Geburtsbericht
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Geburtsbericht: Leserin Julia W. erzählt von ihrer dritten Geburt

Als unsere beiden großen Kinder 2 und 4 Jahre alt waren, kam der Wunsch nach noch einem Kind auf. Und wieder hat es super schnell geklappt. Und wieder ging es mir so schlecht.

Ich hatte wieder Blutungen, Übelkeit und dieses Mal neu dazu auch noch extrem Probleme mit dem Kreislauf.
Ich hab versucht langsam zu machen- so gut das halt mit 2 Kindern geht.
Was gut getan hat war eine verständnisvolle Frauenärztin und eine tolle Hebamme. Darüber hinaus bin ich – wenn der Schwindel nicht zu extrem war – zum Schwimmen und ins Schwangeren Yoga gegangen.
Zeit für einen Geburtsvorbereitungs Kurs hatte ich leider nicht. Aber dafür hatte ich eine Hebamme gefunden, die geburtsvorbereitende Massagen anbietet. Darüber hinaus fand ich einige tolle Videos auf YouTube, die sich mit mentaler Geburtsvorbereitung beschäftigen.
Ab der 20.SSW ging es leider- wie in der vorangegangenen Schwangerschaft- mit Wehen los. Die waren leider auch so wirksam, dass der Gebärmutterhals extrem verkürzt war.
Mit viel Liegen und Unterstüzung der Hebamme, haben wir es dann aber bis zur 36.SSW geschafft. Und dann passierte nichts…. Ab dem Zeitpunkt, an dem ich dachte: “ok, jetzt kann das Baby theoretisch kommen” hat sich das Baby wohl gedacht “nö, jetzt gefällt es mir doch ganz gut, ich bleib noch bisschen drin”
Und so verstrichen die Tage und es ging mir endlich gut! Diese Tage hab ich so sehr genossen! Keine Übelkeit, kein Schwindel, keine heftigen Wehen.
Und so positiv gestimmt erreichten wir den ET 28.09.- und es passierte gar nichts. Als ich dann 6 Tage über ET war, wurde meine Ärztin etwas nervös und hat uns – auch wegen schlechter CTG Werte – ins Krankenhaus geschickt.
Dort waren sie aber total entspannt und haben uns nach drei CTGs wieder heim geschickt. Wir sollten 3 Tage später zum Einleiten wieder kommen.
Ich war total geknickt, weil ich darauf gehofft hatte, dass es eine natürliche Geburt ohne Interventionen wird – im Idealfall dieses Mal in der Badewanne!
Vielleicht hat das Baby das gespürt und hat sich dann 1 Tag vor dem geplanten Einleiten gedacht “nö, da hab ich keine Lust drauf”.
Nachts um 5 bin ich aufgewacht durch ein leises “plopp” und sofort aus dem Bett gehüpft und stand in einer Pfütze. Schnell meinen Mann geweckt, der direkt den Großeltern angerufen hat, damit sie auf die großen Kinder aufpassen.
Während wir auf sie gewartet haben, haben wir Kaffee gekocht und uns noch eine Vesper Tasche gerichtet. Als die Oma da war, hat sie uns auch direkt ins Krankenhaus geschickt.
Auch wenn morgens gegen 7 nichts los war auf der Straße, kam mir die Autofahrt viel zu lang vor. Die Wehen kamen alle 4 Minuten.
Im Krankenhaus angekommen hat uns die Hebamme direkt in den Kreißsaal geschickt. Während ich laufend die Wehen veratmet habe, hat mein Mann mit der Hebamme den Papierkram besprochen (dieses Mal waren alle Formulare da – ich war wieder für den Hebammenkreissaal angemeldet) und sie gebeten schon mal Wasser in die Badewanne zu lassen.
Bis ich dann mit zig Pausen den kurzen Weg über den Gang zum Raum mit der Badewanne geschafft hatte, war die Wanne auch schon voll. Nach einer kurzen Untersuchung durfte ich in die Wanne. Ich wollte gern wissen, wie weit der Muttermund schon geöffnet ist “schon ziemlich weit”. Erst hab ich mich kurz geärgert, weil ich mit einer genauere Zentimeter Angabe gerechnet hatte, aber dann kam schon die nächste Wehe und der Gedanke war schon wieder weg.
Das warme Wasser hat so gut getan und kurz für eine Verschnaufpause gesorgt.
Die 2. Hebamme kam kurz dazu um sich vorzustellen, aber das hab ich nur am Rande mitbekommen. Ich hatte mich nur auf mich konzentriert und die Wehen veratmet.
Irgendwann hab ich dann gefragt, ob ich schon mitschieben darf und nach einer kurzen Untersuchung war klar: ja!
Am Tragetuch hängend kam nach gefühlt 3 Presswehen am 7.10.2019 unser 3.Wunder auf der Welt!
Mit 3,6kg und 50cm war sie leichter und kleiner als vorher geschätzt.
Ich hab mein Kind gleich auf die Brust gelegt bekommen und wir konnten direkt kuscheln.
Für mich war diese 3. Geburt eine absolute Traumgeburt! Zum einen ging es echt ruckzuck: vom Blasensprung morgens um 5 Uhr bis zur Geburt gegen 8 Uhr sind keine 3 Stunden vergangen.
Zum anderen waren die beiden Hebammen im KH absolut toll: sie waren da, haben sich aber im Hintergrund gehalten und mich einfach machen lassen. Und das beste: es war eine Wassergeburt, so wie ich sie mir gewünscht hatte.
Diesen spannenden Geburtsbericht hat Julia geschrieben :)
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