Corona Updates 17
Corona

11 persönliche Corona-Updates aus aller Welt – Teil 17

Alle 4-5 Wochen geben „LÄCHELN UND WINKEN-Korrespondenten“ aus den verschiedensten Ländern Corona-Updates zur aktuellen Corona-Virus-Lage in ihrem Zuhause – unter welchen Beschränkungen sie gerade leben, wie sie damit klarkommen, welche Auswirkungen das alles auf sie hat und wie sie sich fühlen. Es ist ihnen überlassen, was genau sie erzählen möchten; sie gewähren uns einfach einen ganz persönlichen kleinen Einblick in ihre aktuelle Situation während der Corona-Krise. Es geht nicht um Politik oder Zahlen … es geht rein um die persönlichen Eindrücke und Familien.

Mit dabei sind – je nachdem wie sie es zeitlich schaffen oder was es zu erzählen gibt – Eltern bzw. Mütter aus folgenden Ländern:

  1. Norwegen
  2. Schweiz
  3. Formentera
  4. Dänemark
  5. Niederlande
  6. England
  7. Deutschland
  8. Österreich
  9. Portugal
  10. Shanghai/China
  11. LA / USA
  12. Texas / USA
  13. Kalifornien / USA
  14. NY / USA
  15. New Jersey / USA
  16. Moskau /Russland
  17. Spanien
  18. Stockholm/Schweden
  19. Transsilvanien/Rumänien
  20. Italien
  21. Belgien
  22. Brasilien
  23. Singapur
  24. Island
  25. Südafrika
  26. Australien
  27. Neuseeland
  28. Peru

Es machen nicht alle jedes Mal mit, aber doch so oft es ihnen (trotz Kinder, Arbeit, Krankheit, Krisen und Hüttenkoller) möglich ist. Und ich bin dankbar FÜR und gespannt AUF jeden dieser Einblicke!

Corona-Updates:

Mit dabei sind diesmal Gina aus Südafrika mit einem Video-Updates, Doris aus Russland, Nikola aus den Niederlanden, Anna aus Neuseeland, Rike aus Australien, Naddel aus Brasilien, Johanna aus Peru, Charlotte aus den USA/Kalifornien, Saskia aus Island, Damaris aus der Schweiz und Anke (ich ;) ) aus Deutschland.

Südafrika

Russland

Hallo ihr Lieben, ich bin Doris und wohne mit meiner Familie (Mann und zwei Töchtern) in Moskau.

Russland ist immer noch das am viert schwersten betroffene Land der Welt. Jedoch sind die Zahlen rückläufig und vergleichsweise niedrig. Gestern gab es ca. 10.500 neue Corona-Fälle in ganz Russland, davon 1.200 in Moskau. In Moskau gibt es kaum noch Einschränkungen. Die Maske ist natürlich noch allgegenwärtig und es wird auch immer wieder auf das Abstandhalten hingewiesen, aber das war es dann auch schon. Es haben alle Geschäfte und alle Freizeitvergnügungen offen. Schulen und Kindergärten arbeiten und auch Home-Office-Pflicht ist aufgehoben.

Im Grunde ist das Leben hier wieder einigermaßen normal. Wir als Ausländer haben noch Probleme mit dem Reisen. Während Russen nach einer Auslandsreise nur innerhalb von drei Tagen einen negativen Corona-Test vorlegen müssen, müssen Ausländer zwei Wochen in Quarantäne – egal ob sie einen negativen Test vorweisen können oder nicht. Wenigstens können wir wieder einreisen, wenn wir ausgereist sind. Deshalb überlegen wir im nächsten Monat nach Deutschland zu fliegen – immerhin haben wir unsere Familien seit über einem Jahr nicht gesehen. Das ist schon echt lange.

Auch wenn Corona hier nicht mehr so ein großes Thema ist, sind wir immer noch vorsichtig. Eine Freundin von mir ist erst letzte Woche positiv getestet worden. Und ich selber frage mich immer, wann die Mutanten hier ankommen und die Zahlen wieder in die Höhe treiben. Es beruhigt mich sehr, dass mein Mann und ich geimpft sind. Jetzt hoffe ich nur, dass die Kinder sich nicht doch noch irgendwo anstecken und ich würde mich besser fühlen, wenn unsere Familien in Deutschland auch bald einen besseren Schutz hätten.

Ganz liebe Grüße aus dem kalten, aber sonnigen Moskau!

Niederlande

Hallo ihr Lieben, ich heiße Nikola und wohne mit meiner kleinen Familie in Almelo in den Niederlanden.

Was soll ich euch sagen: wir sind alle so, so, so Corona-müde. Irgendwie war es mir gar nicht so bewusst das wir echt schon einjähriges mit diesem Virus feiern. Wo ist das letzte Jahr geblieben???

Hier in den Niederlanden ist es wahrscheinlich gerade nicht anders als in anderen Ländern: abendliche Ausgangssperre von 21 Uhr bis halb 5 morgens, nicht systemrelevante Geschäfte haben zu, Gastronomie ebenfalls. Die Basisschulen sind seit ein paar Wochen wieder auf, auch höhere Klassen dürfen wieder 1x pro Woche in den Genuss von Präsenzunterricht kommen.

Zuhause dürfen wir weiterhin nur eine weitere Person empfangen. Irgendwie gewöhnt man sich leider dran, dass man Familie und Freunde nicht zu Hause treffen darf.

Arbeiten geht momentan nur mein Mann – zum Glück hat er einen Job der systemrelevant ist, und hat dadurch ausreichend zu tun.

Ich bin selbständige Visual Merchandiserin und bin, um arbeiten zu dürfen, von einem geöffneten Einzelhandel abhängig. Habe ich schlaflose Nächte? Auf jeden Fall, denn vor so einer Wand wie es beruflich weitergehen soll stand ich noch nie. Also investiere ich die freie Zeit weiterhin in mein Studium um zum einen etwas für den Kopf zu tun und zum anderen einen Plan B zu haben.

Der Kleine geht momentan nicht in die Kita, da ich ja notgedrungen zu Hause bin. Dann übernimmt der Staat nichts an Kosten. Das ist eigentlich meine Größte Sorge: was wird die Zukunft für ihn bringen: keine sozialen Kontakte, keine kleinen Freunde finden, keine Kitageschichten erleben…Und ein Ende ist ja irgendwie noch nicht abzusehen. In knapp 2 Wochen feiert er seinen 3. Geburtstag und das war tatsächlich letztes Jahr das letzte Fest mit Freunden und Familie, bevor man sich nicht mehr treffen durfte.

Das war es soweit von mir. Bleibt alle gesund und passt auf euch auf!!!

Neuseeland

Kia Ora!

Hier sind Markus, Anna und Baby Karl. Die drei, die auf ihrer Weltreise in Neuseeland stecken geblieben sind. Besser gesagt: Wir waren damals noch zu zweit und Karl ist hier geboren, na ja, ihr wisst schon.

Es gibt jedenfalls Neuigkeiten aus Neuseeland. Es tauchen ab und zu wieder Fälle auf. Wir befinden uns derzeit im zweiten Mini-Lockdown, ganz kurz hintereinander. Am 15.02.2021 wurden 3 positive Corona Fälle bekannt. Es gab wieder eine Notfallbenachrichtigung auf alle Telefone. Wir waren zu dieser Zeit übrigens auf der Südinsel, im Abel Tasman Nationalpark, mitten in der Pampa und haben diese Benachrichtigung bekommen. Auckland wurde sofort in Alert Level 3 geschickt, der Rest des Landes in Level 2. Zur Erinnerung: Neuseeland arbeitet mit 4 Stufen zur Eindämmung des Virus.

Das Ganze hielt drei Tage an, dann wurde schrittweise gelockert und wir befanden uns rasch wieder in Alert Level 1 (dies gilt eigentlich immer und ist schon zum Normalzustand geworden).

Danach hat es nicht ganz eine Woche gedauert, bis weitere Fälle auftraten, welche in Verbindung mit den ersteren standen. Letzten Samstag hieß es also wieder: Notfallbenachichtigung – Auckland in Level 3, Rest des Landes Level 2. Das alles für eine Woche, dann wird neu entschieden, wie es weiter geht.

Wir konnten es beim ersten Mal nicht wirklich verstehen, weshalb nach drei Tagen bereits wieder gelockert wurde. Es war damit abzusehen, dass es weitergehen wird und der zweite, gerade aktuelle Lockdown, hätte damit meiner Meinung nach verhindert werden können.

Ich will gar nicht schimpfen; ich möchte derzeit kein Politiker sein und solche Entscheidungen für eine ganze Nation treffen. Geschimpft wird genug, vor allem die Gastronomie beschwert sich, dass die Regeln jedes Mal über Nacht umgesetzt werden. Und sie aus diesem Grund ihre bereits gekauften Lebensmittel nicht mehr sinnvoll losbekommen – verständlich. Ich möchte mit niemandem tauschen.

Worauf ich aber aufmerksam machen will: Neuseeland war Corona-frei! Und nun 3 Fälle … aus einer noch so winzig kleinen Lücke, wahrscheinlich aus einer Quarantäne-Unterkunft, bricht innerhalb kürzester Zeit wieder eine Welle an Infektionen hervor. Es ist also wirklich gefährlich, leicht zu übertragen und damit schier unaufhaltbar. Ein riesiger Aufwand, die Infektionszahlen einzudämmen, schon bei niedrigen Zahlen. Wie hoffnungslos scheint es also bei so starl bevölkerten Ländern?

Zurzeit wird diskutiert, ob Auckland nicht bevorzugt geimpft wird, denn Infektionen treten nur hier im Ballungszentrum auf. Auckland wird dann auch immer sofort abgeriegelt – keiner verlässt oder kommt ohne nachzuweisenden triftigen Grund in die Stadt. Von einer Grenzöffnung sind wir also erst mal weit entfernt!

Ich wünsche mir, dass es bald Erfolge bei den Impfkampagnen geben wird.

Bis dahin bleibt alle gesund! Ciao-Kakao!

Australien

G‘Day Mates! Ich bin Rike und wohne mit meinem Mann und meinen 2 Kindern (5 und 8) in Sydney/Australien.

So, ich schau mal kurz in unsere CovidSafe-App… 10 neue Fälle in den letzten 24 Stunden für ganz Australien. Davon alle in Hotelquarantäne. Die Regierung sieht keinen Sinn darin, die Grenzen zu öffnen und hat diesen Umstand diese Woche bis Juni 2021 verlängert.

Und ich finde das gut so. Es hat sich seit dem letzten Update hier nichts geändert. Schulen sind ganz normal auf. In 4 Wochen sind Osterferien. Wir haben unseren Urlaub gebucht. Es gibt zur Zeit keine bekannten Corona-Fälle in der Bevölkerung. Was will man mehr?

Ja, blabla, Familie besuchen, Freunde wiedersehen … fänd ich auch klasse. Und mir tut es auch leid, dass viele Menschen gerne möchten oder müssen und nicht können. Aber wenn ich dann höre, wie das in Europa läuft. Oder in Amerika oder so … dann bleibe ich lieber hier in meiner Blase und kann mich zumindest frei bewegen. Zum Sport gehen, an den Strand fahren, arbeiten. Mir fallen auch keine Durchhalteparolen mehr für die Leute ein, mit denen ich aus der Heimat spreche. Was soll man auch sagen zu Lockerungen, während eine dritte Welle startet?

Mein Großer hat vor 3 Wochen in der Schule gehustet. Ja, er hatte einen Husten, aber ich wurde direkt angerufen, wir mussten zum Corona-Test und er durfte 4 Tage nicht in die Schule gehen. Obwohl wir seit mehr als 6 Wochen keine Fälle mehr im Bundesstaat haben. Hier wird nicht diskutiert, ob es Sinn macht, zum Test zu gehen. Hier geht man zum Test. Die Drive In-Test-Zentren sind immer gut besucht. Nur zu hoffen, dass es kein Corona ist, ist keine Option. Und ich bin auch ganz froh darüber, dass die Leute 7 Tage die Woche arbeiten. Das ist eh schon normal gewesen in Australien. Nicht erst seit Corona. Deswegen ist es auch ok, wenn man sich mal Freitagabends noch testen lässt. Man bekommt seine Ergebnisse innerhalb von 24 Stunden.

Die Impfungen laufen nun auch an. Es gab jetzt die ersten Lieferungen und es wurde natürlich ganz groß kundgetan. Ich dürfte mich auch schon impfen lassen, da ich als CareWorker arbeite. Das werde ich auch machen, jedoch habe ich nur 1, max. 2 Klienten die Woche, welche ich auch mit Abstand versorgen könnte, so dass ich noch warte, bis tatsächlich das Krankenhauspersonal, Polizei, Feuerwehr und Altenheime durchgeimpft sind. Immerhin gab es erst 1 Mio Dosen und wir sind 25 Mio Australier. Aber, wie oben auch beschrieben, es gibt hier gerade keine Not. Wir sind in der glücklichen Lage, dass in Ruhe angehen zu können.

Deswegen ihr Lieben: Ich würde sehr gerne genau dasselbe von euch lesen. Dass es euch gut geht, ihr keine Angst habt, durchatmen könnt und das ohne Maske. Ich wünsche euch von Herzen, dass es wirklich bald ein Ende findet. Dass ihr euch impfen lassen könnt und dass der Stress vergeht. Passt auf euch auf!

Brasilien

Hey hier ist die Naddel und ich wohne mit meinen 2 Mädels auf einer vorgelagerten Insel in Brasilien.

Karneval gab es zwar offiziell hier auch nicht, aber es ist Urlaubszeit und Feiern kann man den Brasilianern eh nicht verbieten. Naja, deswegen sind die Zahlen wieder etwas gestiegen. Das hatte zur Folge, dass die Restaurants und Bars wieder um 18 Uhr schließen müssen und nur bis 20 Uhr liefern dürfen.
Ab Freitag 17 Uhr bis Sonntag Abend gibt es keinen Alkohol zu kaufen, auch nicht beim Lieferservice. Und die Schulen sind weiter zu. Ansonsten lebt sich das Leben hier recht normal.
Ach, und die erste Impfgruppe hat ihre zweite Dosis bekommen in unserer Stadt. Mal sehen, wie es weitergeht.

Peru

Hallo an alle,

ich hoffe, es geht euch allen gut. Hier in Peru gibt es eigentlich nichts Neues zu berichten. Die Situation hat sich nicht groß verändert. Es wurden allerdings mehr Sauerstoffstellen eingerichtet, um die tagelange Wartezeit für Patienten zu verringern. Außerdem hat Chile uns Sauerstoff gespendet.

Wir verbringen unsere Tage weiterhin in der Wohnung und treffen selten jemanden. Und auch bei uns bzw. bei den Nachbarn hat Covid Einzug gehalten. Gott sei Dank haben wir uns anscheinend nicht angesteckt, wir haben keinerlei Symptome. Den Nachbarn geht’s aber ganz gut und sie haben „nur“ leichte Symptome.

Auch geimpft wird fleißig, 70% der Ärzte wurden schon geimpft, die halbe Regierung hat sich letztes Jahr heimlich geimpft und jetzt sind die Senioren dran. Ich bin gespannt wie viele sich hier tatsächlich impfen lassen, da 40% der Bevölkerung gesagt hat, sie wird sich nicht impfen lassen.

Die Quarantäne wurde auch aufgehoben und viele Geschäfte dürfen wieder öffnen. Nur am Sonntag gibt es eine ganztägige Ausgangssperre.

Am Montag geht hier die Schule wieder los, online natürlich. Weder das Kind noch ich haben große Lust dazu, aber was muss, das muss. Wir hoffen einfach, dass jetzt mit der ganzen Impferei vielleicht nächstes Jahr ein wenig Ruhe einkehrt und die Schulen vielleicht wieder geöffnet werden.

Passt gut auf euch auf! „Cuidanse“ sagt man hier dazu!

Viele Grüße,
Johanna

USA

Hi ich bin Charlotte aus Kalifornien.
Ich lebe seit 3 Jahren hier in Nordkalifornien mit meinem Mann und unseren zwei Söhnen 6 und 12 Jahre alt.

In unserem County gibt es genau 274 Fälle. Das ist wirklich nicht viel,  da unser County ziemlich gross ist. 7,7 % der Amerikaner haben 2 Impfdosen erhalten. 15% die erste Dosis. Zahlen von vor 4 Tagen. In Kalifornien haben 13,2 Millionen ihre Impfungen erhalten. Das zu den Zahlen,  die ich nicht regelmäßig nachschaue. Nur mal jetzt für den Bericht.
Mein Mann arbeitet für Siemens. Das Unternehmen wurde als wichtig eingestuft, so soll er im März geimpft werden.
Ansonsten ist hier eigentlich alles wie immer. Bis auf die eine grosse Veränderung: DIE SCHULEN DER KINDER ÖFFNEN! Die Kinder sind semi-begeistert. Ich wiederum sehr. Ich finde, sie hatten das letzte halbe Jahr nicht wirklich viel Schule. Beim 6jährigen fand ich das ok. Er hatte genug zu tun. Da hat sich seine Lehrerin wirklich sehr bemüht, den Kindern viel Abwechslung zu bieten. Der 12jährige wiederum hatte viel Freizeit, weil er seine wenigen Aufgaben schnell erledigt hat. Was viel Freizeit bedeutet in dem Alter, muss ich nicht sagen: Es wurde zunehmend schwieriger, ihn für irgendwas zu motivieren, was nicht mit Computer zu tun hatte. Von daher bin ich sehr froh über mehr Schule. Beide hatten bis jetzt das Hybrid-Model. Bin gespannt, wie mein Erstklässler das findet, dass er nun auch die andere Hälfte seiner Klasse kennenlernt.
Das Ganze startet am 15. März. Erstmal für 2 Wochen. Dann sind nämlich 2 Wochen Osterferien. Danach geht das 3. Trimester bis Anfang Juni. Dann sind Sommerferien.
Reisen werden wir auch hier nicht können. Also nicht die USA verlassen. Und kommen darf auch niemand. Das ist das was mich zunehmend traurig macht. Ich habe meine Familie in Deutschland dann 2 Jahre nicht gesehen. Unsere  Kinder nicht ihre Grosseltern. Das ist schon hart.
Und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass es noch länger so bleiben wird.
Wir telefonieren oft per Videocall. Aber jeder weiß,  es ist nicht das Gleiche. Meine Schwester war gestern mit mir per Videocall bei Kaufland… diese Süßigkeiten zu Ostern 😍😍😍😍 Aber das ist ein anderes Thema.
Liebe Grüße aus Eldorado County,  California.
Charlotte

Island

Goðan dag ihr Lieben!

Ich heiße Saskia und wohne mit meinem Mann und unserer 4 jährigen Tochter in Sauðárkrókur in Nordwestisland. Von mir gibt es heute ein durchweg positives Update, was auch wirklich Not tut, nachdem das letzte so negativ war.

Bei uns gibt es im Moment gar nicht so viel zum Thema Corona zu berichten. Da die Fallzahlen nach wie vor niedrig sind, wurden die Maßnahmen weiter gelockert. Außerdem trägt der nahende Frühling und die damit verbundenen recht milden Temperaturen zusätzlich zur allgemeinen recht positiven Stimmung bei. Die Isländer fangen an Pläne für den Sommer zu machen. Das Leben fühlt sich fast wieder normal an, nur die Masken erinnern noch daran, das es Corona gibt. Ich weiß wirklich zu schätzen, auf einer Insel zu leben, die abgegrenzt vom restlichen Europa ist und bin so glücklich über den Luxus der Normalität, den wir hier haben.

Wie ich ja beim letzten Mal erzählt hatte, habe ich Ende Januar meine Kündigung bekommen, und was soll ich sagen: seit 22. Februar schon, arbeite ich im neuen Job. Ich bin als Quereinsteiger im Kindergarten untergekommen und darf dort erstmal bis zu den Sommerferien bleiben. Wieder einmal bin ich froh, in Island zu leben und begeistert, wie schnell und unkompliziert das mit dem Wechsel funktioniert hat. Auch wenn ich nach den ersten 2 Wochen im neuen Job super müde bin, macht es mir echt Spaß und ich freue mich jeden Tag auf die Kids und die neue Herausforderung.

Viel mehr gibt es von uns heute nicht zu berichten, deswegen bleibt mir nur euch allen weiterhin alles Gute und viel Gesundheit zu wünschen. Habt ein schönes Wochenende und hoffentlich bis zum nächsten Mal. LG, Saskia

Schweiz

Hallo zämä, ich bin Damaris und lebe mit meiner Familie im schönen Appenzellerland in der Schweiz. Bei uns in der Schweiz gibt es seit dieser Woche wieder ein paar Lockerungen nach dem „Lockdown à la Schweiz“. ;) Es sind wieder alle Läden, Museen, Zoos und Bibliotheken geöffnet wie auch Freizeitbetriebe und Sportanlagen draussen. Ebenfalls draussen dürfen sich jetzt wieder maximal 15 Personen im privaten Rahmen treffen. Der Lockdown dieses Mal ging nun auch mir auf die Nerven. Bisher habe ich nicht allzu sehr darunter gelitten, da ich sowieso keine grossen Menschenansammlungen mag. Aber auch ich vermisse es extrem, mich mit Freunden zu treffen und wenn es „nur“ draussen ist. Auch wenn wir weiterhin vorsichtig bleiben und nicht gleich eine Outdoor-Party mit 15 Personen machen, fühlt sich nur schon das Wissen, dass es erlaubt wäre, wieder gut an. Mein Mann ist inzwischen voll geimpft, obwohl er zu keiner prioritären Gruppe gehört (aber er hat zeitweise im Impfzentrum gearbeitet). Das war auch in der Schweiz in letzter Zeit immer wieder kritisch ein Thema, dass Leute Impfungen erhalten haben, die in keiner prioritären Gruppe waren. Meine Meinung dazu ist ganz einfach, dass die Impfdosen besser an Impfwillige verimpft werden, als dass sie entsorgt werden müssen. Da in der Schweiz auch Hausärzte impfen dürfen, habe auch ich jetzt einen provisorischen Termin bei der Hausärztin erhalten, an dem sie mich kontaktiert, wenn dann jemand ausfallen sollte und ich innerhalb einer Stunde bei ihr in der Praxis sein kann. Ich gehöre sonst eher zu den Impfskeptikern, möchte aber in diesem Fall, dass es endlich besser wird und somit auch meinen Beitrag dazu leisten. Sonst gibt es nicht sehr viel zu erzählen, außer dass wir uns über die ersten Frühlingstage gefreut haben (auch wenn es jetzt grad wieder schneit bei uns) und wir wieder viel draussen sind. :D

Deutschland

Hallo ihr Lieben,

hach, was soll ich sagen: So lange hat sich Deutschland wirklich gut gehalten, aber nun scheinen wir uns an unserer Bürokratie und unserer Liebe zu Strategien selbst zu erhängen. Der Lockdown wurde gerade verlängert, aber gleichzeitig geht das Öffnen los … während die Zahlen steigen und die Mutante langsam die vorherrschende Version wird. Das wäre gar kein Problem, wenn hier nicht beim Impfen so kläglich versagt würde. Ganz ehrlich: Mir fehlen langsam die Worte. Ich fand lange die meisten Entscheidungen richtig, wenn auch hart, aber so langsam komme ich aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus und spüre, wie immer mehr Groll aufsteigt. Wie kann man es nur so verkacken?! Wir haben ja sogar Impfstoff hier, aber es geht einfach nicht vorwärts. Es ist krass frustrierend.
Die Mausemaus hat sich nach zwei Tagen Wechselunterricht (der übrigens meines Erachtens das Chaos nur noch vergrößert) direkt eine Erkältung eingefangen, so dass ich sie diese Woche schon nicht ALLE drei Tage schicken konnte. Denn diese Woche wären es drei Tage Schule gewesen, nächste sind es dann wieder nur zwei. Ich hole sie nach dem Unterricht direkt ab, weil in der Betreuung danach zwei Klassen gemischt werden. Doppelte Kontakt-Menge, die spar ich uns erstmal noch. Deshalb bleibt der Krümel auch noch Zuhause … unsere Kita ist riesig und er wäre in einer Gruppe mit insgesamt 24 Menschen(lein). Das finde ich schon recht knackig. Und da er die Kita nicht vermisst, klemm ich uns das. Mal schauen, wie lange noch. Ich weiß es nicht. Ich bin langsam ratlos und fühle mich recht verloren. Die einen sagen Hüh, man sieht aber Hot. Das ist doch kacke. Und ganz ehrlich: Ich will diesen verkackten Virus nicht haben. Ich habe echt kein Glück bei Krankheiten und eine Autoimmunerkrankung (wenn auch nur Hashimoto), aber ich will nicht wissen, wie sehr Corona mich umschmeißt. Also bleibe ich vorsichtig; WIR bleiben vorsichtig. Und wir hoffen, es passiert bald ein Wunder in Sachen Impfungen.

Fühlt euch alle gdrückt und bleibt gesund!!!!
Anke

 

Ich danke euch allen, die ihr euch die Zeit genommen habt, mitzumachen und bin schon gespannt auf eure nächsten Corona-Updates!

PS: Wie immer freue ich mich, wenn ihr diesen Text teilt! :-*

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