Geburtsbericht
Geburtsberichte

Andrea erzählt

Ich habe schon ein paar Geburtsberichte gelesen und war oft erschrocken, wie schwierig eine Geburt sein kann. Deswegen dachte ich, erzähle ich von meiner Geburt.
Mit 27 wurde ich nach längerem Tüfteln endlich schwanger. Und nach minimaler, wirklich minimaler Enttäuschung dass ich nicht meine kleine Doppelgängerin bekommen sollte, freuten wir uns sehr. Genau am meinem Geburtstag begann der Mutterschutz und ich machte mir es auf der Couch bequem.
Ich war auch zur Akupunktur bei meiner Hebamme. Der ET war der 23.11. und am 10.11. war ich das zweite Mal zur Akupunktur. Schon zwei Tage vorher fing ein ganz leichtes Ziehen an, waren wohl die Senkwehen.
Während der Akupunktur wurden die Schmerzen langsam spürbarer, die Hebamme kontrollierte nochmal, dass der Kopf auch fest im Becken sitzt. “Ja, kann gern kommen”, sagte sie. Ähh Hallo? 12 Tage vorm Termin?? Meine Liste bei Netflix war noch voll!
Auf dem Heimweg hielt ich dann schon ein, zwei Mal inne und machte es mir dann mit Zettel und Stift Zuhause gemütlich. Mein Mann kam erst 23.30 Uhr von der Spätschicht, bis dahin lagen die Wehen zwischen 3 und 9 Minuten. Die Hebamme sagte, es geht los wenn es 5 Minuten Abstand sind. Waren es ja nicht, halt mal mehr und mal weniger :D. Deswegen ging ich immer noch nicht davon aus, dass es jetzt wirklich losgeht.
Auch als der Schleimpfropf abging, blieb ich cool. Etwa 1 Uhr konnte ich nicht mehr sprechen während der Wehe, also rief ich mal im Krankenhaus an.
Das blöde bei Erstgebärenden ist ja, dass wir nicht wissen, wie schlimm die Wehen denn noch so werden! Also ging ich erstmal vom schlimmsten aus und sagte zur Hebamme, dass ich glaube es ist ein Fehlalarm ist, aber man weiß ja nie.
Aaaalso kochte der Mann sich noch in Ruhe einen Kaffee und dann ging die 25minütige Fahrt los. Ich hab schon oft drüber gelesen, dass Geburten beeinflusst werden, wenn man zu früh ins KH fährt. Also wollte ich auch so lange wie möglich Zuhause bleiben.
Lange Rede, kurzer Sinn: Wir zogen das Parkticket ca. 2.15 Uhr, gingen rein, musste warten. Dann wurde eine halbe Stunde CTG gemacht. Es waren keine Wehentätigkeiten zu sehen. Mein Kommentar dazu: “Heilige Mutter Gottes, wenn das keine Wehen sind, dann krieg ich dieses Kind ganz sicher nicht auf natürlichem Wege!!”
MuMu war dann aber doch schon 3 cm offen. Mein Mann wartete während der kurzen Untersuchung draußen und als die Hebamme raus trat und ihm beschwingt sagte, er könne schon mal in den Kreißsaal, hat man gut sehen können, wie ihm die Gesichtszüge entgleitet sind :D.
Umziehen, Einlauf, Blasensprung (praktischer Weise auf Toilette), ein paar Wehen und dann drückte plötzlich irgendwas gewaltig nach unten!
Es hat vielleicht 4 Presswehen und ein paar furchtbar animalisch klingende Horrorbrüller gebraucht und unser Sohn um 4.33 Uhr war auf der Welt.m.
Noch ein positiver Punkt: Es ist nichts passiert. Nichts. Das fand auch die Hebamme erstaunlich und die hatte die Befürchtung, dass sie beim Nachschauen, OB denn was gerissen wäre, doch noch etwas kaputt macht :D.
PS: Die Hebammen legten mir nahe, beim nächsten Kind doch schon bei der ersten Wehe loszufahren.
Diesen tollen Geburtsbericht hat Andrea geschrieben :) 
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