Geschwister-/Krümel-Chroniken

Geschwister-Chroniken: Teil 4

Weihnachten und Silvester haben wir gut “überstanden” und sind motiviert ins neue Jahr gestartet. Wir sind bereits wieder voll im Alltag angekommen und haben uns sogar gleich mal den nächsten Virus in der Kita abgeholt. FANTASTISCH! Warum sollten wir das neue Jahr auch anderes beginnen, als wir das letzte abgeschlossen haben. Ist doch schön, wenn man so bei der Sache bleibt. Also “NASE PUTZEN, MAMA!” Ich liebe es! ;)

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SÖHNCHEN-STATUS:

Körper: 3 JAHRE 4 MONATE
100 cm ist das Krümelchen jetzt lang – einen ganzen Meter groß. Krass! Gewogen habe ich ihn nicht mehr seit ein paar Wochen, aber ich würde sagen, beim Gewicht tut sich nicht viel, da er ja immer noch isst wie ein Vögelchen. Unglaublich, mit was der Floh so auskommt
… aber offenbar reicht es. Er lässt sich in Punkto Essen aber auch nicht beeinflussen, von niemandem. Nicht mal der „Gruppendruck“ in der Kita verleitet ihn dazu, mal was Neues zu probieren oder mehr zu essen. DANN ist da eben so. Es geht ihm ja gut damit. Wenn man mal von den Erkältungen absieht, die er sich einfängt, sobald er mal wieder ein paar Tage hintereinander im Kindergarten war. Aber DAS gehört halt leider zum ersten Kita-Jahr dazu. Nervt mich fast gar nicht. ;)
Können/Verhalten: Der kleine Mann wird gerade zu einer echten Petze. Ich vermute, er hat sich das in der Kita bei irgendjemandem abgeschaut, da wir das Thema bisher nie hatten, und scheint recht begeistert von dem Konzept. Ständig verpetzt er hochmotiviert seine große Schwester und betont anschließend noch, dass ER den Mist nicht gemacht hat und deshalb ein voll braves Kind ist. Naja, hoffen wir auf eine Phase, die ihn schnell langweilt. ;)
Gar keine Langeweile kommt in Sachen Schlafen auf. Da ändert sich nämlich nicht viel. Ich weiß gar nicht mehr, wann genau er damit angefangen hat, aber er pennt seit Wochen wieder wie als Baby halb AUF mir, mindestens neben mir, garantiert nur in meinem Bett und unbedingt unter meiner Decke. Ich finde das ja süß – also irgendwie – allerdings muss ich zugeben, dass ich durchaus auch mal gerne etwas mehr Platz für mich hätte, ich egoistische Mutti. ;) Ganz besonders schön ist es ja, wenn er mal wieder krank ist und ich die ganze Nacht im Hustenwind des Kindes verbringen darf. Echt voll schön! An dieser Stelle mal ein herzliches Dankeschön an mein sehr tapferes Immunsystem! Ich liebe dich!!! :D

TOCHTER-STATUS:

Körper: 6 JAHRE 3 MONAT
Dieses Kind wächst wie Unkraut! Ganze 127 cm ist sie jetzt lang und wurde zum Beispiel von unserer Lieblings-Wurstfachverkäuferin im Supermarkt unseres Vertrauens letztens nur noch aufgrund des kleinen Bruders an ihrer Seite erkannt. „Sie ist ja riesig geworden“, staunte die Verkäuferin, die einige Zeit im Urlaub war! „Und sie hat sich auch im Gesicht so verändert!“ Obwohl mir das natürlich nicht so stark auffällt, wie Menschen, die die Tochter nur ab und zu sehen, muss ich es doch bestätigen: Ihr Gesichtchen verändert sich gerade, wird noch schmaler, meinem etwas ähnlicher. Hach, es ist einfach Wahnsinn, Kindern beim Großwerden zuzusehen. Ganz einfach Wahnsinn.
Können/Verhalten: Ja, auch hier passt das Wort WAHNSINN! Aber eher im Bezug darauf, was die Tochter mit mir macht! :D Ich werd noch bekloppt mit ihrem Dickkopf und ihrem frechen Mundwerk. Von wem sie das nur hat?! *hust* Klar, ihr großes Herz und ihr jecker Humor gleicht alles aus, aber manchmal bringt sie mich echt an meine Grenzen mit ihrem Vorpubertäts-Gemecker und -Gemotze ab dem Moment, in dem sie morgens die Augen aufschlägt.
Total toll finde ich hingegen, wie viel sie aus eigener Motivation allein machen möchte und wie groß nun endlich ihre Vorfreude auf die Schule ist. Lange hatte sie überhaupt kein Interesse an diesem nächsten Schritt. Und dann keinen Bock darauf. Doch jetzt freut sie sich richtig und kann es kaum erwarten, endlich ein Schulkind zu sein und viel Neues zu lernen. SO sollte es sein! Es war also richtig, ihr das Jahr in der Kita noch zu lassen und ihr so die Zeit zu geben, sich richtig auf die Schule zu freuen. <3

MAMA-STATUS:

So alles in Allem: Obwohl ich ja letzten Monat eher so Medium-Bock auf Weihnachten und das ganze Drumherum hatte, war‘s im Endeffekt natürlich doch sehr schön – auch, weil Ferien mit den Kindern so langsam richtig entspannt sein können. Nicht immer, aber phasenweise ;) TROTZDEM bin ich froh, dass der Alltag uns wieder zurück und ein neues Jahr begonnen hat, denn so nähern wir uns mit großen Schritten dem Frühling, worauf ich mich mega freue. Obwohl … Moment … dann habe ich ja auch bald Geburtstag. SCHON WIEDER?! Und werde 43 Jahre alt! Um Gotteswillen! Vielleicht freue ich mich doch nicht so arg auf den Frühling! :D

Zack, schon haben wir 2020. Unglaublich wie die Zeit rast, dass Weihnachten schon wieder hinter uns liegt – genauso wie der Jahreswechsel. Beides haben wir eher ruhig und im kleinen Kreis verbracht. Heilig Abend waren wir nur zu viert, was echt schön und für die Kinder absolut aufregend genug war. Mehr muss eigentlich gar nicht sein. Eigentlich fand ich, dass ich die Geschenke-Flut gut eingegrenzt hatte, im Endeffekt waren es dann aber doch wieder zu viele und die Kids kaum dazu in der Lage, sich so ganz wirklich über die einzelnen Sachen zu freuen. Aber es macht halt so Spaß, Wünsche zu erfüllen … da können wir uns als Eltern nur schwer bremsen, wie wohl die meisten anderen auch nicht. Da ich aber ja aus Erfahrung weiß, dass auch Geschenke, die nicht sofort zu 100% Beachtung finden, noch Wochen später zum absoluten Highlight werden können, stört es mich null, dass ein, zwei Sachen im Moment unbeachtet in der Ecke liegen. Ihre Zeit wird kommen. ;)

Silvester haben wir – wie schon letztes Jahr – mit Freunden verbracht. Dieses Mal in ihrer Wohnung, damit sie auch mal in den Genuss einer drei Wochen nach Raclette riechenden Bude kommen. ;) Um uns den nächtlichen Heimweg mit völlig überreizten Kindern zu ersparen, übernachteten wir dort, obwohl es eigentlich gar nicht so weit gewesen wäre. Dennoch war‘s eine gute Entscheidung. Schon allein deshalb, weil der Krümel nicht so auf Feuerwerk steht und ja oftmals deutlich länger als eine Stunde geknallt wird. Da wollte ich nicht mit ihm raus müssen. Davon abgesehen haben sich alle Kinder wie jeck über die Übernachtungsparty gefreut! <3

Was mich wirklich jeden Tag freut ist: Die beiden Granaten sind ein echtes Team und kleben aneinander wie Pech und Schwefel. DAS fällt mir vor allem bei Spielplatzbesuchen auf, wenn andere Geschwister durchaus mal getrennte Wege gehen, weil sie mit ihren Freunden alleine spielen wollen. Meine beiden machen so gut wie alles zusammen. Ganz toll finde ich das und hoffe von Herzen, dass es so bleibt. Aber manchmal tut es mir auch ein bisschen leid für die anderen, die nicht so recht dazu kommen. Wir haben zum Beispiel eine kleine Freundin, die vom Alter her genau zwischen meinen beiden steht, beide ganz doll lieb hat, das Geschwister-Ding so aber nicht kennt – sie steht leider hin und wieder daneben und weint sogar, weil sie nicht weiß, wie sie Teil des Teams werden kann. Da blutet mir immer etwas das Herz, aber glücklicherweise ist die Mausemaus schon so groß, dass man ihr das dann erklären kann und schwupps nimmt sie die Freundin an der Hand und ändert das Spiel, damit es für alle passt. Große klasse!

Zuhause ist aber natürlich nicht nur Friede-Freude-Eierkuchen. Im Gegenteil. Hier geht’s oft richtig rund, wie es sich für Geschwister eben gehört: mit Gezanke, Gebrüll und Tränen, mit Rumgezicke, Petzereien und viel zu wilden Raufereien, die als Spaß beginnen und in Tränen enden. Alles ganz normal. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass wir Glück haben … dass die beiden wirklich besonders gut harmonieren und … uns sicher schon bald als Team richtig an der Nase herumführen werden. Die ersten Anzeichen sehe ich schon. ;)

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