Geburtsberichte
(Leser-)Geburtsberichte

Steffi K. erzählt

Steffi erzählt von all ihren drei Geburten, was spannend ist, weil es zeigt, wie individuell jede Geburt ist <2

Geburtsbericht Zwerg:

Die Schwangerschaft mit meinen Zwerg war für mich relativ kurz, da ich erst in der 17. SSW erfahren habe das er unterwegs ist. Die restliche Schwangerschaft verlief ohne Probleme.

Am Abend des 29.11.2003, ein Samstag, lagen wir gemütlich im Bett, haben Chips genascht und einen Film angeschaut. Dann bekam ich leichtes Bauchziehen, aber doch ziemlich regelmäßig. Und wie das beim ersten Kind eben so ist, war ich mir natürlich nicht sicher ob das jetzt Wehen sind oder nicht. Immerhin waren bis zum Termin noch 11 Tage.

Nach etwas hin und her überlegen, sind wir dann doch so gegen 21 Uhr ins KH gefahren. Dort wurde ich natürlich auch gleich untersucht und der MuMu war schon 2 cm offen. Aber beim ersten Kind muss das ja noch nix heißen hat man uns gesagt. Er könne heute noch kommen (eher unwahrscheinlich) oder auch erst in 3 Tagen. Die Hebamme sagte dann ich soll mich Zuhause in die Wanne legen, warme Milch mit Honig trinken, entspannen und die letzten Tage ohne Baby noch richtig genießen.

Gut ab nach Hause in die Wanne und dann hab ich mich ins Bett gekuschelt und hab dann auch richtig gut geschlafen. Bis halb 3 ca, da wurde ich durch starkes Bauchziehen geweckt. „Mhh sind das jetzt wirklich Wehen?“ dacht ich mir und hab mir dann ne Warme Milch mit Honig gemacht und etwas abgewartet, ich wollte ja nicht schon wieder unnötig ins KH fahren.

Gegen 3 hab ich aber dann meinen (damaligen) Freund geweckt, weil es einfach nicht besser wurde.

Im KH angekommen wurde wieder untersucht und CTG geschrieben. Ja es waren richtige Wehen, der MuMu bei 3 cm ich durfte nicht mehr nach Hause.

Da es beim ersten Kind aber meistens etwas länger dauert wurde mein Freund wieder nach Hause geschickt. Er soll nach dem Frühstück wieder kommen, sollte sich der Zwerg doch früher auf den Weg machen würde er natürlich verständigt werden.

Die restliche Nacht bin ich dann eigentlich mehr auf und ab getigert als sonstwas. Gehen, stehen, hocken, sitzen,.. je nach dem wie ich die Wehen halt grad am besten ausgehalten hab.

Nach dem Frühstück (das ich aber nicht gegessen habe) so gegen halb 9, ging ich nochmal rüber zum Kreissaal um ein CTG zu schreiben. Die Wehen waren gut und regelmäßig und der MuMu bei 6 cm. Um halb 10 durfte ich mein Bett im Kreissaal beziehen. Die Hebamme bot mir auch ein Schmerzmittel an, was ich dankbar annahm. Kurz nach dem ich die Spritze bekommen hatte, kam auch schon mein Freund und hat seinen Platz an meiner Seite eingenommen um mich zu unterstützen.

Die nächsten paar Stunden waren für Ihn etwas langweilig, denn ich hab dann zwischen den Wehen geschlafen. Mein Körper musste halt einfach Kraft tanken nach der schlaflosen Nacht ;)

Als dann veratmen allein nicht mehr genügte, kontrollierte die Hebamme noch mal den MuMu und gab dann auch Ihr OK zum Pressen. Und nach nur 3 Presswehen mit 5 mal drücken schlüpfte mein Zwerg und ich konnte Ihn endlich in die Arme schließen. Allerdings leider nicht lange, weil seine Sauerstoffsättigung nicht so gut war. Er wurde dann im Brutkasten mit Sauerstoff versorgt, währen ich auf den Arzt zum Nähen gewartet habe.

Nach 3 Stunden durfte ich dann wieder aufs Zimmer und mein Freund kam mit unserem Zwerg (ich hatte ihn mitgeschickt, damit wenigstens einer von uns bei Ihm ist).

Da konnten wir dann auch endlich ausgiebig kuscheln.

Benedikt

30.11.2003 12:43 Uhr

3450g, 52cm, KU 34cm

SSW 38+4, Dauer 10 Stunden

Geburtsbericht Krümel:

Beim Krümel wusste ich noch vor ausbleiben meiner Tage das er unterwegs ist, ich hab das einfach irgendwie gespürt. Dafür verlief die Schwangerschaft leider nicht ganz ohne Probleme, extreme Schwangerschaftsübelkeit bis zum 6ten Monat, Plazenta previa und dann noch der Stress beim Haus renovieren und Übersiedeln, auch wenn ich nur delegiert und organisiert habe.

Am Sonntag den 16.10.war alles wie immer und nach dem Mittagessen haben wir den großen zu seinem Papa gebracht, da sie wo eingeladen waren. Beim heim fahren hab ich dann zu meinem (damals nur) Freund gesagt das sich mein Bauch irgendwie komisch anfühlt und immer wieder hart wird und ob wir beim KH vorbeischauen könnten, da wir ja sowieso vorbeifahren würden.

Im KH wurde ich untersucht und ein CTG geschrieben, auf dem aber nicht wirklich etwas zu sehen war. Der MuMu war zwar auch schon verkürzt und weich, aber es deutete eigentlich nichts auf eine baldige Geburt hin. Wir wurden dann erst mal 2 Stunden spazieren geschickt und dann noch mal zur Untersuchung gebeten. Auch bei der zweiten Untersuchung waren die Ergebnisse nicht anders, aber ich wurde trotzdem zur Beobachtung aufgenommen. Wir waren dann zwischendurch wieder viel Spazieren und gegen Abend noch mal zur Untersuchung. Da sich aber noch immer nichts geändert hatte habe ich meinen Freund nach Hause geschickt, damit er etwas Schlaf bekommt.

Ich bin dann auch relativ bald schlafen gegangen, wurde aber mitten in der Nacht kurz nach 1Uhr wach weil ich dringend groß auf die Toilette musste. Mein Freund hat mir kurz danach auch geschrieben wie es denn ausschaut, ob ich schon weiß ob und wann es denn losgehen würde. Meine Antwort war, dass er den Krümel fragen müsse, weil der eben den Startschuss gibt. Das hat er dann auch getan und gerade in dem Moment als ich die Nachricht mit „er gibt keine Antwort“ abschickte bekam ich die erste richtige Wehe. Ich hab dann ein „außer eine Wehe zählt als Antwort“ hinterher geschickt, und genau als ich auf Senden drückte machte es Plopp und die Fruchtblase ist geplatzt (bei mir hat es sich so angefühlt als würde man ne Kaugummiblase im geschlossenen Mund platzen lassen, halt nur im Bauch).

Mein Freund hat sich dann natürlich gleich auf den Weg gemacht und ich bin erst mal wieder zur Untersuchung und zum CTG. Da war dann auch schon was zu sehen und es war klar dass ich irgendwann im Laufe des Tages mein Krümelchen im Arm halten würde.

Wir sind dann erst mal wieder aufs Zimmer damit ich meine Tasche auspacken kann, die hatten wir vorher natürlich nicht mit.

Gegen 3 Uhr wurden die Schmerzen dann so stark das ich die Wehen veratmen und mich wo abstützen musste. Wir gingen dann zur Hebamme damit ich eine Spritze bekomme. Da sie aber nebenbei noch eine andere Geburt betreute, wurde im Kreissaal das CTG angeschlossen und es dauerte bis kurz nach 4 Uhr bis ich die Spritze bekam. Die Geburt war zu diesem Zeitpunkt aber schon so weit fortgeschritten, dass das Schmerzmittel nicht mehr wirkte.

Zwischendurch war mir dann auch mal schlecht und ich hatte das Gefühl ich müsste mich übergeben, dem war dann zum Glück aber nicht so.

Irgendwann hatte ich den Drang mitpressen zu müssen, was ich auch der Hebamme sagte. Sie kontrollierte noch mal den MuMu und gab grünes Licht. Sie rief noch nach Ihrer Kollegin und das sie die Ärztin informieren sollte. Die fragte ganz überrascht wer es denn so eilig hätte.

Nach 5 Presswehen durfte ich meinen Krümel auf dieser Welt begrüßen. Man sah dann auch, dass er einen Knoten in der Nabelschnur hatte, was wohl der Grund für seine Eile war. Da seine Werte aber toll waren durfte er trotzdem bei mir bleiben und außer ein paar leichten Abschürfungen hatte ich keine Verletzungen.

Wir haben dann gestillt und gekuschelt und nach dem Frühstück sind wir aufs Zimmer gegangen.

Lukas

17.10.2016 5:06Uhr

3700g, 50cm, KU 34cm

SSW 38+4, Dauer 3,5 Stunden

Geburtsbericht Knöpfchen:

Unser Knöpfchen war eine kleine Überraschung zu unserer Hochzeit. Ich wusste es zwar schon fast 2 Wochen, aber da mein FA im Urlaub war bekam ich die Bestätigung von Ihm erst einen Tag vor unserem großen Tag. Da war ich schon in der 11ten SSW. Der Großteil der Schwangerschaft verlief diesmal ohne größere Probleme, bis mich ab der 36ten SSW eine Präeklampsie heimsuchte. Die Werte waren aber zum Glück soweit in Ordnung das Beobachten und engmaschig kontrollieren ausreichend war.

Da meine großen Jungs beide bei 38+4 auf die Welt kamen, habe ich natürlich auch beim Knöpfchen damit gerechnet das er früher kommt. Das und die immer blöder werdenden Beschwerden machten mich natürlich immer ungeduldiger und ich war psychisch und physisch am Ende meiner Kräfte angelangt. Als dann am Freitag (bei 38+3) die Ärztin bei der Kontrolle meinte, so bald wird er wohl noch nicht kommen (obwohl ich seit Mittwoch immer wieder leichte Wehen hatte) war ich echt fertig und hab mich bei meiner Schwiegermutter erstmal ausgeheult. Sie hat dann angeboten den Krümel übers Wochenende zu nehmen, damit ich etwas Kraft tanken kann wofür ich ihr auch echt dankbar war.

Am Sonntag war ich mit meinem Mann noch lecker Essen und nachmittags haben wir unseren Krümel wieder abgeholt.

Ich wurde dann Montagmorgen um ca 4 Uhr wach und konnte einfach nicht mehr schlafen, das Bauchziehen war etwas stärker geworden aber von regelmäßig noch ganz weit entfernt, und als mein Mann um 6 zur Arbeit ging hatte ich nicht das Gefühl er müsse zuhause bleiben.

Ab 7 Uhr kam das ziehen aber dann schön regelmäßig alle 3 Minuten. Da der Krümel ausnahmsweise aber noch geschlafen hat hab ich noch den Geschirrspüler ausgeräumt und dann in Ruhe einen Kaffee getrunken. Während dem Kaffeetrinken habe ich meine Schwägerin angerufen und gefragt, ob sie den Krümel holen würde wenn sie ihre Kinder in den KiGa gebracht hat. Kurz vor 8 hab ich dann auch meinen Mann angerufen, damit er nach Hause kommt. Um ca 8:15 Uhr waren dann beide da und der Krümel fuhr mit der Tante mit und wir fuhren ins KH. Während der Fahrt musste ich zwar noch nicht veratmen, aber ein Sprechen während der Wehen war nicht mehr möglich.

Nach der Anmeldung wurde gleich im Kreißsaal um 9:15 ein CTG geschrieben (übrigens der gleiche wie beim Krümel), der MuMu war da bei 3 cm, und ich bat um ein Schmerzmittel in der Hoffnung diesmal würde es wirken. Dem war aber leider nicht so und ich hatte kaum Pausen zwischen den Wehen. Denn kaum war die eine weg, kam auch schon die nächste.

Zwischendurch schaffte ich es irgendwie auf die Toilette und wieder retour und mit Hilfe kletterte ich wieder ins Bett. Diesmal blieb ich im 4-Füßlerstand und mein Mann stand bei der Kopfseite und hat mich toll unterstützt.

Die Fruchtblase platzte irgendwann während der Presswehen und als der Kopf zur Hälfe heraussen war kam eine kurze Pause in der sich das Knöpfchen dann mal gestreckt hat was ziemlich schmerzhaft war. Meine Hebamme hat dann gesagt das er sie mit ganz großen Augen anschaut und schon aufs schreien wartet. Nach der gefühlt ewig langen Pause kam dann endlich die letzte Presswehe und ich durfte mein Knöpfchen endlich in die Arme nehmen.

Wir haben dann ausgiebig gekuschelt und nach 3 Stunden haben wir unser Zimmer bezogen (auch das gleiche wie beim Krümel damals hihi)

Jakob

4.3.2019 11:15 Uhr

3720g, 52cm, KU 35cm

SSW 38+6, Dauer 4 Stunden

Drei Kinder, drei Geburten und jede doch ganz anders. Ganz so wie meine Jungs. J

Diese schönen Geburtsberichte hat Steffi geschrieben :)

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