WhatsApp-Interviews

WhatsApp-Interview: 24 Fragen an Ernährungsberaterin Sara – Teil 2

Als ich vor Kurzem auf der Facebook-Seite von LÄCHELN UND WINKEN fragte, ob Interesse an einem WhatsApp-Interview mit einer Ernährungsberaterin bestünde, trudelten so irre schnell echt viele Fragen zum Thema gesunde Ernährung von Kindern ein, dass ich ziemlich sofort zwei Sachen wusste: 1. Ich bin nicht die einzige Mama, die leider viel weniger Ahnung vom “richtig Essen” hat, was ich schrecklich beruhigend finde!!! :D 2. Dieses Interview wird aufgrund seiner Länge ein Zweiteiler :D . Und nachdem der erste Teil bereits erschienen ist, gibts jetzt endlich auch den zweiten Teil des WhatsApp-Interviews mit Sara vom Blog Schnabel-auf  – los gehts:

#Frage 13

[20:19, 16.3.2018] Anke:
Mit welchen Lebensmitteln (von Fleisch mal abgesehen) lässt sich der Eisenbedarf eines Kindes am besten abdecken?

[12:32, 17.3.2018] Sara:
Mit Hülsenfrüchten! Linsen haben am meisten, gefolgt von Kichererbsen und Co. Ansonsten Amaranth, Quinoa oder Hirse als Flocken oder gepufft. Außerdem grünes Gemüse und Beeren. Bitte achtet darauf, dass es Vitamin C braucht, um Eisen gut aufzunehmen. Also immer schön kombinieren mit z.B. Petersilie, Sanddorn oder Paprika. Und Milchprodukte hemmen die Aufnahme von Eisen. Aber auch hier gilt, wie bei all meinen Antworten: Macht euch so wenig Kopf wie möglich, mit einer ausgewogenen Ernährung haben die Kinder alles was sie brauchen! Je verkopfter, so verkrampfter. Je natürlicher die Zutaten, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind alles bekommt was es braucht – ohne groß nachzudenken.

#Frage 14

[12:42, 17.3.2018] Anke:
Folgende Frage passt da ja super zu: Wie häufig leiden Kinder in unserem Land eigentlich noch an Mangelerscheinungen. Zum Beispiel, weil sie zu wenig Magnesium oder Calcium mit der Nahrung aufnehmen?

[14:42, 17.3.2018] Sara:
Ich finde ja, dass es in der heutigen Zeit kein einziges Kind mit diesem Mangelerscheinungen geben dürfte. Genaue Zahlen wie viele Kinder an Mangelerscheinungen leiden, habe ich leider keine vorliegen. Und ich hoffe die Zahl ist klein! Wir kommen jederzeit, zu erschwinglichen Preisen und total einfach an gute und gesunde Lebensmittel heran. Durch die Globalisierung haben wir ebenso Zugang zu Ingwer, Kurkuma und Avocados, sowie zu den heimischen Äpfeln, Broten usw. Alles was wir zu uns nehmen, nützt oder schadet uns. Leere Kalorien also einfach meiden oder kombinieren. Und das ist nicht kompliziert! Also kurz nachgedacht und jedes Essen mit etwas Sinnvollem ergänzen. Es darf ja mal Pommes geben, dann halt noch z.B. Erbsen dazu. Oder wenn es Schokokuchen gibt, danach noch in nen Apfel beißen oder Beeren dazu reichen. Und wenn man das beherzigt, kann ich mir keine Mangelerscheinungen vorstellen. Wir reden aber von gesunden Kindern, es gibt natürlich auch Erkrankungen, die Mangelerscheinungen als Nebensymptom haben. Wenn man keine Nährstoffe aufnehmen kann z.B. bei einer Glutenunverträglichkeit wie Zöliakie. Und ganz konkret: Magnesium steckt in grünem Gemüse, Fleisch, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten und Mineralwasser. Kalzium wie schon erwähnt in grünem Gemüse, Tahin, aber auch Mineralwasser, Brot und Eigelb.

#Frage 15

[20:07, 17.3.2018] Anke:
Kann Möhrensaft Neurodermitis auslösen?

[19:39, 18.3.2018] Sara:
Die Fragen gehen ganz schön ans Eingemachte :D . Auch diese Frage würde ich lieber einem Ernährungswissenschaftler oder Arzt stellen. Ich kann sie leider nicht beantworten, habe aber ein bisschen im Internet recherchiert und habe nichts gefunden was diese These bestätigen würde. Ganz im Gegenteil, Karottensaft wird zur Neurodermitis-Therapie empfohlen. Aber ohne Gewähr. Sorry.

[20:31, 18.3.2018] Anke:
Ich finde es super, dass du versucht hast, was dazu zu finden. Danke!

#Frage 16

[20:31, 18.3.2018] Anke:
Wann muss man als Elternteil einschreiten, wenn sich das Kind zu einseitig ernährt … also über lange Zeit nur Nudeln mit Ketchup isst oder so? Und was kann man dann machen … bzw. hast du vielleicht Tipps, wie man Kindern Essen „schmackhaft“ machen kann?

[12:34, 19.3.2018] Sara:
Als ich die Frage gelesen habe, war mein Spontangedanke: Das Elternteil sollte eingreifen, bevor es überhaupt Nudeln mit Ketchup anbietet. Kinder würden auf diese Kombination von alleine niemals kommen. Warum sollte ein Kind auch einen Teller leerer Kalorien essen? Es ist unsere Aufgabe, Kindern eine gesunde Ernährung vorzuleben und schmackhaft zu machen. Und das fängt beim ersten Brei an. Wenn wir da schon anfangen, unnatürliche Geschmacksreize zu setzen, dann wird sich das Kind auch sehr schnell dran gewöhnen. Wer mit Gläschen aufwächst, wird viel eher auch später zu industriell hergestellten Mahlzeiten greifen – das war jetzt die nette Bezeichnung für Fertiggerichte und Fast Food ;) . Je natürlicher von Anfang an die Ernährung ist, desto natürlicher mögen es die heranwachsenden Kinder später auch. Ein Beispiel: meine Tochter hat bis zum 3ten Geburtstag gar kein Ketchup bekommen. Warum auch? Ich finde das weder extrem noch öko. Denn dem Kind fehlt es ja nicht, weil es den Geschmack nicht kennt. Meine Tochter liebt dafür Tomatenmark und dippt damit alles, was es zu dippen gibt. Ja, auch Apfelstückchen :D . Und das ist übrigens eine Vitalstoffbombe – auf unserem Blog habe ich einen ganzen Artikel drüber geschrieben. Dann lieber Nudeln mit Tomatenmark, da sind dann Nährstoffe drin! Also damit will ich sagen: Einseitige Ernährung kann es nur geben, wenn wir diese fördern. Aber natürlich gibt es auch mal Phasen, da mag das Kind nur Nudeln und keinen Reis. Ok, dann ist das phasenweise eben so. Aber bevor ich dann jeden Tag Nudeln koche, biete ich erst recht Alternativen an. Ich mag den Satz nicht “Hauptsache, es isst wenigstens was”. Denn so erziehen wir den falschen Geschmack an. Wenn der Hunger groß ist, dann wird nämlich auch Reis gegessen – oder erstmal gar nichts und dann den Reis. Klingt vielleicht hart. Aber ich habe letztes Jahr während einer Grippe angefangen Saft zu geben, anstelle von Wasser. Eben nach dem Motto: “Na, irgendwie muss ja Energie ins Kind, wenn es schon nix isst”. Und wisst ihr, was das nun für ein Kampf ist? Seit einem Jahr gibt es bei jedem Becher die Diskussion, ob mit Saft oder ohne. Damit will ich zeigen, wie schnell es geht etwas anzuerziehen, was man nur sehr schwer wieder wegbekommt. Aaaaber, es ist nie zu spät! Also ich habe dann den Saft immer mehr mit Wasser gemischt und jetzt ist es nur ganz bisschen Saft und viel, viel Wasser und beide sind zufrieden. Das könnte bei Ketchup auch ne Möglichkeit sein. Immer bisschen mischen, bis am Ende eigentlich das vermeintliche Ketchup nur noch aus Tomatenmark besteht. Mein Tipp: Anfangen richtig vorzuleben, selber genießen natürlich und immer wieder anbieten oder schmackhaft machen, indem man Kombinationen mit Lieblingszutaten zaubert. Das kann dann auch der Apfel mit Tomatenmark sein ;) . Und auch hier: mit Freude an die Sache rangehen. Essen sollte kein Stress sein.

[12:52, 19.3.2018] Anke:
Ja, damit war zu rechnen, wenn man so eine Frage einer Ernährungsberaterin stellt :D . Und sicher hast du absolut Recht, mit allem, was du sagst! Ich handhabe es trotzdem anders mit meinen Kinder … speziell den Gläschen-Faktor sehe ich bei weitem nicht so streng und auch, dass die Tochter irgendwo mal Nudel mit Ketchup kennengelernt hat, finde ich nicht gar so schlimm ;) . Zudem empfinde ich es als noch viel schwerer, den Sohnemann vor “schlechtem” Essen zu bewahren, weil die Schwester eben schon Dinge darf oder mal mitbringt von einem Geburtstag und er das natürlich mitbekommt. Ich persönlich fahre sehr gut mit der Technik, dass nichts komplett verboten ist, aber vieles nur in sehr kleinen Mengen in den Kindern landet. Bisher finden das auch die Kinder gut und wir haben hier kaum Diskussionen … zumindest nicht wegen sowas ;) :D Trotzdem: Selbst ich weiß, dass dein Weg garantiert der beste ist.

[12:56, 19.3.2018] Sara:
Ja, da geb ich Dir völlig Recht, beim zweiten Kind ist das viel, viel schwerer als beim Ersten. Aber Geburtstage usw. machen Gott sei Dank noch lange keine einseitige Ernährung aus J. Ausnahmen bestätigen die Regel. Und auch in meinem Haushalt gab es hier und da mal Gläschen, keine Frage. Wie du sagst, die Menge macht es und der Alltag :D .

#Frage 17

[12:56, 19.3.2018] Anke:
Wie schlimm ist es wirklich, wenn ein Kind kein Gemüse mag? (Ich bin da übrigens – unabhängig von deiner Antwort – ein ausgezeichnetes Beispiel, weil ICH so gut wie kein Gemüse mag ;) )

[12:56, 19.3.2018] Anke:
Meine Mutter ist an mir schier verzweifelt! :D

[13:05, 19.3.2018] Sara:
Naja, was heißt schlimm. Es ist schade, denn wo kommen denn dann die nötigen Nährstoffe her? Und ich kann mir nicht vorstellen, dass du gar kein Gemüse magst, oder? Es gibt bestimmt 1-2 Sorten, die auch dir schmecken. Die gilt es herauszufinden und anzubieten. Manchmal lässt sich Gemüse auch wunderbar verstecken. In Smoothies zum Beispiel oder Nudelsoßen; hier einfach das Gemüse pürieren. Oder aus rohem Gemüse lustige Gesichter basteln – mit den Kindern zusammen. Auf den Markt gehen und sich die schönen bunten Sachen anschauen und die Kinder beim Einkaufen mitentscheiden lassen. Ich würde nichts unversucht lassen und ja, auch meine kleine, blonde Willensstarke daheim ist gerade nicht so gemüsebegeistert. Aber sie liebt Brokkoli, also kombiniere ich ganz viel mit Brokkoli. Und Kinder schauen sich ja viel ab. Dann mit den Kindes-Freunden zusammen Gemüse-Party machen. Isst es nämlich die beste Freundin, dann ist das was anderes. Oder leider auch andersrum. Kohlrabi ist bei uns out, seitdem es die Kindergartenfreundin nicht mehr isst. Aber “ruhig Blut”, auch das wird sicher wieder anders. Auch da würde ich sagen: immer wieder anbieten ohne zum Essen zu zwingen und ansonsten gut im Essen verstecken.

[14:21, 19.3.2018] Anke:
Mir persönlich kann man Gemüsesuppe echt so ziemlich alles unterjubeln … ich püriere das dann. :D Aber so als Beilage gibt es echt nichts, was ich freiwillig esse. Das gute Beispiel für meine Kinder ist daher der Mann! ;)

#Frage 18

[14:22, 19.3.2018] Anke:
Ab wann dürfen Kinder Honig bekommen? Meist ist die Rede davon, dass Honig nach dem ersten Lebensjahr gegeben werden darf, aber man liest auch immer öfter, dass die Kinder doch lieber bereits deutlich älter sein sollten. Kannst du da helfen?

[16:26, 19.3.2018] Sara:
Hm, also mir ist auch die 1-Jahres-Regel bekannt und hab mich auch selbst dran gehalten. Wer noch länger darauf verzichten möchte, darf selbstverständlich auf sein Bauchgefühl hören. Aber nach meinem Kenntnisstand ist es ok, nach dem ersten Lebensjahr Honig zu geben.

[20:04, 19.3.2018] Anke:
Die folgende Frage kenne ich bisher nur aus den Schwangerschaften für mich selbst …

#Frage 19

[20:04, 19.3.2018] Anke:
Ab wann dürfen Kinder Salami, Camembert und Rohmilchkäse essen?

[21:09, 19.3.2018] Sara:
Ja, ich war auch erstaunt und mein erstes Gefühl war: ab dem Zeitpunkt der normalen Kost. Aber ich war verunsichert und hab nochmal unseren Arzt Doc Hary gefragt und er sagte auch: Kinder dürfen essen, worauf sie Lust haben und dafür haben wir ja das Abwehrsystem. Ein gutes Immunsystem kann Keime abwehren. Und wie bekommen wir ein gutes Immunsystem? BINGO :) mit gesunder Ernährung und viel Nährstoffen :)

[11:28, 20.3.2018] Anke:
Hahaha, so schließt sich der Kreis also … top! :D

#Frage 20

[11:29, 20.3.2018] Anke:
Was ist besser für den kindlichen Organismus: mittags warm und abends Brot oder umgekehrt?

[13:04, 21.3.2018] Sara:
Auch hier würde ich sagen: wie es einem selbst und dem Kind passt. Es lebe das Bauchgefühl! Denn eine Brotzeit kann ebenso schwer im Magen liegen wie ein Schweinebraten. Es gibt hier keine mir bekannte Regel. Ich selbst schaue einfach, dass meine Kleine satt und zufrieden ins Bett geht. Rohkost am Abend liegt zum Beispiel vielen Menschen schwer im Magen – ich dagegen liebe es. Also auf das eigene Bauchgefühl hören, denn unser Darm weiß manchmal mehr als das Gehirn. ;)

[13:10, 21.3.2018] Anke:
Hach, ich mag es, wenn du das sagst. Ich finde, wir sollten sowieso endlich wieder mehr auf unser eigenes Gefühl vertrauen … in so ziemlich jedem Bereich <3

#Frage 21

[13:11, 21.3.2018] Anke:
Ab wann darf man Babys das ganz normal gewürzte Essen der Eltern geben? Da gibt es ja echt sehr viele Meinungen zu. Was sagst du?

[13:17, 21.3.2018] Sara:
Da antworte ich auch ganz spontan: BAUCHGEFÜHL … ich habe zum Beispiel in der Schwangerschaft ebenso viel Curry gegessen, wie schon mein ganzes Leben lang und wenn meine Kleine mal einen Brei nicht möchte, dann ein bisschen Currypulver rein und schwupps, war es soooo lecker. Sie kannte eben den Geschmack aus dem Bauch bzw. der Muttermilch. Betonung auf bisschen. Also das ganz normal gewürzte Essen ist too much für die kleinen Wesen, auch meine nun 3 1/2 Jährige mag es nicht so würzig wie wir. Ich fange deshalb an zu würzen, dann nehme ich ihre Portion raus und dann mache ich es schön scharf für uns Eltern. Außerdem sollte im ersten Jahr sollte auf Salz verzichtet werden, weil die Nieren und andere Organe noch nicht gut ausgebildet sind. Babys und Kinder mögen den natürlichen Geschmack J .

#Frage 22

[20:32, 21.3.2018] Anke:
Wie genau ist das eigentlich immer mit diesen fünf Portionen Obst und Gemüse für die Zwerge gemeint? Ist eine Portion zum Beispiel ein GANZER Apfel oder ein STÜCK? Und zählt ein selbstgemachter Smoothie aus verschieden Obst- und Gemüse-Bestandteilen auch?

[21:38, 21.3.2018] Sara:
Für die erste Frage gibt es eine wunderbare Faustformel: “eine Hand voll” entspricht einer Portion. Und da die Hände mitwachsen, wachsen auch die Portionen mit. Bei meiner Kindergarten Brotzeitbox sind schon mal zwei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst abgehakt. Dann noch ein halber Apfel zum Frühstück und abends ein paar Scheiben Gurke/Tomate zum Brot oder eine Gemüsebeilage und schon habe ich 6 Portionen erfüllt. Geht wirklich einfach, denn: Jaaaaaa Smoothies aus Obst und/oder Gemüse gehören natürlich auch dazu – um auch gleich die zweite Frage zu beantworten. Also wirklich easy auf die fünf Portionen zu kommen. Und nach oben gibt es kein Limit. Die 5 sind das tägliche Minimum!

#Frage 23

[20:55, 22.3.2018] Anke:
Dazu passt jetzt noch sehr gut die vorletzte Frage: Kann man Kindern abends noch Gemüse geben oder ist das über Nacht zu schwer verdaulich?

[21:31, 22.3.2018] Sara:
Ich weiß, dass viele Probleme haben, wenn es zum Abendessen rohes Gemüse oder Obst gab. Selbst Mamas und Papas vertragen das manchmal nicht. Also ausprobieren und gegebenenfalls eher gedünstetes Gemüse anbieten oder Suppen. Wir essen dagegen jeden Abend Salat und sind daran gewöhnt und ich hatte noch nie Probleme. Aber rohen Kohlsalat würde selbst ich nicht abends essen wollen.

[21:45, 22.3.2018] Anke:
Hmmm, rohen Kohlsalat liebe ich ja sehr, vertrage ihn allerdings zu gar keiner Tageszeit besonders gut. Hach, schade.

[21:46, 22.3.2018] Anke:
Und “schon” sind wir bei der letzten Frage angelangt ;)

#Frage 24

[21:46, 22.3.2018] Anke:
Welche ‘möglichst gesunde’ Alternative gibt es zum Zucker (z. B. fürs Backen/Kochen) für Kleinkinder?

[15:45, 23.3.2018] Sara:
Die letzte Frage beantworte ich natürlich auch noch gern. Ich persönlich backe zum Beispiel nie mit raffiniertem Zucker; ich nehme als Alternative Ahorn- oder Reissirup, Agavendicksaft (eher säuerlich), Honig oder Rohrohrzucker. Aber ganz ehrlich, ernährungsphysiologisch spielt das keine große Rolle. Alle Zuckersorten haben fast die gleiche Energie und wirken kariös. Sirup und Honig haben sogar noch den Nachteil, dass sie eher an den Zähnen kleben. Wenn, dann müsste man Zuckeraustauschstoffe wie Zuckeralkohole (Xylit oder Isomalt zum Beispiel) nehmen, die verursachen nur im geringen Maße Karies und haben ungefähr 40% weniger Kalorien als Zucker. In großen Mengen kann es aber zu Durchfällen kommen. Und bei Babys und Kleinkinder bitte keine Süßstoffe nehmen, sie sind meist synthetisch hergestellt und noch ist nicht ausreichend geklärt, welche Wirkung sie auf den Körper haben. Dazu gehören zum Beispiel Aspartam und Saccharin. Einfach mal auf den Etiketten drauf achten.

[19:45, 23.3.2018] Anke:
Liebe Sara, damit sind wir durch! Vielen Dank, dass du so geduldig all die Fragen der LÄCHELN UND WINKEN-Leserinnen beantwortet hast! Das Interview hat mir großen Spaß gemacht und ich habe (mal wieder) echt was dazu gelernt!

[19:48, 23.3.2018] Sara:
Ach, das freut mich. Teilweise war ich ja sehr ausführlich, aber eben deshalb, weil mir das Thema sehr am Herzen liegt. Mir hat das Interview jedenfalls auch viel Freude bereitet. Und falls noch Fragen auftauchen, dürfen sich deine Leserinnen sehr gerne bei mir bzw. uns melden!

 

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2 Kommentare für “WhatsApp-Interview: 24 Fragen an Ernährungsberaterin Sara – Teil 2

  1. Hallo,
    Ich lerne Diätassistentin und bin im letzten Ausbildungsjahr. Es freut mich sehr, dass die Fragen so verständnisvoll und gut beantwortet worden sind. Manchmal kommt bei so Was ja auch ein bisschen Humbug rum :)

    Sehr schönes Interview :)