Leser-Geburtsberichte

Leser-Geburtsbericht: Christin erzählt

Als ich am 6.12.15 den positiven Test in der Hand hielt habe ich mich sehr gefreut. Was für ein tolles Nikolausgeschenk 😍

Am Heiligabend kam dann morgens erstmal der große Schock: Die Große war bei Oma, da wir fürs Essen noch einiges vorzubereiten hatten. In dieser Nacht schlief und träumte ich schlecht… Ich träumte, dass ich das Kind verloren hatte 😐 Als ich aufwachte hatte ich Blutungen. Scheiße. Also ab zum Bereitschaftsdienst. Die Ärztin untersuchte mich, machte Ultraschall und dort sah ich das kleine Gummibärchenherz schlagen wir 😍 Woher die Blutung kam wusste keiner, mir wurde Gelbkörperhormon in Tablettenform verschrieben, welche ich die ersten 3 Schwangerschaftsmonate nehmen sollte.

Die restliche Schwangerschaft verlief im Großen und Ganzen problemlos. Da wir in dieser Zeit gerade ein Haus gekauft und umgebaut haben, waren in fast allen CTG‘s Wehen zu sehen, gespürt habe ich aber nix.

Und so kam der errechnete Entbindungstermin. Da das ein Samstag war musste ich zur Kontrolle in die Klinik. CTG angeschlossen und siehe da. Keine einzige Wehe 🙄 Da ich im Hochsommer hochschwanger war hatte ich eigentlich keine große Lust mehr meine Murmel vor mir herzuschieben. Ich besprach das weitere Vorgehen mit der Hebamme und stellte mich am Montag wieder bei meiner Frauenärztin vor. Auch in diesem CTG keine einzige Wehe. Oh man 😓 Nun ja, bei der Untersuchung zumindest die erhofften Worte: „VT nicht mehr abschiebbar!“ und eine sehr, sehr unangenehme „Abtastung“ des Muttermundes. So unangenehm, dass ich der Ärztin am liebsten eine gescheuert hätte 😤 Also wieder Heim, Termin für Mittwoch. Nachmittags schön spazieren gegangen und anschließend mit der Großen nochmal zum Spielplatz. 23 Uhr sind wir ins Bett.

1.45 Uhr werde ich wach. Ui! Irgendwas ist. Ich habe Wehen und muss die schon wegpusten. Ich warte erstmal die nächste ab. Nach 5 Minuten ist die da. Aber es könnte ja doch ein Fehlalarm sein, also warte ich noch eine ab. Nach 3 Minuten ging es weiter. Mist, jetzt geht es los… Mann geweckt. „Ruf deinen Dad an, wir müssen in die Klinik!“ Zu diesem Zeitpunkt dachte ich noch… Ich geh nochmal flugs duschen. Ich stand unten im Bad mit frischen Klamotten unterm Arm und dachte: „Nee! Duschen ist nicht! Wir müssen los!“ Also, die längste Viertelstunde meines Lebens auf die Schwiegereltern gewartet und ca. 2.15 Uhr Richtung Klinik aufgebrochen. Die Wehen wurden immer stärker und kamen teilweise ohne Pause. Ich war schon geschafft, als wir um kurz nach halb 3 in der Klinik waren. Die Nachtschwester überlegte glaube ich kurz, ob sie mich nochmal aufs Zimmer schickt, hat sich dann aber doch für den Kreißsaal entschieden und die Hebamme informiert. Mir wurde das CTG angelegt und der Muttermund untersucht: 7 cm! Ui, dachte ich, dann dauert es nicht mehr so lange 🤓 Nunja, die Wehen kamen in immer kürzeren Abständen, wurden immer heftiger. Ich schrie aus Leibeskräften, die Hebamme tastete immer wieder den Muttermund und mein Mann hielt tapfer meine Hand. Ca. 3.15 Uhr platzte dann die Fruchtblase und die Hebamme hielt mich an, nicht alles oben rauszuschreien, sondern unten rauszudrücken. Und nach 3 Presswehen war unser kleiner Mann am 23.8.16 um 3.35 Uhr mit 2940g und 47 cm auf der Welt.

Wir waren überglücklich und ich auch megastolz auf mich selbst, denn obwohl ich nach allen verfügbaren Schmerzlinderungen verlangte, war nicht die Zeit dafür, und so habe ich die knapp 2-stündige Geburt ganz ohne Schmerzmittel geschafft. Die Hebamme und die Assistenzärztin haben eine unglaubliche Ruhe ausgestrahlt. Lustigerweise war der Geburtszeitpunkt auch die Uhrzeit, um die der Kleine zur Bauchzeit auch immer sehr aktiv war.

 

Diesen schönen Bericht über die Geburt ihres zweiten Kindes hat Christin (33 Jahre) geschrieben. 🙂 

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