Geburtsberichte
Leser*innen-/Geburtsberichte

Leser-Geburtsberichte: Maureen erzählt

Bericht 1: So war es bei der “Großen” (2011) 

Angefangen hat alles in der Nacht von Freitag auf Samstag. Gegen 1.15 Uhr bin ich aufgestanden, weil ich mal wieder zum Klo musste und auf dem Rückweg ins Bett tröpfelte es plötzlich. …erst hab ich gedacht, ich hätte die Blase nicht ordentlich entleert und bin wieder zurück ins Bad, aber nach ein paar Minuten war mir im Grunde klar, dass das Fruchtwasser sein muss. Also hab ich so um halb zwei meinen Mann geweckt, habe mir ein Handtuch in die Hose gelegt und wir sind zum Krankenhaus gefahren. …völlig entspannt, denn die Wehen (die ich ja nun seit der 20. Woche immer mal wieder hatte, waren jetzt weg!!!) Gut, die Fahrt zum Krankenhaus hat das für meinen Mann natürlich deutlich weniger stressig gemacht. Im Krankenhaus angekommen hat mich die Hebamme dort begrüßt, ans CTG angeschlossen und untersucht. Die Wehen blieben weg, das CTG ansonsten war unauffällig und die Untersuchung ergab einen seit einiger Zeit bereits unveränderten Befund (Mumu 2cm, Gmh weg) und die eindeutige Erkenntnis, dass das definitiv Fruchtwasser ist, was ich da verliere.

Also wurde mir ein Zugang in den Arm gelegt, verschiedene Röhrchen Blut abgenommen und ich anschließend auf Station geschickt mit den Worten: “Dem Kind geht es gut. Wir warten jetzt auf die Wehen, das dauert im Normalfall nach Blasensprung nicht allzu lange.” Mein Mann ist nach Hause gefahren, um zu schlafen.

Gut, Normalfall war meine ganze Schwangerschaft ja irgendwie eher selten, also wurde ich am Morgen wach, ohne Wehen, aber immerhin war ich halbwegs ausgeschlafen. Dann wurde wieder CTG geschrieben – ohne Änderung und die Ärztin sprach mit mir über das weitere Vorgehen. Sie wollten 24 Stunden nach Blasensprung erst einmal eine sanfte Einleitung über Tabletten versuchen. Da der Befund ja durchaus geburtsreif sei, sollte das vielleicht reichen, um der Gebärmutter den entsprechenden Stupser zu geben. Bis dahin erst einmal abwarten und spazieren gehen.

Vier Stunden später sollte ich wieder im Kreissaal erscheinen. Dort war aber mittlerweile die Hölle los und der leitende Oberarzt hatte angeordnet kein weiteres Chaos zu schaffen und weiter Einleitungen zunächst einmal auszusetzen, weiterhin aber die Vitalfunktionen des Kindes über CTG zu prüfen. So wurde bis zum späten Abend immer mal wieder ein CTG geschrieben, aber es blieb so unauffällig, wie seit mindestens 10 Wochen nicht mehr.

Wie oft hatte ich mir so ein CTG gewünscht und jetzt als ich doch endlich Wehen haben wollte, waren sie einfach weg. Irgendwie fand ich das zwar gemein, aber andersherum genoss ich auch den entspannten Tag mit meinem Mann und dem Wissen ganz, ganz bald zu dritt zu sein.

Mein Mann fuhr dann spät Abends nach Hause und wir verabredeten, dass er zur ersten Tablettengabe, die für den Morgen geplant war, wieder da sein würde, es sei denn ich würde ihn vorher anrufen.

Ich ging schlafen und schlief gut … bis ich gegen halb drei wach wurde und dachte: “Oh, ich glaube, ich brauche vielleicht doch keine Einleitung.” Wirklich viele Wehen waren es immer noch nicht, aber sie waren deutlich intensiver und ich wusste, dass dieser Sonntag unser Tag sein würde.

Im Kreissaal wurde meine Vermutung durch das CTG bestätigt und auch der Untersuchungsbefund ergab eine minimale Veränderung Richtung Geburt. Allerdings noch nichts gravierendes und so wurde ich mit einem Zäpfchen gegen die Schmerzen wieder auf mein Zimmer geschickt. Meinen Mann müsse ich aber nicht anrufen, der könne wie verabredet gegen 9 Uhr kommen. Bis halb fünf konnte ich so noch mal einigermaßen entspannen. Dann rief ich meinen Mann an und bat ihn so gegen 6 Uhr da zu sein. Die Hebamme hatte mir zwar vorher gesagt, dass das noch nicht nötig wäre, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich ihn dann gerne da haben würde.

Im Kreissaal wurde ich wieder ans CTG gelegt … die Wehen waren jetzt regelmäßig und stark, der Muttermund öffnete sich nach und nach.

Gegen halb sechs wollte ich gerne eine PDA bekommen. Die Hebamme rief die Ärzte an. Die waren aber gerade zur Not-Sectio im OP, wollten aber danach direkt kommen. Untersuchungsbefund zu dem Zeitpunkt waren Mumu 5cm und die Ansage, dass eine PDA nun sicher gut für den Geburtsfortschritt sei, wenn ich das wünschen würde.

Irgendwann kam der Anruf, dass die OP nun vorbei sei und die Ärzte auf dem Weg zu mir. Die Wehen waren mittlerweile richtig heftig und die Hebamme wollte nur noch einmal kurz untersuchen, um zu sehen, was sich in der Zwischenzeit getan hatte. Ich sah einen überraschten Blick und die Aussage: “Eine PDA würde die Geburt jetzt nur noch unnötig aufhalten, wenn Sie das Gefühl haben, dass sie pressen müssen, dann dürfen Sie das tun, der Muttermund ist vollständig!” …das alles, also etwa 5cm, in einer halben Stunde ungefähr!

Aber, was sagt die liebe Maureen, statt brav zu nicken!?!?: “Ich kann jetzt noch nicht pressen, mein Mann ist noch nicht da!” Zum Glück kam er in dem Augenblick und die Hebamme empfing ihn mit den Worten: “Gut, dass Sie da sind, dann kann ihre Frau ja jetzt anfangen zu pressen!” Er muss ziemlich ungläubig geschaut haben, denn ich hatte ihm ja nur eineinhalb Stunden zuvor gesagt, dass er sich noch Zeit lassen kann. …also hatte er Brote geschmiert, noch ein paar CDs für die lange Zeit im Kreissaal ausgesucht usw.

Aber nun konnte es zumindest los gehen. Allerdings hab ich irgendwie eine zeitlang gebraucht, bis ich verstanden hatte, wie das Pressen effektiv ist und so ging es sowohl der Kleinen, als auch mir um kurz nach sieben nicht mehr wirklich gut. Wir waren einfach kaputt von der langen Press-Phase. Ich merkte nur, dass der Kreissaal irgendwie voller wurde (Kinderärzte, Gynäkologen) und vernahm, dass mir ein Arzt sagte, er würde jetzt von oben ein bisschen nachhelfen und sah, dass die Hebamme von einer anderen Frau (Oberärztin Gynäkologie, wie ich später erfuhr) abgelöst wurde. Außerdem sagte die Ärztin, dass sie bei der nächsten Wehe schneiden würde, um mir zu helfen  dass es vorrangig um die Kleine ging verschwieg sie mir (was definitiv richtig war, sonst wäre ich wohl panisch geworden!)

Letztendlich schnitt sie nicht nur, sondern half auch bei einer Wehe noch mit der Saugglocke nach, aber das hab ich erst hinterher von meinem Mann erfahren.

… tja, und als ich noch dachte: “Wie lange dauert das denn hier jetzt noch und ein weiteres Mal “Ich kann nicht mehr” rief”, legte man mir das kleine, schrumplige Etwas ganz kurz auf den Bauch, um es mir zu zeigen, um es dann gleich wieder zu den Kinderärzten zu geben. In dem Augenblick fing die kleine Maus aber auch schon an zu schreien und so wurde sie im Kreissaal versorgt und untersucht (so konnte ich sie aber immerhin hören und aus dem Augenwinkel sehen), während ich genäht wurde.

Es war Sonntagmorgen, um 7.11 Uhr als mein Mann die Nabelschnur durchtrennte und uns damit zu stolzen und überglücklichen Eltern von einem wunderschönen kleinen Mädchen machte.

Sie war auf 53 cm und etwa 3500g geschätzt, letztendlich war sie ein zartes Mäuschen von 50cm und 3150g Geburtsgewicht mit einem Kopfumfang von 34cm.

Allerdings hatte sie schon während der Schwangerschaft immer einen langen Oberschenkelknochen, der meine Gynäkologin schon vermuten ließ, dass ihre Schätzung eher zu groß und schwer sein dürfte. Und die Hebamme im Kreissaal, die die Erstversorgung machte, meinte: “Oh, lange Beine, hat die kleine Dame. Aber es gibt ja Schlimmeres für eine Frau, als lange Beine!” Alle weiteren Untersuchungen von uns in den kommenden Tagen verliefen super. Ich habe überhaupt keine Probleme mit dem Dammschnitt und auch die süße Maus hat die 30 Stunden im Mutterleib nach Blasensprung ohne Schwierigkeiten überstanden.

So durften wir bereits 50 Stunden später, gleich nach der U2 das Krankenhaus verlassen,

Bericht 2: …wenn ein Leben endet, beginnt anderswo ein Neues! (2014) 
 
Ihr Lieben! 

Wie wahr diese Aussage ist, die ich schon immer wieder mal gehört habe, musste ich in diesen Tagen rund um die Geburt ganz persönlich erfahren. 
Am 8.1. ist in den frühen Morgenstunden meine geliebte Oma, die zu den wichtigsten Menschen in meinem Leben gehörte, überraschend, dafür aber still, leise und friedlich eingeschlafen und nicht mehr erwacht. 
Und als hätte sie gewusst, wie traurig mich und uns alle das machen würde, hat sie unserer Familie am 9.1. am späten Abend ein neues, kleines Familienmitglied geschickt. 

Er wurde geboren am 9.1., spätabends um 23.45 Uhr, knapp 2 Wochen vor dem errechneten Termin und vollkommen bedeckt mit Käseschmiere, dafür aber mit stolzen 3910g auf 53 cm.  
Am Abend des 9.1. – mein Mann hatte gerade begonnen einen Tatort zu gucken – ist meine Fruchtblase gesprungen. Wehen habe ich in den nächsten Minuten keine gespürt und so sind wir – nachdem meine Mutter als Babysitter für Mausi da war – in unser Wunschkrankenhaus gefahren. Unterwegs hatte ich ein paar Kontraktionen, die ich aber nur gemerkt habe, weil meine Hände auf dem Bauch lagen und der Bauch hart wurde. So war die Fahrt zum Kreissaal vollkommen entspannt. Als wir dort ankamen, wurden wir gebeten einen Augenblick zu warten, dann wäre die Übergabe fertig und man würde sich um uns kümmern können. Gegen 22 Uhr wurde das CTG angeschlossen, um zu schauen, ob der Fruchtwasserverlust dem kleinen Menschen Probleme bereitet. Sein Puls war zu hoch, aber durch viel Wasser trinken von Mama, wurde das Problem in wenigen Minuten unter Kontrolle gebracht. Etwa eine halbe Stunde später hatte ich die ersten Wehen, mit denen ich meinen Mann sicher auch gebeten hätte, mich zur Kontrolle mal ins Krankenhaus zu fahren. Die Hebamme untersuchte mich und meinte, die Eröffnungsphase sei begonnen, der Muttermund würde sich weiter öffnen und sie würde uns nun noch einen Augenblick Ruhe lassen, falls in der Zwischenzeit etwas sei, sollten wir uns melden. Eine halbe Stunde war ich etwa mit meinem Mann alleine, bis ich das Gefühl hatte, dass der Druck so extrem würde, dass ich gerne noch einmal die Meinung der Hebamme haben wollte. Sie kam, untersuchte und sagte, ich dürfe pressen, wenn mir danach wäre. Um das Gewebe etwas zu schonen, bat sie mich bei einigen Wehen nicht aktiv zu pressen, sondern zu hecheln, um Geburtsverletzungen bei mir zu reduzieren, in dem sich das Gewebe während der Hechel-Wehen noch etwas dehnen könne. Und so war unser kleiner Mann “erst” ;-) um 23.45 Uhr in unseren Armen, etwa 90 Minuten nach der ersten Geburtswehe. 

Wir durften noch eine ganze Zeit kuscheln, bevor die Hebamme ihn wusch und in ein sauberes Handtuch gewickelt zurück auf meine Brust legte. 

Gegen 2 Uhr in der früh wurden wir aus dem Kreissaal entlassen und auf Station verlegt. Die Nacht konnte ich kaum schlafen, denn mein Kopf musste die vergangenen Tage und Stunden nun erst einmal gedanklich verarbeiten. “Warum hat sie nicht noch 2 Tage auf Urenkelchen Nr. 6 warten können?” war dabei irgendwie der Kern meiner Gedanken, auch wenn mir klar ist, dass ich auf diese Frage niemals eine Antwort bekommen werde. Ein einzelner heller, klarer Stern der in den frühen Morgenstunden durch unser Fenster auf mein Bett schien, gab mir ein bisschen Trost. Ich erzählte meinem kleinen Riesen noch ein wenig von seiner Ur-Oma und traf die Entscheidung, nach Hause zu gehen, sollte nicht irgendetwas medizinisches dagegen sprechen
So waren wir kaum 12 Stunden nachdem der kleine Mann zum ersten Mal laut geschrien hat, wieder zu Hause. Hier ging es mir in jedem Fall besser, als im Krankenhaus. Ich hatte meine Familie um mich, konnte mich in mein Bett kuscheln und das Kennenlernen mit dem kleinen Mann – trotz aller Traurigkeit um meine Oma – besser genießen. 

Bericht 3: Und plötzlich ging alles ganz schnell… (2015) 

Am Samstag gegen 22 Uhr ging ich mehr oder weniger widerwillig ins Bett, wissend, dass diese Nacht wieder nicht zu viel Schlaf führen würde. Nicht aber damit rechnend, dass diese schlaflose Nacht diesmal mit diesem wunderschönen, kleinen Mädchen belohnt werden würde. 
Kurze Zeit später – nach einigem Hin- und Hergewälze schlief ich ein, hörte meinen Mann noch gegen Mitternacht ins Bett kommen und konnte zum Glück recht bald weiterschlafen. 
Um kurz nach 1 Uhr wurde ich von meiner Blase geweckt, ging zur Toilette und ging anschließend ein paar Schritte auf und ab. Wie seit Wochen jede Nacht, um meinen Rücken und meine Hüften weitestgehend davon zu überzeugen gleich wieder liegen zu “müssen”. Währenddessen verspürte ich kurzzeitig ein intensives Stechen am Muttermund. Nichts, was ich als Wehe bezeichnen würde, nichts was mich als Geburtsbeginn bezeichnet hätte. Ich beobachtete das Ganze allerdings schon, denn im gleichen Augenblick, wo ich das Stechen verspürte, hörte ich meine Mutter, meine Ärztin und meine Hebamme im Kopf auf mich einreden, dass das beim 3. Kind alles sehr schnell gehen kann und ich lieber einen Fehlalarm in Kauf nehmen solle, zumal mein Befund ja nun auch seit fast drei Wochen wirklich geburtsreif war und nur die Wehen fehlten. Das Stechen wiederholte sich, dauerte jedoch jeweils keine 10 Sekunden, dennoch entschied ich gegen 1:30 Uhr meinen Mann zu wecken, um mit ihm in die Klinik zu fahren. …wenigstens mal kontrollieren! 
10 Minuten Später war meine Mutter als Babysitter da und wir fuhren nach kurzer Absprache über den sonntäglichen Verbleib der Geschwister los. Ich war immer noch der festen Überzeugung, es wäre lediglich ein Sicherheitsbesuch im Kreissaal. ;-) 
20 Minuten später … die Uhr im Auto sagte 2:09 Uhr fuhren wir an der Klinik vor und hielten auf dem Taxi-Parkplatz, den der Pförtner uns am Nachmittag zuvor als Parkplatz für den Fall der Entbindung empfohlen hatte. Er würde ja sehen, dass der Weg zum Kreissaal führen würde und der Vater könne ganz entspannt umparken, sobald er seine Frau im Kreissaal in die Hände der Hebamme gegeben hätte. Erst an diesem Samstag war übrigens die Wahl auf diese Klinik gefallen … 
Kurz vor dem Pförtner kam die erste Wehe, die ich am Geländer veratmen musste. Ich glaubte erstmals nicht mehr an einen Fehlalarm, aber die Wehe war okay. Mein Mann fragte, ob er mir einen Rollstuhl besorgen solle, ich verneinte, zwischen den Wehen könne ich ja laufen. Schon bei der nächsten Wehe aber war ich da komplett anderer Meinung, von jetzt auf gleich drückte der Kopf unserer Minimaus so nach unten, dass ich meinem Mann “befahl” SOFORT einen Rollstuhl zu holen, anderenfalls käme das Kind hier und jetzt auf dem Flur. Er kam mit dem Rollstuhl, fuhr mich zum Kreissaal, klingelte und eine sehr nette HEbamme begrüßte uns. 

“Guten Morgen!” 
“Guten Morgen! Ich glaube mein Kind hat es eilig. Das kommt!” 
“Ganz ruhig. Ist das ihr erstes Kind?” 
“Nein, das 3. und die beiden anderen waren schon sehr schnell!” 
“Okay, dann untersuche ich sie mal sofort, bevor wir alles weitere besprechen.” 

Sie half mir auf das Bett, sowie aus Jacke, Hose und Schuhen, guckte und sagte: 
“Ja, dann schieben sie mal mit!” 
3 oder 4 Wehen später war unsere Minimaus da. 

Die Hebammenschülerin stand noch mit den CTG-Knöpfen neben mir und blickte irritiert auf das CTG und die Kreissaal-Uhr um eine Uhrzeit der Geburt festhalten zu können. 
“Ist 2:15 Uhr okay!?!” 

Offizielle Uhrzeit meiner Aufnahme im Kreissaal war laut Protokoll 2:14 Uhr! ;-D 

Der Minimaus ging es sofort gut. Mein Mann schnitt die Nabelschnur durch und unser kleines Mädchen lag noch nicht ganz auf meiner Brust, als sie schon nach eben dieser suchte. 

…und dann wurde es endlich ruhig im Kreissaal. Die Hebamme stellte sich mir vor. Ich nannte ihr meinen Namen und wir besprachen all die Dinge, die üblicherweise schon vor der Entbindung stattgefunden hätten, wenn wir die Zeit dazu denn gehabt hätten. ;-) 
Mein Mann ging das Auto umparken und irritierte den Pförtner mit den Worten “Das Kind ist schon da!” und auch meine Mutter rechnete eher damit, dass wir etwas vergessen hätten, als mit der Nachricht erneut Oma zu sein, als mein Mann sie beim Auto umparken anrief. 

Das waren wirklich die 60 intensivsten Minuten meines Lebens. Aber es fühlt sich richtig an. Ich war auf eine schnelle Geburt vorbereitet und auch wenn es noch schneller ging, als erwartet, so war es dennoch gut. 

Und mir ging es auch bestens. Bereits am Morgen nach der Entbindung konnte ich das Frühstücksbuffet mit den anderen Wöchnerinnen wahrnehmen und irritierte damit eine Schwester der Station, die mir das Frühstück so kurz nach der Entbindung am Bett servieren wollte. “Das ist nicht ihr erstes Kind, oder?” fragte sie.
Die Abschlussuntersuchung des Arztes bestätigte aber auch mein Gefühl. “Der HB ist bei Ihnen erstaunlich stabil geblieben, aber sie hatten ja auch nicht viel Zeit Blut zu verlieren.” ;-) 

Bericht 4: Im Sturzflug wie Superman (2017) 

Hallo zusammen! Hier kommt in guter Tradition eine (kurze 🤔😂) Zusammenfassung unseres Tages. Dem Tag der Geburt unseres 4. Wunders. 
Am Morgen hatte ich bei ssw 38+2 einen Vorsorgetermin bei meiner Ärztin. Leider war das CTG nicht so, dass sie mich ruhigen Gewissens nach Hause lassen wollte. Minis Herztöne sackten bei einigen Wehen leicht ab. 🤔😨 Ich sollte das jedenfalls in der Geburtsklinik kontrollieren lassen. Insgesamt war sie mit dem Befund aber sehr zufrieden. 
In der Geburtsklinik war gerade aber ziemlich viel los, so dass ich am Nachmittag wieder nachfragen sollte. 
Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass mir das keine Ruhe gelassen hat. Also hab ich meine Hebamme angerufen, um sie nach ihrer Meinung zu fragen. Sie bot mir an, mit mir in die Klinik zu fahren, in der sie arbeitet und zu schauen. Genau so haben wir es gemacht, als mein Mann zu Hause war. 
Das CTG im Krankenhaus war wieder besser und nachher auch gut, so dass zumindest nicht sofort was unternommen werden musste. Dennoch war der Muttermund am Abend bei ca 4-5 cm ohne Schmerzen. Aber nach Hause durfte ich damit auch nicht mehr. Meine Hebamme bot mir an noch etwas zu bleiben. Sie war sich sicher, dass es bald richtig los geht. 
Mein Mann und ich haben dann erst einmal was gegessen und unser Zimmer bezogen. Die Großen waren spontan von meiner Mutter versorgt und so konnte mein Mann im Familienzimmer bei mir bleiben. 
Wir lagen auf unseren Betten und haben gelesen und “gesurfed“. Alles ruhig. Und ich kam mir schon echt albern vor, dass ich hier ein Zimmer blockiere und die arme Hebamme wegen mir hier Wache schiebt, statt auf der heimischen Couch zu liegen. 
Dann machte es plötzlich laut “plopp” Die Fruchtblase war geplatzt und sofort hatte ich eine richtig heftige Wehe. (Ca 21.35 Uhr) Wir sind dann zum Kreissaal und wurden freudig erwartet. Meine Hebamme hatte mit ihren Kolleginnen wohl interne Wetten laufen, wann ich mich melde. An der Tür die 2. Wehe, am Kreisbett noch eine. Das CTG wurde 21:42 Uhr angeschlossen. 
Meine Hebamme wollte sich noch schnell umziehen. Kaum war sie raus, kam die erste Presswehe. Ich sagte zu meinem Mann: “Das Kind kommt. Hol sie zurück!” 3 Presswehen weiter war mein kleiner Mini da. Wie Superman mit der Hand neben dem Kopf. 😍
Leider ging die Geburt für ihn etwas schnell. Er hatte leichte Anpassungsschwierigkeiten und musste in der Nacht 2 Stunden in den Inkubator, bevor wir wieder kuscheln durften. 
Superman startete um 21.45 Uhr mit 50cm und 3370g bei einem Kopfumfang von 35,5cm mit uns in unser neues Kapitel als Großfamilie.

Ich bin sehr froh, dass ich zur Überwachung in der Klinik war. Denn bis in ein Krankenhaus hätten wir es bei dieser Geschwindigkeit im Leben nicht geschafft. 😅 
 

Diese spannenden Geburtsberichte hat Maureen geschrieben :)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

I accept that my given data and my IP address is sent to a server in the USA only for the purpose of spam prevention through the Akismet program.More information on Akismet and GDPR.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.