Geburtsberichte
(Leser-)Geburtsberichte

Stefanie R. erzählt

Als ich vor 3 Jahren mit meiner ersten Tochter schwanger war, hatten wir schon viel hinter uns.Fehlgeburt,die mich in die Tiefe gezogen hat.Anschließend eine Kinderwunschbehandlung.
Das und viele Meinungen anderer haben mich in der Schwangerschaft nur ängstlich werden lassen.Gerade vor der Spontangeburt.So dass ich mich für einen geplanten Kaiserschnitt entschieden habe.
2 Wochen vor ET am 29.07.2015 ging ich mit meinem Mann frühs ins Krankenhaus.Obwohl wir wussten, dass unser Baby geholt wurde, wussten wir doch nicht, wie es abläuft.Ich wusste im Muttergefühl die ganze SS, dass es ein Mädchen wird.
Ich lag auf dem OP-Tisch,mein Mann hielt meine Hand.Ich hatte solche Angst.Nach nur paar Minuten hörten wir sie schreien.Ich weiß noch, dass ich ihm unter Tränen gesagt habe,dass ist unser Baby,unser Baby.Ich konnte es nicht fassen,sie schrie.Ich bin Mama.Dann sagte der Arzt,dass es ein Mädchen ist, da liefen gleich nochmal Tränen.Mein Gefühl hatte Recht.
Man legte mir, nachdem mein Mann mit zur Untersuchung ging, meine kleine Pina auf den Arm.Sie war so winzig,2990g u.49cm.Ich war so glücklich.
Und die zweite ?
Die war so schnell gar nicht geplant.Man hatte uns doch gesagt, es ist sehr unwahrscheinlich, auf natürlichem Wege schwanger zu werden.
Kurz vor dem zweiten Geburtstag meiner Tochter hatte ich gewartet und gewartet und dann doch allein einen Test gemacht.Ich saß mit Pina in ihrem Zimmer,sah den Test an und dachte.Ach du Sch.Wirklich?Und hab ein Stoßgebet gesprochen, dass diesmal alles gut geht.Die Verlustangst kroch sofort in mir hoch, bis ich mich nach Wochen doch freuen konnte.Dann wurde ich krank, erkrankte am Guillain-Barre-Syndrom, als ich im 5.Monat war.Konnte innerhalb von 5 Tagen weder laufen noch stehen oder meine Hygiene selbsttändig machen.Ich war froh, dass wie bei manch anderen, meine Atmung nicht versagte.Die Angst von vorher erschien so lächerlich.Ich bestand darauf, nur Sachen zu machen, die dem Baby nicht schaden.Mein Leben war mir zweitrangig.Woche für Woche wuchs das Baby normal.Alles war in Ordnung mit dem Baby.Um die 38.SSW kam die Entscheidung, welche Art der Entbindung.Diesmal wollte ich es, nach Rücksprache der Ärzte, versuchen.Dafür brauchte ich meine Beine ja nicht..
Die 40.SSW kam und nichts tat sich.Auch Anfang der 41.SSW nicht.Also Kaiserschnitt oder einleiten..im Rollstuhl oder nur mit Hilfe.Da war die Entscheidung einfach.
Einen Tag nach ET am 08.02.2018 fuhren wir wieder in das gleiche Krankenhaus.Diesmal kannte ich es und auch das Geschlecht.Ich zitterte am ganzen Körper und musste an alles der letzten Zeit denken.Mein Mann hielt meine Hand, hoffentlich ist sie gesund.Ich merkte nicht viel, obwohl es ihr bei Mama recht gut gefiel.Dann war sie da und schrie und wir ließen zum ersten Mal alles ab.Ich konnte nur noch weinen,vor Freude.Alles war egal,mein Baby und es ist kerngesund.Meine kleine Carlotta hatte mehr drauf als ihre Schwester,3730g bei 50cm.
Heute schaue ich meine Kinder an.Ich weiß, auch wenn ich noch nicht ganz gesund bin, ich habe meine Prinzessinnen.Dafür bin ich unendlich dankbar.
Diesen schönen Geburtsbericht hat Stefanie geschrieben :)

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