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SELBSTSTÄNDIGE MÜTTER – Interview mit Anke (Bloggerin & Content Creatorin)

So, hiermit eröffne ich einfach mal selbst eine neue Interview-Reihe, weil ICH gerne mehr davon lesen würde. :D Ich möchte hier gerne Frauen bzw. Müttern, die sich beruflich selbstständig gemacht haben, eine Möglichkeit geben, sich vorzustellen, etwas von sich und ihrem Job zu erzählen und natürlich auch einen Link unterzubringen – falls es ihrem Business etwas bringt. <3 Auf jeden Fall bringt es garantiert den Leserinnen etwas, mehr darüber zu erfahren, was es bedeutet, selbstständig zu arbeiten. Und das ist sicher für einige recht interessant und sei es auch einfach nur so, ohne eigenen Ambitionen, einen ähnlichen Weg einzuschlagen!

Ich mach jetzt mal selbst den Anfang und beantworte meine eigenen Interviewfragen. Grundsätzlich könnt ihr euch einfach per Mail an mich “bewerben”, um mitzumachen, allerdings haben sich schon so viele gemeldet, dass ich erstmal die abarbeiten muss. :D 

Und nun zu mir: Ich heiße Anke, bin 46 Jahre alt, verheiratet und Mama von 2 Kindern. Die Tochter ist 10 Jahre alt und das Söhnchen ist jetzt 7 Jahre. Bevor ich Mutter wurde, habe ich als Werbetexterin und Redakteurin gearbeitet. Dann hab ich sozusagen eine Babypause gemacht … nach der ich (plötzlich) redaktionelle Bloggerin & Content Creatorin war. Und das ist seit dem mein Job. Alles weitere im Interview! :D

SELBSTSTÄNDIGE MÜTTER – Interview mit Anke (Bloggerin & Content Creatorin)

1. Seit wann bist du 100% selbstständig mit deinem Business? Und bist du zufrieden mit deinem Einkommen?

Tatsächlich muss ich da jedes Mal kurz überlegen und zurückrechnen. :D Also angefangen habe ich mit LÄCHELN UND WINKEN im Mai 2015. Die ersten 3 Jahre habe ich aber nichts damit verdient, weil ich das ganze ja erstmal aufbauen musste. D.h. ich habe kontinuierlich Arbeit reingesteckt (allerdings bei weitem noch nicht so viel wie heute), aber es als Hobby betrachtet. Es war ja auch ursprünglich gar nicht GEPLANT, da einen Job draus zu machen … das hat sich nach 3 Jahren dann irgendwie so ergeben, weil mir nicht mehr nur Kooperationen für Gratis-Schnullerketten, sondern für Honorare angeboten wurden. Wir sprechen hier natürlich nicht über bergeweise Kohle, aber so, dass ich entschieden habe, mich damit tatsächlich Selbstständig zu machen. Es war für mich ein krasser Schritt, denn ich war früher schon mal selbstständig als Autorin und Texterin, aber es lief nicht sehr gut. Ich musste also etwas Mut fassen  – und dann hab ich den Sprung gewagt. Diesmal hat es geklappt. Ich arbeite glaube ich mehr, als viele denken (mindestens 40 Std. die Woche, meistens aber mehr, weil ich ja auch an den Wochenenden nicht komplett frei habe) und verdiene weniger, als die meisten annehmen, weil bei der Job-Bezeichnung Content Creatorin schnell vergleiche zu Accounts gezogen werden, die VIEL größer sind als meiner und die dadurch auch deutlich mehr verdienen, ABER ich bin zufrieden mit dem Verdienst. So sehr, dass ich mir nichts anderes suche. :D

2. Wann und wie hast du die Entscheidung getroffen, dass die Selbstständigkeit der beruflich richtige Weg für dich ist?

Bei mir hat es sich diesmal halt wirklich „so ergeben“ … sonst hätte ich es aufgrund der vorangegangenen negativen Erfahrungen wahrscheinlich nicht nochmal gemacht. Nach der ersten Runde Selbstständigkeit war ich schlicht heilfroh, wieder eine Festanstellung ergattert zu haben und mich über ein monatliches BLANBARES Gehalt freuen zu dürfen.

Allerdings macht mir mein jetziger Job halt echt Freude, es lässt sich besser als ein 9 to 5 Job mit der Familie kombinieren und auch, wenn ich dadurch gefühlt rund um die Uhr arbeite an 7 Tagen die Woche, scheint es dennoch für mich persönlich der richtige Weg zu sein.

3. Gibt es etwas, dass dir vor diesem Schritt Sorgen gemacht hat? Bzw: Wovor hattest oder hast du den meisten Respekt in Sachen Selbstständigkeit?

Nicht genug zu verdienen bzw. Verdienst-Löcher zu haben … z.B. im Sommer, in der Pandemie oder wenn ich mal gezwungen sein sollte, richtig FREI zu machen. Fallende Reichweiten aufgrund von Krankheit (oder Urlaub) auf meiner Seite haben halt immer gleich zur Folge, dass ich kein Geld verdienen kann. Mein Vorteil ist, dass ich nicht der Alleinverdiener in der Familie bin. Selbst wenn ich mal ein schlimmes Loch hätte, könnten wir das kompensieren. Wäre ich allein, würde mir das aber Sorgen machen.

4. Was liebst du am meisten an deinem Job in dieser Form?

Insgesamt liebe ich eine ganze Menge an meinem Job; an der Selbstständigkeit speziell die Selbstbestimmtheit. Ich kann nicht nur – zumindest in einem gewissen Rahmen  – meine Arbeitszeiten selber organisieren, ich kann auch Partner ablehnen aus welchen Gründen auch immer, weil es eben allein MEINE Entscheidung ist (die natürlich aber durchaus auch vom finanziellen abhängig ist; dennoch nutze ich diesen Entscheidungsfreiraum!)

Am meisten liebe ich, dass ich die Kinder jederzeit abholen kann, wenn es sein muss, weil sie mich brauchen oder was passiert ist, OHNE Rücksprache mit einem Chef halten zu müssen. Ich muss in diesem Punkt kein schlechtes Gewissen haben (aber das hab ich dann an anderen Stellen ;))

5. Was magst du am Wenigsten?

Den Papierkram. Und daran alles. Ich mag nicht mal Rechnungen schreiben. All das nervt mich ganz doll. Steuerkram natürlich noch viel mehr. Und dass ich so schlecht eine zeitliche Grenze ziehen kann, wann mal Schluss ist mit arbeiten, mag ich auch nicht. Allerdings ist das ein sehr persönliches Problem, denke ich. Andere können das besser.

6. Gibt es etwas, dass du anderen Müttern, die sich beruflich gerne selbstständig machen wollen, als Tipp mitgeben magst?
Sprecht mit Frauen, die bereits Selbständig sind und vielleicht sogar in eurer angestrebten Branche arbeiten. Fragt ihnen Löcher in den Bauch, sammelt Infos, auch die blöden, und geht am besten auch mal zu so einem Treffen von selbstständigen Müttern. Mompreneurs heißen die, glaube ich. Vielleicht gibt’s sowas in eurer Nähe; ein Stammtisch oder so.
Und wenn ihr die Schattenseiten kennt und trotzdem Bock habt … dann rein ins kalte Wasser! Versucht es, gebt euer Bestes, träumt groß und feiert jeden noch so kleinen Erfolg! Sich selbstständig machen ist ein Abenteuer und das sollte Spaß machen! <3

 

Foto-Credit: Fee Schreiber

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