LÄCHELN UND WINKEN https://www.laecheln-und-winken.com Der ehrliche FamilienBlog aus Köln Tue, 24 Apr 2018 19:10:46 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.5 https://www.laecheln-und-winken.com/wp-content/uploads/2015/09/cropped-favicon-32x32.png LÄCHELN UND WINKEN https://www.laecheln-und-winken.com 32 32 91000179 Krümel-Chroniken: 19. (Lebens-)Monat https://www.laecheln-und-winken.com/2018/04/24/kruemel-chroniken-19-lebens-monat/ https://www.laecheln-und-winken.com/2018/04/24/kruemel-chroniken-19-lebens-monat/#comments Tue, 24 Apr 2018 08:00:43 +0000 https://www.laecheln-und-winken.com/?p=3608 Vor zwei Jahren war ich schwanger mit dem Krümelchen. Kaum zu glauben, dass es schon so lange her ist, dass ich seine ersten, zarten Tritt gegen meinen Rippenbogen spürte. Und im Leben hätte ich damals nicht geglaubt, dass ich den Sohn sogar HEUTE NOCH stillen würde. Oh man, Mutterschaft steckt echt voller Überraschungen – selbst […]

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Vor zwei Jahren war ich schwanger mit dem Krümelchen. Kaum zu glauben, dass es schon so lange her ist, dass ich seine ersten, zarten Tritt gegen meinen Rippenbogen spürte. Und im Leben hätte ich damals nicht geglaubt, dass ich den Sohn sogar HEUTE NOCH stillen würde. Oh man, Mutterschaft steckt echt voller Überraschungen – selbst dann noch, wenn wir eigentlich zu wissen glauben, welche Art von Mutter wir sind. Tja, wie heißt es so schön: Es kommt erstens anders und zweitens als man denkt. Stimmt. Immer. 😉

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BABY-STATUS:

Körperchen: 11,7 Kilo. Na, da will jemand offenbar groß und stark werden 😉 . Kein Wunder, denn so ganz langsam erwacht hier ein nennenswertes Interesse an ECHTEM Essen. Vorausgesetzt, Mutti hat exakt dasselbe auf dem Teller und es ist ordentlich gewürzt. Mit laffem Zeug alla trockenen Nudeln brauch ich dem Krümel gar nicht erst kommen. Aber irgendwas leicht Scharfes vom Asia-Mann geht ausgezeichnet rein in die Schnute 😉 . Und natürlich Reis mit Soße und Brokkoli. Nichts läuft aktuell besser, als das. Schön wäre jetzt nur noch, wenn er denn auch mal langsam weniger stillen wollen würde. Aber bisher gönnt er sich eigentlich immer noch schnell einen Nachtisch. Ganz egal, wie viel er gegessen hat.
Ansonsten finde ich „auffällig“, wie irre gern er rennt … immer der großen Schwester hinterher <3 .
Können/Verhalten: Was die sprachliche Entwicklung angeht, habe ich das Gefühl, dass wirklich jeden Tag was Neues dazu kommt. Echt krass, wie schnell Kinder lernen, wenn sie einmal angefangen haben. Manchmal reiht er sogar schon zwei Worte hintereinander, was ich irgendwie früh finde … allerdings habe ich eigentlich gar nicht auf dem Schirm, wann das normal ist 😀 . Lustig ist, dass er Mami und Papi sagt, obwohl wir und Ella MamA und PapA sagen. Offenbar ein sehr eigener Kopf, der Krümel 😉 .
Schlaf-Elend: *Flüster-Modus an* Ich glaube, es wird etwas besser, aber ich will es nicht beschreien!!! *Flüster-Modus aus* Tatsächlich gab es in den letzten Nächten öfter mal eine 3-Stunden-am-Stück-Schlaf-Phase. Natürlich nur eine pro Nacht und auch nicht verlässlich, aber ich möchte es dennoch mal als Fortschritt werten. Ansonsten schläft der kleine Mann aber gewohnt mies. Einschlafen klappt, doch dann wird er stündlich wach oder auch früher, falls ich es wagen sollte, das Schlafzimmer zu verlassen, um mal mit dem Mann zu sprechen … oder aufs Klo zu gehen. Das riecht der Junge sofort, setzt sich auf, legt den Kopf in den Nacken und gibt Alarm! Es ist ein Träumchen 😀 .

MAMA-STATUS:

Gewicht: 62,3 Kilo. Seit einigen Tagen verzichte ich auf meinen heißgeliebten Gummibärchen-Kram. Ich esse NICHT mehr jeden Abend Chips. Und ich lasse die Finger von Kuchen & Co. Ergebnis: Fast 1 Kilo mehr auf der Waage! WHAT THE FUCK soll das denn? Ich denke, ich muss nicht betonen, dass das so ein klitzekleines bisschen DEMOTIVIEREND ist!!! Echt jetzt … dann kann ich auch meinen Mist essen. Bin total angefressen (sehr passend 😉 )! Ok, vielleicht liegt es daran, dass ich kurz vor meiner Periode stehe und mein Körper dann eigentlich immer alles bunkert, für den Fall, dass ich noch überraschend eine Achtlings-Schwangerschaft starte. Oder so ähnlich 😉 . Jedenfalls war es eventuell kein so guter Zeitpunkt, um mich mit einer Süßigkeiten-Diät zu geißeln. Boah – ich brauch Schokolade!
Und sonst so: Aktuell bin ich etwas dünnhäutig; meine Zündschnur ist ungefähr so lang wie die eines Teelichts. Und die Mausemaus schafft es leider oft, diese innerhalb der ersten 30 Sekunden des Tages abzufackeln. Denn SIE ist gerade – total passend zu meinem Zustand – ein bisschen anstrengend. Sie redet wirklich pausenlos. Und wenn sie nicht redet, dann singt sie … oder denkt laut darüber nach, dass sie ja gerade gar nichts zu sagen hat. Sie lässt mich keine 5 Sekunden telefonieren, mit jemandem persönlich sprechen oder auch nur denken, ohne mich wegen etwas brisant Wichtigem anzusprechen – zum Beispiel, weil sie gerade eine Fluse gefunden hat. Boah!!!! Und mein zuckersüßes, reizendes und bisher meist in sich ruhendes Krümelchen? Er brüllt gerade gern. Einfach so, meist lachend, aber manchmal auch wütend. Hauptsache lauter als die Schwester, scheint seine neue Devise zu sein. Ergo: Ich liebe meine Kinder sehr, aber im Moment habe ich das Gefühl, dass Oropax zu tragen, meine Liebe noch etwas vergrößern würde 😉 .

Ich weiß, ich schreibe das eigentlich jedes Mal, aber … ich könnt ihn fressen, so süß ist der Krümel!!! Neuerdings legt er sich auf den Bauch, wenn er etwas toll findet, um was-auch-immer-ihn-dann-gerade-fasziniert ganz in Ruhe und gemütlich erforschen zu können. ZAUBERHAFT ist das, wenn er dabei mit den Speckbeinchen wackelt und quiekt, weil es so toll ist <3 .

Im Gegenzug zu dieser fulminanten Niedlichkeit, die er ja doch irgendwie den Großteil des Tages präsentiert … rastet er jetzt regelmäßig aus. Ich würde glatt sagen, wir stehen schon mit mindestens drei Zehen in der Trotzphase … oh weh 😀 . Zum Beispiel als die neuen Crocs für die Mausemaus ankamen: UNBEDINGT wollte der Krümel diese Dinger anziehen, damit rumlaufen UND – ganz wichtig – damit Bobbycar fahren. Nur leider hat das nicht so funktioniert, wie er wollte, weil die Treter nun mal 7 Nummern zu groß waren. Ständig fielen sie einfach von seinen Füßchen und er kreischte augenblicklich wütend los. Bisher habe ich diese kleinen Ausraster seinerseits ja echt mit Fassung und Humor gesehen, aber so langsam wird’s schwieriger. Denn der junge Mann hat eine Frequenz am Leib, die meinem Trommelfell so gar nicht schmeckt, und erreicht einen Lautstärkepegel, der durchaus in Konkurrenz mit einem Presslufthammer treten kann. Ehrlich: Mir fliegen hier die Ohren weg, wenn er loslegt! Also kam es in den letzten Tagen doch schon recht häufig vor, dass ich gewisse „Ärgernisse“ schnell verschwinden lassen musste, um zu verhindern, dass entweder der Krümel vor lauter Wut explodiert oder ich einen mittelschweren Hörsturz erleide. Selbst die Tochter beschwert sich mittlerweile, dass ihr Bruder doch ein bisschen zu laut sei und betont dann, dass SIE ja eher so der stille Typ ist. Hach, Kinder bringen einen wirklich zum Lachen!!! 😀

Weil das Wetter endlich so viel besser ist, hat für uns die Spielplatz-Saison richtig begonnen. Wir sind wirklich viel draußen und switchen zwischen verschiedenen Spielplätzen hin und her, damit es keinem zu schnell langweilig wird. Mit dabei hat der Krümel entweder eine Puppe oder einen Ball. Beides von der Schwester gemopst, also schön in rosa 😀 . Mir persönlich ist das ja wurscht, aber tatsächlich kassiert der kleine Floh gerade für seine Puppen-Liebe oft überraschte Blicke oder wird direkt für ein Mädchen gehalten, weil sein Ball mit Prinzessinnen bedruckt ist. Witzig 😉 .

Glücklicherweise ist dem Söhnchen so etwas natürlich völlig egal. Er läuft weiter – freudestrahlend und barfuß – durch den Sand und sieht dabei zu wie sein Mini-Eis am Stil auf seinen Ball tropft. ESSEN mag er nämlich nur Eis aus der Waffel … aus MAMAS Waffel! Das war bei der Mausemaus auch schon so. Manches haben die beiden eben doch gemeinsam, obwohl mir immer mehr Unterschiede auffallen. Schon jetzt zieht der Krümel auf dem Spielplatz ganz alleine los. DAS hat sich die Tochter erst später gewagt. Und er klettert, rutscht und schaukelt bereits allein … alles Sachen, die er bei der Schwester sieht, cool findet und direkt nachmacht. Ganz ehrlich: Damit habe ich nicht gerechnet. Ich bin vor Schreck fast von der Bank gefallen, als ich sah, das der Anderhalbjährige ganz ohne meine Hilfe eine Leiter auf dem Spielplatz erklommen hatte, die locker 2 Meter hoch war – und das extrem schnell, denn eigentlich hatte ich nur kurz den Blick von ihm abgewendet, um die Tochter bei irgendwas zu „supporten“. Tja, bei einem kleinen Mann wie dem Krümel scheint „mal kurz weggucken“ keine so gute Idee zu sein. Verrückter Zwerg!!! Der wird mich mit seinem Mut noch das Fürchten lehren 😀 <3

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Lena erzählt https://www.laecheln-und-winken.com/2018/04/22/lena-erzaehlt/ https://www.laecheln-und-winken.com/2018/04/22/lena-erzaehlt/#respond Sun, 22 Apr 2018 18:00:47 +0000 http://www.laecheln-und-winken.com/?p=3351 Es war Tag 36+5 meiner Schwangerschaft und mein Frauenarzt hatte mir bereits eine Woche vorher verboten, die Stadt zu verlassen und mich darauf vorbereitet, dass die Geburt nicht mehr lang auf sich warten lassen wird. Tolle Nachrichten für meine nicht-stornierbare Ostseereise und die Hochzeit meiner besten Freundin, die ich schweren Herzens sausen ließ. Geglaubt habe […]

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Es war Tag 36+5 meiner Schwangerschaft und mein Frauenarzt hatte mir bereits eine Woche vorher verboten, die Stadt zu verlassen und mich darauf vorbereitet, dass die Geburt nicht mehr lang auf sich warten lassen wird. Tolle Nachrichten für meine nicht-stornierbare Ostseereise und die Hochzeit meiner besten Freundin, die ich schweren Herzens sausen ließ. Geglaubt habe ich ihm nicht. Ich hatte bis zum Tag der Geburt keine Übungswehen und es ging mir blendend. Der Mann kaufte als Entschädigung für den verpassten Urlaub Konzertkarten und an Tag 36+4 gingen wir in Berlin ins Yaam. Das Yaam ist eine “Strandbar” mir afrikanischen Kiosken und gelegentlichen Konzerten. Wir aßen Jamaika Jerk Chicken, was ich den Rest der Nacht bereuen würde und tanzten in der letzten Reihe zu Mashrou’ Leila, die deswegen für immer einen Platz in meinem Herzen haben werden.

Auf dem Rückweg fühlte ich mich komisch, irgendwie hellwach und hibbelig. Außerdem musste ich ständig von der Kohlbeilage des Hühnchens aufstoßen. Wir beschlossen also, nicht ins Bett zu gehen, sondern noch irgendetwas im Fernsehen anzusehen. Meine Fruchtblase verabschiedete sich völlig unspektakulär und so zaghaft, dass ich mir erst nicht sicher war. Midi lag zu diesem Zeitpunkt schon wochenlang fest im Becken, ich hatte also keine Eile, ins Krankenhaus zu kommen und ging stattdessen erst einmal in die Badewanne. Wieder auf dem Sofa kamen und gingen die ersten Wehen, ganz regelmäßig und sanft, wie kleine Wellen, die man vom Campingplatz aus hören kann. Es war ca. ein Uhr nachts, der Mann war unendlich müde, ich schickte ihn schlafen und versuchte selbst auch, zu schlafen. Um kurz nach zwei machte ich ihn wieder wach, die Wehen kamen alle 5-7 Minuten und wurden jetzt so stark, dass ich mich aus gebeugten Knien mit dem Rücken gegen die Wand drückte. Ein toller Trick aus dem Elefantenyoga – man mindert den Schmerz ohne den Unterleib zu verkrampfen. DriveNow brachte uns in knapp 15 Minuten zum Krankenhaus, wo wir im Empfangsraum des Kreißsaals weitere 30 Minuten auf jemanden warteten, der uns entgegen nehmen würden. Es war in diesen Tagen sehr voll, wohl der Wetterumschwung. Warm war es nämlich auch für Anfang Mai.

Ich bekam den Befund Muttermund bei 3cm, ich brauche nicht wieder nach hause fahren. Erst einmal einen CTG und dann dürfe ich mir aussuchen, ob ich einen Nachtspaziergang durch den schönen Garten machen möchte, oder in die Badewanne, die ziemlich unromantisch in einem gefließten Raum steht und nicht verheimlichen kann, dass sie Teil eines Krankenhauses ist.
Die nächste gute halbe Stunde liege ich halbschlafend am CTG und veratme die Wehen, während der Mann mich an die Liege drückt, was erstaunlich gut tut. Irgendwann halte ich es auf der Seite nicht mehr aus, rufe die Hebammenauszubildende. Ich kann nicht rekonstruieren, wie viele Hebammen und deren Auszubildende ich in den wenigen Stunden gesehen habe. Ich denke, es waren drei von jeder. Ich weiß nicht einmal mehr, wie sie aussahen oder hießen, ob sie nett waren, alt, müde, aufgeregt, blond, keine Ahnung. Diese hier war jetzt allerdings etwas überrascht. Ich bräuchte eigentlich nicht mehr am CTG hängen, ob ich jetzt baden oder spazieren wolle? Ich will baden aber erst auf Klo. Sie ist unerfahren, aber das läutet offensichtlich Alarmglocken und sie holt die Hebamme, die feststellt: Muttermund 7cm – ab in den Kreißsaal!

Ich habe kein Zeitgefühl, wie lange ich dort noch war und gegen die Liege gelehnt Wehen veratmete, Kohlbeilage vom Jamaika-Huhn rülpste und mit dem Mann darüber lachte, ahnungslos den Monitor mit dem Wehenschreiber anschaute und Wasser trank. Es waren wohl so 20-40 Minuten. Die Hebamme sagte, ich solle mich langsam in eine Geburtshaltung begeben. Ich fand mich stehend gegen das Bett eigentlich ganz gut, sie schlug mir den Vierfüßlerstand AUF der “Gebährlandschaft” statt daneben vor. Na gut. Ich habe auch ganz kurz klassisch auf dem Rücken versucht, weil mir das aus den ganzen verblendeten Fernsehsituationen, die man so kennt, irgendwie normaler und zivilisierter vorkam – ich hielt es keine 10 Sekunden aus. “Eigentlich warten wir nur, dass die Fruchtblase platzt oder sie die Presswehen nicht mehr unterdrücken können” sagt die Hebamme. Fruchtblase ist schon geplatzt, denke ich. Sage aber nichts, weil mein Hirn sich nicht mehr sicher ist und von mir auch eigentlich niemand erwartet, dass ich antworte. Wenig später kommen die Presswehen und ich schreie wie ein Urtier. Nicht so sehr vor Schmerzen, eher, weil es sich richtig anfühlt. Zwei Stunden später witzel ich, dass das Gerülpse und die Halsschmerzen das Schlimmste an meiner Geburt waren. Das Köpfchen kommt – und dann ein Arm. Ich erinnere mich an diesen Moment, weil es eine weitere Wehe dauerte, bis das ganze restliche kleine Wesen zwischen meinen Knien liegt und ich es erstaunt anschaue und feststelle: Es ist ein Mädchen! Der Mann und die Hebamme helfen mir, mich umzudrehen. Es ist 5:43h und in wenigen Minuten geht die Sonne auf. “Aktives Pressen: 5 Minuten” steht im Geburtsbericht. Auch “Scheidenschürfung, keine Naht notwendig, Blutverlust 250ml”. So wird es wohl gewesen sein. Die Nabelschnur ist so kurz, dass ich mich entscheiden muss, ob ich das Kind haben oder die Schnur ausbluten lassen möchte. Natürlich will ich das Kind haben!

Es ist voller Käseschmiere (wegen der frühen Geburt) und winzig klein. Nach einer Weile müssen sie es mir doch noch einmal kurz wegnehmen (wegen der frühen Geburt), aber alles ist ok. Der Mann weint, ich bin selig und zufrieden. Wir dürfen noch eine knappe Stunde allein im Kreißsaal bleiben und machen ein Selfie (wie bescheuert kann man sein?). Mit den ersten Sonnenstrahlen an diesem warmen Tag bekomme ich das letzte Zimmer auf der Wochenbettstation zugewiesen. Es ist der 6.5.2016, der Hochzeitstag meiner besten Freundin, der Tag nach einem Konzert, Tag 36+5 meiner Schwangerschaft und der erste Tag eines neuen Lebens.

Ca. zwei Stunden später wachen meine engsten Verwandten auf und finden in ihrem WhatsApp zeitgleich die Nachricht, dass ich ins Krankenhaus fahre und dass unser kleines Mädchen geboren ist. Samt Selfie. So schnell kanns gehen. Viel später am gleichen Tag geht mir auf, dass ich eigentlich Lachgas hätte probieren wollen.

Diesen schönen Geburtsbericht hat Lena geschrieben und auch bereits auf ihrem eigenen Blog veröffentlicht 🙂

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Das Elend mit der Putzerei https://www.laecheln-und-winken.com/2018/04/17/das-elend-mit-der-putzerei/ https://www.laecheln-und-winken.com/2018/04/17/das-elend-mit-der-putzerei/#comments Tue, 17 Apr 2018 08:00:45 +0000 http://www.laecheln-und-winken.com/?p=3575 Solange man jung und ungebunden ist, interessiert sich im Prinzip keine Sau dafür wie man es in den eigenen vier Wänden so mit der Ordnung und der Sauberkeit hält … von der eigenen Mutter vielleicht mal abgesehen, die wahrscheinlich immer der Meinung sein wird, dass wenigstens das Badezimmer regelmäßigen Kontakt mit Scheuermilch haben sollte 😉 […]

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Solange man jung und ungebunden ist, interessiert sich im Prinzip keine Sau dafür wie man es in den eigenen vier Wänden so mit der Ordnung und der Sauberkeit hält … von der eigenen Mutter vielleicht mal abgesehen, die wahrscheinlich immer der Meinung sein wird, dass wenigstens das Badezimmer regelmäßigen Kontakt mit Scheuermilch haben sollte 😉 . Ein bisschen relevanter wird das Thema dann, wenn man in einer Beziehung lebt – dann kann es durchaus passieren, dass sogar Außenstehende Dinge fragen wie: „Und … teilt ihr euch den Haushalt?“, weil die Putzerei plötzlich mehr als nur ein notwendiges Übel ist, schließlich müssen sich nun zwei oftmals unterschiedlich tickende Menschen gleichermaßen wohlfühlen und im besten Fall GEMEINSAM anpacken. Da dem aber nicht immer so ist, birgt der Haushalt schön viel Streitpotenzial … und das bzw. der Umgang damit, finden dann eben auch Freunde und Verwandte interessant 😀 .

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Eine noch prominentere Position im Leben nimmt die Haushaltsführung ab dem Zeitpunkt ein, ab dem man Kinder hat. Ganz besonders im Leben von uns Frauen … denn irgendwie ist es auch 2018 noch normal, dass Mutti sich der Sache annimmt, auch wenn es längst legitim geworden ist, spätestens im aktiven Familienalltag einige (so viele wie möglich 😉 ) der anfallenden Heim-Aufgaben an den Mann zu delegieren. Klar, es gibt auch die Version, in der ein HausMANN das Putz-Ruder bzw. den Mopp führt, allerdings ist das doch immernoch eher die Ausnahme – was ich persönlich ja extrem schade finde, weil ich sooooo ungern putze (der Mann allerdings auch 😀 ).

Komischerweise ist es ja so, dass man als Mutter schon von ganz alleine mehr über Ordnung und Sauberkeit nachdenkt, als man das früher – als einziger Bewohner der ersten eigenen Bude, aber auch im Zusammenleben mit einem Partner – gemacht hat. Gerade zu Anfang, wenn das erste Baby auf der Welt ist und einem live und in Farbe präsentiert, wie verdammt viel Dreck und Wäsche bereits ein Würmchen von knapp 52 cm machen kann. Es ist WAHNSINN! Und auch der Umstand, dass man die vielleicht früher als feste Putz-Zeit reservierten Vormittagsstunden an jedem Samstag plötzlich nicht mehr dafür freigeschaufelt bekommt, weil Babys und Kleinkinder keinen Sinn für „Wochenende“ haben und sich auch allgemein nur sehr wenig dafür interessieren, was Mutti so für PLÄNE gemacht hat. „Ich komme einfach zu nichts!!!“ ist wahrscheinlich der am häufigsten gesagte Satz von frischgebackenen Müttern … und damit ist dann fast immer gemeint: Unsere Wohnung versinkt im Chaos, ich habe seit 3 Tagen keine frische Unterwäsche mehr und ich glaube, ich hab mir auf meinem eigenen Klo einen Pilz geholt! (Worst-Case-Szenario 😉 )

Das Gute ist:

  1. Es geht den meisten von uns in den ersten Monaten mit Baby so.
  2. Es wird schnell wieder besser!

Man muss aber eben tatsächlich erst einmal damit leben, dass man Abstriche machen muss, weil der Tag eben nur 24 Std hat; ein Baby gefühlt allerdings über einen Akku für 25 Std verfügt und uns damit so dermaßen auf Trab hält, dass wir eigentlich nicht mehr wissen, wo oben und unten ist. Macht nichts, denn es wird ja wirklich schneller wieder besser, als wir in der Situation selbst für möglich halten. Von ganz alleine finden wir bzw. alle Familienmitglieder nach und nach in die neuen Rollen und lernen, das, was uns wichtig ist, irgendwie zwischendurch zu erledigen. Und zwar schnell! SEHR schnell!!! Es ist schier unglaublich, wie SCHNELL man als Elternteil bei der Erledigung von Dingen wird, die früher einmal Stunden an Zeit gefressen haben. Mit einem brüllenden Baby im „Background“ und verfügbaren „Arbeitszeiten“ von maximal 10 Minuten am Stück überholen wir Eltern uns quasi selbst beim Badezimmer putzen oder Wäsche erledigen. Das ist schon echt toll!

Parallel werden Mütter und Väter lockerer, was ihr Ordnungsempfinden angeht … selbst jene, die ihr Zuhause eigentlich am liebsten in einer Art Katalog-Foto-Status sehen (ich 😉 ). Zumindest, bis Zwergnase anfängt sich selbst fortzubewegen, dazu bäuchlings über den Boden robbt und währenddessen wie ein zu groß geratener Staubwedel „arbeitet“ – inklusive Feuchtwisch-Funktion *würg*. Dann flippen Monk-Menschen wie ich möglicherweise etwas aus und verfallen trotz Zeitmangel in einen mittelschweren Putz-Wahn. Naja, auch DAS geht wieder vorbei 😉 . Wie heißt es so schön: Alles ist nur eine Phase. Und das gilt nicht nur für Kinder, sondern auch für Eltern!

Lustig ist halt (also wenn man über sowas lachen kann), wie interessant der Wohnungs-Status nach der Geburt eines Kindes plötzlich für andere ist – und wie oft er zum Thema wird. Auf einmal unterhält man sich mit anderen Müttern darüber, wann man zuletzt die Vorhänge gewaschen hat (meine Reaktion: ÖHM?!), wie man am liebsten Fenster putzt (meine Reaktion: Äh, gar nicht?!) oder wie oft man den Hochstuhl des Kleinkindes desinfiziert (meine Reaktion: WHAT???) Selbst wenn man sich nie zuvor über soetwas ausgetauscht hat und vor allem austauschen wollte … man schlittert als Mutter einfach rein. Und weil dem so ist, wir die Nummer mit der Putzerei auch für diejenigen wichtiger, die sich vor dem Kind so gut wie gar keine Gedanken dazu gemacht haben, sondern maximal das Gröbste beseitigten, wenn es sich nicht mehr vermeiden ließ. Plötzlich jedoch schauen wir uns ganz anders in den Räumlichkeiten anderer Familien um, vergleichen sie mit den unseren, entwickeln ein schlechtes Gewissen, wenn das eigene Badezimmer weniger funkelt als das der befreundeten Mutter vom Spielplatz und empfinden es als Genugtuung, wenn die wenig geliebte Übermutter aus dem Pekip-Kurs ganz unerwartet zugibt, dass sie in Messi-ähnlichen Verhältnissen lebt, weil ihr eigentlich doch total perfektes Baby unter Zahnungsschmerzen zur hochmotivierten Spaßbremse mutiert. 😀

Und natürlich gibt es nicht nur persönliche Gespräche zu diesem eigentlich doch extrem anti-spannenden Thema, sondern auch viel CLEVERES dazu zu lesen. Studien untermauern, wie viel Sauberkeit ein Kind braucht, um gesund groß zu werden, aber wie wenig Desinfektionsmittel, um keine Allergien zu entwickeln. Hübsch dekorierte Text-Bild-Kombinationen verkünden auf Social-Media-Kanälen, dass GLÜCKLICHE Kinder in unordentlichen Wohnungen leben, weil PUTZENDE Mütter ja keine Zeit zum Basteln haben und daher die Prioritäten falsch setzen. Gleichzeitig erfahren wir in SPANNENDEN Berichten, wie sehr unsere Haushaltstrategien das zukünftige Ordnungsempfinden unserer Kinder beeinflussen. Kurz: Die ganze Kiste wird irre aufgeblasen – wie so vieles in der Mutti-Dimension – und lässt uns mit dem Gefühl zurück, es auf jeden Fall falsch zu machen … ganz besonders, sollten wir uns nach UNSEREM Empfinden richten, anstatt nach den Bedürfnissen der Kinder. Wahrscheinlich wenig überraschend … halte ich das für ausgemachten Schwachsinn 😉 .

Ich denke, jede Mama muss ihren eigenen Weg finden … auch in Sachen Haushaltführung. Wir ticken da eben alle unterschiedlich – natürlich schon bevor wir Eltern wurden und eben auch danach. Meines Erachtens gibt es ungefähr 5 verschiedene Putz-Typen:

Typ „Putzt gern“

Ich kenne zwar selbst keine Mutter dieses Typs, aber ich weiß dennoch, dass es sie gibt: Frauen, die so richtig gerne den Lappen schwingen, sogar mit Hingabe unter der Küchenzeile wienern, lächelnd den Schmock aus den Ritzen der Spülmaschine entfernen und nebenbei täglich 5 Ladungen Wäsche „über die Bühne“ bekommen, ohne zu jammern. Ich beneide diesen Typ aus tiefstem Herzen – bin aber meilenweit davon entfernt, selbst einer zu sein! 😉

Typ „Glückspilz“

Manche Mamas haben das MEGA Glück, eine Mutter oder Schwiegermutter des Typs „Putzt gern“ in der Nachbarschaft wohnen zu haben, die sich oftmals sogar unaufgefordert reinschleichen, um mal wieder so richtig für Ordnung zu sorgen. Traaaaaaaumhaft! Eigentlich! Gäbe es zu dieser fulminanten Unterstützung nicht so häufig diese medium-subtilen Vorwürfe in Richtung „Allein schaffst du es ja nicht, obwohl ICH es vor 30 Jahren mit (mindestens) 25 Kindern am Rockzipfel ja sehr gut bewerkstelligt habe!“ Das schmälert die Freude natürlich etwas. Deshalb ist der WAHRE Typ „Glückspilz“ jene Mama, die sich zumindest ab und zu eine Putzfee leisten kann 😀 <3 .

Typ „Optische Täuschung“

Es gibt Menschen, die eine sehr unpraktische Kombination von Eigenschaften in sich vereinen: Sie empfinden Chaos und Dreck als sehr störend, sind aber gleichzeitig schrecklich putz-faul. Ich gehöre zum Beispiel zu dieser speziellen Gattung. Leider. Meine Lösung: Optische Täuschung! Ich erledige jene Arbeiten, die eine enorm positive Wirkung auf das Gesamtbild unserer Wohnung erzielen, häufig … ignoriere dafür allerdings alles, was mich nur bei sehr genauem Hinsehen als miese Hausfrau enttarnt. Funktioniert ausgezeichnet für mich 😉 .

Typ „Mach ich morgen“

Es gibt immer, also wirklich IMMER etwas, dass Wichtiger ist als Putzen. Für Mütter sind das vor allem die Kinder, deshalb gibt es sehr viele Mamas, die den Haushalt einfach Haushalt sein lassen, um sich stattdessen mit ihrem Nachwuchs zum Basteln oder Spielen hinzusetzen. „Ach, dass mach ich morgen … die Wäsche läuft mir ja nicht weg“, sagen sie lächelnd und blenden den Mount Everest aus Unterhosen und Socken einfach aus. Ganz, ganz toll, finde ich diese Fähigkeit!!!

Typ „Ach, das guckt sich weg“

Dieser Typ ist sozusagen die Steigerung der „Mach ich morgen“-Mutter, denn sie … macht es auch morgen nicht 😀 . Sie hat es perfektioniert, angefallene Hausarbeiten zu ignorieren und kann selbst dann noch ganz entspannt durchatmen, wenn die am, auf und unter dem Tisch klebenden Essensreste schon so hart wie Beton geworden sind, das Geschirr selbstständig Jenga neben der Spüle spielt und das Badezimmer als erstes eine Rasur bräuchte, um all den Haaren auf den Fliesen Herr zu werden 😀 .

 

Möglicherweise gibt es sogar noch mehr verschiedene Putz-Typen, die ich gerade nicht auf dem Schirm habe; ganz sicher sogar gibt es unzählige „Mix-Versionen“. Ich zum Beispiel bin – wie gesagt – Typ „Optische Täuschung“ mit Aszendent „Ach, das guckt sich weg“. Klingt irgendwie etwas inkonsequent, passt aber gefühlt ganz ausgezeichnet zusammen 😀 . Und das Wichtigste ist: ICH kann gut damit leben und meine Familie auch. Klar, nervt es sie manchmal, dass ich erst Krümel entfernen muss, bevor ich mich entspannt zum Spielen hinsetzen kann, aber so bin ich eben. ICH brauche eine gewisse, oberflächliche Ordnung zum Glücklich sein. Andere Mamis sind da anders. Wen juckts?! Wir haben doch sicher alle besseres zu tun, als unsere Putz- und Aufräum-Qualitäten zu vergleichen als wären wir unsere eigenen Großmütter in großgeblümten Kittelschürzen! Also … macht’s doch wie ihr wollt – denn SO ist es für EUCH am besten!!!

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Vera erzählt https://www.laecheln-und-winken.com/2018/04/15/leser-geburtsberichte-vera-erzaehlt/ https://www.laecheln-und-winken.com/2018/04/15/leser-geburtsberichte-vera-erzaehlt/#respond Sun, 15 Apr 2018 18:00:56 +0000 http://www.laecheln-und-winken.com/?p=3329 Nach einer gefühlt ewiglangen Einleitung bei der Geburt unserer Tochter vor 14 Monaten, habe ich dieses Mal auf einen natürlichen Beginn gehofft. Aber auch am ET hatte sich noch immer nichts getan, das Leben wurde doch sehr schwerfällig in den letzten Tagen. Zudem war die Tochter auch noch krank und auch ich hatte mich mittlerweile […]

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Nach einer gefühlt ewiglangen Einleitung bei der Geburt unserer Tochter vor 14 Monaten, habe ich dieses Mal auf einen natürlichen Beginn gehofft. Aber auch am ET hatte sich noch immer nichts getan, das Leben wurde doch sehr schwerfällig in den letzten Tagen. Zudem war die Tochter auch noch krank und auch ich hatte mich mittlerweile mit einer schönen Erkältung infiziert. Acht Tage nach ET saß ich freitags beim Frauenarzt und es tat sich noch immer nichts. Er war aber guter Dinge, dass es am Wochenende endlich losging. Falls nicht, sollte ich mich Montag um 9:00 Uhr im Kreißsaal melden, damit dann vor Ort entschieden wird, wie es weitergeht.

Natürlich passierte am Wochenende gar nichts, so dass wir bei ET+11 pünktlich um 9:00 Uhr auf der Matte standen. Wir wurden direkt von einer Hebamme aufgenommen und ich wurde erstmal ans CTG angeschlossen. Bei der anschließenden Untersuchung durch die Assistenzärztin wurde der kleine Mann nochmal vermessen. Ihre Schätzung ergab ein Gewicht von ca. 4300 g und einen Kopfumfang von 36 cm. Sie war sich unsicher, ob bei dem hohen Gewicht eine natürliche Geburt sinnvoll ist und hat sich mit dem Oberarzt beraten. Gott sei Dank sah dieser die Sache etwas entspannter, weil es ja nicht meine erste Geburt war. So durfte ich dann entscheiden, ob ich einen Kaiserschnitt am nächsten Tag oder die Einleitung einer natürlichen Geburt haben wollte. Ich habe mich natürlich für letzteres entschieden, obwohl ich durch die Erfahrung bei der ersten Geburt (nach Einleitung hat es trotz Wehen noch über zwei Tage gedauert) eigentlich keine Einleitung haben wollte. Doch diesmal hatte sich entgegen der ersten Geburt schon der Muttermund etwas geöffnet, so dass ich diesmal, es war kurz nach 11:00 Uhr, eine Tablette vor den Muttermund gelegt bekam (bei der ersten Geburt bekam ich alle vier Stunden eine Tablette in Wasser aufgelöst). Nach dem anschließendem CTG fragte mich die Hebamme, ob ich schon etwas merkte. Ich hatte zwar ein leichtes Ziehen im Unterleib, habe aber gedacht, dass es mehr ein Wunschdenken ist, das sich schon was tut. Also wurden wir erstmal aufs Zimmer geschickt und ich sollte spätestens um 18:00 Uhr wieder in den Kreißsaal kommen, bei Bedarf natürlich eher.

Gegen 14:00 Uhr bekam ich dann noch ein verspätetes Mittagessen und mein Mann verabschiedete sich erstmal nach Hause. Während ich aß, begannen die Wehen. Von jetzt auf gleich waren sie so heftig, dass ich weder weiteressen wollte noch alleine zum Kreißsaal gehen konnte. Ich habe dann schnell meinem Mann geschrieben, der noch auf dem Weg zum Auto war, dass er wiederkommen soll und zusammen mit ihm habe ich dann die paar Meter zum Kreißsaal geschafft. Leider war es zu der Zeit so voll, dass keiner der drei Kreißsäle frei war und so wurde ich erstmal im Wehenzimmer, in dem die CTGs geschrieben werden, untergebracht. Durch den heftigen Ansturm der Wehen und durch meine Erkältung war es mir kaum möglich, die Wehen zu veratmen und ich hatte das Gefühl, als wenn es mich zerreißt. Ich möchte gar nicht wissen, wie laut ich da rumgestöhnt habe. Da alle Hebammen in den Kreißsälen beschäftigt waren, wurde ich von der Assistenzärztin betreut, die die Eingangsuntersuchung gemacht hat. Sie wollte mir eine Spritze gegen die Schmerzen anbieten, hat dann aber doch eine PDA empfohlen, zu der ich gleich zugestimmt habe. Ich habe die Schmerzen kaum noch ausgehalten, mittlerweile gab es auch keine Pause mehr zwischen den Wehen.

Wie ich nachher von meinem Mann erfahren habe, konnten wir gegen 16:00 Uhr in einen Kreißsaal wechseln, in dem schon die Anästhesisten warteten. Nach einer gefühlten Ewigkeit (mein Mann hat mit einer enormen Ruhe den Fragebogen ausgefüllt…) wurde mir die PDA gelegt. Schon bei der ersten Geburt habe ich eine bekommen, die wunderbar gewirkt hat. Jetzt habe ich darauf gewartet, dass die Schmerzen nachlassen, aber nichts passierte. Die Wehen waren nach wie vor extrem stark. Als die Anästhesistin mich fragte, ob ich was merkte und ich es verneint habe, meinte sie mit einem Blick, den ich nie vergessen werde, dass sie dann auch nichts für mich tun könnte. Die Geburt sei einfach schon zu weit vorangeschritten. Mittlerweile war ich schweißgebadet und alles war nass, ich habe noch nie so geschwitzt und mein Mann war nur damit beschäftigt, mich irgendwie trocken zu kriegen. War gar nicht so einfach für ihn, auf Berührungen habe ich wohl immer abwechselnd schreckhaft oder aggressiv reagiert… Auch habe ich wie bei der ersten Geburt bedingt durch die Einleitung keinen Einlauf, kein Zäpfchen oder sonstiges und keinen Katheder bekommen und ich war nicht mehr Herrin über ausscheidenden Körperflüssigkeiten und auch festere Dinge. An dieser Stelle mal einen großen Respekt an die Hebammen! Eigentlich wäre mir ja sowas extrem peinlich, laut stöhnend, extrem stark schwitzend und in jeglicher Hinsicht inkontinent, aber in dieser Situation war es mir auf einmal völlig egal. Ich wollte nur noch, dass es vorbei geht.

Die Hebamme hat den Kreißsaal dann kurz verlassen, als ich plötzlich einen großen Drang zu pressen verspürte. Ich habe meinen Mann nur angeschrien, dass er die Hebamme zurückholen soll. Diese hatte das aber gehört und kam schon angerannt, im Schlepptau die Assistenzärztin und der Oberarzt. Gott sei Dank – nach 2 Presswehen war der kleine Mann um 18:39 Uhr auf der Welt und die Schmerzen vorher wie vergessen. Dem Sohnemann ging es bestens. Ein Knoten in der Nabelschnur hatte sich glücklicherweise nicht fest zugezogen. Nach einer langen Kennenlernzeit von fast einer Stunde, in der der Sohnemann auf meiner Brust lag (während ich versorgt wurde), wurde er vermessen und gewogen. 4700 g und einen Kopfumfang von 39 cm – gut, dass das vorher keiner wusste!

Leider sind wir dann ziemlich alleine im Kreißsaal gelassen worden, Schichtwechsel bei den Hebammen. Ich war irgendwie noch so fertig, dass ich nicht mal daran gedacht habe, dass der Sohnemann mal etwas trinken könnte. Als nach dem Schichtwechsel dann eine andere Hebamme kam, war sie ganz schockiert, dass der junge Mann noch nichts getrunken hat. Bei Geburtsgewicht von über 4500 g muss regelmäßig der Blutzuckerwert gemessen werden und siehe da, der Wert war nicht in Ordnung. Als sie dann sagte, dass der Sohnemann jetzt eigentlich auf die Kinderstation müsste, ist mir alles aus dem Gesicht gefallen, er wirkte doch sehr gesund und nicht gerade verhungernd. Die Hebamme hat dann allerdings vorgeschlagen, dass sie ihm ein Fläschchen macht und den Wert dann nochmal misst. Und Gott sei Dank war dann alles in Ordnung. So hatte der Sohnemann zwar noch bevor er das erste Mal an der Brust war, die erste Flasche, aber das war mir lieber, als auf die Kinderstation zu müssen.

Im Nachhinein habe ich noch viel über die Geburt nachgedacht, ging es doch alles relativ schnell und war sehr heftig. Und so egal, wie mir einiges unter der Geburt war, war es mir nachher dann doch nicht mehr. Auch habe ich viel mit der ersten Geburt verglichen, aber kaum Gemeinsamkeiten gefunden, war sie doch völlig anders. Aber mittlerweile kann ich sagen, dass ich – auch durch viele Gespräche mit meinem Mann – diese Geburt verarbeitet habe. Das Ergebnis ist auf jeden Fall immer wieder überwältigend.

Diesen spannenden Geburtsbericht hat Vera geschrieben 🙂

Der Beitrag Vera erzählt erschien zuerst auf LÄCHELN UND WINKEN.

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WhatsApp-Interview: 24 Fragen an Ernährungsberaterin Sara – Teil 2 https://www.laecheln-und-winken.com/2018/04/12/whatsapp-interview-24-fragen-an-ernaehrungsberaterin-sara-teil-2/ https://www.laecheln-und-winken.com/2018/04/12/whatsapp-interview-24-fragen-an-ernaehrungsberaterin-sara-teil-2/#comments Thu, 12 Apr 2018 08:00:56 +0000 http://www.laecheln-und-winken.com/?p=3514 Als ich vor Kurzem auf der Facebook-Seite von LÄCHELN UND WINKEN fragte, ob Interesse an einem WhatsApp-Interview mit einer Ernährungsberaterin bestünde, trudelten so irre schnell echt viele Fragen zum Thema gesunde Ernährung von Kindern ein, dass ich ziemlich sofort zwei Sachen wusste: 1. Ich bin nicht die einzige Mama, die leider viel weniger Ahnung vom […]

Der Beitrag WhatsApp-Interview: 24 Fragen an Ernährungsberaterin Sara – Teil 2 erschien zuerst auf LÄCHELN UND WINKEN.

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Als ich vor Kurzem auf der Facebook-Seite von LÄCHELN UND WINKEN fragte, ob Interesse an einem WhatsApp-Interview mit einer Ernährungsberaterin bestünde, trudelten so irre schnell echt viele Fragen zum Thema gesunde Ernährung von Kindern ein, dass ich ziemlich sofort zwei Sachen wusste: 1. Ich bin nicht die einzige Mama, die leider viel weniger Ahnung vom “richtig Essen” hat, was ich schrecklich beruhigend finde!!! 😀 2. Dieses Interview wird aufgrund seiner Länge ein Zweiteiler 😀 . Und nachdem der erste Teil bereits erschienen ist, gibts jetzt endlich auch den zweiten Teil des WhatsApp-Interviews mit Sara vom Blog Schnabel-auf  – los gehts:

#Frage 13

[20:19, 16.3.2018] Anke:
Mit welchen Lebensmitteln (von Fleisch mal abgesehen) lässt sich der Eisenbedarf eines Kindes am besten abdecken?

[12:32, 17.3.2018] Sara:
Mit Hülsenfrüchten! Linsen haben am meisten, gefolgt von Kichererbsen und Co. Ansonsten Amaranth, Quinoa oder Hirse als Flocken oder gepufft. Außerdem grünes Gemüse und Beeren. Bitte achtet darauf, dass es Vitamin C braucht, um Eisen gut aufzunehmen. Also immer schön kombinieren mit z.B. Petersilie, Sanddorn oder Paprika. Und Milchprodukte hemmen die Aufnahme von Eisen. Aber auch hier gilt, wie bei all meinen Antworten: Macht euch so wenig Kopf wie möglich, mit einer ausgewogenen Ernährung haben die Kinder alles was sie brauchen! Je verkopfter, so verkrampfter. Je natürlicher die Zutaten, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind alles bekommt was es braucht – ohne groß nachzudenken.

#Frage 14

[12:42, 17.3.2018] Anke:
Folgende Frage passt da ja super zu: Wie häufig leiden Kinder in unserem Land eigentlich noch an Mangelerscheinungen. Zum Beispiel, weil sie zu wenig Magnesium oder Calcium mit der Nahrung aufnehmen?

[14:42, 17.3.2018] Sara:
Ich finde ja, dass es in der heutigen Zeit kein einziges Kind mit diesem Mangelerscheinungen geben dürfte. Genaue Zahlen wie viele Kinder an Mangelerscheinungen leiden, habe ich leider keine vorliegen. Und ich hoffe die Zahl ist klein! Wir kommen jederzeit, zu erschwinglichen Preisen und total einfach an gute und gesunde Lebensmittel heran. Durch die Globalisierung haben wir ebenso Zugang zu Ingwer, Kurkuma und Avocados, sowie zu den heimischen Äpfeln, Broten usw. Alles was wir zu uns nehmen, nützt oder schadet uns. Leere Kalorien also einfach meiden oder kombinieren. Und das ist nicht kompliziert! Also kurz nachgedacht und jedes Essen mit etwas Sinnvollem ergänzen. Es darf ja mal Pommes geben, dann halt noch z.B. Erbsen dazu. Oder wenn es Schokokuchen gibt, danach noch in nen Apfel beißen oder Beeren dazu reichen. Und wenn man das beherzigt, kann ich mir keine Mangelerscheinungen vorstellen. Wir reden aber von gesunden Kindern, es gibt natürlich auch Erkrankungen, die Mangelerscheinungen als Nebensymptom haben. Wenn man keine Nährstoffe aufnehmen kann z.B. bei einer Glutenunverträglichkeit wie Zöliakie. Und ganz konkret: Magnesium steckt in grünem Gemüse, Fleisch, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten und Mineralwasser. Kalzium wie schon erwähnt in grünem Gemüse, Tahin, aber auch Mineralwasser, Brot und Eigelb.

#Frage 15

[20:07, 17.3.2018] Anke:
Kann Möhrensaft Neurodermitis auslösen?

[19:39, 18.3.2018] Sara:
Die Fragen gehen ganz schön ans Eingemachte 😀 . Auch diese Frage würde ich lieber einem Ernährungswissenschaftler oder Arzt stellen. Ich kann sie leider nicht beantworten, habe aber ein bisschen im Internet recherchiert und habe nichts gefunden was diese These bestätigen würde. Ganz im Gegenteil, Karottensaft wird zur Neurodermitis-Therapie empfohlen. Aber ohne Gewähr. Sorry.

[20:31, 18.3.2018] Anke:
Ich finde es super, dass du versucht hast, was dazu zu finden. Danke!

#Frage 16

[20:31, 18.3.2018] Anke:
Wann muss man als Elternteil einschreiten, wenn sich das Kind zu einseitig ernährt … also über lange Zeit nur Nudeln mit Ketchup isst oder so? Und was kann man dann machen … bzw. hast du vielleicht Tipps, wie man Kindern Essen „schmackhaft“ machen kann?

[12:34, 19.3.2018] Sara:
Als ich die Frage gelesen habe, war mein Spontangedanke: Das Elternteil sollte eingreifen, bevor es überhaupt Nudeln mit Ketchup anbietet. Kinder würden auf diese Kombination von alleine niemals kommen. Warum sollte ein Kind auch einen Teller leerer Kalorien essen? Es ist unsere Aufgabe, Kindern eine gesunde Ernährung vorzuleben und schmackhaft zu machen. Und das fängt beim ersten Brei an. Wenn wir da schon anfangen, unnatürliche Geschmacksreize zu setzen, dann wird sich das Kind auch sehr schnell dran gewöhnen. Wer mit Gläschen aufwächst, wird viel eher auch später zu industriell hergestellten Mahlzeiten greifen – das war jetzt die nette Bezeichnung für Fertiggerichte und Fast Food 😉 . Je natürlicher von Anfang an die Ernährung ist, desto natürlicher mögen es die heranwachsenden Kinder später auch. Ein Beispiel: meine Tochter hat bis zum 3ten Geburtstag gar kein Ketchup bekommen. Warum auch? Ich finde das weder extrem noch öko. Denn dem Kind fehlt es ja nicht, weil es den Geschmack nicht kennt. Meine Tochter liebt dafür Tomatenmark und dippt damit alles, was es zu dippen gibt. Ja, auch Apfelstückchen 😀 . Und das ist übrigens eine Vitalstoffbombe – auf unserem Blog habe ich einen ganzen Artikel drüber geschrieben. Dann lieber Nudeln mit Tomatenmark, da sind dann Nährstoffe drin! Also damit will ich sagen: Einseitige Ernährung kann es nur geben, wenn wir diese fördern. Aber natürlich gibt es auch mal Phasen, da mag das Kind nur Nudeln und keinen Reis. Ok, dann ist das phasenweise eben so. Aber bevor ich dann jeden Tag Nudeln koche, biete ich erst recht Alternativen an. Ich mag den Satz nicht “Hauptsache, es isst wenigstens was”. Denn so erziehen wir den falschen Geschmack an. Wenn der Hunger groß ist, dann wird nämlich auch Reis gegessen – oder erstmal gar nichts und dann den Reis. Klingt vielleicht hart. Aber ich habe letztes Jahr während einer Grippe angefangen Saft zu geben, anstelle von Wasser. Eben nach dem Motto: “Na, irgendwie muss ja Energie ins Kind, wenn es schon nix isst”. Und wisst ihr, was das nun für ein Kampf ist? Seit einem Jahr gibt es bei jedem Becher die Diskussion, ob mit Saft oder ohne. Damit will ich zeigen, wie schnell es geht etwas anzuerziehen, was man nur sehr schwer wieder wegbekommt. Aaaaber, es ist nie zu spät! Also ich habe dann den Saft immer mehr mit Wasser gemischt und jetzt ist es nur ganz bisschen Saft und viel, viel Wasser und beide sind zufrieden. Das könnte bei Ketchup auch ne Möglichkeit sein. Immer bisschen mischen, bis am Ende eigentlich das vermeintliche Ketchup nur noch aus Tomatenmark besteht. Mein Tipp: Anfangen richtig vorzuleben, selber genießen natürlich und immer wieder anbieten oder schmackhaft machen, indem man Kombinationen mit Lieblingszutaten zaubert. Das kann dann auch der Apfel mit Tomatenmark sein 😉 . Und auch hier: mit Freude an die Sache rangehen. Essen sollte kein Stress sein.

[12:52, 19.3.2018] Anke:
Ja, damit war zu rechnen, wenn man so eine Frage einer Ernährungsberaterin stellt 😀 . Und sicher hast du absolut Recht, mit allem, was du sagst! Ich handhabe es trotzdem anders mit meinen Kinder … speziell den Gläschen-Faktor sehe ich bei weitem nicht so streng und auch, dass die Tochter irgendwo mal Nudel mit Ketchup kennengelernt hat, finde ich nicht gar so schlimm 😉 . Zudem empfinde ich es als noch viel schwerer, den Sohnemann vor “schlechtem” Essen zu bewahren, weil die Schwester eben schon Dinge darf oder mal mitbringt von einem Geburtstag und er das natürlich mitbekommt. Ich persönlich fahre sehr gut mit der Technik, dass nichts komplett verboten ist, aber vieles nur in sehr kleinen Mengen in den Kindern landet. Bisher finden das auch die Kinder gut und wir haben hier kaum Diskussionen … zumindest nicht wegen sowas 😉 😀 Trotzdem: Selbst ich weiß, dass dein Weg garantiert der beste ist.

[12:56, 19.3.2018] Sara:
Ja, da geb ich Dir völlig Recht, beim zweiten Kind ist das viel, viel schwerer als beim Ersten. Aber Geburtstage usw. machen Gott sei Dank noch lange keine einseitige Ernährung aus J. Ausnahmen bestätigen die Regel. Und auch in meinem Haushalt gab es hier und da mal Gläschen, keine Frage. Wie du sagst, die Menge macht es und der Alltag 😀 .

#Frage 17

[12:56, 19.3.2018] Anke:
Wie schlimm ist es wirklich, wenn ein Kind kein Gemüse mag? (Ich bin da übrigens – unabhängig von deiner Antwort – ein ausgezeichnetes Beispiel, weil ICH so gut wie kein Gemüse mag 😉 )

[12:56, 19.3.2018] Anke:
Meine Mutter ist an mir schier verzweifelt! 😀

[13:05, 19.3.2018] Sara:
Naja, was heißt schlimm. Es ist schade, denn wo kommen denn dann die nötigen Nährstoffe her? Und ich kann mir nicht vorstellen, dass du gar kein Gemüse magst, oder? Es gibt bestimmt 1-2 Sorten, die auch dir schmecken. Die gilt es herauszufinden und anzubieten. Manchmal lässt sich Gemüse auch wunderbar verstecken. In Smoothies zum Beispiel oder Nudelsoßen; hier einfach das Gemüse pürieren. Oder aus rohem Gemüse lustige Gesichter basteln – mit den Kindern zusammen. Auf den Markt gehen und sich die schönen bunten Sachen anschauen und die Kinder beim Einkaufen mitentscheiden lassen. Ich würde nichts unversucht lassen und ja, auch meine kleine, blonde Willensstarke daheim ist gerade nicht so gemüsebegeistert. Aber sie liebt Brokkoli, also kombiniere ich ganz viel mit Brokkoli. Und Kinder schauen sich ja viel ab. Dann mit den Kindes-Freunden zusammen Gemüse-Party machen. Isst es nämlich die beste Freundin, dann ist das was anderes. Oder leider auch andersrum. Kohlrabi ist bei uns out, seitdem es die Kindergartenfreundin nicht mehr isst. Aber “ruhig Blut”, auch das wird sicher wieder anders. Auch da würde ich sagen: immer wieder anbieten ohne zum Essen zu zwingen und ansonsten gut im Essen verstecken.

[14:21, 19.3.2018] Anke:
Mir persönlich kann man Gemüsesuppe echt so ziemlich alles unterjubeln … ich püriere das dann. 😀 Aber so als Beilage gibt es echt nichts, was ich freiwillig esse. Das gute Beispiel für meine Kinder ist daher der Mann! 😉

#Frage 18

[14:22, 19.3.2018] Anke:
Ab wann dürfen Kinder Honig bekommen? Meist ist die Rede davon, dass Honig nach dem ersten Lebensjahr gegeben werden darf, aber man liest auch immer öfter, dass die Kinder doch lieber bereits deutlich älter sein sollten. Kannst du da helfen?

[16:26, 19.3.2018] Sara:
Hm, also mir ist auch die 1-Jahres-Regel bekannt und hab mich auch selbst dran gehalten. Wer noch länger darauf verzichten möchte, darf selbstverständlich auf sein Bauchgefühl hören. Aber nach meinem Kenntnisstand ist es ok, nach dem ersten Lebensjahr Honig zu geben.

[20:04, 19.3.2018] Anke:
Die folgende Frage kenne ich bisher nur aus den Schwangerschaften für mich selbst …

#Frage 19

[20:04, 19.3.2018] Anke:
Ab wann dürfen Kinder Salami, Camembert und Rohmilchkäse essen?

[21:09, 19.3.2018] Sara:
Ja, ich war auch erstaunt und mein erstes Gefühl war: ab dem Zeitpunkt der normalen Kost. Aber ich war verunsichert und hab nochmal unseren Arzt Doc Hary gefragt und er sagte auch: Kinder dürfen essen, worauf sie Lust haben und dafür haben wir ja das Abwehrsystem. Ein gutes Immunsystem kann Keime abwehren. Und wie bekommen wir ein gutes Immunsystem? BINGO 🙂 mit gesunder Ernährung und viel Nährstoffen 🙂

[11:28, 20.3.2018] Anke:
Hahaha, so schließt sich der Kreis also … top! 😀

#Frage 20

[11:29, 20.3.2018] Anke:
Was ist besser für den kindlichen Organismus: mittags warm und abends Brot oder umgekehrt?

[13:04, 21.3.2018] Sara:
Auch hier würde ich sagen: wie es einem selbst und dem Kind passt. Es lebe das Bauchgefühl! Denn eine Brotzeit kann ebenso schwer im Magen liegen wie ein Schweinebraten. Es gibt hier keine mir bekannte Regel. Ich selbst schaue einfach, dass meine Kleine satt und zufrieden ins Bett geht. Rohkost am Abend liegt zum Beispiel vielen Menschen schwer im Magen – ich dagegen liebe es. Also auf das eigene Bauchgefühl hören, denn unser Darm weiß manchmal mehr als das Gehirn. 😉

[13:10, 21.3.2018] Anke:
Hach, ich mag es, wenn du das sagst. Ich finde, wir sollten sowieso endlich wieder mehr auf unser eigenes Gefühl vertrauen … in so ziemlich jedem Bereich <3

#Frage 21

[13:11, 21.3.2018] Anke:
Ab wann darf man Babys das ganz normal gewürzte Essen der Eltern geben? Da gibt es ja echt sehr viele Meinungen zu. Was sagst du?

[13:17, 21.3.2018] Sara:
Da antworte ich auch ganz spontan: BAUCHGEFÜHL … ich habe zum Beispiel in der Schwangerschaft ebenso viel Curry gegessen, wie schon mein ganzes Leben lang und wenn meine Kleine mal einen Brei nicht möchte, dann ein bisschen Currypulver rein und schwupps, war es soooo lecker. Sie kannte eben den Geschmack aus dem Bauch bzw. der Muttermilch. Betonung auf bisschen. Also das ganz normal gewürzte Essen ist too much für die kleinen Wesen, auch meine nun 3 1/2 Jährige mag es nicht so würzig wie wir. Ich fange deshalb an zu würzen, dann nehme ich ihre Portion raus und dann mache ich es schön scharf für uns Eltern. Außerdem sollte im ersten Jahr sollte auf Salz verzichtet werden, weil die Nieren und andere Organe noch nicht gut ausgebildet sind. Babys und Kinder mögen den natürlichen Geschmack J .

#Frage 22

[20:32, 21.3.2018] Anke:
Wie genau ist das eigentlich immer mit diesen fünf Portionen Obst und Gemüse für die Zwerge gemeint? Ist eine Portion zum Beispiel ein GANZER Apfel oder ein STÜCK? Und zählt ein selbstgemachter Smoothie aus verschieden Obst- und Gemüse-Bestandteilen auch?

[21:38, 21.3.2018] Sara:
Für die erste Frage gibt es eine wunderbare Faustformel: “eine Hand voll” entspricht einer Portion. Und da die Hände mitwachsen, wachsen auch die Portionen mit. Bei meiner Kindergarten Brotzeitbox sind schon mal zwei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst abgehakt. Dann noch ein halber Apfel zum Frühstück und abends ein paar Scheiben Gurke/Tomate zum Brot oder eine Gemüsebeilage und schon habe ich 6 Portionen erfüllt. Geht wirklich einfach, denn: Jaaaaaa Smoothies aus Obst und/oder Gemüse gehören natürlich auch dazu – um auch gleich die zweite Frage zu beantworten. Also wirklich easy auf die fünf Portionen zu kommen. Und nach oben gibt es kein Limit. Die 5 sind das tägliche Minimum!

#Frage 23

[20:55, 22.3.2018] Anke:
Dazu passt jetzt noch sehr gut die vorletzte Frage: Kann man Kindern abends noch Gemüse geben oder ist das über Nacht zu schwer verdaulich?

[21:31, 22.3.2018] Sara:
Ich weiß, dass viele Probleme haben, wenn es zum Abendessen rohes Gemüse oder Obst gab. Selbst Mamas und Papas vertragen das manchmal nicht. Also ausprobieren und gegebenenfalls eher gedünstetes Gemüse anbieten oder Suppen. Wir essen dagegen jeden Abend Salat und sind daran gewöhnt und ich hatte noch nie Probleme. Aber rohen Kohlsalat würde selbst ich nicht abends essen wollen.

[21:45, 22.3.2018] Anke:
Hmmm, rohen Kohlsalat liebe ich ja sehr, vertrage ihn allerdings zu gar keiner Tageszeit besonders gut. Hach, schade.

[21:46, 22.3.2018] Anke:
Und “schon” sind wir bei der letzten Frage angelangt 😉

#Frage 24

[21:46, 22.3.2018] Anke:
Welche ‘möglichst gesunde’ Alternative gibt es zum Zucker (z. B. fürs Backen/Kochen) für Kleinkinder?

[15:45, 23.3.2018] Sara:
Die letzte Frage beantworte ich natürlich auch noch gern. Ich persönlich backe zum Beispiel nie mit raffiniertem Zucker; ich nehme als Alternative Ahorn- oder Reissirup, Agavendicksaft (eher säuerlich), Honig oder Rohrohrzucker. Aber ganz ehrlich, ernährungsphysiologisch spielt das keine große Rolle. Alle Zuckersorten haben fast die gleiche Energie und wirken kariös. Sirup und Honig haben sogar noch den Nachteil, dass sie eher an den Zähnen kleben. Wenn, dann müsste man Zuckeraustauschstoffe wie Zuckeralkohole (Xylit oder Isomalt zum Beispiel) nehmen, die verursachen nur im geringen Maße Karies und haben ungefähr 40% weniger Kalorien als Zucker. In großen Mengen kann es aber zu Durchfällen kommen. Und bei Babys und Kleinkinder bitte keine Süßstoffe nehmen, sie sind meist synthetisch hergestellt und noch ist nicht ausreichend geklärt, welche Wirkung sie auf den Körper haben. Dazu gehören zum Beispiel Aspartam und Saccharin. Einfach mal auf den Etiketten drauf achten.

[19:45, 23.3.2018] Anke:
Liebe Sara, damit sind wir durch! Vielen Dank, dass du so geduldig all die Fragen der LÄCHELN UND WINKEN-Leserinnen beantwortet hast! Das Interview hat mir großen Spaß gemacht und ich habe (mal wieder) echt was dazu gelernt!

[19:48, 23.3.2018] Sara:
Ach, das freut mich. Teilweise war ich ja sehr ausführlich, aber eben deshalb, weil mir das Thema sehr am Herzen liegt. Mir hat das Interview jedenfalls auch viel Freude bereitet. Und falls noch Fragen auftauchen, dürfen sich deine Leserinnen sehr gerne bei mir bzw. uns melden!

 

Der Beitrag WhatsApp-Interview: 24 Fragen an Ernährungsberaterin Sara – Teil 2 erschien zuerst auf LÄCHELN UND WINKEN.

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WhatsApp-Interview: 24 Fragen an Ernährungsberaterin Sara – Teil 1 https://www.laecheln-und-winken.com/2018/04/10/whatsapp-interview-24-fragen-an-ernaehrungsberaterin-sara-teil-1/ https://www.laecheln-und-winken.com/2018/04/10/whatsapp-interview-24-fragen-an-ernaehrungsberaterin-sara-teil-1/#comments Tue, 10 Apr 2018 07:00:54 +0000 http://www.laecheln-und-winken.com/?p=3508 Wenn ich selbst eines wirklich so gar nicht drauf habe, dann ist das gesunde Ernährung. Bis auf den Umstand, dass ich tatsächlich so gut wie jeden Tag 3 Liter Wasser trinke, bin ich der völlige Futter-Honk! Ich mag kein gekochtes Gemüse (außer in Suppen, da geht’s komischerweise), ich esse unregelmäßig, am liebsten Fast Food und […]

Der Beitrag WhatsApp-Interview: 24 Fragen an Ernährungsberaterin Sara – Teil 1 erschien zuerst auf LÄCHELN UND WINKEN.

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Wenn ich selbst eines wirklich so gar nicht drauf habe, dann ist das gesunde Ernährung. Bis auf den Umstand, dass ich tatsächlich so gut wie jeden Tag 3 Liter Wasser trinke, bin ich der völlige Futter-Honk! Ich mag kein gekochtes Gemüse (außer in Suppen, da geht’s komischerweise), ich esse unregelmäßig, am liebsten Fast Food und auch sonst deutlich mehr „Mist“, als gut für mich sein kann. SO soll die Ernährung meiner Kinder natürlich nicht aussehen, deshalb gibt’s für den Nachwuchs durchaus gesunde Sachen auf den Teller. Trotzdem muss ich zugeben: Ich hab einfach keine Ahnung! GOTTSEIDANK ändert sich das jetzt, denn Sara vom Blog Schnabel-auf tritt hier zum WhatsApp-Interview an. Puh, Glück gehabt! 😉 Denn Sara ist echt die perfekte Wahl, um uns #MoSiAs ein paar Fragen in Sachen gesunde Ernährung zu beantworten. Als Journalistin legte sie bereits vor Jahren – aus persönlichem Interesse – ihren Fokus auf das Thema Gesundheit. Doch das reine Fachwissen, dass sie sich dabei aneignete, reichte ihr nicht – also zog die Mutter einer 3-jährigen Tochter auch noch die Ausbildung zur Ernährungsberaterin durch, die sie in Zukunft sogar gerne noch weiter ausbauen würde, um sich anschließend ganz offiziell auf die gesunde Ernährung von Kindern zu spezialisieren. Sie scheint da also echt ihr Steckenpferd gefunden zu haben … von dem WIR jetzt profitieren! 😉 Also dann – los geht’s!

[11:45, 13.3.2018] Anke:
Liebe Sara vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, die Fragen der LÄCHELN UND WINKEN-Leserinnen (und auch ein paar meiner eigenen) zum Thema Kinder-Ernährung zu beantworten. Es sind wirklich recht viele geworden, daher habe ich schon mal versucht, sie ein wenig zusammenzufassen und zu sortieren. So, dann würde ich sagen: Wir fackeln gar nicht lange, sondern legen sofort los!

#Frage 1

[11:46, 13.3.2018] Anke:
Wie viel sollten Kinder täglich trinken? Gibt es da vielleicht eine Faustregel? Und zählt der Verzehr von Obst und Gemüse auch zur Flüssigkeitsaufnahme?

[11:55, 13.3.2018] Sara:
Hallo Anke und hallo an alle lieben Leser/innen. Ich möchte vorweg kurz erklären, dass meine Antworten immer eine Mischung aus erlerntem Wissen und eigener Erfahrung als Mama einer nun 3 1/2 jährigen Tochter sind. Aber nun zum Thema Trinken. Also: eine richtige Faustregel gibt es nicht. Wir unterscheiden zwischen der Flüssigkeitsaufnahme durch Getränke und aus den Mahlzeiten. Kinder zwischen 1 und 7 Jahren dürfen schon auf ca. 1,5 Liter insgesamt kommen. Ab 8 Jahren nähern wir uns dann Schritt für Schritt den empfohlenen 2,5-3 Litern der Erwachsenen an. Und da sind Mahlzeiten wie Obst und Gemüse schon drin. Ganz grob kann man sagen zu 2/3 trinken wir Flüssigkeit und zu 1/3 essen wir sie. Kinder haben in der Regel ein gesundes Durstgefühl. Vertraut darauf! Wenn im Essen viel Flüssigkeit ist, hat das Kind auch dementsprechend weniger Durst. Habt einfach immer einen Becher Wasser griffbereit für das Kind da, es wird danach greifen, wenn es Durst hat. Und meine Erfahrung: meine Tochter musste mit 2 Jahren auf Diabetes getestet werden, weil sie auffällig viel getrunken hat. Fast 2 Liter am Tag. Die Untersuchung zeigte aber: alles gut, das Kind trinkt einfach gern und viel. Also lieber zu viel als zu wenig! Anbieten und die Kinder ihrem Instinkt folgen lassen, außer es ist weit entfernt von der empfohlenen Menge.

#Frage 2

[11:59, 13.3.2018] Anke:
Und wie schaut es mit Fruchtsäften aus? Sind die wirklich so schlecht wie ihr Ruf oder eine Alternative zu Wasser?

[12:07, 13.3.2018] Sara:
Also wenn Du meine Tochter fragen würdest, gäbe es keine Alternative zu Säften 😉 .
Die Säfte sind auch nicht nur schlecht. Aber leider trotzdem keine wirkliche Alternative zu Wasser, sondern eher eine Ergänzung. Und bitte unterscheidet, was im Supermarkt wirklich ein Saft ist: Fruchtsäfte unterliegen der Fruchtsaftverordnung und müssen zu 100 % aus Frucht bestehen – ohne chem. Zusätze. Schon mal super. Leider haben sie aber auch kaum gesunde Ballaststoffe, weil z. B. Schalen, Kerne und Zellwände meist entfernt wurden. Zucker darf nur unter Angabe auf dem Etikett zugegeben werden. VORSICHT bei Fruchtnektar und Fruchtsaftgetränken. Da sieht es schon anders aus. Da ist im Ersteren nur noch 20-25 % echter Fruchtsaft drin und hat meist Zucker zugesetzt. Beim Fruchtsaftgetränk sind es nur noch 6 % echte Frucht und der Rest sind Wasser, Zucker, Aromen usw. Leider steht in den Baby- und Kinderregalen meist Letzteres. Einfach auf das Etikett schauen! Fazit: Fruchtsaft ist ok, Nektar und Fruchtsaftgetränke müssen für Kinder, meiner Meinung nach, nicht sein. Lieber selber Schorlen mit Verhältnis 3 Teile Wasser auf ein Teil Saft mischen. Meine Tochter mischt natürlich dreimal soviel Saft zu einem Hauch von Wasser. Und das ist auch mal okay, wenn es nicht immer ist 😀 . Oder einfach schnell mal nen Smoothie machen. Alles was an Obst so da ist in Mixer, bisschen Wasser und schon ist der Super-Saft fertig. Und das ganz schnell!

[12:15, 13.3.2018] Anke:
Das mit den Smoothies muss ich auch nochmal probieren. 😀

#Frage 3

[12:16, 13.3.2018] Anke:
Gibt es Nahrungsmittel, die ein junger Organismus lieber gar nicht oder zumindest nur selten bekommt? Von Zucker mal abgesehen 😉 .

[12:27, 13.3.2018] Sara:
Oh, gute Frage und Du bringst mich ins Grübeln. Meine Antwort ist: neben den obligatorischen Dingen wie “kein Honig im ersten Jahr” würde ich sagen, je verarbeiteter ein Lebensmittel ist, desto seltener sollte es in den Kinderbauch. Das Immunsystem und die Darmflora sind noch nicht so stabil und können auf künstliche Zusatzstoffe mit Unverträglichkeiten reagieren.

Also lieber Breie oder sonstiges Essen so natürlich wie möglich zubereiten. Do it yourself in der Küche quasi J . So gewöhnen sich die Kinder nicht an den industriellen Geschmack und werden auch später eher zu gesunden und frischen Lebensmitteln greifen. Man sagt, in den ersten 1.000 Tagen legt man den Grundstein für das spätere Essverhalten. Ich finde, dass ist ein wichtiger Satz für jede Mama.

Und ansonsten gilt: auch hier dem Kind vertrauen. Mag es keinen Kohl oder Hülsenfrüchte, dann bekommt es vielleicht Blähungen. Alles in Maßen, das Kind beobachten und dem Instinkt folgen ist mein Tipp 😀 .

[12:36, 13.3.2018] Anke:
Oh, den Hinweis, dem Kind zu vertrauen, mag ich furchtbar gerne! ❤

#Frage 4

[12:38, 13.3.2018] Anke:
Wie verhält es sich denn mit (Kuh-)Milch und Milchprodukten? Braucht ein Kind die zwingend? Und wenn ja, in welchem Maße? Auch abends oder sind sie da zu schwer verdaulich?

[09:28, 14.3.2018] Sara:
Die Kuhmilchfrage… Eieiei, also das mit der Milch ist ja so ne Sache. Die Frage ist ja schon fast wie das Impf-Thema geworden. 😉 Da stehen sich große Gegner gegenüber. Ich möchte deshalb ganz unparteiisch erklären, was die Pro- und die Contra- Seiten sind und dann meine persönliche Erfahrung daheim schildern. Legen wir los: Pro Milch spricht, dass Kalzium ganz wichtig für den Knochenaufbau und die Zähne der Kinder ist. Doch Kalzium wäre ebenso in Spinat, Tahin (Sesampaste) und allgemein in grünem Blattsalat und -gemüse enthalten. Also braucht man sie deshalb nicht zwingend. Ebenso ein wichtiger Baustoff fürs Wachsen ist das enthaltene Eiweiß und ja das Tierische ist besser zu verwerten als das Pflanzliche. Aber Eiweiß kann auch über Bio-Eier oder Fleisch kommen. Und mischt man pflanzliches mit tierischem Eiweiß (Kartoffeln mit Quark), nehmen das die Kinder sehr gut auf. Also ihr seht, jedes Pro-Argument hat eine Alternative, weshalb man sie nicht unbedingt zwingend braucht. Dazu kommt, dass die riesigen Milchkühe Hormone in ihrer Muttermilch haben, die Kälber großziehen. Ist nun Ansichtssache, ob unsere Kleinkinder das auch brauchen. Die Kühe leben meist in Massentierhaltung und bekommen durch die extreme Milchproduktion (normal liefert eine Kuh für ihr Kalb 8 Liter, eine Milchkuh muss bis zu 40 Liter abgeben) öfter mal Euterentzündungen und diese werden mit Antibiotikum behandelt. Auch davon sind Spuren in der Milch. 75% aller Menschen vertragen gar keine Milch und viele Gegner sagen, dass der Mensch gar nicht dazu gemacht ist, Milch zu trinken. Also das ganze ist eine Milchmädchenrechnung. Das Gute in der Milch lässt sich ersetzen und das Schlechte an der Tierhaltung nicht leugnen. Ihr seht, ich habe da auch so meine eigene Meinung und könnte noch ewig weiterschreiben. Ich habe es in meiner Entscheidung leicht: meine Tochter mag keine Kuhmilch, von Anfang nicht und da vertraue ich wieder mal ihrem Instinkt. Sie wird wissen, warum sie keine Kuhmilch mag. Eventuell verträgt sie diese einfach nicht. Achtet da einfach drauf, ob es Euren Kindern mit oder ohne Milch besser geht. Und bei Erkältungen würde ich sie weglassen, wegen der schleimbildenden Wirkung. Belest Euch, wägt Pro und Contra ab, entscheidet mit euren Kindern selbst und wenn Milch, dann bitte von glücklichen Kühen. <3 Da bin ich eisern, Discountermilch oder ähnliches würde ich meinem Kind nicht geben. Wer Milch geben mag: bis zum 3 Lebensjahr sind ca. 300 ml am Tag ein gutes Maß laut der Pro-Milch-Partei DGE – egal zu welcher Tageszeit. Und ein kurzer Satz zu Milchprodukten: Sahne, langgereifter Käse und Sauermilchprodukte sind unserer Erfahrung besser verdaulich. Also diese Dinge gibt es bei uns schon im Haus.
Puh, das war jetzt ne lange Antwort. P.S.: in meinem Kaffee ist auch jeden morgen ein Schuss Milch. Das ist mein Kompromiss. 😀

[11:33, 14.3.2018] Anke:
Hui, allerdings 😀 . Und trotzdem muss noch ein Frage zum Thema hinterher:

#Frage 5

[11:33, 14.3.2018] Anke:
Dürfen (kleine) Kinder als Alternative auch Hafer- oder Soja-Milch trinken?

[11:55, 14.3.2018] Sara:
Kleine Kinder sind in meinen Augen Kinder ab dem 2. Geburtstag ;). Sprechen wir da eine Sprache? Wenn ja, dann ist meine Antwort JA , kann man ersetzen. Ich würde aber keine Säuglingsnahrung mit diesen Getreidemilchsorten ersetzen. Wer da keine Kuhmilch nehmen möchte, es gibt Milchpulver auch auf Ziegenmilchbasis. Meine Tochter bekommt seit dem 2. Geburtstag Hafermilch, Reismilch, Mandelmilch usw. immer im Wechsel abends in ihre heißgeliebte Flasche. Also, wenn ein Tetrapack leer ist, gibt es ne andere Milchsorte, manchmal mische ich auch Mandelmilch mit Hafermilch. So kann ich eine Vielfalt anbieten. Seit dem 3. Geburtstag kommt auch die Sojamilch dazu, weil ich gelernt habe, dass Soja sehr gesund ist. Aber ich würde darauf achten, ob Soja vom Kind vertragen wird. Es gehört zu den Allergenen und ich würde dazu raten, dass nur Soja ohne Genmanipulation genommen wird, sprich die Bio-Variante.

#Frage 6

[13:01, 14.3.2018] Anke:
Und wie würdest du die Frage einer Mama beantworten, bis wann Kinder NACHTS Milch trinken dürfen?

[13:11, 14.3.2018] Sara:
Ach, ich finde solange sie wollen:) Ich weiß, dass da viele aufschreien wegen Nuckeln und Karies usw. Aber viele Kinder brauchen das nachts einfach noch und ich finde, da gibt es keine Altersbeschränkung <3. Soll ich Euch was verraten? Ich habe damals die Flasche nachts bis zum Alter von 8 Jahren gewollt. Und? Bin auch erwachsen geworden 😉 .

[13:14, 14.3.2018] Anke:
Hach, dass macht dich sehr sympathisch 😀

#Frage 7

[13:14, 14.3.2018] Anke:
Eine Mutter hat mich angeschrieben, weil sie sehr verunsichert ist. Sie fragt: Was dürfen Kinder mit einer Gluten- und Laktose-Unverträglichkeit eigentlich überhaupt noch essen?

[17:01, 14.3.2018] Sara:
Oje, reden wir hier von Zöliakie? Wenn ja, dann beantworte ich diese Frage sehr, sehr gern. Denn auch ich leide an dieser Autoimmunerkrankung. Die schlechte Nachricht zuerst: so unglaublich es klingt, aber jeder Krümel Gluten ist nachhaltig schädlich für den so wichtigen Dünndarm. Durch die ständige Entzündung der Dünndarmschleimhaut gehen alle Darmzotten weg und die brauchen wir, um die wichtigen Nährstoffe aufzunehmen. Also bitte ganz penibel darauf achten, dass wirklich kein Krümel ins Kind gelangt. Gluten ist im Weizen, Dinkel und Grünkern, Roggen und Gerste, Bulgur und Couscous, Seitan, Hafer, Kamut und Emmer und allen Stärkesorten oder Malzextrakten aus diesen Getreidesorten. Wenn man konsequent glutenfrei lebt, regenerieren sich aber die Zotten und es geht einem wirklich wieder gut, aber nur bei absoluter Konsequenz ‼ Die gute Nachricht: es gibt so tolle glutenfreie Gerichte und man bekommt durch diese besonderen Umstände ein Gespür für gutes Essen. Mein Tipp: Schaut bei unseren Rezepten auf www.schnabel-auf.de. Einfach in der Suchfunktion glutenfrei eingeben. Ich koche logischerweise glutenfrei und so sind fast alle Rezepte geeignet oder ich gebe Alternativen. Kartoffeln, Reis, Gemüse, Hirse stehen bei uns z.B. oft auf dem Speiseplan. Ganz wichtig: Wer keine Zöliakie hat, braucht auch nicht glutenfrei essen. Also zumindest nicht diese ganzen Ersatzprodukte. Liegt nicht dem Trend auf! Glutenfrei heißt nicht automatisch gesünder! Soviel dazu. Tief durchatmen und den Kindern leckeres glutenfreies Essen zubereiten! Und nun zur Laktose: im Gegensatz zur Glutenunverträglichkeit macht die Laktoseintoleranz nicht krank. Aber eklige Beschwerden wie Blähungen etc. Und da kann man sehr gern zu den Ersatzprodukten greifen. Es gibt laktosefreie Milch, Käse, Sahne, Joghurts usw. zu kaufen. Wenn das Kind mal Laktose erwischt, geht die Welt nicht unter! Und wenn die Laktoseintoleranz aufgrund der Zöliakie entstanden ist, dann kann es gut sein, dass sie verschwindet, sobald es dem Darm durch die neue Ernährung wieder gut geht. Ich hoffe sehr, ich konnte helfen und sehr gerne darf mir die betroffene Mama persönlich über meinen oben erwähnten Blog schreiben und mir noch weitere Fragen dazu stellen. Bin quasi die beste Quelle als Betroffene <3

[20:30, 14.3.2018] Anke:
Das wird die betroffene Mami hoffentlich machen!

#Frage 8

[20:30, 14.3.2018] Anke:
Wie wichtig sind Kohlehydrate für ein Kind? Die Frage haben sehr viele Mamis gestellt, weil eben so viele Kleinkinder Brot ablehnen und nur Wurst und Käse essen wollen 😀 .

[11:15, 15.3.2018] Sara:
Kohlenhydrate sind natürlich wichtig für das Kind, denn es liefert die nötige Energie zum Herumtollen und zum Mama ärgern. Aber keine Sorge, ich kann mir nicht vorstellen, dass eines unserer Kinder zu wenig abbekommt. Dazu sollte man vielleicht wissen, dass Kohlenhydrate ein Sammelbegriff für alle Zucker- und Stärkearten und Ballaststoffe sind. Also kommen Kohlenhydrate in Getreide und Getreideprodukte wie Brot vor, aber auch in Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Nüssen, Obst und Gemüse und natürlich Zucker. In tierischen Lebensmitteln sind sie in z.B. Milch, Joghurt, Buttermilch und Molke gut vertreten. Käse hat allerdings sehr wenig davon. Aber da ich ja davon ausgehe, dass all eure Kinder ständig Obst und Gemüse essen, bekommen sie genügend Kohlenhydrate, auch wenn sie das Brot unter Wurst und Käse weglassen. Und die Ballaststoffe aus Obst und Gemüse sind tatsächlich sehr wichtig für die Verdauung. Vielleicht als Alternative mal einen Zwieback anbieten, Haferflocken oder Vollkornreis und die meisten Kinder lieben Kartoffeln in jeglicher Art (Kartoffelbrei aus der Tüte zähle ich nicht dazu 😉 ). Und Zucker oder Nüsse bekommen sie sicher auch mal ab. Also keine Sorge wegen zu wenig Brot!

[11:53, 15.3.2018] Anke:
Tja, siehste … hab ich auch nie so richtig auf dem Schirm, dass Kohlehydrate natürlich nicht nur in Brot, Kartoffeln und Reis vorkommen. Dann mach ich mir darum jetzt keine Sorgen mehr 😀 .

#Frage 9

[11:54, 15.3.2018] Anke:
Eine Mutter würde gerne wissen: Ist Übergewicht wirklich Veranlagungssache?

[12:08, 15.3.2018] Sara:
Gute Frage. Ich habe nun darüber nachgedacht und meine persönliche Antwort lautet: sicherlich in bestimmter Art und Weise. Nicht ohne Grund sind z.B. Skandinavier eher groß und schlank und Brasilianerinnen mit einem schönen runden Hintern gesegnet. Und jeder kennt die gertenschlanke Freundin, die Essen kann was sie will, während man selbst nur beim “Schokoriegel anschauen” zunimmt. Da spielt die Genetik sicherlich mit rein. Aber fachlich bin ich da überfragt, wie genau und warum und wo. Das müsste ein Mediziner besser beantworten können. Was ich als Ernährungsberaterin aber sagen möchte: sich da bitte nicht drauf ausruhen. Denn ganz im Gegenteil, wenn man die Veranlagung zum “dicklich” sein hat, dann ist neben Bewegung die gesunde und energiearme Ernährung umso wichtiger. Und wie ich bei Frage 3 schon erwähnt habe: ungefähr die ersten 1.000 Tage bestimmen das Essverhalten für die Zukunft, egal wie die Veranlagung ist.

#Frage 10

[12:49, 15.3.2018] Anke:
Die nächste Frage geht in eine ähnliche Richtung: Wird die Größe eines Menschen (neben den Genen natürlich) auch vom Essverhalten im Kleinkindalter beeinflusst?

[12:51, 15.3.2018] Sara:
Da geht meine Antwort in eine ähnliche Richtung: Bei der Körpergröße spielt ebenso die Genetik eine große Rolle und die Ernährung kann im kurzfristigen Fall vielleicht die Größe des Bauchen beeinflussen, nicht aber die Körpergröße. Anders sieht es aus, wenn wirklich eine jahrelange Mangelernährung vorliegt. Dann ist auch der Wachstum gehemmt.

[13:16, 15.3.2018] Anke:
Ich finde es ja Wahnsinn, mit welchen Fragen sich Mamis so quälen bzw. auseinandersetzen. Die nächste ist zum Beispiel deutlich fachspezifischer, als es mir je möglich wäre (ich hab einfach nicht so viel Ahnung von der Materie 😀 ):

#Frage 11

[13:16, 15.3.2018] Anke:
Wieso brauchen Babys angeblich eher Kohlenhydrate als Eiweiß, um neuronale Verbindungen aufzubauen, obwohl doch fast (?) alles im Körper aus Aminosäuren zusammengebastelt ist? Spräche das nicht für mehr Eiweiß in der Ernährung?

[11:52, 16.3.2018] Sara:
Also ich muss gestehen, ich habe das mit den Kohlenhydraten so nicht gelernt und noch nicht gehört. Ich habe zu Beantwortung diesmal meinen Arzt des Vertrauens Dr. Harald Hüther zugezogen und das ist unsere Antwort: Nach unseren Recherchen brauchen Kinder sogar deutlich weniger Kohlenhydrate. Die Muttermilch beispielsweise ist in manchen Phasen eher ketogen (kaum Kohlenhydrate) als kohlenhydratreich. Dabei wird dann aber nicht der Proteingehalt erhöht, sondern der Fettgehalt. Die neuronale Entwicklung braucht vor allem gute Fette! Und natürlich viele Vitalstoffe, aber das ist eh klar …

Dieses Denken mit mehr Fett ist noch sehr ungewohnt für uns, da es uns ja die letzten 50 Jahre eher aberzogen wurde, aber wir sollten uns wieder daran gewöhnen. Und ich hab zum Beispiel immer Lust auf Nüsse, wenn ich mich konzentrieren muss – das würde ebenfalls für die Fette sprechen.

[12:43, 16.3.2018] Anke:
Oh, Nüsse … da hätte ich jetzt auch Bock drauf! 😀

[12:43, 16.3.2018] Anke:
Super, vielen Dank, dass du euren Arzt hinzugezogen hast, um diese Frage zu beantworten!

#Frage 12

[12:44, 16.3.2018] Anke:
Wie findet man heraus, wie viele Kalorien gerade PERFEKT wären für den Nachwuchs? Kann man das irgendwie anhand der Körpergröße oder so berechnen?

[15:48, 16.3.2018] Sara:
Perfekt ist, wenn man bei Kindern nicht das Kalorienzählen anfängt. Kinder sind sensible kleine Wesen und wenn man anfängt ihnen zu sagen, dass sie heute zuviel Kalorien zu sich genommen haben und morgen zu wenig, dann kann das ganz schön überfordern und Essstörungen fördern. Natürlich gibt es Ausnahmen: Bei über- oder untergewichtigen Kindern kann das sinnvoll sein. Aber Kinder machen immer wieder einen Wachstumsschub und sehen dann z.B. dünner aus, bis das Gewicht “nachzieht”. Deshalb gibt es die typischen BMI-Berechnungen erst ab 8 Jahren und ehrlich gesagt, finde ich selbst das zu früh. Aber wen es interessiert, einfach mal BMI bei Kindern googlen. Und natürlich verstehe ich, dass man gerne einen Richtwert haben möchte. Deshalb hier folgende Werte: Energiebedarf nach Altersgruppen (empfohlen vom Forschungsinstitut für Kinderernährung e.V. Dortmund) 1-Jährige 850 kcal, 2-3-Jährige 950 Kcal, 4-6-Jährige 1250, 7-9-Jährige 1600 usw. Und nur ein kleiner Hinweis: ein Happy Meal, von der Fast Food Kette mit dem großen M, hat schon 650 kcal. 😉

[20:19, 16.3.2018] Anke:
Mir gefällt diese Antworte ausgesprochen gut! Irgendwie ist dieses Gefühl, alles KONTROLLIEREN zu müssen, was mit unseren Kindern zu tun hat, in uns Eltern heutzutage sehr stark ausgeprägt. Natürlich kein Wunder bei all den Anforderungen, die von der Gesellschaft und unserem Umfeld an uns gestellt werden, aber gerade deshalb ist es um so wichtiger, sich immer wieder ins Gedächtnis zu rufen: Der Instinkt unserer Kinder ist gut und richtig, noch nicht so verfälscht wie unser eigener und deshalb ein wunderbarer Leitfaden für die Kleinen … wenn man sie denn lässt.

Was die Werte zum Energiebedarf angeht, hätte ich mit mehr gerechnet, so aktiv wie Kinder sind. Aber sie sind ja auch klein 😀 .

Den 2. Teil des Interviews gibts am Donnerstag, den 12. April! 

Der Beitrag WhatsApp-Interview: 24 Fragen an Ernährungsberaterin Sara – Teil 1 erschien zuerst auf LÄCHELN UND WINKEN.

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Jessica* erzählt https://www.laecheln-und-winken.com/2018/04/08/leser-geburtsbericht-jessica-erzaehlt/ https://www.laecheln-und-winken.com/2018/04/08/leser-geburtsbericht-jessica-erzaehlt/#respond Sun, 08 Apr 2018 18:00:43 +0000 http://www.laecheln-und-winken.com/?p=3324 Mein großer Sohn kam Ende 2013 nach zwei Tagen Einleitung an ET plus 11 mit fast 4600 g zur Welt. Es wurde am Ende ein Kaiserschnitt wg. Geburtsstillstand nach 12 Stunden Wehen alle zwei bis fünf Minuten – seine Werte wurden schlechter, er war sehr gestresst und die Herztöne sackten ab. Zudem war mein Sohn […]

Der Beitrag Jessica* erzählt erschien zuerst auf LÄCHELN UND WINKEN.

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Mein großer Sohn kam Ende 2013 nach zwei Tagen Einleitung an ET plus 11 mit fast 4600 g zur Welt. Es wurde am Ende ein Kaiserschnitt wg. Geburtsstillstand nach 12 Stunden Wehen alle zwei bis fünf Minuten – seine Werte wurden schlechter, er war sehr gestresst und die Herztöne sackten ab. Zudem war mein Sohn ein Sternengucker und schaffte die letzte Drehung im Bauch nicht. Ich schwöre, er hat sich so bemüht, ich hab richtig gespürt, wie er sich im Bauch gewunden hat. PDA wurde mehrmals gelegt und hin- und herdosiert, weil sie nicht wirken wollte auf einer Seite. Da ich während der OP große Probleme mit der Atmung und Übelkeit hatte, konnte ich meinen Sohn nur kurz ansehen, bevor er mit Papa verschwand und mir eine Stunde nach der Geburt gewogen, gemessen und angezogen (!) im Kreisssaal überreicht wurde. Stillen war eine Katastrophe, aber ich habe gekämpft und nach einem Monat voll stillen können. Die Kaiserschnittnarbe war null problemo, ich saß am Tag nach dem KS im Schneidersitz auf dem Bett und die Ärztin, die reinkam dachte, sie habe sich im Zimmer vertan. Was mich immer traurig gemacht hat war die Tatsache, dass ich meinen Sohn erst 24 Stunden nach der Geburt nackt gesehen habe zum ersten Mal.

Als ich dann zum zweiten Mal schwanger wurde, war der Große schon fast 2,5 Jahre alt. Lange konnte ich mir nicht vorstellen, noch einmal ein Kind zu bekommen – den Tag der Geburt erinnere ich als Horrortag mit positivem Ende.

Während der zweiten Schwangerschaft wurde mir dann immer bewusster, dass ich mich mit dem Kaiserschnitt nie richtig auseinandergesetzt hatte. Das habe ich nachgeholt und mich begonnen sehr intensiv mit dem Thema Spontangeburt nach Sectio zu beschäftigen. Vor allem innerlich mit mir selbst. Außerdem habe ich mich über die nackten Fakten informiert (Buchtipp: Meine Wunschgeburt). Es war irgendwann glasklar, ich WILL keinen zweiten Kaiserschnitt! Aus Angst vor einer Enttäuschung habe ich mir immer gesagt, dass im Notfall auch ein KS in Ordnung geht, ich aber ALLES dafür tun werde, dass es keiner wird. Klar war auch sehr bald, dass ich nicht mehr in die Klinik gehen werde, in der ich Sohn 1 entbunden habe. Nach der ersten Geburt konnte ich kaum an den Kreisssaal denken, ohne dass mir schlecht wurde. Zum Glück haben wir hier in der Nähe mehrere Kliniken.

Am Ende der SS war ich bei einem sehr ausführlichen Geburtsgespräch in der neuen Klinik – und habe der Hebamme dort fast eine Stunde lang genauestens erklärt, was ich will und was nicht. Ebenso habe ich erklärt, wie ich mir das vorstelle, falls es doch ein KS wird. Schon in diesem Gespräch hatte ich ein super Gefühl. Ich wurde sehr ernst genommen, alles wurde notiert.

Am meisten Angst hatte ich, dass mein zweiter Sohn wieder so groß/schwer wird. Am Ende wurde er sehr unterschiedlich geschätzt, aber alle waren sich einig, er würde unter 4000 g wiegen. Leider wieder mal ein Sternengucker, ich hatte große Angst vor einer Einleitung und den damit verbundenen Hammerwehen wie bei Baby Nr. 1. Mein Arzt machte am ET morgens eine Eipollösung. Es passierte erstmal nicht so viel. An ET plus 1 hatte ich Wehen, diese gingen aber immer wieder weg. An ET plus 2 morgens war ich völlig demotiviert und verzweifelt. Um 13:30 Uhr kam ich aus der Dusche – wir waren für nachmittags verabredet – und plötzlich ging da ein Gewitter in meinem Bauch los. Baby zappelte und strampelte wie wild, so dass ich mich hinlegen musste. Kurz vor 14 Uhr wurde mir dann klar, es sind Wehen – vielleicht hat er sie durch seine Zappelei ausgelöst, wer weiß. Ich also rumgelaufen, immer im Kopf, dass ich mich bewegen muss (bei Kind 1 lag ich fast durchgehend, niemand hat mich aufgefordert, mal aufzustehen), Wehen veratmet, Wehen-App bemüht… Schließlich bin ich in die Wanne, um zu testen, ob es nur Übungswehen sind… Schnell wieder raus, eindeutig keine Übungswehen… Um kurz vor 16 Uhr war dann klar: Klinik und zwar sofort!! Babysitterin für den Großen kam vorbei und wir waren um 16:15 Uhr im Kreisssaal. Größtes Geschenk: der Muttermund war schon 8 cm geöffnet! In zwei Stunden! So weit war ich beim ersten Sohn nach 12 Stunden und bin nie weiter gekommen. Die Hebamme musste ich nicht instruieren, sie hatte die Notizen des Geburtsgesprächs schon gelesen! Nach PDA gefragt – dauerte alles etwas, bis der Arzt kam, nochmal Blutwerte kontrolliert waren etc. 17:15 Uhr PDA und Muttermund komplett offen! Nur leider lag das Baby noch nicht optimal – sondern in Sternenguckerposition.

Meine Hebamme hat dann Übungen mit mir gemacht und mich gelagert und siehe da, nach einer Stunde hatte er sich wie von Zauberhand gedreht und lag optimal!! Obwohl er die ganzen letzten SS-Wochen in dieser Position gelegen hat. Die Fruchtblase stand zu dieser Zeit noch immer. Die Hebamme hat mir Zeit gelassen, kam immer mal rein. Ich war tiefenentspannt, konnte sogar mit meinem Mann quatschen. Baby war ebenso tiefenentspannt, dass die Hebamme Schwierigkeiten hatte, seinen und meinen Puls zu unterscheiden…

Irgendwann fühlte sie und in dem Moment plitschte es und es konnte losgehen mit dem Pressen. Nachdem ich im Vierfüßlerstand versucht hatte zu pressen und nicht genug Kraft hatte, hab ich in Rückenlage zwei Presswehen gebraucht und mein Sohn war da. Ich durfte die Nabelschnur pulsieren fühlen, habe mir genau die Plazenta angesehen, war live dabei, als mein Kind gewogen und gemessen wurde. Natürlich lag er nackig auf meiner Brust und ich war voller Glück und Liebe.

Das war meine Traumgeburt, die mich vollends entschädigt hat für die Sectio. Stillen klappte sofort, wir stillen immer noch. Ja, ich bin böse gerissen. Ja, ich musste lange genäht werden und habe viel Blut verloren, weil zusätzlich ein Gefäß platzte und ja, ich hatte mit der Darmnaht sehr viel mehr Probleme als mit der KS-Naht. Aber das war es wert.
Ich war und bin unendlich stolz auf meinen Sohn und mich!

Diesen tollen Geburtsbericht hat Jessica* geschrieben 🙂

*den Namen habe ich auf Wunsch der Autorin geändert

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https://www.laecheln-und-winken.com/2018/04/08/leser-geburtsbericht-jessica-erzaehlt/feed/ 0 3324
Hebammen-Rettungsversuch – mit dem längsten Brief der Welt https://www.laecheln-und-winken.com/2018/04/07/hebammen-rettungsversuch-mit-dem-laengsten-brief-der-welt/ https://www.laecheln-und-winken.com/2018/04/07/hebammen-rettungsversuch-mit-dem-laengsten-brief-der-welt/#comments Sat, 07 Apr 2018 10:30:43 +0000 http://www.laecheln-und-winken.com/?p=3568 Niemand kann vor dem Problem mehr die Augen verschließen; niemand kann noch glauben, dass es sich irgendwie von alleine lösen wird: der Berufsstand der Hebamme stirbt gerade aus. Und zwar nicht, weil es keine ambitionierten Frauen (und natürlich auch Männer) mehr gibt, die bereit sind, ihr LEBEN diesem Job zu verschreiben und es damit UNS […]

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Niemand kann vor dem Problem mehr die Augen verschließen; niemand kann noch glauben, dass es sich irgendwie von alleine lösen wird: der Berufsstand der Hebamme stirbt gerade aus. Und zwar nicht, weil es keine ambitionierten Frauen (und natürlich auch Männer) mehr gibt, die bereit sind, ihr LEBEN diesem Job zu verschreiben und es damit UNS allen zu ermöglichen, unsere Kinder sicher und selbstbestimmt zu gebären, sondern, weil die Rahmenbedingungen einfach vernichtend schlecht geworden sind und die Politik die Hände in den Schoss legt. Es gab – und gibt – unzählige Aktionen und TV-Beiträge, die das Ziel hatten/haben, dieses existenzielle Problem in Deutschland stärker in den Fokus zu rücken, damit es endlich effektiv angegangen und gelöst wird. Doch sie alle scheiterten bisher an der Ignoranz derer, die die Macht haben, etwas zu ändern. Und ich will ganz ehrlich sein: Ich weiß wirklich nicht, ob diese Aktion hier nun mehr Erfolg haben wird … da aber Aufgeben keine Option ist und sein darf, möchte ich diese Idee unterstützen und hoffe, dass ihr es auch tut. Vielleicht interessieren sich Medien und Politik mehr für einen neuen Guinnessbuch-Rekord, als für Petitionen. Ich könnte es mir durchaus vorstellen 😉 .

Das Ziel: Aufmerksamkeit in der Politik schaffen mit dem längsten Brief der Welt!

Mira und Deva vom Familymag hatten die Schnauze voll davon, nur dabei zuzusehen, wie die Hebammen AUSGEROTTET werden und entschieden, dass sie selbst einen Rettungsversuch starten wollen: Mit dem längsten Brief der Welt, bestehend aus tausenden Einzel-Briefen von Frauen, Männern, Müttern, Vätern, Kindern, Omas, Opas, Ärzten, Hebammen, Bloggern – kurz: all jenen Menschen, die es angeht und die WISSEN, was auf dem Spiel steht und dem in ihrem Brief mit ihrer persönlichen Geschichte zum Thema Geburtshilfe Ausdruck verleihen – der als überdimensionale Schriftrolle direkt ins Bundeskanzleramt geschickt wird. Dort wird sie dann ganz offiziell nach den Vorgaben der Guinness World Records gemessen und bewertet. Es gilt, mindestens fünf Kilometer zu schaffen, um den aktuellen Rekord zu überbieten und für einen richtigen Knall in Berlin zu sorgen.

Ich mache mit! Ihr auch?

Nehmt euch eine halbe Stunde Zeit, lasst eure Kids etwas malen, postet die Idee (gern mit #deinbrieffürhebammen versehen), teilt überall den Link, nehmt Papier und Stift mit auf euren Lieblingsspielplatz oder in die Kita und holt alle mit ins Boot, die ihr kennt.
Vielleicht geht es euch wie mir?! Ich habe oft das Gefühl, nichts tun zu können, um die Hebammen zu retten, nur ohnmächtiger Zuschauer zu sein, ohne die Macht, etwas zu verändern. Und das, OBWOHL ich weiß, wie finster es ohne die Geburtshilfe für werdende Mütter in den Kreißsälen werden wird. Wie finster es schon jetzt ist! Aber einen Brief schreiben … das kann ich. Bilder der Kinder drankleben, damit er länger wird … das kann ich. Meine Freundinnen überzeugen, es ebenfalls zu tun … das kann ich. Und EUCH bitten, ebenfalls zum Stift zu greifen … das kann ich auch! <3 Und ich freue mich über jede/n, der mitmacht!!! :-*

Alle wichtigen Infos zu der Aktion sowie die Adresse, an die ihr eure Briefe schicken könnt, findet ihr auf storchenfonds.org

 

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Anzeige: Dank Einschlafritual in eine Gute Nacht … oder so ;) https://www.laecheln-und-winken.com/2018/04/04/anzeige-dank-einschlafritual-in-eine-gute-nacht-oder-so/ https://www.laecheln-und-winken.com/2018/04/04/anzeige-dank-einschlafritual-in-eine-gute-nacht-oder-so/#respond Wed, 04 Apr 2018 09:00:48 +0000 http://www.laecheln-und-winken.com/?p=3427 Dieser Text wird von Pampers unterstützt. (Nähere Infos zu Kooperationen auf LÄCHELN UND WINKEN findet ihr hier. Ich weiß, ihr kennt das: Mindestens 1 x pro Woche werde ich von irgendwem in meinem persönlichen Umfeld (oder auch von förmlich wildfremden Passanten auf der Straße oder an der Brötchen-Theke) mit Blick auf das ja nun bereits […]

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Dieser Text wird von Pampers unterstützt.
(Nähere Infos zu Kooperationen auf LÄCHELN UND WINKEN findet ihr hier.

Ich weiß, ihr kennt das: Mindestens 1 x pro Woche werde ich von irgendwem in meinem persönlichen Umfeld (oder auch von förmlich wildfremden Passanten auf der Straße oder an der Brötchen-Theke) mit Blick auf das ja nun bereits 18 Monate alte Krümelchen gefragt: „Und, wie läuft’s mittlerweile so mit dem Durchschlafen bei euch?“ Und fast jedes Mal antworte ich lächelnd: „Och, du, ziemlich kacke, aber danke der Nachfrage!“ Dann ernte ich entweder einen mitleidigen Blick ODER – und das kommt deutlich öfter vor – es wird gefragt, ob wir denn kein Einschlafritual hätten, weil das doch so wichtig wäre für die Kleinen. So höflich, wie es mir mit meinen durchschnittlich 4,5 Stunden Schlaf in 5 Etappen möglich ist, entgegne ich: „Klar, haben wir ein Einschlafritual … ich dunkel sogar das Zimmer ab, weil ich kein Idiot bin! Aber das rettet mir auch nicht den ARSCH!!!“ Zack, Ruhe! 😀

Naja, aber mal ernsthaft: Obwohl es mich nervt, diesen Non-Plus-Ultra-TIPP von Hinz und Kunz zu bekommen, ist ein Einschlafritual doch tatsächlich wichtig – wenn es auch nicht zwingend das Problem mit dem Durchschlafen positiv beeinflusst. Trotzdem gehört es zu einem schönen Tagesabschluss dazu … nicht nur für die Kids, sondern auch für uns Eltern! <3

Los geht’s bei uns natürlich mit dem „bettfertig“ machen.

Nachts trägt der Krümel Pampers Baby-Dry Windeln … irgendwie schon immer 😀

Gemessen daran, wie sehr ich noch vor ungefähr einem Jahr unter der allabendlichen Challenge, alleine zwei Kinder ins Bett bringen zu müssen, gelitten habe, läuft das heute eigentlich ziemlich entspannt ab:

  1. Ich verkünde, dass es Zeit fürs Bett ist und kehre die maulenden Kids ins Kinderzimmer.
  2. Die Tochter nörgelt, dass sie noch gar nicht müde ist; der Sohn ignoriert mein Anliegen einfach komplett und sucht sich was zum Spielen.
  3. Ich ziehe die Kinder um, WÄHREND diese kopfüber in der Legokiste hängen.
  4. Unter medium-starker Gegenwehr wickel ich den Baby-Sohn.
  5. Wir wechseln ins Badezimmer.
  6. Ich diskutiere ca. 5 Minuten mit der Tochter, ob sie jetzt nochmal Pipi machen geht oder nicht.
  7. Sie sagt, sie muss nicht Pipi.
  8. Ich sage, sie muss trotzdem gehen.
  9. Ich gewinne (allerdings nur knapp) und das Kind lässt grinsend ca. 1 Liter Pipi ab (BOAH EY!!!).
  10. Die Geschwister putzen die Zähne … auf dem Badezimmer-Teppich sitzend und so kichernd, dass die Wanne Zahnpasta-Deko erhält.
  11. Bei beiden Kindern putze ich noch schnell nach, weil zumindest ICH das wichtig finde … die Kids nicht so 😉 .
  12. Zack, bettfertig und ab geht’s ins Schlafzimmer. (Es ist im Laufe der letzten Monate echt soooo viel leichter geworden … ich liebe es!)

Und schon startet unser Einschlafritual.

Wir krabbeln alle gemeinsam ins Elternbett, denn die Mausemaus schläft zwar mittlerweile in ihrem eigenen Zimmer … aber das Einschlafritual findet nach wie vor (wieder) bei uns statt 😉 . Gedacht war es zwar anders, als sie sich vor ein paar Monaten selbst ausquartierte, aber im Endeffekt bin ich froh, dass sie mich zum Einschlafen immernoch an ihrer Seite möchte. Das macht es nämlich für mich deutlich bequemer, alleine zwei Kinder gleichzeitig ins Bett zu bringen, die ganz unterschiedliche Bedürfnisse haben, um einigermaßen glatt in den Schlaf zu finden.

Das Einschlafritual der Tochter beinhaltet zum Beispiel, dass ich ihr zwei Fragen stelle:

  1. Was war das SCHÖNSTE an deinem Tag?
  2. Was war das BLÖDESTE?
Der kleine Pampers Hase findet einen neuen Freund in einer fluffigen Wolke <3

Wenn sie gut drauf ist, fragt sie mich sogar auch nach meinem Tag 😉 . Während wir quatschen, stille ich den Baby-Sohn. Jetzt wäre es natürlich SUPER, wenn er darüber einschlafen würde … aber so einfach macht er es mir nicht 😉 . Lieber rappelt er sich schnell wieder hoch, quetscht sich mit Teddy-Bär am Ohr (keine Ahnung warum 😀 ) zwischen Mama und Schwester, und ist somit im wahrsten Sinne des Wortes MITTENDRIN im zweiten Teil unsere Rituals: Wir lesen ein Buch. Seeeeehr lange musste ich die Eiskönigin vorlesen, aber mittlerweile darf ich manchmal auch mal ein anderes Buch zücken. Sogar die neue Einschlaf-Geschichte von Pampers über Lufti, die kleine Pustewolke, habe ich bereits zum Besten gegeben (könnt ihr ja auch mal antesten – gibt’s hier zum Download. Und ganz ehrlich: Ich freu mich über jede Abwechslung!!!
Anschließend sagen wir Gute Nacht. Die Mausemaus rollt sich neben mir ein, schließt kurz die Augen und verkündet dann gefühlt alle 30 Sekunden, dass sie noch gar nicht müde ist und NIEMALS IM LEBEN einschlafen kann! 10 Minuten später schnarcht sie wie ein Bär 😀 . Mega gut!!!

Der Baby-Sohn hingegen ist meist länger wach als seine große Schwester, denn er praktiziert eine Art On-Off-Stillen in den Schlaf. Soll heißen: Er will in den Arm und an die Brust, dreht sich nach 5 Schlucken weg und strampelt sich in sein Beistell-Bett, bleibt einen kurzen Moment liegen und will dann wieder an die Brust. Diese Spielchen treiben wir ca. 30 Minuten … und es nervt mich fast gar nicht 😉 . Naja, vergleiche ich die aktuelle mit der Tochter-Einschlaf-Situation vor der Geburt des Krümels, ist das hier Killefit und super easy. Trotzdem bin ich jeden Abend froh, wenn der kleine Mann endlich pennt.

Wenn man’s genau nimmt, haben wir sogar ein Nacht-Schlaf-Ritual … ist halt nur nicht schön 😉

So entspannt ich das Abend-Ritual mittlerweile finde – trotz der Rotiererei des Söhnchens – so ätzend sind leider immernoch die Nächte. Im Durchschnitt wacht der Krümel alle 1,5 Stunden auf, weint und will gestillt werden. In seinem eigenen Bettchen schläft er nur selten und am tiefsten, wenn Mutti ihm konstant ins Gesichtchen atmet. Pampers war so lieb, mir die Ergebnisse ihrer Studie zum Thema Durchschlafen zur Verfügung zu stellen, damit ich mal ein bisschen darin blättern kann. Zum Beispiel steht da, dass 78% der Kinder unter einem Jahr nachts bis zu viermal aufwachen. Und selbst bei den 2- bis 3-Jährigen sind es noch 57%. 
Das ist gar nicht mal so wenig, was ich extrem beruhigend finde … und der nächsten Über-Mutti mit ihrem perfekten Durchschläfer-Säugling direkt mal aufs Brot schmieren werde!

Auch gute Gründe fürs Wachwerden sind anstrengend 😉

Hunger und Durst sind wohl definitiv die häufigsten Ursachen fürs Wachwerden unserer Kids. Irgendwie auch logisch … so ein kleiner Organismus verarbeitet erstens alles viel schneller als wir und wenn ich mir anschaue, wie aktiv Kinder auch nachts sind, weil sie die Tage verarbeiten und ihre Muskeln auf Autopilot „trainieren“, wundert es mich eher, dass man als Mutter nachts um 2 Uhr kein Steak reichen muss, um das zu kompensieren 😀 .

Das Pipi wird in der neuen Pampers Baby-Dry Windel zuverlässig eingeschlossen UND formt innovative, sichtbare Luftkanäle, die Platz zwischen Windel und Babyhaut schaffen und so für extra Trockenheit sorgen.

Auch ein nasser Popo kann Babys und Kleinkinder laut Studie wecken – das wissen wir Mamis natürlich bereits 😉 . Wobei es ja meist nicht beim feuchten Popo bleibt, wenn die Windel aufgibt, sondern immer gleich auch Schlafanzug und Schlafsack klamm sind. Gerade in der Phase, als der Krümel aus anatomischen Wachstumsgründen immer oben aus seiner Windel rausgepinkelt hat (einige von euch erinnern sich bestimmt 😉 ), bin ich ja beinahe wahnsinnig geworden, weil ich ihn nachts SO OFT umziehen musste. Gut, dass die Nummer nach ein paar Wochen ausgestanden war und unsere Standard-Windel, die Pampers Baby-Dry, ihren Job wieder wie gewohnt übernehmen konnte. Seit wir die ganz neue Version der Windel verwenden, sind morgens sogar nicht nur die Klamotten komplett trocken, sondern auch – und viel wichtiger – die Haut am Popo, denn die Pampers Baby-Dry Windel mit einzigartiger Luftkanaltechnologie bietet atmungsaktive Trockenheit für trockenere Babypopos (im Vergleich zu herkömmlichen Windeln). Klingt nach mega Hightech … ist aber eigentlich einfach nur total super durchdacht!

Tja, nur leider ist der Krümel trotz Einschlafritual und trockenem Hintern noch weit weg vom Durchschlafen. Ich vermute, in erster Linie liegt es am Zahnen. Boah, ich hasse Milchzähne … und schmeiße vermutlich eine Party, wenn alle 20 endlich da sind!!!! 😀

Wenn ihr gerne mehr über die neue Pampers Baby-Dry erfahren möchtet, besucht ihr am besten einfach die Pampers Website, schaut euch mal auf der Pampers Facebook Seite um ODER ihr nehmt an der LÄCHELN UND WINKEN & Pampers-Verlosung teil … denn da könnt ihr einen ganzen Monatsvorrat gewinnen und selber testen!!! Hier geht’s lang 😀

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Der ist doch doof, der Beckenboden! https://www.laecheln-und-winken.com/2018/04/03/der-ist-doch-doof-der-beckenboden/ https://www.laecheln-und-winken.com/2018/04/03/der-ist-doch-doof-der-beckenboden/#comments Tue, 03 Apr 2018 08:00:53 +0000 http://www.laecheln-und-winken.com/?p=3520 Folgende Frage hören so ziemlich alle Mütter irgendwann: „Mama, gehst du mit mir aufs Trampolin?“ Und ebenfalls so ziemlich alle Mütter antworten dann – vor allem, wenn die Frage nicht zum ersten Mal gestellt wurde und sie bereits einmal hochmotiviert ins Netz geklettert sind – mit einem recht vehementen Kopfschütteln und einem: „Öhm, och nöööö […]

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Folgende Frage hören so ziemlich alle Mütter irgendwann: „Mama, gehst du mit mir aufs Trampolin?“ Und ebenfalls so ziemlich alle Mütter antworten dann – vor allem, wenn die Frage nicht zum ersten Mal gestellt wurde und sie bereits einmal hochmotiviert ins Netz geklettert sind – mit einem recht vehementen Kopfschütteln und einem: „Öhm, och nöööö … !“ ICH gehöre definitiv dazu. Und das sogar OHNE es vorab probiert zu haben. Denn ich weiß: Mein Beckenboden lässt mich schon bei spontanen Hustenattacken „im Regen“ stehen, da brauche ich ihm mit wildem Hüpfen gar nicht erst zu kommen. 😉

Neu: Du hast keine Lust oder Zeit, zu lesen? Dann scrolle einfach bis zum Ende des Textes runter und hör dir den PODCAST an!  

Hö, wie jetzt?

Ein Kind (oder auch mehrere) zu bekommen, ist ein Wunder und meines Erachtens tatsächlich das allerschönste Abenteuer, das man sich für sein Leben wünschen kann. Für mich war die Entscheidung, Mutter zu werden, definitiv die Beste aller Zeiten … daran habe ich nie gezweifelt und werde es vermutlich auch nicht (obwohl ich mir hab sagen lassen, dass die Pubertät an dieser innigen, schier grenzenlosen Liebe durchaus mal rütteln kann 😉 )! Klar, man muss täglich kleinere, manchmal auch größere Opfer für seinen Nachwuchs bringen (zum Beispiel geht der letzte Schoko-Keks definitiv NIE an Mutti), doch wenn wir abends auf unseren selig schlafenden Nachwuchs blicken, wissen wir, dass wir noch sehr viel mehr für sie tun würden, als unseren Lieblings-Naschkram mit ihnen zu teilen. Nämlich alles. Ohne mit der Wimper zu zucken. Ein tolles Gefühl! Das Beste überhaupt! <3

Aber …

Dennoch, also trotz all der Liebe und so, steht es uns Müttern meines Erachtens zu, hier und da mal ein bisschen rumzujammern. Wir büßen schließlich gerade in den Anfangszeiten mit Baby echt ein extrem gewaltiges Stück unserer persönlichen Freiheit ein, was nicht allen Mädels super leicht fällt und daher durchaus mal auf die Stimmung drücken kann (und darf). Genauso wie der Umstand, dass wir uns für JAHRE von unserer Privatsphäre verabschieden. Das ist zwar sehr oft die Basis für ausgezeichnete Gags, aber in so manchem Moment … zum Beispiel während eines ausgewachsenen Brech-Durchfalls … gar nicht mehr sooo lustig, sondern eher anstrengend. Und dann wären da natürlich noch die vielen, oftmals DAUERHAFTEN Veränderungen an unseren Körpern, die Schwangerschaften nun mal mit sich bringen, die uns aber weit seltener voller Stolz auf unser neues Selbst in den Spiegel blicken lassen, als es gerade in den Medien „hipp“ ist. Klar, es ist völlig NORMAL, dass viele Mamis Dehnungsstreifen zurückbehalten und es ist eine super schöne Idee, sie als „Tiger-Muster“ zu bezeichnen – dennoch vermissen die meisten ihre ursprüngliche Bauch-Version, was ich mehr als nachvollziehbar finde. Auch, das Brüste nach monate- oder gar jahrelangem Einsatz an der Still-Front nicht in ihre alte Form „zurück-schnellen“, ist wenig überraschend. Trotzdem muss ich sagen, dass mich der Gedanke, meine Möpse nach der letzten Muttermilch-Mahlzeit des Söhnchens in den BH rollen zu müssen, jetzt nicht gerade frohlocken lässt. Und wenn ich mal ganz ehrlich bin, werde ich wohl auch niemals sagen: „Nein, die großflächigen Besenreißer auf meinen Oberschenkeln stören mich kein bisschen!“ Stattdessen werde ich mich immer daran erinnern, wie ich sie zum ersten Mal entdeckte … hochschwanger auf dem Pott sitzend und anschließend heulend, weil ich dank der ersten Schwangerschaft bereits WUSSTE, dass der Kack nie wieder weggeht. Tja, und was meinen Arsch angeht: Dem nehme ich es tatsächlich etwas übel, dass er eigentlich nur noch in engen Stretch-Hosen so etwas ähnliches wie FORM behält. Aber ich weiß ja, dass so ziemlich jede Frau nach der Geburt eines Kindes derlei Einbußen zu verzeichnen hat, weil wir über sehr vieles davon offen reden und das macht es definitiv leichter, diese „Minus-Body-Tuning-Ergebnisse“ zu akzeptieren.

Schlimmer geht immer!

Doch natürlich gibt es auch „Schwangerschaftsüberbleibsel“, die uns nicht ganz so locker flockig über die Lippen gehen, wie die Scherze über schlaffe Brüste, die wir uns bei plötzlichen Kälte-Einbrüchen theoretisch wie einen hautfarbenen Schal um den Hals legen könnten. Die Sache mit dem Beckenboden zum Beispiel. Oder besser ausgedrückt: Die Sache mit dem nur noch sehr MANGELHAFT arbeitendem Beckenboden! Jaaaaaa, wir Frauen wissen natürlich schon vor der ersten Schwangerschaft, dass die Beckenbodenmuskulatur ganz schön „was zu tragen“ hat, wenn ihr ein kompletter neuer Mensch auf der Birne sitzt. Und jaaaaa, wir wissen ebenso, dass man nach der Geburt brav zur Rückbildungsgymnastik gehen sollte … nein, MUSS, um diese Muskeln (und einige andere) wieder zu aktivieren bzw. zu trainieren. Wir sind ja nicht bedeppert. Und wir MERKEN schließlich, dass sich da etwas verändert hat und nicht mehr so hält, wie früher. Vor allem in den ersten Wochen, nachdem wir unseren kleinen Sonnenscheinchen das Leben geschenkt haben, reicht ja im Prinzip schon ein mildes Kichern, um die Luken zu öffnen und Pipi ungewollt passieren zu lassen. Von Niesen, Husten und HERZHAFTEM Lachen mal ganz zu schweigen. Mich persönlich hat das gerade während des Wochenbetts echt wenig gestört – in dieser Zeit trägt man aufgrund des Wochenflusses ja eh bereits (zumindest gefühlt) eine Windel 😀 . Nur … das es nach dieser Zeit UND dem absolvierten Rückbildungskurs trotzdem manchmal nicht wieder komplett weggeht, hatte ich irgendwie nicht so direkt auf dem Schirm.

Der ist doch doof, der Beckenboden.

Zwei Kinder sind in meinem Bauch gewachsen. Beide nicht besonders zierlich oder klein. Und gerade das Söhnchen präsentierte sich in meinem Körper als kleiner Randalierer mit Hang zum Speck anlegen und einem Kopfumfang, der eher weniger bequem zu gebären war ;). Ich weiß nicht genau, was davon meinem Beckenboden schlussendlich so mächtig auf den Sack ging, aber ich erinnere mich, dass er die Tochter und deren Geburt damals eigentlich noch recht wohlwollend hinnahm. Nach der Nummer mit dem Krümel jedoch … war er echt mega angepisst 😉 . Leider konnten daran die paar Stunden Rückbildungsgymnastik, die man eben so macht, auch nichts ändern. Ergo: Ohne Slipeinlage verlasse ich das Haus nicht. Denn es passiert mir tatsächlich zwischendurch, dass ich spontan lachen muss – verrückt 😀 . Und ich niese auch voll oft. Entweder ich bin dank Kita-Viren erkältet oder kämpfe dank Pollen mit Allergie-Rotz. Gaaaaanz fies wird es, wenn ich mir bei der Tochter einen ihrer „geliebten“ Husten-Infekte abhole. Dann kommt es durchaus vor, dass ich von Slipeinlage auf Binde „erhöhe“, weil ich feststellen musste, dass man mit gekreuzten Beinen oder in der Hocke einfach nicht gut nicht laufen kann, das als Mutter aber nun mal ständig muss 😀 . Dieser Tipp, beim Husten oder Niesen den Kopf zur Seite zu drehen, ist eigentlich mein liebster, allerdings vergesse ich es gerade unterwegs sehr oft, weil mein Blick gewöhnlich an den Kindern klebt … oder ich so viel huste, dass ich Gefahr laufen würde, unvermittelt gegen Wände zu rennen, weil ich ständig über meine eigene Schulter gucke bzw. huste. Da ist eine schön saugfähige Binde eben ein deutlich verlässlicherer Partner 😉 .

Kann man da was dran tun?

Das Schlimmste, was man als Mama machen kann, wenn man feststellt, dass der Beckenboden ungefähr soviel Stabilität aufweist, wie ein Wackelpudding ist … kapitulieren und sich mit der Situation abfinden. Denn so wird’s natürlich keineswegs besser, eher sogar auf lange Sicht schlechter und man kann sich mental schon mal mit einem Damen-Windel-Abo anfreunden, dass man sich doch eigentlich erst als rüstige Rentnerin gönnen wollte. Aktuell bin ich allerdings genau an dem Punkt. Voll dämlich. Und vor allem mal wieder ein Indiz dafür, dass ich echt die faulste Sau auf Erden bin, wenn es um Sport geht. Es stört mich zwar, dass ich nicht mehr husten oder wie eine Irre lachen kann, ohne tröpfchenweise Urin abzulassen – ist ja nun mal auch echt un-sexy –, aber dennoch bekomme ich den schlaffen Arsch nicht hoch, um etwas dagegen zu tun. Dabei ist es gar nicht mal so schwer oder anstrengend. Es hilft der Muskulatur ja schon immens, wenn man einfach mehrmals am Tag daran denkt, den Beckenboden ein wenig anzuspannen. Während man am Herd steht oder an der Supermarktkasse oder in der Bahn. EIGENTLICH klingt das ja nicht nach schweißtreibendem Einsatz und körperlicher Verausgabung. Auch muss man sich dafür nicht in ein unvorteilhaftes Sportdress zwängen (bei mir ja schon ein K.O.-Kriterium für meine Motivation 😀 ) Sollte also drin sein und schnell in den normalen Tagesablauf einzubauen sein. Und dann gibt es ja auch noch die kleinen, aber feinen Übungen aus dem Rückbildungskurs, die man THEORETISCH ganz ausgezeichnet vor dem Schlafen noch mal eben machen könnte. Auch hier hielte sich der Aufwand stark in Grenzen … würde das Pipi-Tröpfchen-Problem aber schon ganz enorm reduzieren. Natürlich habe ICH bereits so ziemlich alles vergessen, was ich im letzten Kurs dieser Art “gelernt” habe und daher meine Trainerin von LEBEN BEWEGT mal angeschrieben, in der Hoffnung, irgendwie eine Auffrischung meines Gedächtnisses zu bekommen. Glücklicherweise hat sie mir den Link zu ein paar Übungen geschickt. Und siehe da: DAS SIEHT DOCH VOLL EASY AUS! Herrje, ich Schnarchsack muss da echt mit anfangen! 😀

Darf man da eigentlich drüber lachen?

Ein schwacher Beckenboden und die daraus folgende leichte bis mittelstarke Mama-Inkontinenz ist mega ätzend, extrem unschön und absolut nervig. ABER ich finde durchaus, dass man darüber lachen darf. Sie gehört schließlich einfach zu dem bunten Potpourri aus „lustigen“ Nebenwirkungen dazu, die wir Frauen während oder nach einer Schwangerschaft als kleine Präsent von Mutter Natur zum Baby dazu bekommen. Und wenn wir es schaffen, Risse in unsere Haut, schlaffe Brüste, hormonell bedingten Haarausfall, Krampfadern, Extra-Kilos und Augenringe in der Größe von Mond-Kratern als Preis für unser Familien-Glück zu akzeptieren (wenn auch wiederwillig 😉 ), dann schaffen wir das doch auch mit dem doofen „Pipi-Tröpfchen-Problem“. Vor allem, wenn wir miteinander darüber sprechen – und unsere Frustration gemeinsam WEGLACHEN können, indem wir uns von den jecken Momenten erzählen, in denen wir gezwungenermaßen kurz darüber nachdenken, ob wir dem Nachwuchs nicht schnell mal die Ersatz-Windel mopsen! 😀

Es ist doch so: Wir Frauen können Kinder gebären. Das ist ein wahnsinniges Wunder – aber eben kein GRATIS Wunder 😉 . Wir zahlen mit unseren Körpern einen Preis dafür. Meistens ist das für uns ok, manchmal stimmt uns das traurig. Die Sache mit dem schlappen Beckenboden gehört definitiv zu den fiesesten Mitbringseln der Kids, ABER es ist dafür eines, das wir angehen und verbessern können. WENN wir den Arsch hochkriegen. Ich versuch das jetzt mal 😉 .

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