Geburtsberichte
Leser*innen-/Geburtsberichte

Leser-Geburtsbericht: Yvonne M.

Also meine zweite Schwangerschaft verlief wie auch die erste ziemlich entspannt. Zwar hatte ich fast 5 Monate mit starker Übelkeit und Erbrechen zu kämpfen, aber trotzdem fand ich es wunderschön schwanger zu sein. Der große Bruder war knapp drei und freute sich schon sehr auf seinen Bruder.
Es war der 24.10.14 und mein kleiner Bauchbewohner war schon vier Tage über Termin, als ich meinen Mann um 6 Uhr morgens mit dem Erstgeborenen ins Wohnzimmer schickte, um noch ein bisschen zu schlafen. Die Nacht war nämlich schlaftechnisch nicht so toll. Es war ein Freitag und ich meinte noch, der kleine lässt sich noch ewig Zeit, weil ich noch keine spürbaren Wehen zu dieser Zeit hat. Ich bin auch tatsächlich nochmal eingeschlafen und gegen halb neun aufgewacht mit leichten Bauchschmerzen. Mein Mann wollte dann unbedingt, da ich ja schon über Termin war, ins Krankenhaus fahren. Ich wäre ja noch zuhause geblieben :). Aber zum Glück sind wir ja dann doch gefahren.
Also kurz bei der Oma den Erstgeborenen abgegeben, sodass wir so ca 9.30 Uhr im Krankenhaus waren. Ich klingelte an der Kreissaaltür und eine nette Hebamme begrüßte uns. Ich sagte ihr, dass ich mir nicht ganz sicher wäre, ob es denn wirklich los gehen würde, aber sie war total entspannt und sagte, dass finden wir dann jetzt mal zusammen raus. Der übliche Anmeldekram war erledigt und die Hebamme schloss mich erstmal ans CTG an. Bis dahin hatte ich lediglich leichte Bauchschmerzen, wie wenn man sie von der Periode her kennt. Beim CTG waren wohl Wehen zu erkennen, jedoch nahm ich sie zu der Zeit aktuell gar nicht richtig war. Man muss auch sagen, dass ich eher schmerzunempfindlich bin. Während des CTGs meinte die Hebamme noch, dass sie mich hier behalten würden, da erstens Wehen vorhanden wären und zweitens ich über Termin wäre. Ich solle dann gleich einfach viel spazieren gehen. Aber vorher will sie mich untersuchen und schauen, ob der Muttermund sich schon geöffnet hatte. Bei der Untersuchung durch die Hebamme stellte sie dann mit Erstaunen fest, dass der Muttermund schon fast vollständig geöffnet war, ca.9 cm., dass Ziehen im Bauch wurde bisschen mehr, aber locker auszuhalten. Aus dem Spaziergang wurde dann natürlich nichts mehr :). Es war jetzt kurz nach 10 Uhr und die Ärztin wollte unbedingt noch ein Ultraschall machen, um zu sehen, ob das Köpfchen richtig liegt. Die Hebamme meinte noch, dass der Muttermund fast vollständig geöffnet ist und es jederzeit los gehen könnte. Aber die Ärztin wollte sich nicht davon abbringen lassen. Also wieder anziehen und einmal über den Flur, da das Behandlungszimmer am Ende des Ganges lag. Nun war 10.15 Uhr und plötzlich wurden die Wehen wesentlich stärker. Die Ärztin hatte schon Angst, dass ich das Kind auf dem Weg zum Kreißsaal bekomme :). Nun wurde ich von der Hebamme in den Kreißsaal begleitet und dann wurde es von jetzt auf gleich sehr schmerzhaft. Von 10.20-10.40 kam dann eine Wehe nach der anderen, die ich am besten im stehen veratmen konnte. Zwischen den Wehen lagen immer nur gefühlt eine halbe Minute und dann wieder die nächste hinterher. Für PDA war es natürlich viel zu spät, was für mich aber nicht so schlimm war. Die erste Geburt war auch ohne PDA und ich wusste das es irgendwann vorbei war. Ich weiß noch wie mein Mann und die Hebamme angelehnt an den Arztschränken stand und ich im stehen eine Wehe nach der anderen veratmet habe. Die Hebamme sagt noch, in diesem Stadium der Geburt, hätte sie eigentlich mehr zu tun. Aber ich kam mir keinesfalls allein oder nicht beachtet vor. In der Situation war ich völlig mit mir allein beschäftigt und das war auch gut so.
Um 10.45 schlug die Hebamme mit vor die Fruchtblase zu eröffnen, da sie denkt, dass der kleine Mann dann bald da wäre. Ich willigte ein und so wurde mir gegen 10.45 die Fruchtblase eröffnet. Da ich schon grünes Fruchtwasser hatte war es doch gut, dass ich mich nur Eröffnung der Fruchtblase entschieden hatte. Nach der Eröffnung kamen dann die Wehen so stark und auch die Presswehen wurden plötzlich extrem. Die letzten 5 Minuten bevor der kleine Mann geboren wurde, habe ich wir in Trance erlebt. Die Hebamme hätte wohl mehrfach gesagt, ich solle mir doch eine Pause gönnen, aber ich hatte dauerhaft Presswehen und konnte gar nicht aufhören. Ich hatte das damals gar nicht mitbekommen, mein Mann erzählt das heute noch immer :). Um 10.57 habe ich meinen zweiten Sohn im Vierfüsslerstand auf die Welt gebracht. Mit einem stolzen Gewicht von 4150 g, 57cm und 38 cm Kopfumfang. Da die Geburt so schnell und das Fruchtwasser bereits grün war, hatte der kleine am Anfang paar Anpassungsstörungen, was aber nach paar Minuten auch schon wieder gut war. Alles in allem war es trotz der Übelkeit eine schöne Schwangerschaft eine tolle Geburt und ich war sehr froh, dass dieser kleine, große Mann dann endlich da war :).

Diesen schönen Geburtsbericht hat Yvonne geschrieben :)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

I accept that my given data and my IP address is sent to a server in the USA only for the purpose of spam prevention through the Akismet program.More information on Akismet and GDPR.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.