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SELBSTSTÄNDIGE MÜTTER – Interview mit Fee (Fotografin)

Vor Kurzem habe ich die neue Interview-Reihe SELBSTSTÄNDIGE MÜTTER gestartet, weil ich das Thema selber so spannend finde und gerne mehr Erfahrungsberichte dazu lesen wollte. Vorher habe ich als erste Interviewpartnerin eine Freundin von mir angesprochen … und zwar Fee Schreiber. Die talentierte 32-jährige Fotografin ist seit 2,5 Jahren Mama und seit kurzen voll in die Selbstständigkeite eingestiegen. Monatelang war sie super aufgeregt, obwohl sie krass gut vorbereitet gestartet ist. ABER es ist nun mal ein großer Schritt. Und nun erzählt sie hier davon!

SELBSTSTÄNDIGE MÜTTER – Interview mit Fee (Fotografin)

  1. Seit wann bist du 100% selbstständig mit deinem Business? Und bist du zufrieden mit deinem Einkommen?

Seit November 2018 bin ich teilselbstständig und war seitdem als Fotografin und Fototrainerin auf 50% Teilzeit beschäftigt. Seit dem 1. November 2023 bin ich voll selbstständig.

Da es noch sehr frisch ist, dass ich voll selbstständig bin, kann ich zu meinem Einkommen noch gar nicht so viel sagen. Aber ich bin auf jeden Fall in dem Punkt zufrieden, dass ich mir während meiner Teilselbstständigkeit schon meine ersten Grundbausteine legen konnte und mir mein Equipment für meine Selbstständigkeit anschaffen konnte. Denn leider ist Fotografie auch ein kostspieliger Beruf, wenn man eine besonders gute Qualität abliefern möchte.

  1. Wann und wie hast du die Entscheidung getroffen, dass die Selbstständigkeit der beruflich richtige Weg für dich ist?

Das war eigentlich schon um 2018 rum, als für mich klar war, dass ich keinen Vollzeitjob mehr ausüben möchte. Ich hatte in diesem Jahr noch als Filialleitung und Ausbilderin mit insgesamt 7 Mitarbeiter*innen gearbeitet. Ich war fest angestellt und hatte meine Sicherheit. Allerdings hat es mich nicht mehr erfüllt und wollte eine neue Herausforderung. Der Schritt zur Teilselbstständigkeit war für mich auch der erste Schritt in die Vollselbstständigkeit, denn ich wusste, es war nur eine Frage der Zeit bis ich diesen Schritt gehen würde.

Ich bin sehr froh, dass ich einige Jahre noch Erfahrung sammeln durfte in der Teilselbstständigkeit und dass das Schicksal entschieden hatte, dass ich nämlich nicht genau zu Beginn von Corona meine Vollselbstständigkeit startete. Da hatte ich wirklich großes Glück. 

  1. Gibt es etwas, dass dir vor diesem Schritt Sorgen gemacht hat? Bzw: Wovor hattest oder hast du den meisten Respekt in Sachen Selbstständigkeit?

Ja, am meisten macht mir der finanzielle Part Sorgen. Als Fotograf*in bietet man kein Produkt an, welches regelmäßig benötigt wird. Stammkunden sind hier seltener als in anderen Berufen. Fotoshootings sind ein Luxusgut und ich kann durchaus nachvollziehen, dass nicht jeder sich ein Fotoshooting leisten kann oder so viel Geld dafür ausgeben möchte. Daher ist es wirklich eine noch viel größere Herausforderung neue Kunden zu gewinnen. Wieviel man jeden Monat einnimmt oder wie der Durchschnittliche Umsatz ist, lässt sich dadurch um einiges schwieriger generieren. Davor habe ich nach wie vor am meisten Respekt, ebenso wie vor Kaltaquise.

  1. Was liebst du am meisten an deinem Job in dieser Form?

Ich bin regelrecht verzaubert von sämtlichen Facetten dieses Berufs! Es ist stets ein faszinierendes Rätsel, welche fesselnde Persönlichkeit sich als Nächstes vor meiner Linse entfalten wird. Die Magie liegt in der Ungewissheit darüber, welcher Mensch mir begegnen wird und welch persönliche Geschichten sich hinter den Augen verbergen. Die Herausforderung, insbesondere diejenigen vor der Kamera zu begeistern, die sich vor als unfotogen empfinden, um ihre Selbstwahrnehmung neu zu erblühen, liebe ich ganz besonders.

Es bereitet mir außerdem außerordentliches Vergnügen, im Vorfeld ein Konzept zu schmieden und meine Fotos bereits in meiner Vorstellung zu inszenieren. Besondere Umgebungen, Cafés, kunstvoll gestaltete Interieurs, einzigartige Outfits sowie kunstvolle Frisuren und Make-ups wirken wie Balsam für meine Augen und meine Seele. Insbesondere dann, wenn alles optisch mit der Person, der Botschaft und dem Gesamtbild harmoniert. 

  1. Was magst du am Wenigsten?

Ganz klar: Buchhaltung und Kaltaquise.

  1. Gibt es etwas, dass du anderen Müttern, die sich beruflich gerne selbstständig machen wollen, als Tipp mitgeben magst?

Um ein sicheres Gefühl für den Start zu haben und seine Ängste zu dämpfen, empfehle ich so früh wie möglich damit zu beginnen, Rücklagen zu schaffen. Nichts überstürzen und die Selbstständigkeit vorher gut durchplanen. Das sind alles Dinge die auf jeden Fall die vernünftige Fee raten würde und auch immer so machen würde. Aber da ist noch ein anderer Part, dem ich tatsächlich noch viel mehr Aufmerksamkeit schenke: meine Intuition und mein Bauchgefühl. Bisher hat es mich noch nie im Stich gelassen und ich vertraue sehr stark darauf. Mir hat es auch geholfen mich mit vielen Selbstständigen zu unterhalten und aus deren Fehlern zu lernen. Und besonders Müttern möchte ich sagen: gebt euch Zeit. Die perfekte Instagram Mama arbeitet am besten zusammen mit Baby, welches entspannt daneben liegt. Oder es steht eine hochschwangere Frau ganz selbstverständlich auf der Bühne und arbeitet noch bis gefühlt kurz vor der Entbindung. Das muss aber nicht die Regel oder der Standart sein. Jede Mama sollte es in ihrem Tempo machen. Lasst euch nicht unter Druck setzen und denkt, ihr müsst sofort wieder arbeiten, weil ihr sonst nicht so schnell den Anschluss wieder findet oder ähnliches. Was Mamas alles leisten ist finde ich eh schon eine Selbstständigkeit für sich… ein eigenes Business. Deswegen traue ich es auch ehrlich gesagt jeder Mutter zu, die ihr eigenes Business wirklich starten möchte.

***

Vielen Dank an die liebe Fee, für den spannenden Einblick in ihre Selbstständigkeit! <3

Und für alle, die sich etwas mehr von Fee ansehen möchten, gehts hier entlang:

Homepage: www.fotografee.de

Instagram @fotografee.de

Foto-Credit: Max Sonnenschein

 

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