Neu Rabenmutter 2.0

Richtig gute Vorsätze (für Mamis)

Weihnachten ist noch nicht geschafft, da geistert schon das nächste Event durch unsere Köpfe und verlangt nach Planung und Vorbereitung: Silvester nämlich – das Ende des einen und der Anfang des neuen Jahres.

Im Gegensatz zu früher, als noch keine kleinen, irgendwann sehr müden Kinder an meinem Bein hingen, bin ich zumindest aktuell keine große Party-Granate während des Jahreswechsels, sondern lasse die ganze Nummer lieber gemütlich mit Freunden, gutem Essen, sehr wenig Alkohol und dafür extrem frühen Schlafenszeiten an mir vorüberziehen, ohne dem Ganzen größere Beachtung zu schenken. Bevor ich Mama war, tat ich das allerdings durchaus. Entweder ich fluchte lauthals und zugegebenermaßen nicht ganz nüchtern auf das beschissene Jahr, dass ich gerade überstanden hatte (sehr oft :D ) oder ich nahm den Abschied etwas schwer, wenn es mir viel Freude bescherte und mir daher in sehr guter Erinnerung bleiben würde (eher selten). Von meiner Grundstimmung abhängig waren dann auch meist meine guten Vorsätze fürs neue Jahr, die man ja irgendwie immer macht, obwohl man meist weiß, dass man sie im Leben nicht dauerhaft umsetzen wird … in meinem Fall kam es sogar vor, dass ich bereits am nächsten Morgen schlicht vergessen hatte, was ich mir überhaupt vorgenommen hatte. Manchmal nicht unpraktisch … denn bevor ich Mama war, wollte ich eigentlich gar nicht WIRKLICH mit dem Rauchen aufhören, weniger Party machen, gesünder essen, mehr sparen oder endlich mal anfangen, Sport zu treiben. :D

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HEUTE ist das natürlich ganz anders … öhm … also ein bisschen wenigstens. HEUTE rauche ich eh nicht mehr, habe keine Zeit zum Party machen und esse gezwungenermaßen zumindest ein wenig gesünder, weil ich die Kinder ja nicht von Fastfood ernähren kann (möchte ;) ). Was den Gedanken an Sport angeht, weiß ich leider, dass ein guter Vorsatz an meiner tiefsitzenden Abneigung für körperliche Ertüchtigungen wohl niemals etwas ändern wird. Und die Idee, sparsamer zu leben, wurde bereits von dem schwarzen Loch geschluckt, in dem unser Nachwuchs sowieso all unser Geld verschwinden lässt! :D Soll heißen: Ich brauche neue, gute Vorsätze, die sich tatsächlich umsetzen lassen, die zu meinem jetzigen Leben passen und es womöglich tatsächlich verbessern könnten, ohne das ich mich unangenehm verbiegen muss.

Ich habe in den letzten Tagen viel darüber nachgedacht und herausgekommen sind fünf gute Vorsätze, die mir brauchbar und sinnvoll erscheinen – für mich, aber vielleicht genauso für die ein oder andere Mama ;) :

5 gute Vorsätze (für Mamis)

  1. Häufiger mal NEIN sagen!
    Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich meine eigenen Grenzen zugunsten meiner Familie etwas aus den Augen verloren habe. Ich sage viel öfter JA, als mir gut tut, weil ich möchte, dass meine Lieben auf nichts verzichten müssen. Aber Fakt ist: Ich bin abends oft zu müde, um noch stundenlang vorzulesen, zu quatschen oder gar auszugehen. Ich möchte mich ab und zu unterhalten, OHNE 50 mal unterbrochen zu werden oder sofort einen Apfel zu schneiden. Und – so ungern ich es zugebe – ich HASSE Gesellschaftsspiele jeder Art. Ich WILL die nicht spielen. Auch nicht aus Liebe zu meinen Kindern. Muss ich eigentlich auch gar nicht, denn es gibt noch andere Menschen in ihrem Leben, die da Bock drauf haben oder mal einen Apfel schneiden können. Und selbst wenn mal nicht, werden sie dennoch glücklich weiterleben, obwohl ich mal kurz MICH in den Fokus stelle und sie dafür warten müssen. Daran werde ich zukünftig öfter denken … und einfach mal NEIN sagen.

 

  1. Weniger auf andere hören!
    Seit über fünf Jahren bin ich Mutter und ich nehme mir schon lange nicht mehr jeden unaufgeforderten Ratschlag und jede Kritik zu Herzen. Aber immer noch zu viele, wie ich finde. Ich reagiere im ersten Moment taff, habe meist einen frechen Antwortspruch parat, aber es nagt dann trotzdem oft noch an mir, wenn irgendwer so ganz anderer Meinung in Sachen Erziehung ist oder meine Kinder für etwas tadelt, dass ICH völlig in Ordnung finde. Daran möchte ich arbeiten. Ich möchte mir selbst noch ein wenig mehr Vertrauen schenken und dem Gemoser anderer weniger Wert beimessen. Es ist immer gut, sich selbst zu hinterfragen – aber es ist eben so wichtig, sich selbst zu vertrauen. <3

 

  1. Das schlechte Gewissen abstellen!
    Jeden Abend, wenn ich für die Kids das Essen mache, packe ich das iPad aus … weil sie mich sonst WAHNSINNIG machen würden mit ihrem müden Genörgel. Ich schäm mich ein bisschen für diese Regelmäßigkeit, die sich da eingeschlichen hat, aber … ich mach’s halt trotzdem. Genauso wie ich die Kinder jeden Tag Süßes naschen lasse, weil ICH es auch tue und nicht ausschließlich heimlich auf dem Klo Schokolade essen will. Und oftmals bleibe ich abends im Bett liegen, wenn die kleinen Monster endlich eingeschlafen sind und gehe NICHT mehr ins Wohnzimmer zum Göttergatten, um mir von seinem Tag erzählen zu lassen, weil ich so dicht bin mit Input durch die Kinder, dass ich einfach nicht mehr mag. Ich zieh das durch, aber ich hab ein schlechtes Gewissen … genauso wie wegen 20 anderer Sachen, die ich täglich als Mama und Partnerin „verbocke“. Doof. Das muss weniger werden im neuen Jahr – den schlechtes Gewissen macht schlechte Laune. Bei mir jedenfalls. Ich gebe jeden Tag mein Bestes. Das MUSS reichen. Und das tut es auch. Schlechtes Gewissen ist also überflüssig. Ich versuche, mich häufiger daran zu erinnern! :D

 

  1. Mehr Arbeit/Verantwortung abgeben!
    Leider, leider bin ich ein kleiner Kontrollfreak. Am liebsten mache ich alles selbst, denn dann ist es „richtig“ gemacht. Was für ein Quatsch eigentlich :D. Mein cleverer Gatte macht vieles vielleicht anders, aber im Grunde sollte ich es überleben, wenn er die Wäsche aufhängt und alles knubbelig trocknet. Hauptsache trocken. Hauptsache als Team gearbeitet. Und sogar der Nachwuchs kann toll helfen und auch mal die Mama entlasten; es dauert halt nur ein wenig länger und ja, es geht mal etwas kaputt. Womöglich die hässliche Radsport-Tasse des Mannes. Das wäre ja ein Pech. ;) Also: Ich möchte meine Familie mehr dabei einbeziehen, unser gemeinsames Leben zu „gestalten und verwalten“. Höchstwahrscheinlich profitieren da alle von. :)

 

  1. (Einfach) öfter glücklich sein!
    Ich habe alles, was ich mir als kleines Mädchen für mich gewünscht habe: Einen Mann, der mich liebt und zwei Kinder, die mich jeden Tag lächeln lassen. Ich habe ein paar wirklich fantastische Menschen in meinem Leben. Und muss aktuell nicht für Leute arbeiten, die ich eigentlich doof finde. Klar, mehr Geld wäre schön. Und vielleicht mehr Platz in der Wohnung?! Ein neues Auto müsste bald sein. Und tatsächlich habe ich gerade nur kaputte Hosen im Schrank. :D Aber hey, wen juckt’s?! Wir haben alles, was wir brauchen … es geht uns gut! Der alltägliche Kleinscheiß, der mich manchmal nervt, kann daran nichts ändern. Vorausgesetzt, ich nehme mir öfter mal die Zeit, das wirklich Wichtige zu sehen und mich darüber zu freuen … eben EINFACH GLÜCKLICH darüber zu sein! <3

 

So, die klingen doch jetzt schon mal echt gut und praktikabel. Nun muss ich sie nur noch umsetzen … voll easy, oder?! :D

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4 Kommentare für “Richtig gute Vorsätze (für Mamis)

  1. Wieder mal auf den Punkt getroffen. Sollte man sich einrahmen!
    Eine schöne und hoffentlich nicht zu stressige Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr! 😊

  2. Wow, das hätte alles (vielleicht bis auf Nr. 5) von mir sein können. Das sind wirklich tolle Vorsätze. Die würde ich gern auch übernehmen. Vielleicht wird es was, wenn man sich gegenseitig erinnert….