Leser-Geburtsberichte

Lisa K. erzählt

Ich war schwanger mit unserem zweiten Kind. Unser Großer wurde damals, nachdem ich zehn Tage über ET war, per Kaiserschnitt geholt, weil er sehr schwer und groß geschätzt wurde (er war letztlich 58 cm lang und wog 4.520 g). Bei unserer Tochter sollte es alles anders sein.
Während der Schwangerschaft hatte ich stets die Angst wieder per Kaiserschnitt entbinden zu müssen. Mein (inzwischen neuer) Gynäkologe und meine Hebamme hatten mich immer in meinem Vorhaben unterstützt und versucht mich zu beruhigen.
Am siebten Tag nach ET hat mein Arzt mir die Einweisung in die Klinik ausgestellt…es sollte eingeleitet werden. Bis dahin wurde das Mäuschen auf knapp 3.800 g geschätzt. Die Fruchtwassermenge war auch inzwischen sehr wenig und die Kindsbewegungen nahmen ab.

Aufgrund des vorangegangenen Kaiserschnittes würde mir mittags ein Gel an den Muttermund gelegt. Der erste Versuch wirkte auch gleich und es gab die ein oder andere Wehe. Die Zeit verstrich und ich hatte bis zum Abend hin leichte Wehen. Aufgrund des überfüllten Kreißsaals und der Tatsache, dass mein Körper weiterhin Wehen produzierte, wollten wir zunächst die Nacht abwarten. Mein Mann fuhr nach Hause und war abrufbereit, sollte sich doch noch etwas tun.

Am nächsten Morgen wurde das zweite Mal das Gel gelegt. Zwei Stunden CTG schreiben und danach spazieren gehen. Bis hier hin war der Muttermind gut 2 cm geöffnet. Die Zeit haben wir uns mit viel Bewegung vertrieben und am Nachmittag wurden die Wehen zunehmend stärker. Alle 4 bis 5 Minuten eine Wehe und ich musste sie schon gut verarmen. Wir sind daraufhin wieder in den Kreißsaal, wurden aber wieder weggeschickt, weil die beiden diensthabenden Hebammen mit je einer Geburt beschäftigt waren. Die Bereitschaftshebamme wurde bereits angerufen und wir sollten wieder auf Station gehen, bis wir dort abgeholt werden. Nach 45 Min. sind wir wieder in den Kreißsaal, weil ich einfach darauf bestanden habe. Die Wehen wurden stärker und ich wollte nichts weiter als einmal untersucht/kontrolliert zu werden. Ich wurde ans CTG angeschlossen und war dann erstmal alleine. Im Anschluss wurde ich untersucht und der Muttermund war knapp 3 cm geöffnet. Wir sollten eine Stunde spazieren gehen und dann wieder kommen (es war inzwischen Abendbrotzeit).
Als wir wiederkamen wurde ich wieder ans CTG angeschlossen und untersucht. Muttermund unverändert. Ich bin zur Entspannung in die Badewanne und blieb dort ca. eine Stunde. Die Wehen wurden stärker und blieben im Abstand von 3 bis 4 Minuten. Die Untersuchung ergab: Muttermund 4 cm. Wir blieben dort.
Die diensthabende Hebamme (übrigens meine Nachsorgehebamme) hat mich super betreut und gab mir um 23 Uhr ein Schmerzmittel, das super wirkte. Um 2:30 Uhr habe ich noch eine PDA eingefordert, da war der Muttermund bereits auf 6 cm geweitet. Als die PDA lag konnte ich super entspannen und um 5 Uhr hieß es, dass die Fruchtblase eröffnet wird. Kurz danach durfte ich pressen. Nach 3, maximal 4 Wehen war unser kleines Wunder um 5:11 Uhr da. Eine wunderschöne, natürliche Geburt mit super Betreuung meiner Hebamme.
Und die Sorge um die Größe und das Gewicht war vollkommen unbegründet: das Mäuschen wog 3.560 g und war 52 cm lang. Also alles perfekt!

Diesen schönen Geburtsbericht hat Lisa geschrieben :)

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