(Leser-)Geburtsberichte

Denise W. erzählt

Bevor wir zu der eigentlichen Geburt kommen, möchte ich vorab erzählen was ich die Wochen davor von verschiedenen Ärzten hörte,  um euch zu zeigen das es oftmals besser ist einfach auf sein “Bauchgefühl” zu höhren, grade als Mutter.
Meine Frauenärztin sagte schon von Anfang an das meine Maus recht klein wäre, setzte aber den ET nach dem von mir als einzig möglich angegebenes Zeugungsdatum. Als wir in der Fachklinik zur Organanalyse waren, hörten wir wieder “alles gut, aber ihr Kind ist insgesamt sehr klein”. Zu guter Letzt kamen wir dann ins Krankenhaus zum Geburtsarzt zur Voruntersuchung und hörten wieder “zu klein”. Dieser setzte dann unseren ET 2 Wochen nach hinten. Dieses ganze hin und her hat mich als Erstgebärende sebstverständlich extrem verunsichert.
Schlussendlich hat meine Maus entschieden wann sie kommen will.

Eine Woche nach dem ET  hörte ich beim Routine CTG bei meiner Frauenärztin endlich die lang ersehnten Worte “Ihr Muttermund ist leicht geweitet, laufen Sie heute mal ein paar Treppen, habe Sie noch mal Sex, dann kommt Ihre Tochter sicher dieses Wochenende”
Und so was es dann auch.
Am Freitagabend lagen wir im Bett und ich hatte das Gefühl das irgentwas aus mir ausläuft. Sperma konnts nicht sein, nach “eingepinkelt” hat’s auch nicht gerochen… also war’s wohl Fruchtwasser. Mein Freund brach in helle Panik aus, gut das ich alles vorbereitet hatte, inklusive bereitgelegter Binden, sollte es, wie nun passiert, zu einem Vorzeitigen Blasensprung kommen.

Wehen hatte ich noch keine, also habe ich erts meinen Freund beruhigt und anschließend sind wir gaz entspannt gegen 23 Uhr zum Krankenhaus gefahren.
Dort angekommen gings wieder ans CTG und die Hebamme prüfte den Muttermund. Sie konnte nur minimale Wehen und nur 3 cm geöffneten Muttermund feststellen. Nach 1 Stunde tat sich nichts, also schickte sie uns mit einer Schmerztablette für mich auf’s Zimmer.
Wir hatten ein Familienzimmer genommen, das war eine tolle Idee!
Wir haben dann auch noch schön die Nacht geschlafen.

Morgens so gegen 7 bin ich dann mit merklichem Ziehen im Bauch wachgeworden. Wir sind dann wieder rüber zu der Hebamme, nachdem die wieder CTG und “Fingerprobe” gemacht hatte, meinte sie wir könnten ruhig noch entspannt Frühstücken. Das tat mein Freund dann auch noch, ich versuchte mich an einem Früchtetee mit Joghurt. Das war ein Fehler, kam gleich wieder raus und die Schmerzen, waren wohl Wehen, wurden fester. Also sind wir um 8 Uhr wieder rüber. Da war dann eine neue Hebamme, Conny, die nach erneuter Untersuchung meinte das es jetzt langsam los geht, der Muttermund war bei 5 cm. Sie erkundigte sich noch mal was ich mir wünsche, ob die Wanne noch aktuell ist und das es richtig ist das ich keine Schmerzmittel wollte. Dann blieb sie eine Weile bei uns und schaute das ich die Wehen richtig “wegatmen” lerne. Klappte alles super und so um halb 11 meinte sie dann der Muttermund wäre bei 6-7cm, wir könnten nun in die Wanne.
Gesagt, getan. War super schön, durch das warme Wasser entspannte ich mich sofort.

Die Wehen wurden immer schlimmer und ich war arg genervt wann ich denn endlich pressen dürfte. Conny hat’s verboten. Bei 8 cm Muttermund um kurz nach halb 12 war ich der Meinung ich kann jetzt nicht mehr anders, die Kleine muss jetzt da raus. Da meinte Conny dann es ist ja alles ok, ich soll einfach mal pressen wenn das für mich das richtige zu sein scheint. Aber ich hatte mir das anders überlegt, ich hatte plötzlich Angst das ich in die Wanne kacke… denn genauso fühlte sich das für mich an wenn ich pressen wollte. Also musste Conny mir erst noch mal eben erklären dass das höchst unwahrscheinlich ist. Also habe ich dann doch gepresst.
Mein Freund war die ganze Zeit bei mir, saß oben an der Wanne und hat meinen Kopf gestreichelt und gehalten. Er hat sogar ein paar Tränchen verdrückt als die ersten Presswehen dann kamen und ich mitmachen durfte.
Zu behaupten es tat nicht höllisch weh, wäre gelogen. Ich hab mir einfach gewünscht das unsere Kleine jetzt möglichst schnell da aus kommt und ich erlöst bin. Ich weiß nicht mehr ob ich geheult oder geschrien habe, ich glaube es war ein bunter Mix.
Aber letztendlich war unsere Maus dann nach einer halben Stunde pressen um viertel nach 12 auf der Welt.
Ihre erste Amtshandlung als sie auf meine Brust gelegt wurde, war mir auf den Arm zu kötteln, was unser Elternglück aber nicht schmälern konnte, ich war einfach nur erleichtert und überglücklich. Ich hatte mir so sehr gewünscht sie ohne große Hilfe zur Weltr zu bringen und das hat genauso geklappt wie ich wollte.

Abschließend kann ich nur sagen, so bekomme ich gerne in 2-3 Jahren ein 2. Kind.

Die Maus war übrigens entgegen aller Befürchtungen der Ärzte mit 52cm und 3350g völlig normal groß.

Diesen schönen Geburtsbericht hat Denise geschrieben :)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.