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Mutter-Kind-Kur: Katja, Antje, Sabrina & Sarah berichten von ihren jeweiligen Erfahrungen

Hiermit gehen wir in die 8. Runde mit unserer spannenden Reihe zum Thema Mutter-Kind-Kur bzw. persönlichen Erfahrungsberichten dazu aus der LÄCHELN UND WINKEN Community. Wie jedes Mal findet ihr in den Interviews positives und negatives, vor allem aber wirklich viele Informationen, die ihr nutzen könnt, um zu entscheiden, ob eine Mutter-Kind-Kur, Mutter-OHNE-Kind oder auch Vater- oder Familien-Kur vielleicht eine Option für euch wäre und wie ihr dann am besten an die Nummer rangehen könnt. Ich liebe diese Sammlungen einfach sehr! <3

Übrigens dürft ihr euch auch gerne bei mir melden, wenn ihr noch mitmachen möchtete, unabhängig davon, ob ihr gute oder schlechte Erfahrungen gemacht habt. Schreibt mir (so oder so) gerne eine Mail an hallo@laecheln-und-winken.com.

Mutter-(Vater-)Kind-Kur – 4 Interviews

Katjas Interview:

  1. Aus welchem Bundesland kommst du und wo warst du dann in der Mutter-Kind-Kur?

    Wir kommen aus Süd-Hessen. Wohnen an den Grenzen zu Bayern und Baden-Wüttenberg.

    Unsere Kur fand auf Rügen statt. Das war auch unser Wunsch damals.

  1. Womit hast du angefangen? Also: An wen hast du dich als erstes gewendet, als du darüber nachgedacht hast, vielleicht eine Mutter-Kind-Kur machen zu wollen?

    Mein erster Anlaufpunkt war die Lungenärztin, welche ein Empfehlungsschreiben an die Hausärztin sendete. Danach haben wir bei der Hausärztin den Fragebogen ausgefüllt und noch ein paar Punkte ergänzt.

  1. Gabe es Hürden? Und wenn ja, welche?

    Hürden gab es in dem Sinne keine. Zu erwähnen bleibt, dass wir während der Coronazeit auf Kur fuhren und hier waren die größten Hürden.

  1. Mit wie vielen Kindern bist du in der Mutter-Kind-Kur gewesen?

    Ganz klassisch, 1 Mama, 2 Kinder – damals 6 und 8.

  1. Was fandest du richtig gut?

    Rügen ist toll und sehenswert.

  1. Was fandest du richtig schlecht?

    Die Liste ist verdammt lang:

    Maske in der ganzen Klinik, auch bei sportlichen Aktivitäten, bleibt anzumerken: Ich bin Asthmatiker!

    Essen war in zwei Gruppen aufgeteilt, wegen der Personenanzahl im Speisesaal. Essen holen durften nur die Eltern, wenn man Kinder, so wie ich, unter 12 Jahre dabei hatten. Was bedeutete: für jedes Brötchen, Getränk, jede Gurkenscheibe die noch nachverlangt wurde usw. musste ich laufen, was Essen echt schwierig machte. Man besorgte auf einem Tablett das Essen für die Kinder, ging dann los, um sein Essen zu holen. Kaum saß man, wurde etwas nachverlangt. Brachte man gleich mehr mit, blieb es übrig…. Naja, vielleicht kennt der ein oder andere dieses Spiel. Mir wäre es lieber gewesen, dass sich die Kinder selber am Buffett hätten bedienen dürfen.

    Wir saßen alleine am Tisch mit Trennwänden zu den anderen.

    Abends Gesellschaft haben, war nicht erwünscht, die Teeküche war zu. Und jeder blieb auch wirklich abends im Zimmer. Was die Kontakte zu anderen Müttern/Vätern quasi unmöglich machte.

    PCR Tests mussten vor der Ankunft in der Klinik sein, durften aber nicht älter als 2 Tage sein. Für uns war direkt 2 Tage Quarantäne angesagt, weil unser Ergebnis so spät kam. In einem Zimmer von 15 qm und 3 Personen. Essen wurde vor der Tür abgestellt. Spiele wurden nicht aufs Zimmer verliehen.

    Klassisch erkälteten wir uns auch, wegen des ungewohnten Klimas und wurden direkt wieder in Quarantäne gesteckt bis das PCR Ergebnis da war. Kurz gesagt: In Quarantäne waren wir von 13 Tagen ganze 8 Tage. Danach haben wir die Kur abgebrochen.

    Bastelangebote oder Ähnliches war wegen der Personenanzahl sehr eingeschränkt vorhanden und war auch immer schnell ausgebucht. Naja, wir waren ja eh im Zimmer.

    Die Klinik war sauber, gepflegt, das Personal freundlich, aber die Vorschriften waren, zumindest für uns, unerträglich.

    Die Betreuung hat meinen Kindern nicht wirklich zugesagt.

  1. Was hättest du gerne vorher gewusst?

    All diese Vorschriften, die hätte ich gerne gewusst.

    Das was ich wusste, war: Maskenpflicht in der Klinik und Anreise nur mit PCR Test.

  1. Wie hat es den Kindern gefallen?

    Den Kinder hat es am meisten gefallen, wenn wir draußen am Meer waren. Die Fahrt mit dem „Rasenden Roland“. In der Klinik waren die Auflagen wirklich enorm, für die Kinder anstrengend. 8 Tage eingesperrt sein, war auch nicht schön. Ihnen fiel buchstäblich die Decke auf den Kopf. Sie waren froh, als wir packten und es heim ging.

  1. Was würdest du jeder Mama empfehlen, die gerade anfängt, sich um eine Mutter-Kind-Kur zu bemühen?

    Wir waren in einer Ausnahmesituation dort.

    Empfehlen würde ich: Erkundigt euch, was es alles in der Umgebung zu erkunden gibt.
    Geht in eine Klinik, die für euch und eure Kinder das richtige Behandlungsangebot hat.

  2. Würdest DU nochmal zur Mutter-Kind-Kur fahren? Und (egal ob ja oder nein): Warum?

    NEIN!

    Auch wenn es jetzt keine Maßnahmen wegen Corona mehr gibt. Ich möchte nicht nochmal auf Kur. Für uns waren es 13 Tage Alptraum.

    Davon waren 5 Tage okay.

    Es lag nicht an der Klinik oder am Personal. Es lag ausnahmslos an den Vorschriften!

    Für uns waren sie unmenschlich.

    Wir wären so froh gewesen, wenn wir wenigstens die Klinik hätten verlassen können, um spazieren zu gehen oder Ähnliches, während wir keinen Kontakt zu anderen Patienten haben durften. Wir lebten 8 Tage auf 15 qm mit keinerlei Abwechslung. Das Highlight war das Essen!

***

Antjes Interview:

  1. Aus welchem Bundesland kommst du und wo warst du dann in der Mutter-Kind-Kur?

    Ich wohne in Hamburg und war im Januar 2023 in Winterberg in Mütterkur ohne Kind.

  1. Womit hast du angefangen? Also: An wen hast du dich als erstes gewendet, als du darüber nachgedacht hast, vielleicht eine Mutter-Kind-Kur machen zu wollen?

    Mir hat meine Psychologin eine Kur ohne Kind vorgeschlagen. Nach einigen Recherchen habe ich herausgefunden, dass es diese meist nur über das Müttergenesungswerk gibt. Ich habe mich an meine zuständige Beratungsstelle gewendet. Dort hat mir super geholfen. Die Mitarbeiterin, hat mit mir zusammen den Fragebogen ausgefüllt, den eigentlich die behandelnde Arztpraxis ausfüllt. Meine Ärztin hat das alles unterschrieben. (Ich habe aber auch ein psychische Vorerkrankung). Da ich übergewichtig bin, gab es eine begrenzte Auswahl.

    Mein Mann hat mich in allem sofort unterstützt!

  1. Gabe es Hürden? Und wenn ja, welche?

    Ich hatte zum Glück keine großen Probleme. Da ich durch eine Absage, einen früheren Termin bekommen habe, mussten ich und mein Mann ein paar Dinge mit der Arbeit schneller Regeln, als geplant.

  1. Mit wie vielen Kindern bist du in der Mutter-Kind-Kur gewesen?

    Ich war ohne Kind.

  1. Was fandest du richtig gut?

    Der Bereich für die Mütter ohne Kind ist während der Pandemie renoviert worden und ist von dem Bereich mit Kind abgetrennt.

    Man hat viel Zeit für sich, aber auch Kontakt zu „Gleichgesinnten“. Wir waren eine gute Gemeinschaft.

    Das Therapie-Angebot fand ich OK. Mir hat es nicht so viel gebracht, aber jede zieht ja auch andere Informationen für sich aus den Gruppen- und Einzelsitzungen.

  1. Was fandest du richtig schlecht?

    Mir hat zu der Jahreszeit, das Nordic Walking nicht so zugesagt. Es wird nur bei extremem Sturm oder Regen abgesagt ☹. Im Winter liefen rund um die Uhr die Schneekanonen.

  1. Was hättest du gerne vorher gewusst?

    Das man sein Gepäck mit DHL oder Hermes versenden sollte, wenn man mit dem Zug fährt.

  1. Wie hat es den Kindern gefallen?
    —–
  1. Was würdest du jeder Mama empfehlen, die gerade anfängt, sich um eine Mutter-Kind-Kur zu bemühen?

    Sucht euch einen Vermittler, da die alles für einen regeln. Für mich wurde auch der Antrag für die Zugfahrt bei der Krankenkasse mit eingereicht.

  2. Würdest DU nochmal zur Mutter-Kind-Kur fahren? Und (egal ob ja oder nein): Warum?

    Auf jeden Fall. Vielleicht nächstes Mal auch mit Kind. Da bin ich mir noch nicht sicher, da es auch eine schöne Auszeit für mich war und mein Mann ein wenig mehr in  die Care-Arbeit reinschnuppern konnte.

***

Sabrinas Interview:

  1. Aus welchem Bundesland kommst du und wo warst du dann in der Mutter-Kind-Kur?

    Ich komme aus NRW (nahe Köln) und bin im Hochschwarzwald in Kur gewesen.

  1. Womit hast du angefangen? Also: An wen hast du dich als erstes gewendet, als du darüber nachgedacht hast, vielleicht eine Mutter-Kind-Kur machen zu wollen?

    Ich war beim Arzt wegen eines Ohrengeräusches. Tinnitus – oft bedingt durch Stress, da brauchten wir leider nicht lang nachforschen, woher der Tinnitus kommt. Zu viel mit Arbeit, Kids und einer Fortbildung. Mein Arzt hat dann den Antrag gestellt. Also habe ich eigentlich gar nicht lange drüber nachgedacht, sondern das ist sehr spontan entstanden.

  1. Gabe es Hürden? Und wenn ja, welche?

    Nein, gab es nicht. Mein Arzt hatte wohl eine Dringlichkeit angekreuzt und innerhalb von 2 Wochen hatte ich die Bestätigung seitens Krankenkasse vorliegen.

  1. Mit wie vielen Kindern bist du in der Mutter-Kind-Kur gewesen?

    Mit 2 Jungs – zur Zeit der Kur 6 und 2,5 Jahre

  1. Was fandest du richtig gut?

    Es gab tolle Angebote von Anwendungen. Massage/Fango und progressive Muskelentspannung als Entspannungsübung, BodyFit und Nordic Walking zur Bewegung. Es war richtig gut, sich einfach mal um nichts kümmern zu müssen – zweimal die Woche wurde geputzt, man konnte sich an den gedeckten Tisch setzen, das Essen war richtig lecker und es gab eine großartig tolle Kinderbetreuung!!

  1. Was fandest du richtig schlecht?

    Ich war direkt das erste Wochenende krank und musste 24h Abstand von allen anderen halten. Das Essen wurde mir aufs Zimmer gebracht. Frühstück und Abendessen gab es in Buffetform, demnach wurde mir nicht wirklich das gebracht, was wir mögen und auch anfangs viel zu wenig, aber das habe ich reklamiert und die haben es ausgebessert.

  1. Was hättest du gerne vorher gewusst?

    Dass die Kinder nicht gemeinsam in einer Gruppe in der Betreuung sind und dass man abends nicht wirklich die Möglichkeit hat, sich mit anderen Mamas zusammen zu setzen, wenn man kleine Kinder hat – es gab einen Aufenthaltsraum, jedoch müssen die kleinen Kinder ja irgendwann ins Bett und das Babyfon hat nicht bis dahin gereicht, aber am Ende auch kein Weltuntergang. ;)

    Wissen kann man es vorher nicht – aber ein Bewusstsein dafür haben, dass man krank werden kann und dann nicht „rausdarf“, wäre gut gewesen. Damit hatte ich mich null befasst und daher hat es mich sehr getroffen. Ich glaube, hätte ich vorher drüber nachgedacht, hätte ich auch entspannter darauf reagiert.

  1. Wie hat es den Kindern gefallen?

    Super! Die gute Kinderbetreuung war natürlich auch von Vorteil. Die Lage – oben auf dem Berg, mitten im nichts … man konnte viel draußen sein in der Natur. Wir haben liebe Menschen kennengelernt. Beide fragen jetzt ein Jahr später immernoch, ob wir nochmal in die Kur fahren können.

  1. Was würdest du jeder Mama empfehlen, die gerade anfängt, sich um eine Mutter-Kind-Kur zu bemühen?

    Sein eigenes Ziel hinterfragen. WARUM möchte ich die Kur? Ansprüche klar machen … und bitte nicht erwarten, dass man in ein 5 Sterne Hotel kommt und die besten Freunde für´s Leben findet. Und wenn man die Kur antritt, ganz wichtig: sich darauf einlassen. Wenn ich mich nicht darauf einlasse, dass die Kinder dort betreut werden und ich die Anwendungen wahrnehme und auch einfach mal Zeit für mich habe, bringt die Kur nichts. Der Kopf muss unbedingt mitspielen.

    Mit der Krankenkasse sprechen, wie Antrag und Klinikauswahl ablaufen. Bei mir war es so, dass ich eine Liste mit Kliniken bekommen hab und mir daraus eine aussuchen durfte. Das war natürlich super. Einige geben das aber auch einfach vor.

  2. Würdest DU nochmal zur Mutter-Kind-Kur fahren? Und (egal ob ja oder nein): Warum?

    JA! Während der Kur habe ich zwischenzeitlich mal nein gesagt, dass war aber, als ich krank war und Heimweh bekommen hab. Es gab dann gegen Ende der Kur einige Corona Fälle und Magen-Darm, da wurde es etwas ungemütlicher…mit all diesen Dingen habe ich mich im Vorfeld nicht beschäftigt, deshalb hat mich das vielleicht etwas stärker runtergezogen..

    Alles in allem war es eine tolle Zeit, ich bin sehr entspannt gewesen und den Kindern hat es auch gut getan. Daher ein klares Ja. Ich konnte danach auch noch lange davon zehren!

***

Sarahs Interview:

  1. Aus welchem Bundesland kommst du und wo warst du dann in der Mutter-Kind-Kur?

    Ich komme aus NRW. Ich war einmal in Goch und einmal im Allgäu.

  2. Womit hast du angefangen? Also: An wen hast du dich als erstes gewendet, als du darüber nachgedacht hast, vielleicht eine Mutter-Kind-Kur machen zu wollen?

    Tatsächlich habe ich auf Facebook nach Erfahrungsberichten geguckt und tolle Gruppen gefunden. Danach habe ich mit meinem Mann über mein Vorhaben gesprochen.

  3. Gabe es Hürden? Und wenn ja, welche?

    Es gab keinerlei Probleme. Meine Ärztin hat direkt die erforderlichen Unterlagen ausgefüllt und die Krankenkasse hat innerhalb 3 Tage bewilligt.

  4. Mit wie vielen Kindern bist du in der Mutter-Kind-Kur gewesen?

    Ich war jeweils mit 2 Kindern in der Kur.

    1. Kur 1,5 Jahre und 3 Jahre alt
    2. Kur 5 und 6 Jahre alt.
  1. Was fandest du richtig gut?

    Einfach mal Zeit für mich zu haben, viele Impulse zu bekommen. Mal kein Haushalt schmeißen..

    Man kann unheimlich viel Neues einfach mal ausprobieren, ohne Monate irgendwo auf Wartelisten zu stehen oder direkt ein Abo abzuschließen.

  2. Was fandest du richtig schlecht?

    In der letzten Kur war das Betreuungskonzept für meine Kinder sehr schwierig. Das hat leider zu viel unnötigen Stress geführt.

  3. Was hättest du gerne vorher gewusst?

    Ich hätte gerne mehr über die Abläufe erfahren. Dann hätte ich mich in der 2 Kur aufgrund der Betreuung für eine andere Einrichtung entschieden.

  4. Wie hat es den Kindern gefallen?

    Den Kindern hat es richtig gut gefallen. Sie haben auch neue Freunde gefunden.

  1. Was würdest du jeder Mama empfehlen, die gerade anfängt, sich um eine Mutter-Kind-Kur zu bemühen?

    Sich an eine unabhängige Beratungsstelle zu wenden. Die mit den meisten Einrichtungen zusammen arbeitet und nicht nur für ein Träger zuständig sind.

  2. Würdest DU nochmal zur Mutter-Kind-Kur fahren? Und (egal ob ja oder nein): Warum?

    Auf jeden Fall. Die intensive Zeit mit den Kindern ohne den Alltag bringt mir keiner wieder.

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