GESCHWISTER-CHRONIKEN 25
Geschwister-/Krümel-Chroniken

Geschwister-Chroniken: Teil 25

So, alle Geburtstage sind durch und beide Kinder sind ein Jahr älter. Also … man sagt das zwar immer so, aber sie sind natürlich nicht von einem Tag auf den anderen ein Jahr älter geworden. Dennoch sind das eben die Momente, in denen man noch einmal genauer auf seine Kinder schaut und versucht herauszufinden, was sie nun alles im letzten Jahr gelernt haben und wie sie über sich selbst hinausgewachsen sind.

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SÖHNCHEN-STATUS:

5 JAHRE, 1 Monat
DER SCHNULLER IST WEG!!! Ganz kurz nach dem 5. Geburtstag durfte endlich die Schnullerfee anrücken, ihm seinen Roboter-Dino bringen und dafür den Nulli „einkassieren“, den der Krümel bisher immer noch zum Einschlafen brauchte. Mein Gott, endlich!!! Ich hatte ja schon ein ziemlich schlechtes Gewissen, auch wenn sein offener Biss im Vergleich zu dem, den seine Schwester hatte, mini-klein ist … ich fand es jetzt wirklich sehr lang mit Schnuller. Aber er konnte sich einfach nicht trennen. Bis zu seinem 5. Geburtstag. Ich bin stolz und erleichtert und hoffe, dass seine Zähnchen sich wie damals bei der Mausemaus von selbst korrigieren werden.

Von diesem Highlight abgesehen war für mich – für ihn jetzt nicht so ;) – sehr spannend, dass Feedback-Gespräch mit den Erzieherinnen der Kita zu führen. Sowas gabs lange nicht für uns, da der kleine Floh ja im Grunde während der Pandemie gar nicht in die Kita gegangen ist. Aber nun geht er ja wieder und es klappt super, die Erzieherinnen sind sehr zufrieden mit ihm und konnten mir viel Schönes über mein Kind erzählen. Dennoch sind wir uns einig, dass wir es mit der Rückstellung in Sachen Einschulung versuchen werde, weil auch die Pädagogen der Meinung sind, dass es für den kleinen Mann besser wäre. Die Gründe dafür behalte ich erstmal für mich – ich folge da einem Mama-Gefühl und weiß, dass das alle anderen Mamis das hier verstehen werden. <3

TOCHTER-STATUS:

8 JAHRE
Jetzt ist mein erstes Kind also 8 Jahre alt. Ihre neuen Schuhe habe ich in Größe 37 bestellt, damit sie den kompletten Winter über mit den Zehen wackeln kann und ich hoffe nun, dass sie bald mal eine Pause einlegt beim Wachsen. Lang ist sie übrigens 139 cm. Tatsächlich war ich da gerade beim Messen etwas überrascht, weil ich im Kopf hatte, dass sie die 140 schon geknackt hätte; aber sie ist noch knapp darunter. Hosen muss ich aber trotzdem längst in 146 kaufen, weil sie soooo lange Beine hat … es ist echt krass. :D
Wir waren vor ein paar Wochen auch bei der U10 beim Kinderarzt und haben uns da ihren neuesten „TÜV-Stempel“ abgeholt – sie ist ein gesundes, munteres Kind, was ich zwar auch vorher wusste, aber gerne nochmal gehört habe. ;)
Die zwei Wochen Herbstferien, die bei uns nun schon vorbei sind, hat sie mega genossen. Die erste Woche war sie komplett zuhause, die zwei (theoretisch) in der Ferienbetreuung. Allerdings hatte sie in dieser Zeit Geburtstag und wollte an ihrem Fest-Tag und auch am Tag danach lieber nicht hingehen, weil sie ihre Geschenke so toll fand und in Ruhe auskosten wollte. Und da es bei mit möglich war, habe ich ihr das natürlich gerne gegönnt. Vor allem den einen Tag, als ihr Bruder dennoch in die Kita gegangen ist und sie sozusagen „heimlich“ … also ohne sein Wissen … daheimbleiben durfte, um wirklich ganz alleine mit den neuen Sachen zu spielen. Ich verstehe dieses Bedürfnis; ich bin ja auch eine große Schwester. Und ich bin froh, dass dieser Wunsch so einfach zu erfüllen ging.

MAMA-STATUS:

So alles in Allem: Ich sag es direkt so, wie ich es gerade empfinde, ohne Beschönigungen: Der Herbst kotzt mich an. Schon jetzt und eigentlich hat die fiese Jahreszeit ja nun gerade erst begonnen … vom Winter ganz zu schweigen. Ich bin schlicht nicht der Typ für dieses Wetter. Ich mag weder den Regen, noch die Kälte und das früher Dunkelwerden auch nicht. Wobei ich aktuell gar nicht wirklich dazu komme, mich DA REIN zu steigern … ich bin eher noch damit beschäftigt, die ständigen Erkältungskrankheiten richtig kacke zu finden. Mir ist total bewusst, warum es im Moment überall so schlimm ist damit und dass es wirklich so gut wie allen gleich geht, aber ich habe trotzdem keinen Bock mehr. Erst war die Mausemaus wochenlang krank, der Krümel immer wieder zwischendurch, sogar der Mann mal für drei Wochen und ich schrabbe gefühlt ständig haarscharf an irgendwelchen Infekten vorbei. Mein Immunsystem ist eigentlich gar nicht mal so schlecht, aber nach der Corona-Pause für alle anderen Viren scheint es auch bei mir Lücken zu geben. Und ICH HASSE ES! Ich habe weder Zeit noch Lust dazu, rumzukränkeln. So geht es natürlich allen, ich wollte jetzt trotzdem mal ne Runde jammern und motzen. Sorry ;)

Kinder zu haben ist schon komisch. Man schaut sie an und denkt: Krass wie groß die beiden schon sind und gleichzeitig aber sie sind immer noch so klein. Elternschaft scheint einfach eine durchweg schizophrene Nummer zu sein, man ist erschöpft und glücklich, man möchte manchmal alleine abhauen ;) und dann bricht man in Tränen aus, wenn man daran denkt, dass die Zwerge eines Tages ausziehen. Weil alles so schnell geht, aber die einzelnen Tage sich oft so lang anfühlen. Alle Gefühle immer gleichzeitig. Es ist wirklich verwirrend manchmal und ich glaube, dem Nachwuchs geht’s absolut genauso. Vor ein paar Tagen erzählte der Krümel wieder davon, wie es sein wird, wenn er groß ist, denn das ist ja nun mal das Ziel schlechthin! Wie er dann auszieht in sein eigenes Haus und arbeiten geht als Erfinder. Doch als ich sagte, dass ich ihn vielleicht ein bisschen vermissen werde, wenn er groß ist, sah er mich verständnislos an und meinte: „Wieso denn? Du wohnst doch dann bei mir!“ Groß werden also auf jeden Fall, aber nicht ohne die Mama. ;)

Definitiv die wichtigsten Tage der letzten Wochen waren die Geburtstage und die dazugehörigen Feierlichkeiten der Kinder. Die beiden trennen da ja wirklich fast genau drei Jahre – die Parties liegen immer nur knapp vier Wochen auseinander. Finden die Kinder mega gut so, weil die Große dann nicht mehr lange warten muss, bis sie selbst dran ist, aber ich muss gestehen: Ich habe dann fertig. So richtig. Mit den Nerven. :D Kindergeburtstage sind natürlich ohne Frage wichtig und cool und sollen in schöner Erinnerung bleiben, ALLERDINGS hauptsächlich ja für den Nachwuchs. Wir Eltern dürfen durchaus mal ehrlich sagen: KRASS, WIE ANSTRENGEND DAS IST! Der Geburtstag vom Krümel ging eigentlich noch dieses Jahr, weil wir draußen auf dem Spielplatz feiern konnten; das Wetter war uns Ende September noch gnädig. Bei der Mausemaus hingegen regnet einfach jedes Jahr. Da ich aber nicht Kinder aus drei verschiedenen Institutionen in unserer dafür eben doch recht kleinen Wohnung zusammenwürfeln wollte – sie wünschte sich, all ihre engen Freundinnen und Freunde einladen zu dürfen – habe ich nach einer alternativen Lösung gesucht und mich für einen Kino-Besuch entschieden. Und das war … viel chaotischer, als ich erwartet hatte :D  Wegen der Ferien mussten alle Kids extra zum Testen, im Kino herrschte krasses Durcheinander, ellenlange Schlangen und Wartezeiten, für einige Kinder war es der erste Kinofilm überhaupt, es gab heftige empathische Tränen-Güsse und viel umgefallenes Popcorn. Meine Fresse, ich hatte es mir echt viel leichter vorgestellt und war am Ende völlig platt und mega dankbar, dass drei Mütter zur Unterstützung mitgekommen waren. Es war dennoch stressig, ABER das Wichtigste hatten wir geschafft: Einen Haufen glücklicher Kinder am Abend nach Hause zu bringen, die viel zu erzählen hatten und mittendrin die Mausemaus, die stolz wie Bolle war, einen echte „Große-Mädchen-Geburtstag“ gefeiert zu haben. DAS war es natürlich absolut wert!!! <3

PS: Wie immer freue ich mich, wenn ihr den Beitrag teilt :-*

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2 Kommentare für “Geschwister-Chroniken: Teil 25

  1. Wann ist denn bei euch der Stichtag für die Einschulung? Er ist doch gerade erst 5 geworden, oder? Und muss trotzdem nächstes Jahr schon in die Schule?