Rabenmutter 2.0

Von Herzen für werdende Eltern zur Geburt

Wie Frauen an eine Geburt herangehen – speziell an die erste – ist ganz unterschiedlich. Manche sind total locker, haben null Angst, sondern sind stattdessen eher neugierig und gespannt, wie es wohl sein wird, Mutter zu werden. Andere fürchten sich ein bisschen, weil sie sich nicht vorstellen können, wie sie einen ganzen kleinen Menschen aus ihrem Körper herauspressen sollen, ohne vor Schmerzen verrückt zu werden. Und wieder andere schmieden umfangreiche Pläne für diesen ganz besonderen Tag, weil ihnen das Sicherheit und ein Gefühl der Kontrolle gibt, in einer Situation, die man nun mal erst einschätzen kann, wenn man drinsteckt.

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Ich selbst war irgendwie der Typ „so ein bisschen von allem“. Richtig Angst hatte ich nicht, aber durchaus Respekt, weil ich nicht wusste, was da auf mich zukommt und mich Ungewissheit immer nervös macht. Trotzdem wollte ich keine richtigen Pläne verfassen, weil Murphy und ich nicht gerade Best Buddies sind und ich davon ausging, dass der fiese Affenarsch mir meine Ideen zum Thema Geburt eh zerballern würde. Allerdings hatte ich ein ziemlich genaues Bild von MIR im Kopf, wie ich mit den Schmerzen umzugehen gedachte … und war anschließend (übrigens beide Male :D ) ein wenig enttäuscht von meinem wahren gebärenden ICH (was natürlich völliger Quatsch ist!). Irgendwie dachte ich von mir selbst, dass ich etwas cooler mit der ganzen Nummer umgehen würde, als ich es dann tatsächlich tat. Gerade die Geburt des Krümelchens hatte ich mir ganz anders vorgestellt, weil mir vorher alle sagten, wie anders die zweite Geburt wird, wie viel schneller und leichter sie geht, so dass ich mit völlig falschen Vorstellungen im Kreißsaal aufgeschlagen bin, obwohl ich es als Zweit-Gebärende durchaus hätte besser wissen müssen.

Mit ein bisschen Abstand betrachtet, gibt es eigentlich nicht viel, dass Schwangere vor dem Antritt der Mutterschaft „auf dem Schirm“ haben müssen, aber ein paar Kleinigkeiten würde ich jenen, die dieses Abenteuer noch vor sich haben, sehr gerne mit auf den Weg geben. Ich hätte mir nämlich genau das für mich selbst gewünscht! <3

Von Herzen für werdende Mamis

  1. Mach dir nicht so viele Sorgen! Niemand weiß vorher, was in den Stunden der Niederkunft passiert, daher ist es unnötig und verschwendet positive Energie, sich vor Sorgen verrückt zu machen, BEVOR es einen Grund gibt. Die meisten Babys kommen schließlich reibungslos auf die Welt. Freu dich darauf!
  2. Hör auf dein Bauchgefühl! Vielleicht ist die Geburt deines Kindes das erste Mal, dass du wirklich verstehst, was damit gemeint und wie wahnsinnig stark, richtig und vertrauenswürdig dieses Gefühl ist. Wenn dem so ist, halte dieses neue Wissen fest – dein (wachsendes) Bauchgefühl ist das beste „Tool“, das die Mutterschaft mit sich bringt, um allen zukünftigen Hürden gewachsen zu sein.
  3. Schreie, schimpfe, weine, jammere und brich deinem Mann die Hand, wenn es dir hilft, die Wehen besser auszuhalten! Zu keinem anderen Zeitpunkt, darf man sich so viel UNGESTRAFT herausnehmen, wie unter der Geburt. Das sollte man nutzen!!!
  4. Sei ehrlich … vor allem zu dir selbst und ändere ggf. deine Meinung! Das bezieht sich auf all deine Pläne, die du vor der Geburt für diesen großen Moment in deinem Leben geschmiedet hast, aber auch auf die Wahl deiner Begleitpersonen. Manchmal ändern sich nämlich plötzlich deine Bedürfnisse und sie passen nicht mehr zu der Vorstellung, die du vorab hattest. Du dachtest, du willst allein gebären und stellst fest, es geht nicht? Pfeif deinen Partner ran, das ist ok! Dir gefiel die Idee, deine Mutter oder Schwiegermutter dabei zu haben, kommst aber in der Situation mit ihrem Gelaber nicht klar? Schick sie raus! Sie werden es verstehen. Das ist DEINE Show … nur DEINE Bedürfnisse zählen!
  5. Spiel nicht den Märtyrer! Das musst du nicht! Glücklicherweise leben wir in einer Zeit und einem Land, das Möglichkeiten zur Schmerzlinderung bietet. Es ist keine Schande, ein Schmerzmittel anzunehmen, auch wenn man sich vorher fest vorgenommen hat, darauf zu verzichten. Echt nicht!!!
  6. Ein Kaiserschnitt ist nicht weniger eine Geburt als der vaginale Weg. Lass dir von NIEMANDEM etwas anderes einreden!!!
  7. Trink kein Sprudelwasser, während du wehst. Ist jetzt kein besonders tiefschürfender Tipp, aber er kommt ebenfalls von Herzen … und aus Erfahrung. ;)
  8. DU schaffst das! Ganz egal, was dich untere der Geburt erwartet … DU schaffst das! Nicht, weil es alle schaffen und weil Kinderkriegen das normalste der Welt ist (ist es zwar, aber vor allem ist es ein verdammtes Wunder!!!), sondern weil DU in diesen Stunden zur Mutter wirst und ab da für mindestens einen Menschen für den Rest seines Lebens eine Superheldin mit übermenschlichen Kräften bist. Zu recht! VÖLLIG zu recht! <3

Und weil nur selten einer allein dieses Event erlebt, möchte ich auch den lieben Erzeugern etwas mitgeben auf ihrem Weg in die Vaterschaft <3

Von Herzen für werdende Papis

  1. Sei flexibel! Völlig egal, was deine Partnerin dir VOR den Wehen gesagt hat, handle ausschließlich nach dem, was sie dir JETZT sagt. Da können Welten zwischen liegen und du möchtest sicher nicht ihre animalische Geburts-Wut auf dich ziehen. ;)
  2. Sei tapfer! Es ist durchaus möglich, dass die Frau, die du über alles liebst, ein paar Sachen unter der Geburt sagt, die dich oder dein bestes Stück in einem eher negativen Licht dastehen lassen. Zieh dir den Schuh nicht an – sie meint es nicht so!
  3. Gib ihr Wasser! Woran man echt nicht denken kann, wenn eine Wehe nach der anderen anrollt, ist, ausreichend zu trinken. Deshalb musst DU für sie daran denken!
  4. Sei positiv! Gib ihr Halt … nicht nur körperlich, sondern auch mental, indem du sie mit motivierenden Sätzen unterstützt. Sag ihr, wie toll sie das macht, dass sie stark ist und tapfer, dass du stolz und glücklich bist und das du sie liebst wie verrückt. Natürlich wärst du da auch selber drauf gekommen … das ist jetzt nur eine Gedankenstütze. ;)
  5. Nerv sie nicht! Wenn sie auch unter normalen Umständen keinen Bock auf Fußball-Geschichten (oder was auch immer) hat, verkneif sie dir erst recht, wenn sie gerade dein Kind auf die Welt presst!
  6. DU schaffst das! Ganz egal, was dich untere der Geburt erwartet … DU schaffst das! Genauso wie die werdende Mutter deines Kindes, wirst du während der Geburt über dich hinauswachsen – und von da an jeden Tag noch ein kleines Stückchen mehr. Denn so ist das einfach, wenn man Papa oder Mama wird! <3

Ich wünsche allen werdenden Eltern eine ganz wundervolle Geburt! Es ist ein spektakuläres, ganz erstaunliches Erlebnis, das ihr nie vergessen werdet! Freut euch darauf! :-*

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