Trolle und Hater
Best of Rabenmutter 2.0

Trolle und Hater – nur kleine Zeitfresser, nichts weiter.

Ich habe super gerne Besuch. Wirklich! Sogar dann, wenn ich Kuchen dafür backen (ne, Quatsch, auftauen, ABER mit Liebe! ;) ) und nachher ordentlich aufräumen muss, weil die meisten meiner Freunde auch Kinder haben, die genau wie meine am liebsten fremde Wohnungen in Schutt und Asche legen. :D Egal, ich liebe es trotzdem. Besuch bekommen, sich austauschen, gemeinsam lachen oder mal jammern macht einfach Freude und das Herz leichter. Und DAS ist ja gerade aktuell nun mal doll wichtig, deshalb sollte man seinen KLEINEN Kreis an lieben Menschen eben sogar jetzt noch hegen und pflegen. Selbst wenn es manchmal bedeutet, dass man zur Sicherheit aller mit Maske und geöffneten Fenstern im Wohnzimmer sitzt. HAUPTSACHE man sitzt trotz allem noch hin und wieder zusammen im Wohnzimmer.

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Ich öffne die Tür zu meinem Wohnzimmer also gerne für andere – und das nicht nur im Real-Life, sondern auch online. Ich öffne diese Tür für jeden, der mich ein Stück begleiten möchte. Vielleicht nur kurz, um einmal gemeinsam lauthals über etwas zu lachen, dass meine Kinder mal wieder vom Stapel gelassen haben. Vielleicht auch etwas länger, um richtig auf dem Blog in all den Texten und Artikeln zu schmökern, die ich in den letzten Jahren für LÄCHELN UND WINKEN geschrieben habe. Vielleicht sogar für richtig lange Zeit, bis wir einander fast wie echte Freunde kennen, uns austauschen, zusammen lachen, weinen, lernen und weiterentwickeln. Ich mag jeden dieser Besuche. Von Herzen gern! Nur eines mag ich nicht: Wenn mir jemand ins Wohnzimmer kackt. Und DAS gilt ebenfalls fürs Real-Life und mein Online-Leben!

Bitte wer kackt jemandem einfach ins Wohnzimmer?!

Natürlich kackt mir niemand WIRKLICH ins Wohnzimmer. Also nicht MEHR, denn sowohl Kinder als auch Katzen finden mittlerweile immer selbstständig die Toilette. ;) Es handelt sich bei dem Spruch um eine Redewendung, die Blogger und Influenzer gerne benutzen, um den Besuch eines Trolls zu beschreiben und zu erklären, warum man so einem Kommentator oder Follower durchaus die Tür zeigen kann. Denn es ist ja so: Wir „Content-Creatoren“ öffnen online eine Tür in unser Leben … wir zeigen oftmals unheimlich viel von uns (wenn auch nie alles) und machen uns damit ein Stück weit „nackig“. Und das macht man natürlich nur in einem Umfeld, in dem man sich wohlfühlt. Wir kreieren dafür also sozusagen ein Online-Wohnzimmer – das kann ein Blog oder ein Social Media Account sein oder wie in meinem Fall beides – und laden andere dazu ein, uns zu besuchen, indem sie uns folgen, unsere Postings und Texte lesen, kommentieren und liken, eben mit uns in einen Austausch zu treten. Ich persönlich liebe das Ganze total, wirklich so ziemlich alles, was dieser Job, dieses Bloggen mit sich bringt. Auch und gerade die Social Media Welt, obwohl sie natürlich nicht ohne Makel ist. Aber wer oder was ist das schon, so ganz ohne Makel. Das gibt’s halt gar nicht. Trotzdem kann man wohl sagen: Trolle und Hater sind ein Makel, den definitiv keine Sau braucht!

Was ist eigentlich ein sogenannter Troll oder Hater?

Es gibt Menschen, die müssen einfach alles aussprechen, was ihnen durch den Kopf geht … ganz egal, ob‘s angebracht ist oder besser im Kopf bleiben würde. Sie können (oder wollen) ihren Impuls, ihren Senf dazu zu geben, nicht kontrollieren ODER finden es sogar schlicht interessant und lustig, die Emotionen zu beobachten, die sie mit Kommentaren in anderen Menschen auslösen können. Dabei sind negative Emotionen besonders gerne gesehen, denn sie sind stark und spannend und verleihen dem Auslösenden eine Spur Macht, die ansonsten vielleicht nicht oder nur selten zur Verfügung hat. Die meisten dieser Menschen sind deutlich unter 8 Jahre alt ;) und machen all das, weil sie einfach noch viel zu lernen haben – ganz besonders, wenn es um zwischenmenschliches Verhalten und wertschätzende Kommunikation geht. Wenn SIE auf offener Straße und vor Publikum etwas sagen, dass jemand anderen möglicherweise verletzt oder denunziert, weil sie es aufgrund ihres Alters noch nicht besser wissen, ist das zu entschuldigen … es ist immer noch nicht schön und für die Eltern meist unangenehm, ABER es ist normal. Grenzen müssen eben erst erfahren, der Umgang damit gelernt und gleichzeitig respektiert werden. Dass braucht Zeit und Erfahrungswerte, die Kinder noch nicht haben; Erwachsene in der Regel dann aber schon. Also … viele. Nicht alle. Einige bilden eine Ausnahme und präsentieren ihre spezielle Art der zwischenmenschlichen Kommunikation am liebsten im Internet, denn DORT können sie herrlich negativ auffallen, ohne selbst Gefahr zu laufen, verletzt zu werden. Denken sie zumindest. Und SIE nennt man Trolle oder Hater.

Wie reagiert man am besten auf Trolle und Hater im Internet? 

Der am weitesten verbreitete Ratschlag im Umgang mit Trollen, Hatern und jenen, die sagen, sie wären nichts davon, sondern würden doch nur ihre Meinung kundtun, was ja wohl erlaubt sein sollte, ist: Don‘t feed the troll! Und DAS ist auch wirklich der einzig richtige Weg … allerdings nicht so einfach umzusetzen und durchzuziehen, wie es im ersten Moment klingt. Denn was uns allen im Blut liegt, ist ein Verteidigungs-Modus, in den wir sofort verfallen, wenn uns jemand ans Bein pisst. Ganz besonders sogar, wenn uns jemand in der Öffentlichkeit (des Internets) ans Bein pisst, uns mies dastehen lässt oder einen wunden Punkt trifft. Unser Instinkt SCHREIT förmlich danach, uns zu rechtfertigen, wieder in besseres Licht zu rücken, uns zu verteidigen und/oder zu erklären. Das Problem bei Trollen und Hatern ist nur leider, dass es ihnen nicht um einen Austausch zu einem Thema oder Verhalten geht, sondern schlicht darum, dafür zu sorgen, dass sich jemand den sie nicht kennen und auch nicht kennenlernen wollen, schlecht fühlt. Sie freuen sich ein Loch in die Kiste, wenn sich dieser jemand aufregt oder betroffen fühlt. Wirklich jede negative Emotion ist ihnen willkommen. Je mehr Leid sie auslösen, um so LUSTIGER finden sie es. Es gibt ihnen ein Gefühl von Macht, Menschen so zu beeinflussen, dass sie sich schlecht mit sich selbst fühlen. Und das geht im Internet eben super easy und vor allem ohne das Risiko, für diesen „Move“ eins auf die Fresse zu kriegen. DAS würde ihnen vielleicht draußen auf der Straße passieren, wenn sie die Eier hätten, DORT wildfremden Menschen im Vorbeigehen eine Beleidigung zuzurufen oder auf einen nicht an sie gerichteten Gesprächsfetzen mit: „Oh mein Gott, du bist ja wohl ein grauenvoll schlechter Mensch!“ zu reagieren. Aber das wagen sie natürlich nicht. Zum einen, weil sie Angst haben und zum anderen, weil sie eigentlich ja schon wissen, dass man das nicht macht. Dass man nicht zu allem seinen Senf dazu geben muss, nur weil man es in der Öffentlichkeit hören kann – wie eben bei draußen geführten Gesprächen. Niemals würden sie sich in einer Situation an der Ampel, wo sich vielleicht zwei Mütter über die Ernährung ihrer Kinder austauschen, einklinken und die FREMDEN Frauen dafür runterputzen, dass sie nicht alles Bio einkaufen, ein Gläschen geben oder sogar Süßigkeiten erlauben. Niemals würden sie darauf pochen, ihre MEINUNG beisteuern zu dürfen, weil das Gespräch ja nun mal an der Ampel und somit in der Öffentlichkeit stattfindet. Auf gar keinen Fall würden sie lauthals verkünden, dass SIE sich für Zucker in der Kinderernährung schämen würden und jemand zwingend das Jugendamt über diesen unwürdigen Zustand informieren sollten. Nein, sie würden wahrscheinlich gar nicht erst so richtig hinhören oder sich zumindest ausschließlich ihren Teil DENKEN, was ja absolut legitim ist. Laut aussprechen würden sie aber nichts davon. DAS machen solche Menschen, solche Trolle und Hater nur im Internet. So als Ventil für … was auch immer. Ganz ehrlich, ich habe keinen blassen Schimmer, was genau diese Leute antreibt, so ekelhafte Zeitgenossen zu sein und so vielen wunderbaren Menschen in der Online-Welt die Freude an Social Media zu versauen. Ich wäre schon daran interessiert, aber ÜBER SICH SELBST möchten Trolle ja gar nicht sprechen. Sie möchten nur, dass es anderen vorzugsweise schlechter geht als ihnen selbst. Das ist schrecklich schade und bemitleidenswert. Und ich würde wirklich oft gerne mal nachfragen, aber: Don‘t feed the troll! Die Mühe lohnt einfach nicht.

Sind alle Kritiker gleich Trolle?

Nein. Auch wenn Trolle und Hater sich genau daran immer am liebsten aufhängen und betonen, dass Kritik ja wohl erlaubt sein sollte und der Poster oder ursprüngliche Kommentator, den sie dann angreifen, dass gefälligst auszuhalten hat, gibt es einen klaren Unterschied: KONSTRUKTIVE Kritik ist bei den meisten gerne gesehen, vielleicht sogar gewünscht und immer eine tolle Basis, um einen neuen Blickwinkel kennenzulernen und sich weiterzuentwickeln. KONSTRUKTIVE Kritik kommt allerdings ohne Beleidigungen daher und in einer Tonalität, die einem nicht sofort einen Kloss im Hals und unangenehmen Druck in der Körpermitte ODER eine pulsierende Halsschlagader beschert. Kurz: Löst ein Kommentar sehr starke negative Emotionen aus, ist er wahrscheinlich exakt auf das ausgelegt und somit von jemandem verfasst, der sich damit auskennt … und weit entfernt davon ist, WIRKLICH in einen Austausch zu treten.

Wenn ich über einen solchen Kommentar auf einem meiner Kanäle stolpere und mir sofort die Krempe schwillt, unterdrücke ich als erstes den Impuls, zu antworten und schaue mir stattdessen das Profil genauer an. Handelt es sich um jemanden, der mir schon lange folgt? Dann lasse ich den Kommentar sacken und denke in Ruhe über eine Antwort nach, denn derjenige kennt mich ein bisschen und möchte vielleicht doch einen Austausch, hatte aber schlicht einen miesen Tag oder mein Posting hat ihn oder sie so hart getriggert, dass ein normaler Umgangston nicht mehr möglich war. Dass kann halt mal passieren und das ist völlig ok für mich. Handelt es sich aber um ein Profil, das mir gar nicht oder erst seit sehr kurzer Zeit folgt, gibt’s den Stempel TROLL/HATER und KEINE Reaktion von mir. Denn dann geht’s ja tatsächlich nur darum, mir in mein virtuelles Wohnzimmer zu kacken. Da habe ich weder Lust noch Zeit für und deshalb behalte ich mir sogar vor, so jemanden ohne Vorwarnung oder Erklärung zur Tür zu begleiten … und für meine Kanäle auszuschließen. Die Funktion des Blockierens ist schließlich genau dafür gedacht. Ich nutze sie sehr selten, weil ich glücklicherweise wenig Hater anziehe, aber wenn‘s nicht anders geht, mich hart nervt oder meine Leser*innen angegriffen werden … ja dann, DANN blockiere ich auch mal. Aber wirklich nur dann.

Hater- und Troll-Kommentare at it’s best

Was ich fast noch seltener mache ist, die Hater- und Troll-Kommentare löschen. Solange es auch nur im Ansatz vertretbar ist, lasse ich es stehen. Vielleicht würde ich das anders handhaben, wenn es öfter passieren würde, aber aktuell stören die paar wenigen mich nicht UND ich möchte natürlich auch mit einer solchen Handlung die Trolle nicht noch füttern, denn löschen lieben sie besonders, stürzen sich darauf wie Fliegen auf Scheiße und rufen damit meist sogar noch mehr Trolle auf den Plan. Und weil einige Trolle enttäuscht sind, wenn man das eben nicht macht, es aber so, so gerne hätten, tun sie einfach direkt so als ob und kommentieren – ohne einen „anständigen“ Troll-Kommentar als Start – dass ihr Kommentar gelöscht wurde und dass DAS ja wohl eine Frechheit und der Beweis dafür wäre, dass ich weder Kritikfähig noch offen für das RECHT DER MEINUNGSFREIHEIT wäre.
Ich muss gestehen, oft schmerzen mich Hater-Kommentare und ich muss wirklich mit mir ringen, sie zu ignorieren. Aber wenn da steht: „War ja klar, dass mein kontroverser Ansatz hier sofort gelöscht wird! Eine Sauerei sondergleichen und ein Armutszeugnis für die Bloggerin!“ wo ich selbst ja weiß, dass ich wirklich so gut wie NIE etwas lösche, muss ich lachen … und zwar laut und von Herzen, denn DAS berührt mich dann null.

Den Fokus auf die vielen tollen Mensch in der Social Media Welt legen

Und genau das ist mein persönliches Ziel für den Umgang mit all diesen Kommentaren, all diesen seelisch unattraktiven Menschen, die so viel ihrer doch eigentlich kostbaren Lebenszeit darauf verschwenden, andere im Internet zu denunzieren, die ihre Freizeit damit verbringen, auf Seiten zu surfen, die ihnen null gefallen, die sie nicht amüsieren, nicht emotional wärmen, die ihnen schlicht NICHTS positives geben, sie nicht weiterbringen oder zum Nachdenken bringen – nur auf der Suche nach einem Ansatz, Hass zu versprühen oder Leid bei anderen zu sähen. Ich möchte darüber hinwegsehen, darüber lachen, wenn‘s wirklich schlimm an den Haaren herbeigezogen ist und sogar dann noch lächeln, wenn’s mir im ersten Moment einen Stich versetzt. Denn es ist doch so: Die meisten, denen wir online begegnen, sind nicht so. Die meisten suchen Abwechslung oder Kontakte, einen echten Austausch oder sogar Antworten, sie suchen Verbindungen zu anderen … anderen spannenden, wundervollen Menschen, die sie nicht auf der Straße kennenlernen können, weil sie in einer andern Stadt leben und sie einander nie begegnen würden ohne Social Media. Ich habe schon so wahnsinnig fantastische Menschen über LÄCHELN UND WINKEN kennengelernt … in so vielen verschiedenen Ländern der Welt … dass ich einfach nur dankbar dafür bin, diese Möglichkeit zu haben. Daran denke ich, wenn mir mal wieder jemand ins Wohnzimmer kacken will. Und DANN geht das ganz easy mit diesem: Don‘t feed the troll! <3

An dieser Stelle möchte ich mich mal von ganzen Herzen bedanken … vielen Dank an alle, die mich seit Jahren begleiten und auch an alle, die neu dazukommen. Mit euch macht mir das hier mega Spaß … und ihr seid der Grund, warum ich mich jeden Morgen darauf freue, mit LÄCHELN UND WINKEN weiterzumachen. :-*

PS: Wie immer freue ich mich, wenn ihr diesen Artikel teilt <3

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6 Kommentare für “Trolle und Hater – nur kleine Zeitfresser, nichts weiter.

  1. Liebe Anke, dieser Beitrag ist wirklich saugut geschrieben. Danke dafür und ich find es super, wie du deine Kanäle fütterst und uns teilhaben lässt. Auch dafür Danke, denn mit dir macht es auch immer seeeehr viel Spaß.