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Geburtsbericht: Leserin Nisi erzählt

Unser Termin für Kind Nr 2 war der 2. Dezember 2020. Die Schwangerschaft war ähnlich unkompliziert wie die erste, also ging ich grundsätzlich entspannt an die Geburt dran. Mein größtes Problem war zum Ende hin die Angst Corona zu bekommen, oder das mein Mann es bekommt und wir nicht zusammen ins KH können. Oder die Angst mit Maske entbinden zu müssen…
Eine Woche vor ET sah man im Ultraschall das die Plazenta anfing zu verkalken, meine Gyn schickte mich zum KH um das abzuklären. Dort sagte man mir ich solle mit natürlichen Mitteln die Wehen fördern und empfahl mir Tampons mit Nelkenöl (ACHTUNG, nicht einfach nachmachen, immer ärztlich abklären) und Eier in Rizinusöl gebraten zu essen. Gesagt getan, viel gelaufen und brav Bettsport betrieben, hatte schließlich bei Kind 1 auch gut geklappt.
Es dauerte, aber am 1. 12. merkte ich ein ersten Mal leichte Wehen, ging aber wieder weg. Auch am 2.12. zwickt es am Abend mal, wir machten noch mal einen ausgedehnten Spaziergang, dann war wieder Ruhe.
Am 3.12. hatte ich abends schon keinen Appetit mehr. Nach der Dusche gegen 7 legte ich mich hin, Kind 1 war schon seid dem 1. Dezember bei Oma.
Der Fernseher war noch nicht an, da ging es “platsch”. Wie schon Kind 1 kündigte sich auch Kind 2 durch ein plötzliches platzen der Fruchtblase an. Ich hab also brav meine Tena-Pants angezogen um nicht alles einzusauen und wir sind entspannt los gefahren ins KH. Tatsächlich setzen recht zeitig spürbare Wehen ein.
Angekommen im KH wurden mein Mann und ich getrennt, er musste vor dem Eingang zur Geburtsstation auf dem Flur warten. Ich wurde von einer äußerst unfreundlichen Hebamme begrüßt die prompt mal anzweifelte ab ich tatsächlich einen Blasensprung hatte -.- Ich wurde ans CTG angeschlossen (zu dem Zeitpunkt, ca 8:30/9:00 musste ich die Wehen schon gut veratmen) und bekam von einer Hebammenschülerin äußerst unsanft einen Corona-Test gemacht. Leider habe ich die Ärmste arg angepflaumt dafür, gab im Anschluss ne Packung Lind Pralinen.
Der Arzt kam kurz darauf, der war sehr nett und meinte gleich “Oh, da hats aber jemand eilig, den haben wir vor Mitternacht.”
Zurück beim CTG kam dann eine neue Hebamme, die war sehr nett und verständnisvoll das ich kein CTG mehr wollte, ich wollte laufen, die Wehen waren schon recht deutlich. Ich durfte aufs Klo, neue Windel an^^ und etwas auf den Gang gehen. Sie erklärte mir dann auch endlich, nachdem mein Mann schon ca 2 h vor der Station saß, OHNE das bis dato jemand mit ihm gesprochen hatte, das mein Mann zu mir könne sobald ich mich entscheide in den Kreißsaal zu gehen. Diese Info fehlte mir bis dahin leider, sonst wäre ich längst dahin. Also wir alles gepackt und sind gegen 10 ab in den Kreißsaal und meinen Mann endlich geholt. Die Maske hatte ich übrigens irgendwann einfach abgesetzt, hat niemanden gestört.
Im Kreißsaal ging alles ganz schnell, die Wehen kamen unglaublich schnell und intensiv sodass ich bald nicht mehr stehen konnte und notgedrungen aufs Bett musste. Da die Hebamme alleine in der Nacht war, bestand die Möglichkeit der Wanne leider nicht, davon abgesehen das die Geburt zu schnell fortschritt. Die letzten 10 Wehen waren die Hölle, kamen wahnsinnig schnell, waren lang und heftig. Ich muss sagen die Hebamme war ein Traum, hat mich gestreichelt, beruhigt und meinen Mann, der von der Heftigkeit genauso überrumpelt war wie ich, angewiesen mir einen kalten Lappen auf die Stirn zu legen und meinen Oberkörper fest zu halten da ich anders einfach falsch lag/saß zum pressen. Schlussendlich war der kleine Mann um 11:15 nach 3 fiesen Presswehen da.
Ich war fix und fertig weil es so schnell ging. Die Hebamme musste mich förmlich zwingen für die Plazenta noch mal brav zu pressen, ich hatte nämlich absolut keine Lust mehr.
Der nette Arzt kam noch mal rein, guckte und meinte nur “sehen Sie, ich hatte Recht.”
Ich war nicht gerissen, alles heile, alles vorbildlich, so sind wir direkt am nächsten Morgen nach Hause gefahren.
Es war eine heftige Geburt die ich tatsächlich mit meiner Hebamme daheim 2 Mal Revue passieren lassen musste. Aber unterm Strich kann ich mich nicht beschweren.

Diesen spannenden Geburtsbericht hat Nisi geschrieben :)

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