Schwangerschaftstagebuch

Schwangerschaftstagebuch: 25. und 26. SSW

Es kristallisieren sich zunehmend mehr Unterschiede zwischen meiner ersten Schwangerschaft und dieser – mit dem Krümelchen – heraus. Positive wie negative. Und das liegt nicht daran, dass ich diesmal einen Jungen erwartet (obwohl ich schon mehrfach gehört habe, dass das Geschlecht des Kindes irgendwie Einfluss auf die Art der Schwangerschaft nehmen soll – empfinde ich aber eigentlich nicht so), sondern vielmehr an meiner veränderten Lebenssituation, meinen Erfahrungen aus den ersten Jahren als Mutter und nicht zuletzt natürlich daran, dass ich diesmal nicht so gemütlich auf der Couch rumlungern kann, sobald mir danach ist. Schön finde ich es trotzdem. Naja, nicht ausschließlich natürlich … aber das wäre für mich ja nun mal auch völlig untypisch 😀 .

Schwangerschaftswoche: 25
Anzeichen / Beschwerden: Meine Brustwarzen schmerzen manchmal so sehr, dass ich schon kurz davor stehe, Stilleinlagen zu benutzen, um sie ein bisschen zu „puffern“ (da sich die Dinger aber höchst unattraktiv unter Sommer-T-Shirts abzeichnen, lass ich es doch lieber bleiben :D). Und ich bin sooooo müde! Spätestens um 16 Uhr könnte ich im Stehen ans Schaukelgerüst auf dem Spielplatz gelehnt wegpennen. Echt blöd, dass ich in der Schwangerschaft keinen Kaffee vertrage, sonst wäre das der ideale Zeitpunkt für die tägliche, eigentlich ja erlaubte Coffein-Dosis. Da Erbrechen aber nicht so zu meinen favorisierten Beschäftigungen zählt, verzichte ich auf meine einstige Lieblingsdroge und schleppe mich eben mehr schlecht als recht durch den Tag. Und wenn ich die kleine Madam dann endlich gegen 20 Uhr ins Bett bringen „darf“, hält mich nur eines davon ab, augenblicklich ins Koma zu fallen: Ein lautes „Mama, nicht schläf! Ich erzähl dir noch was!“ Boah, Mama darf hier echt gar nichts! 😉
Gewicht: 74,5 kg. Diese Woche habe ich (zu Anfang) wirklich sehr, sehr tapfer alles gegeben, mich nicht vollzustopfen. Ich habe nicht nur keine Chips gegessen – ich habe nicht mal welche gekauft! Ich habe auf Kuchen und Eis verzichtet und stattdessen noch mehr Obst gegessen. UND ich habe die Finger von Pasta-Bergen gelassen … zumindest ganze vier Tage. Tatsächlich zeigte dieser Verzicht auf ungesundes und fettes Futter echte Wirkung: ich verlor ein ganzes Kilo, obwohl ich ausreichend aß! Doch eines morgens war es einfach wieder da, dieses Kilo. Unverschämt! Zur Strafe für meinen hinterhältigen Körper habe ich alles gegessen, auf das ich vorher so brav verzichtet habe. Und mich dann nicht mehr gewogen … eine Strategie, die mir recht gut gefällt 😀 .
Bauchumfang: 100 cm. Ein Meter Bauchumfang. Puhhh, nicht schlecht. Die ersten Bekannten fragen schon, wann der Krümel denn kommt, weil der Bauch doch bereits ziemlich „fertig“ aussähe. Wenn ich dann „Irgendwann gegen Ende September“ antwortet, wird mein Gegenüber still … oder wechselt das Thema. Das Wetter ist aber auch scheiße zur Zeit. 😉
Aktuelle Leibspeise: Chips (bin rückfällig geworden) und Aprikosen. Auch sehr gerne in Kombination bzw. abwechselnd hintereinander.

Grundsätzlich habe ich das Gefühl, dass meine Angst vor einer späten Fehlgeburt langsam schwächer wird. Ich kontrolliere zwar immernoch das Toilettenpapier auf Blut – scheint eine Art Tick geworden zu sein – aber ich mache mich nicht mehr pausenlos so verrückt. Natürlich werde ich schnell unruhig, wenn das Krümelchen mal etwas länger als gewöhnlich am Stück schläft und mich nicht tritt, aber dann wecke ich das arme Kind halt … und die Ängste verschwinden, sobald es auf mich reagiert.
Was ich allerdings wirklich für einige Zeit lassen sollte, ist, in Gesprächen mit anderen Müttern von meinen Verlusten im letzten Jahr zu erzählen (es ist so sehr ein Teil von mir geworden und gehört außerdem auch zu dieser, eigentlich ja gesunden Schwangerschaft, dass es irgendwie immer so aus mir rausblubbert). Ich finde es nach wie vor extrem wichtig, dass dieses Thema offener angesprochen wird, Frauen ihren Schmerz nicht verstecken müssen und erfahren, wie viele ihr Los teilen … doch aktuell komme ich mit den Geschichten der anderen nicht so richtig gut klar. Es ist eben ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite WILL ich wissen, was meinen Freundinnen und Bekannten wiederfahren ist, damit wir alle uns weniger alleine fühlen und gemeinsam nach vorne blicken können. Auf der anderen Seite jedoch ertrage ich es – schwanger in der 25. SSW und damit im 7. Monat – kaum, dass so ziemlich jede Frau auch von sehr späten Fehlgeburten weiß … und mir dann erzählt, wie das Baby der Cousine im 8. Schwangerschaftsmonat plötzlich keinen Herzschlag mehr hatte oder die Arbeitskollegin ihr Kind noch zwei Wochen vor ET verloren hat. Ich merke dann, wie meine Hände sofort zu meinem Bauch wandern und ich das Krümelchen im Geiste anflehe, mich nicht allein zu lassen, weiterzuwachsen und soviel Radau zu machen, wie irgend möglich, damit ich jederzeit weiß, dass es ihm gut geht.
Es ist einfach nicht von der Hand zu weisen: Die Schwangerschaft/en nach dem Verlust eines Kindes sind anders. Angst haben natürlich alle werdenden Mamis. Aber die Angst jener, die bereits TATSÄCHLICH verloren haben, ist irgendwie reeller, greifbarer, dicker in ihrer Konsistenz und daher weniger leicht wegzuwischen.

Davon mal abgesehen … geht’s mir eigentlich gut. Naja, ich bin nicht mehr immer der Sonnenschein, der ich sonst bin (HAHAHAHAHA, da muss ich selber lachen 😀 ) Aber ernsthaft: Ich merke, dass es langsam etwas anstrengend und mein Fell dadurch dünner wird. Was die Mausemaus angeht, habe ich das zwar alles noch gut im Griff, aber dafür bekommt mein Mann öfter mal einen auf den Deckel. Nicht, dass er es dann so gar nicht verdient hätte und ich ihn völlig grundlos zur Sau mache … aber eventuell reagiere ich manchmal etwas über, weil ich müde und emotional überbelastet bin. Selten natürlich, aber es kommt vor 😉 .

Nichtsdestotrotz war’s bei Ella ehrlich schlimmer mit meinen Ausflügen in die endlosen Weiten des hormonellen Ausnahmezustands. Ich habe wirklich ständig wegen jedem Mini-Problemchen Rotz und Wasser geheult (egal wo wir gerade waren – ich konnte es nicht aufhalten), habe UNZÄHLIGE Fässer aufgemacht wegen Dingen, die sonst nicht mal der Rede wert gewesen wären und bin mehrfach alleine aus Restaurants gestürmt, weil er entweder etwas nicht ganz so brauchbares gesagt hatte oder auch (besonders peinlich), weil ich den Nachtisch, den ich gerne essen wollte, nicht haben durfte, da rohe Eier oder sonst was von meiner Schwangerschafts-No-Go-Liste enthalten waren. Ich war der INBEGRIFF der strahlenden und glücklichen werdenden Mama – NICHT 😀 . Gemessen daran, bin ich im Moment echt der Frühling in Person! Ich weine nur vor der Glotze (also fast), ich brülle nicht unkontrolliert rum (weil ich die Mausemaus nicht erschrecken will) und ich stürme nicht aus Restaurants (weil wir eh keine Zeit haben, essen zu gehen 😉 ). Mein Göttergatte kann sich also fast nicht beschweren (würde er sich auch nicht wagen … nicht jetzt … er ist ja nicht Lebensmüde!)

PS: Ich habe die Kompressionsstrümpfe im Sanitätshaus abgeholt und kann nun ohne Übertreibung sagen: Die Dinger wurden in der Hölle geklöppelt!!! Sie jucken, sie sind heiß und bei jeder Bewegung habe ich das Gefühl, die Gummierung oben am Bein, die den Strumpf halten soll, reißt mir mindestens eine Schicht Haut ab. Mal abgesehen davon schneiden sie so sehr im Oberschenkel ein, dass man die entstehende Kante durch eine dicke Jeans sehr gut sehen kann. Ich bin natürlich kein Profi … aber ich vermute, die Dame hat nicht besonders gut gemessen und die Strümpfe passen einfach nicht richtig. SO jedenfalls geht’s irgendwie nicht.

Schwangerschaftswoche: 26
Anzeichen / Beschwerden: Meine Brustwarzen schmerzen wirklich, wirklich sehr! Wenn die kleine Madam mit ihrem Ellenbogen darin landet, könnte ich aufheulen vor Schmerzen. Und da erinnere ich mich doch gleich noch etwas besser daran, wie ich die ersten Tage Stillen mit ihr als Säugling empfunden habe: als würde ein junger Hund mit mega spitzen kleinen Zähnchen an mir kauen. Ne, schön ist anders. In dem Punkt verstehe ich Mutter Natur wieder einmal nicht so richtig. Wäre es nicht sinnvoller, die Brustwarzen einer werdenden Mutter „härter im Nehmen“ zu machen, als empfindlicher??? Klar, man kann da selbst während der Schwangerschaft dran arbeiten, aber da ich bisher noch von keiner Frau – mich eingeschlossen – gehört habe, dass das funktioniert hat, lasse ich es. Ist ja alles absehbar und kein Dauerzustand 😉 . Was im Gegensatz dazu aber offenbar tatsächlich zu einem Dauerzustand in diesem SOMMER zu werden scheint, ist der Dauerregen in Köln. Und das wiederrum drückt langsam ernsthaft auf meine hormonell ja eh schon etwas belastete Stimmung. ICH HABE SO DIE SCHNAUZE VOLL VON GEWITTER UND REGEN!!! Macht das mal einer weg?! Ich RASTE SONST AUS! (Ich finde echt, in dieser Schwangerschaft bin ich wirklich viel entspannter drauf als in der letzten 😀 )
Gewicht: 75 kg. Manchmal weiß ich gar nicht, was ich schlimmer finde: Das ich schon 14 Kilo drauf habe oder das es mich so immens stört. Ich würde da so gerne drüber wegsehen können und einfach nur meinen Bauch und den Krümel darin genießen. Schließlich gehe ich aufgrund meines „hohen“ Alters davon aus, dass es meine letzte Schwangerschaft sein wird. Da wäre genießen doch echt cleverer, als mich wegen ein paar Kilos so fertig zu machen. Naja, vielleicht ist Erkenntnis ja der erste Schritt zur Besserung 😉 .
Bauchumfang: 101,5 cm. Ich habe mal wieder in meinen Aufzeichnungen aus der ersten Schwangerschaft geblättert, weil ich immer das Gefühl habe, der Bauch wäre schon so groß … aber siehe da: Er ist genauso groß wie damals bei der kleinen Madam. Ich bin jetzt also sehr, sehr gespannt, ob ich bzw. mein Umfang in dem Stil bleibe – mich also sozusagen nur wiederhole – oder ob das Krümelchen am Ende doch noch einen drauf legt und mehr Platz in meinem Bauch beansprucht, als seine Schwester vor drei Jahren. Angeblich sind Jungs doch immer etwas größer und schwerer?! Herrje, bin ich gespannt auf den Krümel!!! <3
Aktuelle Leibspeise: Ach, irgendwie alles und nichts. Auf jeden Fall könnte ich die ganze Zeit essen, schon allein als Frustreaktion auf dieses mega ätzende Wetter. Ich versuche aber, mich nicht zu sehr auf Chips, Schokolade und Nudeln zu konzentrieren und esse weiterhin sehr viel Obst. Gemüse ist ja leider nicht so meins. Wie schade 😉 .

Die Krampfader-Problematik beschäftigt mich weiterhin. Da die Kompressionsstrümpfe so mega zum Kotzen sind, habe ich sie erst einmal wieder weggepackt und trage – wie bei der kleinen Madam damals – lieber „nur“ Stützstrümpfe. Ob das aber irgendetwas bewirkt, halte ich für fraglich. Zudem muss ich zugeben, dass ich die Dinger nicht so konsequent anziehe, wie ich sollte. Eine Nachbarin von mir ist auch schwanger und trägt ihre Kompressionsstrümpfe sogar beim Sonnenbaden zum Bikini … wenn denn mal einen Nachmittag die Sonne scheint. Die ist echt hart! Ich habe da größten Respekt vor! Leider motiviert mich das nicht dazu, es ihr gleichzutun, sondern stattdessen nach Behandlungsmethoden zu googlen, die mich eines Tages wieder mit schönen, rein-käseweißen Beinen ausstatten könnten. Da gibt es ja wirklich viele verschiedene Ansätze, die garantiert alle teuer und unangenehm sind. Aber … ich bin durchaus dafür offen. Offener jedenfalls, als mich den ganzen Sommer mit diesen Folterinstrumenten zu quälen. Tatsächlich ziehe ich sogar in Erwägung, mir nach der Stillzeit einfach die Beine tätowieren zu lassen… oh man, ich hasse diese Strümpfe echt 😀 .

Möglicherweise spricht da aber auch der akute Schlafmangel aus mir … diese Woche war wirklich extrem unentspannt und anstrengend. Die Mausemaus hat sich eine Regen-Sommer-Erkältung zugelegt und unsere gemeinsamen Nächte mit verstopfter Nase, husten und weinen nach der Mama gewürzt. Ein krankes Kind schlaucht natürlich jede Mutter; wenn die Zwerge nicht schlafen können, schniefen, schlecht drauf sind, ständig jammern und an Muttis Rockzipfel hängen. Schwanger empfinde ich die ganze Nummer jedoch noch einmal etwas heftiger. Ich schlafe ja eh nicht mehr besonders gut – da ist jede zusätzliche Unterbrechung eine echte Belastung. Außerdem hatte ich gerade in den ersten Tage mächtig Schiss, mich wie im Januar bei ihr anzustecken und dann wieder so gnadenlos zu verkacken. Aber was soll man machen? Ist das Mäuschen krank, will es auch nachts ständig kuscheln und wischt sich dabei eben auch mal elegant die Rotznase an Mamas Kopfkissen ab. Nicht besonders lecker, aber eigentlich ganz normal. Trotzdem hatte ich irgendwie Glück und bin mit „müden Stellen im Fell“ davon gekommen. Offenbar war mein Immunsystem gut drauf und hat seinen Job hervorragend gemeistert! DANKE!!!

Das scheint einer der Unterschiede zu sein zwischen SCHWANGER MIT KIND 1 und SCHWANGER MIT KIND 2: Während man sich bei Kind 1 einfach nur ärgert, wenn man mal krank wird und sich dann eben ein paar Tage auf die Couch legt, ist schon eine leichte Erkältung während der „Produktionszeit“ mit Kind 2 ein Art Super-Gau, weil es – aus Ermangelung von leichten bis mittelstarken Drogen sowie ausreichend Ruhe- und Schlafenszeiten – wirklich auch die letzten Reserven des Körpers und der Nerven schneller wegbrennt als man „Irgendwie geht’s mir nicht so gut!“ sagen kann.

Aber es hat, wie ich finde, auch viele Vorteile, wenn man SCHWANGER MIT KIND 2 ist. Zum Beispiel, dass man bereits weiß, was so alles auf einen zukommt und deshalb vieles einfach schneller und besser einordnen kann. Bei Kind 1 wäre ich noch am liebsten wegen jedem Zipperlein zum Arzt gerannt – jetzt jedoch bleibe ich länger (nicht ewig, aber länger 😉 ) locker und schreibe maximal eine SMS an meine Hebamme. Und ich bin sicher: Wären da nicht die beiden Fehlgeburten gewesen, wäre ich diesmal sogar ne richtig coole Schwangere. So … naja … gebe ich mein Bestes 😀 .

Der meines Erachtens größte Vorteil ist aber, dass man schon ein Mutti-Netzwerk hat, wenn es das ZWEITE Baby ist, das einem in die Leisten tritt, sobald man sich setzt. Vor drei Jahren kannte ich in Köln so gut wie keine Sau, geschweige denn Frauen, die sich gerade in der selben Situation wie ich befanden. Zugegeben: Ich hätte das Problem mit einem Kurs angehen können, aber wenn ich überlege, wie viele echt schräge Mamis ich in den letzten Jahren auf DIESEM Wege kennengelernt habe (und glücklicherweise schnell wieder losgeworden bin), wäre das womöglich eh nicht die Lösung für mich persönlich gewesen. Heute hingegen kenne ich bereits ein paar wirklich nette Mütter … vom Spielplatz, vom immer im selben Laden einkaufen, aus Cafés, manche sogar durch LÄCHELN UND WINKEN 😉 . Und viele von ihnen sind gerade ebenfalls wieder schwanger, weil es irgendwie dem Klischee entspricht, ca. 2 Jahre nach dem ersten ein weiteres Baby „anzusetzen“.
Natürlich relativiert es dieses immense Wunder der Schwangerschaft ein wenig, wenn alle gleichzeitig schwanger sind – anderseits ist es dennoch kaum zu fassen, dass unsere Körper überhaupt dazu in der Lage sind, kleine Menschen in sicher heranwachsen zu lassen. DARÜBER sind sich alle Mädels einig (egal wie oft sie schon ein Kind geboren haben). Genauso wie über den Umstand, dass all unsere Männer totale Nervsäcke sein können, dass die Geduld mit einem Kleinkind unwesentlich leidet und dass Chips, Burger, Pizza und Schokolade im Prinzip so ziemlich jede Situation retten können, wenn man gerade „guter Hoffnung“ ist. Und es tut echt gut, Gleichgesinnte um sich zu haben, die nicht gucken wie ein Auto, wenn man mal eben eine gemischte Tüte für 2 Euro hinter dem Rücken seines Kindes inhaliert, damit man auf gar keinen Fall etwas abgeben muss (wär ja auch voll ungesund für den Zwerg 😉 ). Oder wenn man sich wie ein gestrandeter Waal windet, weil sich „elegant “ von einer Picknick-Decke erheben einfach nicht mehr drin ist. Oder wenn man sich wutentbrannt über den Ehegatten beschwert, der mal WIEDER seine weißen Socken (die vermaledeiten weißen Socken!!!) in den Korb für Buntwäsche geworfen hat, als wäre das eine offizielle Kriegserklärung … und nicht ein mini kleines, banales Problemchen, dass man unter normal Hormon-Umständen mit einem Achselzucken abtun würde!

Zusammengefasst kann ich sagen: Ich empfinde diese Schwangerschaft als anstrengender – emotional (aufgrund des letzten Jahres) wie auch körperlich (weil einfach kaum Pausen möglich sind). Dennoch sorgen die Vorteile, die eine zweite „Runde“ mit sich bringt, dafür, dass ich es den Großteil des Tages einfach nur MEGA finde, den Krümel in mir zu wissen. Tja, das Gefühlsleben von uns Frauen ist und bleibt ein mysteriöses Chaos aus Pro’s und Contra’s 😀 .

Dieser Text ist ebenfalls erschienen auf eltern.de

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6 thoughts on “Schwangerschaftstagebuch: 25. und 26. SSW

  1. Ich fand die Kompressionsstrümpfe auch furchtbar, weil sie zwickten und ständig rutschten. Im Endeffekt hab ich mir 2 paar Strumpfhosen machen lassen. Klingt auch furchtbar, war aber das kleinere Übel ?

  2. Ich finde es immer wieder zu schön deine ehrliche Art zu lesen und mich voll darin wieder zu erkennen. Auch ich mit 2 Fehlgeburten gehöre noch immer in der 20 ssw nach Blut auf Toilettenpapier guckern. Ich spüre das kleine Wesen, was sich bisher noch nicht geoutet hat gut aber unregelmäßig und rüttel deswegen auch ziemlich oft am Bauch herum. Ich hoffe sie merken sich das nicht und zahlen uns das heim wen sie auf der Welt sibd. So nach dem Motto, Mama aufstehen, lebst du noch.

    Auch schön die Situation mit dem Bauch. Ich mit meine 156 habe schon ein ziemlich großen Bauch . Kommentare wie sind da zwei drin, lassen mich nur Kopfschüttelnd lächeln. Auf meiner top ten ganz oben auf Platz 1, Diagnose anderer Menschen, welches Geschlecht unser Kind hat.

    1. Geschlechter Diagnose
    2. Hast bestimmt schon 15 Kilo zugenommen
    3. Dein Bauch ist aber schon groß
    4. Schwangerschaft bedeutet nicht Krank. (Blöd wenn man Risiko ist)
    5. Jetzt hast du schon Rückenschmerzen
    6. Wart nur ab wenn das Kind da ist, dann bekommst du noch weniger Schlaf.
    7. Früher haben wir auch nicht auf alles verzichtet und gesunde Kinder bekommen (lässt sich in Einzelfällen drüber Streiten.
    8. So langsam kannst du echt ruhiger werden, wird schon alles gut gehen.
    9. Du musst dir doch ein Hobby suchen, ist ja noch etwas bis zur Geburt. (Muss ich nicht, denn Schlafen ist durchaus ein sehr schönes Hobby)
    10. Du musst doch immer fröhlich sein. ( Zwischen der Angst und all den Einschränkungen wie z.B. Sportverbot, Sexverbot, Solariumverbot und sonstigen Beschwerden wie Übelkeit, Rückschmerzen bin ich Mega glücklich dieses Wunder in mir Tragen zu dürfen. Ich strahle nur nicht permanent wie ne 150 Volt Lampe, wer soll die Energiekosten bezahlen?)

    Weiterhin eine schöne Schwangerschaft. PS. Ich trage auch keine Strümpfe, Hässlichkeit kennt aber auch keine Grenzen. 🙂

    1. Och Mensch, du Arme! Ich finde es total ätzend, wie viele Menschen unaufgefordert ihren Senf dazugeben, obwohl sie doch gar nicht wissen können, wie es dir geht. Schließlich kannst nur das DU beurteilen und entsprechend kannst auch nur du wissen, was DIR aktuell gut tut. Und wenn das viel Ruhe und Schlaf ist … dann SCHLAF! 🙂 Es ist das beste Hobby aller Zeiten und du solltest „trainieren“ solange du kannst 😀 Fühl dich gedrückt, lass dich nicht ärgern und genieße dein Wunder so gut es dir möglich ist! Ganz liebe Grüße, Anke

  3. Ich liebe Deine Berichte, fühle mich unfassbar verstanden und plötzlich garnicht mehr so komisch und unnormal. In keinen anderen Berichten finde ich mich so sehr wieder wie in Deinen.
    Ich danke Dir wirklich so sehr für Deine Texte, ich freue mich jedesmal wenn ein neuer Beitrag erscheint. Ich erwarte Anfang November unser erstes Baby und wir freuen uns unheimlich darauf, aber ich empfinde die Meinugen und Kommentare meiner Mitmenschen oft als Spießrutenlauf.
    Deine Berichte sind für mich wirklich die reinste Entspannung, da es mir oft genau so geht wie Dir.
    Danke, dass Du mich virtuell durch diese aufregende, für mich völlig Neue Erfahrung, begleitest :-*

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