Geburtsberichte
Leser*innen-/Geburtsberichte

Leserin-Geburtsbericht: Mara erzählt

Schon bevor ich schwanger wurde, hatte ich beschlossen, dass ich eine Hausgeburt möchte und mir eine Hausgeburtshebamme ausgesucht. Davon gibt es ja leider sehr wenige)
Ich hatte eine tolle unkomplizierte Schwangerschaft und wurde von meinen 2 Hebammen gut betreut. Der errechnete ET war der 30.9.17.
Am 6.10. bin ich morgens um 6:30 aufgewacht und hatte die erste Wehe. Dann bin ich aufgestanden und habe den werdenden Papa noch etwas schlafen lassen. Die Wehen kamen ca. alle 5-7 Minuten. Sie waren sehr angenehm und ich konnte sie gut veratmen. So hatte ich mir das vorgestellt. Um 7 Uhr platzte die Fruchtblase. Fruchtwasser hatte ich allerdings nicht verloren, da meine Tochter gleich sehr tief ins Becken gerutscht ist. Daraufhin hatte ich meinen Freund geweckt und dann gingen die Wehen richtig los. Er hat die Hebamme angerufen und sie hat sich auf den Weg gemacht. (Sie hatte einen Anfahrtsweg von knapp 25 Minuten, allerdings war um diese Zeit Berufsverkehr, dh sie würde länger brauchen)
Die Wehen kamen nun gefühlt im Minutentakt, ich konnte sie kaum noch veratmen und hatte vaginale Blutungen. Dadurch wurde ich panisch, denn ich wusste zwar, dass man etwas Blut verlieren kann, aber ich fand es dann doch etwas viel. Außerdem hatte ich einen starken Druck nach unten und dachte, ich müsste nun unsere Tochter hier auf dem Küchenboden ohne Hebamme entbinden. Die Hebamme stand im Stau und ich hatte Panik. Mein Freund rief den Rettungsdienst.
Um 8:15 kam die Hebamme gleichzeitig mit dem Rettungsdienst an.
Die Hebamme untersuchte mich dann, sagte, es sei alles in Ordnung und der Muttermund war bereits bei 8cm.
Daraufhin ging der Rettungsdienst dann wieder.
Meine Panik war weg und ich entspannte mich wieder.
Um 8:45 kam die 2 Hebamme dazu. Ich saß kniend auf dem Bett und hatte alle 2 Minuten Wehen.
Um 9 Uhr war der Muttermund vollständig eröffnet und die Austreibungsphase begann. Diese war sehr gut auszuhalten.
Um 9:34 kam meine Tochter auf Die Welt. Ich hatte mir ein zartes, blondes Mädchen vorgestellt. Dann lag da ein schwarzhaariges, Michelinmännchen vor mir 😀 stolze 4180g und 50cm. Ich trocknete sie ab und legte sie mir auf die Brust.
Um 9:58 spürte ich einen Druck, die Plazenta kam, gefolgt von einer großen Blutblase. Mir wurde es schwindelig.
Ich bekam einen venösen Zugang gelegt und mir wurde Oxytocin gespritzt.
Mein Blutdruck war sehr niedrig.
Die Hebammen informierten den Notarzt.
Um 10:06 war der Notarzt auch schon da und gab mir auch eine Infusion.
Daraufhin kam ich mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus.
Mein Freund kam dann mit unserer Tochter nach, ihr ging es super.
Im Krankenhaus wurde ich dann noch überwacht und bekam Infusionen. Ich hatte über 1,5 Liter Blut verloren. Dadurch hatte ich einen Eisenwert von 8 und bekam eine Ferritininfusion.
Am nächsten Tag durfte ich nach Hause.
Ich war noch schwach, aber mir ging es den Umständen entsprechend ok.
Diesen spannenden Geburtsbericht hat Mara geschrieben :)

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