(Leser-)Geburtsberichte

Claudia D. erzählt

Da mein Fruchtwasser im Laufe der Schwangerschaft immer weniger wurde , musste ich alle 2 Tage zur Kontrolle ins Krankenhaus. 8 Tage vor ET war es dann soweit, die diensthabende Ärztin rief die Oberärztin hinzu und diese den Chefarzt und es wurde beschlossen das ich am nächsten Tag zur Einleitung kommen „darf“
Mir wurde ganz anders und ich brach in Tränen raus, ich wusste ja das die Kleine irgendwann raus muss, aber davor hatte ich eigentlich die größte Angst und nun war es schon so weit? Ich war aufgeregt und ängstlich was auf mich zu kommt.
Der Mittwochmorgen kam und wir fuhren mit Sack und Pack ins Krankenhaus, die Hebammen waren sehr nett und die Ärztin erklärte mir wie es ablaufen sollte. Ich entschied mich für die Tabletten, da ich zuviel , für mich negatives, über das Vaginalgel gelesen hatte. Mein Muttermund war schon 2cm offen und nun bestand mein Tag daraus die Zeit tot zu schlagen und zu warten.
Wir hatten eine WhatsApp Gruppe gegründet und hielten Freunde und Familie dadurch auf dem laufenden.
Der Mittwoch verging recht langsam, so wirklich wollten sich keine Wehen einstellen , ab und an zwickte es mal aber das war es auch schon.
Der Donnerstag lief auch nicht besser und irgendwann gegen 18 Uhr kam die diensthabende Hebamme und fragte mich ob ich noch eine Tablette nehmen möchte, das wäre die letzte und danach müssten wir 48 Stunden Pause machen und dann was neues probieren.
Ich willigte ein und sollte um 22 Uhr nochmal in den Kreissaal zum letzten CTG für diesen Tag. Der Gang fiel mir da schon viel schwerer und das ziepen war 2-3 x so stark das mir richtig übel war. Waren das Wehen? Geht es nun los?
Die Hebamme kontrollierte alles, und ich bekam eine Infusion und sollte mich ins Bett legen, heute würde wohl nichts mehr passieren.
Mein Partner fuhr nach Hause da er auch müde war von den letzten Tagen, er gab der Hebamme vorsichtshalber mal noch seine Telefonnummer, für alle Fälle.
Ich legte mich zwischenzeitlich ins Bett und schlief recht schnell ein, wurde dann aber wieder wach weil ich das Gefühl hatte auf Toilette zu müssen.
Die Nachtschwester nahm mir die Infusionsflasche ab und schickte mich mit den Worten „ Sie gehen jetzt besser mal in den Kreissaal“ aus dem Zimmer.
Die Uhr im Flur zeigte 2:02 an und wieder hatte ich diesen unglaublichen Drang und mir entfuhr ein stöhnen.
Da kamen auch schon die Hebammen ab und brachten mich in Kreissaal, ich hätte nämlich Presswehen und schon im Flur angefangen zu pressen 🙈
Ich sagte sie sollen bitte meinen Partner anrufen und dann ging alles sehr schnell und ich lag auf dem
Bett und wurde untersucht. Die Hebamme schaute nach und ging zur Seite um der Hebammenschülerin das Feld zu überlassen.
Da mein Partner noch nicht da war und das wohl nicht lang dauern würde, bekam ich Wehenhemmer und die diensthabende Ärztin wurde gerufen.
Als alle endlich da waren ging es weiter ich bekam etwas Sauerstoff wurde geschnitten , die Hebamme und die Ärztin hielten meine Beine. 2-3 Presswehen und mir wurde meine Kleine in den Arm gelegt . Es war 2:56 die Geburt hatte noch keine Stunde gedauert.
Da war sie nun 6 Tage vor ET mit 48cm und 2690g
Ich hatte so viel Angst vor der Geburt aber dadurch das es dann so schnell ging hatte ich überhaupt keine Zeit darüber nachzudenken und mein Körper hat komplett die Kontrolle übernommen. Es hätte nicht besser laufen können.

Diesen schönen Geburtsbericht hat Claudia geschrieben :)

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