Geburtsberichte
Leser*innen-/Geburtsberichte

Leserin-Geburtsberichte: Anita S. erzählt

Geburt Nr. 1 (2015)
Eine Woche vor ET musste ich Nachts ziemlich oft zur Toilette und habe mich gewundert was los ist. Da ich es aber noch kontrollieren konnte und keine Schmerzen hatte, haben wir nochmal bis 6 Uhr geschlafen. Dann habe ich meinen Mann geweckt, wir haben uns fertig gemacht und sind zur Klinik gefahren. Bis dahin war ich noch so häufig auf Toilette, dass ich mir sehr sicher war das es Fruchtwasser war. Im KH angekommen würde erstmal untersucht. Leider war es keine gute Ärztin und uns wurde direkt geraten mit einer Einleitung zu beginnen. Naja, etwas naiv und unerfahren stimmten wir zu. Die Hebamme fand ich aus persönlichen Gründen leider auch nicht gut, also sah erstmal alles schlecht aus. Als ich erfuhr das um 14 Uhr meine Wunschhebamme ihren Dienst beginnt wurde ich entspannter und ich wusste, dass mein Sohn dann geboren wurde. Also hieß es den gesamten Vormittag spazieren gehen und regelmäßig Muttermundkontrolle. Hat sich aber nichts geändert, stand war 2cm geöffnet. Also endlich 14 Uhr, Schichtwechsel! Ich bat schonmal um eine PDA, meine größte Sorge war es, dass es sonst nicht mehr gehen würde. Also kam der Anästhesist, die PDA wurde gelegt. Ich war schmerzfrei, konnte nochmal schlafen und mein Mann was essen gehen. Gegen 17 Uhr hieß es dann Muttermund öffnet sich, wir waren bei 6cm angekommen. Also weiter bewegen und abwarten. Da ich keine Schmerzen hatte, haben wir die Atmosphäre im Kreißsaal sehr genießen können und uns auf den kleinen vorbereiten. Gegen 19 Uhr hieß es dann PDA runterdrehen, die Presswehen kommen. Ab da wurde es anstrengend, ich hatte nur den Druck zu pressen, keine Schmerzen. Da der kleine Mann aber als Stermengucker auf die Welt kam, brauchte er etwas länger, der Arzt hat von oben auf dem Bauch gedrückt und die Hebamme musste leider einmal schneiden. Das habe ich aber schon gar nicht gemerkt. Wäre der kleine bei der Wehe nicht gekommen, hätte es wohl noch einen Kaiserschnitt gegeben da die Werte schlechter wurden. Ich war in dem Moment einfach von dem Gefühl der Geburt überwältigt, es war anstrengend aber wunderschön. Ich denke ohne PDA wäre die Geburt schneller gewesen. Ich konnte durch das Fehlen der wehen nicht richtig mitschieben.

Geburt Nr. 2 (2017)
Mein 2. Sohn wurde von Anfang an der Schwangerschaft auf schwer und groß geschätzt und der Frauenarzt wurde schon je näher der et kam nervös. Er gab mir die Einweisung für die Einleitung schon mit und wir wären am Geburtstag auch tatsächlich ein paar Tage nach et zur Einleitung gefahren. Die wollte ich aber eigentlich umgehen. Also wurde Sohn Nr. 1 zur Oma gebracht. Mein Mann und ich haben uns einen schönen Abend gemacht und Nachts um 3 Uhr macht es auf einmal pitsch und ich habe gespürt wie meine Fruchtblase geplatzt ist. Und ich meine geplatzt. Ich hatte keine Chance mehr was zu sagen oder mich zu bewegen ohne wirklich jede Menge Fruchtwasser zu verlieren. Also ab ins Auto und zur Klinik. Auf dem Weg dorthin noch einen stop durch die Polizei. Mein Mann ist etwas zu schnell gefahren. Sie haben uns aber weiterfahren lassen. Im Krankenhaus wieder die Untersuchung. Fruchtwasser nicht mehr vorhanden, Muttermund ca. 6cm geöffnet, also rüber in den Kreißsaal. Da die erste Geburt 10 Stunden gedauert hat, waren wir etwas geschockt als die Hebamme den Arzt rief und sagte das es los geht. Bis dahin hatte ich ein paar schmerzhafte Wehen, konnte aber nicht glauben das die schon reichen. Also nochmal aufs Bett und untersuchen. Muttermund war komplett geöffnet und dann kam der Pressdrang. Mein Sohn hatte einen Kopfumfang von 38cm und ein Gewicht von 4580g  also musste er sich ganz schön durch kämpfen. Für Schmerzmittel war es zu spät und ich war sehr stolz und froh es so geschafft zu haben. Das Gefühl war einfach schöner wie die Geburt mit der PDA, aber auch schmerzhafter.

Geburt Nr. 3 (2019)
Da meine ersten beiden Geburten mit einem Blasensprung starteten, hatte ich Angst die Geburt zu “verpassen”. Es heisst ja immer so schön, jede Geburt geht schneller. Die 2. Geburt dauerte schon nur 3 Stunden und die Fahrzeit zur Wunschklinik schon ca. 1 Stunde.
Den Tag habe ich immer wieder ein ziehen im Bauch und Rücken gespürt. Habe es aber nicht schmerzhaft empfunden und nur gespürt das sich was ändert. Also den Tag mit den Jungs im Garten verbracht, gegen 17 Uhr schonmal die Oma angerufen die auch kam und die Jungs mitgenommen hat. Ich hoffte auf meinen 3. nächtlichen Blasensprung und das Zeichen das es los geht. So weit kam es aber nicht. Meinem Mann wurde meine innere Unruhe zu fiel und er wollte los. Also nochmal duschen und auf dem Weg gemacht. Auf der Autofahrt kamen dann die “Wehen”, noch immer schmerzfrei, alle 3 Minuten und sehr regelmäßig. Im KH wurde erstmal 1 Stunde ein CTG geschrieben. Es wurde noch viel gelacht und gewitzelt das ich froh bin am ctg zu sitzen, sonst würde ich die wehen nicht sehen. Die nette hebamme schickte uns gegen 22 Uhr in den Kreißsaal um uns einzurichten und uns umzuschauen. Sie schlug mir direkt das Gebährrad vor da ich ja erfahren bin und das Bett jetzt 2 mal hatte. Also direkt mal drauf und etwas ausprobiert. War wirklich sehr bequem. In der Zwischenzeit musste ich ein paar wehen veratmen und wusste jetzt endlich wie sich welche anfühlen. Wehen tun wirklich weh, aber mit der passenden Atmung und Unterstützung sind die gut auszuhalten und jede Pause, auch wenn es nur 1 Minute ist, genießt man um so mehr. Unsere Hebamme war wirklich super, ließ uns unseren Freiraum und war etwas erstaunt als ich ihr sagte das ich gerne pressen möchte. Sie untersuchte und meinte es sei okay. Sie rief den Arzt, und schonmal zusätzlich die kinderkrankenschwester die gerade nichts zu tun hatte, da sie sich schon dachte das der Arzt es zeitlich nicht mehr schafft. Also wieder aufs Rad gestiegen. Nach der 1.Presswehe bot mir die Hebamme noch Akupunktur und Homöopathie an, wollte sie in der nächsten Wehempause anwenden. Dazu kam es dann nicht mehr. Mit der 2. Presswehe wurde unsere Tochter geboren. Durch das Tempo war sie leicht bläulich verfärbt, aber sie schrie direkt einmal laut auf und da kam auch passend der Arzt zur Geburt. Diese geburt dauerte gerade mal 2 Stunden und war wirklich schön. Es tat weh und Presswehen sind anstrengend, aber das ergebnis ist wunderschön. Dieses Mal gab es auch keine Schmerzmittel, da es einfach keine Zeit gab. Das spürte ich deutlich beim anschließenden Nähen, das empfand ich schlimmer wie die gesamte Geburt. Ich durfte meine kleine Maus aber bei mir haben und so war ich abgelenkt und konnte schon kuscheln und direkt das erste Mal anlegen.

Diese spannenden Geburtsberichte hat Anita geschrieben :)

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