Krümel-Chroniken

KRÜMEL-CHRONIKEN: 5. UND 6. (LEBENS-)WOCHE

Obwohl ich ja eigentlich absolut überzeugt davon bin, dass ich mich diesmal deutlich besser im Wochenbett mache (jaaaaa, trotz meiner stetigen Beckenboden-Schonungszeit-Missachtung ;) , ist es doch wieder gezeichnet von emotionalen Hochs und Tiefs. Naja, muss wohl so sein … ist ja auch wieder eine irre Umstellung von drei auf vier Familienmitglieder. Dazu kommt der Geburtstag der Mausemaus, der mich immer etwas melancholisch stimmt (es geht einfach so schnell – bald braucht sie mich nicht mehr! *heul*), den körperlichen Mankos, an denen ich knabbere, und dem doch mittlerweile recht ausgeprägten Schlafmangel. Gerade letzteres sorgt natürlich dafür, dass ich geistig eher auf Tiefflieger-Basis arbeite und gedanklich oft abschweife. Aber was solls – es geht ja vorüber. Irgendwann. Hoffe ich! ;)

5. WOCHE MIT DEM KRÜMELCHEN

BABY-STATUS:
Körperchen: Ich sehe und spüre wie mein kleines Baby rasant wächst. Er passt zwar noch in 56er Strampler, aber einige werden schon knapp. Nicht nur in der Länge, sondern auch in der Breite … das Krümelchen legt nämlich langsam echten Babyspeck an und ich finde es hinreißend. Naja, ich finde ihn ja eh mächtig zum Anknutschen <3 Er ist aber auch Zucker. Und da kann auch die aktuell heftige Neugeborenen-Akne nichts dran ändern.
el. Natürlich stütze ich ihn, aber er spannt dabei alles an, was er hat und gibt Laute wie ein fröhlicher Seehund von sich. Ach, ich könnt ihn fressen!
Können/Verhalten: Der kleine Mann trainiert ganz fleißig den Kopf zu halten. Wenn er wach ist, will er eigentlich nur so getragen werden, dass er über meine Schulter gucken kann … wie ein kleiner Wackeldack.
Schlaf-Elend: Etwas weniger schnuckelig finde ich meinen Sohnemann nachts. Er mag einfach nicht schlafen. Also jedenfalls nicht länger als 1,5 Stunden oder so. Die heiße 7 hat daran auch nichts geändert, ebenso wenig wie mein Zuckerentzug. Erst als ich aufgegeben und mir gesagt habe, dass das Krümelchen offenbar gerade einfach nicht mehr am Stück schlafen KANN, hat er mir mal 2,5 Stunden gegönnt. In einer Nacht sogar zweimal hintereinander! Ein Traum!

MAMA-STATUS:
Gewicht: 73 Kilo. Tja, es geht sehr, sehr langsam vorwärts. Ich gehe mal davon aus, dass die Kilos schneller purzeln würden, wenn ich mich mehr bewegen würde. Hat nach der Geburt der kleinen Madam auch Wunder gewirkt, dass ich jeden Tag beinahe 10 Kilometer gelaufen bin – gezwungenermaßen, weil die Mausemaus ja nur im Tuch oder im sich bewegenden Kinderwagen geschlafen hat. Und da ich Rückenschmerzen hatte, musste ich viel schieben ;) . Würd ich jetzt auch gern wieder machen, aber ich glaube, mein Körper ist noch nicht ganz so weit.
elleicht irgendwann ;) .
Umfang: 96,5 cm. Ich muss zugeben, dass mich das etwas frustriert … nein, SEHR! … vor allem, weil ich durch Gewicht und Bauch jetzt in dieser „Zwischenwelt“ festhänge – Schwangerschaftsklamotten sind zu groß, meine normalen zu klein. Darin sehe ich aus wie eine Presswurst und überraschenderweise (NICHT!) finde ich das grässlich. Ich habe mir deshalb wenigstens mal ein paar neue Shirts gekauft. So Flatterhemden. Die flattern zwar gerade nicht an mir, aber vielleicht bald ;) .
Und sonst so: Mein Beckenboden wird besser … im Schnarchnasen-Schneckentempo, aber dennoch spürbar. Ich habe nicht mehr direkt nach Verlassen des Hauses das Gefühl, dringend pinkeln zu müssen, sondern erst nach 300 Metern. Immerhin!
Abgesehen von meinem Blasen-Problem scheine ich dem Krümel den Spaß mit der Neugeborenen-Akne nicht alleine zu gönnen und ziehe mit: Ich sehe am Kinn aus wie er auf Stirn und Wangen – wie ein Streuselkuchen. Dazu kommt so unglaublich trockene Haut, dass jedes eigentlich noch so zarte Fältchen plötzlich aussieht wie eine metertiefe Furche. Ganz übel ist es nach dem Duschen und VOR dem eincremen – als wäre ich 40 oder so! Ach, warte mal, ich werde ja bald 40! Na, dann liegt’s vielleicht daran :D .

Mein erstes Kind, meine kleine Madam, ist diese Woche drei Jahre alt geworden. Wahnsinn, dass sie jetzt schon so groß ist, so eigenständig, so erschreckend frech manchmal und trotzdem immer so wundervoll. Ich empfinde das wahrscheinlich noch viel stärker, weil ich den ganzen Tag das Krükruemel_chroniken_5-6melchen vor Augen habe, das aktuell noch so rein gar nichts kann, nur weint, trinkt, schläft und Pupu macht. ER ist eben ein Baby, während SIE ein richtiges Kind ist, das mir den ganzen Tag ein Ohr abquasselt, mit mir um Gummibärchen feilscht, eine eigene Meinung zu ALLEM hat und wirklich keinen Zweifel daran lässt, dass sie KEIN Baby mehr ist. Ich bin so stolz. Und auch ein bisschen wehmütig. Wie schnell sie tatsächlich groß werden, sehen wir Mamis doch immer nur zwischendurch, wenn wir mal einen Schritt zurücktreten und unsere Kinder mit etwas Abstand bewundern … und dann erschrecken wir ein bisschen, weil wir Angst bekommen, dass es ZU schnell geht. Aber es hat alles seine Richtigkeit. Und das kann ich sagen … weil ich GOTTSEIDANK gerade wieder ein Baby im Arm habe, in dessen zarte Halsfalte ich meine Nase stecken und flüstern kann: „DU bleibst aber bitte noch lange so klein!“ :D

Lange Rede, kurzer Sinn: Für mich war diese Woche ganz schön emotional. Und stressig, denn obwohl hier niemand so richtig fit war und ist, konnten wir den Geburtstag natürlich nicht ausfallen lassen. Allerdings haben wir – um weder den immernoch kranken Papa, noch das Baby zu überlasten – die Party etwas aufgesplittet und nicht an einem, sondern an drei Tagen gefeiert, so dass nie mehr als drei Kinder und deren Eltern gleichzeitig hier waren. Ob das jetzt wirklich entspannter war, als einen Tag mit voller Hütte, weiß ich rückwirkend nicht. Aber vorher klang es in meinen Ohren wie eine gute Idee (möglicherweise immer ein Indiz für das Gegenteil ;) ).

Ja, es war anstrengend, aber auch total schön. Sogar das Krümelchen hat tapfer mitgefeiert und tagsüber einfach bei mir im Tragetuch alles verschlafen. Mittlerweile habe ich allerdings das Gefühl, ich trage ihn rund um die Uhr. Ist auch fast so: Morgens ca. 2 Stunden, damit ich frühstücken, ein bisschen aufräumen und schreiben kann. Dann Mittags nochmal 2 Stunden, weil ich die Mausemaus aus der Kita abhole und das allein schon eine Stunde dauert – ich packe ihn aber schon vorher ein, wenn er müde ist und lasse ihn meist noch drin, um Mittag essen zu können. Nachmittags sind wir dann meist unterwegs … ca. drei Stunden im Durchschnitt … und dann ist der Krümel ebenfalls im Tragetuch, weil er den Kinderwagen ja nicht gerade liebt. Bzw. glaube ich, dass er das auf dem Rücken liegen nicht mag, weil er schlechter Luft bekommt durch seine immernoch etwas schnupfige Nase. Nachvollziehbar also. Und für mich eh praktischer. Dennoch merke ich abends dann, dass ICH durchaus mal ein bisschen auf dem Rücken liegen wollen würde – vorzugsweise ohne Baby irgendwo am Körper. Das kommt aber aktuell eher sehr selten vor, denn abends startet der kleine Herr dann noch als Highlight seine Schreiattacken, die ich nur „abstellen“ oder zumindest eindämmen kann, wenn ich … Trommelwirbel … das Tuch auspacke! Mache ich auch, weil ich dann wenigstens die Mausemaus ins Bett bringen und ihr noch was vorlesen kann, während ich mit dem Baby im Tuch wippend an ihrem Bett stehe. So sind alle glücklich, also ist das der richtige Weg für uns ;) .

Natürlich gibt es jene, die sagen, ich verwöhne mit meinem Verhalten das Baby, weil ich mich seinem Willen, immer getragen zu werden, beuge und damit selbst schuld bin, wenn er ein verzogenes Balg wird. Ich glaube jedoch nicht daran. Ich glaube stattdessen all den Hebammen, die ich kenne, dass man einen Säugling nicht verwöhnen KANN und das mein Baby einfach nur da sein möchte, wo es sich am wohlsten fühlt – nämlich ganz nah bei der Mama. Und wer kann ihm das schon verübeln. Ich jedenfalls nicht ;) .

6. WOCHE MIT DEM KRÜMELCHEN

BABY-STATUS:
Körperchen: Ein paar der 56er Strampler musste ich jetzt doch schon mal wegpacken – der Krümel wächst tatsächlich raus. Wobei es ihm etwas an Gleichmäßigkeit mangelt ;) . Der Rumpf scheint etwas flotter länger werden zu wollen, als die Beinchen, denn da passen die Klamöttchen eigentlich bzw. bieten sogar noch richtig Platz, während ich die Knöpfe auf den Schultern kaum mehr zubekomme. „Perfekte Sportler-Figur“, meint der Mann und träumt offenbar bereits von einer olympischen Karriere des Söhnchens :D .
Was das Gewicht angeht, kann ich nur raten (weil ich immer vergesse, den Krümel mal mit auf die mir verhasste Waage zu nehmen) … aber mehr als 5 Kilo hat er garantiert! Und ich glaube, der Jung plant da was … er kurbelt nämlich die Milchproduktion heftig an, indem er im Prinzip seine ganze Wach-Zeit an der „Bar“ verbringen will. Typisch Mann ;) .
Können/Verhalten: Diese Woche hat er zum ersten Mal richtig gelächelt. Ich habe ihn mir im Bett auf den Schoss gelegt und da hat er mir ganz fest in die Augen gesehen und gelacht. Meine Reaktion? Ich habe geheult :D Oh man, Hormone, ey. Ich muss tapferer werden, denn der kleine Mann scheint seinen ersten fetten Entwicklungsschritt oder „Sprung“ abgeschlossen zu haben, reagiert plötzlich richtig auf mich, lacht und fixiert Spielzeug. Und ich finde all das so rührend und zauberhaft schön, dass ich im Prinzip permanent heule. SO GEHT DAS DOCH NICHT!!!!
Schlaf-Elend: Was das angeht, heule ich zwar auch manchmal, aber nicht direkt aus Mutterglück. Eher aus dem Gegenteil. Wobei es eigentlich etwas besser wird. 2-3 Stunden am Stück schläft er mittlerweile durchaus mal. Zumindest zu Beginn der Nacht. Ab 1 Uhr wird’s unangenehmer. UND der feine Herr hat seine Pupu-Ausscheidungen gänzlich in die Nacht verlegt – so gegen 4:30 Uhr knattert es böse in der Windel. Positiv gesehen kann man hierbei vom ersten Rhythmus sprechen. Da ich aber nicht der positivste Typ bin, spreche ich lieber vom grellgeben Grauen, das ich jede Nacht schlaftrunken und im Halbdunkeln bewältigen muss … und dabei stets versage. DAS erkenne ich aber erst ein paar Stunden später, wenn ich das Schlachtfeld auf dem Wickeltisch bei Tageslicht bewundere ;) .

MAMA-STATUS:
Gewicht: 73,5 Kilo. ICH! KANN! NICHT! AUFHÖREN! (KUCHEN) ZU! ESSEN! Manno! Wo ist denn meine Selbstkontrolle hin??? Normalerweise bin ich durchaus in der Lage, NEIN zu sagen und einfach mal ein paar Tage (oder Wochen) auf die ganz fiesen Sachen zu verzichten. Chips ausgenommen. Auf die kann ich leider nie verzichten ;) . Aber auf alles andere schon. Nur wenn diese vermaledeiten Schwangerschafts- oder Stillhormone im Spiel sind, kacke ich völlig ab und fresse im Prinzip wahllos alles was rumliegt. ÜBERRASCHENDERWEISE hilft das so gar nicht beim Abnehmen. Na sowas ;) .
Umfang: 94 cm. Oha, dass ist doch viel erfreulicher als der Blick auf die Spielverderber-Waage. 2,5 cm weniger im Umfang als letzte Woche. Und ich habe beim Messen nicht den Bauch eingezogen. Echt nicht! Warum DAS jetzt plötzlich fluppt, weiß ich aber wirklich nicht – ich hab nix gemacht.
Und sonst so: Langsam leidet mein Rücken. Das Krümelchen mag nämlich immernoch nicht irgendwo anders schlafen als bei der Mama im Tragetuch. Und er schläft viel (außer nachts, versteht sich ;) ) … ergo trage ich viel. Wir kriegen aber auch den doofen Schnupfen nicht ganz weg (weder beim Mini-Kind, noch beim Großen – da scheint immer sofort was Neues zu kommen. Ich hasse Winter!!!!). Allerdings muss ich zugegeben, dass ich die Tuch-Nummer ja eigentlich mega gut finde; ich kann den Baby-Schlaf ein bisschen steuern (er pennt fast immer sofort ein, wenn ich in einwickle und wird wach, wenn ich ihn ablege) und ich schaffe dadurch ein bisschen was. Hach, mein Rücken soll sich einfach nicht so anstellen :D .

Beim zweiten Kind wird alles anders! Diesen Satz habe ich in der Schwangerschaft mit dem Krümelchen so oft gehört, dass ich jetzt förmlich konditioniert darauf bin, ständig nach Unterschieden zwischen den beiden und auch in meinem eigenen Verhalten zu suchen. Mein Ergebnis bisher: Ich hatte irgendwie mehr ANDERS erwartet. Klar, unterschiedlich sind die Kinder auf jeden Fall. Der Krümel sieht ganz anders aus als seine Schwester, er ist größer und schwerer als sie in diesem Alter, er scheint körperlich noch aktiver werden zu wollen als sie – vor allem schneller – und … er hat einen Schnipie ;) . Ansonsten sind es eher nur Nuancen, die die beiden unterscheiden. So kann ich mein Söhnchen durchaus mal schlafend ablegen (wenn auch nur kurz), was bei meinem Töchterchen zu keinem Zeitpunkt eine Option war. Sie wurde immer sofort wach und war dann stinksauer, dass ich es gewagt hatte, sie von meinem Körper zu entfernen. Der Krümel nimmt es wenigstens kurz mal hin, manchmal schläft er sogar noch ein Stündchen weiter, so dass ich tatsächlich mal irgendwas ohne Kind vor der Brust machen kann.

Gemessen an der kleinen Madam schläft der Junge sogar besser, was aber im Vergleich mit anderen Kindern immernoch unterirdisch ist – gefühlt für mich also kein großartiger Unterschied. Er ist aber definitiv nicht so Geräuschempfindlich wie seine Schwester. Ich vermute, man könnte neben ihm ein Haus sprengen und er würde nicht wach werden. Wahrscheinlich ein notwendiges Talent der Zweit-Geborenen, denn die ersten neigen schließlich dazu, neben dem Baby lauthals zu singen, Autos von der Couch stürzen zu lassen oder gar Fußball zu spielen. Die zweiten Kinder MÜSSEN so richtig abschalten und alles ausblenden können, sonst würden sie ja bekloppt werden. (Würde ich im Übrigen auch gerne können, denn der aktuell von der Mausemaus vorgegröhlte 24 Stunden-Sound-Track der grauenvollen Conni-Serie lässt meine sowieso schon stark durch Schlafmangel ausgedünnten Nerven fast gänzlich explodieren.)
Tja … und sonst ist da noch nicht so viel ANDERS. Aber der Krümel ist ja auch wirklich noch winzig. Da kommt sicher noch was ;) .

An mir sehe ich allerdings schon jetzt Unterschiede zwischen meinem Verhalten vor drei Jahren und heute. Wobei ich immernoch ich bin. Ich will zu früh zu viel, höre nicht auf die von meinem Körper angedeuteten Grenzen und noch weniger auf die verbal von meinem Mann geäußerten „Vorschläge“ mich mehr zu schonen. So bin ich nun mal. Trotzdem empfinde ich mich selbst diesmal als ruhiger und gelassener – zumindest in der Hälfte des Tages, in der ich nur den Säugling zu Hause habe, weil die kleine Madam in der Kita ist. Allein mit meinem Söhnchen bin ich entspannt und schaffe so ziemlich alles, was ich mir vornehme, weil ich weiß, wie ein Baby tickt und wie ich meine Bedürfnisse elegant um seine basteln kann, damit wir beide glücklich sind. Nachmittags hingegen bin ich wieder die Neu-Mama. Eigentlich logisch, denn man wird ja beim Zweiten tatsächlich nochmal NEU Mama – nämlich Mama von zwei Kindern. Nur das nicht das NEUE Kind die NEUEN Anforderungen stellt, sondern in erster Linie das bereits vorhandene. Klingt verwirrend – ist es auch.
Plötzlich die Große zu sein gefällt der Mausemaus enorm gut, verunsichert sie jedoch genauso. Und mich ebenfalls. IHRE Ansprüche, die einer kleinen, großen Schwester an mich sind jetzt das Neuland – nicht die des Säuglings, denn die kenne ich. Doch was ein Kind braucht, das bis vor wenigen Wochen der Nabel meiner Welt war und diese Position nun teilen muss, erfahre ich erst jetzt. Abgesehen davon macht die Mausemaus gerade so schnell existenzielle Entwicklungsschritte, dass ich kaum hinterherkomme mit dem Anpassen meiner hoffentlich zumindest einigermaßen brauchbaren pädagogischen Antworten auf ihre nagelneuen, nicht immer erfreulichen Verhaltensweisen. Und dann habe ich ja im Prinzip zu jedem Zeitpunkt das Krümelchen umhängen. Ich bin also körperlich nicht zu 100 % einsetzbar, was durchaus etwas blöd sein kann, wenn sich die kleine Madam zum Beispiel in einem Tobsuchtsanfall epischen Ausmaßes auf der Straße zu Boden wirft. SOWAS stresst mich dann enorm und versetzt mich ratzfatz zurück in die emotionale Lage von vor drei Jahren … als ich so oft dachte, mein neues Leben, meine neue Rolle als Mutter, vielleicht nicht zu schaffen, weil die Veränderungen so wahnsinnig allumfassend sind und das mir anvertraute kleine Leben so atemberaubend kostbar und zugleich so beängstigend ist. Nur das meine Sorge, zu versagen, sich heute nicht mehr um ein Kind dreht, sondern um zwei. Heftig.

Ergo: Ich finde, es stimmt, das man als Mutter beim zweiten Kind lockerer ist. Allerdings hat man dann ja immernoch das erste, das einen weiterhin mit haarsträubenden Phasen das Fürchten lehrt und einen immer wieder an den Rand der Verzweiflung treibt. Aber das sind natürlich nur Momente. Denn so wie Kinder ihre Phasen haben, haben Mamis ihre Momente. Manche sind gut, manche nicht so. Aber die gehen vorbei. Und dann ist es wieder schön mit den Stöpseln … wenn sie schlafen. DURCHschlafen ;) .

PS: Ich bin diese Woche zum ersten mal wieder ganze 10 Kilometer an einem Tag gelaufen – und mein beckenboden hat es mitgemacht. Ich könnte kaum stolzer sein :D .

Dieser Text ist ebenfalls erschienen auf Eltern.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.