Rabenmutter 2.0

Wir, die „schlechte-Mütter“-Generation

Vor wenigen Tagen schickte mir eine Freundin den Link zu einem von diesen aktuell zu Hauf im Internet kursierenden Artikeln, in denen es darum geht, wie wir Mütter (wahlweise natürlich auch Väter) heutzutage mit unserem Fehlverhalten in Sachen Erziehung das Leben unserer Kinder zerstören. Dazu schrieb sie (möglicherweise ETWAS sarkastisch gemeint ;) ): „Ja, ja, das Mutter-Dasein macht derzeit wirklich Freude – so ganz frei von gesellschaftlich induziertem schlechten Gewissen.“ Ich hab mich kaputt gelacht. Erstens, weil ich wusste, wie sie es meinte. Zweitens, weil ich den Artikel sowieso von vorneherein nicht ernst nehmen konnte, da schon die Headline so haarsträubend reißerisch war, dass dem gezwungenermaßen nur noch bodenloser Schwachsinn folgen konnte. Und drittens, weil wir Mamis doch im Grunde gar keine andere Wahl haben, als über all diese ganzen nervigen Vorwürfe, die hinter gut gemeinten Ratschlägen versteckt sind, zu lachen – hier und da eventuell mit einem etwas verzweifelten und/oder hysterischen Unterton ;) . 

Die Frage ist nur: Warum werden wir so bombardiert, so konsequent unaufgefordert beraten und auf jeden noch so winzigen, potenziellen Erziehungsfehler hingewiesen? Sind wir wirklich alle so schlechte Mütter bzw. Eltern? Ich kann’s mir kaum vorstellen!

NEUSTE STUDIEN BELEGEN: HEUTZUTAGE MACHEN ELTERN NAHEZU ALLES FALSCH!

Nein, ist natürlich absoluter Quatsch! So eine allumfassende Studie gibt es gar nicht (noch nicht ;) ). Es gibt stattdessen ganz viele kleine, die mit spitzem Finger auf so ziemlich jedes „Detail“ unserer Erziehungsstrategien (sofern wir überhaupt welche verfolgen und nicht einfach auf unser Bauchgefühl hören) zeigen und sagen, dass wir DAMIT unserem Nachwuchs das Leben nachhaltig zur Hölle machen – das fängt an bei der Art wie wir unser Kind gebären, es schlafen legen und ernähren, bis hin zu jeglicher Form der Kommunikation und Anleitung, die wir ihm zuteil werden lassen. Wenn es für irgendeinen Bereich (noch) keine offizielle Studie gibt, dann finden sich aber doch zumindest einige Hobby-Pädagogen und (Fach-)Journalisten, die ihr garantiert megamäßig fundiertes Wissen über all die Fehler, die wir tagtäglich machen, mit uns über die (sozialen) Medien teilen. Und on top gibt’s dann natürlich noch Freunde, Schwiegermütter, Arbeitskollegen, Wurstfachverkäuferinnen, Postboten und die Omma vor uns an der Kasse, die es – manchmal sogar ganz ohne selbst je Kinder gehabt zu haben – für dringend notwendig erachten, uns darüber aufklären, was wir gerade schreckliches mit den uns wehrlos ausgelieferten unbeschriebenen Blättern anstellen. Besonders spannend finde ich persönlich an der Gesamtsituation ja, dass wir Eltern offenbar ganz AUSSCHLIESSLICH Fehler machen können – zumindest verstehe ich es so, denn es gibt so ziemlich nichts, das nicht verteufelt wird – als wäre es ganz egal, welche Richtung wir einschlagen. Vielleicht können sich all die „Ratgeber“ auch einfach nicht einigen … oder verfolgen doch ein gemeinsames Ziel: Unter den heutigen Erziehungsberechtigten maximale Verwirrung stiften! YEAHHH! ;)

Das Ding ist: Sehr viele dieser pädagogisch hochkarätigen Texte, Ratschläge und Tipps, die uns Mamis so tagtäglich um die Ohren flattern, klingen im ersten Moment durchaus plausibel – wären da nicht die unzähligen, wenig attraktiv verpackten schlimmen Konsequenzen bei Nichteinhaltungen der gerade kommunizierten Erziehungsregeln wie zum Beispiel: „Mach es so wie ich sage, sonst hast du bald einen Tyrannen!“ oder „Tust du weiterhin dies, wird dein Kind niemals das!“ oder „Wenn du es unterlässt, so zu handeln, wie ich es sage, passiert unweigerlich das Schlimmste!“ Da mag ich dann schon gar nicht mehr weiterlesen, denn ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass mein Kind tatsächlich den Rest seines Lebens unter schweren psychischen Schäden leiden wird, nur weil es länger als ein Jahr im Familienbett geschlafen hat bzw. sogar jetzt noch an meiner Seite schlummert (ganz besonders, weil es ja ebenso viele Verfechter für die Theorie gibt, dass es ganz schrecklich fürs kindliche Gemüt ist, alleine zu schlafen – offenbar völlig unabhängig vom individuellen Bedarf). Ich glaube auch kaum, dass meine Tochter niemals eine zufriedene Erwachsene sein wird, nur weil ich nicht jedes meiner NEINs mit fünf JAs ausgleiche, obwohl das laut der aktuellen Maßstäbe offenbar super wichtig wäre (schafft das wirklich irgendwer???). Und ich habe auch nicht das Gefühl, ihr zauberhaftes, süßes, kleines Selbst in Trümmer zu legen, weil ich sie manchmal anbrülle (wir wohnen in einer Großstadt, das Kind hat einen Roller und würde ich nicht pausenlos hinter ihr her brüllen, wäre ihr Leben in Gefahr. Abgesehen davon: Manchmal reißt mir einfach die Hutschnur. Das ist nicht schön, aber manche Tage sind einfach länger als andere und ich bin auch nur eine müde Mama.)

Ebenfalls nicht um meinen Schlaf bringen mich folgende Erziehungs-Fauxpas an meinem Töchterchen:

  • Wenn so wirklich gar nichts mehr geht, besteche ich sie mit Gummibärchen.
  • Wenn sie eine Zeit lang nur Nudeln mit Soße, aber kein Gemüse essen will … dann ist das eben so.
  • Wenn sie etwas so gar nicht mag, bleibt es auf dem Teller liegen. Wen juckts?
  • Wenn ich mich mit einer Freundin mal eine halbe Stunde in Ruhe unterhalten will und das nur möglich ist, wenn das Kind solange Sesamstraße auf dem iPad guckt – tja, dann haben wir beide gewonnen.
  • Wenn sie ein derbes „SCHEISSE!“ rausschmettert, weil die Kinderschere nicht so will, wie sie, dann … muss ich kichern, weil ich es zuckersüß finde.
  • Wenn sie nachts auch noch mit 2,5 Jahren eine Flasche braucht, um weiterschlafen zu können, dann bekommt sie die einfach.
  • etc.

Ich mache mich wegen solcher Sachen nicht (mehr) fertig. Warum auch? Mag ja sein, dass es seitenweise Argumente dafür gibt, wie falsch das alles ist … für uns ist aber genau SO richtig. Da steh ich zu.

DER GRÖSSTE TEUFEL UNSERER ZEIT: DAS HANDY

Vielleicht fällt es mir besonders auf, weil ich eventuell manchmal schon von ganz alleine ein schlechtes Gewissen habe, wenn ich trotz Mausemaus in meiner Nähe zum Handy greife, aber ich glaube, es ist auch allgemein eines der am häufigsten diskutierten und zu Papier gebrachten Themen in Mami-Kreisen: Wie gravierend stört das Mobiltelefon die gesunde Eltern-Kind-Bindung? GANZ EXTREM, lautet die Antwort dann eigentlich immer. Aber warum? Ist es wirklich so verwerflich, auf dem Spielplatz mal eben die Mails zu checken, zwischendurch eine Nachricht zu schreiben oder mal einen Online- Artikel (Erziehungsratgeber ;) ) zu lesen? Fühlen sich unsere Kinder wirklich sofort vernachlässigt und von unserem Handy in ihrer Wichtigkeit für uns bedroht?
Letztens las ich ein Zitat von einer Mutter: „Hätte ich in diesen 20 Minuten, in der mein Kleiner mit seiner Eisenbahn spielte, mein Telefon zur Hand genommen, wären 28 von ihm zu mir gestartete Blickkontakte ins Leere gegangen!“ Schockierend! Oder? Hm, ganz ehrlich … ich weiß es nicht. Ist es nicht normal, dass wir Mamis uns auch mal mit etwas anderem beschäftigen? Kochen, staubsaugen, aufs Klo gehen, uns womöglich mal mit einem anderen Erwachsenen unterhalten … und zu diesen Zwecken eben den Blick mal von unseren Sprösslingen abwenden? Wäre es ansonsten nicht sowieso auch wieder schlecht für die Psyche unserer Kinder, wenn wir sie die ganze Zeit mit Argus-Augen beobachten würden?

Als ich klein war, nahm meine Mutter auf dem Spielplatz gerne mal ein Buch zur Hand. Mein Vater verschwand während des Frühstücks hinter einer PKW-Großen Tageszeitung. Und wenn ich bei meiner Oma war, dann hat sie die meiste Zeit gekocht und geputzt, während ich im Garten wahllos Gemüse oder sonst was ausgegraben habe. Deshalb habe ich mich aber nicht von Büchern, Zeitungen oder Töpfen bedroht gefühlt. Ich dachte einfach: „Die Erwachsenen spielen echt mit langweiligem Zeug!“ Gut, dass denkt die kleine Madam natürlich nicht über mein Smartphone. Sie sieht, dass ich damit „spiele“ und will es auch haben. Und das ist ok. Manchmal bekommt sie es und darf darauf Fotos schauen oder ein kindertaugliches Spiel spielen. Finde ich völlig in Ordnung, denn mein Kind wächst in einer sehr medialen Welt auf. Ich will, dass sie den Umgang damit lernt, ohne sich darin zu verlieren. Das ist schwierig. Und nicht super-mega-klasse. Aber ihr den Zugang dazu verbieten, möchte ich eben auch nicht. Genauso wenig wie mir selbst ;) .

WAR FRÜHER ALLES BESSER?

Ähnlich anstrengend wie das Handy-Thema finde ich, wie schnell wir als Helikopter-Eltern abgestempelt werden, wenn wir eben mal NICHT nebenbei was anderes machen, sondern auf dem Spielplatz die ganze Zeit neben unseren Kindern stehen und aufpassen, dass sie nicht stürzen, Zigarettenstummel futtern oder mit dem Arm eine öffentlich Mülltonne auswischen. „Früher wurden die Kinder einfach zum Spielen rausgeschickt. Dann stromerten sie durch die Natur und hatten die Freiheit, sich selbst zu entdecken“, lese ich oft, wenn es darum geht, wie sehr wir unseren Nachwuchs heutzutage bedrängen und wie viel besser es früher für die Kleinen war. Und ich muss zugeben: Klingt erst einmal richtig. Aber mal ganz davon abgesehen, dass die Art des „freien“ Spielens und Entdeckens heute wie früher wohl stark vom Wohnumfeld abhängt, waren dafür FRÜHER andere Sachen nicht so prickelnd für Kinder. Prügel zum Beispiel galt wirklich lange als pädagogisch absolut vertretbar. Kinder unangeschnallt im Auto mitfahren zu lassen und sie dabei auch noch mit Zigaretten-Qual zu vergiften war völlig normal. Das gute Holzspielzeug war mit bleihaltiger Farbe bemalt. Und Sonnencreme wurde gerne mal durch schlichte Nivea ersetzt. Auch all das gehört zu dem besseren FRÜHER. Oder?

Ich glaube, es ist so: Jede Eltern-Generation kämpft gegen Widrigkeiten – sie sind halt unterschiedlich; unterliegen wie alles dem Wandel der Zeit. Die vielleicht größte für uns Mamis heute ist die, dass es so viele Stimmen bzw. Sprachrohre wie nie zuvor gibt, die uns sagen wollen, wie wir als Eltern sein müssen, um glückliche, gesunde Kinder großzuziehen. Deshalb denke ich, die MAMI-SUPERKRAFT unserer Zeit ist, dass wir irgendwann im Laufe unseres Mutter-Daseins lernen, uns nicht mehr verrückt machen zu lassen und uns nicht jeden Schuh anzuziehen, der uns an den Kopf geworfen wird. Wie sind schließlich nicht wirklich alle schlechte Mütter. Ganz im Gegenteil: Wie schon unsere eigenen Mütter, Großmütter und Ur-Großmütter sind wir – jede für sich – einfach nur die besten Mamis, die wir sein können <3

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41 Kommentare für “Wir, die „schlechte-Mütter“-Generation

  1. Hallo,
    Oh, Du glaubst nicht, wie gut mir der Artikel gerade heute getan hat. Ich hatte wieder eine schlechte Nacht, war also folglich völlig übermüdet und bin dadurch in Selbstzweifeln zerflossen! Noch dazu geht mir ein Artikel, den ich vor ein paar Tagen angelesen habe, darüber wie schrecklich die Leo Lausemaus Geschichten sein sollen nicht aus dem Kopf. Ich dachte bei der Mama von Leo Lausemaus nur, endlich mal eine Mutter mit Ecken und Kanten, mit der ich mich auch identifizieren kann, oder der ich mich zumindest näher fühle als die ganzen glattgebügelten Mamas in anderen Kindergeschichten. Jedenfalls hat die Autorin dabei noch geschrieben, wie ungeliebt sich der kleine Leo fühlen muss etc. Das war dann echt für mich zu viel. Hat die Selbstzweifelspirale erst recht zum laufen gebracht.
    Deinen Artikel heute zu lesen war also wirklich Balsam für meine Seele! Ich fühl mich gleich weniger allein 💚

  2. Einfach Danke dafür

    Ich musste mich am Anfang sogar rechtfertigen warum ich nicht Stille und das auch noch vor einem Mann …..

    Tja wenn deine Brustwarzen blutig sind dein Kind nicht satt wird und der Start auf Grund einer Notfallsituation erstmal getrennt wurde ist das eben so eine Sache …. Männer eben
    Was Väter machen ist eben immer richitg nur die Muttis Machens falsch???? :D

  3. Ohja, wir Eltern haben heute soviel Möglichkeiten,soviel Input aber das bedeutet eben auch soviel mehr Zerrissenheit und Anstrengung die richtigen Entscheidungen für seine Familie zu treffen. Und was bei Kind 1 noch wichtig und richtig war ist es bei Nummer 2 vielleicht gerade deshalb nicht mehr..es gilt den richtigen Weg für die eigene Familie zu finden..aber selbst wenn man das Gefühl hat diese Aufgabe gelingt,dann sollten wir gespannt bleiben,was unsere Kids uns später vielleicht vorhalten und bei ihren Kindern definitiv anders machen wollen🤷 ich glaube fehlerfrei kommt da keiner raus😆🙈

  4. Vielen Dank, das ist toll auf den Punkt gebracht und spricht sicher vielen aus der Seele.
    Ich lebe meine Mutterrolle genau gleich und nenne mich in manchen Momenten ironisch “Mutter des Jahres”. Aber Fakt ist, meine Jungs und ich sind glücklich und keine Situation eskaliert aufgrund von überzogenen Erwartungshaltungen und unnötigem Perfektionismus.
    Jede Elterngeneration hat es mit neuen Herausfordeungen zu tun und gerade beim Thema Medien, kann nicht der weg sein sie einfach wegzuschließen, denn sie begegnen unseren Kindern ständig im alltäglichen Leben. Wichtig ist ihnen den veranwortungsvollen Umgang und Medienkompetenz beizubringen und nicht es zu tabuisieren. Die Dosis macht schließlich die Toxis. Liebe Grüße

  5. Das hab ich jetzt wirklich mal gebraucht. Ich habe geschmunzelt und gekichert und mich in deiner Erziehung wieder gefunden und das während mein 5jähriger Zwerg noch neben mir schläft, weil er einfach mal bei Mama schlafen wollte…Herrlich. weiter so.

  6. Oh man, ich kann Dir nur zustimmen. Ich habe eine Freundin (die Freundschaft überdenke ich gerade ziemlich), die es jedesmal schafft, mir ein schlechtes Gewissen zu machen. Mein Sohn (20 M.) liebt eine Hundeserie über alles! Er darf alle paar Tage zwei Folgen gucken. Es entspannt ihn und ich schaue entweder mit oder ich tu in der Zeit was im Haushalt. Als ich ihr letztens davon erzählte, war sie ganz schockiert. Kinder in denn Alter werden davon extrem unruhig und bekommen ADHS. Dann isst mein Sohn gerne mal Pommes und Nuggets aus einem Fastfood Restaurant (einmal im Monat nach dem Schwimmen mit der Familie), wie kann man seinem Kind nur so ungesundes Zeug anbieten! Als sie zu Besuch bei uns war, hat mein Mann sich auf denn Balkon (Türe zu und alleine draußen) eine geraucht, was sein gutes Recht ist! Dann kam sofort von ihr, ich soll ihren Sohn von der Tür wegnehmen (sie stillte gerade ihr Baby) weil mein Mann ein schlechtes Vorbild für ihn ist!

    Ich weiß langsam nicht mehr wie ich mit ihr umgehen soll, immer diese vorwurfsvollen Aussagen mir ggü. Und das beste ist, ihr Sohn ist ein überdrehtes, schlagendes und freches Kind und mein Sohn ist ein ausgeglichener und liebevoller Sonnenschein..woran liegt es wohl? :-D

    1. Als Mama eines überdrehten, beißenden und frechen Kindes: Bitte sag nicht so lapidar, dass das natürlich die Schuld der Mama ist, dass das Kind so ist. Das sehe ich in den Blicken der Anderen so oft. Wir versuchen wirklich unser Bestes, unsere Rabauken großzuziehen und haben oft genug Selbstzweifel, dass wir etwas falsch mache. Nein, Kinder sind unterschiedlich, und auch wilde Kerle sind auf ihre Art liebenswert. Damit bist du nicht besser als deine Freundin….

    2. Haken dran und neue Freunde suchen. Es wird ja bei Kind 2 nur noch schlimmer… Wer will sich von seinen Freunden (was ja bekanntlich die ausgesuchte Familie ist) ständig sagen lassen, dass man alles falsch macht?!

  7. Hallo,das ist ein wunderbarer Bericht, meine Oma sagt immer:” in der Erziehung,egal wie man es macht,macht man es falsch”! Zumindest in mancher Augen… Ich denke man sollte man selbst sein und die Kinder sind alle Einzigartig…
    Liebe Grüße Vanessa

    P.s. Erziehung kann man sich schenken,unsere Kinder machen uns sowieso alles nach 🙈🙊

  8. Ja ja ja, und JA! Wie schön es ist, DAS zu lesen. Ich versuche mich immer wieder an die Gedsnken zu krallen. Mal mehr und mal weniger erfolgreich. Ich vermeide es bereits, irgendwelche Erziehungsratgeber zu lesen (online, Bücher fasse ich schon seitdem meine Kinder 6 Mobate alt waren nicht mehr an). Es hat fast 3 Jahre gebraucht bis mir die familiären Ratschläge nicht mehr die Stirnader pulsieren ließen. Verunsicherung und Zweifel waren immer dabei. Dabei wäre dieser zusätzliche Stress doch völlig überflüssig gewesen. Ich liebe meine Kinder so unbeschreiblich doll. Würde wortwärtlich ALLES für sie geben. Und das ist doch der entscheidende Punkt. Sie werden keine schlechten Menschen, wenn sie mal zu lange fernsehen oder ich mit ihnen schimpfe oder mein Handy in der Hand halte oder es nur Nudeln mit Ketchup gibt oder oder oder.
    Ich liebe sie. Ganz einfach. Und das zeige, sage, singe, male, tanze ich ihne jeden Tag (vor).

  9. Oh. Mein. Gott.
    DANKE.
    Ich bin ständig hin und her gerissen zwischen „ich folge meinem Bauchgefühl als Mama“ und den tausendachthundertdreißig Problemen, die die Medien mir mit meinem und der Erziehung vorhalten. Und nach deinem Artikel hatte ich das erste mal seit langem wieder das Gefühl, dass es ok ist, nicht allen Ratschlägen folgen zu wollen, sondern einfach mal dem Gefühl zu trauen, dass ich schon weiß, was mit meinem Kind beziehungsweise in unserer Familie funktioniert.
    Danke dafür!
    Sandra

  10. Toller Artikel, danke! Ich bekomme oft das Gefühl, alles falsch zu machen. Dabei denke ich auf der sachlichen Ebene, gerade wir machen eine ganze Menge richtig.

  11. Ich schreibe eigentlich nie Kommentare, aber heute musste ich unbedingt ;) Selten habe ich einen Bericht so gefeiert wie diesen heute!!! Es tut unendlich gut sowas zu lesen und zu wissen man ist mit seiner Meinung nicht alleine. Bei meinem großen wusste schon jeder besser was für mein Kind gut ist, aber aktuell erwarte ich Zwillinge, da wird das Besserwissen, bevormunden und kritisieren nochmals auf eine höhere Stufe gesetzt! Als ob mein Mann und ich noch nie in unserem Leben mit einem Kind zu tun hatten..
    Ein hoch auf uns “schlechte Mütter” :)

  12. Hallo, ihr Lieben, zu allen Zeiten gab es die Menschen, die sich über andere das “Maeulchen” zerrissen haben, vermutlich nur zu Kriegszeiten nicht, denn da hatte die Menschheit andere Probleme… Aber was wirklich nicht stimmt, ist, dass Rabenmuetter in der Natur schlechte Mütter wären! Sie sind nicht nur intelligent, sondern sind ausgezeichnete und vorsorgliche Mütter. Liebe Grüße Christiane Ps: Selbst mit nun 53 Jahren mache ich mir Gedanken über meine mittlerweile erwachsene “Brut”, vermutlich bis zum Lebensende :-)

  13. hach, wieder ein Genuss in der “Kind-schläft-zum-Glück noch”-Mama-Pause. Ich kann mich dir nur voll anschließen! zum Glück ist meine Familie nicht so schliumm mit ratSCHLÄGEN, aber meine schwiegerfamilie kann es dafür um so besser :-( bei Außenstehenden sind die Ohren eh auf Durchzug. Zu dem Abschnitt in dem die Omi an der Supermarktkasse vor kam: wenn das Kind schreit > wieso lässt die böse Mama denn das Kind so schreien und wenn man das Kind zurechtweist > Die böse Mama muss das arme Kind aber nicht so anschreien (weil die 50 Neins vorher ja so tolle Wirkung hatten) grrrrr zum Glück macht mein Mann den Wocheneinkauf :-D

    freu mih wieder von dir zu lesen

  14. Liebe Anke,
    toll auf den Punkt gebracht. Nur nicht beirren lassen und einfach auf dein Mama Gefühl hören, dann ist alles richtig :-) und Fehler die man doch mal macht die verzeihen einem die Lütten weil sie wissen Mama ist die beste :-)
    Meine beiden sind 25 und 29 und als die Große zur Welt kam war ich grad 19 (Teeniemama würd man heute sagen) was da alles an Erziehungsratschlägen ungefragt kam kannst du dir bestimmt vorstellen *brrr…..
    Mein Spruch war immer :”Mein Kind meine Erziehung, bei eurem könnt ihr es gerne anders machen.”
    Die schönste Bestätigung das man eine gute Mama ist kommt dann wenn die Erwachsenen Kinder dir sagen das sie ihre Kindheit toll fanden.

    Freue mich auf deine nächsten Artikel, lese dich so gerne :-)

    Liebe Grüße
    Aurelia

  15. Ach wie wahr wie wahr. Schöner Verschreiber mit der Zigaretten-Qual oder doch Absicht ??!
    Bezüglich der Gehirn-Abgabe… Keine Ahnung wie die Leute im Umfeld immer darauf kommen, dass sich in der Schwangerschaft selbiges zur Kindesentwicklung auflöst. Immer dieses “und das trägst du nicht” und später dann “ewig wird es mit der Schlepperei ja auch nicht mehr gehen, daundda gibt es einen günstigen Buggy”.
    Ich dachte irgendwie, dass es mein Kind ist und unser Leben und genauso halte ich es auch mit ganz viel Durchzug in den Ohren. ?
    Schön wäre es ja, wenn all die ganzen Besserwisser diesen Text auch lesen würden.
    Schon mal über einen Vertrag mit einschlägigen Käseblättern nachgedacht?!

  16. Das spricht mir aus der Seele! ☺
    Selbst meine Arbeitskollegin und eine befreundete Mutter nerven mich mit dem Spruch “Wie deine Kleine schläft noch nicht in ihrem eigenen Bett, die wirst du da nie raus bekommen”
    ??
    Ich finde man sollte jeden seine Kinder so erziehen lassen, wie das eigene Gefühl es einem sagt

    1. Ganz genau! Lass dir nichts einreden – irgendwann ziehen auch unsere Mädels in ihr eigenes Bett um. Und solange genießen wir es einfach, sie bei uns zu haben ?

  17. Ach, und ich dachte alle Muttis geben beim Geburts-Check-In ihr Gehirn mitsamt ihrem gesunden Menschenverstand ab…
    So kommt man sich zumindest vor! Man wird von allen Seiten bevormundet, das fängt ja an, wenn man sagt “Ich bin übrigens schwanger…”.
    Dass mit den 5 “Jas” auf ein “Nein” das ist ja wohl ein Witz!

    1. Richtig! Und nein, kein Witz. Wenn ich das beherzigen würde, müsste mein Kind später ins Bett gehen, weil ich noch soviele Jas loswerden müsste :D

      1. … und wenn dann eeeeeendlich alle Jas gesagt worden wären würde das Kind zum Abschluss des Tages fragen: “Darf ich noch ne Tafel Schokolade als Betthupferl haben?”

  18. Recht hast du. Solange ICH verantworten kann, dass mein Kind auf die Menschheit losgelassen werden kann, sollen sich andere raushalten…

  19. Danke! Einfach nur danke, dass sich endlich jemand traut, es mal so deutlich auf den Punkt zu bringen! Als würde man aus meiner Seele schreiben! Herrlich ehrlich und genauso lustig!