Geburtsbericht
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Geburtsbericht: Leserin Moni erzählt

Meine dritte Schwangerschaft war einfach. Ich hatte die letzten Geburten auch sehr positiv in Erinnerung und hab mich auf die dritte, bestimmt auch schöne, Geburt gefreut. Da Babygirl mich bereits gute drei Wochen mit wilden Wehen ärgerte und das Köpfchen fleißig auf Symphyse und ISG drückte betete ich, dass es doch bald losgehen möge und ging fleißig spazieren, aß Datteln, trank Himbeerblütentee mit Zimt und Ingwer kam in jedes Essen, egal ob es geschmacklich passte oder nicht… ;-)

Dann war es soweit, nachts um 3 Uhr, bei 39+1. Diese Wehen fühlen sich anders an, irgendwie ernster! Ab zu meinem Partner, der noch auf dem Sofa sah’s und erstmal dezent Panik geschoben. Plötzlich war die Erinnerung wieder da wie es sich anfühlt wenn das Köpfchen durchtritt. Schaffe ich die Geburt nach einer so kurzen Nacht? Damals, vor 6 und 5 Jahren, als die großen Brüder auf die Welt kamen habe ich mich nicht so müde und ängstlich gefühlt… zum Glück blieb mein Partner ruhig, ließ mich paar Tränchen vergießen, ging mit mir ins Bett und streichelte mich in den Schlaf. Ich döste noch bis 7 Uhr vor mich hin zwischen den Wehen und tankte Kraft. Dann ab unter die Dusche, Tee gekocht, Müsli vorbereitet und meinen Partner geweckt. Gut gelaunt, entspannt und fit dann um 9:20 Uhr in der Klinik angekommen und im Wehen-Vorzimmer die Aufnahme mit der Hebamme gemacht. Während dessen lief auch fleißig das CTG mit, das zwar Babygirls entspannten Herzschlag, aber keine einzige Wehe aufzeichnete. Mittlerweile musste ich die Wehen veratmen und paar Minuten später bereits tönen, die Abstände wurden von mal zu mal kürzer. Die Hebamme entschloss sich doch noch vor der Untersuchung des Muttermundes und vor dem geplanten Ultraschall der Ärztin in den Kreißsaal zu ziehen und die Wanne einzulassen wie ich es wollte. Nach den 15 Metern Spaziergang in den Kreißsaal wurde ich zur Toilette begleitet, dort ging erst der Schleimpfropf ab. Bei der anschließenden Untersuchung des Muttermundes hieß es: bereits 9 cm! Also ab in die Wanne, auch wenn sie noch nicht voll ist. Es war eine Wohltat! Diese entspannende Wärme, mein Partner am Kopfende der mich liebevoll festhielt, die super einfühlsame Hebamme die nur durch meine Körpersignale einen Überblick über die Geburt hatte (CTG zeichnete immer noch nichts auf und sie verzichtete auf weitere taktile Untersuchungen) und super ruhig aber motivierend zugleich war. Und dann spürte ich wieder dieses kleine Köpfchen, dass sich den Weg durch das Becken bahnt, die Fruchtblase platzte und Babygirl drückte mit einem Mal noch kräftiger nach unten. Da war er also, dieser Schmerz, an den ich mich nachts im 3 Uhr plötzlich wieder erinnerte. Die Presswehen und das Kind, das gefühlt einfach zu groß ist, um da durch zu passen. Wie bei den letzten beiden Geburten hab ich auch hier wieder seltsame Dinge von mir gegeben: „Mir egal, dass sie fast draußen ist, ich hab kein Bock mehr! Schieb sie halt wieder rein.“ Zwei Presswehen später flutsche dann dieses kleine Wesen schon schwungvoll in die Wanne, ich hob sie hoch und legte sie auf meine Brust. Es war 11:05 Uhr. Die Schmerzen waren schon wieder vergessen und wir genossen noch paar Minuten in der warmen Wanne bis auch die Plazenta geboren wurde. Danach Umzug ins Kreißsaalbett, weiteres Kuscheln und erstes Stillen. Nebenbei schaute sich eine Ärztin mein „Schlachtfeld“ an was gar keins war. Ich kam ohne Verletzungen davon. Nach 2 Stunden wurde dann noch Babygirl gewogen und vermessen und weitere 4 Stunden später waren wir mit neuem Familienmitglied und Dönern wieder zu Hause.

Diesen spannenden Geburtsbericht hat Moni geschrieben :)

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