Leser-Geburtsberichte

Nadine erzählt

Ich war mit unserem dritten Kind schwanger. Wir haben schon einen Sohn und eine Tochter und unser drittes Kind, ein Mädchen, war ein absolutes Wunschkind.
Auch wenn ich gefühlt die letzten Jahre nur schwanger war, ja…die Abstände zwischen den Kindern waren nie wirklich lang aber genau so gewünscht 🙂  freuten wir uns sehr das wir bald zu fünft sein sollten.
Bei den ersten beiden Geburten sind wir irgendwie immer zu früh in die Klinik gefahren. Die Wehen fingen an, erst langsam und mit riesen Abstand aber dann irgendwann heftiger und nur noch 5 Minuten Abstand. Also los in die Klinik, um dann doch noch eine Nacht und länger dort bleiben zu müssen, weil die Wehen meinten jetzt reicht es erstmal und wir machen mal Pause – eine laaaange Pause.
Das wollte ich beim dritten Kind so gerne anders haben. Ich mag keine Krankenhäuser und halte mich so wenig wie möglich und so kurz wie möglich in Ihnen auf 😉
Eine Hausgeburt war bei uns leider nicht möglich. Ich habe mich wund telefoniert aber dort wo wir wohnen, findet man leider keine hebamme die die Geburt mit uns zu Hause hätte begleitet können.
Soooo…die Wehen fingen an, wie bei den ersten beiden erst langsam und dann immer heftiger. Aber ich dachte, ach was soll’s , sie werden bestimmt wieder weniger. Ich war so unglaublich entspannt. Zu Hause mit meinem Mann und mit den beiden „großen“ war es einfach gemütlich. Ich konnte jede wehe gut weg atmen. Dann nach ein paar Stunden waren die Wehen allerdings immer noch sehr kräftig. Doch irgendwie ganz anders als bei den ersten beiden Geburten. Ich rief dann lieber den Opa an, der sich um seine Enkelkinder kümmern sollte. Er wollte vorher noch schnell einkaufen fahren. Ich erinnere mich wie ich sagte „ denk da bloß nicht dran, du kommst jetzt lieber sofort hier her“ 🙂
Nach 20 min war er da und wir auf dem Weg ins Krankenhaus. Die Wehen waren mittlerweile so heftig das ich doch langsam Angst bekam, dass das Kind im Auto zur Welt kommt. Wir schafften es aber hin und auf die Station. Ich konnte schon gar nicht mehr wirklich reden und versuchte eine Wehe nach der anderen zu veratmen. Die Hebamme kam freudestrahlend auf uns zu und sagte das es schön sei das wir da sind und sie auch gar nichts zu tun hat und sich ganz auf uns konzentrieren kann. Als sie mich beobachtete, wie ich mich keuchend an der Wand abstützte, fragte sie aber doch erstaunt wie lange ich die Wehen denn schon so heftig hätte…“naja, mit der Fahrt etc., so ganz doll, vielleicht ne Stunde“
Wir waren vielleicht 15 min im Kreißsaal, sie hat mich untersucht und der Muttermund war schon ganz eröffnet, nach zwei Pressewehen war unsere Maus auch schon da…
Ich glaube durch diese entspannte Situation zu Hause,  dass ich mich so wohl gefühlt habe mit meiner Familie, hat dazu beigetragen das der Muttermund schon, für mich, relativ schnell auf ging. Auch wenn es sich zum Schluss stressig anhört und es in der Klinik so furchtbar schnell ging (zum leid der hebamme, die hatte sich wirklich gefreut auf eine lange begleitende Geburt 😉 ) war es von allen dreien die schönste und „entspannendste“ Geburt.

Diesen schönen Geburtsbericht hat Nadine geschrieben 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.