LÄCHELN UND WINKEN https://www.laecheln-und-winken.com Der ehrliche FamilienBlog aus Köln Mon, 18 Mar 2019 10:18:47 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.1.1 https://www.laecheln-und-winken.com/wp-content/uploads/2015/09/cropped-favicon-32x32.png LÄCHELN UND WINKEN https://www.laecheln-und-winken.com 32 32 Irgendwann essen sie alle richtig … oder? https://www.laecheln-und-winken.com/2019/03/18/irgendwann-essen-sie-alle-richtig-oder/ https://www.laecheln-und-winken.com/2019/03/18/irgendwann-essen-sie-alle-richtig-oder/#comments Mon, 18 Mar 2019 09:00:47 +0000 https://www.laecheln-und-winken.com/?p=5267 Jedes Mal, wenn eine Mutter mit den blanken Nervenenden in der Hand und ein paar Frustrations-Tränchen in den Augenwinkeln davon berichtet, wie VERDAMMT BESCHISSEN die Beikost-Einführung bei ihrem Baby läuft, obwohl sie wirklich alles ausprobiert hat – von selbstgekochten Bio-Brei’s über das Servieren von Stückchen zum Selberessen bis hin zu den bisweilen etwas schwierig riechenden […]

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Jedes Mal, wenn eine Mutter mit den blanken Nervenenden in der Hand und ein paar Frustrations-Tränchen in den Augenwinkeln davon berichtet, wie VERDAMMT BESCHISSEN die Beikost-Einführung bei ihrem Baby läuft, obwohl sie wirklich alles ausprobiert hat – von selbstgekochten Bio-Brei’s über das Servieren von Stückchen zum Selberessen bis hin zu den bisweilen etwas schwierig riechenden Glässchen-Matsch-Nudeln – tritt irgendjemand hervor und sagt: „Mach dir keinen Stress – irgendwann essen sie alle!“ Ich liebe diesen Satz. Ganz ehrlich! Denn kaum ein anderer vermag so schnell, so viel Last von den Schultern einer verzweifelten, den bunten Plastik-Löffel als Propellermaschine schwingenden Mama zu nehmen. Nur … WANN beginnt denn eigentlich dieses „irgendwann“ genau? Und wie sieht das dann aus? Wirklich besser? Oder handelt es sich hier wieder einmal um so eine nicht-besser-nur-anders-Nummer, die uns Eltern zwar Abwechslung, aber selten die erhoffte Entspannung bringt? Ich befürchte, die Antwort fällt – wie so oft in Sachen Nachwuchs – seeeeehr individuell und von Kind zu Kind ganz unterschiedlich aus. Verdammt. ;)

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ICH persönlich war als kleines Mädchen eine grässliche Esserin. Ich mochte so gut wie nichts und davon auch noch nur wenig. Ich beglückte meine Mutter während des Kochens mit reizenden Höflichkeiten wie „Uhhh, das riecht ja wie Scheiße!“ und war, was meine Ernährung anging, so experimentierfreudig wie ein Stein elastisch ist. Nämlich null. Ich war also, um es auf den Punkt zu bringen, der Futter-Horror auf zwei Beinen … und das hat sich leider niemals geändert. Auch heute noch bewege ich mich kulinarisch auf dem Level eines Kleinkindes, weigere mich motzig, gekochtes Gemüse zu essen und würde mich – wenn man mich ließe – ausschließlich von Chips, Schokolade und Spagetti Bolognese ernähren (in genau dieser Reihenfolge). Damit möchte ich jetzt um Gotteswillen keiner Mutter die Hoffnung nehmen und den oben genannten, wirklich tollen Aufbau-Satz untergraben. Ich möchte nur ehrlich sein ;) … und eine Basis für folgende Aussage schaffen: Karma ist ein Arsch! Denn so wie ICH damals meine Mutter genervt habe, nerven mich heute MEINE Kinder mit ihrem Essverhalten. Und das OBWOHL ich mich wirklich ganz arg darum bemühe und zum Teil dafür verbiege, ihnen ein gutes Vorbild zu sein bzw. ihnen den Raum zu bieten, eine gesündere, aufgeschlossenere und ausgewogenere Ernährung als die meine zu lernen. Läuft so medium gut. :D

Die Beikost-Einführung bei der Mausemaus war ein zermürbendes Desaster … in erster Linie deshalb, weil ich unbedingt mit ihr gemeinsam in das heutzutage empfohlene Raster passen wollte. Ich habe abgestillt, als es empfohlen wurde, Brei gekocht, den alle anderen liebten und das arme Kind mit fester Nahrung überfordert, als es definitiv noch nicht bereit dafür war. Das war falsch, hat uns beide nur gestresst und womöglich sogar den Grundstein dafür gelegt, dass sie auch jetzt noch – mit fünfeinhalb – bei allem Neuen auf ihrem Teller ablehnend die Nase rümpft und sich weigert, es ihren Geschmacksknospen wenigstens einmal anzubieten.

Beim Söhnchen rechnete ich eigentlich damit, dass er – wie es dem Klischee der ewig hungrigen, kleinen Jungen entsprochen hätte – sich nach wenigen Monaten selbst abstillen und nach einer Bratwurst greifen würde. Weit gefehlt! Auch mit zweieinhalb Jahren stillen wir noch (da hätte ich nie im Leben mit gerechnet) und er ist bei fester Nahrung NOCH mäkeliger als seine große Schwester. Er mag kein Gemüse, Brot lehnt er kategorisch ab – Käsebrötchen einmal ausgenommen – , Gemüse kommt ihm gar nicht erst auf den Teller und wenn die Soße auf seinen Nudeln die falsche Farbe hat, haben wir hier Sodom und Gomorra. Beide Kinder essen wenigstens Obst, wenn auch nicht alles, dafür aber ganz allgemein in einer Menge, die das sprichwörtliche Vögelchen glatt am langen Ast verhungern ließe. Vielleicht wird es beim Krümelchen etwas mehr, wenn wir endlich die Stillerei an den Nagel gehängt haben, aber wenn ich mir so sein großes Vorbild neben ihm am Tisch ansehe, möchte ich mir da lieber nichts vormachen.

Was aber tatsächlich viel mehr an meinen Nerven zehrt, als der Umstand, dass meine Kinder offenbar vom Karma bestochen wurden, ist die Wankelmütigkeit der Tochter, wenn es um das Was-esse-ich-denn-jetzt-mal geht. Zum Beispiel beim Abendessen: Da wir ja nicht die klassische, deutsche Butterbrot-Schiene fahren können, stehen meist verschieden Sachen auf dem Tisch. Als Basis und Sattmacher ein paar Nudeln mit Pesto, etwas Obst und Rohkost für Muttis Gewissen sowie ein Joghurt als Nachtisch … oder halt als Alternative zu den Nudeln. Die Mausemaus will ALLES, besteht vehement darauf, dass sie viel Hunger hat und daher auch ALLES essen wird, knabbert dann quer Beet ALLES an – und ist dann satt. Nach 4,5 Minuten. Da könnte ich AUSFLIPPEN! Natürlich versuche ich immer, es einzugrenzen, die Lebensmittel nacheinander „anzureichen“ oder sogar erst später auf den Tisch zu stellen, aber sie trickst mich ständig aus. Mit Hundeblick und Süßholzraspeln, dass sie DEFINITIV den Apfel NACH dem Joghurt noch isst, nur eben erst das Cremige braucht … so für den Geschmack. WAAAAAS? Ok, ja, ich könnte allabendlich den „Mülleimer“ spielen und all ihre Reste essen, aber ich mag einfach nicht. Aus ganz verschiedenen Gründen. Und so fülle ich nach der Mahlzeit Reste in Schüsselchen und sammle sie im Kühlschrank wie die Überbleibsel eines Buffets. JEDEN! VERDAMMTEN! ABEND! Ich gestehe, ich finde das etwas doof. ;)

Das Ding ist: Ich möchte meine Kinder in Sachen Ernährung nicht unter Druck setzen. Ich möchte sie nicht zwingen, etwas zu essen, dass sie nicht mögen und auch nicht, mehr zu essen, als ihr Hunger verlangt. Denn grundsätzlich glaube ich, dass Kinder instinktiv wissen, was sie brauchen und vertragen und sogar die Menge viel besser einschätzen können als wir Erwachsenen, die vor lauter Diäten und „Gesundheitsregeln“ den eigenen Instinkt gar nicht mehr hören können. Und das ist dann auch das Dilemma. Ich möchte ihnen alles anbieten, ihnen aber nichts aufzwingen, doch genauso wenig mag ich ständig etwas wegwerfen.

Fazit: Bei uns greift ganz offenbar die nicht-besser-nur-anders-Nummer. ABER ich gebe die Hoffnung nicht auf, versuche locker zu bleiben und nicht zu neidvoll rüberzustieren zu den anderen Familien, in denen die Kinder am Tisch sitzen, alles essen, alles probieren und so ziemlich alles wirklich mögen. Denn DAS, dieses auf den Teller der anderen schauen, ist doch eigentlich genau das, was uns im Prinzip ab dem Beikost-Start den meisten Stress bereitet. Es ist gar nicht das individuelle Essverhalten unserer Kleinen, das uns so richtig fertig macht. Es ist der ständige Vergleich mit den anderen Kindern. DAS sollten wir lassen. Und können wir es mal nicht unterdrücken, dann hilft folgender Gedanke: Die Kinder, die ihre Eltern nicht mit ihren Ernährungsmacken um den Verstand bringen, tun es auf irgendeine andere Weise. Und DAS garantiert! :D <3

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Nadine R. erzählt https://www.laecheln-und-winken.com/2019/03/17/nadine-r-erzaehlt/ https://www.laecheln-und-winken.com/2019/03/17/nadine-r-erzaehlt/#respond Sun, 17 Mar 2019 09:09:09 +0000 https://www.laecheln-und-winken.com/?p=5229 Wir mussten sehr lange auf unser kleines Wunder warten. Letztendlich ging es nur durch die Hilfe in der Kinderwunschklinik. Zum Glück gibt es mittlerweile solche Einrichtungen. Die Schwangerschaft lief so lala. Theoretisch hätte ich bei meinem Frauenarzt einziehen können, da ich teilweise 2 mal die Woche dort war aufgrund ständiger Scheideninfektionen und Blasenentzündungen. Zum Ende […]

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Wir mussten sehr lange auf unser kleines Wunder warten. Letztendlich ging es nur durch die Hilfe in der Kinderwunschklinik. Zum Glück gibt es mittlerweile solche Einrichtungen.
Die Schwangerschaft lief so lala. Theoretisch hätte ich bei meinem Frauenarzt einziehen können, da ich teilweise 2 mal die Woche dort war aufgrund ständiger Scheideninfektionen und Blasenentzündungen. Zum Ende hin habe ich auch noch einen Schwangerschaftsdiabetes entwickelt, der aber mit der Ernährung gut eingestellt war.
In der 16. Woche wurde uns gesagt, es wird ein Mädchen. Es wurde auch bei jedem Ultraschall bestätigt. Im Oktober, also im 7. Monat, habe ich nochmal gefragt, ob es tatsächlich bei einem Mädchen bleibt, da ich die Woche darauf Kleidung kaufen wollte. Erst sagte mein Arzt etwas genervt, natürlich, was soll sich denn geändert haben. Dann hat er aber, zum Glück, nochmal genauer hingesehen, und tata…. es war doch ein Junge. Oh Gott war das ein Schock für mich. Aber was will man machen. Also dann doch blau kaufen und einen neuen Namen suchen.
Errechneter Termin war eigentlich der 11.01.2017. Da mein Kind aber da schon seinen eigenen Kopf hatte, wollte er natürlich nicht. Warum auch? Er war ja erst geschätzt 4 kg schwer und ca 58 cm groß. Am 15.01. war ich mit meinem Mann noch schön italienisch essen und saß dort schon mit leichten Wehen. Da habe ich mir aber noch nichts dabei gedacht. Die Nacht verlief auch ruhig. Am Montag morgen (16.01.) ist mir dann die Fruchtblase gerissen und wir konnten nach einer Dusche und dem Frühstück tatsächlich ins Krankenhaus fahren. Dort angekommen lief alles recht ruhig. Ctg, Blutentnahme, etc. Wir sollten dann noch spazieren gehen, da der Muttermund erst 2 cm auf war. Naja, wir sind dann halt zu Babyone gefahren und haben noch die Halterung für den MaxiCosi gekauft. Kann man mit Wehen ja mal machen.
Nach ein paar Stunden sollte ich wieder zum Ctg. Wehen waren vorhanden, am Muttermund tat sich so gar nichts. Und aufgrund dessen, das ich schon recht lange ohne Fruchtwasser war, bekam ich Antibiotika, da auch die Entzündungswerte allmählich anstiegen. Gegen Mitternacht habe ich die Schmerzen kaum noch ausgehalten, also bekam ich ein Zäpfchen gegen Schmerzen. Half natürlich nicht. Also hat die Nachtschwester mir irgendwas gespritzt. Das Zeug war richtig gut. Ich konnte tatsächlich schlafen. Mein Mann nicht, da wir uns ein Bett geteilt haben. Am Morgen, mittlerweile der 17.01. war mir so übel, das ich mich natürlich auch noch übergeben musste. War ja klar. Das zog sich alles bis zum Mittag. Da habe ich nach langem betteln endlich eine PDA bekommen. Leider hat die ausschließlich auf der linken Körperhälfte gewirkt. Rechts habe ich weiterhin alles gemerkt. Das die Schwester den ganzen Nachmittag nicht einmal den Kreißsaal verlassen hat, ist mir gar nicht aufgefallen. Im Nachhinein war mir dann klar warum. Die Herztöne von unserem Sohn sind immer wieder abgerutscht. Der Wehentropf brachte gar nichts. Nach 35 Stunden Wehen war der Muttermund erst bei 4 cm und ich habe dann um einen Kaiserschnitt gebettelt. Eigentlich hält das Krankenhaus nichts davon, halt nur in Notfällen oder aus medizinischen Gründen geplant. Tja, bei uns war es dann ein Notfall. Ich bekam eine Salzlösung zum Trinken gegen das Erbrechen und wurde in den Op gebracht. Mein Mann durfte sich umziehen und dann an meiner Seite sitzen. Im Op wurde die PDA nochmal aufgepritzt, damit ich meinen Sohn gleich sehen konnte. Nach einer gefühlten Ewigkeit war er endlich da. Er war 4425 Gramm schwer und 59 cm groß. Er hat geschrien wie verrückt und war ganz dunkelblau/lila verfärbt. Das hat sich aber sehr schnell gegeben. Ich wurde zum Nähen doch noch in Vollnarkose gelegt, da die PDA nicht mehr gewirkt hat.

Trotz dessen, das die Geburt so gar nicht lief wie ich es eigentlich wollte, war das Ergebnis das schönste auf der Welt und jede Anstrengung wert. Ohne meinen Mann an meiner Seite, hätte ich das auch alles nicht so gut überstanden!

Diesen schönen Geburtsbericht hat Nadine geschrieben :)

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Alltags-Kindermund-Bullshit-Bingo für Eltern https://www.laecheln-und-winken.com/2019/03/11/alltags-kindermund-bullshit-bingo-fuer-eltern/ https://www.laecheln-und-winken.com/2019/03/11/alltags-kindermund-bullshit-bingo-fuer-eltern/#comments Mon, 11 Mar 2019 09:00:16 +0000 https://www.laecheln-und-winken.com/?p=5292 Da wartet man monate-, manchmal sogar JAHRElang darauf, dass der Nachwuchs endlich anfängt zu sprechen, freut sich förmlich einen Ast über die ersten, einfach nur zuckersüßen Worte wie Mama, Papa und „Seiße!“ (Hach, ich bin wirklich ein fantastisches Vorbild für meine Kinder! :D ) und dann überraschen sie einen damit: Wie aus heiterem Himmel gibt […]

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Da wartet man monate-, manchmal sogar JAHRElang darauf, dass der Nachwuchs endlich anfängt zu sprechen, freut sich förmlich einen Ast über die ersten, einfach nur zuckersüßen Worte wie Mama, Papa und „Seiße!“ (Hach, ich bin wirklich ein fantastisches Vorbild für meine Kinder! :D ) und dann überraschen sie einen damit: Wie aus heiterem Himmel gibt es plötzlich kein halten mehr. Auf einmal quasseln sie einem das Ohr ab, hören gefühlt ausschließlich damit auf, wenn sie schlafen und unterbrechen sich selbst nur, um zu singen. Und zwar laut! Einzige Ausnahme: Wir fragen sie, wie es in der Kita oder in der Schule war. Dann erhält man nämlich nur ein wenig informatives: „Gut!“ oder ein reizend vorgebrachtes: „Sag ich dir nicht!“ … abhängig vom Alter und der allgemeiner Stimmungslage des Stöpsels. ;)

Ansonsten aber sorgen Kinder oftmals äußerst professionell dafür, dass man abends, wenn der Partner heimkommt und sich auf einen lustigen, lockeren verbalen Austausch freut, sich entweder gleich im Bett versteckt, weil man kein einziges weiteres Wort mehr erträgt oder höflich den Finger an seine Lippen legt und flüstert: „Ich liebe dich, aber wenn du mir jetzt auch noch ne Frikadelle ans Ohr quatschst, pennst du heute in der Badewanne!“ :D

Das wirklich Erstaunliche ist ja, dass schon kleine Kinder, deren Wortschatz EIGENTLICH noch recht überschaubar ist, dazu in der Lage sind, für eine beeindruckende Dauerbeschallung zu sorgen. Und DAS schaffen sie, indem sie sich wirklich sehr, sehr oft wiederholen bzw. Standartsätze und –worte benutzen, die sie uns Mamis und Papis einfach mehrfach am Tag unterjubeln. Gar nicht mal blöd (und wenn wir Erwachsenen ehrlich sind, müssen wir zugeben, dass sogar wir mit all den vielen, tollen Worten im Kopf so unsere Lieblings-Formulierungen haben, die wir irgendwie ständig raushauen. :D ), denn das gibt uns die FANTASTISCHE Gelegenheit, endlich mal wieder eine wunderbare Runde Bullshit-Bingo für Eltern zu spielen … diesmal in der Alltags-Kindermund-Edition!

Ihr könnt es euch mit einem Klick als PDF herunterladen, ausdrucken, an den Kühlschrank pinnen und direkt losspielen. :D

> Jetzt “Alltags-Kindermund-Bullshit-Bingo für Eltern” herunterladen!<

Viel Spaß damit! :-*

PS: Das BELIEBTE Rotze-Kotze-Bullshit-Bingo findet ihr übrigens hier. ;)

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Sarah R. erzählt https://www.laecheln-und-winken.com/2019/03/10/sarah-r-erzaehlt/ https://www.laecheln-und-winken.com/2019/03/10/sarah-r-erzaehlt/#respond Sun, 10 Mar 2019 12:04:46 +0000 https://www.laecheln-und-winken.com/?p=5227 Ich war 21 als meine kleine Tochter zur Welt kam uns hatte eine nicht so tolle Schwangerschaft… Die schwangerschaft war begleitet von starken Rückenschmerzen und ab der 30ssw bekam ich vorzeitige Wehen und musste bis zur 37.ssw liegen, da sich der Muttermund verkürzt und innen leicht geöffnet hatte. Nachdem diese Hürde geschafft war, konnte ich […]

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Ich war 21 als meine kleine Tochter zur Welt kam uns hatte eine nicht so tolle Schwangerschaft…
Die schwangerschaft war begleitet von starken Rückenschmerzen und ab der 30ssw bekam ich vorzeitige Wehen und musste bis zur 37.ssw liegen, da sich der Muttermund verkürzt und innen leicht geöffnet hatte.
Nachdem diese Hürde geschafft war, konnte ich es kaum aushalten bis mein Baby endlich in meinen Armen ist.
Am 08.03.2018 ist früh meine Fruchtblase angerissen. Das war gegen 4.45Uhr. Die Wehen kamen dann auch gleich mit aber noch sehr *leicht*.
Gegen 8Uhr sind mein Freund, meine Mama und ich ins krankenhaus, wo gleich ctg geschrieben wurde und eine PH test gemacht  worden ist.
Als der test anschlug durfte ich gleich den Kreissaal beziehen. Yuhu!!!
Wir sind 2H durch die Flure des Krankenhauses spaziert damit es voran ging, leider tat sich nicht viel. Aber die Wehen waren schon etwas intensiver und ich musste anfangen zu veratmen.
Mittlerweile war es 13Uhr und der werdende Papa musste erstmal bei einem mittagessen kraft tanken.. Der Arme hatte 2tage zuvor erst eine Grippe überwunden und war als Mann natürlich dem Tode nur knapp entkommen! :D
Wieder im Kreissaal wurde ich dann gefragt ob ich in die Wanne möchte, und ich wollte unbedingt!!! Dort kamen aus dem Nachbarzimmer aufeinmal schreie eines werdenden vaters, die um Hilfe riefen seine Frau sei Bewusstlos. Oh mein Gott schoss es mir durch den kopf.
Ich fragte dann eine Schwester was hier los ist und mir wurde erklärt es sei eine Übung gewesen! Puhh das war eine sehr realistische Übung.
Nach der Wanne war der Muttermund bei 4-5cm und mir wurde dann im Zimmer ein Wehentropf angehangen. Es tat sich endlich was, und ich sah mich schon fast am ende… Pustekuchen.
Die Doses wurde immer höher und die Wehen immer stärker, meine Kräfte aber immer weniger. Ich bekam ein Antibiotika da die Blase schon  seit fast 12H offen war.
Gegen 18Uhr bekam ich ich leichtes Schmerzmittel gespritzt womit ich etwas Kraft tanken sollte. Ist jetzt nicht so geglückt aber der Tropf brachte seine Wirkung der Muttermund war verstrichen und 7-8cm offen. :)
Ca 20Uhr war das Schmerzmittel weg und die volle Wirkung des Tropfes überkam meinen müden Körper, aber ich kämpfte mit jeder Wehe der Geburt unserer Tochter entgegen. Mein Freund und meine Mama halfen mir bei jeder Wehe, er kühlte meine Stirn mit einem nassen tuch und ich durfte seine hand zerquetschen während meine mama mir den schmerzenden Steiß massierte.
Um 21Uhr fragte mich nun die Hebamme ob ich nicht doch eine PDA haben möchte? Nun ja eigentlich wollte ich es ohne schaffen, aber wieso unnötig quälen? Also her damit!
Es wurde alles vorbereitet und ich wollte diese PDA nun so sehr das ich es kaum erwarten konnte das sie gelegt wird.
Und dann der erlösende Moment als der Schmerz nachließ… ein Traum!
Ich konnte eine ganze Stunde schlafen. Mann und Mutter waren das Parkticket verlängern und was essen und ich genoss die Ruhe vor dem sturm. Nach der Stunde kamen die Wehen zurück beziehungsweise merkte ich sie wieder. Nur waren sie jetzt anders, ich wusste es nicht einzuordnen und fragte die Hebamme. Sie sagte ich solle mal eine andere liegeposition einnehmen was auch nichts half. Dann wurde ich wieder untersucht und endlich um 23.20Uhr war der Muttermund voll geöffnet und ich freute mich immer mehr auf den Moment wenn sie endlich ausgezogen ist aus mir. :D
Die Wehen wurden immer Stärker und ich bekam das Gefühl als müsste ich dringend auf toilette uns drückte leicht mit.
Sie drehten mich auf den Rücken und ich presste mit aller kraft, und dann durfte ich das kleine Köpfchen anfassen. Mit der nächsten Wehe waren die Schultern da, und dann wehenstillstand!! Gefühlt passierte Stundenlang nichts dabei waren es nur 30Sekunden aber wer achtet da schon so drauf? In diesem Moment fühlt sich alles ewig an. :D
Und dann die 3. und letzte Presswehe und unser süßer Schatz war Geboren. <3
Dieses kleine Bündel lag nass und blutig auf meiner Brust und quiekte und schaute sich um. Milena Johanna war geboren! Um 23.29Uhr am 8.3.2018 mit 50cm länge und 3700g.
Dieser moment war der beste an meinem leben! Und jetzt wird sie in ein paar Wochen schon 1Jahr und ich schaue mit einem lachendem und einem weinendem Auge in die Zukunft. Mein kleines Bündel wird zu schnell groß aber es ist auch so unglaublich schön zusehen wie sie immer Selbstständiger wird und immer wieder was neues lernt!
Diese Geburt war toll. Vielleicht nicht kurz (18,5h vom riss der Blase bis zum ersten schrei) und vielleicht keine Traumgeburt aber für mich war es so toll zuspüren wozu mein Körper in lage ist und ich war so stolz auf mich das ich es geschafft habe nach den Strapazen der Schwangerschaft unsere gesunde Tochter spontan bei 38+4ssw zugebären.
Diesen schönen Geburtsbericht hat Sarah R. geschrieben :)

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Die doofen Bekannten … mit dem Finger in der Wunde. https://www.laecheln-und-winken.com/2019/03/04/die-doofen-bekannten-mit-dem-finger-in-der-wunde/ https://www.laecheln-und-winken.com/2019/03/04/die-doofen-bekannten-mit-dem-finger-in-der-wunde/#comments Mon, 04 Mar 2019 10:00:01 +0000 https://www.laecheln-und-winken.com/?p=5223 Ich glaube, jeder hat in seinem Leben ein paar dieser Leute, die immer mal wieder auftauchen und dann direkt nach dem „Hallo“ den Finger heben und ihn zielsicher in irgendeine Wunde sausen lassen. Man bezeichnet sie selten als richtige Freunde, sondern meist nur als Bekannte, weil sie zwar Bestandteil des Umfeldes, aber eben nur hin […]

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Ich glaube, jeder hat in seinem Leben ein paar dieser Leute, die immer mal wieder auftauchen und dann direkt nach dem „Hallo“ den Finger heben und ihn zielsicher in irgendeine Wunde sausen lassen. Man bezeichnet sie selten als richtige Freunde, sondern meist nur als Bekannte, weil sie zwar Bestandteil des Umfeldes, aber eben nur hin und wieder richtig präsent sind. Zudem macht es nicht so wirklich Spaß, Zeit mit ihnen zu verbringen … man stolpert halt manchmal in eine gemeinsame Situation hinein und kommt nicht schnell genug wieder weg, um das eher unangenehmen Gespräch über all die kleinen und großen Schwächen des eigenen Alltages zu verhindern. So ist es mir auch mal wieder ergangen. ;)

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Wir trafen uns – wie es sich gehört – an der Wurst-Theke, nachdem wir uns locker 1 Jahr nicht mehr gesehen hatten. Kommt halt vor, wenn man Kinder hat. Sogar, wenn man eigentlich gar nicht weit auseinander wohnt. „Boah, toll dich mal wiederzusehen“, rief sie direkt, „Hast du Zeit für einen Kaffee?“ Klar, hatte ich. Also setzten wir uns ins nächste Café und bestellten eine Kleinigkeit. „Irre, wie groß der Krümel geworden ist“, sagte sie und bevor ich etwas dazu erwidern konnte, schob sie hinterher: „Und du stillst ihn noch? Dieses Riesen-Kind? Warum denn bloß?“ Öhm, das ist direkt, dache ich und gaaaanz langsam fiel mir wieder ein, warum wir uns so lange nicht gesehen hatten. Ich bemühte mich, mich NICHT für etwas zu rechtfertigen, dass MICH ja nicht oder zumindest nicht dolle stört, und erklärte daher knapp, dass ich bisher einfach keinen Bock auf die Auseinandersetzung mit dem sehr Still-begeisterten Söhnchen gehabt hätte, es aber demnächst endlich mal ernsthaft angehen wollte. „Das ist echt krass! Und dann schläft er ja auch noch so schlecht. Du musst doch VÖLLIG FERTIG SEIN!“ erklärte sie und sah mich dabei mitleidig an. Ich versuche das Gespräch ein bisschen auf die positiven Eigenschaften meines Nachwuchses zu lenken, doch die fesselten sie nicht. Stattdessen servierte sie mir mit einem Blick, der meines Erachtens besser zum Aufschlagen eines Klatschmagazins passen würde, zu meinem gerade am Tisch eingetroffenen Cappuccino folgende Fragen: „Und wie geht’s euch so als Paar? Arbeitet dein Mann immer noch so viel? Und lässt dich soviel allein mit den Kindern oder unterstützt er dich mittlerweile etwas mehr? Das war ja kein Zustand!“ Sie fragte nicht: „Seid ihr immer noch glücklich?“ oder „Lacht ihr immer noch so viel zusammen?“ Das interessierte sie gar nicht. Sie wollte über die nicht ganz so sonnigen Seiten meiner Beziehung INFORMIERT werden, um sie höchstwahrscheinlich gleich im Anschluss an diese reizende Begegnung mit so vielen anderen „Bekannten“ wie möglich zu teilen.

Meine Motivation, den heißen Kaffee schnellstmöglich hinunterzuschütten, wuchs und ich beobachtete erfreut, wie der Langeweile-Status meines schlechtschlafenden und immer noch stillenden Söhnchens schnell ins nervige driftete. Manchmal ist es eben doch von Vorteil, wenn man aufgrund eines Kleinkindes am Rockzipfel NICHT länger quatschen kann, sondern sich verhältnismäßig zügig aus der ursprünglich nett angedachten Situation verabschieden muss. Dennoch reichte es noch dafür, dass sie mir ein paar Antworten aus der Nase ziehen konnte, wobei ich mich sehr neutral verhielt und ihr so wenig „Futter“ wie möglich gab.

IM GRUNDE verließ ich das Café mit erhobenem Haupt. Ich hatte mich nicht richtig in dieses unschöne Gespräch reinziehen lassen, immer höflich, aber eben nur kurz und knapp geantwortet und keinen meiner Lieben in dem doofen Licht, dass sie über ihnen hatte anknipsen wollen, stehen lassen – sondern es stattdessen mit ein paar positiven Anekdoten aufgehellt. Zu mehr hatte ich weder Lust, noch sah ich die Veranlassung. Denn IM GRUNDE war mir ja klar, dass diese Frau auf der Jagd gewesen war – nach einem Opfer, dem sie gepflegt den Tag versauen konnte, indem sie Interesse vorgaukelte, es aber auf negative Aspekte beschränkte. Über sich selbst, wollte sie übrigens gar nicht reden. Manche Menschen sind echt komisch. ;)

Ich hatte die Sache also eigentlich ziemlich gut über die Bühne gebracht und wusste, dass ich den Schuh als „Mama, die es schwer hat“, den sie mir unbedingt hatte anziehen wollen, nicht mal in Erwägung zog. DENNOCH blieb ein bitterer Beigeschmack, den ich nicht sofort los wurde. Schließlich hatte sie ihren spitzen, fiesen Finger wirklich schnell in alle kleinen Wunden meines Lebens gelegt. Klar, natürlich BIN ich echt müde und langsam absolut bereit dafür, dass der kleine Floh endlich mal besser schläft. Und mittlerweile kann ich mir auch vorstellen, die Stillerei an den Nagel zu hängen – allerdings ist der Mangel an Konsequenz meinerseits aktuell leider noch ziemlich deutlich und erfüllt mich nicht gerade mit pädagogischem Stolz. Sie hatte sogar recht damit, dass ich es (gerade abends) blöd finde, meinen Mann NICHT an meiner Seite zu haben oder intensiver im Haushalt einplanen zu können. Stimmt alles. Aber das sind MEINE bzw. UNSERE Manko’s und solange WIR damit leben können, weil das positive überwiegt, sind sie nichts weiter als ein kleiner Teil unseres ansonsten wunderbaren Lebens, von dem diese ganz speziellen Leutchen aber nichts hören wollen. NICHT MEIN PROBLEM! beschloss ich nach kurzer Zeit und verbat mir, weiter über das Gespräch nachzudenken. Denn Fakt ist: NIEMAND führt eine perfekte Beziehung, in der alles stimmt, niemand zurückstecken muss und beiden Parteien 24 Stunden am Tag die Sonne aus dem knackigen Arsch scheint. Und NIEMAND hat perfekte Kinder zu Hause, die wirklich ALLES sofort wie aus dem Lehrbuch können und machen, und ihre Eltern niemals dazu bringen, an einen Umzug in eine andere Stadt zu denken … ohne die Kinder. ;) Das Leben ist vielfältig, wir Menschen sind vielfältig, unsere Bedürfnisse sind vielfältig und so sind auch unsere Beziehungen – zu groß und klein – vielfältig. NA GOTT SEI DANK! Wie langweilig wäre es, wenn es nicht so wäre?!

Ich entschied, mich nicht mehr mit dieser „Bekannten“ zu treffen. Nicht einmal kurz. Denn was für uns alle – unabhängig von unserer Vielfältigkeit und unseren unterschiedlichen Lebensentwürfen – gleichermaßen gilt, ist doch folgendes: Unsere Zeit ist zu kostbar, um sie an Leute zu verschwenden, die nicht gut für uns sind, die nur mit uns sprechen, um anschließend hinter unserem Rücken zu lästern oder sich in die Hände zu klatschen, weil wir in IHREN Augen irgendetwas saublödes machen, aushalten oder dulden. DAS entscheiden nur wir! Genauso wie wir besser entscheiden, unsere Aufmerksamkeit lieber jenen zu schenken, die uns gern haben und fragen: „Na, schaut dein Mann dich immer noch so verliebt an, wenn er abends spät heimkommt?“ oder „Wollt ihr nicht noch ein Kind? Eure sind einfach sooo zauberhaft, da sollte es mehr von geben!“ Über Probleme sprechen kann man ja trotzdem – aber eben auf Augenhöhe und von Herzen. DANN tut es auch gut, „alte“ Bekannte zu treffen. <3

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Thyra erzählt https://www.laecheln-und-winken.com/2019/03/02/thyra-erzaehlt/ https://www.laecheln-und-winken.com/2019/03/02/thyra-erzaehlt/#respond Sat, 02 Mar 2019 13:00:44 +0000 https://www.laecheln-und-winken.com/?p=5209 Meine Schwangerschaft war, bis auf die 9 Wochen Übelkeit, absolut Traumhaft. Mein kleiner war sehr lebhaft in meinem Bäuchlein und das war jedes Mal wieder eine Bereicherung für mich und meinen Freund. Und natürlich auch den Rest unserer Familie. 😋 Es lief einfach alles perfekt und wir waren super aufgeregt, je näher der Geburtstermin kam. […]

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Meine Schwangerschaft war, bis auf die 9 Wochen Übelkeit, absolut Traumhaft.

Mein kleiner war sehr lebhaft in meinem Bäuchlein und das war jedes Mal wieder eine Bereicherung für mich und meinen Freund. Und natürlich auch den Rest unserer Familie. 😋
Es lief einfach alles perfekt und wir waren super aufgeregt, je näher der Geburtstermin kam. Der war übrigens am 29.12.‘18.
Je näher der kam, desto mehr Angst hatte ich aber, dass ich vielleicht an Weihnachten oder Silvester im Krankenhaus liege.
In Woche 36 sagte mein Frauenarzt:“ Unser nächsten Termin ist nächsten Montag, lange bleibt ihr kleiner nicht mehr im Bauch. Wir sehen uns dann beim nächsten Mal so oder so mit Baby, vielleicht ja schon auf dem Arm statt im Bauch.“
Das hat mir Hoffnung gegeben.
Beim nächsten Termin kam ich mit Baby; immer noch im Bauch.
Ich hatte keine Lust mehr schwanger zu sein, kam kaum aus dem Bett hoch mit der Kugel, fand mein Freund natürlich witzig.
Ich wurde immer ungeduldiger, wollte endlich meinen kleinen Jungen umarmen können.
Die Nacht vom 26.12 auf den 27.12 lagen mein Freund und ich im Bett, kuschelten und sahen Fern, Doctor House lief.
Nachts um zwei, als die letzte Folge fast zu Ende war und wir eigentlich schlafen wollten, machte es auf einmal Peng und es fühlte sich an, als wäre etwas in mir geplatzt.
So schnell es meine Kugel zuließ, robbte ich mich aus dem Bett und watschelte schnell ins Bad.
Mein Freund hat sich natürlich erschrocken und mir hinterher gerufen was los sei.
Bevor ich die Toilette erreicht habe, lief es mir die Beine herunter. Gott sei Dank stand ich schon im Badezimmer.
Ich schnappte mir ein Handtuch, hielt es mir zwischen die Beine, machte die Tür wieder auf und rief:“Liebling, weck meine Eltern und hol die Wickeltasche! Es geht los!“
Um drei kamen wir vier dann in meinem Wunsch – Krankenhaus an und ich kam direkt an den CTG. Dann gingen auch schon die Wehen los und wurden sehr schnell stärker und stärker.
Um ehrlich zu sein hatte ich mir Wehen immer schlimmer vorgestellt als die eigentlich waren.
Ich will nicht sagen, dass das nicht weh tat. Ich hatte Schmerzen wie Sau.😅
Ich kam dann gegen 6 Uhr in den Kreißsaal und gegen viertel vor 7 bekam ich die PDA, damit ich mal durchatmen kann und etwas essen kann; ich hatte meinen Magen nämlich vollends leer gekotzt. Es kam nur noch Galle..🤢
Lange sollte mir das Glück von Schmerzfreiheit nicht gegönnt sein, es ging alles sehr schnell.
Auf einmal spürte ich einen ziemlichen Druck nach unten.
Ich war mit meinem Freund und meiner Hebamme alleine im Raum.
Sie sagte mir, dass ich es mir so bequem wie möglich machen soll, so wie es für mich am besten ist und dann darf ich sogar schon anfangen zu pressen.
Gesagt getan, es ging auf einmal richtig los.
Die Presswehen waren schrecklich, ich musste einfach schreien um das irgendwo raus zu lassen.
Mein Freund hat in der Zeit tapfer meine Hand gehalten und mir gesagt, dass ich ruhig atmen soll und wie toll ich das mache. Er war eine super Hilfe, auch wenn er vielleicht denkt, dass dem nicht so war. Er war klasse.🥰
Ein paar Presswehen später spürte ich wie der kleine aus mir raus flutschte und dann kam direkt der erste Schrei. Jeglicher Schmerz war nebensächlich, er kam sofort auf meine Brust.
Ich habe noch nie so viele Gefühle in mir gehabt wie in diesem Moment, man kann es kaum beschreiben.
So viel Adrenalin, Glück und Liebe.
Mein Freund schnitt die Nabelschnur durch, der kleine kackte mir auf den Arm, ich wurde mit 4 Stichen innen genäht (die habe ich nicht gespürt, ich hatte nur Augen für meinen Sohn) und nach einer Zeit wurde er gewogen, gemessen, angezogen und dann hatte ich ihn wieder bei mir.
So kam mein kleiner um 7:46 Uhr mit 53cm Körperlänge, 3470g Gewicht und 34cm Kopfumfang gesund auf die Welt. Laut meiner Hebamme und Ärtzin war das eine absolute Traumgeburt und beeindruckend für eine Erstgebährende. 😊
Diesen schönen Geburtsbericht hat Thyra geschrieben :)

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Werbung | Wenn ich an meinen Lebensabend, meine Zeit als Rentnerin denke, dann sehe ich meist zwei Bilder vor meinem inneren Auge: Mich mit meinem Mann auf einer Veranda im Schaukelstuhl sitzend, während wir mit so einem leicht verklärten Lächeln im Gesicht unsere Enkel beim Spielen beobachten und dabei eine frische Saftschorle schlürfen. Und uns beide an Bord eines Kreuzfahrtschiffes … wie wir über die anderen „alten Säcke“ lästern und dabei zusammen kichern wie Schulkinder. Im Prinzip halte ich beide „Visionen“ für durchaus realistisch – schließlich bedarf es dafür keines (leider ja nur sehr schlecht planbaren) Millionengewinns in naher Zukunft. WAS ich bzw. wir jedoch benötigen, um unseren Traum vom sorgenfreien Alter wahr werden zu lassen, ist eine gesicherte Rente, die uns mehr erlaubt als nur Toastbrot mit Käse in einem heruntergekommenen Einzimmerapartment für den Rest unseres Lebens. Und DAS könnte vielleicht doch ein Problem werden, wenn wir nicht endlich aktiv werden in Sachen privater Altersvorsorge. Denn darauf, dass die staatliche Rente uns über Wasser hält, können wir uns heute nicht mehr verlassen – wie mir auch der eigentlich immer gut gekleidete ältere Herr, der mindestens einmal in der Woche unseren Hausmüll nach Verwertbarem durchwühlt, vor Augen führt. Altersarmut ist ein Thema, dass uns alle betreffen kann. Wenn wir nicht vorsorgen.

Leider ist es jedoch so: Wenn ich versuche, mich mit den verschiedenen Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge zu befassen, gehen in meinem Gehirn sämtliche Rollos runter – so, als sollte ich spontan den Treibstoff-Verbrauch einer Rakete zum Mars berechnen. GLÜCKLICHERWEISE hat sich jedoch vor kurzem ein Kontakt zur Union Investment ergeben. Und die boten mir an: „Stell uns doch einfach mal alle Fragen zum Thema Altersvorsorge, die dich beschäftigen. Und gerne auch die deiner Leser/innen! Wir beantworten sie alle – verständlich! Versprochen!“ Das habe ich mir natürlich nicht zweimal sagen lassen, via Facebook- und Instagram eure Fragen eingesammelt und sie dem mir dafür empfohlenen Spezialisten, Wolfram Erling, im WhatsApp-Interview gestellt.

Bevor es jedoch ans „Eingemachte“ ging, habe ich den Vater von zwei Söhnen im Alter von 11 und 15 Jahren erst einmal gefragt, warum er seinen Job eigentlich so gerne macht … weil ich es mit meinem Brett vorm Kopf in diesen Dingen eben so gar nicht nachvollziehen kann. „Meinen Job als Leiter Zukunftsvorsorge bei Union Investment mache ich mit großer Begeisterung, da ich durch meine Arbeit dazu beitragen kann, die Altersvorsorge in Deutschland zu verbessern und zukunftssicherer zu machen. Leider ist das ein Lebensbereich, in dem sich viele Deutsche nicht so gut auskennen. Daher kommt der Information und Aufklärung große Bedeutung zu. Am meisten Spaß bereitet mir die Produktentwicklung, da wir dann Menschen Lösungen bieten können, mit denen sie für sich und die Familie optimal vorsorgen können.“
Hach, sowas finde ich toll. Menschen, die in ihrem Beruf auch ihre Berufung gefunden haben, sind mir definitiv die liebsten Gesprächspartner, wenn es um (für mich) eher schwierige Themen geht!

Grundsätzliche Fragen zur privaten Altersvorsorge … für den lockeren Einstieg ;)

#Frage 1

[09:29, 18.2.2019] Anke:
Direkt zu Anfang einmal bitte Hand aufs Herz, lieber Wolfram: Ist es heutzutage WIRKLICH notwendig, zusätzlich zur staatlichen Rente für’s Alter vorzusorgen oder ist das nur Panikmache, um den Verkauf von Finanzprodukten anzukurbeln?

[09:47, 18.2.2019] Wolfram:
Eins steht fest, die gesetzliche Rente sinkt. Durch geburtenstarke Jahrgänge von 1955 bis 1968 gibt es zukünftig immer mehr Rentner, deren Renten durch weniger Beitragszahler finanziert werden. Ein Appell also, zusätzlich privat vorzusorgen – und an deine Leser über mehr Geschwisterchen nachzudenken J

[09:59, 18.2.2019] Anke:
Hahaha, danke … ein interessanter Tipp, den ich dann nachher mal mit meinem Mann bespreche. ;) Grundsätzlich verstehe ich aber das Problem – da klafft offenbar eine ziemliche Lücke, die wir irgendwie SELBST schließen müssen.

#Frage 2 

[11:13, 18.2.2019] Anke:
Ist man als Mama, die nicht mehr bzw. über einen längeren Zeitraum nicht voll arbeitet, deutlich gefährdeter, später in die Altersarmut abzurutschen, als … tja, Männer oder kinderlose Frauen?

[11:47, 18.2.2019] Wolfram:
Das stimmt leider. Während der Zeit, die man zuhause verbringt, zahlt man nicht in die Rentenkasse ein. Dadurch sinkt die zu erwartende gesetzliche Rente. Aber beispielsweise fördert die private Riester-Rente Eltern und Mamas besonders über eine spezielle jährliche Zulage für Kinder. Für jedes jetzt geborene Kind gibt es 300€ pro Jahr.

[12:05, 18.2.2019] Anke:
Oh, vielleicht legen wir uns dann doch noch eins zu?! ;) Nein, Spaß beiseite … das ist sehr gut zu wissen. Denn wie heißt es so schön: Kleinvieh macht auch Mist.

#Frage 3

[12:07, 18.2.2019] Anke:
Gibt es denn Altersvorsorge-Formen, die speziell für Mütter empfehlenswert sind? Vielleicht gerade im Hinblick darauf, dass viele Mamis nur in Teilzeit arbeiten und daher weder besonders viel in die staatliche Kasse einzahlen, NOCH über das nötige „Kleingeld“ verfügen, monatlich höhere Summen für die private Rente abzuzweigen?

[13:03, 18.2.2019] Wolfram:
Die private Vorsorge Form Riester-Rente fördert Eltern und Mamas (wie gesagt) besonders über eine spezielle jährliche Zulage für Kinder. Bei zwei Kindern und zwei Erwachsenen kommen so jährlich bis zu 950€ staatliche Förderung zusammen. Dazu müssen 4% des letzten Bruttoeinkommens jährlich gespart werden – Mamas, die zuhause bleiben, müssen in dieser Konstellation nur einen Sparbetrag von 60€ jährlich leisten um die volle Förderung zu erhalten.

[13:10, 18.2.2019] Anke:
DAS finde ich richtig super, weil es wirklich angepasst ist an die Grund-Problematik, dass jene, die sich um die „Aufzucht der zukünftigen Beitragszahler“ auf der Strecke bleiben. Wie sieht es denn bei Alleinerziehenden aus? Ich vermute, da ist der Sparbetrag höher, weil kein Partner miteinzahlt, stimmt’s?

[13:13, 18.2.2019] Wolfram:
Das stimmt, Alleinerziehende müssen die 4% des Bruttoeinkommens einzahlen, um die volle Förderung (Grundzulage und Kinderzulage) zu erhalten.

#Frage 4

[13:20, 18.2.2019] Anke:
Wann ist der richtige Zeitpunkt, um über Altersvorsorge nachzudenken?
Und was ist, wenn man bereits – wie ich – so ein biblisches Alter von (fast) 42 erreicht hat? Lohnt es sich da noch, irgendwie aktiv zu werden oder ist der Zug für mich abgefahren?

[13:29, 18.2.2019] Wolfram:
Liebe Anke, da mache ich dir Mut! Es ist nie zu spät, etwas für deine Altersvorsorge auf die Seite zu legen. Wenn du jetzt startest, kommt über die Jahre und durch den Zinseszinseffekt ein attraktives Altersvorsorgevermögen zusammen.

[13:33, 18.2.2019] Anke:
Ganz ehrlich: Das beruhigt mich schon mal. Dann werde ich doch mal über meinen Schatten springen und mich ordentlich beraten lassen … ich frage dich gleich noch, an wen ich mich da am besten wende (von dir abgesehen ;) ) Aber vorher möchte ich noch folgendes wissen:

#Frage 5

[13:34, 18.2.2019] Anke:
Gibt es auch Anlageformen, von denen man lieber die Finger lassen sollte (selbst wenn sie erst einmal gut klingen), wenn man nicht riskieren möchte, seine Rücklagen zu verlieren? Wie erkennt und vermeidet man unnötige Risiken, wenn man – wie ich – eher ein Brett vorm Kopf hat in Sachen Finanzen?

[13:42, 18.2.2019] Wolfram:
Unnötige Risiken vermeidest du, wenn du auf Sicherheit setzt und ein Garantieprodukt wählst – bei der UniProfiRente von uns erhältst du garantiert alle geleisteten Einzahlungen und Zulagen zu Beginn der Rente. Wer mehr Risiko mag, kann auch einen Aktienfondssparplan zur Vorsorge wählen. Dann hat man die Chance auf mehr Rendite – aber natürlich auch mehr Risiko.

[13:54, 18.2.2019] Anke:
Ich persönlich bin ja eher der Typ Sicherheit … ich SITZE förmlich auf unserem Geld. Also: Danke für den Tipp – schau ich mir mal näher an!

#Frage 6

[13:58, 18.2.2019] Anke:
Und jetzt, wie angekündigt: An wen wendet man sich am Besten? Natürlich kann ich jetzt nicht allen, die Fragen haben, deine Telefonnummer weitergeben. ;) Aber vielleicht hast du einen Tipp, wo man sich wirklich fair und vor allem VERSTÄNDLICH beraten lassen kann?

[17:03, 18.2.2019] Wolfram:
Ein Beratung ist sehr wichtig, denn jeder soll sich wohl mit seiner Vorsorgeentscheidung und vor allem verstanden fühlen. Da lege ich dir die Berater der Volks- und Raiffeisenbanken ans Herz. In einem individuellen Vermögens- und Altersvorsorgecheck kann für jedes Portemonnaie eine Lösung gefunden werden.

[17:42, 18.2.2019] Anke:
Nichts für ungut, aber … sagen das nicht alle von sich und wollen dann doch nur „verkaufen“? Was macht die Berater der Volks- und Raiffeisenbanken da besonders?

[17:59, 18.2.2019] Wolfram:
Das Verhältnis zwischen Kunde und Bank unterscheidet sich von anderen Banken. Denn Volksbanken und Raiffeisenbanken gehören ihren Mitgliedern und sind diesen durch den genossenschaftlichen Förderauftrag in ganz besonderer Weise verpflichtet. 18,5 Millionen Kunden sind so in Deutschland Mitglied ihrer Genossenschaftsbank und zugleich auch ihr Miteigentümer.

[20:10, 18.2.2019] Anke:
Na guck … das wusste ich gar nicht! Möglicherweise sollte ich mal die Bank wechseln! :D

#Frage 7

[20:13, 18.2.2019] Anke:
So und jetzt nochmal auf den Punkt gebracht – bevor wir zu den individuellen Leser-Fragen kommen (die es echt in sich haben!!! ;) ): Was macht eine gute Altersvorsorge aus? Und was ist der EINFACHSTE Weg, sich für die Zukunft abzusichern?

[20:22, 18.2.2019] Wolfram:
Ganz klar: ein Produkt, das Chance und Sicherheit vereint. Die Riester-Rente fördert vor allem Familien, garantiert die Einzahlungen und Zulagen und ist ganz schnell und einfach abschließbar.

[20:47, 18.2.2019] Anke:
Klingt – ganz ehrlich – absolut passend für Leute wie mich … also für Eltern. Das sagen ja sogar die Riester-Kritiker wegen der Zulagen, die man sich echt nicht durch die Lappen gehen lassen sollte. Ich hab da nämlich eben mal kurz recherchiert. ;)

So, weiter geht’s mit den …

Individuellere Fragen von LÄCHELN UND WINKEN-Leser/innen

#Frage 8

[20:48, 18.2.2019] Anke:
Ist Eigentum vielleicht sogar noch eine bessere Vorsorge als zum Beispiel die Riester-Rente?

[21:22, 18.2.2019] Wolfram:
Eine eigene Immobilie kann die Altersvorsorge unterstützen, da man keine Miete zahlen muss. Aber Achtung: Steine kann man nicht essen J. Eine eigene Immobilie birgt auch Instandhaltungskosten in der Rente und der Wert eines Hauses kann je nach Lage sehr stark mit der Zeit schwanken und hier ist ein Großteil des Vermögens in einen Vermögenswert angelegt. Das ist auch ein Risiko.

[21:25, 18.2.2019] Anke:
Oh man, ja, die Instandhaltungskosten und die Gefahr, dass der Wert aufgrund der Lage sinken könnte, sind tatsächlich die beiden Punkte, die uns aktuell daran hindern, endlich mal aktiv nach etwas eigenem zu suchen. Wie gesagt: Ich bin voll der Sicherheits-Fanatiker! :D

#Frage 9

[07:10, 19.2.2019] Anke:
Wenn ich mich entscheide, selbstständig zu arbeiten und NICHT das Glück habe, dank Künstlersozialkasse auch in die Rentenversicherung einzuzahlen, welche Möglichkeiten habe ich dann noch?

[07:18, 19.2.2019] Wolfram:
Du hast z.B. die Chance, eine sogenannte Rürup-Rente abzuschließen. Deine Einzahlungen werden dabei durch Steuervorteile gefördert. Im Alter bekommst du dann eine lebenslange Rente.

[07:25, 19.2.2019] Anke:
Super Tipp!

#Frage 10

[08:39, 19.2.2019] Anke:
Sollte ich mich als Mutter von privaten Kassen fernhalten?

[09:06, 19.2.2019] Wolfram:
Die Wahl der privaten Krankenversicherung ist sehr individuell und hängt von der eigenen Einstellung und den Lebensverhältnissen ab. Aufgrund der Komplexität des Themas empfehle ich dir eine individuelle Beratung bei einem Versicherungsexperten.

#Frage 11 

[09:17, 19.2.2019] Anke:
Was sollte ich wirklich an Geld zurücklegen, um im Alter auf einen grünen Nenner zu kommen?

[09:45, 19.2.2019] Wolfram:
Wenn du 4% deines letzten Bruttoeinkommens in die staatlich geförderte Riester-Rente einzahlst, erhältst du die volle staatliche Förderung (bis zu 950€ jährlich) und profitierst zusätzlich von der 100% Garantie auf die gezahlten Beiträge und Zulagen. Damit ist ein guter Grundstein an zusätzlicher Vorsorge gelegt. Vielleicht bietet aber auch dein Arbeitgeber eine betriebliche Vorsorge an und legt sogar noch einen Groschen dazu. Das sollte man immer prüfen. Grundsätzlich kommt dies aber immer auf die eigenen (Konsum-) Vorstellungen in der Rente an.

[09:56, 19.2.2019] Anke:
Verstehe. Man sollte also im Prinzip am besten das Pferd von hinten aufzäumen, sich überlegen, wie viel Geld man im Alter pro Monat benötigt und dann mit professioneller Beratung einen Weg suchen, sich das zu ermöglichen, richtig?

[11:03, 19.2.2019] Wolfram:
Richtig. Grundsätzlich empfehlen wir 70% des letzten Nettoeinkommens als Rahmenwert für eine auskömmliche Rente. Bei einem Altersvorsorge-Check wird beispielsweise ermittelt, wie hoch der individuelle Bedarf im Alter sein könnte.

[11:12, 19.2.2019] Anke:
Tja, das sollte ich dann vielleicht auch mal machen …

#Frage 12

[11:14, 19.2.2019] Anke:
Was bedeutet es eigentlich in Summe, wenn ich drei Jahre oder mehr komplett zu Hause bleibe und vielleicht erst nach sechs, sieben oder acht Jahren wieder einzahle? Wie viel weniger Rente habe ich dann? Gibt’s da vielleicht ein Rechenbeispiel?

[13:07, 19.2.2019] Wolfram:
Generell bedeutet weniger Arbeitszeit zum Beispiel durch Elternzeit eine Reduktion der gesetzlichen Rente im Alter. Eine private Vorsorge wird umso wichtiger.

[13:12, 19.2.2019] Anke:
Also gibt es kein Rechenbeispiel? Das „Ergebnis“ nach längerer Eltern-Auszeit ist ganz individuell?

[13:24, 19.2.2019] Wolfram:
Leider kann ich dir dazu kein Rechenbeispiel liefern, denn wie du sagst: Dies ist ganz individuell und kommt darauf an, wie lange man bei seinen Kindern zuhause bleiben möchte.

#Frage 13

[13:33, 19.2.2019] Anke:
Stichwort: Betriebliche Altersvorsorge (bAV). Soll man da auch drauf setzen? Auch, wenn man nur 80%, 50% oder 20% arbeitet? Für wen lohnt sich das eigentlich?

[13:36, 19.2.2019] Wolfram:
Ob sich eine bAV lohnt kann man pauschal nicht sagen. Es hängt immer davon ab, wie der Arbeitgeber diese ausgestaltet hat. Da der Arbeitgeber für alle eingezahlten Beiträge haftet, erhält man mindestens das umgewandelte Entgelt zurück. Dann hängt es davon ab, ob und wieviel der Arbeitgeber an Zuschüssen gibt und ob eine renditestarke Kapitalanlage gewählt wurde. Bis zum Renteneintritt vergehen ja oft Jahrzehnte und da soll sich das Kapital bestmöglich vermehren. 

#Frage 14

[13:58, 19.2.2019] Anke:
Was ist denn sinnvoller: Einen Teil des Gehalts mittels Entgeltumwandlung anzulegen (und so weniger in die Rentenkasse einzuzahlen) oder vom Nettogehalt einzuzahlen, z. B. in einen Riester-Vertrag, und das dann wiederum steuerlich geltend zu machen?

[14:39, 19.2.2019] Wolfram:
Beides kann sich lohnen, auch gleichzeitig. Es hängt aber immer von der individuellen Situation ab und wie die betriebliche Altersvorsorge vom Arbeitgeber ausgestaltet ist. 

#Frage 15

[14:42, 19.2.2019] Anke:
Was kann man zusätzlich zu Eigentum und betrieblicher Altersvorsorge noch machen, wenn man das Gefühl hat, dass da immer noch eine Lücke ist?

[16:09, 19.2.2019] Wolfram:
Wer schon eine bAV hat kann zusätzlich noch einen Riester-Vertrag abschließen. Darüber hinaus bieten sich Fondssparpläne an. Bei ihnen kann schon mit monatlichen Summen ab 25 Euro regelmäßig was zur Seite gelegt werden und die Renditen sind im Schnitt deutlich besser als beim Sparbuch. .

#Frage 16

[17:46, 19.2.2019] Anke:
Gibt es Richtwerte, die besagen: Wer so-und-soviel verdient, sollte so-und-soviel in Altersvorsorge investieren, damit es sich am Ende auch wirklich auszahlt?

[19:12, 19.2.2019] Wolfram:
Ein großzügiger Rahmenwert sind 10% deines Einkommens, das ist aber schon ganz schön viel. Jeweils 4% könnten in die Riester-Rente und die betriebliche Altersvorsorge gespart werden. Weitere 2% könnte man chancen- (aber auch risikoreicher) in einen Aktienfondssparplan einzahlen. Damit ist ein guter Grundstein an zusätzlicher Vorsorge gelegt. Und dann … kommt es wieder auf die eigenen (Konsum-) Vorstellungen in der Rente an. ;)

#Frage 17

[21:03, 19.2.2019] Anke:
In was soll man investieren, wenn man sein Geld sicher anlegen will, es aber so gut wie keine Rendite gibt und am Schluss womöglich noch Steuern warten?

[21:26, 19.2.2019] Wolfram:
Das ist ja der Clou bei der Riester-Rente: Man bekommt die eingezahlten Beiträge und Zulagen garantiert und hat gleichzeitig die Chance auf mehr, indem man in Aktien oder aktiennahe Anlagen investiert ist. Versteuern muss man dies erst nachgelagert – also nach Beginn der Rentenbezugsphase mit dem individuellen Steuersatz, den man dann als Rentner hat (und der ist meist niedriger als während der aktiven Arbeitszeit).

#Frage 18

[21:37, 19.2.2019] Anke:
Risikolebensversicherung: Ja oder nein? Wie sinnvoll ist die ganze Vorsorge noch, wenn mir jetzt nichts zum Leben bleibt?

[07:58, 20.2.2019] Wolfram:
Eine Risikolebensversicherung ist eine Versicherung, die zahlt falls ich sterbe, und ist daher ungeeignet, um für die Rente vorzusorgen.

[08:48, 20.2.2019] Anke:
Erkläre das doch bitte mal genauer. Kann man sich so eine Risikolebensversicherung nicht auszahlen lassen irgendwann? Dann hätte man doch auch etwas „zusammengespart“ für die Rente? Oder lohnt sich das einfach nicht?

[08:51, 20.2.2019] Wolfram:
Eine Risikolebensversicherung dient vor allem der Absicherung von Angehörigen, wenn man stirbt. Das kann durchaus sinnvoll sein. Ist aber kein Instrument für die eigene Altersvorsorge, weil die Versicherung in der Regel nur im Todesfall zahlt.

[09:11, 20.2.2019] Anke:
Und was sagst du zu dem Problem, dass manchen vor lauter Vorsorge JETZT kaum etwas bleibt. Macht das Sinn?

[09:59, 20.2.2019] Wolfram:
Es geht ja nicht darum, möglichst viel vorzusorgen, sondern den Betrag, den man im Alter auch tatsächlich braucht. Dazu sollte man zunächst seine Rentenlücke ermitteln. Das geht online. Man kann das aber auch zusammen mit einem Berater machen.

[13:16, 20.2.2019] Anke:
Oh, dass finde ich ja praktisch! Das probiere ich definitiv mal aus!!!

#Frage 19

[13:17, 20.2.2019] Anke:
Wie funktioniert dieser Riester-Vertrag eigentlich genau? Bekommt man am Ende genau das raus, was man eingezahlt hat oder tatsächlich mehr? Und was ist, wenn man zwischendurch mal was entnimmt? Werden einem dann die Vorzüge, die man durch die Kinder bekommen hat, wieder gestrichen?

[13:25, 20.2.2019] Wolfram:
Bei der Riester-Rente sind alle Einzahlungen und staatlichen Zulagen garantiert – du bekommst also immer mindestens das, was du eingezahlt hast! Durch die Investition in Fonds und die lange Laufzeit erzielst Du dann in der Regel noch eine zusätzliche Rendite. Zwischendurch kannst du zwar etwas entnehmen, du müsstest diese Gewinne dann aber voll besteuern und die geflossene Förderung zurückgeben. Daher empfehle ich dir, bis zu Beginn der Rente zu warten, denn dann kann man problemlos bis zu 30% des Altersvorsorgevermögens entnehmen.

[13:28, 20.2.2019] Anke:
Müsste bei der Riester-Rente nicht immer mehr herauskommen, als man eingezahlt hat … wegen der Zulagen, meine ich? Sonst könnte man doch auch unter der Matratze sparen, oder? ;)

[13:43, 20.2.2019] Wolfram:
Genau: Die Zulagen erhältst du nach Ablauf garantiert wieder heraus – zusätzlich zu dem, was du selbst einbezahlt hast. Zudem kann man bei der Riester-Rente aber auch von den steuerlichen Vorteilen profitieren. Und dagegen hat ja niemand was, wenn man am Ende des Jahres ein paar Euro bei der Steuererklärung zurück bekommt J ?

[13:56, 20.2.2019] Anke:
Hahaha, nein, wohl kaum! :D

#Frage 20

[13:59, 20.2.2019] Anke:
Wie sieht es für Beamte aus? Gelten da andere Regeln? Beim Riestern zum Beispiel?

[15:11, 20.2.2019] Wolfram:
Beamte profitieren von der Vorsorge, die der Staat für seine Bediensteten trifft. Zusätzlich können sie natürlich noch privat vorsorgen und erhalten bei der Altersvorsorge die gleichen Vorzüge wie z.B. die staatliche Förderung bei Riester … also genau wie alle anderen Sparer J .

#Frage 21

[15:43, 20.2.2019] Anke:
Wie sieht es im Falle von Erkrankungen aus? Wenn ich auch nach der Elternzeit z. B. wegen Rückenleiden oder psychischen Problemen erwerbsunfähig bleibe und sich die Lücke immer weiter vergrößert? Was kann man DANN tun?

[16:39, 20.2.2019] Wolfram:
Ich rate dir, eine Vorsorge zu wählen, bei der du die Chance hast, für deine Einzahlungen möglichst viel Rente zu erhalten. Deshalb lass dich am besten individuell beraten. Schon ab 60 Euro pro Jahr kannst du unter Umständen eine Förderung in Höhe von mehreren Hundert Euro erhalten.

[18:48, 20.2.2019] Anke:
Ich glaube, am Wichtigsten ist wohl, nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern echt mal jemanden zu fragen, der sich damit auskennt. So richtig! Es ist halt nur so schwierig, jemanden zu finden, den man dann auch versteht – verstehst du, Wolfram? Kannst du das als Profi, mal so nebenbei gefragt, eigentlich nachvollziehen … wie KOMPLIZIERT das ganze Renten- und Altersvorsorge-Thema für uns Otto-Normalos ist? ;)

[19:46, 20.2.2019] Wolfram:
Natürlich! Es gibt einiges zu beachten und es geht um viel – einen auskömmlichen Ruhestand. Deswegen ist es sehr wichtig, sich frühzeitig Gedanken zu machen.

#Frage 22

[20:23, 20.2.2019] Anke:
Gibt es in Sachen Altersvorsorge eigentlich Besonderheiten, wenn der MANN einige Jahre für die Kinder zuhause bleibt?

[20:29, 20.2.2019] Wolfram:
Generell sollten alle Papas und Mamas 5 Jahre nach der Elternzeit bei der deutschen Rentenversicherung anfragen, ob die persönliche Erziehungszeit richtig auf die gesetzliche Rente angerechnet worden ist. Das ist wichtig! Richtige BESONDERHEITEN gibt es aber nicht, wenn der Mann anstelle der Frau ein paar Jahre zuhause bleibt. Die private Vorsorge Form Riester-Rente ist auch für Papas eine gute Wahl, weil sie eben – wie schon erwähnt – Eltern über eine jährliche Zulage für Kinder fördert.

#Frage 23

[09:39, 21.2.2019] Anke:
Zum Schluss noch ein Frage von einer Leserin, die gerade echt nicht weiter weiß in Sachen Altersvorsorge. Sie schreibt: „Mir wurde von einer unabhängigen Beratung gesagt, es gäbe außer Eigentum nichts, was „jetzt noch“ Sinn ergäbe. Für eine private Rente iHv 1.000€ müsste ich aktuell 800€ einzahlen. Allerdings sind weder dieser Betrag, noch Eigentum für mich realistisch. Also bin ich sehr gespannt, was Wolfram dazu sagt … denn so bin ich in Schockstarre.“

[11:37, 21.2.2019] Wolfram:
Liebe Leserin, ich kenne jetzt nicht die genauen Rahmenbedingungen deiner Altersvorsorge. Aber grundsätzlich ist Angst ein schlechter Ratgeber. Schau nach vorn, es ist nie zu spät, ein bisschen was für das Alter zu sparen. Und Eigentum ist nicht für jeden und in jeder Situation geeignet. Mein Tipp lautet daher: Einfach mal anfangen mit einem kleinen Betrag zu sparen, staatliche Förderung mitnehmen und zusätzlich mal beim Arbeitgeber anfragen, ob du nicht auch etwas mit betrieblicher Vorsorge machen kannst. Denn das kann sich auch lohnen.

Grundsätzlich ist es wichtig, möglichst früh mit dem Sparen anzufangen. Ich gebe dir ein Beispiel: Sparst du 100 Euro im Monat, kannst du bei einer durchschnittlichen Wert­entwicklung von jährlich 4% nach zehn Jahren mit rund 14.700 Euro rechnen; nach 30 Jahren mit rund 68.750 Euro (Quelle: Stiftung Warentest). 

[13:39, 21.2.2019] Anke:
Lieber Wolfram, ich danke dir, dass du dir sooo viel Zeit genommen und all unsere Fragen beantwortet hast!

[13:51, 21.2.2019] Wolfram:
Sehr gerne. Vielen Dank auch für die schönen Fragen. Ich hoffe, ich konnte die eine oder andere Unklarheit aus dem Wege räumen.

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Krümel-Chroniken: 29. (Lebens-)Monat https://www.laecheln-und-winken.com/2019/02/25/kruemel-chroniken-29-lebens-monat/ https://www.laecheln-und-winken.com/2019/02/25/kruemel-chroniken-29-lebens-monat/#comments Mon, 25 Feb 2019 11:00:43 +0000 https://www.laecheln-und-winken.com/?p=5256 Fast 2,5 Jahre ist der kleine Floh nun schon alt und in vielerlei Hinsicht bereits sehr selbstständig. Gleichzeitig jedoch klebt er gefühlt sogar noch mehr, als früher seine große Schwester, an mir … will immer noch ständig auf den Arm, ganz nah bei mir schlafen und in fremder Umgebung lieber keinen Schritt ohne mich unternehmen. […]

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Fast 2,5 Jahre ist der kleine Floh nun schon alt und in vielerlei Hinsicht bereits sehr selbstständig. Gleichzeitig jedoch klebt er gefühlt sogar noch mehr, als früher seine große Schwester, an mir … will immer noch ständig auf den Arm, ganz nah bei mir schlafen und in fremder Umgebung lieber keinen Schritt ohne mich unternehmen. Zumindestens erstmal. Bis er richtig angekommen ist. Dann ist er weg! :D  

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KLEINKIND-STATUS:

Körperchen: Nachdem wir nun endlich wieder einen kompletten Zollstock haben (die Kinder hatten unseren zerlegt und irgendwie waren wir monatelang nicht mehr in einem Baumarkt, wo man ja mal eben so ein Ding mitnehmen kann), konnte ich auch mal nachmessen, ob das Krümelchen denn wohl gewachsen ist. Ist er. Aber nicht so viel, wie ich gedacht hätte. Aktuell bringt er es auf knappe 92,5 cm … also ist in den letzten Monaten nur ein Zentimeterchen dazu gekommen. Finde ich nicht sooo schlimm, weil er eh schon recht lang ist für sein Alter UND ich jetzt nur noch ungern eine weitere Rutsche Winterkleidung kaufen würde. Danach sieht es aber ja gerade echt nicht aus. Also: Alles prima. ;)
Können/Verhalten: Der Floh steckt bis zum Hals in der Trotzphase. Und zwar so ganz klassisch. Letztens habe ich es gewagt, ihm Apfelschorle in einen blauen Becher zu gießen, OBWOHL ER EINEN GRÜNEN WOLLTE!!! Das Kind ist förmlich zusammengebrochen vor Leid und Schmerz ob meiner absoluten Unfähigkeit und DUMMHEIT. Der arme Junge. Auch noch vor Publikum. Es gab kein Halten mehr und es hat locker 20 Minuten gedauert, bis er mir mein grässliches Unvermögen verzeihen und aus dem blauen Becher trinken konnte. Es war ein Fest für alle Beteiligten. ;)
Derlei Spaß haben wir natürlich mehrmals täglich, ganz wie es sich für dieses Alter gehört, und finden es – so glaube ich – beide etwas anstrengend. ABER wir kommen gerade nicht raus aus der Nummer. Er möchte so viel können und haben und verstehen und mitteilen … und das ihm immer noch Grenzen gesetzt sind, kotzt den Krümel regelrecht an. Ich bemühe mich sehr, dass zu verstehen und nicht selber sauer zu werden, wenn er irgendetwas wirft, weil es nicht so funktioniert, wie er möchte oder schlicht brüllt wie ein Berserker, weil der Schnuller runtergefallen ist. Vor seine Füße. In sehr erreichbare Nähe.
Bisher schaffe ich das noch ganz gut, weil die Große mich wirklich sehr umfassend ausgebildet hat in Sachen Trotzkind, aber dennoch spüre ich mittlerweile ab und zu dieses Kribbeln im Nacken, das meine eigenen Grenzen signalisiert. Und dann hilft nur … tief durchatmen, bis 10 zählen, in die Küche gehen, die Schublade mit der Schokolade öffnen, richtig zulangen und nochmal tief durchatmen. Schon geht’s wieder. ;)
Schlaf-Elend: Wir hatten hier alle die Grippe, was ein wahrhaft fantastische Familien-Event war und dazu geführt hat, dass das Krümelchen lieber wieder gaaaanz nah bei der Mama schläft. Neben mir in seinem Beistellbett liegen reicht aktuell leider nicht, nein, es muss auf meiner Matratze sein mit mindestens einer Hand in meinem Gesicht, damit ich BLOß nicht heimlich abhauen oder gar mal aufs Klo gehen kann! Es ist zauberhaft! Nicht! ;)
Natürlich ist es süß, dass er meine Nähe sucht und ich kuschle auch schrecklich gerne mit ihm, aber ganz ehrlich: So langsam hätte ich einfach auch mal wieder Spaß an mehr als 10 cm Platz in meinem Bett. Ich weiß, ich bin komisch … ich stelle verrückte Ansprüche. :D
 

MAMA-STATUS:

Körper: Ich habe ganz toll abgenommen – ein herzliches Dankeschön an die Grippe! Es ging wie von selbst und hält sich im Moment noch fast von allein. Es ist nämlich so: Im Gegensatz zum Mann kann ich nicht essen, wenn ich krank bin. Ich muss mir echt alles reinzwängen und habe keine Freude an nix. Nicht mal an Chips und das ist für meinen Organismus ja förmlich der Super-Gau. Ich will mich aber nicht beschweren. Ich wollte ja eh gerne noch die Weihnachtskilos loswerden, bevor ich abstille und damit wieder alles ändere. Da bin ich auch echt mal gespannt, wie mein Körper reagiert, wenn ich ihm die Mehr-Arbeit und die daran gekoppelten Hormone entziehe und ihn nach all der Zeit in den „Normal-Zustand“ zurückfinden lasse. Die Frage ist: Was ist jetzt normal für meinen ziemlich Still- und Schlafentzug-strapazierten Körper?!
Angehen werde ich das Thema im Frühjahr … wahrscheinlich im April. Es wird Zeit, dass Stillen wirklich zu beenden. Hach …
Und sonst so: Meine Energiereserven sind – wenig überraschend nach dieser Kack-Erkrankung, die ich locker 3 Wochen rumgeschleppt habe und null „auskurieren“ konnte – etwas leergepustet. Sie MÜSSTEN mal aufgetankt werden, nur weiß ich nicht genau, wie ich das machen soll. Aktuell haben wir nicht die Möglichkeit, mich mal 2 Tage richtig aus dem Spiel zu nehmen, mir also eine echte Auszeit zu ermöglichen. Ich konzentriere mich daher darauf, mir kleine Pausen zu leisten, die ich jeden Tag einrichten kann. Also nicht IMMER zu arbeiten, wenn die Kinder schlafen, sondern zumindest hin und wieder nur stumpf Netflix zu gucken; sogar während des Mittagsschlaf des Krümelchens gönne ich mir das im Moment manchmal. Das ist nicht viel, aber besser als nichts. :D

Vor kurzem hatte ich eine alte Freundin mit ihrem kleinen Baby zu Besuch und mein Uterus schlug NICHT Alarm. Ungewöhnlich für mich. ;) Im Prinzip lösen Babys seit ich denken kann in mir den Wunsch aus, selbst (wieder) schwanger zu werden. Sogar das Baby-KÄTZCHEN einer anderen Freundin ließ mich völlig kalt; wirklich keine einzige Seite in mir klang mit dem Bedürfnis an, etwas neues „Kleines“ in unsere Leben zu holen. Verrückt!!! Also entweder ich bin echt fertig mit der Familienplanung oder so müde, dass ich mich unmöglich vorstellen kann, noch weniger zu schlafen. :D Beides ist möglich.
Was zusätzlich eine Begründung sein könnte ist der Umstand, dass ich das Söhnchen in so vielen Aspekten immer noch als „sehr klein“ empfinde, was garantiert daran liegt, dass die Große so wahnsinnig gewachsen ist und den kleinen Bruder entwicklungstechnisch logischerweise arg in den Schatten stellt. Noch mehr als beim ersten Kind verstehe ich nun, warum Mütter ihre Kinder ein Leben lang als ihre BABYS betrachten … und hin und wieder auch so behandeln. Sogar, wenn sie fast 42 Jahre alt und selbst Mama sind.
Ich finde es spektakulär, wie man als Mutter endlich versteht, warum die eigene Mutter war, wie sie eben war. Ich mache so viele Dinge ähnlich wie meine Mama, obwohl ich mich noch genau daran erinnere, dass ICH das als Kind voll Scheiße fand. Richtig war es dennoch, nur dass ich DAS eben erst jetzt kapiere. Ich hoffe, meinen beiden geht’s irgendwann auch so. <3

Von solch tiefschürfenden Erkenntnis-Momenten mal abgesehen, befasse ich mich gerade hauptsächlich mit zwei eher profanen Themen. Die Trotzerei und die neue Morgenmuffeligkeit des Krümelchens. Was die „Autonomie-Phase“ angeht, bewegen wir uns nun ganz langsam auf ein Level zu, dass sogar mich anstrengt, obwohl ich mir doch sehr vorgenommen hatte, diesmal total hart im Nehmen zu sein. Nur … wenn der kleine Floh mal wieder seinen Roller wirft, weil dieser die Kurve nicht VON ALLEINE genommen hat und dabei fast eine Frau zu Fall bringt, spannt meine Hutschnur doch ein wenig. ;) Auch merke ich, dass ich noch nicht so ganz rausgefunden habe, wie genau ich denn nun diesmal – also beim zweiten Kind – mit den öffentlichen Ausrastern umgehen möchte. Bei der Mausemaus war das einfach, da lief ich nämlich voll auf Autopilot und versuchte nur, die Situation irgendwie zu überstehen. Den Stress, den das Gewüte meines Kindes in mir auslöste, spürte ich beinahe körperlich und was meinen Puls anging, konnte ich verlässlich auf ein rasantes Tempo zählen, sobald die kleine Madam richtig loslegte. Beim Krümel ist das anders. Tatsächlich bleibe ich wirklich lange ruhig – also solange keine größeren Gegenstände fliegen. ;) Und das sogar vor Publikum. Überraschenderweise verunsichert mich jetzt aber genau DAS, weil ich mich dann frage, ob es für die „Gaffer“, die sich ja schnell einfinden, sobald ein Kind laut wird, wohl so aussieht, ob mir das Gezeter meines Stöpsels egal ist?! Bescheuert eigentlich, weil das bedeutet, dass ich zwar gelernt habe, besser mit Trotzanfällen umzugehen, jedoch nicht, dass es mir wirklich schnurz-egal sein sollte, wie ich in derlei Situationen auf ANDERE wirke. Relevant ist doch wirklich nur, wie WIR – das Kind und ich – damit klar kommen, dass Giftzwerg-Attacken eben nicht nur zuhause stattfinden, sondern auch sehr, sehr oft unter den Augen fremder Menschen. Interessieren sollten mich die doofen Blicke längst nicht mehr. Möglicherweise sollte ich mir das mal auf ein T-Shirt drucken. Und dem Krümel gleich dazu! ;)

Das Thema Morgenmuffeligkeit lässt sich wohl leider nicht mit einem Shirt erledigen, allerdings hoffe ich auch hier auf eine Phase. Seit ein paar Wochen ist der Sohnemann jedes Mal, wenn er aufwacht, mega-mies gelaunt. Unabhängig davon, ob es sich um das Erwachen aus dem Nacht- oder Mittagsschlaf handelt: Es wird gebrüllt. Er will stillen und auf den Arm, sich keinesfalls anziehen lassen und noch sehr viel weniger rausgehen. Gerade nachmittags ist letzteres echt schlecht, denn ich muss und möchte schließlich irgendwann die Tochter aus der Kita abholen. Aktuell starte ich diesen Tagesordnungspunkt IMMER mit einem heftig weinenden Söhnchen am Bein, was echt ein bisschen an meinen Nerven zehrt. Ich möchte mein Kind ungern zu etwas zwingen, dass es so gar nicht möchte und gerade während er noch kränkelte, verstand ich seinen Wunsch, einfach zuhause zu bleiben, so gut, dass ich am liebsten mitgeweint hätte. ABER ich habe zwei Kinder und ich möchte abends gerne beide bei mir haben und nicht eines allein in der Kita übernachten lassen ;) . Tja, manchmal tun sie ein bisschen weh, diese Kompromisse, um beiden Lieblingen gerecht zu werden. Doch es gehört zur Elternschaft dazu … wie unser ewig währendes Mantra: Es ist nur eine Phase, ALLES ist nur eine Phase! :D

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Christin B. erzählt https://www.laecheln-und-winken.com/2019/02/24/christin-b-erzaehlt/ https://www.laecheln-und-winken.com/2019/02/24/christin-b-erzaehlt/#respond Sun, 24 Feb 2019 12:00:02 +0000 https://www.laecheln-und-winken.com/?p=5104 ET war der 23.09.2018, mir ging es während der gesamten Schwangerschaft sehr gut, von anfänglicher Übelkeit abgesehen. Keine Wassereinlagerungen, kein riesiger Bauch, ich konnte unserer 4 jährigen Tochter also gut gerecht werden. Hatte mich immer viel bewegt, viele Tipps vom Schwangerschaftsyoga mitgenommen und wollte diese Geburt selbstbestimmt erleben. (was mir bei der ersten Geburt nicht […]

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ET war der 23.09.2018, mir ging es während der gesamten Schwangerschaft sehr gut, von anfänglicher Übelkeit abgesehen. Keine Wassereinlagerungen, kein riesiger Bauch, ich konnte unserer 4 jährigen Tochter also gut gerecht werden. Hatte mich immer viel bewegt, viele Tipps vom Schwangerschaftsyoga mitgenommen und wollte diese Geburt selbstbestimmt erleben. (was mir bei der ersten Geburt nicht gelungen ist)
Es ging auf den ET zu und von Wehen keine Spur.
Ab ET musste ich also umtägig zum CTG, immer im Wechsel zu meiner tollen Hebamme und ins Krankenhaus. Meine Hebamme hat jedes Mal (die von mir gehasste) Akupunktur gemacht. Ich hab zusätzlich eigentlich alles versucht, 3xtgl. Heublumendampfbad, (massenhaft) Himbeereblättertee, Bauchmassagen, Bewegung, Baden, am Schluss sogar Nelkenöltampons! Unserem Krümelchen ging’s super – CTG immer sehr gut, ausreichend Fruchtwasser, Plazenta in Ordnung und das Köpfchen war weit entfernt davon, sich tiefer ins Becken zu senken. Mir ging es auch sehr gut, erst ab ET+7 wurde ich langsam immer genervter. Wehen hatte ich seit Tagen ab und zu, jedoch gingen sie immer wieder weg, egal was ich tat. Außerdem drohte mir nun die Einleitung, spätestens ab ET+14.
Mittlerweile musste ich täglich zum CTG, meine Hebamme untersuchte mich jedes Mal, auch um die Geburt in Gang zu bringen – ohne Erfolg.
In der Nacht zum 04.10.2018 hatte ich regelmäßige Wehen, die aber auch diesmal wieder aufhörten.
Morgens um 10:30 Uhr mussten wir erneut ins Krankenhaus zum CTG. Die große Tochter war dabei, weil sie natürlich krank war und nicht in die Kita konnte. Ich war mittlerweile richtig frustriert. CTG war wieder super, ich wurde erneut untersucht und mir wurde gesagt, dass in spätestens 3 Tagen mit Wehentropf und Aufstechen der Fruchtblase eingeleitet wird – absolute Horrorvorstellung für mich…
Wir sind also wieder los, wollten in einem Einkaufszentrum Mittag essen und noch einige Wege erledigen. Schon auf der Autofahrt dahin bekam ich wieder relativ regelmäßige Wehen, vielleicht in etwa alle  5 Minuten. Beim Essen dann musste ich zur Toilette und hatte eine Blutung. Da ich die Hoffnung auf einen natürlichen Geburtsbeginn nahezu aufgegeben hatte, nahm ich das alles recht gelassen hin. Die Wehen blieben regelmäßig und ich sagte meinem Mann, dass wir jetzt lieber nach Hause fahren. Wir haben aber trotz Allem unsere Einkäufe noch erledigt. Zu Hause angekommen hab ich meine Hebamme angerufen, die Taschen fertig gepackt und gegen 15 Uhr haben wir unsere große Tochter zu meiner Mutter gebracht. Dann nochmal zur Hebamme (ich wollte sicher gehen, dass es kein blinder Alarm ist und ja nicht umsonst und die Klinik!!), regelmäßige Wehen am CTG, ca.alle 3 Minuten, die ich nun auch veratmen musste.
Kein Liegen mehr möglich und sie schickte uns ins Krankenhaus.
Keine Ahnung warum, aber ich sagte zu meinem Mann, dass wir noch zum Bäcker gehen – ich dachte, ich muss mich bewegen, bewegen, bewegen…um die Geburt gut in Gang zu bringen/zu halten. Wehen hatte ich alle 2-3 Minuten, sie waren heftig, ich musste mich immer abstützen und sie veratmen und war sicher ein amüsanter Anblick.
Die 10 minütige Autofahrt verbrachte ich knieend auf dem Boden des Beifahrerbereichs und auch der Weg vom Parkplatz zum Kreißsaal war nicht ohne… ;-)!
Gegen 17 Uhr kamen wir an, der Muttermund war um die 5cm offen. Ich verbrachte die ganze Zeit im Stehen oder bin umhergelaufen.
Wir wurden von einer sehr lieben Hebamme und einer Hebammenschülerin betreut. Sie wollten mir jeden Wunsch erfüllen, womit ich regelrecht überfordert war. Einmal hab ich die arme Schülerin sogar rausgeschickt, ich wollte etwas Ruhe mit meinem Mann.
Dann wurde der Druck nach unten größer. Auf dem Bett, im Vierfüßlerstand, platzte gegen 18:10 Uhr die Fruchtblase. Der Muttermund war offen und die Presswehen begannen.
Ohne Geburtsverletzungen wurde unsere Maus, 18:38 Uhr geboren. Kerngesund, mit 3420g und 49cm, leichter und kleiner als gedacht. Ein Wahnsinnsmoment als ich sie hochnehmen konnte und wir kuscheln konnten.
Ich bin sehr, sehr dankbar, dass ich das so erleben durfte und im Nachhinein hätten wir wohl doch ein wenig eher ins Krankenhaus fahren sollen.;-)
Jetzt sind wir stolze Eltern zweier wundervoller Töchter, die wir über alles lieben.
Vielleicht kann ich manchen Mamas Mut machen, Vertrauen in sich und den eigenen Körper zu haben. <3

Diesen schönen Geburtsbericht hat Christin geschrieben :)

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Impfen ja oder nein? Mit Herz und Kopf entscheiden. https://www.laecheln-und-winken.com/2019/02/18/impfen-ja-oder-nein-mit-herz-und-kopf-entscheiden/ https://www.laecheln-und-winken.com/2019/02/18/impfen-ja-oder-nein-mit-herz-und-kopf-entscheiden/#comments Mon, 18 Feb 2019 08:00:56 +0000 https://www.laecheln-und-winken.com/?p=5211 Bevor ich Mutter wurde, war Impfen kein Thema für mich, über das ich groß nachgedacht habe. Ich wurde als Kind geimpft – gegen alles, was damals möglich und angeraten war. Als Erwachsene habe ich darauf geachtet, meinen Impfschutz regelmäßig aufzufrischen (sofern notwendig) und bei Bedarf zu erweitern. Mich (oder meine Kinder später) NICHT zu impfen, […]

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Bevor ich Mutter wurde, war Impfen kein Thema für mich, über das ich groß nachgedacht habe. Ich wurde als Kind geimpft – gegen alles, was damals möglich und angeraten war. Als Erwachsene habe ich darauf geachtet, meinen Impfschutz regelmäßig aufzufrischen (sofern notwendig) und bei Bedarf zu erweitern. Mich (oder meine Kinder später) NICHT zu impfen, wäre mir nie in den Sinn gekommen. Ich empfand einfach schon immer eine tiefe Dankbarkeit dafür, dass wir heutzutage die Chance haben, uns und unsere Liebsten zu schützen. Sie nicht zu ergreifen, habe ich nicht mal im Ansatz in Betracht gezogen. Doch dann wurde die Mausemaus geboren. So winzig war sie. So unbefleckt. So schutzlos. Und so sehr davon abhängig, dass ich als Mama bzw. wir als Eltern die für sie besten Entscheidungen treffen. Dieses neue Verantwortungsgefühl hat mich in den ersten Wochen mit ihr in meinem Arm regelrecht erschlagen und mich dazu gebracht, alles Mögliche zu hinterfragen. Auch die Nummer mit dem Impfen.

Grundsätzlich war ich immer noch der Meinung, dass ein kompletter Impfschutz für die Mausemaus das Richtige wäre, nur wann und wie? Die Vorstellung, ihrem jungen Organismus diese Bombe der 6-fach-Impfung auf die Birne zu schmeißen – von den Lebend-Impfungen mal abgesehen –, erschien mir dann doch gewagt. Ich begann ein bisschen im Internet zu wühlen. Und das verunsicherte mich sehr, denn – meine Fresse – ist dieser Informations-Wust verwirrend. Vor allem als NICHT-Mediziner. Aber sogar Kinderärztin Dr. Janina Fischer (LÄCHELN UND WINKEN-Leserin und netteste Kinderärztin von Welt!) erging es so: „Ich muss und kann ganz offen zugeben, dass ich nach der Geburt meiner Tochter das erste mal die Impfkritiken gelesen habe und dadurch tatsächlich ein Stück weit meine Ausbildung hinterfragt habe. Viele Kritikpunkte habe ich echt verstanden. Doch dann habe ich richtig und sehr umfassend recherchiert und gemerkt, dass leider sehr viel falsche Informationen im Umlauf sind. Dass ist absolut erschreckend! Auch, weil diese Fehl-Infos oftmals so gut formuliert sind, dass man sie als Laie unmöglich als solche identifizieren kann. Sie schüren unheimlich die Angst … und die armen Eltern trauen anschließend niemandem mehr. Und das ist nur verständlich.“

Ganz besonders, wenn man mit seinen ja nun mal durchaus berechtigten Sorgen dann auch noch beim eigenen Kinderarzt vor eine Wand aus Arroganz fährt. Meiner zum Beispiel reagierte auf meine Frage, ob die 6-fach-Impfung nicht vielleicht ein bisschen zu heftig für mein Baby wäre, indem er mich rüde anpöbelte: „So ein Quatsch, Diphterie wäre ja wohl viel schlimmer!“ Damit mochte der gute Mann ja Recht haben, dennoch wäre eine Antwort mit etwas mehr Feingefühl vielleicht die bessere Variante gewesen.
Ich habe mein Kind damals trotzdem impfen lassen. Komplett. Und das obwohl die Mausemaus nach jeder Spritze mit Begleiterscheinungen wie Fieber und Unwohlsein zu kämpfen hatte; das Krümelchen drei Jahre später hingegen überhaupt nicht (Kinder sind halt echt verschieden). ICH bzw. WIR als Eltern haben uns dafür entschieden, weil wir es als richtig empfanden (und empfinden) – um unsere Kinder vor Krankheiten zu schützen, die wirklich übel enden und Folgeschäden nach sich ziehen können, die man seinem ärgsten Feind nicht wünscht und auch, um die Kinder anderer Familien zu schützen … jene, die noch nicht alt genug sind, um über einen kompletten Impfschutz zu verfügen und jene, bei denen die Impfung aus irgendwelchen Gründen nicht anschlägt. SIE sind schließlich darauf angewiesen, dass WIR den Herdenschutz aufrechterhalten.

Dieser Herdenschutz bröckelt jedoch. Eben weil so viele Fehl-Informationen im Umlauf sind und die völlig nachvollziehbaren Ängste der Eltern mit ihren frischen Babys im Arm mit schrecklichen Geschichten und oftmals fehlerhaften Zahlen füttern. Es ist unglaublich schwer, dabei nicht in Panik zu geraten! Und genauso schwer ist es, Internetseiten zu finden, die wirklich fundierte und umfassende Informationen mit allen Pros und Contras bieten … die nicht von oben herab, unverständlich oder gar aggressiv formuliert sind.

Aktuell haben wir in Deutschland KEINE Impfpflicht. Wir Eltern dürfen entscheiden. Das ist gut! Schlecht ist nur, dass es uns so wahnsinnig schwer gemacht wird, uns objektiv zu informieren und über unsere Ängste auszutauschen. Letzteres ist ja im Prinzip nirgendwo mehr möglich, weil sich alle sofort an die Gurgel gehen, sobald man auch nur leiseste Bedenken äußert. Ganz ehrlich: Das finde ich zum Kotzen. Wir Eltern DÜRFEN Angst haben. Wir DÜRFEN Fragen stellen. Und wir MÜSSEN uns mit anderen austauschen dürfen, denn nur so kommen wir LAIEN dazu, eine brauchbare medizinische Entscheidung zu treffen.

Deshalb habe ich Janina, als junger Mama UND Fachärztin für Kindermedizin, Löcher in den Bauch gefragt und sie hat sich geradezu einen Wolf recherchiert, um für euch (und mich) die besten Infos, vertrauenswürdigsten Seiten und wichtigsten Zahlen zusammenzutragen. Ich bin sehr dankbar! <3

Liebe Janina, wie viele Kinder werden aktuell geimpft, wie viele nicht?

Laut den Schuleingangsuntersuchungen sind ca. 95% der Kinder heutzutage geimpft. Diese Zahl schwankt minimal von Jahr zu Jahr und man muss eine kleine Dunkelziffer annehmen, da z. B. nicht gemeldete Kinder, kürzlich immigrierte oder geflüchtete Kinder hierbei nicht erfasst werden, wenn sie nicht in die Schule gehen. Die Zahl der nicht-geimpften Kinder dürfte also etwas über 5% liegen.

Gefährlich wird es aber auch vor allem, wenn im Erwachsenenalter nicht mehr aufgefrischt wird. Nur noch 56-71% der Erwachsenen haben einen ausreichenden Schutz. Um die Herdenimmunität zu erhalten, braucht man weiterhin mindestens 95%.

Ganz ehrlich: DAVON, dass viele Erwachsene nicht vollständig geimpft sind, hatte ich echt null Ahnung! Ich verstehe es aber ein bisschen. Es ist wie beim Trinken. Als Mama denkt man immer daran, dem Kind ein Glas hinzustellen, sich selbst vergisst man aber oft. Also echt gut, dass du das erwähnt hast!!!

Was ist der im Internet am weitesten verbreitete Hauptgrund, NICHT zu impfen?

Das ist schwierig zu sagen. Es gibt viele Theorien, die im Internet kursieren und behaupten, dass Impfungen gar nicht wirken würden, aber ich denke, der Hauptgrund nicht zu impfen, liegt eher darin, dass viele Menschen Angst davor haben, dass Impfungen andere Krankheiten auslösen können, wie z. B. Autismus oder Autoimmunerkrankungen. Die Angst, dass Ärzte einem etwas verschweigen würden oder durch die Pharmaindustrie beeinflusst sind und einem deswegen zu Impfungen raten, die Impfschäden aber verschweigen, ist meines Erachtens am größten. In einer Untersuchung stimmten immerhin 11,2% der Deutschen der Aussage „Impfungen sind sicher“ nicht zu. Das ist natürlich sehr schade. Es sollte ein Vertrauensverhältnis zum Arzt/Kinderarzt bestehen und genau diese Ängste oder Fragen sollten beim Aufklärungsgespräch geklärt werden. Also nur Mut: Immer alles fragen, was einem auf der Seele brennt!

Wie groß ist die Gefahr laut Statistik tatsächlich, dass ein Kind schlimme Impfschäden davonträgt, die es ein Leben lang belasten werden?  

Du hast das schon genau richtig beschrieben: Ein Impfschaden mit lebenslangen Folgen ist Gott sei Dank selten und nicht mit den Impfreaktionen (Rötung, Fieber, Ohnmacht) zu verwechseln, die sehr häufig vorkommen. Von 2005-2009 wurden 169 Impfschäden in Deutschland bestätigt. In der Zeit wurden ca. 2,11 Mio Impfdosen verabreicht. Das bedeutet, dass es bei 0,008% zu einem Impfschaden kommt. Alle Impfschäden sollen von Ärzten gemeldet werden, aber es haben auch alle Patienten/Eltern/Geimpfte die Möglichkeit, den Verdacht beim Paul-Ehrlich-Institut zu melden. Gemeldet wurden über 10.600 Verdachtsfälle und 1.036 wurden auf Antrag untersucht. Von diesen Fällen konnte in eben 169 die Wahrscheinlichkeit als höher eingestuft werden und damit sind das anerkannte Impfschäden. Denn beweisen kann es meistens niemand (weder Arzt, noch Patient, noch Wissenschaftler), dass eine Nebenwirkung nur auf die Impfung zurückzuführen ist und nicht auf andere Medikamente, Krankheiten oder auf das Umfeld des Patienten. Auch das kann man natürlich beim Robert-Koch-Institut im Nationalen Impfplan nachlesen.

Wie groß ist die Gefahr laut Statistik tatsächlich, dass ein NICHT geimpftes Kind heutzutage z.B. an Masern erkrankt und Folgeschäden wie die gefürchtete Hirnhautentzündung erleidet?

Die Gefahr an Masern zu erkranken, liegt in Deutschland zwischen 1,5 und 30,1 auf eine Million Einwohner, je nachdem, ob gerade ein Ausbruch ist oder nicht (Infos dazu aufwww.rki.de). Das bedeutet, dass bei 11 Millionen Kindern in Deutschland ca. 100 pro Jahr an Masern erkranken. Wenn man auch die Erwachsenen betrachtet, sind es im Jahr 2017 insgesamt 2.900 Masererkrankte gewesen. Die schwere Komplikation der subakut sklerosierenden Panenzephalitis (SSPE) tritt ungefähr bei 1:10.000 Masernfällen auf (Mekki et al. 2019). Häufig betrifft sie leider Kinder unter 5 Jahren und wenn sie einmal auftritt, ist sie tödlich oder mit stärksten Hirnschäden behaftet. Das bedeutet aber insgesamt, dass diese Komplikation in Deutschland heutzutage nur noch ca. alle 3 Jahre einmal auftritt. Diese Zahl ist deshalb so erfreulich, da sie durch die bisherigen Impfquoten zustande kommt. Nur deshalb sind die Zahlen so niedrig. Die WHO teilte aber in den Zahlen von 2018 mit, dass in Europa 82.000 Menschen an Masern neu erkrankt (statt wie 2017 noch 25.000 Menschen) und 72 davon gestorben sind. Die Zahlen stiegen also leider wieder.

In meiner Zeit als Ärztin auf den Philippinen habe ich täglich mehrere kleine Patienten mit Masern behandelt und habe daher den Zustand gesehen, in dem sich Deutschland vor vielen Jahren auch befunden hat. Viele Erkrankungen sind uns heute einfach nicht mehr präsent, weil sie eben „fast ausgestorben“ sind und so gerät der so wichtige Impfschutz in Vergessenheit.

Woran können Eltern erkennen, ob es sich um eine vertrauenswürdige Internetseite handelt, die fundiertes Wissen vermitteln möchte?

Eine vertrauenswürdige Seite ist eine Website, die sowohl die Vorteile, als auch die Nachteile der einzelnen Impfstoffe beleuchtet und unabhängig agiert. Es sollten wissenschaftliche Studien als Quellen angegeben und nicht nur die Meinung eines Einzelnen vertreten werden. Außerdem sind pharma-gesponsorte Seiten mit Vorsicht zu genießen, da sie unterschwellig ihre eigenen Produkte anpreisen und man dadurch beeinflusst wird. Die Seite impfen.de zum Beispiel ist inhaltlich sicher nicht falsch, wird aber von GlaxoSmithKline betrieben und ist damit nicht unabhängig.

Ich finde es immer sehr hilfreich, sich als allererstes das Impressum der Seite anzuschauen, um herauszufinden, wer der Herausgeber der Seite ist. Ist es ein Institut oder vom Bundesministerium oder gibt hier ein einzelner Mensch Tipps. Häufig erkennt man dann, ob die Seite von einem Mediziner, Journalisten, Pharma-Unternehmen oder von besorgten Eltern betrieben wird.

Empfehlen kann ich natürlich besonders die Seite desRobert-Koch-Instituts, die wirklich ganz umfassend zu jeder einzelnen Impfung die Studien zusammenfasst und ihre Empfehlungen begründet. Die Seite ist vielleicht für Laien etwas überladen und manchmal ist das Mediziner-Deutsch wahrscheinlich schwierig zu verstehen. Aber es lohnt sich! Sonst kann man z. B. auch die Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung besuchen.

Ich persönlich finde den „Ton“ einer Internetseite auch immer noch ganz relevant, um herauszufinden, ob es um fundierte Informationen geht oder um Meinungsmache – egal in welche Richtung. Neutral bzw. emotionslos formulierte Fach-Texte sprechen dabei eher für glaubwürdige Fakten als solche, deren Inhalt „hitzig“ verpackt ist, möglicherweise sogar andere verunglimpft.

Gibt es Kompromiss-Lösungen?

Es gibt immer Kompromiss-Lösungen, wenn ein Kind einen fieberhaften Infekt hat oder irgendwelche anderen Probleme auftreten, Impfungen zu verschieben. Allerdings bedeutet später zu impfen auch späteren Schutz. Das ist spätestens für Kita-Zeiten blöd. Studien haben bis jetzt auch nicht zeigen können, dass späteres Impfen für eine bessere Verträglichkeit oder besseren Schutz sorgt.

Außerdem ist es bei manchen Impfstoffen wichtiger, sie früh zu impfen, weil die Krankheit häufig <1 Jährige betrifft (z. B. Hämophilus influenzae; Hib), bei anderen (z. B. Hepatitis B) könnte man auch erst impfen, wenn das Kind sexuell aktiv wird oder Bluttransfusionen braucht. Aber manchmal wird es dann im jugendlichen Alter vergessen, das Kind wird schneller sexuell aktiv, als man gucken kann oder konsumiert leider intravenöse Drogen und infiziert sich dabei mit Hepatitis. Dann macht man sich Vorwürfe, dass man nicht doch in der Kleinkind-Routine geimpft hat. Das weiß man nie und daher sind die Empfehlungen für alle gleich und auch so früh, um alle abzudecken. Ich finde aber, dass man unterscheiden kann zwischen sehr wichtigen Impfungen (Masern oder Röteln z. B.) und weniger wichtigen Impfungen (z. B. Rotaviren), da diese nur die Krankheit abschwächen oder zu weniger Krankenhausaufenthalten führen, aber das Kind trotzdem irgendwann mal Durchfall kriegen wird. Da lohnt es sich, mit dem Arzt zu diskutieren, ob man das möchte oder nicht.

Wie hast du es damals geschafft, dich aus dem Sog der verwirrenden Informationen zu befreien und deinen Weg wiederzufinden?

Zuerst habe ich natürlich beim Robert-Koch-Institut nochmal ganz pragmatisch die Studienlage gelesen und mir die Vor- und Nachteile klargemacht.Dieser Link war sehr hilfreich.

Dann habe ich versucht, manchen Mythen auf den Grund zu gehen. Zum Beispiel wird behauptet, dass die meisten Ärzte ihre Kinder auch nicht impfen lassen würden, weil sie ja insgeheim über viel mehr Impfkomplikationen Bescheid wüssten als publik gemacht würden. Dazu gibt es eine Studie, die ergab, dass auch unter Ärzten die Impfrate der Kinder bei 95% lag (Posfay-Barbe et al. 2005). Also gibt es unter Ärzten wie unter Laien die gleiche Rate an Skeptikern oder „Nachlässigem Impfen“ oder „Vergessenem Impfen“ (nämlich ca. 5%).

Anschließend habe ich mir nochmal angeschaut, was ein Arzt an einer Impfung inklusive Aufklärungsgespräch verdient. Es sind bei einem Privatpatienten in einer Praxis 10,72 € pro Impfung. Am Impfstoff selbst verdient der Arzt natürlich gar nichts. Auch bei vielen Kindern und vielen Impfungen ist das im Ganzen keine riesige Summe – im Gegensatz zu Ultraschalluntersuchungen oder die Vorsorge U-Untersuchungen. Ein Arzt im Krankenhaus verdient außer seinem normalen Tarifgehalt sogar GAR NICHTS an einer Impfung und persönlich auch nichts an einer Meningitis- oder Masernerkrankung. Daher empfinde ich den Mythos, dass Ärzte durch Wirtschaftlichkeit oder Pharmaunternehmen beeinflusst sind, nicht einleuchtend. Auch die Hypothese, dass die sinkenden Erkrankungsraten nichts mit dem Impfen zu tun hätten, sondern nur durch unsere gute Hygiene verursacht wären, lässt sich nicht halten. Denn sonst gäbe es keine Masernausbrüche in guten Berliner Wohngegenden, bei denen ich die Hygiene und den Gesundheitszustand der Menschen für überragend halte, im Gegensatz zu anderen Teilen der Welt.

Kurzum: Kinderärzte empfehlen den Eltern das, was sie bei ihrem eigenen Kind auch machen würden und was zur Zeit Stand der Wissenschaft ist. Dazu gehört es auch, dass sich Impfempfehlungen immer mal wieder ändern, neueste Erkenntnisse hinzukommen und man es in 10 oder 20 Jahren in Bezug auf den ein oder anderen Impfstoff vielleicht besser weiß als heute (wie z. B. auch bei der früheren BCG-Impfung für Tuberkulose), aber das ist eben Medizin.

ICH bin Pro Impfen (wenig überraschend ;) ). ICH wünsche mir von Herzen, dass der Herdenschutz irgendwann so umfassend ist, dass keine Mama mehr Angst haben muss, mit ihrem Säugling – der NOCH keinen kompletten Impfschutz hat – eine Kita zu betreten, um das große Geschwisterkind abzuholen oder in einer Arztpraxis auf ein ungeimpftes, mit Masern infiziertes Kleinkind zu treffen. Aber ICH weiß auch, dass jede Mama und jeder Papa diese Entscheidung selbst treffen muss … am besten mit Herz UND Kopf. Ihr macht das schon. :-*

PS: Mir ist es wichtig zu betonen, dass ihr hier auf LÄCHELN UND WINKEN genauso wie in der LÄCHELN UND WINKEN-friends Gruppe auf Facebook jederzeit alle Fragen zum Thema Impfen stellen dürft, die euch nachts den Schlaf rauben. Niemand wird euch verurteilen, den Kopf abreißen oder runterputzen. Im Gegenteil: Was uns eint ist schließlich der Wunsch, unsere Kinder zu beschützen. Daran sollten wir immer denken. Denn DAS ist alles, was zählt. <3

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