zu, klagt eurem Partner oder eurer besten Freundin euer Leid, lasst euch doll bedauern, weil ihr das verdient habt und weint, bis die Augen brennen. Und dann steht ihr wieder auf, schnappt euer Baby und geht in die nächste Runde <3 . Weil ihr es dann wieder könnt. Es ist vielleicht nicht cool und super populär … aber wir wissen es alle: Manchmal muss alles raus – in einer Tränenflut. Dann gehts wieder. Wir müssen es ja keinem verraten ;) :-*

▼ Jetzt den PODCAST anhören!  ▼

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Patricia erzählt https://www.laecheln-und-winken.com/2018/12/08/patricia-erzaehlt/ https://www.laecheln-und-winken.com/2018/12/08/patricia-erzaehlt/#comments Sat, 08 Dec 2018 12:03:41 +0000 https://www.laecheln-und-winken.com/?p=4618 Es war einmal eine Mama – das war ich 😉 -, die ihr zweites Kind 11 Jahre nach dem ersten erwartete. Es war ein ungeplantes Geschenk, das Angst und Freude gleichermaßen auslöste. Mit meinen 35 Jährchen gehörte ich bereits zu den Spätgebärenden und Risikoschwangeren und ließ somit alle empfohlenen Untersuchungen durchführen. Schon bei der Nackenfaltenmessung […]

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Es war einmal eine Mama – das war ich 😉 -, die ihr zweites Kind 11 Jahre nach dem ersten erwartete. Es war ein ungeplantes Geschenk, das Angst und Freude gleichermaßen auslöste. Mit meinen 35 Jährchen gehörte ich bereits zu den Spätgebärenden und Risikoschwangeren und ließ somit alle empfohlenen Untersuchungen durchführen. Schon bei der Nackenfaltenmessung spreizte unser Baby seine Beine und ließ uns in aller Deutlichkeit wissen, dass er ein Junge war. Und was für einer! Seiner Zeit offenbar 3 Wochen voraus, war alles an ihm größer als es sein sollte. Der Bauchumfang (hatte die Mama etwa zu viel genascht?), der Kopfumfang (mir schwante Übles beim Gedanken an die Presswehen) und sein Gewicht (die Vorfreude auf die Geburt war schlagartig verflogen 😂). Während ich mich sehr darüber freute, dass mein Baby gesund war, machte ich mir dennoch Sorgen über das große Finale dieser recht anstrengenden Schwangerschaft. (In Gedanken sah ich schon ein Baby mit Wasserkopf meine Beckenknochen brechen. ) Mir wurde eine Einleitung vor dem tatsächlichen Geburtstermin empfohlen, um Komplikationen aufgrund der Größe zu verhindern.
So kam es, dass ich 8 Tage vor dem Termin im Krankenhaus aufmarschierte, um die Geburt einleiten zu lassen. An einem Samstag um 09:00 Uhr morgens ging es los. Relativ bald nach der Tablettengabe setzten Wehen ein und ich freute mich (noch). Nach 6 Stunden ging es endlich zur Untersuchung, wo sich mein erwartungsvolles Lächeln in einen “Was zur Hölle!? ” Gesichtsausdruck verwandelte. Während ich also 6 Stunden (heldenhaft) schmerzhafte Wehen ertrug, war mein Muttermund im Urlaub. Echt jetzt? Noch nicht mal fingerdurchlässig war er! Na gut, dann zurück ins Zimmer und weiteratmen. Den Mann schickte ich inzwischen zum Friseur. Er wollte nicht aussehen, wie Rübezahl, wenn unser Sohn kommen sollte. 😅 Irgendwann war der Tag vorbei und es hatte sich trotz Wehen absolut nichts getan. Ich war frustriert und traurig, nicht zuletzt auch da mein Mann heim zur großen Tochter gefahren war.

Neuer Tag, neues Glück. Am Sonntag, den 04.12. um 09:00 Uhr bekam ich die nächste Tablette. Die Wehen setzten prompt wieder ein. Der Oberarzt hatte mir “empfohlen” (befohlen trifft’s eher 😉) Treppen steigen zu gehen, während mir die Hebamme ein geheimes Massageöl zum Bauch einreiben gab, welches Wehen auslösen sollte. Ich verbrachte also Stunden im Treppenhaus, bis ich die Schmerzen nicht mehr aushielt und hoffnungsvoll zur Untersuchung ging. Nix. Nada. Niente. Keine muttermundswirksamen Wehen. (Frage an meinen Körper: Wieso dann überhaupt welche??) Ich wollte heulen, aber die Wehen waren so stark, dass ich nur stehen und atmen konnte. Es war Mittag und ich schrieb meinem Mann, dass er doch bitte kommen möge, da die Wehen im 3 Minuten Takt kämen und nun wohl endlich was weitergehen würde. (Es war definitiv mehr Hoffnung als Ahnung) Nach 2 qualvollen Stunden war mein Muttermund tatsächlich fingerdurchlässig. (Wooohooo! Party!) Als mir vorgeschlagen wurde, in die Geburtswanne zu gehen, war ich hellauf begeistert. Also rein ins Warme und entspa… ähm, nein, nix mit Entspannen, – was war das jetzt? 🤔 Jemand hatte die Wehen ums geschätzt 3125-fache verstärkt und sie kamen jede Minute! Panik, Schmerzen…. Freude!!!! Jetzt musste doch was weitergegangen sein! Die Hebamme tastete nach meinem Muttermund und plötzlich fühlte ich ein komisches Plopp in meinem Bauch. Sie musste wohl meinen erstaunten Blick gesehen haben, denn wie beiläufig erwähnte sie, “Ich habe Ihre Fruchtblase gesprengt, – es hat sich gerade so angeboten.” Zu geschockt, um irgendwas darauf zu erwidern, überrollte mich die nächste Wehe. Während ich bei der Geburt meiner Tochter die wesentlich weniger schmerzhaften Wehen stumm ertragen hatte, schrie ich hier alles raus. Die Wanne war zuviel für meinen Körper, ich wollte wieder raus. Leider waren die Wehen außerhalb nicht weniger heftig. Ich jammerte nach Schmerzmittel. Angeblich hatte die fiese Blasensprengerin mir eines gegeben, doch es wirkte nicht. Ich fragte nach einer PDA. Die Hebamme verneinte streng, es sei zu spät dafür. Ich weinte. Nun kam auch noch der Oberarzt und bat mich leiser zu sein, da nebenan auch noch eine Frau gebären würde, die sonst Angst bekommen würde. Kurz dachte ich, ich wäre im falschen Film, dann wünschte ich dem Oberarzt innerlich meine Wehen an den Hals, schlussendlich obsiegte aber meine Lösungsorientiertheit und ich bat den Arzt mit einem Blick wie die Katze aus Shrek zuckersüß um eine PDA. Er stimmte sofort zu, vermutlich weil er meinem Gejammer ein Ende machen wollte. Hallelujah, geht doch!
Um 18.30 Uhr, bei einem Muttermund, der 6cm geöffnet war, und nach 6,5h Wehen im 3 bis 1 Minuten-Takt, erfreute ich mich an der Anwesenheit des Anästhesie-Teams. Eine junge Ärztin durfte zum ersten Mal einen Kreuzstich machen. Auf meinem Rücken! Nichts hätte mir in diesem Augenblick egaler sein können. 😂 Ich wollte nur die verdammte Spritze! Ich unterschrieb noch schnell, dass ich niemanden verklagen würde, wenn ich danach gelähmt sein sollte und hörte mir an, wie die junge Ärztin ihren “Aufpasser” fragte, ob das denn die richtige Stelle sei. War es nicht, aber zu meinem Glück zeigte er ihr den passenden Punkt und es ging los. Endlich würden die Schmerzen verfliegen, endlich würde mich eine Woge der Leichtigkeit und des Glücks überrollen…. (Hatte ich erwähnt, dass ich noch nie eine PDA und daher keine Ahnung hatte… ?)

Eine halbe Stunde später hatte ich immer noch gleich schmerzhafte Wehen im Minuten-Takt. Was zum Henker?! Ich gab Laut, dass ich kein Nachlassen der Schmerzen spüren würde und der besorgt dreinblickende, mitfühlende Anästhesist drehte die Dosis auf. Laut Anweisung des Oberarztes sollte ich nur eine halbe PDA bekommen, um aktiv mitpressen zu können. Dieser Vorschlag erntete relativ wenig Begeisterung von mir, bis – , ja bis das Mittel endlich zu wirken anfing. Mein Mann, der bislang stumm neben mir gesessen hatte und mich ansah als würde ich im Sterben liegen, redete plötzlich wieder und ich konnte atmen statt schreien und seine Hand zerdrückenp0. Ich spürte die Wehen als starken, dumpfen Druck im unteren Bauch. Es war nicht angenehm, aber auch nicht schmerzhaft und so war es auszuhalten. Mein Sohn steckte im Geburtskanal und bewegte sich mit jeder Wehe nur Millimeter voran. Ich musste mitpressen und das tat ich mit ganzer Kraft. In der Zwischenzeit erläuterte mir der Oberarzt, dass eingeleitete Wehen stärker seien als natürliche. (Warum wusste ich das nicht schon früher!) Außerdem beklagte er sich, dass die PDA die Geburt verlangsamen würde. (Guter Mann, ich ertrage das nun schon weitaus länger als du zusiehst!!) Ich presste und presste, stundenlang. Es war bereits nach 23 Uhr und immerhin konnte man die Haare meines Sohnes schon sehen.
Der Oberarzt hatte plötzlich keinen Bock mehr und beschloss sich auf meinen Bauch zu legen, und mein Baby nach unten zu drücken. (Ich erinnere mich nicht, ob ich damals genauso angewidert dreingeblickt habe, wie ich das heute beim Schreiben tue.) Das Bett war zu weich und so musste man mich in den anderen Kreißsaal verlegen. Mein linkes Bein war taub von der PDA. Ich wurde mit dem Rollstuhl in den nächsten Raum gefahren und spürte schon die nächste Wehe kommen. Schnell aufs Bett gelegt, war sie auch schon da und mit ihr – man höre und staune – eine Riesenwelle Fruchtwasser, mein Sohn UND die Plazenta! (Die überraschten Blicke von Arzt und Hebamme waren göttlich.) Und irgendwie ging das alles ohne den kleinsten Einriss bei mir! Mein Sohn hatte die Nabelschnur um den Hals, um die Schulter und um ein Bein gewickelt. Sie hielt ihn also zusätzlich zurück, während sein Kopfumfang (38cm) der Hauptgrund war, warum er so lange steckte. Er, Noah, war 56cm lang und 3800g schwer. Und ich war der glücklichste Mensch auf Erden, natürlich zusammen mit meinem Mann! Unser Sohn war gesund und ein Prachtkerl, der gleich meinen Finger hielt und seelenruhig mit mir kuschelte. Vergessen waren die Schmerzen und pures Glück durchströmte meinen Körper – da war es also, das Mittel, das ich den ganzen Tag schon gewollt hatte! 😉

Diesen schönen Geburtsbericht hat Patricia geschrieben :)

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Best of Haushalts-Tipps von Mamis für Mamis https://www.laecheln-und-winken.com/2018/12/03/best-of-haushalts-tipps-von-mamis-fuer-mamis/ https://www.laecheln-und-winken.com/2018/12/03/best-of-haushalts-tipps-von-mamis-fuer-mamis/#comments Mon, 03 Dec 2018 12:00:20 +0000 https://www.laecheln-und-winken.com/?p=4797 Ich muss ja gestehen: Haushalt ist nicht so mein Ding. Ich mache alles, was nötig ist, aber meist weder mit viel Elan, noch so gründlich, wie es vielleicht sein sollte. Möglicherweise liegt es also an meinem recht umfangreichen Desinteresse an dem Thema, dass ich bis vor wenigen Wochen keinen blassen Schimmer davon hatte, dass GLASREINIGER […]

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Ich muss ja gestehen: Haushalt ist nicht so mein Ding. Ich mache alles, was nötig ist, aber meist weder mit viel Elan, noch so gründlich, wie es vielleicht sein sollte. Möglicherweise liegt es also an meinem recht umfangreichen Desinteresse an dem Thema, dass ich bis vor wenigen Wochen keinen blassen Schimmer davon hatte, dass GLASREINIGER förmlich einer Geheimwaffe im Haushalt gleichkommt (wenn man ihn richtig einzusetzen weiß ;) ) und das man einen sehr tief eingerissenen Nagel voll easy mit einem Stück Teebeutel und Klarlack „heilen“ kann. WIESO ZUM TEUFEL WUSSTE ICH DAS BISHER NICHT??? schallte es durch meine Birne, nachdem mich beide Tipps so derbe positiv geflasht hatten, dass ich es aktuell jedem auf die Nase binden muss. Und dann schlich sich ein weiterer Gedanke ein: Womöglich sind mir noch ganz viele andere super praktische Tricks, die mir mein Leben als „Familien-Managerin mit mittelmäßiger Haushalts-Kompetenz“ erleichtern könnten, entgangen, weil sie mir nie jemand verraten hat und/oder ich eventuell auch einfach nie danach gefragt habe?!

Als völlig logische Schlussfolgerung habe ich euch, meine liebsten LÄCHELN UND WINKEN-Leserinnen, auf Facebook nach EUREN Tipps gefragt. Meine Hoffnung war es, vielleicht so 10 bis 15 guter Haushalts-Tricks zu erhalten, damit ich daraus eine kleine Liste für den Kühlschrank zaubern könnte. Und dann kamt ihr. Mit bergeweise genialer Putz- und Heim-Hacks, die ich definitiv NICHT auf maximal 15 zusammenkürzen konnte. Ergo: Es gibt jetzt eine etwas längere Liste ;) Ich habe sie so gut es geht sortiert und euch ein PDF zum Runterladen (findet ihr ganz unten) daraus gemacht, damit ihr euer gemeinsames Haushalts-Fachwissen ausdrucken und eure Favoriten darauf ankreuzen könnt. Bei mir hängt das MEGA Teil schon am Kühlschrank! :D

Best of Haushalts-Tipps von Mamis für Mamis

Dem Kalk an den Kragen gehen!

  • Mit Spülmaschinen-Tabs kann man ausgezeichnet die Waschmaschine reinigen (in die Trommel werfen und los geht’s) oder starke Verkalkungen in Waschbecken beseitigen (Becken mit Wasser füllen, Tab rein und über Nacht einwirken lassen).
  • Essig, Zitronensäure und WC-Ente!!!! (eher nur im Bad ;) ) eignen sich prima als Entkalker. Pur oder verdünnt in Kaffeemaschine & CO. eingesetzt, wirken sie Wunder.
  • Um z.B. Wasserhähne sauber zu bekommen, umwickelt man sie mit in Essig oder Zitronensäure getränkter Küchenrolle ODER füllt den Entkalker einfach in Luftballons und stülpt diese über den Hahn. Einwirken lassen, abspülen, fertig.
  • Zitronenschalen nicht wegwerfen, sondern eine Runde in der Spülmaschine drehen lassen. Entkalkt und wirkt gegen milchige Gläser und stumpfes Besteck.
  • Bei sehr kalkhaltigem Wasser immer eine kleine Prise Salz mit ins Kaffeepulver geben.

Flecken/Farbe/Edding effektiv entfernen

  • Mit (Hand-)Desinfektionsmittel lassen sich wunderbar Klebereste von Pflastern oder Etiketten entfernen sowie z.B. Edding von Oberflächen und auch Baumharz (geht auch mit Nagellackentferner).
  • Haarspray ist definitiv eine Geheimwaffe gegen alle Farben auf so ziemlich jedem Untergrund. Einsprühen, etwas einwirken lassen, abwischen oder waschen … je nachdem, wo die Kids sich mit Stiften/Kuli/Edding verewigt haben.
  • Kukident-Tabs (Gebissreiniger) sind wahre Zauberkünstler. Mit ihnen lässt sich nicht nur Urinstein im Klo, sondern auch rote Obst- oder Weinflecken aus Kleidung entfernen, sie taugen zum Reinigen von Tee- und Thermoskannen, Trinkflaschen, Zahnspangen, dem Waschmittelfach der Waschmaschine und bekommen sogar vollgeschissene Baby-Bodys wieder sauber (wenn Gallseife es nicht schafft)!
  • Auch Sonnenlicht kann Flecken vernichten, wenn man das betroffene Kleidungsstück direkt nach dem Waschen in die Sonne legt.
  • Fies eingetrocknete Essensreste, Soßen oder gar (Tier-)Kotze ordentlich mit Sidolin (Glasreiniger) einsprühen, kurz einwirken lassen und einfach wegwischen. Klappt so ziemlich immer!
  • Ein Schmutzradierer gehört in jeden Haushalt … er schafft es, fast alles von Schuhen, Boden und Wänden wegzuradieren.
  • Feuchttücher – wir Mütter sind eh nie ohne unterwegs! Zu recht, denn sie sind definitiv die Schnell-Waffe gegen Flecken auf Kleidung, Kinderwagen und Co.
  • Erdbeerflecken verschwinden, wenn man kochendes Wasser darüber gießt.
  • Fettflecken in Kleidung mit Spülmittel einreiben, über Nacht einwirken lassen und anschließend wie gewohnt waschen. Fleck weg!
  • WD-40 schafft es – neben Kleberesten – sogar Grasflecken aus Jeans zu entfernen.
  • „Gemälde“ aus Wachsmalern auf unbehandeltem Holz bekommt man mit Olivenöl in den Griff.
  • Und trägt man vor dem Waschen etwas Babyöl auf fiese Karottenflecken auf, sind sie anschließend wie weggeblasen!
  • Ein Putzstein bekommt so ziemlich alles wieder sauber – von Jalousien über Gartenmöbel bis hin zu Schuhen.
  • Natron oder Backpulver auf Teppich-Flecken streuen, mit etwas Wasser besprühen und nach dem Trocknen absaugen – spart die professionelle Teppichreinigung.

Mutti-Hacks für Küche und Badezimmer

  • Frischhaltefolie in den Kühlschrank legen, dann lässt sie sich prima mit der Schere schneiden.
  • Angebranntes im Topf mit Backpulver bestreuen und mit kochendem Wasser aufgießen.
  • Kommt das Besteck mit Rostspuren aus der Spülmaschine, einfach ein Stück Alufolie in den Besteckkasten legen und den Spülgang wiederholen.
  • Küchenrollen-Blätter taugen hervorragend als Kaffeefilter, falls diese mal aus sind.
  • Klarspüler für die Spülmaschine eignet sich zum Reinigen von Duschwänden und Edelstahl-Flächen wie Dunstabzugshaube und Kühlschrank.
  • „Rezept“ zum Mikrowelle säubern: eine Tasse zur Hälfte mit Wasser füllen, 2 oder 3 EL Essig hinein,3 Minuten laufen lassen, öffnen, Dampf kurz ablassen, Tasse raus, durchwischen, fertig!
  • Nikotin Rückstände lassen sich mit Fettreiniger von Fliesen entfernen.
  • Ein Schälchen mit Backpulver oder Natron im Kühlschrank neutralisiert alle Gerüche.
  • Natron und Zitronensaft können als Abfluss-frei dienen!
  • Eine große PET-Flasche kann den Pömpel ersetzen! Mit einer heißen Nadel ein Loch für die Schere schmelzen, dann vorsichtig den Boden abschneiden! Auf den Abfluss halten und pumpen! Ebenfalls Abhilfe bei verstopften Abflüssen schafft es, wenn man etwas Backpulver hineinstreut und dann eine Tasse Essig hinterher schüttet. Etwas abwarten, dann mit heißem Wasser nachspülen.
  • (ein Spritzer) Weichspüler im Wischwasser pflegt das Laminat und eignet sich außerdem zum Säubern sehr verschmutzter Badewannen.
  • Den Backofen problemlos blitzblank bekommt man, indem man ihn mit Rasierschaum einsprüht, es über Nacht einwirken lässt und dann auswischt.
  • Mit Bleiche werden Silikon-Ränder (selbst verschimmelte) wieder sauber.

Tipps & Tricks

  • Einen tief eingerissenen Fingernagel kann man ausgezeichnet kleben, indem man eine Schicht Nagellack aufträgt, ein Stückchen Teebeutel auflegt und darüber noch eine Schicht Lack streicht.
  • Ein Holz-Kochlöffel quer über den Nudel- oder Kartoffel-Topf gelegt, verhindert, dass das Wasser überkocht.
  • Ein Stück Butter in den Kartoffel-Topf verhindert ebenfalls überhochen.
  • Gebrauchte Zahnbürsten aufheben, um damit z.B. Fugen oder Schuhsohlen (dann mit Zahnpasta) mal wieder richtig sauber zu machen.
  • Kettenöl oder Harz an den Fingern wird man mit Butter wieder los.
  • Kaugummi aus Klamotten lösen: Kleidung in die Tiefkühltruhe, gefrorenes Kaugummi einfach abkratzen.
  • Kaugummi aus Haaren entfernen: Mit WD40 einsprühen.
  • (Penaten/Labello)Creme aus (Kinder-)Haaren bekommt man mit Olivenöl wieder heraus.
  • Creme von Möbeln rückt man am besten mit Küchenpapier und Föhn zu Leibe.
  • Sockenklammern sorgen für ein Ende der „Einzelstücke“.
  • Plastikspielzeug wird in der Spülmaschine wieder richtig sauber.
  • Hinter Möbel gefallene Kleinteile lassen sich ausgezeichnet mit dem Staubsauger hervorangeln, wenn man vorher einen Strumpf über das Rohr stülpt.
  • Wenn man im Sommer draußen sitzt und die Wespen nerven, einfach Kaffeepulver anzünden.
  • Der Rost vom Grill lässt sich leichter säubern, wenn man ihn in nasses Zeitungspapier wickelt, solange er noch heiß ist. Wenn er dann abgekühlt ist, löst sich der Dreck viel einfacher.
  • Ein Schuss Essig mit ins Weichspülfach – nimmt Gerüche und spült den Kalk aus der Wäsche.
  • Feinstrumpfhosen halten länger, wenn man sie vor dem ersten Tragen im Tiefkühler durchfrieren lässt.

Fenster (oder Ofenscheiben) streifenfrei putzen

  • … klappt hervorragend mit Zeitungspapier, einem Spritzer Shampoo oder Weichspüler im Wasser!
  • Mit Waschbenzin oder Autopolitur gehören Verfärbungen an weißen Plastik-Fensterrahmen der Geschichte an.
  • Gegen das Anlaufen von Fensterscheiben hilft es, eine mit Katzenstreu gefüllte Socke zwischen die Fenster zu legen.
  • Die Scheibe vom Kamin lässt sich am Besten mit Asche und feuchtem Zeitungspapier reinigen.

Und hier gibts alle Tipps als PDF zum Ausdrucken!

 

Na dann … viel Spaß beim Ausprobieren! :D :-*

Der Beitrag Best of Haushalts-Tipps von Mamis für Mamis erschien zuerst auf LÄCHELN UND WINKEN.

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Anne erzählt https://www.laecheln-und-winken.com/2018/12/01/anne-erzaehlt/ https://www.laecheln-und-winken.com/2018/12/01/anne-erzaehlt/#respond Sat, 01 Dec 2018 13:00:29 +0000 https://www.laecheln-und-winken.com/?p=4562 Meine Schwangerschaft, noch dazu meine erste, verlief nicht so besonders bilderbuchreif. Ich kotzte (und übergeben mit Übelkeit konnte man das echt nicht nennen, nein), also ich kotzte mir sprichwörtlich bis zur 16. Woche die Seele aus dem Leib und nahm erstmal satte 7kg ab. Meine Schwägerin sagte immer so schön „Du bist soooo dünn! Aber […]

Der Beitrag Anne erzählt erschien zuerst auf LÄCHELN UND WINKEN.

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Meine Schwangerschaft, noch dazu meine erste, verlief nicht so besonders bilderbuchreif. Ich kotzte (und übergeben mit Übelkeit konnte man das echt nicht nennen, nein), also ich kotzte mir sprichwörtlich bis zur 16. Woche die Seele aus dem Leib und nahm erstmal satte 7kg ab. Meine Schwägerin sagte immer so schön „Du bist soooo dünn! Aber meine Fresse! Du hast Brüste wie Dolly Buster!“- na immerhin! Man muss die kleinen Sachen feiern!
Aber dann ging es bergauf.

Okay, langsam konnte ich das Wunder in meinem Bauch so richtig genießen und ab der 22. Woche sah man auch, dass da in mir ein kleines Baby heran wächst: mein kleines Knöpfchen.

Bis zur 30. Woche verlief alles super und ich weiß auch noch, wie ich meiner Frauenärztin erzählte, wie gut es mir ginge, bis sie bei der Untersuchung feststellte, dass der Gebärmutterhals extrem verkürzt war: das Thema drohende Frühgeburt stand im Raum. Ich musste direkt zum Spezialisten, der nochmal genau nachmessen sollte. Es gab Entwarnung, ich müsse nicht für die nächsten vier Wochen ins Krankenhaus. Allerdings zuhause strikte Bettruhe, laufen nur bis zur Toilette und zurück- Minimum 4 Wochen.
Zwei Wochen vegetierte ich also schon zwischen heimischer Couch und Bett, als mich an einem Abend im Oktober 2017 „starke Rückenschmerzen“ heimsuchten. „Wie soll ich nur eine Geburt überstehen und Wehen aushalten, wenn mich schon die Rückenschmerzen so fertig machen?!“, jammerte ich meinen Freund voll. (Bitte merken)
Man, die quälten mich und ich lag teilweise heulend auf dem Sofa, weil ich dachte, ich hätte mir einen Nerv eingeklemmt. (Hahaha, einen Nerv! Wie naiv ich war!) Die ganze Nacht wälzte ich mich hin und her. Früh, gegen 5:30 Uhr ging ich in die Wanne, um etwas zu entspannen. Dort wurden meine Schmerzen noch viel schlimmer und plötzlich fiel mir auf: da stimmt ‘was nicht! Ich weckte meinen Freund und wir fuhren direkt
ins Krankenhaus. Dort kam ich aufgrund meiner Vordiagnose im Wartebereich direkt an‘s ctg. „Der Rückenschmerz“ schoss beim Ctg Schreiben direkt auf eine satte 100 und ich sah, dass riesige Wehen im fünf Minuten Abstand gezeichnet wurden. Erst da realisierte ich, was Sache war! Mein Herz raste, mir war übel. Das durfte nicht sein! Nicht in der 32. SSW. Das Knöpfchen ist doch noch viel zu klein, viel zu leicht. Gebärmutterhals war kaum noch messbar und es gab eine Trichterbildung. Das Köpfchen steckte schon tief im Geburtskanal. Ich bekam sofort die erste Lungenreife gespritzt, Wehenhemmer und Magnesium hoch dosiert. Mein Bett wurde so gestellt, dass die Füße höher lagen, als mein Kopf … Es dauerte ein paar Tage, bis die Wehen sich legten. „Du merkst schon, was Wehen sind, wenn sie da sind.“, sagten mir Freundinnen und Bekannte. Ehrlich? Ich hab es nicht gemerkt. Es zog nichts im Bauch, nur im Rücken. Aber jetzt weiß ich es.
Bis 34+0 musste ich nun im Krankenhaus bleiben und wurde mit den Worten entlassen „Vielleicht schon bis morgen, ihr Körper hat alles auf Geburt gestellt!“
Oha, dachte ich mir. Und hatte trotzdem noch große Angst.

Meine Frauenärztin motivierte mich: „Bis zur 37. Woche versuchen wir es noch zu schaffen! Dann haben wir kein Frühchen mehr und der Floh kann noch wachsen! Er wird klein und zart sein, aber das ist nicht schlimm. Auf drei Kilo werden wir nicht mehr kommen, aber Sie sind doch auch so zart.“ okay, dachte ich, das haben sie mir im Krankenhaus auch schon gesagt. Hauptsache, er ist gesund. (Ich hatte einen recht kleinen Bauch, weshalb mir immer niemand glauben wollte, dass ich tatsächlich schon zu den Hochschwangeren zählte) Gut, noch 2 1/2 Wochen durchhalten.
Also ruhig machen und schonen. Gar nicht so leicht, während Knöpfchen aktive Partys in meinem Bauch feierte.

Tja, was soll ich sagen? In SSW 38+4 wurde bei meiner Frauenärztin das CTG abgebrochen, da ich zwar unregelmäßige, aber heftige Wehen (laut Aufzeichnung) haben musste. Ich merkte sie leicht. Die Untersuchung ergab: Muttermund offen bei 2 Zentimetern. Ich solle erst in‘s Krankenhaus fahren, wenn ich mich unwohl fühlte. Okay. Es war Vormittag. Nachmittag verlor ich den Schleimpfopf (die Aufregung und Vorfreude stieg!) und am Abend bekam ich Blutungen. Aufgrund der Blutungen fuhren wir am Abend des 4. Dezembers (bitte merken!) ins Krankenhaus. Ich wurde aufgenommen, wir sollten laufen. Muttermund blieb bei 2 Zentimetern. Ab ins Zimmer, mein Freund wurde Nachhause geschickt. Dieses Prozedere zog sich bis zum 7. Dezember! Ich lief und lief durch’s Krankenhaus, jeden Tag war der Kreißsaal voll, deswegen wurde bei mir nicht nachgeholfen, sodass ich (haltet euch fest) am Mittag des 7. Dezembers wieder Nachhause geschickt wurde… (super, war ich angefressen und mein Freund erst). Ich wusste gar nichts mehr. Ich war müde, ich war sauer, ich war traurig, ich war enttäuscht. Ich war alles und noch mehr.

Ich sag euch, in den nächsten Tagen war unsere Bude so sauber, wie noch nie! Ich putzte täglich, saugte, wischte und putzte sogar Fenster (im Dezember!!!), um die Geburt auszulösen. Knöpfchen dachte sich „Drauf geschissen Mama! Vor 8-10 Wochen wollte ich kommen und durfte nicht: ich mach jetzt gar nichts mehr!“. Wer sollte es ihm auch verübeln?!

Gut, am 10. Dezember wollte ich abends gern nochmal auf unseren kleinen Weihnachtsmarkt, ich hatte tierischen Appetit auf schokolasierte Erdbeeren. 14:30 Uhr beschlossen wir, uns nochmal für ein kleines Schläfchen hinzulegen. Punkt 15:00 Uhr, ich war gerade kurz vorm weg nicken, vernahm ich einen Knall, ein lautes Plopp und ich sprang erschrocken vom Sofa auf. Wie ich stand, lief mir auch schon wahnsinnig viel Wasser die Beine entlang und ich sagte „Die Blase ist gesprungen, es geht los!“ Mein Freund-völlig aufgeregt und noch etwas verwirrt- fragte, ob er noch schnell duschen könnte, er könne nicht wie ein Assi in den Kreißsaal. Er duschte, ich packte noch meine Waschtasche fertig ein und es ging los. Auf dem Weg bekam ich schon heftige Wehen und sagte nur „Also jetzt können sie mich nicht mehr Nachhause schicken!“
16:10 Uhr waren wir im Kreißsaal. 16:35 Uhr fertig mit dem CTG, was laut Hebamme „sehr gut“ aussah! Chacka!
Muttermundkontrolle 16:40 Uhr: immer noch bei 2 Zentimetern!!! Das darf doch wohl nicht wahr sein!!!! Ich sollte trotzdem schon in einen der Kreißsaalräume. Ich hatte wirklich heftige Wehen, die wie eine Welle kamen und gingen. Ich konnte sie erstaunlich gut veratmen und zwischendurch immer wieder Kraft sammeln. Ich wollte nur eines: nach dieser chaotischen Schwangerschaft endlich mein Baby im Arm halten, das trieb mich an. 17:30 Uhr erneute Kontrolle: Muttermund bei 10 Zentimetern, komplett geöffnet. Es kann los gehen. „Mädchen, das hast du gut gemacht! Super gearbeitet und das in ner Dreiviertelstunde!“ sagte die Hebamme. Sie war mir sofort sympathisch, meinem Freund übrigens auch.

Die Presswehen kamen und ich setzte meine ganze Kraft in sie. Sie waren wieder wellenartig und ich schaffte, jede einzelne mitzunehmen und alles zu geben. Meine Hebamme übernahm nun den Posten einer jubelnden Kommentatorin. Um das Pressen zu erleichtern, sollte ich meinen Kopf heben und das Kinn in Richtung Brust drücken. Aus irgendwelchen Gründen entschied sich aber mein Unterbewusstsein lieber dafür, mein Gesicht seitlich ins Kissen zu vergraben. „Und nun der Papa!!! Nimm den Kopf und drücke ihn nach vorne!“ brüllte es euphorisch aus ihr heraus. (Mein Freund beschreibt sie heute noch mit den Worten „Die hätte aufm Fußballplatz anfangen können!)
Eine sehr nette Oberärztin betrat den Raum und feuerte nun mit aller Kraft mit an. Ich fühlte mich wirklich gut aufgehoben und mein Freund war mir auch eine riesengroße Unterstützung.
… Und dann war es so weit: am 10.12.2017 um 19:40 Uhr hörte ich den ersten kräftigen Schrei von unserem Knöpfchen. Er wurde mir direkt auf die Brust gelegt. Unser kleiner Junge war endlich da. Wir brachen vor Freude in Tränen aus.
Er war perfekt. Nun waren wir endlich eine Familie und ich kann wirklich behaupten, eine tolle Geburt erlebt zu haben.

Übrigens zum Thema klein und leicht. Der Räuber wog 3410 Gramm und war 50 Zentimeter groß. Er war keine Frühgeburt und kam gegen aller Erwartungen und Prognosen in SSW 39+4 mit einem ganz normalen Gewicht zur Welt.
Wir haben es allen gezeigt, Knöpfchen hat es allein gezeigt und diesen starken Willen merke ich mit seinen 9 1/2 Monaten nun immer mehr. :-)

Mamis, habt keine Angst vor der Geburt. Sie kann wirklich wunderschön werden.

Diesen spannenden Geburtsbericht hat Anne geschrieben. :)

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Krümel-Chroniken: 26. (Lebens-)Monat https://www.laecheln-und-winken.com/2018/11/26/kruemel-chroniken-26-lebens-monat/ https://www.laecheln-und-winken.com/2018/11/26/kruemel-chroniken-26-lebens-monat/#comments Mon, 26 Nov 2018 12:00:29 +0000 https://www.laecheln-und-winken.com/?p=4813 Das Krümelchen ist wohlbehalten in der Trotzphase angekommen. Es ist herrlich. Naja, nicht so ganz, aber ich sitze ja nicht zum ersten Mal in diesem Mutti-Boot. ;) Dennoch muss ich gestehen, dass es so ein klitzekleines bisschen nervt, wenn JEMAND den lieben langen Tag motzt und nörgelt oder auch gleich direkt laut schreit, nur weil […]

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Das Krümelchen ist wohlbehalten in der Trotzphase angekommen. Es ist herrlich. Naja, nicht so ganz, aber ich sitze ja nicht zum ersten Mal in diesem Mutti-Boot. ;) Dennoch muss ich gestehen, dass es so ein klitzekleines bisschen nervt, wenn JEMAND den lieben langen Tag motzt und nörgelt oder auch gleich direkt laut schreit, nur weil ich ihm den falschen Keks gereicht habe. Aber hey, auch diese Phase geht vorbei … so in zwei Jahren!!!! :D

Du hast keine Lust oder Zeit, zu lesen? Dann scrolle einfach bis zum Ende des Textes runter und hör dir den PODCAST an!  

BABY-STATUS:

Körperchen: 13,2 Kilo sagt meine medium-zuverlässige Waage über das Körpergewicht des Krümelchens. Und was die Länge angeht: Er kommt jetzt mit den Füßen unten an die Fußstütze vom Buggy ran! :D Hach, naja, als Mutter hat man ja immer so seine sehr eigenen Wege, wie man feststellt, dass der Nachwuchs mal wieder einen Schuss gemacht hat. Die Klamotten in 92 passen aber noch, daher denke ich, der Wachstumsschub hielt sich eigentlich noch in Grenzen. Möglicherweise müssen jetzt auch erst endlich mal die letzten Backenzähne „an die Luft gesetzt werden“. An denen arbeitet das Söhnchen gefühlt bereits ewig und sabbert dank dieser fiesen Mund-Genossen aktuell wieder wie ein Baby. Raus jetzt mit euch!
Können/Verhalten: Was der kleine Mann wirklich kann, ist Quatschen. Eine Freundin fragte mich vor wenigen Tagen, ob ich dem Kind ein Update draufgeladen hätte … es würde ja plötzlich quasseln wie ein Wasserfall. Ich musste echt lachen, weil sie so Recht hatte. Die Sprachentwicklung macht hier zum Teil so große Sprünge, dass ich es selbst kaum glauben kann. Oder der Mann! Er sieht den Kleinen ja eigentlich nur am Wochenende länger, weil er in der Woche so viel arbeitet, so dass er dann meist völlig verdattert schaut, wenn sein BABY auf einmal mit ganzen, langen Sätzen um die Ecke kommt.
Gleichzeitig scheint das Männlein immer mehr Freude an der Feinmotorik zu entwickeln. Sein Interesse daran, Kleingeld in eine Spardose zu werfen, verschiedene Verschlüsse auf- und zuzumachen oder „verschluckbare“ Kleinteile der Schwester zu sortieren, wächst. Beindruckend daran finde ich vor allem, mit welcher Geduld das Kind sich neuen Aufgaben widmet. Denn leider muss ich da ja zugeben: Das hat er nicht von mir. :D
Schlaf-Elend: Ebenfalls LEIDER kann ich beim Thema Schlafen kaum über eine Verbesserung sprechen. Eher das Gegenteil. Ich durfte nämlich feststellen, dass das Krümelchen jegliche Neuerung oder Besonderheit am Tag irre taff wegsteckt, um sie dann nachts anhand von ständigem Wachwerden und Stillen zu verarbeiten. So zum Beispiel, als ich mir meinen ersten komplett kinderfreien Nachmittag gegönnt habe. „Der Krümel hat null geweint“, erzählte mein Mann stolz, als ich abends heimkam. Und dann folgte eine Horror-Nacht wie aus dem Bilderbuch, in der mein Kind wie ein Kaugummi an mir klebte und sich all die Nähe wieder reinholte, die ich fiese Mami ihm tagsüber verwehrt hatte. ;) Ach, naja, was soll’s. Ich weiß ja, wie schnell sie groß werden … und irgendwann brauchen sie mich nicht mehr SO. Also trage ich es mit müder Fassung.  

MAMA-STATUS:

Körper: Mich hat’s richtig umgehauen. Sonntagsmorgens wurde ich wach und dachte: Huch, da bin ich aber ja mal noch dolle müde … mehr als sonst sogar! Doch ich maß dem erst einmal keine große Bedeutung bei. Dann setzten Gliederschmerzen ein, die sich echt gewaschen hatten und wurden kurze Zeit später von hohem Fieber gekrönt. Ich bin gar nicht sicher, ob das schon mal passiert ist, seit ich Mama bin, aber ich musste tatsächlich am helllichten Tag ins Bett gehen. Grippe. Dem Mann und mir ging gleichermaßen die Muffe, dass es mich jetzt tagelang dahinraffen würde, was in unserem Fall echt mega mies wäre, weil wir keine Hilfe hätten und er nur sehr schlecht NICHT ins Büro gehen kann. Die Nacht war die Hölle und am Frühstückstisch hätte ich beinahe einen Kreislaufkollaps erlitten. Doch dann … wurde es plötzlich wieder besser. Es war total krass … ich hatte sowas von Schwein. Es folgten zwar noch ein paar Tage mit Halsschmerzen und ein wenig Schwäche, aber dann war der Spuk vorbei. Manchmal hat die Natur offenbar doch Erbarmen mit Mamis und gibt ihnen ein ultra-hartes Immunsystem. :D
Und sonst so: Ich versuche mich an den Gedanken zu gewöhnen, dass bald Weihnachten ist und sich das Jahr dann kurze Zeit später dem Ende zuneigt. Es fällt mir allerdings schwer. Der Sommer war ja nun mega lang und im Prinzip auch erst vor ein paar Wochen vorbei. Ich hab da gerade echt Schwierigkeiten, mich und die Kinder umzustellen … von sehr viel draußen sein, auf früh Heim gehen, weil es plötzlich dunkel und scheiß-kalt ist. Aber da im Prinzip direkt vor unser Haustür gerade die Weihnachtsmärkte wie Unkraut aus dem Boden schießen, wird es wohl auch bald bei mir richtig ankommen: der Sommer ist wirklich vorbei und Mutti sollte sich mal langsam ans Geschenke-kaufen machen!!! ;)
 

Würde ich diesen Einträgen in den Krümel-Chroniken noch zusätzliche Titel geben, hieße dieser hier: „Willkommen in der Trotzphase – wir sind jetzt voll dabei!“ :D Der kleine Floh zeigt mittlerweile mehrfach am Tag, dass er nicht gaaaaanz so pflegeleicht ist, wie die Mama immer denkt und das er auch einen Dickkopf haben kann … genauso, wie alle anderen in der Familie. Zugegeben: Alles andere wäre schon sehr überraschend gewesen, aber dennoch habe ich mich in den letzten Monaten ja durchaus dazu hinreißen zu lassen, recht naiv eine eher abgespeckte Version der Trotzphase von meinem Zweitgeborenen zu erwarten. Nun denn … man kann sich ja mal irren. :D
Mein bisher liebster Sohnemann-Tag dieser nervenaufreibenden Zeit ist ganz klar jener, an dem er sich schon morgens dafür entschied, dass es absolut LEBENSNOTWENDIG sei, die Kaffeemaschine zu bekommen. Keine Spielzeug-Version, sondern die echte, die große, die Maschine halt, die dafür sorgt, dass Mama nicht stehend an der Wand einpennt, sondern zumindest auf alle Basis-Funktionen des Körpers im Wachzustand zugreifen kann. Entsprechend lautete meine Antwort auf seine Bitte, das Gerät ausgehändigt zu bekommen: Nein. Leider kam das nicht so gut an. Das Krümelchen brach schon vor MEINEM ersten Kaffee heulend auf dem Küchenboden zusammen, strampelte, brüllte und schimpfte über die Mama. So gut es ihm möglich war. Und er hielt an der Idee und seinem Reaktionsprinzip auf mein schrecklich verbohrtes und spaßbremsendes Verhalten fest … zwei Tage lang. Jedes mal, wenn ich die Küche betrat und er mir folgte, fiel sein Blick auf die Kaffeemaschine und er begann zu zetern wie ein Rohrspatz und weinte herzerweichend. Es war FANTASTISCH! Nicht!!!

Aber auch andere „Gemeinheiten des Lebens“ lösen aktuell – und wie ich ja weiß, von nun an ja JAHRELANG – den Unmut des Krümelchens aus. Zum Beispiel, wenn ich ihm HELFEN möchte … oder es nicht tue. Wenn die Schwester ihn PLÖTZLICH in den Arm nimmt … oder ein anderes Kind kuschelt! (Geht ja mal gar nicht! ;) ) Wenn ich die Buchseite umblättere … oder es nicht mache. Ja, es ist ein Träumchen. Und ich habe diese Phase null vermisst! :D
Dennoch macht mich die Trotzerei des Krümels bei Weitem nicht so fertig, wie die der Tochter damals. Zum einen, weil die Mausemaus mich wirklich höchst umfassend ausgebildet und meine Nerven dadurch förmlich mit Teflon ummantelt hat, und zum anderen, weil der kleine Mann im Gegensatz zu seiner Schwester nie hängenbleibt in seiner Wut und Frustration. Finde ich heraus, WAS er gerade möchte, helfe ihm so, wie ER es braucht oder aber lenke ihn schlicht mit etwas anderem ab, hört er augenblicklich auf zu brüllen, sagt „Ok“ und zieht wieder seiner Wege. DAS ist sowas von krass, dass ich ihn jedes Mal anschaue, als wäre er vom Mars. Aber ist natürlich voll super, deshalb möchte ich nicht daran rütteln oder es groß hinterfragen. :D

Witziger Weise ist die Mausemaus recht empfindlich, wenn es um Trotzattacken des Bruders geht, obwohl sie doch sogar heute noch viel höhere Wellen schlagen kann. Dennoch kommt sie oft weinend angerannt, wenn der Krümel sie schrill angeschrien hat, um ihr klarzumachen, dass er ihr sein Spielzeug nun nicht mehr einfach gibt, so wie es noch bis vor kurzem immer war. Ein bisschen hilft es ihr, dass sie ihn dann Rumpelstilzchen nennen darf … so betiteln wir derlei Ausbrüche bereits seit längerem und ich mag es lieber, als aus ihrem Mund zu hören, dass er gerade mal wieder seiner Autonomie-Phase frönt ;) . „Boah, Mama, Karl ist so ein Rumpelstilzchen!“ ruft sie stattdessen und ich muss unweigerlich grinsen. Irgendwie lassen sich die Zickereien so leichter ertragen. :D

Von dem Thema mal abgesehen, beschäftigt mich nur eines aktuell noch stark: die Mittagsschlaf-Situation. Ich hatte ja den cleveren Plan, die Zeitumstellung dazu zu nutzen, des Krümels Mittagsschlaf-Startzeit von 13:00 auf 12:00 Uhr vorzuziehen, um nicht mehr so derbe in Stress zu geraten, wenn er zwei Stunden pennt, ich aber nun mal irgendwann zur Kita muss. Tja, was soll ich sagen: DAT WAR WOHL NIX! Wie das so ist bei Kindern, drehen die immer ihr eigenes Ding … erst recht, wenn Mutti sich dazu herabgelassen hat, Pläne zu schmieden UND auch noch darüber zu reden! Was hab ich überall betont … vorher … wie sehr ich mich diesmal auf die Zeitumstellung freue, weil sie mir voll in die Hände spielen und definitiv ein Problem LÖSEN, anstatt verursachen würde. Das hätte ich mir besser mal gespart! :D Denn der Krümel pennt nach wie vor erst um 13 Uhr ein und knackt dann fröhlich bis nach 15 Uhr, so dass ich jeden Tag zur Kita rennen muss. Wecken funktioniert hier leider unterirdisch mies und hat einen echt finster gelauntes Kind zur Folge. Und als wäre das nicht genug „NERV“, liegt die abendliche Schlafenszeit natürlich ebenfalls weiterhin bei nach 21 Uhr oder später, während die Tochter bereits um kurz nach acht selig ins Traumland hinüberdriftet. MANNOOOOOO!

Ach, naja, was soll’s. Wer braucht schon freie Abende und Zeit für sich, wo Kinder einem doch gerade in der Trotzphase soooo viel zurückgeben. Irgendwann lache ich darüber. IRGENDWANN! ;) :D

▼ Jetzt den PODCAST anhören!  ▼

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Lisa S. erzählt https://www.laecheln-und-winken.com/2018/11/25/lisa-s-erzaehlt/ https://www.laecheln-und-winken.com/2018/11/25/lisa-s-erzaehlt/#respond Sun, 25 Nov 2018 12:00:03 +0000 https://www.laecheln-und-winken.com/?p=4558 21.01.2018, es war ein ganz normaler Sonntag bei meinem Mann und mir…. bis ich abends nur auf die Toilette wollte… Kurz vor Mitternacht der große Schock. Überall Blut! Durch die ruhige Art meines Mannes blieb auch ich ruhig. Der Krankenwagen kam, ab ins Krankenhaus. Die Oberärztin hoffte auf “nur” einen Blasensprung. Wie sich 4 Stunden […]

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21.01.2018, es war ein ganz normaler Sonntag bei meinem Mann und mir…. bis ich abends nur auf die Toilette wollte…
Kurz vor Mitternacht der große Schock. Überall Blut!
Durch die ruhige Art meines Mannes blieb auch ich ruhig.
Der Krankenwagen kam, ab ins Krankenhaus.
Die Oberärztin hoffte auf “nur” einen Blasensprung.
Wie sich 4 Stunden später raus stellte war es kein Blasensprung sondern meine Plazenta hat sich abgelöst.
5.30 Uhr großes Andrang, Hebamme, Schwestern zogen mich um und ab in den OP.
Wie unser Baby wird geholt?
Ich bin doch gerade mal in der 29. Woche…
Vom OP Tisch aus rief ich meinem Mann an um ihn zu sagen, er soll umgehend ins Krankenhaus fahren.
Kurz vor der Narkose hat ich 3 Sekunden den Gedanken ” was wäre wenn…”

Unter einer bekannte Stimme und sanften Berührungen bin ich wach geworden. Unsere Tochter Leni ist da.
39cm groß und 1130 Gramm schwer.

9 Wochen voller Hoffen und Bangen,
Freude und Glück und eine nie endende Liebe .
Am Tag der Geburt, durfte ich spät abends endlich meine Tochter sehen.
Soviele Schläuche,  fremde Geräusche der zig Monitore und mitten drin im Inkubator die kleine Maus.
Kaum zu erkennen durch die Beatmungsmaske.
Die ersten Tage verlor sie an Gewicht, sodass sie gerade mal noch 1030 Gramm wog…

Leni zeigte, dass sie eine Kämpferin ist,  dass sie Leben möchte.
Es verging kein Tag an dem wir nicht bei ihr im Krankenhaus waren.

Und endlich kam der Tag, der 23.3.18 der Tag der Entlassung mit 2335 Gramm.
Die Freude war riesen groß.
Wir hatten unsere Maus endlich für immer bei uns.

Und heute?
Leni ist 8 Monate, verzaubert uns jeden Tag mit ihrem Lächeln und ihrer Liebe und stolze 8,5kg schwer.

Ich habe mir geschworen nie nach zu lesen was durch eine Plazenta Ablösung passieren kann.
Das unser beiden Leben auf der Kippe stand, ist für mich bis heute noch schwer zu verdauen.

Ich bin dankbar für meinen Mann, dass er jede einzelne Sekunde für mich da war und nie den Kopf in den Sand gesteckt hat.
Seit 7 Jahren sind wir zusammen und seit über einem Jahr verheiratet.

Uns hat vorher nix trennen können und jetzt erst recht nicht.

Ich bin stolz auf meine Familie und liebe sie über alles auf der Welt.

Diesen schönen Geburtsbericht hat Lisa geschrieben. :) 

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Mama mit Depression und Burnout – ein Interview https://www.laecheln-und-winken.com/2018/11/19/mama-mit-depression-und-burnout-ein-interview/ https://www.laecheln-und-winken.com/2018/11/19/mama-mit-depression-und-burnout-ein-interview/#comments Mon, 19 Nov 2018 12:00:05 +0000 https://www.laecheln-und-winken.com/?p=4786 Es ist immer so wahnsinnig positiv gemeint, wenn wir sagen, dass (wir) Mütter Superhelden sind, weil es so wichtig ist, dass wir selbst erkennen – gerade heutzutage – welch fantastische Leistung wir jeden Tag erbringen … für unsere Kinder, für unsere Familie und meist auch noch im Job. So ein bisschen (Eigen-)Lob tut da ganz […]

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Es ist immer so wahnsinnig positiv gemeint, wenn wir sagen, dass (wir) Mütter Superhelden sind, weil es so wichtig ist, dass wir selbst erkennen – gerade heutzutage – welch fantastische Leistung wir jeden Tag erbringen … für unsere Kinder, für unsere Familie und meist auch noch im Job. So ein bisschen (Eigen-)Lob tut da ganz gut und wir sollten es uns viel öfter gönnen. Allerdings hat selbst das seine Schattenseiten. Denn dieser Titel „Superheld“ ist auch ein Spiegel der enormen Erwartungshaltung uns gegenüber. Mütter schaffen alles. Immer. Wir fallen nie um. Dazu haben wir gar keine Zeit! Richtig? Aber was ist, wenn es doch mal vorbei ist mit der Power. Und der Druck auf den Schultern zu groß wird, um weiterhin aufrecht stehen zu können. Was dann?

Stephi ist eine ganz normale Mama, mit einem ganz normalen Leben und ganz normalen Sorgen. Eigentlich. Uneigentlich ist da aber mehr. Denn Stephi leidet akut unter einer Depression mit Burnout. Die Symptome sind – wie bei vielen psychischen Erkrankungen – vielfältig und sehr individuell. „Ich bin damit nicht allein und dennoch stoße ich auf so wahnsinnig viel Unverständnis, weil Mütter so etwas angeblich nicht kriegen! Wovon denn auch, heißt es immer … was machst du denn schon groß!?“ schrieb sie mir und wir entschieden gemeinsam, dass wir in einem Interview einfach einmal ein paar Fragen beantworten wollten, die viele vielleicht gern stellen würden; um besser zu verstehen, wie eine Depression und/oder ein Burnout bei einer Mama entstehen kann, wie eine solche Krankheit das Leben beeinflusst und wie man sie anpacken kann.

Eine ganz normale, starke Mama.

Stephi ist 30 Jahre alt, verheiratet und hat eine 2-jährige Tochter. Die kleine Maus geht in die Kita, während Papa und Mama arbeiten – er in Vollzeit, sie laut Teilzeit-Arbeitsvertrag für 20 Stunden die Woche (im Schichtsystem). Meist bleibt sie aber aufgrund von Personalmangel länger und pendelt zudem noch beinahe 2 Stunden pro Tag. Natürlich hat sie außerdem einen Haushalt zu führen, der aber manchmal – obwohl es sie dann nervt – liegen bleiben muss, weil Stephi lieber mit ihrem Kind spielen möchte. Richtig so! Klingt erst einmal alles gut, ganz NORMAL halt … wie bei allen anderen auch. Doch Stephi fühlt sich ausgebrannt. Seit vielen Monaten schon. Sie kann sich nicht mehr richtig freuen, über nichts, und oft – wenn sie Zeit für sich oder eben den vermaledeiten Haushalt hätte – kann sie nicht aufstehen. Sie kann sich einfach nicht bewegen, nicht anfangen, nicht loslegen. Dabei wird DAS doch erwartet. Mütter sind schließlich Maschinen, die alles schaffen, niemals stillstehen und Energiereserven bis zum Mond haben. Falsch. Manchmal sind alle Reserven aufgebraucht und nichts geht mehr. Es passiert oft schleichend. So, dass man sich der Tragweite vielleicht lange nicht bewusst ist. So war es auch bei Stephi. Sie dachte monatelang, sie bekommt allein die Kurve. Weil sie niemand ernst nahm und sie selbst es deshalb auch nicht tat. Dabei wusste sie es aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen mit einer Depression vor 10 Jahren eigentlich besser. Trotzdem zog sie erst vor wenigen Wochen die Reißleine. Wie, warum und was nun folgt, erzählt sie sehr mutig und offen im Interview, weil sie gerne mehr Bewusstsein schaffen möchte für Krankheiten – Depression und Burnout –, die viel mehr Mütter betreffen, als wir glauben wollen … und die für die Betroffenen noch schlimmer zu ertragen sind, wenn sie niemand versteht und alle sie nur als Jammerlappen abstempeln.

Ein Interview von Herzen. 

Anke: Liebe Stephi, leider ist folgende Frage in unserer Gesellschaft längst zu einer Floskel zusammengeschrumpft, auf die nur die wenigsten tatsächliche eine ehrliche Antwort erwarten, aber ich möchte dennoch genau damit einsteigen: Wie geht es dir?

Stephi: Eine Frage die normalerweise schnell beantwortet ist. Bei mir löst sie, wie so ziemlich alles, Druck aus. Innerhalb von ein paar Sekunden muss man abschätzen: Bin ich ehrlich und öffne mich, oder ist einfach „gut“ die bessere Wahl? Aber hier möchte ich jetzt ehrlich sein und dann wäre die Antwort: Nicht gut.

Anke: Wie reagieren die Menschen, wenn du so ehrlich antwortest?

Stephi: Erst einmal muss ich dazu sagen, dass es mir oft leichter fällt, mich fremden Personen anzuvertrauen. Also nicht wildfremden, aber Menschen, mit denen ich nicht so viel Kontakt habe. Da bricht es manchmal aus mir heraus, und ob sie wollen oder nicht, erzähle ich dann einfach die Wahrheit. Wie müde und K.O. ich bin, dass es sehr viel ist mit der Organisation von Kind, Haushalt und Arbeit und dass es an den Nerven zerrt.

Bei meinem Mann musste ich leider mit der Tür ins Haus fallen. Ich habe im Laufe des letzten Jahres schon öfter gesagt, dass ich nicht mehr kann, nicht weiß, wo mir der Kopf steht und ich die ganze Organisation kräftezehrend finde und seine Unterstützung gebrauchen könnte. Das soll nicht heißen, dass mein Mann nichts macht, aber so richtig den Ernst der Lage hat er nicht mitbekommen. Ich musste, wie gesagt, erst einmal den großen Knall loslassen. Das geschah erst vor kurzem. Seitdem arbeiten wir gemeinsam an einer Lösung.

Familie und Freunde möchten am liebsten sofort helfen. Das ist auch toll, aber ein schmaler Grad – zu viel auf einmal hilft mir leider auch eher weniger. Manchmal reicht es, zuzuhören und da sein. Zuviel kann eher auch Druck aufbauen und ich reagiere darauf mit Rückzug. Und manchmal reicht wirklich nur ein ganz kleines bisschen davon.

Anke: Was lösen diese Reaktionen in dir aus … wenn deine Probleme nicht ernstgenommen werden, obwohl du versuchst, dich zu öffnen?

Stephi: Außenstehende reagieren oft sogar mit Verständnis oder geben sogar zu, sich ähnlich zu fühlen. Oder zumindest das Gefühl nachvollziehen zu können. Denn ich glaube auch, dass jede Mama sich mal überfordert fühlt. Oder nah an der Grenze ist.

Mein Arzt z.B. hat mir ehrlich gesagt, dass er mich so gar nicht eingeschätzt hat, da ich ihm immer sehr taff und stark vorkam. Leider kann ich diese Fassade – denn nichts weiter ist es leider – nicht länger aufrecht erhalten. Das kostet auch Kraft und die habe ich nicht mehr.

Bei meinem Mann, der das die ersten Male noch nicht so ernst genommen hat, bin ich auf die Barrikaden gegangen und habe dann auch nicht mehr versucht, mich im Ruhigen zu öffnen. Ich habe mich unverstanden gefühlt und vor allem meine Leistung nicht genug beachtet. Bis dann der Knall kam und ich alles rausgelassen habe. Sicher nicht der beste Weg, aber immerhin effektiv. Denn die Botschaft kam endlich an.

Wenn andere nicht nachvollziehen können, warum ich mich so fühle, habe ich leider so oft das Bedürfnis, mich zu rechtfertigen. Dann gehe ich in Abwehrhaltung und verteidige meinen Standpunkt. Dabei ist es eigentlich bei solchen Menschen absolute Zeitverschwendung. Warum muss ich mich rechtfertigen? Und das allgemein beliebte Argument: „Anderen geht es noch schlechter als dir!“ hilft da übrigens auch nicht. Ich bin nicht blöd, ich weiß das. Aber ich kann ja auch nichts für meine Gefühle und meine Zumutbarkeitsgrenze.

Mittlerweile versuche ich diese Menschen auszublenden und ihnen keinen Raum mehr zu geben. Sie haben ihn 1. nicht verdient und 2. kostet es wieder Kraft, die ich weder habe, noch dafür aufbrauchen sollte. 

Anke: Wann wusstest du, dass es mehr ist, als „nur“ eine schlechte Phase und das du echte Hilfe benötigst?

Stephi: Hm, also auf die Frage kann ich kein genaues Datum etc. sagen. Es ist ein schleichender Prozess. Wenn ich so in der Zeit zurückdenke, vermute ich den Auslöser in einer schweren, nicht auskurierten Grippe am Anfang des Jahres. Wir waren alle krank. Aber Haushalt etc. musste ja weiter laufen (zumindest Essen gekocht, ein bisschen Wäsche gewaschen und das nötigste sauber gehalten werden). Knapp sechs Wochen lang kämpften wir abwechselnd mit Fieber und Schüttelfrost. Und danach? Keine Zeit zum Auskurieren. Ich bin wieder arbeiten gegangen, noch ziemlich angeschlagen, aber lang genug krankgeschrieben. Aus Angst den Job zu verlieren, habe ich mich dann zusammengerissen.

Bis Mitte des Jahres konnte ich meine Leistung nicht so wirklich abrufen. Ich war langsam und unkonzentriert. Meine Kollegen waren wenig verständnisvoll und machten Druck. Ich muss schneller arbeiten etc.! Ich fühlte mich unwohl.

Dann brach uns (zusätzlich) Anfang des Jahres meine Mutter als Kinderbetreuung weg. Wir mussten also so schnell wie möglich unsere Tochter bei einer Tagesmutter o. Ä. unterbringen. Wir hatten Glück und fanden eine Tageseinrichtung. Der nächste Urlaub ging also für die Eingewöhnung drauf – irgendwie war keine Zeit zum Ausruhen. Aber leider auch nicht um das Kind – und uns – langsam an die Fremdbetreuung zu gewöhnen. Es gab Tränen auf beiden Seiten und mehr und mehr schlechtes Gewissen bei mir. Ich fühlte mich schlecht, weil ich sie so früh hergeben musste.

Wir pendelten uns langsam ein. Es gab Aufschwung, auch im Job. Es lief besser und ich dachte: Endlich ist diese stressige Zeit vorbei.
Dann kam die für uns sehr harte Entscheidung: Bleibt sie in der ihr bekannten Betreuung oder geht sie jetzt in den großen Kindergarten. Nach langem hin und her, haben wir uns für den Kindergarten entschieden.
Wieder ging der Urlaub für die Eingewöhnung drauf. Diesmal zum Glück mit weniger Tränen.
Aber irgendwie wollte sich kein Alltag einstellen. Das war im September/Oktober diesen Jahres.

Der Maus geht es in dem Kindergarten wirklich gut und sie freut sich jeden Morgen hinzugehen. Mir hingegen fällt seitdem das Aufstehen schwer. Jeden Morgen. Und ich denke, ab da wurde mir unterbewusst klar, dass es so nicht geht. Dass etwas nicht stimmt. Und bis jetzt habe ich das Gefühl beiseite geschoben.

Hinzu kommt, dass sich direkt nach der Schwangerschaft meine Depression wieder ihren Weg in meinem Kopf gebahnt hat. Zwei Jahre habe ich versucht, sie selbst zu bekämpfen. Ich hatte mir ja im Vorfeld schon Strategien festgelegt, um mit der Krankheit umzugehen, sollte sie wieder aktiv werden. Allerdings hatte ich noch kein Kind, als ich diese Strategien entwickelte. Jetzt ist aber eines da und das ist das Beste, was mir je passiert ist! Aber … meine Strategien funktionierten so nicht. So hat mich dazu auch mein innerer Dementor (ich hoffe alle kennen die Harry Potter Geschichten ;)) gepackt und mir zusätzlich Kraft geraubt. Das wurde mir bewusst, als ich mich nicht mehr richtig für bzw. mit meiner Tochter freuen konnte. Dabei ist meine Tochter so ein fröhliches Kind. Und auch da wurde mir bewusst, dass wieder Handlungsbedarf besteht.

Anke: Wie sieht die Hilfe aus, die du dir holst?

Stephi: Zuerst bin ich zu meinem Hausarzt gegangen und habe ihm meine Situation genauestens geschildert. Wichtig ist, sich nicht abweisen oder es herunterspielen zu lassen (er war ja der Meinung, ich sei stark und habe einen durchweg positiven Verlauf lt. seiner Akten). Also hat er mich erst einmal 2 Wochen krankgeschrieben. Mal sehen, inwiefern das reicht. Aktuell befinde ich mich in der zweiten Woche.

 Durch meine depressive Vorgeschichte war ich bereits 2010 in stationärer Behandlung. Die Klinik war nun mein nächster Ansprechpartner. Da ich nun aber Familie habe und damit etwas andere Voraussetzungen als 2010 herrschen, möchte ich erst einmal versuchen, NICHT stationär zu gehen. Ich weiß, dass ich damit auch nicht glücklich würde – so ganz ohne meine Tochter und meinen Mann. Außerdem hilft es mir persönlich nicht, wenn ich mich 3 – 6 Wochen abschotte und dann der Alltag ein völlig anderer ist. Das macht es schwierig wieder zurück zu kommen.

Derzeit versuche ich einen ambulanten Therapieplatz zu bekommen – ich möchte keine Tabletten. Ich denke ich muss reden und evtl. neue Wege aufgezeigt bekommen, mit meiner Depression umzugehen und auch mit dem Gefühl, ausgebrannt zu sein. Außerdem hilft manchmal der Blickwinkel einer neutralen, außenstehenden Person.
Leider dauert es, bis man einen Platz bekommt. Sollte alles zusammenbrechen, was ich nicht hoffe, käme für mich noch die Tagesklinik in Frage.
Man hat quasi einen „Arbeitstag“ mit verschiedenen Therapien, ist dann aber ab nachmittags wieder Zuhause. Welche der beiden Therapien für mich in Frage kommt, muss die Zeit zeigen. Wenn ich es bis Januar noch schaffe, würde ich die ambulante Therapie vorziehen.

Anke: Welche Auswirkungen haben dein Burnout und deine Depression auf deine Familie? Wie geht ihr damit um?

Stephi: Da alles noch sehr frisch ist, stehen wir auch damit noch am Anfang. Durch die Krankschreibung bin ich im Moment schon mal etwas entspannter. Ich habe den Druck nicht: Wie komme ich zur Arbeit (ohne Führerschein auf dem Lande nicht so leicht)? Wie komme ich zurück bzw. werde ich rechtzeitig abgelöst, um meinen Zug/Bus zu bekommen? Mein Mann hilft mir natürlich, fährt mich hin etc., aber eine Frühschicht z.B. ist ein Akt. Morgens um 6 Uhr muss ich anfangen, halb 6 müssen wir los und wenn mein Mann wiederkommt, hat er auch meist nur noch eine Stunde zum Schlafen, bevor für ihn der Tag losgeht. Bis abends 18 Uhr oder auch später.

Bei dem ganzen Job-Stress bleibt oft der Haushalt auf der Strecke. Ich möchte nachmittags auch Zeit mit meiner Tochter haben … spielen, kochen, rausgehen. Aber irgendwann (jede Mama kennt das) stapelt sich alles. Und dann fehlt mir der Antrieb, wenn mal Zeit ist, aufzustehen und zu loszulegen. Für gesunde Menschen ist das vielleicht nicht nachvollziehbar, aber da holt mich die Depression gerne mal ein. Sie „fesselt“ mich dann an Couch oder Bett und ich schaffe es nicht, aufzustehen. Vermutlich ist es da die Mischung aus Burn Out und Depression.

 Mein Mann versucht mich nach Kräften zu unterstützen, aber die sind auch bei ihm begrenzt. Wir machen nun gemeinsam etwas im Haushalt und beseitigen nach und nach alles Liegengebliebene. Dann kann ich mich Zuhause auch schon mal besser entspannen. Und wir versuchen etwas mehr gemeinsame Organisation. Das muss sich einspielen und dazu braucht es Zeit.

Auch der Rest der Familie hat Hilfe angeboten. Aber es fällt mir ehrlich schwer, es anzunehmen. Ich muss mich selbst aus dem Loch ziehen, denn wenn andere die Arbeit für mich machen, kann ich am Ende nicht sagen: ICH habe es geschafft! Und ich weiß, dass ich dieses Gefühl für mich und meinen weiteren Weg brauchen werde.

Anke: Wie lange wird es dauern, bis es dir besser geht mit der richtigen Therapie und Betreuung?

Stephi: Also die Frage kann ich wirklich nicht beantworten. Ein Burnout verläuft ganz individuell. Genauso wie Depressionen. Der erste Schritt zu Besserung ist die Einsicht, dass man Hilfe braucht und sie sich dann auch sucht. Und die Motivation dafür ist jeden Tag eine andere. Im Moment plane ich nicht wochenlang im Voraus, sondern maximal bis zum Ende der Woche. Und jeden Tag hinterfrage ich mich: Wie fühle ich mich heute? Welche Tagesaufgaben kannst du dir stellen, ohne dir selbst Druck zu machen?

Ich führe auch wieder ein Stimmungstagebuch. Wie war der Tag heute? Was hätte besser/schlechter laufen können? Und vor allem: Was war heute positiv?
Letztendlich wird aber nur die Therapie helfen. Wie schnell das dann wirkt (auch im Nachhinein), kann nur die Zeit zeigen. Mein Wille ist noch da. Das muss ich jetzt nutzen. Sonst wird es immer schwerer.

Anke: Was würdest du dir zukünftig von der Gesellschaft wünschen im Hinblick auf ein Burnout und/oder Depressionen bei Müttern?

Stephi: Als erstes würde ich mir bessere und leichter zu findende Anlaufstellen wünschen, an denen geschultes Personal sitzt, das auch in akuten Krisensituationen helfen kann. Das wir Mütter nicht auch noch ewig nach Hilfe suchen müssen. Ich finde es aktuell sehr unübersichtlich. Es gibt Anlaufstellen, ja, aber es kostet Kraft und Zeit diese zu finden – beides haben Mütter, die in der Situation stecken, nun mal nicht.

Und ich wünsche mir deutlich mehr Aufklärung für Mütter und für die Gesellschaft. Zu wissen, dass man nicht allein ist, kann ja schon helfen. Am besten über Kindergärten, Schulen, Hebammen und Frauenarztpraxen. Dort, wo Mütter eben zu finden sind. Jede Mama sollte das Gefühl bekommen, dass es okay ist, auch mal Schwäche zu zeigen, dass der Akku leer sein darf. Sprüche wie: „Früher mussten Frauen noch viel mehr leisten. Die Männer haben im Haushalt auch nichts gemacht!“ etc. helfen niemandem! Außer sich noch schlechter zu fühlen.

Früher gab es auch kein Internet, welches dir sagt: „Egal, wie du dein Kind behandelst, es ist falsch!“ Da haben dir vielleicht deine Mutter und Großmutter mit reingeredet, aber nicht ALLES und JEDER. Es scheint ja Mode zu sein, sich überall einzumischen. Warum wird dann nicht geholfen? Im Internet werden wir Mütter zerfleischt – von anderen Müttern! Und wenn man am Ende seiner Kraft ist, dann ist man für so etwas leider sehr empfänglich. Es geht einem Nahe. Man fühlt sich noch schlechter. Und ich glaube, es fehlt an Sensibilation und Aufklärung. Das sollte dringend geändert werden.

Und natürlich, aber das gilt allgemein, sollte es schnellere Hilfe in Kliniken und auch ambulant geben. Ein Burnout und Depressionen sind akut! Man KANN NICHT drei Monate auf den ersten oder nächsten Termin warten. Meines Erachtens besteht da dringender Handlungsbedarf!

Von Freunden und Familie wünsche ich mir: Hört zu! Und nehmt den anderen bitte ernst! Nehmt euch Zeit füreinander und euch selbst. Kein Kind fühlt sich ungeliebt, weil Mama mal in der Wanne liegt (oder wie Mama eben am Besten entspannen kann), in Ruhe einen Film guckt oder ein Buch liest.

Seid ehrlich zum Partner, euch selbst und euren Freunden. Vielleicht kann man so schon das Schlimmste abwehren.

Und von Arbeitgebern wünsche ich mir mehr Verständnis für Mütter. Klar, das Geschäft muss laufen, aber dabei wird das Menschliche oft vergessen. Familie ist wichtig und gibt Rückhalt und Kraft – es sei denn, es wird alles zur Belastung. Denn dann fällt man irgendwann ganz aus. Wem ist damit schon geholfen? 

Ich danke Stephi von Herzen für dieses sehr persönliche Interview und bewundere sie für die Kraft, die sie gerade aufbringt, um sich helfen zu lassen. Alles Gute, du Liebe! :-*

PS: Erste Hilfe finden Betroffene zum Beispiel bei der Onlineberatungsstelle der Caritas, eine Empfehlung, die Kinder-, Jugendlichen- und Familien-Therapeutin Lena vom Blog freudmich im Interview zum Artikel „Wenn Mama mal keinen Bock aufs Mama-sein hat“ gab.

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Sonja A. erzählt https://www.laecheln-und-winken.com/2018/11/17/sonja-a-erzaehlt/ https://www.laecheln-und-winken.com/2018/11/17/sonja-a-erzaehlt/#respond Sat, 17 Nov 2018 20:00:19 +0000 https://www.laecheln-und-winken.com/?p=4554 Es war der Supersommer 2018. Ich war für den 23.Juni ausgerechnet, aber felsenfest davon überzeugt, dass ich meinen zweiten Sohn schon sehr viel früher in meinen Händen halten würde. Eigentlich war ich mir nicht sicher, ob ich überhaupt den Juni schaffen würde. Ich war eine Schwangere, die schon sehr früh sehr viel Bauch hatte. So […]

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Es war der Supersommer 2018. Ich war für den 23.Juni ausgerechnet, aber felsenfest davon überzeugt, dass ich meinen zweiten Sohn schon sehr viel früher in meinen Händen halten würde. Eigentlich war ich mir nicht sicher, ob ich überhaupt den Juni schaffen würde.

Ich war eine Schwangere, die schon sehr früh sehr viel Bauch hatte. So war das auch schon beim ersten Kind. Dementsprechend sah ich im Mai, also im 9. Schwangerschaftsmonat, aus wie eine Frau, die mindestens Zwillinge übertrug und watschelte wie ein Walross in Katerstimmung meinen Alltag ab. Doch trotz der inneren Bereitschaft das Kind baldmöglichst auf die Welt zu bringen verging der Mai und auch die ersten Wochen im Juni.

Ich hatte mich sehr intensiv mit Hypnobirthing und generell mit Selbsthypnose in den letzten Wochen der Schwangerschaft beschäftigt und so hatte ich dem Krankenhaus wo ich entbinden wollte mitgeteilt (leider gibt es weder Hausgeburtshebammen hier, noch ein Geburtshaus), dass ich bitte während der Geburt in Ruhe gelassen werden wollte. Kein CTG Gurt (außer zu Anfang bei der Aufnahme), keine Information über Muttermund Öffnung, keine PDA und vorallem KEINE Einleitung oder ein Wehentropf! Davon hatte ich eine ganz ganz schlechte Erfahrung bei meiner ersten Geburt. Eine schöne Wassergeburt, das war mein Traum (tja, gut dass alle meine Vorsätze und Wünsche an die Geburt ganz ganz anders liefen!).

Mit diesen ganzen Vorsätzen und den täglichen Meditationsübungen war ich tiefenentspannt! Die Geburt kann kommen dachte ich. Doch der errechnete Geburtstermin hat manchmal schon so seinen Sinn!

Also doch ein Sommerkind dachte ich mir, als dann der Abend des 20.Juni kam. Es war mitten in der Nacht als ich bei einem meiner zahlreichen Toilettengänge in der Nacht bemerkte, dass ich sehr regelmäßige Wehen hatte. Fast schon alle 2 Minuten. Ich war etwas grummelig, denn ich hatte noch am Vortag mit meiner Freundin geschrieben, dass ich eine dicke Erkältung hatte mir leichtem Fieber und starken Kopfschmerzen und dass ich jetzt bloß kein Kind bekommen wollte. Aber mit 2 Minuten Wehenabstand und auch mit der unterschwelligen Angst, dass es doch alles schneller laufen könnte als geplant wollte ich wenigstens, dass unser Großer gut versorgt war (anders hätte ich den Kopf nicht richtig frei bekommen). So kam also nachts um 2 Uhr meine Schwiegermutter und wir fuhren ins Krankenhaus. Dort jedoch waren die Wehen immernoch „zu lasch“ und da ich nur ein paar Minuten vom Krankenhaus entfernt wohnte, entschied ich mich doch nochmal nach Hause zu fahren und etwas zu schlafen. Dort angekommen legte ich mich ins Bett und die Wehen wurden wieder schwächer und die Abstände wieder länger.

Am 22.Juni dann war ich völlig wehenfrei und fitter denn je. Na toll dachte ich. Jetzt werde ich doch wohl bitte nicht wirklich übertragen?? Eine Option an die ich im Leben nicht gedacht hatte! Also beschloss ich mich nun solange zu bewegen bis die Geburt wieder losging. Und so lief ich im Haus umher. Treppen rauf, Treppen runter. 4 Stunden am Nachmittag, nochmal 2 Stunden am Abend. Aber es tat sich einfach nichts. Meine Schwiegermutter verlies uns am Abend um doch nochmal nach Hause zu fahren und ich ging ins Bett. In der Nacht wurde ich wach. Etwas benommen und schlaftrunken dachte ich, ich muss einfach auf Toilette doch als ich mich erleichtert hatte hörte das Druckgefühl einfach nicht auf. Hm, doch wohl wieder einige Wehen. Aber bevor ich nochmal alle in Alarmbereitschaft versetze (etwas unangenehm war es mir schon, dass ich die Vorwehen falsch interpretiert hatte) dachte ich mir, dass ich noch etwas den Flur entlang laufe und schaue wie sich die Intensität so entwickeln würde. Doch ich war so müde dass ich mir dachte ‚nochmal kurz aufs Bett setzen‘ … und da kam sie. Die MEGA Wehe. Sehr heftig und so kräftig dass ich einen richtigen Adrenalin Schub bekam. Da war er der Geburtsstart! Ich weckte meinen Mann und sagte ihm (fast schon panisch) er solle SOFORT seine Mutter anrufen jetzt würde jede Minute zählen (währenddessen war ich schon kräftig am atmen). Beim nächsten Toilettengang bemerkte ich, dass die Wassermenge unglaublich hoch war und nach jeder Wehe hatte ich nun auch einen Wasserschwall der rauskam. Aha! Blasensprung! Das Krankenhaus werde ich also definitiv nicht mehr verlassen heute. Es war mittlerweile der 23.Juni …

Als meine Schwiegereltern um kurz nach 4 Uhr eintrafen und wir uns auf den Weg ins Krankenhaus machten, fiel eine große große Last von mit ab. Zu wissen dass mein Großer gut versorgt ist, wir endlich im Krankenhaus sein würden und es jetzt dann tatsächlich los ginge lies mich entspannen. Meine selbsthypnose meditationsmusik auf den Ohren tat auch seinen Teil dazu.

Am CTG dann um kurz nach halb 5 zeigten sich kräftige und deutliche Wehen, der Muttermund war circa 2 cm geöffnet. „Ich wünsche mir eine wassergeburt, ist der große Kreißsaal mit der Wanne frei?“ irgendwie glaubte ich nicht daran, sah ich doch schon beim reingehen, dass dieser Samstag unglaublich geburtenreich zu werden schien. „Ja, der rote Saal ist gerade frei geworden“ „Tschakaaa“ dachte ich mir! Was für ein Glücksfall!! Alles lief so perfekt. Die Krönung war, dass meine Hebamme einen großen R2D2 auf dem Arm tätowiert hatte und meinem Mann als riesigen Star Wars Fan die totale Begeisterung entlockte!! Wir zogen also in den Kreißsaal und ich legte mich in die heiße Badewanne, machte mir Musik auf die Ohren und schwebte schier im 7. Himmel. Wenn ich nun mein Kind hier bekommen würde, wäre das die Traumgeburt des Jahrhunderts!!

Aber…
… so wurde es nicht :-)

Nach fast 3 Stunden Badewanne (ich war schon total verschrumpelt) schaute die Hebamme nach mit und tastete den Muttermund. Sie schaute meinen Mann an, der mich fragte ob ich das Ergebnis wissen wollte. Ja! Klar, es bringt mich schon nicht aus der Fassung! „nun, leider haben wir hier gleich einen Geburtsstillstand. Es hat sich seit 3 Stunden nichts getan, ich befürchte sie haben sich in der Badewanne zu sehr entspannt (wäre auch ZU einfach gewesen…). Wir haben nun zwei Möglichkeiten: entweder sie bekommen einen Wehentropf (!!!!), dann können sie in der Badewanne bleiben oder sie gehen mal kurz raus spazieren, um die Wehen natürlich anzukurbeln. SPAZIEREN schrie ich fast schon vorschnell (der Wehentropf von meiner ersten Geburt hatte immernoch ein Trauma in mir hinterlassen) und so stieg ich aus der Wanne und begann ein paar Schritte zu laufen.

Tja, was soll ich sagen. Ich hatte einen kleinen Wonnebrocken im Bauch und der fing nun mit jeden Schritt an kräftig nach unten zu drücken. Die Wucht mit der mich plötzlich die Wehen im Griff hatten warfen mich um. Sie waren LANG unglaublich stark und intensiv und sehr schnell im Abstand von 2 Minuten. Für die Geburt produktiv und gut aber mich riss es sowas von dermaßen aus meiner bis dahin rosa Geburtswolke dass ich kaum eine halbe Stunde später auf allen vieren im Kreißsaal alles zusammen schrie und nach einer Vollnarkose verlange (soviel zum Thema „selbstbestimmte Geburt“ haha!). Dazu kam, dass die Erkältung mir schier die Luft abdrückte. Das sprichwörtliche „Atmen“ unter der Geburt war für mich zu einem Kunststück geworden und so schrie ich auch bald nach Luft. Mir wurden dann nach einiger Zeit Nasentropfen gebracht, um mich wenigstens in diesem Punkt zu erleichtern.

Die Hebamme war etwas unsicher, stand doch dick und fett in meiner Akte KEINE PDA!! Doch als ich nicht aufhört mich zu winden und nach einer Narkose zu verlangen warf sie dann doch in den Raum, dass es noch die Option einer PDA gäbe. Kurz hielt ich inne doch als die nächste Wehe anrollte und ich in diesem Schmerzzustand kein Ende der Geburt sah, völlig überrumpelt und überwältigt war und mich absolut nicht unter Kontrolle hatte (auch so ein Ding mit dem ich nicht klar kam) willigte ich der PDA ein.

Leider war an diesem Tag Hochbetrieb, sowohl für spontane Geburten, als auch Kaiserschnitt Geburten. So waren alle Narkose Ärzte vergeben und der Oberarzt musste in seiner Bereitschaft herzitiert werden. Das ganze dauerte leider eine Stunde und als er langsam kam hatte ich schon immer den Drang zu pressen. Doch die Hebamme die nochmal untersuchte sagte, nein nur 8 cm, da geht die PDA noch. Also PDA gestochen und mit halbem Ohr zugehört was der Arzt mir da erklärte. 20 Minuten sollte es dauern bis sie wirkt. Genauso lange brauchte mein Körper um den Rest Muttermund zu öffnen und sich für die finalen Presswehen zu wappnen. Doch ab da begann die PDA dann zu wirken. Das gute an PDAs ist, sie nehmen den Schmerz und betäuben deine untere Region. Das schlechte ist, sie nehmen keinen Druckschmerz. So hatte ich das Problem dass ich auf Kommando pressen musste (mein Körper wurde ja im entscheidenden Moment betäubt – so ein Mist!) aber immer wenn der Druck zu groß erschien, nämlich wenn das Köpfchen nach unten kam, hörte ich wieder auf zu pressen. So ging das fast 45 Minuten.

Dann lies die unnütze PDA endlich gemeinsam mit meiner Geduld nach und ich konnte den Kopf hervor schieben. In diesem Moment hatte ich das Gefühl, dass es mich schier zerreißt. Doch es war der letzte Schmerz den ich ertragen sollte, denn danach kam mein zweiter Sohn mit 4.200g und 37 cm Kopfumfang auf die Welt.

Fast wäre ich dann doch noch im OP gelandet, meine Plazenta wollte es nämlich nochmal spannend machen (sie hatte sich in meiner Gebärmutter verkeilt und trotz Massage und Akkupunktur wollte sie nicht raus). Die Oberärztin kam schließlich und schaffte es doch noch nach über 45 Minuten die Geburt komplett zu machen und mir den Gang in den OP zu ersparen. Doch sowohl die schwierige Geburt der Plazenta, als auch das anschließende Vernähen aller Risse war für mich nur noch zweitrangig. Da lag er auf meiner Brust. Mein wunderschöner Sohn. Mit großen Augen schaute er uns an und war so entspannt, als wäre das gerade alles überhaupt kein Problem gewesen. Irgendwie hat er das geschafft was ich gerne haben wollte: eine entspannte, friedliche Geburt erleben :-)

Diesen schönen Geburtsbericht hat Sonja geschrieben. :)

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Und wir sind doch noch ein Dorf … wenns um die Kinder geht. https://www.laecheln-und-winken.com/2018/11/12/und-wir-sind-doch-noch-ein-dorf-wenns-um-die-kinder-geht/ https://www.laecheln-und-winken.com/2018/11/12/und-wir-sind-doch-noch-ein-dorf-wenns-um-die-kinder-geht/#comments Mon, 12 Nov 2018 12:00:41 +0000 https://www.laecheln-und-winken.com/?p=4768 Jeden Tag, wenn ich die Mausemaus von der Kita abgeholt habe, steuern wir irgendwann – meist nach einem kurzen Spielplatzbesuch oder Plausch mit Freunden – die Bahnhaltestelle an, von der aus wir nach Hause fahren. Die Kinder sind dann meist bereits etwas überdreht oder müde oder beides und ich entsprechend gestresst, denn zwei medium-eskalierende Kinder […]

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Jeden Tag, wenn ich die Mausemaus von der Kita abgeholt habe, steuern wir irgendwann – meist nach einem kurzen Spielplatzbesuch oder Plausch mit Freunden – die Bahnhaltestelle an, von der aus wir nach Hause fahren. Die Kinder sind dann meist bereits etwas überdreht oder müde oder beides und ich entsprechend gestresst, denn zwei medium-eskalierende Kinder während des Berufsverkehrs und inmitten von sehr vielen anderen Menschen, die dringend heim wollen, über mehrspurige Straßen UND Bahngleise zu führen, bedarf meiner kompletten Aufmerksamkeit.

Du hast keine Lust oder Zeit, zu lesen? Dann scrolle einfach bis zum Ende des Textes runter und hör dir den PODCAST an!  

In eben so einer Situation bemerkte ich letztens im Augenwinkel ein Schulkind im Alter von vielleicht 9 Jahren, das – meinem Gefühl nach – die herannahende Bahn nicht wahrnahm und offenbar die Schienen vor sich überqueren wollte. Ich griff zu. Es war ein Reflex. Ich habe nicht gerufen„Hey, pass auf!“ und mich nicht nach einem potenziellen Elternteil umgesehen, ich habe einfach zugegriffen. Das Mädchen erschrak und sah mich etwas böse an. Vielleicht wäre sie auch ohne mein Zutun rechtzeitig stehen geblieben. Vielleicht aber auch nicht. So oder so … ICH hatte rein aus Mutti-Reflex gehandelt, ohne abzuwarten oder darüber nachzudenken. Letzteres tat ich allerdings anschließend. Ich fragte mich allen ernstes, ob das richtig war. Ob ich nicht noch hätte abwarten und dem fremden Kind mehr vertrauen sollen. Ob es zu Hause erzählte, dass so ein irre Helikopter-Mum es angefasst hätte und die Eltern nun schimpften, auf diese Bekloppten, die sich überall einmischen mussten. SIE hätten ihrem Kind doch beigebracht, das es aufpassen musste … dazu bräuchten sie keine FREMDE Hilfe.
Natürlich kam ich irgendwann zu dem Schluss, dass meine Gedanken großer Quatsch waren. Wenn man eine echte Gefahr bemerkt und auch nur die geringste Möglichkeit besteht, dass ein (fremdes) Kind (oder auch Erwachsener) zu Schaden kommen könnte, sollte man eingreifen. Ohne zu überlegen. Nur muss man heutzutage tatsächlich davon ausgehen, dass man dann – selbst wenn es aus bester Absicht geschieht – eventuell von den Eltern des Beschützten eins aufs Dach bekommt. Weil wir Mamis und Papis uns so wahnsinnig oft in die Position gedrängt fühlen, uns rechtfertigen zu müssen, für alles, was wir in Sachen Elternschaft so leisten … oder auch nicht … das wir uns SOFORT beleidigt, ja, sogar persönlich angegriffen fühlen, wenn sich jemand unaufgefordert einschaltet und uns damit bloßstellt. Ganz schrecklich, wenn man so darüber nachdenkt. Und definitiv etwas, dem ich mehr Aufmerksamkeit schenken MUSSTE!

Ich postete die Situation auf der LÄCHELN UND WINKEN-Facebook-Seite und fragte darin, wie die anderen Eltern sich in derlei Momenten verhalten würden, ob sie es als normal oder möglicherweise als übergriffig empfinden würde, wenn man sich unaufgefordert „einmischte“, um ein fremdes Kind in einer gefährlichen Situation zu beschützen. Die Resonanz war groß und fantastisch. (Hier mal der Link zum Post.) So viele Mamis schrieben von ähnlichen Begebenheiten, erzählten, wie sie Kinder gerade noch rechtzeitig vor Autos oder vor dem Ertrinken retten konnten, weil die Mutter der Kleinen gerade abgelenkt oder einfach noch zu weit war (Laufräder sind echt die Hölle!) Alle Geschichten wurden ohne Vorwürfe in Richtung der Eltern erzählt und alle betonten, dass sie sich wünschen würden, dass für ihre eigenen Kinder das selbe getan würde … ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, ob das eventuell im Anschluss Gezänk gäbe, weil der hinterherhetzende oder mit etwas anderem beschäftigte Elternteil im ersten Moment denken könnte: „Ey, was bildet der/die sich ein – ich hab hier alles im Griff!“

Es ist ein Reflex, sagten viele Kommentatoren, und dass sie das auch für fremde Erwachsene täten. EIGENTLICH sollte es normal sein, dass wir alle ein bisschen aufeinander aufpassen … ungeachtet der ganzen Studien, die besagen, dass wir nur noch eine Gesellschaft von „Wegguckern“ sind, egoistische Arschlöcher, die sich einen Scheiß für ihre Mitmenschen interessieren, ganz gleich ob jung oder alt.

Ich bin echt froh, dass ich diese Sache gepostet habe, denn jetzt WEIß ich, dass die meisten von uns … die meisten Eltern … auch heute noch bereit sind, sich ggf. anmotzen zu lassen, weil sie reflexartig nach einem fremden Kind gegriffen und es vor einer (vermeintlichen) Gefahr geschützt haben. Und vor allem, dass sie in der Lage sind, nicht nur blitzschnell zu reagieren, sondern gleichzeitig davon absehen, über die Mutter oder den Vater „zu richten“, weil SIE nicht schnell genug waren. Offenbar schaffen wir Eltern es doch noch, trotz der ständigen Beschuldigungen aus allen Ecken, wir würden unseren Job nicht richtig machen, UNTEREINANDER viel Verständnis aufzubringen. Schließlich telefonieren wir alle mal in Gegenwart unserer Kinder (auch draußen), drehen ihnen den Rücken zu, um das Geschwisterchen vom Baum zu angeln, an der Kasse zu bezahlen oder einfach mal drei Worte mit einer Freundin zu sprechen. Wir alle waren schon mal nicht schnell genug, als unser Nachwuchs vom Klettergerüst stürzte, auf die Straße rannte oder den vermaledeiten Stock Richtung parkendes Auto schleuderte. KEINER von uns ist perfekt oder IMMER rechtzeitig Vorort. Das ist leider so. Das ist normal. Wie irre beruhigend ist es da, zu wissen, dass so viele andere Eltern bereit sind, für uns einzuspringen … im wahrsten Sinne des Wortes. ;) Einfach so. In dem Bewusstsein, dass wir es ebenso für sie und ihre Kinder täten.

Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen! besagt dieses schöne Sprichwort, dem ich immer im Geiste hinzufüge: … und um es zu beschützen. Vielleicht sind wir doch nicht so weit weg von dieser Idee, wie wir immer denken. Selbst in den Großstädten nicht; selbst in Zeiten wie diesen, wo sich jeder nur noch um sich selbst zu kümmern scheint. Vielleicht sehen wir manchmal zu schwarz und sind doch nicht SO egoistisch … zumindest wenn es um Kinder geht. DAS mag ich jetzt glauben, denn DAS bedeutet, wir ziehen gerade eine Generation groß, die das Potential hat, besser zu sein als wir. Schließlich sehen SIE uns dabei zu, wie wir fremde Kinder aus Gewässern und von Straßen ziehen, wie sich Eltern gegenseitig unterstützen und dafür bedanken. Wir könnten wahrscheinlich schlechtere Vorbilder sein. <3

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Der Beitrag Und wir sind doch noch ein Dorf … wenns um die Kinder geht. erschien zuerst auf LÄCHELN UND WINKEN.

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