Ein Kind hatte Geburtstag, das andere Kind hat ein neues Hobby (jetzt so richtig), mein Roman ist offiziell erschienen und wir sind eigentlich alle schon wieder Ferienreif. Läuft. :D
SÖHNCHEN-STATUS:
10 JAHRE
Zack, da ist mein Baby plötzlich zehn Jahre alt. Wie konnte das nur passieren so schnell? Seine Haare reichen in offenem Zustand mittlerweile bis über den Po. Und er ist stolz wie Oskar darauf. Seinen Geburtstag konnte er kaum erwarten. Nicht nur wegen der Geschenke, sondern auch, weil er das Gefühl Geburtstag zu haben, so mag, erklärte er mir. Mega süß.
Er ist ja jetzt in der vierten Klasse und geht auch immer noch sehr gerne in die Schule, allerdings hat sich dort einfach einiges geändert. Die Klassenzusammensetzung hat sich verändert, er ist nicht mehr in der offenen Ganztagsbetreuung, somit früher zuhause und nun selbst verantwortlich für seinen Arbeitsplan. Verabredungen werden dadurch auch irgendwie ein wenig anders getroffen. Und dennoch läuft es sehr gut. Ich glaube, er hat einfach bereits begonnen, sich von seiner Grundschulzeit abzunabeln, obwohl er eigentlich noch ein Jahr hat. Wahrscheinlich ganz normal, wenn die halbe Klasse schon auf der weiterführenden Schule jetzt ist. Und neue Erstklässler die Lücken gefüllt haben.
Dadurch, dass er nun nicht mehr in dieser Betreuung ist, ist eigentlich Raum frei geworden für ein neues Hobby am Nachmittag. Wir haben allerdings noch nicht so richtig herausgefunden, was das sein könnte und ob er überhaupt Bedarf hat. Wir überlegen noch gemeinsam und schauen mal, ob uns eine Idee auf die Füße fällt.
TOCHTER-STATUS:
12 JAHRE, 11 Monate
Die Tochter ist jetzt einfach mal so groß wie ich. Nichts von mir ist mehr wirklich sicher vor ihr. Noch kann ich darüber lachen, mal schauen wie lange. Sie fiebert ihrem Geburtstag entgegen und kann es eigentlich kaum mehr erwarten. Da der Geburtstag ihres Bruders nun abgehakt ist, können wir da auch in die Planung gehen. Sie hat schon eine Idee im Kopf, die wir eigentlich nur noch umsetzen müssen. Auch der Wunschzettel für ihren Geburtstag wird lang und länger. Man kann ja so viel gebrauchen, wenn man 13 Jahre alt wird. Wahrscheinlich das größte Geschenk ist aber, dass sich ihr Traum erfüllt hat, irgendetwas als Hobby mit Pferden machen zu können. Allerdings geht sie nicht reiten, sondern hilft auf einem Pferderettungshof. Ehrenamtlich. Das wollte sie schon letztes Jahr, aber da war sie noch ein bisschen zu jung. In den Ferien haben wir das Thema aktiv aufgenommen und mittlerweile ist sie regelmäßig dort. Wenn es nach ihr ginge, wäre es sicherlich schnell täglich. Das bekommen wir aber nicht bewerkstelligt organisatorisch. Und ich persönlich finde Schule auch immer noch wichtig. Vielleicht sogar wichtiger. Hier sind wir nicht unbedingt einer Meinung. ;) Ich freue mich aber sehr für sie, dass sie in diesem neuen Hobby so sehr aufgeht. Es tut ihr gut und ich habe sie selten so motiviert gesehen. Liebe ich! <3
MAMA-STATUS:
So alles in Allem: Mittendrin im wildesten Alltag-Chaos, im: Hui, die Schule geht wieder richtig los! und während ich natürlich weiter versuche, mit der Trauer um meine Mutter zu leben, ist mein Roman „Mama reicht‘s!“ erschienen und hat es tatsächlich auf die SPIEGEL Bestsellerliste geschafft. Ich freu mir den Hintern ab. Dann heule ich. Dann freu ich mich wieder und heule gleichzeitig. Sagen wir mal so: Die Redewendung „Wechselbad der Gefühle“ nehme ich gerade sehr ernst.
Wenig überraschend spiegelt mein Körper das in vollen Zügen. Ich habe ja eh immer mit Verspannungen zu kämpfen (erhöhter Muskeltonus – eventuell wegen der ADHS oder wegen was anderem; wer weiß das schon), aber aktuell hebe ich das definitiv auf ein neues Level. Schön ist anders. Ändern kann ich es jedoch gerade nicht. Irgendwann wird es sicher wieder besser werden. Nur im Moment ist einfach alles sehr viel und ich bekomm es nicht kompensiert. Nicht meine beste Phase, ABER ich sehe dennoch viel positives! <3
Okay, ich glaube, ich habe schon ein bis zweimal erwähnt, dass das Ausrichten von Kindergeburtstagen nicht unbedingt mein persönliches Steckenpferd ist. Aus unterschiedlichen Gründen. Glücklicherweise hat sich allerdings nichts davon auf meine Kinder übertragen. Beide lieben Geburtstage. Und zwar nicht nur ihre eigenen. Aber natürlich ihre eigenen ganz besonders. Logisch. Beide Geschwister brauchen mindestens zwei Wochen vor dem Geburtstag einen speziellen Kalender, auf dem sie die Tage abstreichen können, damit das Warten sich optisch verkürzt. Den einen Zettel dazu kann ich jetzt abhängen, den anderen muss ich nun noch machen. Hier ist fliegender Wechsel angesagt, was die Geburtstage angeht, da ja nur vier Wochen dazwischen liegen. Die eine Deko bleibt jetzt noch zwei Wochen hängen, dann habe ich hier zwei Wochen Dekopause, dann kommt die neue Deko fürs zweite Kind dran.
Ich bin definitiv kein Freund davon, riesige Aktionen zu starten für diese Events im Leben meiner Kinder, und doch habe ich langsam das Gefühl, es entgleitet mir ein bisschen. Während der kleine Flo sehr lange einfach auf dem Spielplatz mit seinen Freunden gefeiert hat, gabs es diesmal halt auch etwas mehr: Escape Room war angesagt. Wie sich herausgestellt hat, bin ich nicht die perfekte Zielgruppe, aber die Kinder auf jeden Fall. Und darum geht es nun mal bei einem Kindergeburtstag. Nichts desto trotz hätten wahrscheinlich auch die aufblasbaren Lichtschwerter, die ich für den anschließenden Ausklang auf dem Spielplatz noch beim großen A bestellt hatte, völlig ausgereicht. Damit wurde locker 2 Stunden wild gespielt und alle waren Mega glücklich.
Die Tochter möchte an ihrem Geburtstag sehr gerne mit Freundinnen Eislaufen gehen. Auch eine schöne Idee. Aber habt ihr mal geschaut, wie teuer das geworden ist? Ganz ehrlich: ich wünsche meinen Kindern von Herzen die tollsten Partys, schlackere jedoch trotzdem langsam mit den Ohren, wenn ich mir die Preise für alles anschaue. Und die Kids haben so viele FreundInnen, was ja toll ist. ABER DANN AUCH KRASS TEUER!
Echt krass irgendwie. Das war früher anders. Da gabs mehr Parties einfach zu Hause. Nur … das möchte ich halt auch nicht so gerne, wegen dem anschließenden Bedarf, die Bude komplett zu sanieren. :D
Egal, ich schweife ab. DIE KINDER lieben es; sie lieben Geburtstage, ihre Freunde und Freundinnen, Geschenke und den Umstand … dass dann auch bald schon Weihnachten ist. Mir geht das alles zu schnell gerade, aber die Tochter hört bereits seit zwei Wochen Weihnachtslieder, obwohl sie ja dank der immernoch warmen Temperaturen in T-Shirt und Röckchen in die Schule geht. Sie kann das offenbar alles gleichzeitig. Beeindruckend. :D
Würde sagen: Erstmal die Herbstferien anstreben und genießen. Wenn es denn soweit ist. ICH wäre bereit!!!


