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Geburtsbericht: Leserin Teresa S. erzählt von ihrer zweiten Geburt

Bei unserem zweiten Kind, einem Jungen, verlief die Schwangerschaft ohne Unfälle. Von Anfang an hatte ich aber Sorgen, dass ich wieder eine Gebärmutterhalsverkürzung bekommen könnte und dann nicht nach unserer Tochter schauen kann. Es war aber alles gut, nur hatte sich zwischenzeitlich die Empfehlung wegen der Autoimmunerkrankung geändert und ich sollte auf keinen Fall über den ET gehen sondern mindestens eine Woche vorher eingeleitet werden. Erst fand ich diesen Gedanken total schrecklich aber gleichzeitig entlastend. Ich hatte Angst, dass die Geburt noch schneller gehen könnte und unsere Tochter dann womöglich bei einer Geburt im Auto dabei gewesen wäre. Zwei Wochen vor ET hatte ich beim Kontrolltermin bei meiner Frauenärztin Wehen und hab mich schon etwas gefreut, dass es vielleicht doch ohne Einleitung gehen könnte. Zu Hause blieb dann aber alles ruhig. Dann gingen wir zur Einleitung in die Klinik. Nach der Untersuchung dort wurden wir wieder heim geschickt, da sie gar keine freien Betten hatten. Wir sollten zwei Tage später, an einem Sonntag wieder kommen und dann sollte wirklich eingeleitet werden. Eigentlich war das super mit den beiden Terminen, hab jeweils vorher das Haus komplett geputzt und die Wäsche gemacht. Und unsere Tochter war beide Male gut versorgt bei der Oma. Also, wieder in der Klinik, mal wieder ans CTG zur Kontrolle. Es war das gleiche Wehenzimmer wie bei der ersten Geburt. Das Wetter war prima, WM-Endspiel 2018 lief (haben wir nebenher auf dem Smartphone mitgeguckt, Deutschland war aber schon ausgeschieden). Als das CTG schon eine Weile ging, bekam ich leichte Wehen und ich hatte wieder Hoffnung, auf eine Geburt ohne Einleitung. Um 15:55 Uhr hatte ich während dem CTG einen Blasensprung und da war dann klar, dass wir auch nicht wieder heim geschickt werden würde. Mein Mann war etwas entgeistert über das Fruchtwasser und vermutlich auch etwas überrumpelt, dass jetzt tatsächlich die Geburt los ging. Muttermund war bei 3 cm. Wir waren dann noch eine Weile allein im Zimmer, ich bin hin und her gelaufen und hatte dann deutliche Wehen. Aber es waren nicht viele, ich erinnere mich noch daran, dass ich meinem Mann gesagt hab, er könnte jetzt mal anfangen die Abstände zu messen aber als ich ihm noch erklärt hab, was ich genau meine, hab ich schon gemerkt, dass unser Sohn auf die Welt kommt. Schnell geklingelt, ich hing da in der Hocke am Bett bzw. auf dem Boden und mein Mann und die Hebammen haben mich aufs Bett bugsiert („Bitte warten Sie noch kurz, damit das Baby im Kreißsaal kommt.“). Im Kreißsaal (wir kamen dort um 17:59 Uhr an) hat mein Mann dann meine Wünsche vorgetragen („Keine Geburt in Rückenlage, wenn es geht in die Wanne.“). Dafür war es schon zu spät aber ich werde es ihm nie vergessen, dass er dran gedacht hat. Dann wieder das gleiche Thema, Herztöne waren schlecht, Baby gestresst, Baby muss raus. Dieses Mal wusste ich genau, was ich machen musste und dann war der kleine Mann auch schon da (um 18:03 Uhr). Ganz blau zwar am Anfang aber es ging ihm schnell besser. Mein Mann war etwas zittrig aber mir ging es richtig gut. Es war so ein tolles Erlebnis, zu wissen, dass das Baby gleich da sein wird und dass ich es jetzt gebären werde. Im Kreißsaal hab ich wenig später geduscht und am nächsten Tag konnten wir heim. Eigentlich hätte ich eine ambulante Geburt lieber gehabt (die Nacht war dann auch richtig stressig mit 3 Umzügen in andere Zimmer wegen vielen Geburten und zu wenigen Zimmern). Aber meinem stets besorgten Mann zuliebe und um nachts die große Schwester nicht zu wecken sind wir eine Nacht geblieben. Bei der zweiten Geburt wusste ich viel besser Bescheid, und auch im Wochenbett wusste ich eher, was auf mich zukommt.

Ich bin so froh und dankbar, dass wir diese beiden wundervollen Kinder bekommen haben, die uns seit ihrer Geburt täglich auf Trab halten. Und dass ich beide Schwangerschaften und Geburten ohne Schub bei der Autoimmunerkrankung (die im schlechtesten Fall einen Herzfehler beim ungeborenen Kind verursacht) erleben konnte.

Diesen spannenden Geburtsbericht hat Teresa geschrieben :)

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