Geburtsberichte
Leser*innen-/Geburtsberichte

Leserin-Geburtsbericht: Marleen F.

Es war der 08.08, einer der heißesten Tage und das Wetter machte mir so hochschwanger wirklich zu schaffen. Ich hatte mir an diesem Tag noch eine schöne Schwangerschaftsmassage gegönnt. Mittlerweile war ich in der 38. Woche schwanger und war in den letzten Zügen der Vorbereitung für die Kleine. Da meine anderen beiden Kinder erst nach dem errechneten Termin kamen, machte ich mir auch garkeinen Stress. Die Kliniktasche hab ich erst ein paar Tage zuvor gepackt. Ich ging total k.o. vom Tag schlafen und wachte kurz vor 0 Uhr auf um auf Klo zu gehen ihr kennt das ja die Blase hält halt nicht lange durch. Dann wollte ich mich wieder hinlegen und plötzlich sah ich im Flur eine riesige Hauswinkelspinne! Ich konnt nicht ins Bett ohne sie zu erledigen also nahm ich einen Schuh, bückte mich, schlug gerade noch zu und plötzlich fühlte es sich komisch im Bauch an und dann lief auch schon das Fruchtwasser in Strömen! So richtig filmreif! Ich rief nur zu meinem Mann, der im Wohnzimmer saß „Meine Fruchtblase ist geplatzt!“. Er war ganz perplex und sagte „Ne oder, wirklich??“ „Ja wirklich es läuft und läuft“. Während sich bei ihm Panik breit machte, blieb ich einfach ganz entspannt und wollte eigl noch etwas zu Hause warten. Der völlig aufgeregte Mann trieb mich aber dazu an die Tasche zu Ende zu packen und loszufahren. Er rief seine Schwester an damit sie auf unsere Großen aufpassen konnte und dann fuhren wir also los. Ich hatte mittlerweile ca alle 10 Minuten leichte Wehen und verlor bei jedem Schritt mehr und mehr Fruchtwasser. Im Krankenhaus angekommen wurd dann ein CTG geschrieben, aber da das noch nicht großartig was war, wurd ich auf ein Zimmer gebracht und sollte noch etwas schlafen und mein Mann musste nach Hause. Deswegen wollte ich erstmal eigl zu Hause bleiben um dieses Alleinsein im Krankenhaus zu vermeiden. Naja nun war es so und wer hätte es gedacht an schlafen war nicht so wirklich zu denken. Am nächsten Tag waren die Wehen dann leider auch ganz weg. Um 12 Uhr mittags bekam ich dann Antibiotikum wegen der Infektionsgefahr und gegen 13 Uhr hatte ich ein Gespräch mit einer Ärztin bezüglich Einleitung. Das Wort Einleitung löste Panik in mir aus, denn das lief damals bei meinem 1. Kind gehörig schief ich wurde mit Cytotec überdosiert und bekam einen Wehensturm also sträubte ich mich natürlich erstmal. Die andere Alternative wäre ein Gel gewesen was vor den Muttermund kommt, aber da ich immernoch viel Fruchtwasser verloren hab, wär das ziemlich sinnlos gewesen also stimmte ich widerwillig der Cytotec zu. Ich nahm also um 13 Uhr eine Tablette, ging Mittag essen und dann etwas spazieren mit meinem Mann und siehe da: die Wehen kamen auch gleich und auch schon schmerzhaft! Um 14 oder 15 Uhr sollte ich wieder zum CTG und da musste ich die Wehen auch schon veratmen bzw tönen (mit aaaaa ausatmen). Ich wurde gefragt, ob ich die nächste Gabe Cytotec noch möchte was für ne Frage natürlich nicht! Hatte ja bereits starke Wehen. Ab da an weiß ich die Zeiten nicht mehr ich war nur noch mit Tönen beschäftigt und versuchte mir bei jeder Wehe vorzustellen wie ich auf einer Welle meinem Kind immer näher komme. Viele Wehen und Tränen später waren wir dann endlich im Kreißsaal. Bei der letzten Untersuchung war der Muttermund erst 2-3 cm geöffnet also hat ne ganze Weile keiner mehr nachgeguckt. Es war wirklich viel los zu der Zeit im Kreißsaal also war ich die meiste Zeit mit meinem Mann alleine. Er musste Mundschutz tragen (hat sich die Maske aber wenn wir allein waren runtergezogen) und ich hab meine Maske irgendwann einfach abgesetzt. Als die Wehen noch nicht so stark waren wurd bei mir auch noch ein Corona Abstrich gemacht der war zwar unangenehm, ging aber schnell. So zurück zum Kreißsaal. Als die Hebamme mal endlich wieder da war fragte ich nach einer PDA und sie meinte die Anästhesisten haben ziemlich viel zu tun, würden aber so schnell es geht kommen. Also tönte ich weiter vor mich her, mittlerweile immer lauter, denn die Wehen waren mittlerweile wirklich heftig. Irgendwann kamen dann die Anästhesisten, klärten mich noch auf wobei ich garnicht mehr wirklich zuhören konnte und zu allem Ja und Amen gesagt hätte. Sie fingen dann an den Rücken erstmal zu betäuben ich sollte natürlich ganz still halten, aber die Wehen kamen in immer kürzeren Abständen und plötzlich hatte ich ein brennendes Gefühl und die Presswehen setzten ein! Ich schrie nur noch „Ich hab Presswehen! “ und sofort wurd die Hebamme geholt. Sie tastete nach dem Muttermund und rief nur „vollständig geöffnet das Kind kommt jetzt! “ und schickte die Anästhesisten mit den Worten „Vielen Dank für die PDA“ weg und lachte. Ich fühlte mich komplett verarscht ehrlich gesagt ich wollte doch unbedingt die PDA 🙈 Nach nur wenigen, aber sehr schmerzhaften Presswehen war meine Maus dann endlich da! Am 09.08. um 17:36 Uhr mit 3300 g und 50 cm. Nach nur ca 4 1/2 Stunden Wehen. Es war die schnellste meiner 3 Geburten und sie war heftig. Durch die Hitze fühlte ich mich kraftlos und bekam 2x einen Tropf mit Flüssigkeit. Mein Mann meinte es war die unkomplizierteste Geburt, aber er steckte ja auch nicht in meiner Haut. Männer ey.

Diesen schönen Geburtsbericht hat Marleen geschrieben :)

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