Corona-Updates
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4 persönliche Corona-Updates aus aller Welt: Teil 20

Ein letztes Mal vor der SOMMERPAUSE:

Alle 4-5 Wochen geben „LÄCHELN UND WINKEN-Korrespondenten“ aus den verschiedensten Ländern Corona-Updates zur aktuellen Corona-Virus-Lage in ihrem Zuhause – unter welchen Beschränkungen sie gerade leben, wie sie damit klarkommen, welche Auswirkungen das alles auf sie hat und wie sie sich fühlen. Es ist ihnen überlassen, was genau sie erzählen möchten; sie gewähren uns einfach einen ganz persönlichen kleinen Einblick in ihre aktuelle Situation während der Corona-Krise. Es geht nicht um Politik oder Zahlen … es geht rein um die persönlichen Eindrücke und Familien.

Mit dabei sind – je nachdem wie sie es zeitlich schaffen oder was es zu erzählen gibt – Eltern bzw. Mütter aus folgenden Ländern:

  1. Norwegen
  2. Schweiz
  3. Formentera
  4. Dänemark
  5. Niederlande
  6. England
  7. Deutschland
  8. Österreich
  9. Portugal
  10. Shanghai/China
  11. LA / USA
  12. Texas / USA
  13. Kalifornien / USA
  14. NY / USA
  15. New Jersey / USA
  16. Moskau /Russland
  17. Spanien
  18. Stockholm/Schweden
  19. Transsilvanien/Rumänien
  20. Italien
  21. Belgien
  22. Brasilien
  23. Singapur
  24. Island
  25. Südafrika
  26. Australien
  27. Neuseeland
  28. Peru

Es machen nicht alle jedes Mal mit, aber doch so oft es ihnen (trotz Kinder, Arbeit, Krankheit, Krisen und Hüttenkoller) möglich ist. Und ich bin dankbar FÜR und gespannt AUF jeden dieser Einblicke!

Corona-Updates:

Mit dabei sind diesmal Rike aus Australien, Doris aus Russland, Anna aus Österreich und Anke (ich ;) ) aus Deutschland.

Australien

G‘Day Mates! Ich heiße Rike und wohne mit meinem Mann und meinen beiden Kindern (5 und 9) in Sydney/Australien.

Die Lage hier in Australien scheint irgendwie unverändert. Immer wieder ploppt hier und da mal ein Fall auf, aber meistens wird mit einem strickten Lockdown geantwortet und dann ist die Sache nach 2 Wochen wieder gegessen. Aktuell befindet sich Melbourne/Victoria im Lockdown. Wie und warum da ein Ausbruch war, hab ich gar nicht mitbekommen. Aber es sind wohl aktuell 69 aktive Fälle da unten, von denen auch die meisten in Hotelquarantäne sitzen.

Die Meinungen über den Lockdown sind gespalten. Die einen wollen das Richtige tun und sind froh, dass die Politik so durchgreift und auch für wenige Fälle alles dicht macht, um einem Ausbruch zu entgehen. Die anderen protestieren. Brav mit Maske, aber sie protestieren. Dafür bekommen sie wenig Sendezeit in den Medien und sind meist nur Randnotiz.

Mich persönlich interessiert das nicht wirklich. Melbourne ist knapp 900km entfernt. Somit ergibt das erst einmal für uns keine Einschränkungen. Australien versucht jetzt auch immer mehr zu impfen. Ich werde über Apps angesprochen, ob ich in das Raster falle und mir meine Spritze abholen kann. Ab dieser Woche muss Pflegepersonal in Altenheimen geimpft sein, bevor es arbeiten darf. Das gilt bald auch für mich als Home Care Worker. Also werde ich nicht drum herum ommen. Will ich auch gar nicht. Freuen tu ich mich nicht drauf, das liegt aber eher an meiner persönlichen Abneigung gegenüber Spritzen. Interessanter finde ich, wann denn mein Mann geimpft werden kann. Da haben wir noch keine Information zu.

Tja, sonst ist hier nicht viel. Um es etwas Allgemein zu halten: Die Wirtschaft erholt sich wieder in Australien. Das war eine positive Nachricht aus dieser Woche. Durch die fehlenden Backpacker und Immigranten sind viele Stellen ausgeschrieben. Besonders im Pflegebereich, in dem ich arbeite. Die Australier an sich haben die Reisebranche noch nicht aufgegeben, orientieren sich jetzt aber um oder überbrücken die Zeit, bis die Grenzen endlich wieder öffnen. Aktuell steht dafür immer noch Ende 2022 im Raum. Wir hoffen viel eher, da wir wirklich langsam Heimweh bekommen und zu Hause mal nach dem Rechten schauen möchten.

Was ich auch schön finde ist, dass ich jetzt immer mehr wieder Urlaubsbilder von Freunden und Familie aus Europa in Statusmeldungen sehe. Oder eben mit Maske im Eiscafé. Ich fühle mich jetzt nicht mehr so schlecht, wenn ich mal ein Strandbild poste. Ich bin froh, wenn es langsam wieder normaler wird und alle aus ihrem Kokon erwachen. Dann bin ich nicht mehr die Einzige am Telefon, die was zu erzählen hat.

Ihr Lieben, passt auf euch auf in der „Sommerpause“. Bei uns steht jetzt der Winter vor der Tür. Stay safe!

Russland

Hallo ihr Lieben, ich bin Doris und wohne mit meiner Familie (Mann und zwei Töchtern) in Moskau.

In Russland gibt es täglich um die 9.000 neue Corona-Fälle, davon zwischen 2.400 – 3.800 Fälle in Moskau. Diese Zahl ist seit Wochen extrem am Schwanken. Offiziell sieht es ganz gut aus, aber wenn man genauer hinsieht, merkt man das die Maßnahmen wieder ein wenig verschärft werden und dass die Krankenhäuser wieder voller sind.

Im täglichen Leben bekommt man dies kaum mit. Corona ist für die meisten vorbei und das Leben ist in Moskau wieder weitestgehend normal. Es werden kaum noch Masken getragen, Sicherheitsabstand wird auch immer öfter nicht eingehalten und alles ist offen (Kino, Fitnesscenter, Restaurants, etc.). Ich muss zugeben, auch ich bin nicht mehr ganz so vorsichtig wie noch vor ein paar Monaten. Am Wochenende haben wir mit dem Kindergarten unserer Töchter einen Ausflug gemacht, dabei hat keiner mehr Maske getragen und irgendwann haben wir die Masken dann auch abgenommen.

Mein Mann und ich sind geimpft, weshalb wir auch ein wenig gelassener sein können, dennoch fällt mir oft auf, dass wir viel vorsichtiger sind als andere, die nicht geimpft sind. Impfen ist hier ja auch immer noch ein Thema für sich, denn die Impfbereitschaft ist sehr gering und alle Kampagnen helfen nichts. Die Angst vor der Impfung ist größer als die Angst vor dem Virus. Ich bin mir im Moment noch nicht sicher, wohin sich das hier alles entwickeln wird. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sich die Situation im Herbst nochmal verschlechtert, auch wenn es die offiziellen Zahlen nicht zeigen werden.

Dies wird auch mein letzter Bericht aus Moskau sein. Nach fünf Jahren geht es für uns zurück nach Deutschland. Ich bin froh, dass wir nach 1,5 Jahren endlich wieder unsere Familien und Freunde sehen werden. Ich bin aber auch ein wenig besorgt, wie das für uns sein wird mit den ganzen Einschränkungen in Deutschland zurecht zu kommen. Wir hatten die letzten Monate ein sehr entspanntes Leben in Moskau und nur Einschränkungen, die wir uns selber „auferlegt“ hatten, um uns zu schützen. Es ist auch gar nicht klar, ob unsere Sputnik-Impfung in Deutschland überhaupt anerkannt wird – das sehe ich jedoch relativ gelassen, denn die Kinder konnte ja auch noch nicht geimpft werden und somit haben wir dann alle mit den gleichen Einschränkungen zu leben.

Bleibt gesund!

Liebe Grüße aus Moskau.

Österreich

Hallo ihr Lieben!

In Österreich sinken die Zahlen stetig und es ist nun alles wieder geöffnet. Seit 19. Mai nun auch die Gastronomie. Dort darf man allerdings nur hin, wenn man geimpft, getestet oder genesen ist. Einen Nachweis dafür sollte man dabei haben, wird aber nicht in jedem Lokal tatsächlich kontrolliert. Außerdem muss man sich mittels QR-Code registrieren, wenn man sich in ein Lokal setzt, um eine Nachverfolgung schnellstmöglich zu gewährleisten, sollte im selben Lokal jemand positiv sein.

Ich selbst und auch mein Partner sind bereits seit März bzw. Februar aufgrund unserer beruflichen Situation geimpft. Mein Partner hat auch bereits die zweite Impfung, meine zweite steht am 15.06. an. Altersmäßig wären wir erst jetzt zur ersten Impfung dran.

Also ihr Lieben – bleibt gesund!
LG Anna

Deutschland

Gerade geht alles so irre schnell. Gefühlt lebten wir noch vor wenigen Tagen im winterlichen Lockdown und plötzlich beginnt ein fast normaler Sommer. Klar, man darf nur geimpft, getestet oder genesen im Biergarten sitzen, aber man kann es halt tun. Oder in den Zoo gehen. Die Kinder und ich haben mit einer Freundin einen ganzen Tag im Zoo verbracht und es wirkte wirklich, als wäre die Pandemie schon vorbei. Alles war knallvoll, Abstand gab es nicht, Masken ein paar, aber im Grunde erschien es normal … also wie früher, denn unser aktuelles „normal“ sah ja bis vor kurzem anders aus. Ich habe den Tag irre genossen, habe mich aber sehr oft unwohl gefühlt und gehörte dann zu jenen, die auch draußen die Maske trugen. Ich bin zwar mittlerweile einmal mit AstraZeneca geimpft, aber eben noch nicht fertig, die Kinder natürlich gar nicht und ich will weder die Infektion, noch eine Quarantäne … jetzt, wo endlich Sommer ist.

Ich komme emotional gerade nicht nach. Ich möchte ja, aber ich kann nicht. Ich sehe die Zahlen, aber ich kann die Angst und Anspannung der Pandemie-Monate nicht innerhalb weniger Tage oder Wochen abschütteln. Ich kann einfach nicht. Aber ich gehe davon aus, dass das auch ok ist. Der Sommer wirds richten. Hoffe ich. <3

 

Ich danke euch allen, die ihr euch die Zeit genommen habt, mitzumachen und wünsche euch eine entspannte Sommer-Pause. Sollte der Arschkrempen-Virus im Herbst wieder Fahrt aufnehmen, treffen wir uns hier wieder. :) Und sollte er irgendwo auf der Welt, in einem Land, in dem LÄCHELN UND WINKEN Korrespondenten leben, zwischenzeitlich aufflammen, veröffentliche ich sehr gerne Sonderausgaben. Bis dahin: Fühlt euch alle gedrückt … egal, wo ihr seid!!! <3

PS: Wie immer freue ich mich, wenn ihr diesen Text teilt! :-*

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