Geburtsbericht
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Geburtsbericht: Leserin Teresa S. erzählt von ihrer ersten Geburt

Der Anfang der Schwangerschaft mit unserer Tochter war ganz gut. Wir haben damals im Ausland gelebt und ich habe dort einen Teil der Vorsorgeuntersuchungen mitgemacht, einmal bin ich aber sogar extra nach Deutschland geflogen, da ich eine Autoimmunerkrankung habe, bei der durch die Schwangerschaft ein Schub ausgelöst werden kann.

Im Laufe meiner ersten Schwangerschaft musste ich mich eine Zeitlang schonen (Bordsteinkante übersehen, Bänderriss, typische Aktion). Als ich dann dachte, ich könnte mich zu Beginn des Mutterschutzes endlich wieder etwas mehr bewegen, wurde eine Gebärmutterhalsverkürzung festgestellt und ich musste weiter liegen. Das war ätzend wegen dem Sodbrennen aber ich war natürlich sehr froh, als Woche um Woche verging und unsere Tochter immer noch brav im Bauch blieb. Zu dieser Zeit haben wir eine neue Wohnung gesucht und in den beiden Wochen vor dem Entbindungstermin haben wir noch Termine wahrgenommen zur Wohnungsbesichtigung. Einen Tag vor ET wollten wir uns nach Feierabend von meinem Mann 3 Wohnungen anschauen. Den ganzen Tag über ging es mir ganz gut, ich war sehr ruhig und entspannt (wie schon lange nicht mehr) und eigentlich lag ich nur rum. Um halb 4 saß ich auf dem Sofa, als irgendwas komisch wurde. Keine Wehen aber ich konnte nicht mehr sitzen. Musste mich dann eh umziehen weil mein Mann um 16 Uhr heim kommen wollte. Als er da war, hatte ich leichte Wehen und hab auf dem Klo den Schleimpropf verloren und es kam auch schon etwas Blut mit (hab ich aber in dem Moment nicht kapiert, was das heißt). Die Wehen wurden dann deutlicher und die Abstände etwas kürzer aber ich wollte ja auch nicht zu früh ins Krankenhaus. Und die Wohnungsbesichtigungen… wir haben die Termine dann doch mal abgesagt und sind ins Krankenhaus. Da dachte ich noch, dass wir bestimmt wieder heim geschickt werden. Die Fahrt dorthin dauerte etwa 20 Minuten, wir waren also um 16:30 Uhr dort. Im Auto fand ich es sehr ungemütlich und konnte das Sitzen kaum ertragen. Im Krankenhaus klingelten wir an der Kreißsaaltür und eine Hebammenschülerin („Ah, das ist Ihr erstes Kind? Dann haben wir es nicht so eilig :-).“) nahm uns in Empfang. Routinemäßig gab es ein CTG in einem Wehenzimmer, das ich auch kaum aushalten konnte, ich hätte mich lieber bewegt. Nach dem CTG musste ich aufs Klo, da war zwischenzeitlich einiges an Blut mit dabei. Dann wurde auch endlich mal der Muttermund untersucht. Der war da schon 8 cm geöffnet. Ich weiß nicht mehr genau, wie spät es war, aber es ging dann flott in den Kreißsaal. Da turnte ich auf dem Kreißbett herum, weil ich auf keinen Fall auf dem Rücken liegend entbinden wollte. Die Wehen waren zwischenzeitlich ganz schön heftig und es gab eigentlich keine Pausen dazwischen. Der Druck nach unten war ganz schlimm und um 18:15 Uhr erbarmte sich die Hebamme und pikste die Fruchtblase auf. Die Geburt ging schnell voran und vermutlich war unsere Tochter davon gestresst. Ihre Herztöne waren nicht so zufriedenstellend und dann gab es irgendwann die Ansage, dass die kleine Maus jetzt mal zur Welt kommen soll, sonst käme die Saugglocke zum Einsatz. Auf einmal waren einige Ärzte im Kreißsaal, einer hat kristellert und ich habe kräftig mitgepresst, natürlich in Rückenlage… Ich muss sagen, dass es mir eigentlich zu schnell ging und ich irgendwie auch nicht verstanden habe, wo ich hinpressen muss. Als dann aber die Drohung wegen der Saugglocke kam, hab ich gedacht, dass es auch ohne gehen muss. Und auf einmal war unserer Tochter da. Um 18:53 Uhr. Keine drei Stunden nach Einsetzen der Wehen.
Durch den schnellen Geburtsverlauf hatte ich einige Geburtsverletzungen. Diese verheilten schnell aber ich hatte trotzdem fast ein Jahr lang noch Schmerzen. Ich war sehr glücklich über die Geburt im Krankenhaus aber ich hätte mir vieles auch anders gewünscht. Aufgrund der Autoimmunerkrankung, die auch während der Geburt Komplikationen auslösen kann, war aber klar, dass ich in der Uniklinik entbinde, in der ich in der Schwangerschaft betreut wurde. Am Tag nach der Geburt hat mich dann unsere zukünftige Vermieterin angerufen und wir haben dann doch auch noch ein neues Zuhause gefunden. Das war 2015.

Diesen spannenden Geburtsbericht hat Teresa geschrieben :)

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