Rabenmutter 2.0

7 WIRKLICH sinnvolle Tipps für Neu-Mamis

Manchmal werde ich (warum auch immer) gefragt, ob ich Tipps für Neu-Mamis hätte; was sie in der ersten Zeit unbedingt tun oder dringend unterlassen sollten und/oder was ich gelernt, aber vorher nicht geahnt hätte. Und prompt fallen mir all die Standart-Ratschläge ein, die jeder gibt, aber eigentlich niemand mehr hören kann, weil sie entweder zu profan sind oder eigentlich nur auf Papier wirklich gut funktionieren … wie zum Beispiel: „Mach im Wochenbett (nur) das, was dir gut tut!“ (Wenn das mal so einfach wäre!) oder „Schlaf, wenn das Baby schläft!“ (Wenn DAS mal so einfach wäre!) oder auch „Stress dich nicht – alles ist nur eine Phase!“ (Hahaha, genau … und wenn eine rum ist, kommt die nächste ;) ). Weil ich diese doch eher gehaltlosen Phrasen aber nicht einfach nur schnöde runterleiern will, blubbert stattdessen meist nur ein ebenso wenig hilfreiches wie eloquentes „Öööööhhhmmm … ja … also … hm …“-Gestotter heraus. Peinlich. Und ätzend. Deshalb habe ich mir da jetzt mal ernsthaft ein paar Gedanken zu gemacht, um auf solche Fragen in Zukunft besser vorbereitet zu sein.

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Folgende absolut MEGA NÜTZLICHE Tipps an Neu-Mamis
sind das Ergebnis:

rabenmutter_tippsTragt kein schwarz!
Schwarz ist schick, macht schlank und ist daher in so ziemlich jedem Frauen-Kleiderschrank zu finden. ABER es ist leider die absolut schlechteste Farbe, die ihr als Neu-Mami wählen könnt. Denn: Milchkotze gewinnt auf schwarz förmlich Signal-Charakter. Und mit Säugling HABT ihr Milchkotze auf euren Klamotten. Garantiert! IMMER! Selbst wenn ihr sie mal nicht seht, ist sie da … irgendwo (für euch selbst unsichtbar versteckt) auf eurem Rücken – in langen Bahnen von der Schulter bis zum Po. Oder gar auf der Rückseite eurer Beine. Macht euch deshalb aber nicht verrückt. Das gehört dazu. Wir haben sie alle überall. In den Haaren, im Nacken, im BH und auf der Hose. Scheiß drauf (passiert auch ;) ), geht vorüber. Außer ihr lasst euch zur Klamotten-Fehlgriff-Steigerung „schwarzer Kaschmir-Wollpullover oder –strickjacke“ verleiten … dann geht’s möglicherweise nicht vorüber bzw. raus (ICH ÄRGER MICH IMMERNOCH SCHWARZ!!! Ja, ja, sehr passend ;) ). Also: Stellt am besten gleich komplett um auf schön cremefarbene oder hellgraue Sachen – DIE sind wirklich unschlagbare Begleiter in der Milchkotze-Zeit :D .

Kauft Gummistiefel und bequeme Schuhe!
Völlig unwichtig, welchen Schuhstil ihr vor der Geburt eures ersten Kindes bevorzugt habt … als Mama seid ihr der Gummistiefel- und Sneakers-Typ ;) . Das klingt grässlich, lässt sich aber (Ausnahmen dank der seltenen Durchschlaf- und Immer-gut-gelaunt-Babys bestätigen die Regel) erst einmal kaum vermeiden. Denn Babys brauchen viel frische Luft und stören sich bei diesem Grund-Bedürfnis kein bisschen an möglicherweise für Mama unangenehmen Witterungsverhältnissen. Abgesehen davon (kann man ja schließlich gut mal ein paar Tage ignorieren) schlafen einige Babys nur so richtig gut im sich bewegenden Kinderwagen oder im Tragetuch an der sich ebenfalls bewegenden Mama. Ergo: Die Mutti muss raus und laufen (mit der kleinen Madam musste ich jeden Tag ca. 10 Kilometer abreißen!!!). HighHeels oder zarte Leder-Stiefeletten sind da leider nicht die beste Wahl in Sachen Schuhwerk. Gummistiefel, Sneakers oder feste Boots hingegen schon ;) .
Aber keine Panik: Auch diese Phase geht vorüber … genau wie die Kotz-Nummer. Irgendwann tragt ihr wieder die Schuhe, die ihr einfach nur schön findet. Oder ihr lernt, Gummistiefel und Co. schön zu finden (Oh Schreck, ich befürchte, so ergeht es mir langsam!!!)

Stellt einen Kasten Wasser neben den Lieblings-Stillplatz!
Wer noch nie gestillt hat, kann sich das nicht vorstellen, aber es ist wirklich so: In dem Moment, wo man seinem Baby die Brust ins Mündchen schiebt, schreit der eigenen Körper auf wie ein seit Wochen in der Sahara verschollener Karawanen-Tourist: „WASSER, GIB MIR WASSER! ICH VERDURSTE!!!“ Kein Witz, wir Still-Muttis saufen wie Kamele. Da braucht es mehr als ein niedliches kleines Gläschen Saftschorle … wir brauchen den KASTEN in Reichweite!

Posiert nicht nackt vor den Spiegel!
Eine Schwangerschaft ist harte Arbeit für den Körper. Sie hinterlässt Spuren auf der Haut. Sie sorgt für Pölsterchen (in meinem Fall: POLSTER!). Sie verursacht eine neue … ich sag es mal höflich: „Weichheit“. Wir Mamis wissen das – vorher schon (wir sind ja nicht dämlich). Deshalb sind wir natürlich emotional bestens darauf vorbereitet, nach der Geburt das Ergebnis zu sehen. Richtig? NEIN, FALSCH!!! Gerade beim ersten Mal kann der Blick DANACH in den Spiegel ein Schock sein (außer für die Frauen, die 9 Monate null zunehmen und irgendwie nach der Entbindung direkt wieder aussehen wie vor der Schwangerschaft … total unsympathisch, sowas ;) ). Eben noch war man „schön schwanger“ und plötzlich ist man nur noch eine leere, mittel bis stark übergewichtige, matschig zurück gelassenen Hülle. Also: Falls ihr das so empfindet, seid versichert, es geht (fast) allen so. Und denkt immer daran, dass sehr vieles von dem, was ihr jetzt zum Heulen findet, in einigen Monaten der Vergangenheit angehört. Nichtsdestotrotz kann es einem erst mal die Stimmung verhageln. Ergo: Stellt euch nicht ständig nackt vor den Spiegel – zieht euch lieber was schönes an (kein schwarz ;) ) in dem ihr euch wohlfühlt und bewundert euch dann glücklich lächelnd mit eurem frischen Baby auf dem Arm im Spiegel. Wir normalen Mamis sind keine Models! Dafür haben wir ZEIT, in unsere alte Form zurückzufinden. Und die sollten wir uns auch gönnen! (Memo an mich selbst: GÖNN DIR VERDAMMT NOCH MAL DIE ZEIT!!!)

Versucht nicht in die alte Pre-Schwangerschafts-Lieblings-Jeans zu steigen!
Dieser Tipp schließt sich nahtlos an den vorangegangenen an. Und wird von mir selbst im Durchschnitt alle zwei Wochen missachtet (deshalb schreibe ich es jetzt auf ;) ). Solange der Zeiger der Waage nicht wenigstens annähernd wieder im selben Zahlenfeld wie vor der Schwangerschaft ist, solltet ihr nicht versuchen, die alte Lieblingsjeans über den Arsch zu bekommen! Das frustriert nur unnötig und versaut euch mindestens einen Tag. Dieser Rat gilt natürlich nur für so Schwarzseher und Jammerlappen wie mich, nicht für Mütter, die mit einem so unumstößlich positivem Denken gesegnet sind, dass sie schon in Jubel ausbrechen, wenn sich die Hose schon wieder auf Höhe halber Oberschenkel zerren lässt, ohne das die Schlaufen abreißen. Ich gehöre da – wie gesagt – nicht zu :D .

Steckt Kopfhörer in die Bademanteltasche!
Gerade beim ersten Kind findet man sich als Mama oftmals in der stundenlang andauernden Situation wieder, sozusagen unter dem Baby gefangen zu sein (beim zweiten leider seltener aufgrund des älteren, ständig anwesenden und spielwütigen „Vorgänger-Modells“). Soll heißen: Man sitzt auf der Couch oder liegt im Bett und lässt das Baby auf seiner Brust schlafen. Und das ist sooooo schön! Allerdings kann man in dieser Zeit tatsächlich so gar nichts machen. Außer schlafen. Oder Serien gucken ;) . Um letzteres jederzeit und überall starten zu können, ist es mega sinnvoll, IMMER Kopfhörer griffparat zu haben, damit Mami kein schlechtes Gewissen haben muss, den engelsgleichen Schlaf des Säuglings mit Soap-oder Film-Blabla zu stören.
Und warum sollten sich die Kopfhörer im Bademantel befinden? Weil das, zumindest meiner Erfahrung nach, in den ersten Wochen mit einem Krümelchen das Haupt-Kleidungsstück zuhause ist – Tag und Nacht ;) .

Immer schön lächeln und winken!
Es ist nicht so richtig schön, aber leider Fakt: In den ersten Wochen nach der Geburt seid ihr Weicheier, die ständig wegen jedem Furz in Tränen ausbrechen und euren Partner aufgrund eurer emotionalen Vulkanhaftigkeit das Fürchten lehren ;) . Ihr könnt aber nix dafür – die Hormone sind schuld. Ein Problem kann es dennoch werden, wenn ihr (aus Versehen) Kontakt mit anderen Müttern, eurer Familie, Freunden oder Menschen generell haben solltet. Denn sie alle werden euch etwas zu sagen haben. Und zwar: Wie ihr es besser macht! Das wird euch (spätestens in Woche 2 mit Baby) maßlos auf den Zeiger gehen; ihr werdet heulen und schreien wollen. Aber vor allem heulen. Denn Hilfe und Ratschläge sind sicher gut gemeint – und manchmal ja sogar brauchbar –, werden jedoch oftmals von oben herab, mit so einer höchst unangenehmen Hyper-Pädagogen-Stimme serviert. Und DANN wollt ihr sie nicht. Verständlicherweise. Deshalb rate ich: Einfach nur stupide lächeln und winken. Solange, bis sich euer Körper an die Hormone und euer Herz an das Mama-Sein gewöhnt hat. Danach lernt ihr garantiert, die wirklich brauchbaren Tipps (die gibt es nämlich tatsächlich auch!) aus den nur so wichtigtuerisch daher gelaberten herauszufiltern, und den Rest mit einem gelangweilten Schulterzucken abzutun ;) .

Das Allerwichtigste jedoch, was ich jeder Neu-Mami mit auf den Weg in dieses irre Abenteuer der Mutterschaft geben möchte, ist folgendes: Kopf hoch, es wird schon! Irgendwann drehst du dich um und lachst über diese erste Zeit, in der du völlig übermüdet knietief durch vollgeschissene Babywindeln gewatet bist, während du dich mit deinem (vorher) geliebten Ehemann lauthals – um gegen das stetige Säuglingsgebrüll anzustinken – wegen absolutem Bullshit streitest. Und dann wird dieses Familien-Ding richtig super! :-* .

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4 Kommentare für “7 WIRKLICH sinnvolle Tipps für Neu-Mamis

  1. Soooo wahr!
    Besonders auch der Tipp mit den Kopfhörern – davon hatte ich letzten Winter drei Stück im Haus verteilt. Um nachts um drei beim Stillen der kleinen Motte immer eine Serie gucken zu können. Und Gummistiefel hab ich mir schon punktgenau mit dem ersten Kind gekauft – passt perfekt!

  2. Hehe , manche dieser Tipps gelten genauso für Zweitmamis. Denn auch die können es nicht lassen, sich in die alten Hosen zu quetschen, dunkle Sachen anzuziehen und mit einem niedlichen Wasserglas in Reichweite zu stillen. Wir sprechen gerade aus Erfahrung. ;)