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Mutter-Kind-Kur: Tina, Steff, Klara, Katja & Amelie berichten von ihren jeweiligen Erfahrungen

Dies hier ist Teil 6 unserer gemeinsamen Blog-Reihe zum Thema Mutter-Kind-Kuren und ich habe mich wieder mega gefreut, die Erfahrungsberichte der nächsten 5 Teilnehmenden zu lesen. Und das Feedback ist jedes Mal groß! So viele Mütter wünschen sich, eine Kur machen zu können, trauen sich aber nicht recht, damit loszulegen ODER haben schon schlechte Erfahrungen in Form von Ablehnung durch die Krankenkasse gemacht. Ich hoffe sehr für sie, dass sie in dieser Reihe Infos finden, die ihnen helfen, es noch einmal zu versuchen und dabei dann auch Erfolg zu haben.

Außerdem wollte ich gerne noch einmal betonen, dass hier natürlich auch Raum für Papa-Kind-Kur-Erfahrungen ist oder solche, die zum Thema Familienkur gemacht wurden. Meldet euch sehr gerne bei mir, wenn ihr hier etwas dazu erzählen möchtet – schreibt mir einfach eine Mail an hallo@laecheln-und-winken.com. <3

Mutter-Kind-Kur – 5 Interviews

Tinas Interview:

  1. Aus welchem Bundesland kommst du und wo warst du dann in der Mutter-Kind-Kur?

    Wir kommen aus NRW und waren in Niedersachsen, Mecklenburg Vorpommern, Baden Württemberg.

  1. Womit hast du angefangen? Also: An wen hast du dich als erstes gewendet, als du darüber nachgedacht hast, vielleicht eine Mutter-Kind-Kur machen zu wollen?

    Bei den ersten Kuren habe ich mich zuerst an die Krankenkasse gewendet und dort das Anmeldeformular, das mit dem Arzt ausgefüllt werden muss, angefordert. Bei der letzten Kur war das nicht mehr nötig, denn der Arzt kann es direkt online ausfüllen und braucht keinen Vordruck mehr.

  1. Gabe es Hürden? Und wenn ja, welche?

    Hürden gab es bei der Wahl der Klinik und bei der Bewilligung.

  1. Mit wie vielen Kindern bist du in der Mutter-Kind-Kur gewesen?

    Mit 1-2 Kindern.

  1. Was fandest du richtig gut?

    Am besten fand ich das nicht Kochen und sich keine Gedanken ums Essen machen zu müssen ;), die Begegnung mit anderen Menschen und die viele Freizeit.

  1. Was fandest du richtig schlecht?

    Eine wirklich individuelle Betreuung ist fast nicht möglich.

  1. Was hättest du gerne vorher gewusst?

    Dass eine Krankheit während der Kurzeit vorprogrammiert ist.

    Dass eine Kur alle 2 Jahre möglich ist (wenn die Klinik z.B. einen entsprechenden Vermerk beim Abschlussgespräch macht ;)

  1. Wie hat es den Kindern gefallen?

    Das Miteinander mit den anderen Kindern und neue Freundschaften finden.

  1. Was würdest du jeder Mama empfehlen, die gerade anfängt, sich um eine Mutter-Kind-Kur zu bemühen?

    Sich nicht entmutigen lassen, wenn etwas in der Beantragung oder bei der Klinik-Auswahl zum Beispiel länger dauert und sich im Vorfeld klar machen, was man will und erwartet.

  1. Würdest DU nochmal zur Mutter-Kind-Kur fahren? Und (egal ob ja oder nein): Warum?

    Ich würde gerne mindestens noch zweimal zur Kur fahren, solange die Kinder noch im passenden Alter sind, auch wenn proklamiert wird, eine MuKiKur sei kein Urlaub (wegen der Termine und Anwendungen), habe ich’s doch so empfunden.

***

Steffs Interview:

  1. Aus welchem Bundesland kommst du und wo warst du dann in der Mutter-Kind-Kur?

    Ich komme aus NRW – wir waren in Cuxhaven (Niedersachsen) und in Kellenhusen (Schleswig-Holstein) zu Gast.

  2. Womit hast du angefangen? Also: An wen hast du dich als erstes gewendet, als du darüber nachgedacht hast, vielleicht eine Mutter-Kind-Kur machen zu wollen?

    Beim ersten Mal habe ich das ganze direkt über meinen Hausarzt in die Wege geleitet, beim zweiten Mal wollte ich möglichst alles abgeben und habe eine Hilfsorganisation zur Unterstützung herangezogen, leider weiß ich nicht mehr welche das war :(

  1. Gabe es Hürden? Und wenn ja, welche?

    Nein, beide Kuren wurden sofort bewilligt.

  1. Mit wie vielen Kindern bist du in der Mutter-Kind-Kur gewesen?

    Ich war jeweils mit 2 Kindern zur Kur.

  1. Was fandest du richtig gut?

    Der Austausch mit anderen Müttern tat mir sehr gut, es war einfach wie ein kleiner Urlaub – durch die Kinderbetreuung hatte ich auch mal Zeit für mich alleine, was im Alltag oft viel zu kurz kam.

  1. Was fandest du richtig schlecht?
    Tatsächlich gab es beide Male einfach gar nichts was richtig schlecht war! Was mich bei der ersten Kur etwas gestresst hat, war die Tatsache, dass ich manche Behandlungen zur Mittagszeit nicht wahrnehmen konnte, da ich meine Tochter (damals 1,5 Jahre) zum schlafen abholen musste. In der zweiten Kur hatte ich dann bereits ein schulpflichtiges Kind (9 Jahre), da mussten wir auch nach Betreuungsschluss noch einiges an Hausaufgaben machen. Es war lediglich eine Betreuung gewährleistet, aber es hat keine Korrektur oder Hilfe bei den Aufgaben stattgefunden.
  1. Was hättest du gerne vorher gewusst?

    Dass ein Kind mit 1,5 Jahren eben doch noch zu jung ist. Sie war Fremdbetreuung bereits gewohnt, aber das mittags abholen und anschließend wieder zur Betreuung bringen hat nicht immer so gut funktioniert.
    Dass sich Kinderkrankheiten in einer Kurklinik offensichtlich noch besser verbreiten als im Kindergarten.

  1. Wie hat es den Kindern gefallen?

    Die Kinder hatten eine sehr gute Zeit und haben Freunde gefunden, zu denen teilweise auch heute noch Kontakt besteht.

  2. Was würdest du jeder Mama empfehlen, die gerade anfängt, sich um eine Mutter-Kind-Kur zu bemühen?

    Bleib dran, es lohnt sich!

  1. Würdest DU nochmal zur Mutter-Kind-Kur fahren? Und (egal ob ja oder nein): Warum?

    Grundsätzlich definitiv! Da mein ältester nun aber zu alt ist für die Betreuung und niemand „zurückgelassen“ wird kommt eine weitere Kur nicht in Frage.

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Klaras Interview:

  1. Aus welchem Bundesland kommst du und wo warst du dann in der Mutter-Kind-Kur?

    Ich komme aus Hamburg und war in Cuxhaven auf Kur. Die Klinik liegt direkt hinterm Deich.

  1. Womit hast du angefangen? Also: An wen hast du dich als erstes gewendet, als du darüber nachgedacht hast, vielleicht eine Mutter-Kind-Kur machen zu wollen?

    Ich glaube, ich habe mich mit Freundinnen ausgetauscht und online recherchiert. Dann war ich bei einer Beratungsstelle des Müttergenesungswerks und dann bei meinem Hausarzt. Die Beraterin des Müttergenesungswerkes hatte mir einige Klinken rausgesucht, die in Frage gekommen wären. Meine Krankenkasse arbeitete aber mit anderen Kliniken zusammen und schlug mir dann andere Kliniken vor. Da war aber dann auch etwas für mich dabei. Das war nur etwas verwirrend.

  1. Gabe es Hürden? Und wenn ja, welche?

    Diverse Formulare – erst beim Arzt, dann hatte die Krankenkasse nochmal Fragen, dann die Klinik selber. Ich hatte das Gefühl fünfmal das Gleiche auszufüllen. War aber nicht schlimm. Nur etwas nervig.
    Zudem musste ich dann noch eine Situations-Erläuterung scheiben – das war recht aufwendig. War beim Antrag meiner zweiten Kur aber gar nicht mehr nötig. Hat sich vielleicht geändert. Und vielleicht habe ich mir da auch zu viel Mühe gemacht…

  1. Mit wie vielen Kindern bist du in der Mutter-Kind-Kur gewesen?

    Mit meiner Tochter – 4 Jahre.

  1. Was fandest du richtig gut?

    Drei Wochen nicht arbeiten, putzen und kochen zu müssen. Einfach nicht die Dreifach-Belastung von Arbeit, Kind und Haushalt zu haben… Und die tolle Lage – direkt hinterm Deich. Auch wenn wir im Winter dort waren, war es toll so nah am Meer zu sein und jeden Morgen über den Deich dem Sonnenaufgang entgegen zu walken.

  1. Was fandest du richtig schlecht?

    Das psychologische Programm vor Ort war sehr dünn. Ich hatte einen guten Kurs  – aber nur für 1 oder 2 Wochenstunden mit ca. 8 weiteren Frauen. Wann kommt man da schon zu Wort und kann seinen Fall „behandeln“…

  2. Was hättest du gerne vorher gewusst?

    Dass eine Kur nur eine kurze Auszeit ist und Anstöße geben kann, aber keine langfristige Lösung ist… Ich hatte mehr erwartet.

  3. Wie hat es den Kindern gefallen?

    Meine Tochter hat sich erst etwas schwer in der fremden Betreuung getan  – was aber ja normal ist. Ansonsten fand sie es super und freut sich auf die nächste Kur.

  4. Was würdest du jeder Mama empfehlen, die gerade anfängt, sich um eine Mutter-Kind-Kur zu bemühen?

    Unbedingt machen!!! Und schon vorher gut überlegen, in welchem Zeitraum man fahren möchte. Davon muss man etwas abhängig machen, wann man beantragt, da Antrag, Bewilligung und Kliniksuche etwas Zeit brauchen. Meist sind Kliniken auch lange ausgebucht.
    Und auch beantragen, wenn die vier Jahre zwischen letzter Kur und neuem Antrag noch nicht rum sind. Ich war knapp unter den vier Jahren – hatte aber genug Gründe die Notwendigkeit zu unterstreichen. Corona spielt mit rein, aber gerade in dieser Zeit war meine Mutter schwer erkrankt, wurde pflegebedürftig und verstarb leider als ich gerade beantragen wollte… Dazu die normalen Herausforderungen einer Frau und  Mutter.

  5. Würdest DU nochmal zur Mutter-Kind-Kur fahren? Und (egal ob ja oder nein): Warum?

    Auf jeden Fall – nächsten Sommer sind wir wieder auf Kur. Dann ist meine Tochter 8 Jahre alt. Diese Auszeit ist eine tolle Erholung – viel höhere Erwartungen sollte man nicht haben, aber das ist es definitiv. Zumindest mit einem Kind. Wie es mit zwei Kindern ist – wenn man den Partner nicht dabei hat – kann ich schwer einschätzen.

***

Katjas Interview:

  1. Aus welchem Bundesland kommst du und wo warst du dann in der Mutter-Kind-Kur?

    Ich komme aus Rheinland-Pfalz und war auf Amrum zur MKK.

  1. Womit hast du angefangen? Also: An wen hast du dich als erstes gewendet, als du darüber nachgedacht hast, vielleicht eine Mutter-Kind-Kur machen zu wollen?

    Ich habe schon lange darüber nachgedacht dass ich mal eine Auszeit für mich brauche, mich aber irgendwie erst nicht getraut (was denkt das Umfeld, was hält mein Mann davon, die Kollegen usw). Meine Schwester hatte den Schritt dann gewagt, das hat mir dann den Ruck gegeben. Ich habe mich mit einer Kurberatung in Verbindung gesetzt (Diakonie) weil meine Schwester damit gute Erfahrungen gemacht hatte, von denen bekam ich Unterlagen und viele Infos und dann bin ich zum Arzt um die Formulare auszufüllen. Den Rest hat wieder die Kurberatung erledigt.

  1. Gabe es Hürden? Und wenn ja, welche?

    -Eigentlich einzige Hürde: lange Wartezeiten in den Kliniken. Von Genehmigung der Krankenkasse bis wir gefahren sind waren knapp 12 Monate vergangen.

    -In meinem Kopf: Eigentlich wäre ich gerne zur Mütterkur gefahren, also wirklich nur für mich eine Auszeit. Davon abgehalten hat mich, dass mein Mann sich wahrscheinlich wenig eingeschränkt hätte, sondern die Kinder sicherlich hauptsächlich von seiner Mutter (sie wohnt im gleichen Haus…) betreuen lassen hätte. Er ist selbstständig, was oft ein Standardargument ist. Wenn die Kids 3 Wochen bei der Schwiegermutter gewesen wären, hätte ich danach mehr Zeit gebraucht sie wieder „einzunorden“ als ich mich vorher erholt habe… daher also dann doch die Wahl die Kinder mitzunehmen. Außerdem weiß ich nicht, ob ich es 3 Wochen ausgehalten hätte ohne die Kinder. :)

  1. Mit wie vielen Kindern bist du in der Mutter-Kind-Kur gewesen?

    Mit meinen 2 Jungs, zum dem Zeitpunkt 6 (noch Kita) und 8 (2. Klasse) Jahre.
  1. Was fandest du richtig gut?
    Das Meer, die Unterhaltungen mit den Gleichgesinnten, manche Kurse waren super! Und die Zeit (natürlich auch mit den Kindern) mal fernab von Alltag zu genießen, auch wenn wir viel Programm hatten.
  1. Was fandest du richtig schlecht?
    -Das Essen ;)
    -die Schulbetreuung beim Großen, bzw die Kommunikation im Vorfeld (die Lehrer sollten Stoff für 20 Stunden mitgeben, gemacht wurden aber tatsächlich nur max 10 h, so dass das Kind frustriert war dass so viel übrig war…). Hätten sie direkt 10 h vorgegeben wäre angenehmer gewesen.
    – Mein Sohn (Allergiker und allergisches Asthma) hat eine Asthma Schulung bekommen, die war allerdings nur für Kinder (was ich auch sinnvoll fand!). Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass ich parallel auch eine bekomme, was nicht angedacht war und als ich nachgefragt habe, war es zu spät, weil die Erwachsenen Schulung früher begonnen hatte und schon fast zu Ende war.
    -Ich hatte mich für diese Klinik entschieden weil es einen Klinik Chor gibt (mit Zertifikat usw) aber während der gesamten 3 Wochen gab es dazu nie Infos, leider.
  1. Was hättest du gerne vorher gewusst?

    -welche(s) Programm/Kurse in der Klinik angeboten wird, um sich schon im Vorfeld Gedanken machen zu können, was man vll auch mal testen möchte. Vieles hat man erst mitbekommen, wenn andere erzählt haben dass sie gerade dort waren. Das war sehr schade. Wie zb die Asthma Schulung für Erwachsene…
    – Dass ich weniger vom vorgegebenen Programm machen kann/soll und mir mehr Freizeit einräume.
    -Dass der Alltag direkt einen Tag nach der Kur dich wieder so krass einholt und du entweder sofort Sachen ändern musst, wenn du das wolltest, weil sonst machst du es wahrscheinlich eh nicht.

  1. Wie hat es den Kindern gefallen?
    Gut! 
  2. Was würdest du jeder Mama empfehlen, die gerade anfängt, sich um eine Mutter-Kind-Kur zu bemühen?

    – Lass dir gerne helfen durch eine Kurberatung, die machen nichts anderes und wissen sofort, welche Kliniken für welche Indikation passt. Im Klinikdschungel kommt man sehr schwer alleine klar eine auszuwählen. Klar schlägt die Krankenkasse auch Kliniken vor, aber man hat hier ein Wahlrecht, und wenn man beim Beantragen gleich eine Klinik mit angibt ist die Chance recht gut, dass das klappt (außer die Krankenkasse arbeitet genau mit dieser Klinik nicht zusammen). -Informiere dich vorher gut was die Klinik alles anbietet und wäge ab, was dir wichtig ist bevor du dich entscheidest welche Klinik es wird.
    -Kein Stress bei langer Anreise. Wir sind tatsächlich für die Strecke auf 2 Etappen mit einer Zwischenübernachtung gefahren, dadurch war es recht entspannt und wir kamen nicht erst spät abends in der Klinik/zu Hause an. Dafür habe ich das Schulkind den Tag vor und nach der Kur von der Schule befreien lassen, was mit der Lehrerin ohne Probleme geklappt hat bei uns.
    -Einen Großteil der Anreisekosten hat die Kasse mir im Nachgang erstattet (außer die Übernachtungskosten selbst). -versuche wirklich danach auch Dinge zu ändern/anzupassen, die du in der Kur gelernt hast, damit du nicht 1 Tag nach der Kur direkt wieder vom Alltag eingeholt wirst.
  1. Würdest DU nochmal zur Mutter-Kind-Kur fahren? Und (egal ob ja oder nein): Warum?
    Klares Ja, ABER: nächstes Mal dann tatsächlich reine Mütterkur nur für mich! Und in einer anderen Klinik, am liebsten dann eine reine Mütterklinik :D

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Amelies Interview:

  1. Aus welchem Bundesland kommst du und wo warst du dann in der Mutter-Kind-Kur?

    Ich komme aus NRW und war dann in Büsum an der Nordsee zur Kur. In Büsum gibt es zwei Mutter-Kind-Kurheime  – ich hatte mich aus persönlichen Gründen für das kleinere, evangelische Kurheim „Gode Tied“ entschieden.

  1. Womit hast du angefangen? Also: An wen hast du dich als erstes gewendet, als du darüber nachgedacht hast, vielleicht eine Mutter-Kind-Kur machen zu wollen?

    Die erste Mutter-Kind-Kur vor nun schon 5 Jahren war sehr einfach: ich habe meiner Hausärztin von meiner ständigen Müdigkeit und Erschöpfung erzählt und ich brauchte nur „berufstätige Mutter von Zwillingen“ sagen, da hatte ich schon alle Unterlagen von ihr in den Händen. Damals konnte ich noch selbst angeben, wo ich gerne hinfahren würde. Ich habe den ärztlichen Bogen zur Krankenkasse gebracht, habe von dort ein neues Antragsformular erhalten und konnte dort drei Wunschorte angeben.

  1. Gabe es Hürden? Und wenn ja, welche?

    Nein, ich hatte das große Glück, dass es wirklich ein Durchlauf war. Es hat alles auf Anhieb geklappt und wurde auf Anhieb bewilligt. Die größte Hürde war dann – und das ich Jammern auf hohem Niveau – die Wartezeit, bis es endlich so weit war, dass wir fahren konnten.

  1. Mit wie vielen Kindern bist du in der Mutter-Kind-Kur gewesen?

    Ich bin mit den damals gerade 5jährigen Zwillingen gefahren – mein ältester Sohn war bereits zu alt.

  1. Was fandest du richtig gut?

    Eigentlich alles. Die Versorgung und Unterbringung war toll. Wir hatten ein schönes Zimmer mit allem, was wir brauchten. Ich konnte auf meine Anwendungen gut Einfluss nehmen – mir war wirklich Ruhe und Erholung am wichtigsten. Ich hatte viel Zeit für mich allein und die Zeit mit den Kindern war ganz anders als zu Hause und hat uns sehr verbunden. Es war toll, dass ich mich nicht ums Kochen, Tisch decken, Wäsche machen etc. kümmern musste, ich hatte viel Zeit für meine Gedanken und Sorgen. Das Team war gut aufeinander eingestellt und die Kommunikation funktionierte sehr gut. Die Therapieeinheiten, die ich hatte, waren wohltuend und das, was ich auch zum Fortführen zu Hause vorgeschlagen bekam, war so durchdacht, dass das auch möglich war. Es hat mir einfach wirklich sehr gut gefallen.

  1. Was fandest du richtig schlecht?

    Was mir nicht so gut gefallen hatte, war zum Beispiel die feste Tischgemeinschaft. Man hatte feste Plätze am Esstisch und immer die gleichen Menschen um sich herum. Ich hatte mir vorher vorgenommen, nur für mich zu sein. Ich wollte nicht zwangsläufig auch wieder die Probleme der anderen hören (da ich in der Kirche u.a. auch im Seelsorgebereich tätig bin, brauchte ich einfach ein AUS). Aber da es ein kleines Haus war, war auch das okay.

  1. Was hättest du gerne vorher gewusst?

    Eigentlich war alles gut organisiert. Ich habe alle notwendigen Informationen bereits vorab erhalten und zu Beginn gab es gute Informationsveranstaltungen.

  1. Wie hat es den Kindern gefallen?

    Den Kindern hat es auch sehr gut gefallen. Ich muss dazu sagen, dass die Kinderbetreuung nur bis nach dem Mittagessen verpflichtend war und nach dem Mittagessen freiwillig. Ich habe die beiden immer nach dem Essen abgeholt und wir hatten tolle Mutter-Kinder-Zeit dort. Wenn wir jetzt in diesem Jahr fahren, sind sie allerdings Schulkinder und machen sich etwas Sorgen, dass das dann nicht so entspannt wird. Wir werden sehen.

  1. Was würdest du jeder Mama empfehlen, die gerade anfängt, sich um eine Mutter-Kind-Kur zu bemühen?

    Ich würde dazu raten, die Horrorgeschichten der anderen nicht zu sehr an sich ranzulassen. Es gibt bestimmt schwierige Erfahrungen, aber je unbedarfter man selbst da ran geht, umso besser stehen die Chancen für eine entspannte Kur. Ich glaube, es ist ziemlich individuell, wie man von der persönlichen Einstellung her an solch eine Kur rangeht. Wenn man wirklich das Gefühl hat, man muss raus aus allem, man braucht einen Cut, dann kann das auch gut werden. Es ist kein Urlaub und man muss schon arbeiten wollen. Und es ist auch schwer, das Gelernte zu Hause umzusetzen. Aber es ist es wert.

  1. Würdest DU nochmal zur Mutter-Kind-Kur fahren? Und (egal ob ja oder nein): Warum?

    Ja, und das werde ich auch in 2024. Ich habe die Bewilligung und den Ort bereits zu Hause liegen und freue mich unbändig darauf. Drei Wochen raus aus allem, ich kann es kaum abwarten. Für mich war das die erholsamste Zeit in all den Jahren des Mama – bzw. berufstätige Mama-seins.

 

Mehr Interviews folgen…

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