Rabenmutter 2.0

Ja, wo laufen sie denn?

Es ist erst wenige Wochen her, da saß ich mit Ella auf dem Schoß an einem Tisch im Garten von Freunden und wartete – im Kreise der anderen Teilnehmer der kleinen Grillfeier – auf die angekündigten Würstchen. Außer uns war nur ein weiteres Paar mit Kindern anwesend, wobei diese bereits in der Lage waren, einigermaßen „manierlich“ mit Messer und Gabel zu essen. Mein Töchterchen hingegen entdeckte gerade ihre Liebe zu
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Wir waren mal cool

Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie ich mit den Augen gerollt und meinen damals noch zukünftigen Mann mit diesem wir-sind-garantiert-anders-Blick angesehen habe, wenn uns die wenigen, als Anschauungs-Objekte zur Verfügung stehenden, Eltern im Freundeskreis seufzend und sehr müde erklärten: „Wir haben’s ja auch nicht geglaubt, aber es ist wirklich so: Ein Kind verändert alles!“ Quatsch, dachte ich arrogant und naiv, wie Nicht-Eltern nun mal (häufig) sind, nur wenn
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Babyschwimmen: Wenn die Hölle aus Wasser bestünde

Wir leben in einer Gesellschaft, in der das Thema Frühförderung so groß geschrieben wird, dass ich als Mutter einen ähnlichen Leistungsdruck verspüre wie im Abitur. Dabei geht’s eigentlich ja nicht mal um MEINE Leistung – zumindest nicht direkt – sondern um die meines Töchterchens. Indirekt jedoch stehe auch ich auf dem Prüfstand, denn natürlich bin ICH schuld, wenn die Mausemaus in ihrer Entwicklung nicht das „gewünschte“ oder besser gesagt, das
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Mami ist grün vor Neid

Ja, ja, ja, ich weiß: NEID ist ein schwieriges Thema, weil’s ein negativ behaftetes Gefühl und schon fast ein „böses“ Wort ist. So etwas passt ganz und gar nicht in die wachsende Gutmenschen-Szene. Deshalb habe ich mir schon vor ein paar Wochen mit meinem unpopulären „Pro-Neid-Denken“ ordentlich verbale Haue abgeholt. Da schrieb ich nämlich bei Facebook unter die Interview-Aussage eines aktuell recht erfolgreichen Mannes, dass es angeblich unter echten Kumpels
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Die Nummer mit den Mami-Flirts

Manch einer (na gut, ich ... aber vielleicht ja auch noch andere ;) ) denkt, während er bzw. sie das Ja-Wort spricht – neben dem ganzen romantischen Tüddelkram: „Gottseidank! Endlich ist Schluss mit diesem Flirt-Scheiß! Nie wieder muss ich jagen gehen, mich verstellen oder übertrieben reizend sein! Ich muss keine schreckliche Anmach-Sprüche mehr ertragen – oder schlimmer noch – selbst welche servieren. Ich habe TATSÄCHLICH mein Deckelchen gefunden! Der Flirt-Stress
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Das Ende der „Bewegungsmuffeligkeit“

Ich war nie besonders sportlich. Um ehrlich zu sein: Ich war eigentlich sogar eher immer schon besonders UNsportlich. Bei den Bundesjugendspielen habe ich regelmäßig gnadenlos versagt (die Abschaffung finde ich dennoch etwas übertrieben ;) ), beim Federballspielen renkte ich mir so oft das Handgelenk aus, dass mir mein Orthopäde irgendwann zeigte, wie ich es selbst wieder richten kann (er wurde meiner wohl überdrüssig) und beim Kajakfahren nannte man mich „Schön-Wetter-Fahrer“
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Mach’ dich nicht bekloppt!

„Beim zweiten Kind mache ich alles anders!“ DAS sagen die meisten Mamis irgendwann ... nach ungefähr einem Jahr, wenn Zwergnase aus dem allergröbsten rausgewatschelt ist und Muttis Hirn so langsam wieder zu seiner alten Form aufläuft bzw. auf Stillhormon-Entzug überhaupt erstmals wieder richtig angeschmissen wird. Bei mir war’s bzw. ist es (leider) nicht anders – was echt ätzend ist, denn vor der Geburt der kleinen Madam war ich absolut davon überzeugt,
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Klopapier am Straßenrand

Es ist noch gar nicht lange her, da ließ ich abends beim Zähneputzen müde und schon etwas tranig den Blick durchs Badezimmer gleiten ... vom mit Schaum wild um sich spuckende Kind zu meiner Linken, über das geordnete Chaos mit zarter Staubschicht auf der Waschbecken-Ablage bis zu der Stelle, an der das Klopapier immer steht. Stehen sollte. Denn da stand nichts. Und das, obwohl ich doch eigentlich am selben Tag
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Ich, die grausamste Mutter aller Zeiten!

Könnte meine 20 Monate alte Tochter schon so richtig mit Worten jammern, gäbe es sicher täglich bergeweise – ihrer Meinung nach absolut gerechtfertigter und daher vehement vorgetragener – an mich gerichtete Anschuldigungen, wie ich ihr aktuell das Leben erschwere oder gar komplett versaue. Schließlich darf sie NIE etwas! Sie darf keine wichtigen Entscheidungen treffen, weil immer ICH alles bestimmen will: die Zu-Bett-geh-Zeiten (Schlaf...Kinder brauchen sowas doch GAR NICHT), was wir wann
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Muttis vs. Muttis

Aktuell geistert eine neue Studie durchs Netz, die (angeblich) beweist, dass die Töchter berufstätiger Mütter beruflich erfolgreicher und die Söhne „häuslicher“ und verantwortungsvoller werden, als jene, deren Mamis NUR Hausfrau sind. In meinem Facebook-Newsfeed ist diese Studie so oft gepostet worden – von Magazinen, Blogs und Mamis – dass ich gar nicht umhin kam, sie wenigstens kurz zu überfliegen. Grundsätzlich gebe ich allerdings so ziemlich gar nichts auf Studien, da es