Krümel-Chroniken

Krümel-Chroniken: 23. (Lebens-)Monat

Wenn ich abends im Bett sitze und auf das schlafende Söhnchen zu meiner Linken blicke, kann ich kaum fassen, dass er in vier Wochen zwei Jahre alt wird. Wahnsinn, wie schnell die Zeit für Mamis verfliegt, gefühlt viel schneller als für Menschen ohne Kinder. Zumindest in meiner Erinnerung an die Vor-Kinder-Phase meines Lebens, dauerte ein Jahr ETWAS länger … und meist waren die Veränderungen nicht so immens in meinem Langweiler-Leben ;) . Jetzt aber, als Mutter, scheinen die Wochen nur so zu verfliegen und es passiert so irre viel in und mit und dank der Minis, dass ich kaum hinterher komme. Ich mein … der kleine Mann füllt beinahe sein komplettes Kinderbett aus, so lang ist er PLÖTZLICH geworden. Wann zum Teufel ist das denn bloß passiert??? :D

Du hast keine Lust oder Zeit, zu lesen? Dann scrolle einfach bis zum Ende des Textes runter und hör dir den PODCAST an!  

BABY-STATUS:

Körperchen: 12,8 Kilo. Irgendwie schwankt sein Gewicht immer ein bisschen. Mal sind es 12,5 Kilo, mal ein bisschen mehr. Wobei das wahrscheinlich normal ist … meine Waage zeigt ja auch nicht immer dieselbe Ziffer an. Grundsätzlich hat er aber nach der „Beendigung“ des Magen-Darm-Desasters schnell wieder ein bisschen zugenommen, was ja definitiv das Wichtigste ist. <3 Gefühlt ist er in letzter Zeit auch ordentlich gewachsen, allerdings passen ihm die Klamöttchen in 86/92 immer noch. Naja, einiges davon fiel eh groß aus, daher ist es nun eigentlich gar nicht so erstaunlich. Abgesehen davon reicht es mir, dass ich gerade die große Schwester komplett neu einkleiden muss, weil die Mausemaus wächst, als hätte man sie gedüngt. :D
Schuhe mussten aber auch beim Söhnchen plötzlich neue her. Von einem Tag auf den anderen passten alle seine Schühchen nicht mehr, sodass ich schnell für neue sorgen musste. Ein Kind mal mit zu kurzen Ärmeln rumlassen lassen geht ja – aber zu kleine Schuhe sind halt echt unangenehm.
Wo wir gerade bei unangenehm sind: So wie es aussieht, möchte der kleine Mann so kurz vor seinem zweiten Geburtstag noch die letzten beiden (so hoffe ich zumindest, er lässt mich nämlich NICHT GUCKEN!!!) fehlenden Zähne raushauen. Sie werden gespannt im Unterkiefer erwartet ;) . Da es sich jedoch weder um Backen-, noch um Aug- oder Eck-Zähne handelt, bin ich ja naiv davon ausgegangen, dass er DIE jetzt mal so nebenbei bekommt … ohne größere Schmerzen und Quälerei. FALSCH gedacht!!! Manno! ;)
Können/Verhalten: Das Krümelchen legt den Entwicklungs-Fokus aktuell auf Sprache und Klettern. Er plappert wie ein Papagei alles nach, außer … ich fordere ihn dazu auf. „Sag mal …“, kann ich mir voll sparen – da reagiert er null drauf. Aber wenn ich frage: „Hälst du das für eine gute Idee?!“ antwortet er erschreckend verständlich: „Ja, Mama, gute Idee!“ Ich finde es so krass, wie groß die Entwicklungssprünge manchmal sind! Gerade in letzter Zeit habe ich mich vor Überraschung oft an meinem Kaffee verschluckt, wenn das Söhnchen mir auf einmal mit einem ganzen Satz ankam! :D
Fast genau verblüffend finde ich, wie selbstständig er schon ist … das er sein Taschentuch unaufgefordert in den Mülleimer wirft, seine Schuhe holt und anzieht oder eben eine Leiter hochklettert, als hätte er nie etwas anderes gemacht. ICH sehe in ihm noch viel mehr Baby, als da tatsächlich ist. Und das macht mich froh und traurig gleichermaßen.
Schlaf-Elend: Die beiden bereits erwähnten Zähnchen rauben uns alles, was wir in Sachen Schlaf an Verbesserungen zu verzeichnen hatten … und das war nicht mal viel! Aber zumindest hatte ich damit begonnen, die nächtlichen Still-Einheiten recht vehement einzugrenzen und eben auch einfach mal abzulehnen. Denn, mal ganz im Ernst: der Krümel lässt sich stillen wie ein Säugling! Alle 1,5 Stunden kommt er an und brüllt wie am Spieß, wenn ich nicht „liefere“. Da muss ich langsam sagen: Mir reicht’s! Das muss jetzt anders werden. Also spätestens, wenn die Aua-Zähnchen durch sind!!!

MAMA-STATUS:

Körper: Bereits seit einiger Zeit wachte ich morgens immer mit Rückenschmerzen auf. Nicht mega schlimm, aber trotzdem schon nervig und doof. Nur … dadurch, dass sie nach maximal einer Stunde Alltagsbewegung wie weggeblasen waren, habe ich nie weiter drüber nachgedacht. Jetzt aber! Jetzt hab ich mir eine neue Matratze gegönnt, weil ich plötzlich sicher wusste, dass meine alte einfach zu hart war für meinen armen Mutti-schleppt-ständig-Kinder-rum-Rücken. Damit hatte ich auch absolut recht, denn mit der neuen Liegefläche im Bett ist es von einer Nacht auf die andere besser geworden. Ganz weg ging es aber nicht. Erst, als ich clevere Granate mal den Still-BH nachts ausgelassen und mir zusätzlich verkniffen habe, auf dem Bauch zu schlafen. Siehe da: schmerzfrei! Tja, wie es scheint, war die alte Matratze zu hart, der BH zu eng für die Nacht und die Hupen zu groß, um darauf zu liegen, ohne in ein quälendes Hohlkreuz zu verfallen. HÄTTE ich ja auch mal früher drauf kommen können!
Und sonst so: Das soll jetzt um Gotteswillen nicht fies klingen, aber ich bin tatsächlich etwas froh darüber, dass uns der Alltag längst wieder hat. Die Mausemaus geht wieder in die Kita und der Krümel und ich haben in unseren normalen Rhythmus zurückgefunden. Ich bin zwar sicher, dass der kleine Mann seine Schwester vormittags als Spielgefährtin vermisst, aber ich gebe mir natürlich alle Mühe, ihn ähnlich prächtig zu unterhalten. ;)

Im Moment fühle ich mich in einem Punkt ganz enorm in die Zeit mit der fast zweijährigen Tochter zurückversetzt, denn genau wie damals lichten sich hier jetzt endgültig die Reihen der Mamis, die ihre Kinder wie ich noch zu Hause haben bzw. nicht in eine Betreuung geben. Ich glaube, ich habe tatsächlich keine einzige Mutter mehr in meinem direkten Umfeld, die wie ich den kompletten Tag mit Kleinkind am Bein verbringt … die letzten sind gerade mit der Eingewöhnung beschäftigt und starten in Kürze mit dem Wiedereinstieg in ihren alten Job. Ich sage das völlig wertfrei, es fällt mir nur auf, dass vormittags keiner mehr zum Kaffee kommen mag. ;)
Meine Erinnerungen an dieses letzte Jahr vor der Kita mit der Mausemaus sind so ein bisschen zwiegespalten: Einerseits fand ich es toll, weil es eine wirklich spannende Entwicklungsphase ist zwischen zwei und drei, anderseits fand ich es sehr anstrengend, weil die kleine Madam trotztechnisch kaum zu überbieten war und ich aufgrund meiner Schwangerschaft mit dem Krümelchen eigentlich gerne etwas mehr Ruhe und Zeit für mich gehabt hätte. Da letzteres aber diesmal ja nicht der Fall sein wird und der kleine Mann wahrscheinlich zumindest ein bisschen anders gestrickt ist als die Große, habe ich Hoffnung für mein Nervenkostüm! :D

Was mir in dieser Hinsicht echt zugute kommt – und das bleibt hoffentlich so – ist, dass der Krümel unheimlich schnell von bockig, mies gelaunt oder einfach klassisch „angepisst“ umschaltet auf ALLES IM LACK, wenn man etwas findet, das ihm gefällt. Er suhlt sich nicht so sehr in negativen Gefühlen wie sein Schwesterherz und ist auch nicht nachtragend, was ich als sehr, sehr, sehr angenehm empfinde. Wenn er also zum Beispiel ausrastet, weil er eine Brotdose nicht aufbekommt und diese aus Wut schon einmal durchs halbe Wohnzimmer gepfeffert hat, brauche ich ihm nur einmal zeigen, wie es geht … und schon strahlt er auf, probiert es neu und dackelt verzückt von dannen. Mal ehrlich: Wenn das SO bleibt, hab ich ja wohl das große Los gezogen! <3 :D

Grundsätzlich ist der schnupsige Mini-Typ eh recht leicht glücklich zu machen. Im Notfallen ziehen hier IMMER Bälle und Autos. Keine Ahnung, wann da genau das Testosteron eingeschossen ist, aber mittlerweile wird hier schon mindestens ein Familienmitglied vor dem Frühstück zum Fußballspielen genötigt oder es werden Autos die Rutsche runtergeschossen. Klar, die Mausemaus hat auch schon früh ihre Leidenschaft für Bälle und Karren entdeckt und ist jetzt natürlich froh, endlich jemanden zu haben, der etwas motivierter mitspielt als die faule Mama, aber dennoch ist die Begeisterung ihres Bruders für das runde Leder und alles was Räder hat, noch ein wenig ausgeprägter. Verblüffend, finde ich … scheint echt eine genetische Baustelle zu sein. Mit Baggern. Die kommen nämlich hier ganz klar auf Platz drei. Dann schließt aber auch direkt die erste eigene Puppe auf, die der Floh vor kurzem bekommen hat, weil er „das Baby“ einer Freundin sonst sicher niemals wieder hergegeben hätte. Und Wauwau’s in jeder Form und Größenordnung stehen auch mega hoch im Kurs, genauso wie Bücher … am liebsten mit Geräusch oder so Wimmel-Dinger. Kurz: Der Sohn pflegt ein abwechslungsreiches Interessen- und Spielverhalten, liebt Arztkoffer, Bauklötze und die Kinderküche gleichermaßen und ist im Prinzip wahllos bei allem mit Feuereifer dabei, was die Schwester an Unterhaltungsprogramm so anbietet. Nur mit mir … mit MIR will er IMMER Fußballspielen. Dabei bin ich da echt kein Freund von :D. Riecht er wahrscheinlich; so wie Katzen am liebsten zu Allergikern auf den Schoß klettern.

Hach, was soll ich sagen: Es macht einfach Spaß mit dem Krümel. Außer nachts. Und beim Essen. Da ist es immer noch … wie soll ich sagen … ein bisschen neeeeervig. Aber was soll’s, ich kann mich trotzdem nicht beklagen. In nur vier Wochen wird mein „Baby“ zwei Jahre alt – ich bin sicher, dann ist auch irgendwann ein Still-Ende in Sicht. Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, WAS DER KRÜMEL ZUM GEBURTSTAG BEKOMMT??? Ich bin da übrigens für Tipps offen! ;)

▼ Jetzt den PODCAST anhören!  ▼

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

3 Kommentare für “Krümel-Chroniken: 23. (Lebens-)Monat

  1. Ich finde Magnetbausteine als Geburtstagsgeschenk gut. Die hab es für unseren Sohn schon zum 1.Geburtstag, gleich im Set mit Auto und Rampe. Eine Murmelbahn zum selber bauen ist auch ein Klassiker, genauso wie Laufrad oder Dreirad oder eine Erweiterung zum Bobbycar (Anhänger). Beim zweiten Kind ist es aber schon schwerer etwas zu finden!

    1. Ich bin gerade nochmal durchs Kinderzimmer gegangen. Unsere Favoriten (von 2-3 Jahre): Holzeisenbahn, Spielzelt mit Tunnel und Bällebad (wird immer wieder weggeräumt, macht den Kindern immer viel Spaß), großes Drehleiterfahrzeug/Feuerwehr, Puzzle, Stickerbuch (von Melissa&Doug, die lassen sich immer wieder ablösen und haften nur anstatt überall zu kleben), Bücher mit Klappen und Schiebern, Parkhaus, Colorino, miniLük, Besen und Kehrschaufel (Mutti freut’s), MagicSand (Mutti freut’s nicht so), Playmais, Badespielzeug,….Das gab’s natürlich nicht alles auf einmal zum Geburtstag. Aber es gibt ja noch Weihnachten, Nikolaus und Ostern.
      Zum Glück ist unser 2.Kind ein Mädchen und ich darf bald Puppen&Co kaufen 👧😁

  2. Uuuh, ich komme zum Vormittagskaffee vorbei :D Unser Krümel wird im November 2, ansonsten läuft es ähnlich wie bei euch. Große Schwester in der Kita, kleiner Bub zuhause – augenblick, ich muss ihn mal eben vom Fensterbrett pflücken – und der will bespaßt werden. ICH habe allerdings den Bonus einer aktuell laufenden Schwangerschaft : D Aber falls dir jemand mit Ideen für den Geburtstag kommt, schreib mir – ich bin genauso planlos ;)